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Zitronenmelisse Melissa officinalis

Zitronenmelisse

Taxonomische Klassifikation

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung Lamiales (Lamiales)
Familie Lamiaceae
Gattung Melissa
Art Melissa officinalis
Wissenschaftlicher Name: Melissa officinalis L.
Akzeptierter Name
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Einleitung

*Melissa officinalis*, bekannt als Zitronenmelisse, ist eine mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie ist bekannt für ihr zitronenartiges Aroma, das sie beim Zerreiben der Blätter verströmt. Ursprünglich stammt die Zitronenmelisse aus Südeuropa, dem östlichen Mittelmeerraum und Westasien.[1]

Fakten (kompakt)

- *Melissa officinalis* wird typischerweise 30–70 cm hoch. - Die Stängel sind vierkantig und mit feinen Härchen bedeckt. - Die Blätter sind herzförmig und verströmen beim Zerreiben ein starkes Zitronenaroma. - Die Blüten sind klein, weiß oder blassgelb und blühen von Juni bis Oktober. - *Melissa officinalis* wurde in der Antike von Griechen und Römern für ihre beruhigenden Eigenschaften und ihre Fähigkeit, Bienen anzulocken, geschätzt. - Der Gattungsname *Melissa* leitet sich vom griechischen Wort für „Biene“ ab. - Zitronenmelisse wurde während der Kolonialzeit in Nordamerika eingeführt und war 1761 in medizinischen Gärten zu finden. - Thomas Jefferson kultivierte Zitronenmelisse in Monticello. - In der traditionellen europäischen und iranischen Volksmedizin wurden die Blätter als Verdauungshilfe, Karminativum, krampflösendes Mittel und als Beruhigungsmittel bei Nervosität, Angstzuständen, Schlaflosigkeit und Menstruationsbeschwerden eingesetzt. - Zeitgenössische Forschung hebt die bioaktiven Verbindungen der Zitronenmelisse hervor, darunter Flavonoide, Rosmarinsäure und flüchtige Öle. - Diese Verbindungen tragen zu den antioxidativen, entzündungshemmenden, antimikrobiellen und stimmungsaufhellenden Wirkungen der Pflanze bei. - Zitronenmelisse ist reich an Vitamin C und Thiamin. - Studien deuten auf die Wirksamkeit von Zitronenmelisse in Kombinationstherapien bei Angst- und Depressionssymptomen hin. - Abhängigkeit und Entzugserscheinungen sind bei Zitronenmelisse äußerst selten. - Es gibt einen dokumentierten Fall von leichten Symptomen nach starkem, längerem Gebrauch. - Zitronenmelisse kann mit Schilddrüsenmedikamenten oder Beruhigungsmitteln interagieren. - Schwangere sollten vor der Anwendung von Zitronenmelisse ihren Arzt konsultieren. - Zitronenmelisse ist in den USDA-Zonen 4–9 winterhart. - Die Pflanze gedeiht in gut durchlässigem, fruchtbarem Boden mit voller Sonne bis Halbschatten und mäßiger Bewässerung. - Zitronenmelisse toleriert schlechte Bedingungen und Wildverbiss. - Die Vermehrung erfolgt einfach durch Samen, Stecklinge oder Teilung im frühen Frühjahr. - Zitronenmelisse breitet sich durch Selbstaussaat und Rhizome stark aus und kann in feuchten Gebieten invasiv werden. - Es wird empfohlen, Barrieren zu errichten oder regelmäßig zu beschneiden, um die Ausbreitung einzudämmen. - Die Blätter sollten vor der Blüte geerntet werden, um den besten Geschmack und die beste Wirksamkeit zu erzielen. - Zitronenmelisse kann getrocknet, gefroren oder frisch in Tees, Salaten oder Pestos verwendet werden. - *Melissa officinalis* gehört zum Reich *Plantae*, Stamm *Tracheophyta*, Klasse *Magnoliopsida*, Ordnung *Lamiales*, Familie *Lamiaceae*, Gattung *Melissa* und Art *officinalis*. - Die Familie Lamiaceae umfasst etwa 250 Gattungen und über 7.000 Arten, darunter *Mentha*, *Salvia* und *Lavandula*.[7] - Die Gattung *Melissa* umfasst vier anerkannte Arten: *M. axillaris*, *M. flava*, *M. officinalis* und *M. yunnanensis*.[7] - *M. officinalis* hat zwei anerkannte Unterarten.[7]

