Fakten (kompakt)
- Die Art wurde 2017 von der Gattung *Sansevieria* in die Gattung *Dracaena* umklassifiziert, basierend auf phylogenetischen Analysen der Plastiden. - Die Umklassifizierung erfolgte aufgrund von Erkenntnissen, dass *Sansevieria* innerhalb der *Dracaena*-Klade der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) liegt. - Der Name Bogenhanf leitet sich von den harten Fasern ab, die früher für Bogensehnen verwendet wurden. - *Dracaena trifasciata* ist bekannt für ihre Fähigkeit, die Luft von flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) wie Benzol, Formaldehyd, Trichlorethylen, Xylol und Toluol zu reinigen. - Die Pflanze enthält Saponine und ist bei Einnahme leicht giftig, was bei Menschen und Haustieren zu Magen-Darm-Beschwerden führen kann.[7] - Zu den Synonymen von *Dracaena trifasciata* gehören *Sansevieria trifasciata* Prain, *Sansevieria laurentii* De Wild. und *Sansevieria guineensis* Willd.[7] - Weitere Trivialnamen für *D. trifasciata* sind Vipernbogenhanf und Saint George's sword. - Der Artname *Dracaena* leitet sich vom griechischen Wort 'drakaina' ab, was 'weiblicher Drache' bedeutet.[7]
Die korrekte wissenschaftliche Bezeichnung für den Bogenhanf ist *Dracaena trifasciata* (Prain) Byng & Christenh..[1] Diese Art wurde jedoch früher unter dem Namen *Sansevieria trifasciata* Prain geführt, welcher 1903 erstbeschrieben wurde. Die Umklassifizierung in die Gattung *Dracaena* erfolgte im Jahr 2017 aufgrund phylogenetischer Analysen, die zeigten, dass *Sansevieria* in die *Dracaena*-Klade innerhalb der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) eingebettet ist. Der Gattungsname *Dracaena* leitet sich vom griechischen Wort 'drakaina' ab, was 'weiblicher Drache' bedeutet und sich auf das rote Harz bezieht, das einige Arten dieser Gattung absondern. Das Artepitheton *trifasciata* stammt aus dem Lateinischen und bedeutet 'dreifach gebändert', was sich auf die charakteristischen Querstreifen auf den Blättern bezieht.[1] Einige wichtige Synonyme für *Dracaena trifasciata* sind *Sansevieria trifasciata* Prain (1903), *Sansevieria laurentii* De Wild. (1904) für eine panaschierte Form und *Sansevieria guineensis* Willd. (1810), die heute als heterotypisches Synonym betrachtet wird. Weitere Synonyme umfassen *Sansevieria jacquinii* N.E.Br. und *Sansevieria craigii* Baker.[1] Im Deutschen ist die Pflanze als Bogenhanf bekannt.[2] Weitere gebräuchliche Namen sind 'snake plant', 'mother-in-law's tongue', 'viper's bowstring hemp' und 'Saint George's sword'. Der englische Name 'snake plant' (Schlangenpflanze) bezieht sich auf die schlangenartige Form der Blätter. 'Mother-in-law's tongue' (Schwiegermutterzunge) spielt auf die scharfen Blattspitzen an. 'Viper's bowstring hemp' (Vipern-Bogenhanf) bezieht sich auf die widerstandsfähigen Fasern, die früher zur Herstellung von Bogensehnen verwendet wurden.[1]
*Dracaena trifasciata*, ehemals bekannt als *Sansevieria trifasciata*, ist eine stammlosen, rhizombildende, ausdauernde Pflanze, die basale Rosetten aus starren, aufrechten Blättern bildet. Die Blätter entspringen direkt aus dem unterirdischen Rhizom in einer Rosettenanordnung. Die Pflanze hat eine aufrechte, horstbildende Wuchsform. Die schwertförmigen und sukkulenten Blätter sind typischerweise 30 bis 122 cm lang und 2,5 bis 7,6 cm breit. Sie haben eine lanzettliche bis lineare Form, die sich zu einer Spitze verjüngt. Die Blätter sind dunkelgrün und weisen oft hellgrüne, waagerechte Bänder zur Tarnung auf. Die Blattränder sind unversehrt und werden bei älteren Pflanzen faserig. Die Blätter sind steif, ledrig und fleischig, was sowohl die Struktur stützt als auch der Wasserspeicherung dient. Die dicken, fleischigen Rhizome wachsen horizontal unter der Erde und bilden Ausläufer, die eine vegetative Vermehrung ermöglichen. Die faserartigen Wurzeln, die von den Rhizomen ausgehen, sind an die effiziente Wasserspeicherung und Verankerung in trockenen Umgebungen angepasst. Die Pflanze wächst langsam und erreicht in ihrer natürlichen Umgebung eine Höhe von bis zu 2 m, als Zimmerpflanze jedoch meist nur 0,7 bis 1 m.