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Apfelwickler im Winter: Maßnahmen gegen den Schädling - 5 Profi-Tipps
maart 10, 2026 Patricia Titz

Apfelwickler im Winter: Maßnahmen gegen den Schädling - 5 Profi-Tipps

Wenn die Ernte eingebracht ist und die Blätter von den Obstbäumen fallen, kehrt im Garten scheinbar Ruhe ein. Doch der Schein trügt: Einer der hartnäckigsten und gefürchtetsten Schädlinge im Kernobstanbau, der Apfelwickler (Cydia pomonella), hat sich bereits für die kalte Jahreszeit eingerichtet. Wer im Sommer mit "wurmstichigen" Äpfeln, vorzeitigem Fruchtfall und unbrauchbarer Ernte zu kämpfen hatte, sollte den Winter keinesfalls ungenutzt verstreichen lassen. Genau jetzt, in der laubfreien Zeit, bietet sich eine hervorragende Gelegenheit, den Lebenszyklus der sogenannten Obstmade zu unterbrechen und den Befallsdruck für das kommende Jahr massiv zu senken. In diesem umfassenden Ratgeber erfährst du, wo sich der Schädling bei Minusgraden versteckt, mit welchen mechanischen und biologischen Methoden du ihm jetzt zu Leibe rücken kannst und wie du deinen Obstgarten optimal auf das nächste Frühjahr vorbereitest.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Überwinterung: Der Apfelwickler überwintert als ausgewachsene Larve eingesponnen in einem dichten, weißen Kokon, meist unter losen Borkenschuppen, in Rindenritzen oder an Baumpfählen.
  • Frostresistenz: Starke Minusgrade im Winter können der Larve in ihrer Diapause (Ruhephase) nichts anhaben.
  • Mechanische Bekämpfung: Das vorsichtige Abbürsten und Abkratzen loser Rindenteile im Winter entfernt einen Großteil der überwinternden Schädlinge.
  • Biologische Bekämpfung: An milden, feuchten Herbst- oder Wintertagen (über 8-10 °C) können nützliche Nematoden (Fadenwürmer) auf den Stamm gesprüht werden, die die Larven parasitieren.
  • Hygiene: Das Entfernen von altem Stützholz (z.B. rissige Bambusstäbe) und hängengebliebenen Fruchtmumien entzieht dem Schädling wichtige Winterquartiere.
  • Nützlingsförderung: Meisen, Spechte und Fledermäuse sind natürliche Feinde und sollten durch Nistkästen im Garten gefördert werden.

Der unsichtbare Feind: Wer ist der Apfelwickler?

Um einen Schädling effektiv bekämpfen zu können, muss man seine Biologie und sein Verhalten genau kennen. Der Apfelwickler gehört systematisch zur Familie der Wickler (Tortricidae) und ist ein unscheinbarer, nachtaktiver Schmetterling[1]. Der Falter besitzt eine Spannweite von etwa 14 bis 20 Millimetern. Seine Vorderflügel sind graubraun gemustert und weisen an den Spitzen einen charakteristischen, metallisch glänzenden, kupferfarbenen Spiegel auf[2]. Tagsüber sitzen die Falter perfekt getarnt und mit eng zusammengefalteten Flügeln an den Stämmen und Ästen der Bäume, weshalb sie von Gartenbesitzern fast nie bemerkt werden[3].

Der eigentliche Schaden wird jedoch nicht vom Falter, sondern von seiner Larve verursacht – der bekannten "Obstmade" oder dem "Wurm im Apfel". Diese Raupe wird bis zu 20 Millimeter lang, ist anfangs weißlich und färbt sich später blassrosa bis fleischfarben, versehen mit dunklen Warzen sowie einem braunen Kopf und Nackenschild[1]. Der Apfelwickler befällt in erster Linie Äpfel, macht aber auch vor Birnen, Quitten, Aprikosen, Pfirsichen, Pflaumen und sogar Walnüssen nicht Halt[4].

