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Lexicon-vermelding
Schande bloem Aeschynanthus radicans
Snelle navigatie
Taxonomie
Rijk
Pflanzen (Plantae)
Stam
Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde
Lamiales (Lamiales)
Familie
Gesneriaceae
Geslacht
Aeschynanthus
Soort
Aeschynanthus radicans
Wetenschappelijke naam
Aeschynanthus radicans Jack
Geaccepteerde naam
Einleitung
Aeschynanthus radicans ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Schamblumen (*Aeschynanthus*) innerhalb der Familie der Gesneriengewächse (Gesneriaceae).[1] Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art erstreckt sich über Malaysia, Singapur und Java.[2] Zusammen mit anderen Vertretern der Gattung wird *Aeschynanthus radicans* als blühende Zierpflanze, vor allem als Zimmerpflanze, verwendet.[3]
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Seizoensgebonden activiteit
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Fakten (kompakt)
- Die linealischen Kapselfrüchte der Gattung können Längen von bis zu 50 Zentimetern erreichen und öffnen sich mit zwei oder vier geraden Klappen. - Im Inneren der Blütenkrone befinden sich vier mit der Röhre verwachsene, fertile Staubblätter, die oft an den Spitzen paarweise zusammenhängen. - Zusätzlich zu den fertilen Staubblättern kann ein verkümmertes Staminodium vorhanden sein. - Der Fruchtknoten ist einkammerig, enthält zwei parietale Plazenten und ist von einem ringähnlichen Diskus umgeben. - Die Kronröhre weist einen Durchmesser von 4 bis 15 Millimetern auf und ist deutlich länger als der freie Teil der Krone. - Als Typusart der Gattung wurde *Aeschynanthus volubilis* festgelegt. - In der biotechnologischen Forschung wurde für *Aeschynanthus radicans* eine erfolgreiche Pflanzenregeneration durch direkte somatische Embryogenese nachgewiesen. - Im Vergleich zu anderen Gesneriengewächsen zeigt *Aeschynanthus radicans* in *In-vitro*-Kulturen ein exzellentes Regenerationspotenzial.[8]
Name & Einordnung
Die Art *Aeschynanthus radicans* zählt zur Gattung der Schamblumen (*Aeschynanthus*) innerhalb der Familie der Gesneriengewächse (Gesneriaceae).[4][5] Systematisch wird die Gattung der Unterfamilie Didymocarpoideae und der Tribus Trichosporeae zugeordnet. Die Erstbeschreibung der Gattung *Aeschynanthus* erfolgte 1823 durch den US-amerikanischen Botaniker William Jack in den *Transactions of the Linnean Society of London*. Der wissenschaftliche Name *Aeschynanthus* ist etymologisch nicht eindeutig geklärt, leitet sich jedoch wahrscheinlich aus den griechischen Wörtern *aischyne* (Scham) und *anthos* (Blume) ab. Diese Namensgebung wird häufig mit der roten Blütenfarbe assoziiert, könnte sich alternativ aber auch auf das Verb *aischýnein* (verunstalten) und die stark röhrig verwachsenen Kronblätter beziehen. *Aeschynanthus radicans* selbst wurde ebenfalls von Jack beschrieben.[5] Im englischen Sprachraum ist für die nahe verwandte Art *Aeschynanthus pulcher* der Trivialname „lipstick plant“ gebräuchlich, der auf die markanten Blüten anspielt.[6] *Aeschynanthus radicans* wird in der Paläotropis verortet und kommt natürlich in Malaysia, Singapur sowie auf Java vor.[5]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Die Vertreter der Gattung *Aeschynanthus*, zu denen die als Zimmerpflanze genutzte *Aeschynanthus radicans* zählt, wachsen meist als immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen oder Halbsträucher. Die Sprossachsen sind oft hängend, seltener kletternd oder selbstständig aufrecht, und können Längen von bis zu 60 Zentimetern erreichen. Die Laubblätter sind meist gegenständig oder wirtelig an der Sprossachse angeordnet und deutlich in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfachen, ganzrandigen Blattspreiten weisen eine dicke Cuticulaschicht auf und variieren in ihrer Form von schmal linealisch bis oval-eiförmig oder rundlich. Die zwittrigen, zygomorphen Blüten stehen einzeln oder in lockeren Gruppen zusammen und besitzen eine doppelte Blütenhülle. Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal ist der Kelch, dessen fünf Blätter zu einer Röhre verwachsen sind; der Grad der Verwachsung variiert je nach Art von der Basis bis fast zur vollständigen Röhre (wie bei *Aeschynanthus pulcher*). Die Blütenkrone ist meist leuchtend rot bis orangefarben, seltener gelb, grünlich oder weiß gefärbt. Die fünf Kronblätter bilden eine enge, oft gekrümmte Röhre, die in einer zweilappigen Oberlippe und einer dreilappigen Unterlippe endet. Charakteristisch ist, dass die vier fertilen Staubblätter oft aus der Kronröhre herausragen und an den Spitzen paarweise zusammenhängen. Als Früchte werden bis zu 50 Zentimeter lange, linealische Kapseln gebildet, die zahlreiche Samen mit haarähnlichen Anhängseln enthalten.[5] Aufgrund der markanten roten, röhrenförmigen Blüten wird die verwandte Art *Aeschynanthus pulcher* im englischen Sprachraum auch als „Lipstick Plant“ bezeichnet.[6]
Beschreibung
Die Schamblume (*Aeschynanthus radicans*) ist eine immergrüne Pflanzenart aus der Familie der Gesneriengewächse (Gesneriaceae), die in ihrem natürlichen Habitat vorwiegend epiphytisch auf Bäumen oder lithophytisch auf Felsen wächst. Die Art bildet ausdauernde, krautige bis halbstrauchartige Strukturen mit meist hängenden, seltener kletternden Sprossachsen, die Längen von bis zu 60 Zentimetern erreichen können. Die vegetative Erscheinung wird durch gegenständig oder manchmal wirtelig angeordnete Laubblätter geprägt, die deutlich in Blattstiel und Blattspreite gegliedert sind. Die einfachen und ganzrandigen Blattspreiten weisen eine dicke Cuticulaschicht auf, was ihnen eine fleischige bis ledrige Konsistenz verleiht und als Anpassung an die epiphytische Lebensweise dient. Ein markantes Erkennungsmerkmal sind die zygomorphen, fünfzähligen Blüten, die einzeln oder in lockeren Ständen erscheinen. Die röhrenförmige Blütenkrone ist typischerweise leuchtend rot gefärbt, wobei die vier fertilen Staubblätter oft aus der Kronröhre herausragen. Diese intensive Färbung und die Röhrenform sind Anpassungen an die Bestäubung durch Vögel (Ornithophilie), wobei eine strenge Protandrie (Vormännlichkeit) die Selbstbestäubung verhindert.[7] Der Gattungsname, abgeleitet vom Griechischen *aischyne* (Scham) und *anthos* (Blume), bezieht sich vermutlich auf diese auffällige rote Blütenfarbe oder die Form der Kronblätter.[13] Nach der Befruchtung entwickeln sich gerade, linealische Kapselfrüchte, die im Verhältnis zum Kelch sehr lang sind und bei Vertretern dieser Gattung bis zu 50 Zentimeter messen können. Die darin enthaltenen Samen besitzen an den Enden haarähnliche Anhängsel, die der Verbreitung durch den Wind dienen.[7] Das spezifische Verbreitungsgebiet von *Aeschynanthus radicans* erstreckt sich über die Paläotropis und umfasst Malaysia, Singapur sowie die Insel Java.[10] Aufgrund der attraktiven Blüten und des hängenden Wuchses wird die Art häufig als Zierpflanze, insbesondere in Blumenampeln, kultiviert.[3]
Verhalten
Da es sich bei der Schamblume um eine Pflanze handelt, beschränkt sich das Verhalten auf Wachstumsstrategien und physiologische Bewegungen der Blütenorgane. Die Arten der Gattung *Aeschynanthus* wachsen vorwiegend epiphytisch auf anderen Pflanzen oder lithophytisch auf Gestein. Ein dynamisches Verhalten zeigt sich während der Blütephase durch eine strenge Protandrie, bei der die männlichen Organe vor den weiblichen reifen, um Selbstbestäubung zu vermeiden. Während der Anthese verändern sich die Längen der Staubfäden und des Griffels deutlich, was eine aktive Bewegung der Blütenorgane darstellt. In Interaktion mit der Fauna erfolgt die Bestäubung bei den meisten Arten durch Vögel (Ornithophilie).[14]
