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Lexicon-vermelding

Pinda's Arachis hypogeae

Pinda's

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde Fabales (Fabales)
Familie Fabaceae
Geslacht Arachis
Soort Arachis hypogea
Wetenschappelijke naam Arachis hypogea L.

Einleitung

Die **Erdnuss** (*Arachis hypogaea*) ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae), deren Ursprung in den Andentälern Südamerikas liegt.[1][2] Ein charakteristisches Merkmal der Art ist die geokarpe Fruchtreife, bei der sich der Fruchtknoten nach der Befruchtung in den Boden absenkt und die Hülsenfrüchte dort unterirdisch reifen.[1] Obwohl sie botanisch zu den Leguminosen zählt, wird sie aufgrund ihres hohen Fett- und Proteingehalts kulinarisch und wirtschaftlich ähnlich wie Nüsse genutzt und weltweit als bedeutende Öl- und Nahrungspflanze angebaut.[1][3]

Fakten (kompakt)

- Die Blütenblätter sind hellgelb und rot geadert, wobei die einzelnen Blüten eine Länge von 0,7 bis 1,3 cm erreichen. - Die Hülsenfrüchte sind 2 bis 6 cm lang, 1 bis 1,5 cm breit und besitzen eine dünne, netzartige und faserige Fruchtwand. - Jede Hülse enthält typischerweise 1 bis 4 Samen, wobei sich zwischen den benachbarten Samen charakteristische Einschnürungen befinden. - In den Wurzeln und Schalen reichert sich das Stilben Resveratrol an, das als Phytoalexin spezifisch zur Abwehr von Pilzbefall oder UV-Strahlung synthetisiert wird. - Das Fettsäureprofil der Samen wird von ungesättigten Fettsäuren dominiert, wobei Ölsäure 36 bis 67 % und Linolsäure 15 bis 46 % ausmacht. - Spezielle High-Oleic-Zuchtsorten erreichen einen Ölsäureanteil von bis zu 80 %, was die Stabilität des Öls gegen Oxidation erhöht. - Die Pflanze enthält in Blättern, Stängeln und Wurzeln Flavonoide wie Luteolin und Apigenin, die als Antioxidantien wirken. - In den Samenhäuten und Schalen ist p-Coumarsäure konzentriert, die durch antimikrobielle Eigenschaften zur Pathogenabwehr beiträgt. - Zu den Hauptproteinen im Samen gehört Ara h 1, das als 7S-Vicilin-Globulin klassifiziert wird.[10]