Das typische Schadbild

Ein Befall fällt meist erst auf, wenn es für rettende Maßnahmen an der Frucht zu spät ist. Die befallenen Äpfel weisen ein deutliches Einbohrloch auf, aus dem feuchte, braune und krümelige Kotmassen hervorquellen[5]. Im Inneren frisst sich die Raupe spiralförmig bis zum Kerngehäuse vor und zerstört dabei nicht nur das Fruchtfleisch, sondern nagt auch die Kerne an[1]. Die Folge: Die Äpfel werden notreif, färben sich intensiv und fallen oft schon im Juni oder Juli vorzeitig vom Baum[3]. Zudem bilden die Fraßgänge ideale Eintrittspforten für Pilzinfektionen, die zu einer raschen Fruchtfäule führen[4].

Die Überwinterung: Wo versteckt sich die Obstmade bei Kälte?

Nachdem die Raupe etwa drei bis fünf Wochen in der Frucht gefressen hat und ausgewachsen ist, verlässt sie den Apfel. Dies geschieht entweder, während die Frucht noch am Baum hängt (die Raupe seilt sich dann an einem Faden ab), oder nachdem der notreife Apfel als Fallobst zu Boden gestürzt ist[2]. Nun beginnt die kritische Phase, an der wir als Gärtner im Winter ansetzen können: Die Suche nach einem Überwinterungsquartier.

Der Apfelwickler überwintert im Larvenstadium. Um sich vor Witterungseinflüssen und Feinden zu schützen, spinnt sich die Raupe in einen äußerst festen, dichten und weißen Kokon ein[5]. In diesem Zustand der sogenannten Diapause (einer hormonell gesteuerten Entwicklungsruhe) ist der Schädling extrem widerstandsfähig. Selbst starke und langanhaltende Fröste können der Larve in ihrem schützenden Gespinst nichts anhaben[6].

Die bevorzugten Verstecke

Wissenschaftliche Untersuchungen und Praxisbeobachtungen zeigen, dass die Larven sehr spezifische Orte für ihre Überwinterung wählen. Zu den Hauptverstecken gehören:

  • Borkenschuppen und Rindenritzen: Der absolute Lieblingsplatz. Unter losen, abstehenden Rindenteilen älterer Obstbäume finden die Larven perfekten Schutz vor Wind und Wetter[1].
  • Stammbasis und Veredelungsstelle: Besonders der Bereich knapp über dem Boden oder rund um wulstige Veredelungsstellen wird häufig besiedelt[6].
  • Baumpfähle und Stützmaterial: Rissige Weichholzpfähle oder hohle Bambusstäbe (Tonkinstäbe), die zur Stützung junger Bäume dienen, sind regelrechte Magneten für überwinterungswillige Raupen[7].
  • Fruchtmumien: Am Baum verbliebene, eingetrocknete Früchte bieten ebenfalls Unterschlupf[6].
  • Obstlager und Kisten: Wurden befallene Äpfel geerntet und eingelagert, kriechen die Raupen oft in die Ritzen von Holzkisten oder in die Ecken des Lagerraums, um sich dort einzuspinnen[5].

Interessanterweise konnte die oft vermutete Überwinterung direkt im Erdboden in aufwändigen Untersuchungen nicht signifikant bestätigt werden; der Schädling ist stark anlagentreu und bleibt bevorzugt am oder in unmittelbarer Nähe des Holzes[6].

Mechanische Wintermaßnahmen: Was du jetzt tun kannst

Da chemische Pflanzenschutzmittel im Haus- und Kleingartenbereich im Winter weder zugelassen noch sinnvoll sind, rücken mechanische und vorbeugende Maßnahmen in den Fokus. Diese sind hochwirksam, um die Startpopulation für das nächste Frühjahr drastisch zu reduzieren.

1. Stamm- und Rindenpflege (Abkratzen)

Die effektivste mechanische Methode ist die manuelle Reinigung der Baumstämme. Zwischen Oktober und spätestens April solltest du die Stämme deiner Apfel- und Birnbäume gründlich untersuchen[3]. Verwende eine weiche Drahtbürste, eine harte Wurzelbürste oder einen speziellen Rindenkratzer, um lose Borkenschuppen, Moos und Flechten vom Stamm zu entfernen. Dabei werden die darunter verborgenen, weißen Gespinstkokons mitsamt den Larven freigelegt und mechanisch zerstört oder fallen zu Boden[2].

Achtung: Vorsicht bei der Rindenpflege!

