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Lexicon-vermelding

Flamingobloem Anthurium scherzerianum

Flamingobloem

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Liliopsida (Liliopsida)
Orde Alismatales (Alismatales)
Familie Araceae
Geslacht Anthurium
Soort Anthurium scherzerianum
Wetenschappelijke naam Anthurium scherzerianum Schott
Geaccepteerde naam

Einleitung

*Anthurium scherzerianum*, auch bekannt als Flamingoblume, ist eine immergrüne, ausdauernde Pflanzenart aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Sie stammt ursprünglich aus den Bergregenwäldern von Costa Rica. Die Flamingoblume ist bekannt für ihre auffälligen Blütenstände, die aus einem leuchtend roten, herzförmigen Hochblatt und einem spiralförmigen, orange-roten Kolben bestehen.[1] Im Gegensatz zu *Anthurium andraeanum* zeichnet sich *A. scherzerianum* durch ihren geringeren Wuchs und den spiralförmigen Kolben aus.[1]

Gemeenschapsanalyse

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Laatst op 20.05.2026
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Fakten (kompakt)

- *Anthurium scherzerianum* bevorzugt helles, indirektes Licht und feuchte, aber gut durchlässige, saure bis neutrale, lehmige Böden. - Die Art gedeiht bei Temperaturen über 15 °C und ist für die USDA-Zonen 10–12 geeignet oder für den Anbau in Innenräumen in kühleren Klimazonen.[10] - *A. scherzerianum* kann durch Samen oder Teilung vermehrt werden. - Der Saft von *Anthurium scherzerianum* enthält unlösliche Calciumoxalate, die bei Einnahme giftig sind und bei Kontakt Reizungen im Mund, Schwellungen oder Beschwerden auf der Haut/in den Augen verursachen können.[10] - *Anthurium scherzerianum* gehört zum Reich der Pflanzen (Plantae), zum Stamm der Tracheophyta, zur Klasse der Liliopsida, zur Ordnung der Alismatales, zur Familie der Araceae, zur Gattung Anthurium und zur Art *A. scherzerianum*.[10] - Innerhalb der Gattung *Anthurium* wird *A. scherzerianum* in die Sektion Porphyrochitonium eingeordnet.[10] - Es gibt keine allgemein anerkannten Synonyme für *A. scherzerianum*, obwohl heterotypische Synonyme *Anthurium rothschildianum* und Sorten wie *A. scherzerianum* var. albopunctatum umfassen.[10] - Das Typmaterial von *A. scherzerianum* wurde ursprünglich aus Guatemala gemeldet, stammt aber heute aus den feuchten Wäldern Costa Ricas. - Weitere gebräuchliche Namen für *Anthurium scherzerianum* sind Pigtail Plant und Laceleaf.[10]

Name & Einordnung

*Anthurium scherzerianum* ist eine Pflanzenart aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Sie wurde 1857 von Heinrich Wilhelm Schott erstbeschrieben. Der Gattungsname *Anthurium* leitet sich von den griechischen Wörtern *anthos* (Blume) und *oura* (Schwanz) ab, was sich auf den auffälligen, schwanzartigen Spadix bezieht, der aus der farbigen Spatha herausragt. Das Artepitheton *scherzerianum* ehrt Karl Ritter von Scherzer (1821–1903), einen österreichischen Naturforscher, Arzt und Entdecker. Scherzer sammelte während der Weltreise der österreichischen Fregatte *Novara* (1857 bis 1859) in Mittelamerika botanische Exemplare.[1] Das Typusmaterial von *A. scherzerianum* stammte ursprünglich aus Guatemala, wird aber heute als aus den feuchten Wäldern Costa Ricas stammend betrachtet.[1] Es sind keine weit verbreiteten Synonyme für *A. scherzerianum* bekannt.[1] Heterotypische Synonyme umfassen jedoch *Anthurium rothschildianum* und Varietäten wie *A. scherzerianum* var. *albopunctatum*.[1] Die Art wird manchmal mit *A. andraeanum* verwechselt, unterscheidet sich aber durch ihren spiralförmig gewundenen Spadix.[1] Innerhalb der Gattung *Anthurium* wird *A. scherzerianum* in die Sektion *Porphyrochitonium* eingeordnet. Deutsche Trivialnamen sind Flamingoblume. Im Englischen wird sie u.a. als 'flamingo flower', 'pigtail plant' oder 'tail flower' bezeichnet.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Anthurium scherzerianum*, auch bekannt als Flamingoblume, ist eine immergrüne, ausdauernde Art, die typischerweise eine Höhe von 30–45 cm erreicht. Sie wächst als Epiphyt oder terrestrisch. Die Blätter sind lanzettlich bis länglich oder elliptisch, dunkelgrün, glänzend und ledrig. Sie messen 5–26 cm in der Länge und 1,5–6,5 cm in der Breite, mit bis zu 20 cm langen Blattstielen. Die Blüte besteht aus einer leuchtend roten, herzförmigen Spatha von 8–12 cm Länge und 4–6 cm Breite. Aus der Spatha ragt ein 5–8 cm langer, spiralförmig gewundener Spadix in blass orangener bis roter Farbe.[1] Diese charakteristische gewundene Form unterscheidet *A. scherzerianum* von Arten wie *A. andraeanum*, die einen geraden Kolben hat. Die Blüten sind zwittrig, etwa 2 mm groß und spiralig angeordnet. Nach der Bestäubung entwickelt sich der Spadix zu einem Fruchtstand mit orange-roten, beerenartigen Früchten von 0,5–1 cm Durchmesser, die jeweils 1–3 kleine Samen enthalten. Die Samen keimen schnell, wobei die Keimrate nach sechs Monaten auf unter 20 % sinkt. Die Wurzeln sind zahlreich und dünn, bei epiphytischen Formen dienen sie als Luftwurzeln zur Verankerung und Feuchtigkeitsaufnahme. Terrestrische Varianten entwickeln faserige Wurzeln im Boden.[1]