Name & Einordnung

Die Erdnuss (*Arachis hypogaea* L.) ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).[1][2] Das Artepitheton verweist auf die charakteristische geokarpe Fortpflanzungsstrategie, bei der sich die befruchteten Fruchtknoten in den Boden bohren und die Früchte unterirdisch reifen. Genetisch handelt es sich um einen Allotetraploiden, der vor etwa 9.400 Jahren durch eine einzige Hybridisierung der wilden diploiden Vorfahren *Arachis duranensis* (A-Genom) und *Arachis ipaensis* (B-Genom) in der Region des heutigen Boliviens und Paraguays entstand.[2] Die Art wird taxonomisch in zwei Hauptunterarten unterteilt: *Arachis hypogaea* subsp. *hypogaea* und *Arachis hypogaea* subsp. *fastigiata*.[1] Diese Unterarten korrespondieren weitgehend mit den kommerziellen Markttypen, wobei Runner- und Virginia-Typen zur Unterart *hypogaea* (var. *hypogaea*) zählen, während Spanish- und Valencia-Typen der Unterart *fastigiata* (var. *vulgaris* bzw. var. *fastigiata*) zugeordnet werden. Die Domestizierung erfolgte bereits vor rund 7.600 Jahren durch indigene Völker in Südamerika, was durch archäologische Funde im Ñanchoc-Tal in Peru belegt ist.[2] Im deutschsprachigen Raum ist die Bezeichnung 'Erdnuss' etabliert, während international englische Trivialnamen wie 'Peanut' oder 'Groundnut' geläufig sind.[1] In taxonomischen Datenbanken wird gelegentlich die Schreibweise *Arachis hypogea* als Synonym oder Varietät geführt.[2] Wilde Verwandte der Gattung *Arachis* dienen heute in Zuchtprogrammen als wichtige genetische Ressource zur Einkreuzung von Merkmalen wie Trockentoleranz.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Erdnuss (*Arachis hypogaea*) ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 50 cm erreicht. Je nach Varietät wachsen die Stängel entweder aufrecht (erekt) oder niederliegend (prostrat). Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind paarig gefiedert und bestehen aus jeweils vier verkehrteiförmigen oder elliptischen Fiederblättchen. Diese Blättchen messen 1 bis 7 cm in der Länge und 0,7 bis 3,2 cm in der Breite. Die Pflanze bildet ein gut entwickeltes Pfahlwurzelsystem aus, dessen Seitenwurzeln bis zu 135 cm tief reichen können, sich jedoch meist auf die oberen Bodenschichten beschränken. Die Blüten stehen einzeln oder in kleinen Büscheln in den Blattachseln und besitzen leuchtend gelbe, rot geaderte Kronblätter von 0,7 bis 1,3 cm Länge. Ein charakteristisches Bestimmungsmerkmal ist der Fruchtträger (Gynophor), der sich nach der Befruchtung aus dem Fruchtknoten entwickelt. Dieser sogenannte „Peg“ wächst bis zu 20 cm lang vertikal in den Boden hinein, um dort die Fruchtbildung zu vollenden. Die unterirdisch reifenden Hülsenfrüchte sind längliche Leguminosen, typischerweise 2 bis 6 cm lang und 1 bis 1,5 cm breit. Ihr Perikarp ist dünn, faserig und weist eine netzartige Struktur auf, die im reifen Zustand matt gelblich-braun gefärbt ist. Die Hülsen enthalten meist ein bis vier Samen und zeigen oft Einschnürungen zwischen den einzelnen Kernen. Morphologisch lassen sich verschiedene Markttypen abgrenzen: Während „Virginia“- und „Spanish“-Typen meist einen aufrechten Büschelwuchs zeigen, wachsen „Runner“-Typen rankend am Boden. Die Samen der „Spanish“-Typen sind klein mit rötlich-brauner Samenschale, während „Valencia“-Typen durch Hülsen mit drei oder mehr Kernen und hellroter Haut charakterisiert sind.[1]

Beschreibung

Die Erdnuss (*Arachis hypogaea*) ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Fabaceae, die sich durch ihre spezialisierte Fortpflanzungsstrategie der Geokarpie von anderen Leguminosen unterscheidet.[1][8] Das Gewächs bildet eine Pfahlwurzel aus, die bis zu 135 cm tief in das Substrat reichen kann, wobei sich das Wurzelsystem mit zahlreichen Seitenwurzeln jedoch primär in den oberen Bodenschichten konzentriert. Oberirdisch zeigt die Pflanze je nach Unterart einen aufrechten oder niederliegenden, kriechenden Wuchs und erreicht typischerweise Höhen von 30 bis 50 cm. Die wechselständig angeordneten Blätter sind paarig gefiedert und bestehen aus vier obovaten bis elliptischen Fiederblättchen, die 1 bis 7 cm lang werden. Die leuchtend gelben, rot geaderten Blüten entspringen den Blattachseln und sind überwiegend selbstbestäubend (Autogamie). Eine anatomische Besonderheit ist die Entwicklung nach der Befruchtung: Der Fruchtknoten verlängert sich zu einer stiftartigen Struktur, dem sogenannten Gynophor oder „Peg“, der positiv geotrop bis zu 20 cm tief in den Boden wächst. Erst im Erdreich entwickelt sich die Frucht zur Reife, was die Samen vor Austrocknung und Fressfeinden schützt. Die entstehenden Hülsenfrüchte sind 2 bis 6 cm lang, besitzen ein faseriges, netzartiges Perikarp und enthalten meist ein bis vier Samen.[1] Der Lebenszyklus der Pflanze umfasst 120 bis 150 Tage, unterteilt in eine vegetative Phase, die Blütezeit ab dem 40. Tag und die anschließende unterirdische Fruchtreifung. Phylogenetisch ist *Arachis hypogaea* ein allotetraploider Hybrid, der vor etwa 9.400 Jahren in Südamerika aus der Kreuzung der wilden diploiden Arten *Arachis duranensis* und *Arachis ipaensis* hervorging. Im Gegensatz zu ihren wilden Verwandten, die oft nur kleine, ölarme Samen bilden, wurde die Kulturform auf größere Hülsen und einen höheren Lipidgehalt selektiert.[2] Chemisch zeichnet sich die Pflanze durch die Einlagerung von Resveratrol in Wurzeln und Schalen sowie Flavonoiden in den Blättern aus, die als Stressantwort auf Umweltfaktoren dienen. Die Samenschale (Testa) enthält zudem spezifische antioxidative Verbindungen, die auch isoliert in kosmetischen Anwendungen genutzt werden.[1] Innerhalb der Art werden basierend auf Wuchsform und Verzweigungsmuster zwei Hauptunterarten unterschieden: *subsp. hypogaea* (kriechend, z. B. Virginia-Typ) und *subsp. fastigiata* (aufrecht, z. B. Spanish-Typ).[1]