Gehe beim Abkratzen der Rinde behutsam vor. Es dürfen nur die toten, ohnehin lockeren Borkenschuppen entfernt werden. Das darunterliegende, lebende Gewebe (Kambium) darf auf keinen Fall verletzt werden, da dies Eintrittspforten für Baumkrebs und andere Pilzkrankheiten schaffen würde.

Praxis-Tipp: Die Folien-Methode

Lege vor dem Abbürsten des Stammes eine große Plane, Folie oder alte Zeitungen ringförmig auf den Boden rund um den Baumstamm[2]. So kannst du die herabfallenden Rindenstücke, Kokons und Larven bequem auffangen, zusammenkehren und sicher im Hausmüll entsorgen. Lässt du sie auf dem Boden liegen, könnten einige Larven überleben und sich ein neues Versteck suchen.

2. Entfernung von Stützmaterial und Totholz

Wie bereits erwähnt, nutzen die Larven gerne künstliche Strukturen. Kontrolliere alle Baumpfähle, Anbindematerialien und Stützstäbe. Besonders rissige Holzpfähle oder hohle Bambusstäbe sollten im Winter aus der Anlage entfernt und vernichtet (z.B. verbrannt oder über den Restmüll entsorgt) werden[6]. Wenn du Bambusstäbe in der Anlage verteilt hattest, kannst du durch deren Entfernung im Winter den Befallsdruck teilweise um bis zu zwei Drittel reduzieren, da sie als künstliche "Fallen" fungiert haben[6]. Ersetze sie im Frühjahr durch glatte, witterungsbeständige Materialien (z.B. Metall- oder Fiberglasstäbe), die keine Versteckmöglichkeiten bieten.

3. Gartenhygiene und Fruchtmumien

Ein sauberer Obstgarten ist weniger anfällig für Schädlinge. Entferne alle im Baum verbliebenen, eingetrockneten Fruchtmumien, da diese nicht nur Überwinterungsplätze für den Apfelwickler bieten, sondern auch Sporen der Monilia-Fruchtfäule beherbergen[6]. Auch gerodetes Altholz oder aufgestapelte Holzkisten sollten nicht in unmittelbarer Nähe der Obstbäume gelagert werden, da von dort im Frühjahr neue Falter einfliegen können[7].

Biologische Bekämpfung im Winter: Die Kraft der Nematoden

Eine der innovativsten und effektivsten Methoden zur Winterbekämpfung des Apfelwicklers im ökologischen Anbau und Hausgarten ist der Einsatz von entomopathogenen (insektenpathogenen) Nematoden. Speziell die Art Steinernema feltiae hat sich hierbei als äußerst wirksam erwiesen[8].

Nematoden sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer. Sie werden in einem Tonmineral-Pulver geliefert, in Wasser aufgelöst und mit einer handelsüblichen Gartenspritze auf den Stamm und die starken Leitäste appliziert. Die Nematoden dringen aktiv in die Verstecke unter der Rinde ein, suchen die Kokons des Apfelwicklers, parasitieren die Larven und töten diese ab. Bei optimalen Bedingungen kann diese Methode die Überwinterungspopulation und damit den Befallsdruck für das Folgejahr um bis zu 50 % reduzieren[9].

Wichtige Voraussetzungen für den Nematoden-Einsatz

Damit die Behandlung erfolgreich ist, müssen bestimmte Umweltbedingungen strikt eingehalten werden, da es sich bei Nematoden um lebende Organismen handelt:

  • Temperatur: Die Anwendung sollte ab Ende September bis in den milden Winter hinein erfolgen. Die Temperatur muss während der Behandlung und in den folgenden 3 Stunden mindestens 8 bis 10 °C betragen[9]. Am Tag der Behandlung darf die Temperatur nicht unter 0 °C sinken[9].
  • Feuchtigkeit: Nematoden brauchen einen Wasserfilm, um sich fortzubewegen. Der Stamm muss vor, während und nach der Behandlung nass sein. Optimal ist die Ausbringung bei Nieselregen oder Nebel. Es wird empfohlen, mindestens 12 Stunden Nässe auf den Stämmen sicherzustellen[6].
  • Lichtverhältnisse: Nematoden sind extrem UV-empfindlich. Die Spritzung darf niemals bei direkter Sonneneinstrahlung erfolgen. Die besten Zeitpunkte sind die späten Abendstunden oder stark bedeckte, trübe Tage[7].

