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♄ Silberkraft-collectie

Vecht tegen de kersenfruitvlieg

Maden in kersen zijn meestal afkomstig van de kersenfruitvlieg. De snelknop.

laat je zien wanneer je de vallen moet ophangen, hoeveel je er nodig hebt en wat het net en de bodembedekking zijn
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Kauf-Ratgeber Kirschfruchtfliege

Kirschfruchtfliege: So bleiben deine Kirschen madenfrei

Die kleinen weißen Maden in SĂŒĂŸ- und Sauerkirschen stammen fast immer von der Kirschfruchtfliege. Gegen sie hilft kein einzelnes Mittel, sondern das richtige Timing: Fallen zur Flugzeit, ein Netz, eine Bodenabdeckung und eine vollstĂ€ndige Ernte. Hier findest du die Schnellwahl, alle Methoden im Vergleich und einen 5-Schritte-Plan. Andere Maden in Obst und Haushalt findest du unter Maden bekĂ€mpfen.

Schnellwahl: Was ist deine Situation?

Die Kirschen werden gerade gelb

Jetzt Fallen aufhÀngen

Die Fliegen legen ihre Eier in Kirschen, die von Gelb nach Rot umfĂ€rben. HĂ€ng die Fallen deshalb auf, sobald die ersten FrĂŒchte gelb werden – eine Falle pro Meter Baumhöhe, an einem sonnigen Ast im Ă€ußeren Kronenbereich. Die Fallen zeigen dir, ob und wann die Fliegen fliegen, und fangen einen Teil von ihnen. Stehen KirschbĂ€ume in der Nachbarschaft, statte sie am besten mit aus.

Kleiner Baum, SĂ€ulen- oder Spalierkirsche

Ein Netz ĂŒberziehen

Bei kleinen BĂ€umen ist ein engmaschiges Insektenschutznetz der wirksamste Schutz. Leg es ĂŒber die Krone, bevor die FrĂŒchte gelb werden, und schließ es unten, damit keine Fliegen hineinkommen. Bis zur Ernte bleibt es drauf.

Jedes Jahr wieder Maden in den Kirschen

Boden abdecken und vollstÀndig ernten

Die Maden verpuppen sich etwa 3 cm tief im Boden unter dem Baum und schlĂŒpfen im nĂ€chsten FrĂŒhjahr – manche Puppen erst nach zwei bis drei Jahren. Deck den Boden unter der Krone ab Mitte Mai mit Vlies oder Folie ab, damit die schlĂŒpfenden Fliegen nicht in den Baum gelangen. Ernte alle FrĂŒchte, auch die befallenen, und lass keine am Baum oder am Boden liegen.

SpÀte Kirschen, Beeren oder Trauben fallen zusammen, mehrere Maden in einer Frucht

Eher die Kirschessigfliege

Die Kirschfruchtfliege legt meist nur ein Ei pro Frucht. Sind in einer weich gewordenen Frucht mehrere kleine Maden, ist es eher die Kirschessigfliege. Sie befĂ€llt reife FrĂŒchte vor allem im SpĂ€tsommer. Mehr dazu im Lexikon-Steckbrief Kirschessigfliege und unter Fruchtfliegen bekĂ€mpfen.

Du pflanzt einen neuen Kirschbaum

FrĂŒh reifende Sorte wĂ€hlen

FrĂŒh reifende Sorten fĂ€rben sich oft schon um, bevor die meisten Fliegen ihre Eier ablegen, und werden deshalb meist weniger befallen. SpĂ€te Sorten trifft es dagegen hĂ€ufiger.

Alle Methoden gegen die Kirschfruchtfliege im Vergleich

Kein Verfahren schĂŒtzt allein vollstĂ€ndig. Am besten wirkt die Kombination aus Fallen, Netz oder Bodenabdeckung und einer grĂŒndlichen Ernte.

MethodeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Lockfallen und gelbe Leimfallen Gelbe Farbe und Lockstoff ziehen die Fliegen an, sie werden gefangen. Zur Flugzeit von Mai bis Juli, ab Beginn der GelbfĂ€rbung Eine Falle pro Meter Baumhöhe, sonnig im Ă€ußeren Kronenbereich. Zeigen den Flug an und fangen einen Teil der Fliegen – allein kein vollstĂ€ndiger Schutz.
Insektenschutznetz HĂ€lt die Fliegen von den FrĂŒchten fern. Kleine BĂ€ume, SĂ€ulen- und Spalierkirschen Vor der GelbfĂ€rbung auflegen und unten schließen. Bis zur Ernte darauf lassen.
Bodenabdeckung Vlies oder Folie unter der Krone hĂ€lt schlĂŒpfende Fliegen im Boden zurĂŒck. Bei jĂ€hrlich wiederkehrendem Befall Ab Mitte Mai bis zum Ende der Flugzeit liegen lassen; mehrere Jahre wiederholen, weil Puppen ĂŒberliegen können.
VollstĂ€ndig ernten Entfernt die Maden, bevor sie sich im Boden verpuppen. Jedes Jahr Auch befallene FrĂŒchte pflĂŒcken und aufgesammeltes Fallobst ĂŒber den RestmĂŒll entsorgen, nicht auf den Kompost.
Sortenwahl FrĂŒh reifende Kirschen sind reif, bevor die Fliegen stark fliegen. Bei Neupflanzungen SpĂ€te Sorten werden hĂ€ufiger befallen.
Spritzmittel – Im Haus- und Kleingarten nur nach Beratung Wir fĂŒhren kein Spritzmittel gegen die Kirschfruchtfliege. Ob fĂŒr deinen Garten ein zugelassenes Mittel infrage kommt, erfĂ€hrst du beim Pflanzenschutzdienst deines Bundeslandes.