[5] Unter optimalen Bedingungen bildet *D. trifasciata* im Frühjahr kleine, grünlich-weiße, duftende Blüten an hohen Ähren, wobei die Blüte in Innenräumen selten vorkommt. Nach der Bestäubung entwickeln sich gelegentlich auffällige orangefarbene Beeren mit Samen. Die Blüten sind klein, röhrenförmig und grünlich-weiß bis cremefarben, 1–2 cm lang, mit leicht klebrigen Oberflächen und einem süßen, nächtlichen Duft, der Motten anlockt. Die Art ist selbstverträglich, benötigt aber eine Fremdbestäubung für einen effektiven Samenansatz, da keine Autogamiemechanismen vorhanden sind.[5]
*Dracaena trifasciata*, ehemals bekannt als *Sansevieria trifasciata*, ist in der Regel kein Schädling oder Lästling im herkömmlichen Sinne, sondern wird als Zierpflanze in Innenräumen kultiviert. Sie kann jedoch indirekt betroffen sein, wenn sie von bestimmten Schädlingen befallen wird oder unter ungünstigen Umweltbedingungen leidet.[2] Obwohl *D. trifasciata* keine direkte Bedrohung für Gebäude oder andere Pflanzen darstellt, kann sie anfällig für Schädlinge wie Spinnmilben und Wollläuse sein, die sich durch das Saugen von Pflanzensaft an den Blättern bemerkbar machen. Ein Befall kann sich durch Vergilben oder Verwelken der Blätter äußern. Überwässerung kann zu Wurzelfäule führen, was sich durch weiche, matschige Blätter und einen schlechten Allgemeinzustand der Pflanze äußert. Die Pflanze enthält Saponine und ist bei Einnahme leicht giftig für Mensch und Tier, was zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen kann. Daher sollte sie außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufgestellt werden. Um Schädlingsbefall vorzubeugen, sollten die Blätter regelmäßig gereinigt und die Pflanze auf frühe Anzeichen von Schädlingen untersucht werden. Eine gute Belüftung und Vermeidung von Staunässe können Wurzelfäule verhindern. Bei Befall können Insektizidseife oder andere geeignete Insektizide eingesetzt werden, wobei die Anwendung gemäß den Anweisungen erfolgen sollte. In der traditionellen Medizin Afrikas wird der Blattsaft zur Behandlung von Ohrenschmerzen und Schlangenbissen eingesetzt, während Umschläge aus den Blättern zur Wundversorgung verwendet werden. Studien deuten auf eine luftreinigende Wirkung hin, insbesondere die Entfernung von flüchtigen organischen Verbindungen wie Benzol und Formaldehyd. Jüngere Forschungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass die luftreinigende Wirkung in typischen Innenräumen begrenzt ist, da unrealistisch hohe Pflanzendichten erforderlich wären.[2] Es gibt Patente, die die Verwendung von *Sansevieria trifasciata*-Rohextrakten zur Herstellung von Bakteriziden zur Vorbeugung und Behandlung von Pflanzenkrankheiten, die durch Falschen Mehltau verursacht werden, beschreiben. Ein weiteres Patent beschreibt ein ökologisches Pestizid auf Basis einer Mischung pflanzlicher Materialien, darunter Minze, *Sansevieria trifasciata* und *Celastrus angulatus*, zur Entfernung von Milben auf Pflanzen. Actinomyceten, die aus Erdbeer-Rhizosphärenboden isoliert wurden, können als biologisches Kontrollmittel gegen die Bakterienfleckenkrankheit bei *Sansevieria trifasciata* eingesetzt werden.[6]