Beschreibung

*Anthurium scherzerianum*, bekannt als Flamingoblume, ist eine immergrüne, ausdauernde Pflanzenart aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Sie stammt ursprünglich aus den Bergregenwäldern Costa Ricas. Dort wächst sie sowohl epiphytisch auf Bäumen als auch terrestrisch am Boden. Typischerweise erreicht die Pflanze eine Höhe von 30–45 cm und bildet dichte, horstartige Gruppen. Ihre Blütezeit ist hauptsächlich im Frühjahr und Sommer. Die Art zeichnet sich durch ihre auffälligen Blütenstände aus. Diese bestehen aus einem leuchtend roten, herzförmigen Hochblatt (Spatha), das eine Länge von 8–10 cm und eine Breite von 6–8 cm erreicht. Aus der Spatha ragt ein spiralförmig gewundener, orangerot gefärbter Kolben (Spadix) von bis zu 8 cm Länge heraus.[1] Dieser charakteristische, gewundene Kolben unterscheidet *A. scherzerianum* von anderen Arten wie *A. andraeanum*, die einen geraden Kolben besitzt. Die Blätter sind lanzettlich bis länglich-elliptisch, dunkelgrün, glänzend und ledrig. Sie messen 5–26 cm in der Länge und 1,5–6,5 cm in der Breite, wobei die Blattstiele bis zu 20 cm lang werden können. Die zahlreichen, dünnen Wurzeln dienen bei epiphytischen Formen als Luftwurzeln zur Verankerung und Feuchtigkeitsaufnahme. Nach der Bestäubung entwickeln sich aus dem Kolben beerenartige Früchte, die sich orange bis rot färben. Diese Beeren enthalten jeweils 1–3 kleine Samen, die in ein gelatinöses Fruchtfleisch eingebettet sind. Die Samen weisen eine kurze Lebensdauer auf und sollten daher zeitnah nach der Reife ausgesät werden, um eine erfolgreiche Vermehrung zu gewährleisten. *Anthurium scherzerianum* wird häufig vegetativ durch Teilung von Seitentrieben vermehrt, um die gewünschten Eigenschaften der Sorte zu erhalten. Die Art bevorzugt einen halbschattigen Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit. Sie gedeiht am besten in einem feuchten, aber gut durchlässigen, sauren bis neutralen, lehmigen Substrat.[1] Im Vergleich zu *A. andraeanum* ist *A. scherzerianum* kleiner und besitzt länglichere Blätter sowie den charakteristischen spiralförmigen Kolben. Die Erstbeschreibung der Art erfolgte im Jahr 1857 durch den österreichischen Botaniker Heinrich Wilhelm Schott. Der Gattungsname *Anthurium* leitet sich von den griechischen Wörtern „anthos“ (Blume) und „oura“ (Schwanz) ab, was sich auf den auffälligen, schwanzartigen Kolben bezieht. Das Artepitheton *scherzerianum* ehrt Karl Ritter von Scherzer, einen österreichischen Naturforscher und Entdecker, der während der Weltumseglung der österreichischen Fregatte Novara botanische Exemplare in Mittelamerika sammelte.[1]