Name & Einordnung

*Melissa officinalis*, bekannt als Zitronenmelisse, gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Die Art wurde erstmals 1753 von Carl Linnaeus in seinem Werk *Species Plantarum* formell beschrieben. Der Gattungsname *Melissa* stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Honigbiene“. Der Name rührt daher, dass die Blüten der Zitronenmelisse Bienen stark anziehen. Das Artepitheton *officinalis* ist lateinischen Ursprungs und bedeutet so viel wie „in der Apotheke verwendet“. Es kennzeichnet traditionell Pflanzen, die für ihre medizinischen Eigenschaften geschätzt werden.[2] Homotypische Synonyme für *M. officinalis* sind *Faucibarba officinalis* (L.) Dulac und *Mutelia officinalis* (L.) Gren. ex Mutel.[2] Heterotypische Synonyme umfassen *Melissa altissima* Sm. und *Melissa bicornis* Klokov. Die Pflanze ist auch unter den Trivialnamen 'sweet balm', 'bee balm' und 'honey plant' bekannt, welche ihre aromatische Süße und Anziehungskraft auf Bienen hervorheben.[2] Es gibt zwei anerkannte Unterarten: *Melissa officinalis* subsp. *officinalis*, die typische, nach Zitrone duftende Form aus Südeuropa und Westasien, und *Melissa officinalis* subsp. *inodora* Bornm., die keinen charakteristischen Duft aufweist und in ähnlichen Regionen vorkommt.[2] Es existieren verschiedene Sorten und Kultivare von *M. officinalis*, die hauptsächlich auf verbesserte Duft-, Ölgehalts- oder Zierwerte gezüchtet wurden. Beispiele hierfür sind die Sorte 'Citronella', die für ihren starken Citronella-ähnlichen Duft bekannt ist, und 'Quedlinburger Niederliegende', eine niederliegende Form, die für höhere Gehalte an ätherischen Ölen gezüchtet wurde. Weitere Sorten wie 'All Gold' (mit goldenem Laub) und 'Lime' (mit Limettenaroma) werden ebenfalls kultiviert, haben aber den gleichen taxonomischen Status wie die Art.[2] Auf Deutsch ist die Pflanze als Zitronenmelisse bekannt[Patentdaten (kuratierte Extrakte)].

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Melissa officinalis*, bekannt als Zitronenmelisse, ist eine buschige, aufrechte, mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie zeichnet sich durch ihren vielstämmigen Wuchs und die vierkantigen Stängel aus, die typisch für die Minzfamilie sind. Die Pflanze erreicht typischerweise eine Höhe von 30–100 cm und eine Breite von 45–90 cm. Die Stängel sind grün, glatt und werden mit zunehmendem Alter holzig. Die Blätter sind gegenständig, sommergrün und eiförmig bis herzförmig. Sie messen 2–8 cm in Länge und Breite, mit gekerbten Rändern, runzeligen Oberflächen und deutlicher Nervatur, was ihnen eine raue, leicht behaarte Textur verleiht. Die Blätter sind hell- bis mittelgrün und verströmen beim Zerreiben einen starken zitronenartigen Duft, der auf ätherische Öle im Laub zurückzuführen ist. Dieser Duft ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal, das die Zitronenmelisse von ähnlichen Vertretern der Minzfamilie unterscheidet. Die Blüten sind klein und unscheinbar, röhrenförmig mit zwei Lippen, weniger als 2,5 cm lang, und erscheinen in Quirlen von 4–12 in den Blattachseln von Juni bis September. Sie sind überwiegend weiß, gelegentlich blassrosa oder gelblich getönt. Die Blüten sind nektarreich und locken Honigbienen und andere Bestäuber an, die für die Fortpflanzung unerlässlich sind. Als mehrjährige Pflanze durchläuft die Zitronenmelisse ihren Lebenszyklus über mehrere Jahre, wobei die Pflanzen unter optimalen Bedingungen 3–6 Jahre oder länger leben können. Die Wuchskraft lässt jedoch oft nach 3–4 Jahren nach, was Gärtner dazu veranlasst, sie nach etwa 5 Jahren zu ersetzen. Sie breitet sich aggressiv über unterirdische Rhizome aus und versamt sich bereitwillig und bildet dichte Kolonien, die bei fehlender Kontrolle dauerhaft bestehen bleiben können.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