Ökologie
Die Arten der Gattung *Aeschynanthus* wachsen vorwiegend epiphytisch auf anderen Pflanzen oder lithophytisch auf Gestein. Nur wenige Arten besiedeln terrestrische Standorte am Boden. Reproduktionsbiologisch liegt bei den Schamblumen eine strenge Protandrie vor, bei der die männlichen Blütenorgane vor den weiblichen reifen. Während der Anthese verändern sich die Längen der Staubfäden und des Griffels deutlich, um den Bestäubungsvorgang zu optimieren. Die Bestäubung erfolgt dabei meist durch Vögel (Ornithophilie). Die Samen sind an den Enden meist mit haarähnlichen Anhängseln versehen, die der Ausbreitung dienen.[14]
Bedeutung, Schäden & Prävention
Die Schamblumen (*Aeschynanthus*), wie etwa *Aeschynanthus radicans* oder *Aeschynanthus pulcher*, besitzen eine hohe wirtschaftliche Bedeutung als blühende Zierpflanzen und werden vor allem als Zimmerpflanzen in Töpfen oder Blumenampeln kultiviert.[5][8] Neben ihrem dekorativen Wert werden Blätter und Extrakte verschiedener Arten in der traditionellen Medizin genutzt, unter anderem zur Behandlung von Sturzverletzungen, rheumatoider Arthritis und postpartaler Depression. Da die Pflanzen nur eine geringe Kapazität zur Selbstbefruchtung aufweisen, erfolgt die Vermehrung im Erwerbsgartenbau meist vegetativ. Diese konventionelle Vermehrung durch Stecklinge birgt jedoch das Risiko, Krankheiten auf die Nachkommen zu übertragen. Als präventive Maßnahme zur Vermeidung solcher phytosanitären Schäden wurden In-vitro-Regenerationssysteme entwickelt. Die Nutzung von Blattexplantaten zur Mikrovermehrung kann das Auftreten von Krankheiten sowie genetische Variationen signifikant reduzieren. Diese biotechnologischen Verfahren ermöglichen die Produktion von pathogenfreiem Pflanzmaterial und senken die Produktionskosten.[8]
Biologie & Lebenszyklus
Die Arten der Gattung *Aeschynanthus*, zu denen auch *Aeschynanthus radicans* zählt, wachsen vorwiegend epiphytisch auf Bäumen oder lithophytisch auf Gestein, während terrestrische Wuchsformen selten sind.[7] Die Bestäubung erfolgt in der Regel durch Vögel (Ornithophilie), wofür die Pflanzen zygomorphe Blüten mit oft leuchtend roter oder orangefarbener Färbung ausbilden.[7][6] Biologisch liegt eine strenge Protandrie (Vormännlichkeit) vor, welche die Selbstbefruchtung innerhalb einer Blüte verhindert. Während der Anthese verändern sich die Längen der Staubfäden und des Griffels deutlich, um den Pollentransfer zu optimieren.[7] Die Pflanzen zeigen hochspezialisierte sexuelle Merkmale, besitzen jedoch eine physiologisch begrenzte Kapazität zur Selbstbefruchtung. Dies führt in Kombination mit einer inhärent schlechten Samenansatzrate zu einer generell niedrigen reproduktiven Kapazität auf generativem Weg.[6] Die Früchte bilden sich als linealische Kapseln aus, die im Verhältnis zum Fruchtstiel gerade stehen und bis zu 50 Zentimeter lang werden können. Diese Kapseln öffnen sich mit zwei oder vier Klappen und enthalten zahlreiche Samen. Die Samen sind meist an den Enden mit haarähnlichen Anhängseln versehen, die der Ausbreitung dienen.[7] Aufgrund der schwierigen Samenvermehrung erfolgt die Ausbreitung und Vermehrung häufig vegetativ über Stecklinge oder Absenker. In der Natur und Kultur können Blätter und Blattextrakte pharmakologische Wirkungen zeigen und werden traditionell gegen Beschwerden wie rheumatoide Arthritis oder postpartale Depressionen eingesetzt.[6]
Vorkommen & Lebensraum
Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Aeschynanthus radicans* liegt in der Paläotropis des südlichen und südöstlichen Asiens.[3] Spezifische Vorkommen der Art sind für Malaysia, Singapur sowie die indonesische Insel Java dokumentiert.[10] In diesen Regionen besiedelt die Pflanze primär tropische Lebensräume. Wie die überwiegende Mehrheit der Gattung wächst *Aeschynanthus radicans* vorwiegend epiphytisch als Aufsitzerpflanze auf Bäumen. Auch eine lithophytische Lebensweise auf Felsuntergründen ist möglich, während rein terrestrische Vorkommen am Waldboden innerhalb der Gruppe nur selten zu finden sind.[11] Durch diese Lebensweise erschließt sich die Art Lichtressourcen in den dichten Vegetationsstrukturen. Die eng verwandte Art *Aeschynanthus pulcher* stammt beispielsweise ursprünglich aus den Dschungelgebieten Javas.[8] Aufgrund der auffälligen Blüten wird *Aeschynanthus radicans* weit über ihr natürliches Areal hinaus kultiviert.[3][12] Sie findet weltweit Verwendung als Zierpflanze, insbesondere in Innenräumen.[3] Ihre hängenden Sprossachsen machen sie besonders geeignet für die Haltung in Blumenampeln, was ihre natürliche Wuchsform im Kronendach imitiert.[8][12] In der gärtnerischen Kultur ist die Art häufig auch unter Synonymen oder in Verwechslung mit *Aeschynanthus lobbianus* anzutreffen.[3]
Saisonalität & Aktivität
Die Arten der Gattung *Aeschynanthus* sind überwiegend immergrüne, ausdauernde Pflanzen, die in ihren natürlichen Habitaten in der Paläotropis meist epiphytisch wachsen.[7] Bei der populären Zierpflanze *Aeschynanthus pulcher* erscheinen die charakteristischen, leuchtend roten und röhrenförmigen Blüten typischerweise im Frühling.[8] Während der Blütephase (Anthese) liegt eine strenge Protandrie (Vormännlichkeit) vor, bei der sich die männlichen und weiblichen Organe zeitlich versetzt entwickeln. In diesem Zeitraum verändert sich die Länge der Staubfäden und des Griffels deutlich, um die Bestäubung, die in der Natur meist durch Vögel (Ornithophilie) erfolgt, zu optimieren.[7] Das saisonale öffentliche Interesse an der Schamblume korreliert stark mit dieser biologischen Blütezeit, wobei Suchanfragen in den Monaten April und Mai ihre Höchstwerte erreichen. Im Gegensatz dazu verzeichnet das Interesse im Dezember die niedrigsten Werte.[9]
Bronnen & Referenties
- https://www.gbif.org/species/3824774
- Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program
- Fritz Encke: Kalt- und Warmhauspflanzen. 2. Auflage, Ulmer, Stuttgart 1987, ISBN 3-8001-6191-5
- GBIF: Aeschynanthus radicans Jack. https://www.gbif.org/species/3824774
- Wikipedia-OCR: Schamblumen, Seite 1
- Yang, H. et al.: Development of a Highly Efficient Shoot Organogenesis System for an Ornamental Aeschynanthus pulcher. Plants 2022, 11, 2456. https://doi.org/10.3390/plants11192456
- Wencai Wang, Kai-yu Pan, Zhen-yu Li, Anna L. Weitzman, Laurence E. Skog: Flora of China, Volume 18 – Scrophulariaceae through Gesneriaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, 1998, ISBN 0-915279-55-X
- https://doi.org/10.3390/plants11192456
- Aggregierte Suchinteresse-Daten (DE), Analysezeitraum bis Jan. 2026
- Gesneriaceae im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program
- Wencai Wang et al.: Flora of China, Volume 18 – Scrophulariaceae through Gesneriaceae, 1998
- Alfred Byrd Graf: Tropica, Color Cyclopedia of Exotic Plants and Trees. Roehrs, 1981, ISBN 978-0-911266-26-9
- Hans Jessen, Helmut Schulze: Botanisches Wörterbuch für Gärtner und Floristen. 24. Auflage, Schaper, Hannover 2008, ISBN 978-3-7944-0220-5.
- Wencai Wang, Kai-yu Pan, Zhen-yu Li, Anna L. Weitzman, Laurence E. Skog: Gesneriaceae. Aeschynanthus. In: Flora of China, Volume 18, Science Press, Beijing / Missouri Botanical Garden Press, St. Louis 1998, ISBN 0-915279-55-X, S. 375