Verhalten

Da *Anthurium scherzerianum* hauptsächlich durch Insekten bestäubt wird, spielt das Verhalten dieser Insekten eine wichtige Rolle bei der Fortpflanzung der Pflanze. Die Blüten sind protogyn, was bedeutet, dass zuerst die Narbe empfänglich ist, gefolgt von der Antheren-Dehiszenz etwa einen Monat später, was die Kreuzbestäubung fördert. Die leuchtend roten Hüllblätter (Spatha) dienen dazu, Bestäuber anzulocken. Nach erfolgreicher Bestäubung entwickeln sich aus dem Kolben beerenartige Früchte, die sich orange-rot färben. Diese Beeren enthalten 1–3 kleine Samen, die in ein gallertartiges Fruchtfleisch eingebettet sind. Die Samen werden hauptsächlich durch Vögel verbreitet, die die Früchte fressen und die Samen ausscheiden.[1]

Ökologie

*Anthurium scherzerianum* wächst als Epiphyt auf Baumstämmen und Ästen oder als Lithophyt auf Felsen in feuchten tropischen Umgebungen. Die Art bevorzugt den schattigen Unterwuchs dieser Wälder in Höhenlagen zwischen 1.300 und 2.100 Metern, kommt aber auch in tieferen (700 m) und höheren (2.600 m) Lagen vor. Das vorherrschende Klima in diesen Habitaten ist tropisch feucht, mit hohen jährlichen Niederschlägen von 2.000–4.000 mm, mittleren Temperaturen von 18–25 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von oft über 80 %. Diese Bedingungen unterstützen eine konsistente Feuchtigkeitsverfügbarkeit, die für das Überleben der Pflanze in der nährstoffarmen Waldumgebung unerlässlich ist.[3] *A. scherzerianum* kommt zusammen mit verschiedenen Epiphyten vor, darunter Orchideen und Bromelien, und bildet einen Teil einer reichen Kronendachgemeinschaft. Mykorrhizapilze, die mit ihren Wurzeln assoziiert sind, verbessern die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor und Stickstoff, aus den oligotrophen Substraten von Rinde und Gestein.[3] Zu den wichtigsten Anpassungen, die es *A. scherzerianum* ermöglichen, in dieser Nische zu bestehen, gehören spezialisierte Luftwurzeln, die atmosphärische Feuchtigkeit und gelöste Nährstoffe aufnehmen, ledrige Blätter, die den Wasserverlust reduzieren, und eine hohe Toleranz gegenüber Schwachlichtbedingungen, die das Austrocknungsrisiko im dunklen Unterholz minimiert. Während kurzer saisonaler Trockenperioden weist die Pflanze reduzierte Wachstumsraten auf und spart Ressourcen, bis wieder feuchtere Bedingungen herrschen. Diese spezialisierte Wachstumsumgebung ist jedoch erheblichen Bedrohungen durch Entwaldung ausgesetzt, die die Lebensräume fragmentiert und die Baumwirte für Epiphyten reduziert, sowie durch den Klimawandel, der die Luftfeuchtigkeit senken und die Wolkenbasen nach oben verschieben könnte, wodurch die Bergwälder möglicherweise austrocknen.[3] Gelegentliche Pilzkrankheiten, wie z. B. solche, die durch *Phytophthora*-Arten verursacht werden, können Populationen im dichten, feuchten Waldunterholz befallen. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Insekten. Die Samen werden hauptsächlich durch Vögel verbreitet, die die Früchte fressen und die Samen ausscheiden.[3]