*Melissa officinalis*, bekannt als Zitronenmelisse, wird vielseitig genutzt und kann sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben. Einerseits ist sie eine beliebte Gartenpflanze, die Bienen anzieht und in der Küche sowie traditionellen Medizin verwendet wird. Andererseits kann sie sich durch Selbstaussaat und Rhizome aggressiv ausbreiten und in manchen Gebieten invasiv werden. Als Schädling im eigentlichen Sinne gilt Zitronenmelisse nicht, da sie keine bedeutenden Schäden an Nutzpflanzen verursacht. Allerdings kann ihr unkontrolliertes Wachstum zum Problem werden, wenn sie andere Pflanzen verdrängt oder sich in unerwünschten Bereichen ausbreitet. Präventive Maßnahmen umfassen das Begrenzen des Anbaugebiets durch Barrieren oder regelmäßiges Beschneiden, um die Selbstaussaat zu verhindern. Die Pflanze hat eine lange Geschichte in der traditionellen europäischen und iranischen Medizin, wo sie als Verdauungshilfe, krampflösendes Mittel und zur Beruhigung bei Nervosität, Angstzuständen und Schlafstörungen eingesetzt wurde. Moderne Forschung belegt antioxidative, entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften. Extrakte hemmen *in vitro* Herpes-simplex-Viren. Klinische Studien zeigen angstlösende und antidepressive Effekte. Einzelfallberichte deuten auf milde Entzugserscheinungen nach starkem, längerem Konsum hin. Wechselwirkungen mit Schilddrüsenmedikamenten sind möglich. Obwohl Zitronenmelisse im Allgemeinen als sicher gilt, sollten Schwangere vor der Anwendung einen Arzt konsultieren.[7] Es gibt ein Patent für die Verwendung von Zitronenmelisse-Extrakten zur Hemmung der Virusreplikation von Filoviren wie dem Ebola-Virus. Ein weiteres Patent beschreibt ein Tierfutterergänzungsmittel mit Zitronenmelisse zur Verhaltensmodifikation, insbesondere bei Pferden. Duschgels mit Zitronenmelisse-Extrakt werden zur Pflege bei Psoriasis und seborrhoischer Dermatitis eingesetzt.[4] Es gibt keine spezifischen Monitoring-Methoden oder Bekämpfungsmaßnahmen im Sinne des integrierten Schädlingsmanagements (IPM) für Zitronenmelisse, da sie in der Regel nicht als Schädling betrachtet wird. Bei Bedarf kann die Ausbreitung durch mechanisches Entfernen oder Beschneiden kontrolliert werden. Chemische Bekämpfung ist unüblich und aufgrund der potenziellen Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit nicht empfehlenswert. Rechtliche Aspekte wie Quarantäne oder Meldepflichten sind für Zitronenmelisse nicht relevant.[7]