Verhalten

Das Verhalten von *Arachis hypogaea* ist durch spezifische Wachstums- und Fortpflanzungsstrategien geprägt. Je nach Varietät zeigt die Pflanze ein differenziertes Fortbewegungs- bzw. Wuchsverhalten, das von aufrechten bis zu niederliegenden, kriechenden Formen reicht. Eine zentrale Verhaltensanpassung ist die geokarpe Fortpflanzungsstrategie, bei der die Befruchtung zunächst in den oberirdischen Blüten stattfindet. Nach der Bestäubung verlängert sich der Fruchtknoten zu einer spezialisierten Struktur, dem sogenannten Gynophor oder „Peg“. Dieser wächst aktiv vertikal nach unten, um bis zu 20 cm tief in das Erdreich einzudringen und die sich entwickelnde Frucht dort zu vergraben. Diese unterirdische Schotenentwicklung dient dem Schutz der Samen und stellt eine spezifische Anpassung der Pflanze dar.[1] Als chemische Abwehrreaktion auf Umweltstress oder Pilzbefall synthetisiert die Pflanze aktiv Phytoalexine wie Resveratrol. Diese Abwehrstoffe reichern sich bei Verletzungen oder Infektionen gezielt in Wurzeln und Schalen an, um das Pilzwachstum zu hemmen. Zusätzlich akkumulieren die Pflanzen Flavonoide in den Blättern als Reaktion auf abiotische Belastungen, um die Stresstoleranz zu erhöhen.[3] In Interaktion mit anderen Organismen geht *Arachis hypogaea* eine symbiotische Beziehung mit *Rhizobia*-Bakterien ein, was zur Bildung von Wurzelknöllchen und zur Stickstofffixierung führt. Das Blühverhalten erstreckt sich über einen längeren Zeitraum mit mehreren Schüben, was eine kontinuierliche Schotenentwicklung bis zur Seneszenz der Pflanze ermöglicht.[1]