So entwickelt sich die Kirschfruchtfliege

Entwicklung der Kirschfruchtfliege: schwarze Fliege mit gelbem RĂŒckenschild und gebĂ€nderten FlĂŒgeln auf einer gelb-roten Kirsche, weiße Made am Kern einer aufgeschnittenen Kirsche und strohfarbene Tönnchenpuppe im Boden unter dem Baum
Entwicklung der Kirschfruchtfliege: schwarze Fliege mit gelbem RĂŒckenschild und gebĂ€nderten FlĂŒgeln auf einer gelb-roten Kirsche, weiße Made am Kern einer aufgeschnittenen Kirsche und strohfarbene Tönnchenpuppe im Boden unter dem Baum

Die Kirschfruchtfliege bildet nur eine Generation im Jahr. Ihr Lebenszyklus erklÀrt, warum Timing und Boden so wichtig sind.

  • Flug im FrĂŒhsommer: Ab etwa Mitte Mai schlĂŒpfen die Fliegen aus dem Boden. Nach rund zehn Tagen Reifefraß beginnen sie bei Temperaturen ĂŒber 16 °C mit der Eiablage.
  • Ein Ei pro Kirsche: Das Weibchen sticht in Kirschen, die von Gelb nach Rot umfĂ€rben, und legt meist ein Ei hinein. Die belegte Frucht markiert es mit einem Duftstoff, damit andere Weibchen sie meiden.
  • Made am Kern: Nach sechs bis acht Tagen schlĂŒpft die Made und frisst rund drei Wochen lang um den Kern. Sie wird bis zu 6 mm lang. Befallene Kirschen werden weich, faulen leichter und fallen teils ab.
  • Puppe im Boden: Die ausgewachsene Made verlĂ€sst die Frucht und verpuppt sich etwa 3 cm tief im Boden. Dort ĂŒberwintert sie – manche Puppen schlĂŒpfen erst nach zwei bis drei Jahren.

Daraus folgt: Die Fallen gehören zur GelbfÀrbung in den Baum, die Bodenabdeckung ab Mitte Mai unter die Krone, und keine befallene Frucht sollte liegen bleiben. Mehr zur Art im Lexikon-Steckbrief EuropÀische Kirschfruchtfliege.

Kirschfruchtfliege oder Kirschessigfliege?

Beide Fliegen hinterlassen Maden in Kirschen – zeitlich und im Schadbild unterscheiden sie sich aber deutlich.

EuropĂ€ische Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cerasi) von oben: glĂ€nzend schwarzer Körper, gelbes RĂŒckenschild, grĂŒne Augen und durchsichtige FlĂŒgel mit dunklen Querbinden
EuropĂ€ische Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cerasi) von oben: glĂ€nzend schwarzer Körper, gelbes RĂŒckenschild, grĂŒne Augen und durchsichtige FlĂŒgel mit dunklen Querbinden

EuropÀische Kirschfruchtfliege

Rhagoletis cerasi

GrĂ¶ĂŸe
4–5 mm
Erkennungs­merkmal
GlĂ€nzend schwarz, gelbes RĂŒckenschild, FlĂŒgel mit dunklen Querbinden, grĂŒne Augen
BefÀllt
SĂŒĂŸ- und Sauerkirschen beim UmfĂ€rben; meist eine Made pro Frucht am Kern

Was tun? Fallen ab GelbfÀrbung, Netz, Bodenabdeckung, vollstÀndig ernten.

Steckbrief im Lexikon →
MĂ€nnchen der Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) von oben: kleine gelbbraune Fliege mit roten Augen und je einem dunklen Fleck an den FlĂŒgelspitzen
MĂ€nnchen der Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) von oben: kleine gelbbraune Fliege mit roten Augen und je einem dunklen Fleck an den FlĂŒgelspitzen

Kirschessigfliege

Drosophila suzukii

GrĂ¶ĂŸe
2–3 mm
Erkennungs­merkmal
Gelbbraun mit roten Augen; MĂ€nnchen mit dunklem Fleck an jeder FlĂŒgelspitze
BefÀllt
Reife, weiche FrĂŒchte wie spĂ€te Kirschen, Beeren und Trauben; mehrere Maden pro Frucht

Was tun? FrĂŒchte zĂŒgig ernten, befallene FrĂŒchte entfernen, Netze mit sehr feiner Maschenweite.