Biologie & Lebenszyklus

*Melissa officinalis*, bekannt als Zitronenmelisse, ist eine mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie stammt ursprünglich aus Südeuropa, dem Mittelmeerraum und Westasien. Die Pflanze erreicht typischerweise eine Höhe von 30–100 cm und eine Breite von 45–90 cm. Sie wächst buschig und bildet offene Klumpen mit einer schnellen Wachstumsrate. Die Stängel sind grün, glatt und werden mit dem Alter holzig. Die Blätter sind gegenständig, sommergrün und eiförmig bis herzförmig. Sie werden 2–8 cm lang und breit, mit gekerbten Rändern, runzeligen Oberflächen und deutlicher Aderung. Zerreibt man die Blätter, verströmen sie einen starken zitronenartigen Duft. Die kleinen, unscheinbaren, zweilippigen Blüten sind weniger als 2,5 cm lang und erscheinen in Wirteln von 4–12 in den Blattachseln von Juni bis September. Die Blüten sind meist weiß, gelegentlich blassrosa oder gelblich getönt, und nektarreich, was Honigbienen und andere Bestäuber anlockt. Die Pflanze ist selbstfruchtbar, profitiert aber von der Kreuzbestäubung durch Insekten, was die Samenproduktion erhöht. Als mehrjährige Pflanze durchläuft die Zitronenmelisse ihren Lebenszyklus über mehrere Jahre, wobei die Pflanzen unter optimalen Bedingungen 3–6 Jahre oder länger leben können. Die Vitalität lässt jedoch oft nach 3–4 Jahren nach, weshalb Gärtner sie nach etwa 5 Jahren ersetzen. Sie breitet sich aggressiv über unterirdische Rhizome und Selbstaussaat aus und bildet dichte Kolonien, die bei fehlender Kontrolle dauerhaft bestehen bleiben können. Für die Vermehrung eignen sich Teilung und Stecklinge besser als die Aussaat. Die Teilung etablierter Horste im Frühjahr oder Frühherbst verjüngt die Pflanze und ermöglicht eine schnelle Etablierung an neuen Standorten. Stecklinge von gesunden Stängeln im Frühjahr oder Herbst wurzeln leicht, wenn sie in feuchte Erde oder Wasser gesteckt werden, und entwickeln unter gut drainierten Bedingungen typischerweise innerhalb weniger Wochen Wurzeln. Die Samenvermehrung ist langsamer und unzuverlässiger, da die Keimung unregelmäßig ist. Um die Vitalität zu erhalten, sollten Zitronenmelissepflanzen alle 3–4 Jahre geteilt werden, da ältere Horste holzig und weniger produktiv werden können. Die Ernte konzentriert sich auf die Blätter und blühenden Triebspitzen, idealerweise vor der vollen Blüte, um den Gehalt an ätherischen Ölen und die Zartheit zu maximieren, typischerweise von Juni bis August in gemäßigten Klimazonen. Mehrere Ernten sind möglich, mit bis zu 2–3 Schnitten pro Saison in etablierten Pflanzungen unter idealen Bedingungen, wobei nach jedem Schnitt ein Nachwachsen möglich ist. Die erste Ernte erfolgt etwa 120–160 Tage nach der Pflanzung und liefert die höchste Frisch- und Trockenbiomasse zu späteren Zeitpunkten.[1]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Esbeck, Schule, 38364 Schöningen, Deutschland