Ökologie

Arachis hypogaea ist an warme Klimazonen angepasst und benötigt für optimales Wachstum Durchschnittstemperaturen zwischen 20 °C und 30 °C sowie gut durchlässige, sandige Lehmböden.[1][4] Eine ökologische Besonderheit ist die geokarpe Fortpflanzungsstrategie, bei der sich der Fruchtknoten nach der oberirdischen Befruchtung in den Boden bohrt, um die Samen geschützt unter der Erde reifen zu lassen. Als Leguminose geht die Pflanze eine symbiotische Beziehung mit Rhizobium-Bakterien ein, wodurch sie 50 bis 60 % ihres Stickstoffbedarfs durch Fixierung aus der Luft deckt und somit als Bodenverbesserer wirkt. Die Bestäubung erfolgt primär durch Autogamie (Selbstbestäubung), wobei die Blüten einzeln oder in kleinen Clustern in den Blattachseln erscheinen.[1] Im Nahrungsnetz dient die Pflanze verschiedenen Insekten als Wirt, darunter Blattläuse wie Aphis craccivora und Thripse wie Frankliniella fusca, die Pflanzensaft saugen und Viren übertragen können.[9][1] Unterirdisch stellen Larven des Wurzelbohrers Diabrotica undecimpunctata howardi eine Bedrohung dar, da sie sich direkt von den entwickelnden Fruchtzapfen und Hülsen ernähren.[6] Unter feuchtwarmen Bedingungen ist Arachis hypogaea anfällig für Pilzpathogene wie Cercospora arachidicola und Sclerotinia-Arten, die Blattflecken beziehungsweise Welke verursachen.[3][1] Bei Trockenstress und hohen Bodentemperaturen kann der Pilz Aspergillus flavus die Hülsen besiedeln und toxische Aflatoxine produzieren, was eine spezifische Interaktion zwischen abiotischen Stressfaktoren und mikrobieller Besiedlung darstellt.[2] In Monokulturen neigen die mikrobiellen Gemeinschaften im Boden zur Degradation, weshalb Fruchtfolgen mit Getreidearten empfohlen werden, um Nematodenpopulationen zu reduzieren und die Bodengesundheit zu erhalten.[2][1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Als landwirtschaftliche Kulturpflanze ist *Arachis hypogaea* anfällig für diverse Schädlinge wie die Blattlaus *Aphis craccivora* und den Thrips *Frankliniella fusca*, die durch Saugtätigkeit direkte Schäden verursachen und Viren übertragen können.[9] Unterirdisch fressen Larven des Wurzelbohrers *Diabrotica undecimpunctata howardi* an den Fruchtknoten (Pegs) und Hülsen, was in befallenen Feldern Ertragsverluste von bis zu 30 % verursachen kann.[6] Pilzliche Erreger wie *Cercospora arachidicola* (frühe Blattfleckenkrankheit) und *Cercosporidium personatum* (späte Blattfleckenkrankheit) führen zu charakteristischen Läsionen und massiver Entlaubung, die den Ertrag um über 50 % mindern können.[3] Ein signifikantes Gesundheitsrisiko stellt die Kontamination durch *Aspergillus flavus* dar, der unter warmen Trockenstressbedingungen karzinogene Aflatoxine bildet. Zum Schutz der Lebensmittelsicherheit gelten strenge Grenzwerte, wie der FDA-Aktionswert von 20 parts per billion (ppb) für den menschlichen Verzehr. Medizinisch relevant ist die Erdnuss zudem als Auslöser IgE-vermittelter Allergien durch Speicherproteine wie Ara h 1 und Ara h 2, die schwere Anaphylaxien hervorrufen können.[2] Das Monitoring im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes (IPM) umfasst wöchentliche Feldkontrollen mittels Keschern zur Erfassung von Schwellenwerten bei Thripsen oder Zikaden.[1] Präventiv wirkt eine Fruchtfolge von zwei bis drei Jahren mit Nicht-Wirtspflanzen, um Krankheitszyklen zu unterbrechen und Nematodenpopulationen zu reduzieren.[3] Biologische Bekämpfungsmaßnahmen nutzen nicht-aflatoxinogene Stämme von *Aspergillus flavus*, die toxinbildende Pilze im Feld um 70–90 % verdrängen können.[2] Ergänzend werden Fungizide wie Azoxystrobin eingesetzt und resistente Sorten gezüchtet, um Viren wie das Tomato Spotted Wilt Virus (TSWV) abzuwehren. Über die Nahrungsmittelproduktion hinaus finden Extrakte aus der Samenschale aufgrund ihrer antioxidativen Eigenschaften Anwendung in pharmazeutischen und kosmetischen Patenten.[1]