Bedeutung, Schäden & Prävention

*Anthurium scherzerianum*, auch Flamingoblume genannt, wird hauptsächlich als Zierpflanze genutzt und ist weder ein Schädling noch ein Lästling oder Nützling im klassischen Sinne. Allerdings kann sie von Schädlingen befallen werden und birgt Risiken durch ihre toxischen Eigenschaften.[3] Als Zimmerpflanze kann *A. scherzerianum* von verschiedenen Schädlingen befallen werden, darunter Blattläuse, Spinnmilben, Thripse, Wollläuse, Schmierläuse und Trauermücken. Diese Schädlinge saugen an den Pflanzensäften, was zu Verfärbungen, Wachstumsstörungen und im schlimmsten Fall zum Absterben der Pflanze führen kann. Ein Befall kann durch regelmäßige Inspektion der Blätter und Stängel frühzeitig erkannt werden. Alle Teile der *Anthurium scherzerianum* enthalten unlösliche Calciumoxalatkristalle, die bei Kontakt oder Einnahme Reizungen verursachen können. Der Kontakt mit dem Pflanzensaft kann zu Dermatitis, Brennen, Rötungen und Stechen auf der Haut führen. Der Verzehr kann zu Reizungen im Mund, Schwellungen von Mund, Lippen und Zunge, übermäßigem Speichelfluss, Übelkeit und Erbrechen führen. Es ist ratsam, beim Umgang mit der Pflanze Handschuhe zu tragen und sie außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufzubewahren. Zur Vorbeugung eines Schädlingsbefalls sollten die Pflanzen regelmäßig auf Schädlinge untersucht und befallene Pflanzenteile entfernt werden. Eine gute Belüftung und Vermeidung von Staunässe können ebenfalls helfen, einem Befall vorzubeugen. Bei einem Befall können Insektizidseife oder Niemöl eingesetzt werden.[3] Zur Bekämpfung von Schädlingen können verschiedene Methoden angewendet werden. Nützlinge wie Marienkäferlarven können auf *A. scherzerianum* eingesetzt werden, um Blattläuse zu bekämpfen. Insektizidseife und Niemöl sind wirksame Mittel gegen eine Vielzahl von Schädlingen. Bei schwerem Befall können chemische Insektizide eingesetzt werden, wobei jedoch Vorsicht geboten ist, um die Pflanze nicht zu schädigen. Eine integrierte Schädlingsbekämpfung (IPM) umfasst eine Kombination aus verschiedenen Methoden, um Schädlinge effektiv zu kontrollieren und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Dazu gehören die Förderung von Nützlingen, der Einsatz von biologischen und physikalischen Bekämpfungsmethoden sowie der gezielte Einsatz von chemischen Insektiziden.[3] Da *A. scherzerianum* hauptsächlich als Zierpflanze kultiviert wird, gibt es keine spezifischen rechtlichen Aspekte wie Quarantäne- oder Meldepflichten.[3]

Wirtschaftliche Bedeutung

*Anthurium scherzerianum*, bekannt als Flamingoblume, ist eine beliebte Zimmerpflanze, deren Beliebtheit sich auch wirtschaftlich auswirkt. Die leuchtend roten Blütenstände halten 6–8 Wochen und bieten somit einen langanhaltenden Farbakzent in Innenräumen. Die kompakte Größe der Pflanze macht sie ideal für Töpfe in Wohnungen und Büros. Seit ihrer Beschreibung im Jahr 1857 hat sie aufgrund ihrer attraktiven Blütenstände und der einfachen Kultivierung in Gewächshäusern schnell an Popularität gewonnen.[3] Im Schnittblumenhandel werden die Blütenstände von *A. scherzerianum* für Blumengestecke bei Hochzeiten und Veranstaltungen verwendet. Sie werden wegen ihrer kräftigen Farbe und Haltbarkeit geschätzt und halten bei richtiger Pflege 3–4 Wochen im Wasser. Wichtige Exportländer sind Costa Rica, das Ursprungsgebiet der Pflanze, und die Niederlande, ein wichtiges Zentrum für die europäische Produktion und den Vertrieb von Topf- und Schnittanthurien.[3] In tropischen Regionen wird *A. scherzerianum* im Gartenbau als schattentolerierender Bodendecker oder als Akzentpflanze in feuchten Gärten eingesetzt.[3] Die kommerzielle Kultivierung von *A. scherzerianum* ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in Hawaii und Florida, wo sie unter kontrollierten Bedingungen sowohl für Topfpflanzen als auch für Schnittblumen angebaut wird.[3] Der jährliche globale Handel mit Anthurienstielen und -pflanzen übersteigt Millionen, wobei *A. scherzerianum* durch die europäischen und nordamerikanischen Märkte erheblich dazu beiträgt. Zu den Schädlingen gehören Blattläuse, Spinnmilben, Thripse und Trauermücken, die mit Insektizidseife oder Neemöl bekämpft werden können.[3]