Tipp zur Ausbringung

Sprühe die Nematodenlösung mit geringem Druck (um die Würmer nicht zu zerquetschen) und hohem Wasseraufwand aus[9]. Behandle den Stamm vom Boden bis in die Krone, besonders intensiv jedoch den Bereich unterhalb der Veredelungsstelle und alle sichtbaren Rindenrisse. Wenn du kein Spritzgerät hast, kannst du die Lösung auch mit einem breiten Kleisterpinsel satt auf den Stamm streichen[10].

Nützlinge fördern: Die natürliche Armee im Wintergarten

Ein naturnaher Garten reguliert sich zu einem großen Teil selbst. Auch im Winter sind natürliche Gegenspieler des Apfelwicklers aktiv und hungrig. Wer seinen Garten vielfältig gestaltet, bietet diesen Helfern Lebensraum und Nahrung.

Zu den wichtigsten Vertilgern von überwinternden Apfelwicklerlarven gehören verschiedene Vogelarten. Insbesondere Meisen (wie Kohl- und Blaumeisen) suchen im Winter die Rinden der Bäume systematisch nach Insekten und deren Larven ab[1]. Auch Spechte leisten hervorragende Arbeit, da sie mit ihren kräftigen Schnäbeln selbst tief sitzende Kokons unter der Borke erreichen und aufpicken können[1].

Was du tun kannst: Hänge im Herbst und Winter Nistkästen für Meisen auf. Diese dienen den Vögeln in eisigen Nächten als wärmendes Schlafquartier und binden sie an deinen Garten. Im Frühjahr brüten sie dort und verfüttern unzählige Raupen an ihren Nachwuchs. Auch Fledermäuse, die im Sommer die fliegenden Falter jagen, sowie Ohrwürmer (die Eier fressen) und Laufkäfer sollten durch entsprechende Unterschlüpfe (Fledermauskästen, Totholzhaufen, Ohrwurm-Töpfe) gefördert werden[1].

Ausblick: Wenn der Frühling kommt (Die Strategie für den Sommer)

Die Wintermaßnahmen sind das Fundament einer erfolgreichen Apfelwickler-Bekämpfung. Doch in warmen Jahren oder bei starkem Befallsdruck in der Nachbarschaft reicht dies allein oft nicht aus. Ab April/Mai verpuppen sich die überlebenden Larven, und ab Mitte Mai schlüpfen die Falter der ersten Generation[4]. Um den Kreislauf endgültig zu durchbrechen, solltest du folgende Sommer-Maßnahmen einplanen:

  • Pheromonfallen (Lockstofffallen): Ab Mitte Mai in den Baum hängen. Sie locken mit Sexuallockstoffen die männlichen Falter an, die auf einem Leimboden kleben bleiben. Dies dient primär der Flugüberwachung (Monitoring), um den optimalen Zeitpunkt für weitere Maßnahmen zu bestimmen, fängt aber auch einen Teil der Männchen weg[8].
  • Wellpappe-Fanggürtel: Lege ab Mitte Juni etwa 10 bis 20 cm breite Ringe aus Wellpappe eng um den Baumstamm[1]. Die Raupen der ersten Generation, die den Apfel verlassen, kriechen auf der Suche nach einem Verpuppungsplatz in die Rillen der Pappe. Kontrolliere diese Gürtel wöchentlich bis Ende August und vernichte die darin befindlichen Raupen[3].
  • Granuloseviren (CpGV): Ein hochspezifisches, biologisches Pflanzenschutzmittel, das im Erwerbs- und Bioanbau eingesetzt wird. Es wird zur Zeit des Larvenschlupfs gespritzt. Die Raupe nimmt das Virus beim Fressen auf und stirbt ab[8].
  • Schlupfwespen (Trichogramma): Diese winzigen Nützlinge parasitieren die Eier des Apfelwicklers. Sie werden in kleinen Kärtchen in den Baum gehängt[1].
  • Fallobst konsequent aufsammeln: Befallene, herabgefallene Früchte müssen sofort aufgelesen und über die Biotonne (nicht den offenen Kompost) entsorgt werden, bevor die Raupe den Apfel verlässt[2].

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Sterben die Larven bei einem sehr harten Winter ab?