    16.01.2026

  • Langenhorn(b Husum) Bahnhof, 25842 Langenhorn, Deutschland

    14.01.2026

  • Leipzig, Saxony, Deutschland

    16.12.2025

  • Deutschland

    11.12.2025

  • Dossenheim, Lorscher Weg, 69221 Dossenheim, Deutschland

    09.11.2025

Daten: iNaturalist

Vorkommen & Lebensraum

*Melissa officinalis*, bekannt als Zitronenmelisse, stammt ursprünglich aus Südeuropa, dem östlichen Mittelmeerraum und Westasien. Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst gemäßigte und mediterrane Zonen. Dazu gehören Regionen wie Italien, Griechenland und Spanien in Südeuropa sowie die Türkei und der Iran in Westasien. Es gibt auch Berichte über natürliche Bestände im Kaukasus und im Nordiran. Die IUCN stuft *Melissa officinalis* als "nicht gefährdet" ein, was auf stabile Wildbestände im natürlichen Verbreitungsgebiet hinweist. Heutzutage ist *Melissa officinalis* weltweit verbreitet und kommt in Europa, Asien, Nordamerika und anderen Regionen vor. Sie wird in den gemäßigten Zonen der USDA-Zonen 4 bis 9 angebaut. Die Pflanze bevorzugt gestörte oder naturnahe Umgebungen wie Waldränder, Gebüsche, Straßenränder und Abfallflächen in der Nähe menschlicher Siedlungen. Sie gedeiht sowohl in voller Sonne als auch im Halbschatten, wobei ein gefiltertes Licht oder sonnige Waldränder optimal sind. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet wächst sie oft an feuchten bis mäßig feuchten Standorten wie Überschwemmungsgebieten und Teichufern, kann sich aber auch an trockenere Bedingungen anpassen, sobald sie sich etabliert hat. Die Zitronenmelisse bevorzugt gut durchlässige, lehmige oder sandige Böden mit einem pH-Wert zwischen 5,0 und 7,5. Sie toleriert auch durchschnittliche oder leicht alkalische Böden, jedoch keine schweren Tonböden oder Staunässe, insbesondere im Winter. Die Pflanze spielt eine unterstützende Rolle in ihren Lebensräumen, indem sie durch ihre nektarreichen Blüten Bestäuber, insbesondere Honigbienen, anlockt. Sie dient auch als Begleitpflanze, die Schädlinge wie Fliegen und Ameisen abwehrt und gleichzeitig kleinen Wirbellosen Schutz bietet. In wärmeren Klimazonen, wie beispielsweise im Südwesten der Vereinigten Staaten, kann sie sich durch Selbstaussaat ausbreiten und in unbewirtschafteten Gebieten zu einem Unkraut werden.[1] Beobachtungsdaten zeigen ein häufiges Vorkommen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.[6]

Saisonalität & Aktivität

*Melissa officinalis*, bekannt als Zitronenmelisse, blüht von Juni bis September und lockt mit ihren nektarreichen Blüten Bienen und andere Bestäuber an. Die Ernte der Blätter erfolgt idealerweise vor der vollen Blüte, um den Gehalt an ätherischen Ölen und die Zartheit zu maximieren, typischerweise von Juni bis August in gemäßigten Klimazonen. In dieser Zeit sind bis zu drei Ernten pro Saison möglich, wobei die erste etwa 120–160 Tage nach der Pflanzung erfolgt. Die Blätter können frisch verwendet oder für die spätere Verwendung getrocknet werden. Die Pflanze ist winterhart in den USDA-Zonen 4 bis 9 und verträgt Wintertemperaturen bis zu -29 °C, benötigt jedoch in kälteren Regionen einen Schutz wie Mulchen. Für optimales Wachstum und die Produktion ätherischer Öle bevorzugt die Zitronenmelisse volle Sonne, verträgt aber auch Halbschatten, besonders in heißeren Regionen, um ein Verbrennen zu verhindern. Die Anbaubedingungen und der Erntezeitpunkt beeinflussen die Zusammensetzung und den Ertrag des ätherischen Öls. So kann beispielsweise der Ölgehalt monatlich schwanken, wobei in schattigen Lagen oft höhere Erträge beobachtet werden als in sonnenexponierten.[1] Die öffentliche Nachfrage nach Zitronenmelisse erreicht typischerweise im Mai und Juni ihren Höhepunkt. Im Januar und Dezember ist das Suchinteresse am geringsten.[5]