Wirtschaftliche Bedeutung

Mit einer globalen Produktion von etwa 47,7 Millionen Tonnen im Wirtschaftsjahr 2023/24 stellt *Arachis hypogaea* eine essentielle Ressource für die Lebensmittel- und Ölindustrie dar.[3] Erhebliche wirtschaftliche Risiken gehen von Pilzerkrankungen aus, wobei insbesondere die Späte Blattfleckenkrankheit (*Cercosporidium personatum*) ohne Fungizideinsatz Ertragsverluste von 20 % bis über 50 % verursachen kann.[1] Auch unterirdische Schädlinge wie der Südliche Maiswurzelbohrer (*Diabrotica undecimpunctata howardi*) führen durch direkte Schäden an den Hülsen zu Ernteeinbußen von bis zu 30 % in befallenen Feldern.[6] Ein kritischer ökonomischer Faktor ist die Kontamination durch *Aspergillus flavus*, dessen krebserregende Aflatoxine bei Dürrestress zur Unverkäuflichkeit der Ernte führen, da strenge Grenzwerte (z. B. 20 ppb in den USA) gelten.[2] Zur Schadensbegrenzung werden biologische Bekämpfungsmittel eingesetzt, die Aflatoxine um 70–90 % reduzieren können, was die Marktfähigkeit der Ware sichert.[1] Neben biotischen Faktoren verursachen extreme Wetterereignisse wie Dürren massive ökonomische Schäden, die 2022 in den USA und Afrika zu regionalen Ertragseinbrüchen von bis zu 50 % führten.[2] Intensive Monokulturen ohne Fruchtfolge degradieren zudem die Bodenfruchtbarkeit, was langfristig Ertragsrückgänge von bis zu 30 % zur Folge hat.[3] Jenseits der Agrarwirtschaft findet die Art wirtschaftliche Verwertung in der Kosmetikindustrie, wo Extrakte aus der Samenschale als Antioxidantien patentiert sind. Zudem bildet die Erdnuss die kosteneffiziente Basis für therapeutische Fertignahrung (RUTF), die in der humanitären Hilfe zur Behandlung schwerer Mangelernährung essentiell ist.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Die Erdnuss (*Arachis hypogaea*) ist eine einjährige krautige Pflanze, deren Lebenszyklus sich in vegetative und reproduktive Phasen gliedert und je nach Sorte 120 bis 150 Tage dauert.[1] Die Entwicklung beginnt mit der Keimung, für die Bodentemperaturen von mindestens 18 °C über drei aufeinanderfolgende Tage erforderlich sind.[4] Nach etwa 30 bis 40 Tagen vegetativem Wachstum setzt die Blüte ein, die sich über einen längeren Zeitraum erstreckt.[1] Die Fortpflanzung erfolgt primär durch Selbstbestäubung (Autogamie) in den oberirdischen, gelben Blüten.[3] Eine physiologische Besonderheit ist die Geokarpie: Nach der Befruchtung verlängert sich der Fruchtknoten zu einem sogenannten Gynophor (Peg), der positiv geotrop bis zu 20 cm tief in den Boden wächst.[1] Die eigentliche Fruchtreife und Samenentwicklung finden unterirdisch statt, wo die Hülsen aushärten und ein bis vier Samen ausbilden.[1][2] Für optimales Wachstum benötigt die Pflanze Durchschnittstemperaturen zwischen 20 °C und 30 °C sowie eine frostfreie Periode von bis zu 150 Tagen. Als Substrat werden gut durchlässige, sandige Lehmböden mit einem pH-Wert von 5,8 bis 7,0 bevorzugt, um das mechanische Eindringen der Gynophore zu erleichtern.[4] Ernährungsphysiologisch ist die Symbiose mit *Rhizobium*-Bakterien essenziell, welche in Wurzelknöllchen Luftstickstoff fixieren und 50 bis 60 % des Stickstoffbedarfs der Pflanze decken.[1] Der Wasserbedarf liegt bei 500 bis 700 mm pro Saison, wobei Trockenstress in der späten Wachstumsphase die Anfälligkeit für Toxin bildende Pilze erhöht.[4][2] Zu den natürlichen Feinden zählen Insektenlarven wie die des Wurzelbohrers (*Diabrotica undecimpunctata*), die unterirdisch an den Pegs und Hülsen fressen und Ertragsverluste verursachen.[6] Oberirdisch schädigen Thripse (*Frankliniella fusca*) und Blattläuse durch Saugtätigkeit und Virusübertragung die Assimilationsorgane.[9] Pilzliche Erreger wie *Cercospora arachidicola* (Blattfleckenkrankheit) oder *Aspergillus flavus* stellen signifikante Mortalitäts- und Qualitätsfaktoren dar.[3][2] Zur chemischen Abwehr von biotischen und abiotischen Stressfaktoren akkumuliert die Pflanze Phytoalexine wie Resveratrol, insbesondere in den Wurzeln und Schalen.[1]