Nein. Der Apfelwickler hat sich evolutionär perfekt an unsere Breitengrade angepasst. Die Larve produziert in ihrem Kokon eine Art körpereigenes Frostschutzmittel. Selbst Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt überlebt sie in der Regel unbeschadet[6]. Darum ist aktives Handeln im Winter so wichtig.

Darf ich befallene Äpfel auf den Kompost werfen?

Das ist nicht zu empfehlen. Wenn die Raupe noch im Apfel ist, wird sie den Komposthaufen verlassen und sich in der Nähe (z.B. an Holzpfosten des Komposters) verpuppen. Befallenes Obst sollte entweder tief vergraben oder über die städtische Biotonne entsorgt werden, da dort bei der industriellen Kompostierung ausreichend hohe Temperaturen entstehen, die den Schädling abtöten[2].

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Nematoden-Behandlung?

Der ideale Zeitraum liegt im Herbst (Ende September bis November) oder an sehr milden Wintertagen. Wichtig ist, dass die Außentemperatur für einige Stunden bei mindestens 8 bis 10 °C liegt und hohe Luftfeuchtigkeit herrscht (z.B. Nieselregen)[9]. Bei Frost oder direkter Sonneneinstrahlung sterben die Nematoden ab.

Reicht es, wenn ich nur Pheromonfallen aufhänge?

Nein. Pheromonfallen im Hausgarten dienen in erster Linie der Flugbeobachtung. Sie fangen zwar männliche Falter ab, verhindern aber nicht vollständig, dass Weibchen begattet werden und Eier ablegen. Sie sind ein Baustein der Strategie, aber kein alleiniges Bekämpfungsmittel[2]. Die im Erwerbsanbau genutzte "Verwirrmethode" funktioniert nur auf großen Flächen (ab ca. 2 Hektar) und ist für den Kleingarten nicht geeignet[2].

Warum gibt es in manchen Jahren viel mehr wurmige Äpfel?

Das liegt stark an der Witterung im Sommer. In kühlen Jahren bildet der Apfelwickler meist nur eine Generation. In warmen, sonnenscheinreichen Sommern verpuppt sich ein Großteil der ersten Generation noch im selben Jahr, und es kommt im Juli/August zu einer zweiten Faltergeneration. Diese zweite Generation befällt die bereits reifenden Früchte und richtet ungleich größere Schäden an[5].

Fazit

Der Kampf gegen den Apfelwickler wird nicht erst im Sommer gewonnen, wenn die Äpfel bereits am Baum hängen, sondern beginnt jetzt, in der kalten Jahreszeit. Indem du die Überwinterungsquartiere des Schädlings durch das Abbürsten der Rinde und das Entfernen von altem Stützholz zerstörst, nimmst du ihm seine sichere Basis. Ergänzt durch den gezielten Einsatz von Nematoden an milden Wintertagen und die Förderung natürlicher Feinde wie Meisen, kannst du die Startpopulation für das nächste Jahr massiv dezimieren. Wer im Winter konsequent vorarbeitet, hat im Sommer deutlich weniger Aufwand – und wird im Herbst mit gesunden, madenfreien Äpfeln belohnt. Nutze den nächsten frostfreien, feuchten Tag und mach deinen Obstgarten winterfest!

Quellen und Referenzen

  1. Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), "Apfelwickler: wurmige Früchte", Stand: September 2023.
  2. Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pflanzenschutzdienst, "Apfelwickler (Obstmade)", 2022.
  3. Bayerische Gartenakademie, Pflanzenschutz-Informationsblätter, "Apfelwickler".
  4. Staatliche Forschungsanstalt für Gartenbau Weihenstephan, "Apfelwickler - Biologie und Bekämpfung".
  5. Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Pflanzenschutzdienst, "Hinweis zur Bekämpfung des Apfelwicklers (Cydia pomonella)".
  6. Informationsportal Oekolandbau.de (BÖLN), "Apfelwickler (Cydia pomonella) - Biologie und Regulierungsstrategien", 2018.
  7. Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) Brandenburg, "Regulierung des Apfelwicklers", 2024.
  8. Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR), "Apfelwickler - Haus- und Kleingarten", 2024.
  9. Forschungszentrum Laimburg, "Apfelwickler (Cydia pomonella): Bekämpfungsmethoden im ökologischen Obstbau", Praxis Kurzfassung, 2022.
  10. Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pressemeldung: "Kleine Würmer gegen Apfelwickler", 2009.

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