Wissenschaftliche Forschung & Patente

US-2022096586-A1 Biological Anmeldung

Pharmazeutische Zusammensetzung umfassend eine Fraktion von Melissa officinalis Blattextrakt

Angiolab Inc. (2020)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Dieses Patent fokussiert sich auf die medizinische Anwendung einer spezifischen Fraktion des Blattextrakts der Zitronenmelisse. Es wird die Wirksamkeit zur Vorbeugung oder Behandlung von Mittelohrentzündung mit Erguss (Otitis media) beschrieben. Da der Extrakt der alleinige Hauptwirkstoff ist, ist die Relevanz für die medizinische Nutzung der Pflanze sehr hoch.

CN-112206176-A Chemical Anmeldung

Duschgel zur täglichen Pflege von Psoriasis und seborrhoischer Dermatitis

Wuhan Sairuixisi Technology Company Ltd. (2020)

Relevanz: 6/10

Zusammenfassung

Es wird ein Duschgel formuliert, das speziell für Hauterkrankungen wie Psoriasis entwickelt wurde. Es enthält 10-15 Teile Melissa officinalis Extrakt in Kombination mit Salicylsäure und anderen Pflegestoffen. Das Mittel soll Hautschuppen lösen und den Stoffwechsel geschädigter Hautbereiche fördern. Die Zitronenmelisse dient hier als beruhigende und pflegende Komponente in einer dermatologischen Formulierung.

US-10293012-B2 Biological Erteilt

Verfahren zur Verwendung von Extrakten aus Melissa officinalis gegen Filoviren

Langland Jeffrey, Jacobs Bertram, Denzler Karen, University of Arizona State (2018)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Dieses Patent beschreibt die Verwendung von Extrakten der Zitronenmelisse zur Hemmung der Virusreplikation von Filoviren, wie etwa dem Ebola-Virus. Die Kernidee ist der Einsatz pflanzlicher Wirkstoffe zur Behandlung oder Vorbeugung schwerer viraler Infektionen. Es wird spezifisch die antivirale Wirksamkeit des Extrakts hervorgehoben. Dies ist besonders relevant für die Entwicklung neuer antiviraler Therapeutika auf natürlicher Basis.

GB-2571998-A Behavioral Unbekannt

Tierfutterergänzungsmittel umfassend einen Extrakt aus Melissa officinalis und L-Theanin

David Lee Mitson (2018)

Relevanz: 7/10

Zusammenfassung

Die Erfindung betrifft ein Ergänzungsmittel für Tiere, das Zitronenmelisse und L-Theanin kombiniert. Es zielt darauf ab, das Verhalten von Tieren, insbesondere Pferden, zu modifizieren und beruhigend zu wirken. Dies ist praktisch anwendbar zur Verbesserung der Leistung im Dressurreiten oder zur Linderung von Juckreiz. Die Kombination der beiden Wirkstoffe im Verhältnis 1:1 steht im Mittelpunkt der Innovation.

KR-102125244-B1 Biological Erteilt

Zusammensetzung zur Lipolyse

Huen Cosmetics Company Ltd. (2018)

Relevanz: 5/10

Zusammenfassung

Dieses Patent stellt eine Zusammensetzung zum Fettabbau vor, die auf einer Mischung natürlicher Extrakte basiert. Melissa officinalis wird zusammen mit Pflaume, Lonicera und Garcinia cambogia verwendet, um die lipolytische Wirkung zu verstärken. Die Innovation liegt in der synergistischen Mischung verschiedener Pflanzenextrakte zur kosmetischen oder diätetischen Fettreduktion.

Quellen & Referenzen

  1. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/melissa-officinalis/
  2. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:450084-1
  3. https://www.missouribotanicalgarden.org/PlantFinder/PlantFinderDetails.aspx?kempercode=c857
  4. Patentdaten (kuratierte Extrakte)
  5. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
  6. Aggregierte Beobachtungsdaten
  7. Literaturzusammenfassung: Lemon balm