Steckbrief im Lexikon →

In 5 Schritten zu madenfreien Kirschen

  1. Schritt 1: Vorbereiten

    Fallen und Lockstoff rechtzeitig im Mai bereitlegen. Bei Befall im Vorjahr den Boden unter der Krone ab Mitte Mai mit Vlies oder Folie abdecken.

  2. Schritt 2: Fallen aufhÀngen

    Sobald die ersten Kirschen gelb werden, eine Falle pro Meter Baumhöhe an sonnige Äste im Ă€ußeren Kronenbereich hĂ€ngen.

  3. Schritt 3: Kleine BĂ€ume einnetzen

    SĂ€ulen- und Spalierkirschen oder kleine BĂ€ume vor der GelbfĂ€rbung mit einem engmaschigen Insektenschutznetz ĂŒberziehen und unten schließen.

  4. Schritt 4: Kontrollieren

    Die Fallen regelmĂ€ĂŸig prĂŒfen und den Lockstoff nach Anleitung nachfĂŒllen. Viele Fliegen in der Falle zeigen dir, dass gerade Eier abgelegt werden.

  5. Schritt 5: VollstÀndig ernten

    Alle FrĂŒchte ernten, auch befallene, und aufgesammeltes Fallobst ĂŒber den RestmĂŒll entsorgen. So gelangen weniger Maden in den Boden.

MerksÀtze

  • Fallen gehören in den Baum, sobald die Kirschen gelb werden.
  • Eine Falle pro Meter Baumhöhe, sonnig im Ă€ußeren Kronenbereich.
  • Fallen allein schĂŒtzen nicht vollstĂ€ndig – Netz, Bodenabdeckung und Ernte gehören dazu.
  • Die Puppen ĂŒberwintern im Boden unter dem Baum, manche bis zu drei Jahre.
  • Mehrere Maden in einer spĂ€ten, weichen Frucht deuten auf die Kirschessigfliege.

HĂ€ufige Fragen zur Kirschfruchtfliege

Wann hÀnge ich die Kirschfruchtfliegenfalle auf?

Sobald sich die ersten Kirschen gelb fĂ€rben – je nach Sorte und Region meist im Mai oder Juni. Dann beginnen die Weibchen mit der Eiablage. Die Fallen bleiben bis zur Ernte im Baum.

Wie viele Fallen brauche ich pro Baum?

Als Faustregel eine Falle pro Meter Baumhöhe, bei einem ĂŒblichen Gartenbaum also drei bis vier. HĂ€ng sie an sonnige Äste im Ă€ußeren Kronenbereich. Stehen weitere KirschbĂ€ume in der NĂ€he, statte sie am besten mit aus.

Reichen Fallen gegen die Kirschfruchtfliege?

Allein meist nicht. Die Fallen zeigen dir, wann die Fliegen fliegen, und fangen einen Teil von ihnen. FĂŒr deutlich weniger Maden kombinierst du sie mit einem Netz bei kleinen BĂ€umen, einer Bodenabdeckung unter der Krone und einer vollstĂ€ndigen Ernte.

Kann man Kirschen mit Maden essen?

Die Maden ĂŒbertragen keine Krankheiten. Befallene Kirschen sind aber weich und faulen schneller. Wer die Maden nicht mitessen möchte, schneidet die Kirschen auf oder sortiert weiche FrĂŒchte aus.

Woran erkenne ich die Kirschfruchtfliege?

Sie ist 4–5 mm groß, glĂ€nzend schwarz und hat ein auffĂ€llig gelbes RĂŒckenschild, grĂŒne Augen und durchsichtige FlĂŒgel mit dunklen Querbinden. Am hĂ€ufigsten bemerkst du sie aber an den Maden: weißlich, bis 6 mm lang, meist eine pro Kirsche am Kern.

Warum sind frĂŒhe Kirschsorten weniger befallen?

Die Fliegen legen ihre Eier erst in FrĂŒchte, die von Gelb nach Rot umfĂ€rben. FrĂŒh reifende Sorten sind oft schon reif, bevor die meisten Fliegen Eier ablegen. SpĂ€te Sorten trifft es deshalb hĂ€ufiger.

Kirschfruchtfliege oder Kirschessigfliege – wo ist der Unterschied?

Die Kirschfruchtfliege fliegt im FrĂŒhsommer, legt meist ein Ei pro Kirsche und befĂ€llt vor allem Kirschen beim UmfĂ€rben. Die Kirschessigfliege ist kleiner, gelbbraun mit roten Augen und befĂ€llt reife, weiche FrĂŒchte – oft im SpĂ€tsommer an spĂ€ten Kirschen, Beeren und Trauben, mit mehreren Maden pro Frucht.

Die Fallen arbeiten mit Farbe und Lockstoff bzw. Leim, nicht mit Insektiziden. Sie zeigen den Flug an und fangen einen Teil der Fliegen – fĂŒr einen guten Schutz kombinierst du sie mit Netz, Bodenabdeckung und vollstĂ€ndiger Ernte.

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