Biologie & Lebenszyklus

*Anthurium scherzerianum* ist eine immergrüne, ausdauernde Art, die natürlich in den Bergregenwäldern von Costa Rica vorkommt. Sie wächst typischerweise als Epiphyt oder terrestrische Pflanze und erreicht eine Höhe von 30–45 cm. Die Vermehrung erfolgt über Samen, die in den orangeroten Beeren enthalten sind, oder vegetativ durch Teilung. Die Blüten sind zwittrig, wobei zuerst die Narbe empfänglich ist, gefolgt von der Antherendehiszenz etwa einen Monat später, was die Kreuzbestäubung fördert. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Insekten. Die Samen keimen schnell, wobei frische Samen eine Keimrate von 70–90 % aufweisen, die jedoch nach sechs Monaten auf unter 20 % sinkt. Die Pflanze blüht in tropischen Habitaten das ganze Jahr über, wobei die Blütezeit während der Regenzeit ihren Höhepunkt erreicht und auffällige Blütenstände hervorbringt, die 6–8 Wochen halten. Die Blütenstände entwickeln sich nach erfolgreicher Bestäubung zu einem Fruchtstand mit beerenartigen Früchten, die sich orange-rot färben und jeweils 1–3 kleine Samen enthalten, die in einem gallertartigen Fruchtfleisch eingebettet sind. Diese Beeren erleichtern die Samenverbreitung hauptsächlich durch Vögel, die die Früchte fressen und die Samen ausscheiden.[3] *A. scherzerianum* bildet durch basale Ausläufer kompakte Gruppen. Die Wurzeln sind zahlreich und dünn und dienen bei epiphytischen Formen als Luftstrukturen, um die Pflanze zu verankern und Feuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen, während terrestrische Varianten faserige Wurzeln im Boden entwickeln. Die Pflanze bevorzugt helles, indirektes Licht, feuchte, aber gut durchlässige, saure bis neutrale lehmige Böden und Temperaturen über 15 °C.[3]

Vorkommen & Lebensraum

*Anthurium scherzerianum*, auch bekannt als Flamingoblume, ist eine immergrüne, ausdauernde Art aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Ursprünglich stammt sie aus den montanen Regenwäldern Costa Ricas. Dort wächst sie typischerweise in Höhenlagen zwischen 700 und 2.600 Metern, hauptsächlich jedoch zwischen 1.300 und 2.100 Metern. In diesen Gebieten findet man sie entweder als Epiphyt auf Baumstämmen und Ästen oder als terrestrische Pflanze auf feuchten, tropischen Böden. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst die atlantische Seite der Cordillera Central und der Cordillera de Talamanca sowie die Provinz Guanacaste. Häufige Fundorte sind beispielsweise Tapanti in der Provinz Cartago und die Umgebung von La Amistad. Die Art bevorzugt die schattigen Bereiche des Unterholzes, wo sie vor direkter Sonneneinstrahlung und starkem Wind geschützt ist. Das Klima in diesen Habitaten ist durch hohe jährliche Niederschläge von 2.000 bis 4.000 mm, Durchschnittstemperaturen von 18 bis 25 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit von oft über 80 % gekennzeichnet. Obwohl *Anthurium scherzerianum* nicht von der IUCN Red List erfasst wird, ist ihr Lebensraum durch Entwaldung bedroht.[1] Als beliebte Zierpflanze wird *A. scherzerianum* weltweit in Kulturen angebaut. Sie gedeiht in hellen, indirekten Lichtverhältnissen, bei Temperaturen über 15 °C und in feuchten, aber gut durchlässigen Böden. In kühleren Klimazonen wird sie hauptsächlich als Zimmerpflanze kultiviert.[1]

Saisonalität & Aktivität

*Anthurium scherzerianum* blüht in tropischen Habitaten das ganze Jahr über, wobei es während der Regenzeit zu Blütezeitpunkten kommt. Die auffälligen Blütenstände halten etwa 6–8 Wochen. Als Zimmerpflanze wird die Flamingoblume vor allem vom Frühjahr bis zum Herbst während der aktiven Wachstumsperiode gedüngt, wobei im Winter die Düngung reduziert oder ganz eingestellt wird, da das Wachstum sich verlangsamt. Die Vermehrung durch Teilung erfolgt am besten im Frühjahr, wenn die Pflanze umgetopft wird. Die Samen reifen etwa 6–7 Monate nach der Bestäubung. Frische Samen keimen schnell, wobei die Keimfähigkeit nach sechs Monaten deutlich abnimmt.[3] Das öffentliche Interesse an der Flamingoblume (*Anthurium scherzerianum*) zeigt in Deutschland saisonale Schwankungen mit Höhepunkten im Februar und Mai, während das Interesse im November und Dezember tendenziell geringer ist.[4]

Bronnen & Referenties

  1. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:85334-1
  2. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/anthurium-scherzerianum/
  3. https://www.nparks.gov.sg/florafaunaweb/flora/7/0/7093
  4. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
  5. https://anthuriuminfo.com/en/origin/
  6. https://publish.illinois.edu/epiphytesincostarica/2016/04/25/epiphytes-an-overview/
  7. https://academic.oup.com/jxb/article/52/364/2067/423986
  8. https://www.frontiersin.org/journals/forests-and-global-change/articles/10.3389/ffgc.2023.1214911/full
  9. https://houseplantresourcecenter.com/2023/02/how-to-propagate-anthurium-caring-for-propagated-anthurium/
  10. Literaturzusammenfassung: Anthurium scherzerianum