Vorkommen & Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Erdnuss (*Arachis hypogaea*) liegt in Südamerika, spezifisch in den Tälern des heutigen Bolivien und Paraguay.[1][2] Ihre wilden diploiden Vorfahren, *Arachis duranensis* und *A. ipaensis*, sind in diesen Regionen heimisch, wo vor etwa 9.400 Jahren die Hybridisierung zur Kulturform stattfand. Archäologische Funde im Ñanchoc-Tal in Nordperu belegen eine Domestizierung bereits vor 7.600 Jahren und deuten auf eine frühe Ausbreitung innerhalb des Kontinents hin.[5][3] Im 16. Jahrhundert brachten spanische und portugiesische Entdecker die Pflanze nach Europa, wo eine flächendeckende Kultivierung jedoch aufgrund der ungeeigneten gemäßigten Klimabedingungen scheiterte.[6][7] Stattdessen etablierte sich die Art über koloniale Handelsrouten in den wärmeren Regionen Afrikas und Asiens, wo sie zu einem Grundnahrungsmittel avancierte.[6][2] Heute wird die Pflanze weltweit in tropischen und subtropischen Zonen auf einer Fläche von rund 29,5 Millionen Hektar angebaut. Die Hauptverbreitungsschwerpunkte liegen in Asien und Afrika, wobei China und Indien über 50 % der weltweiten Produktion stellen, gefolgt von Nigeria und den USA.[2][3] Der ideale Lebensraum zeichnet sich durch ein warmes Klima mit Durchschnittstemperaturen zwischen 20 °C und 30 °C sowie einer frostfreien Wachstumsperiode von 120 bis 150 Tagen aus.[4] *Arachis hypogaea* bevorzugt gut durchlässige, sandige Lehmböden mit einem pH-Wert zwischen 5,8 und 7,0, welche das Eindringen der Fruchtstiele in das Erdreich erleichtern. Ein Jahresniederschlag von 500 bis 1.000 mm ist für das natürliche Wachstum notwendig, wobei in intensiven Anbausystemen wie in den USA häufig künstliche Bewässerung eingesetzt wird.[4][2] In Europa ist die Pflanze landwirtschaftlich aufgrund des Wärmebedarfs kaum vertreten, spielt jedoch als Importgut eine Rolle, wobei die Niederlande als zentraler Handelsknotenpunkt fungieren.[3][2] Während die Unterart *hypogaea* an kühlere, längere Wachstumsperioden angepasst ist, gedeiht die Unterart *fastigiata* vorwiegend in wärmeren, kurzsaisonalen tropischen Umgebungen.[1]

Saisonalität & Aktivität

Arachis hypogaea ist eine einjährige krautige Pflanze, deren Lebenszyklus von der Aussaat bis zur Ernte typischerweise 120 bis 150 Tage umfasst.[1] Die physiologische Aktivität ist stark temperaturabhängig; für die Keimung sind Bodentemperaturen von mindestens 18 °C erforderlich, während das vegetative Wachstum optimal bei Durchschnittswerten zwischen 20 °C und 30 °C verläuft. Aufgrund der Frostempfindlichkeit erfolgt die Aussaat saisonal nach dem letzten Frost, um eine frostfreie Periode für die gesamte Entwicklungsdauer zu gewährleisten.[4] Nach einer vegetativen Phase von etwa 30 bis 40 Tagen beginnt die Blütezeit, die sich über mehrere Wochen erstreckt und in verschiedenen Schüben verläuft.[1] Ein spezifisches Merkmal der Saisonalität ist die unterirdische Fruchtentwicklung (Geokarpie), bei der sich der Fruchtknoten nach der Befruchtung in den Boden absenkt.[3] Die Erntezeit wird eingeleitet, sobald etwa 70 % der Hülsen ihre physiologische Reife erreicht haben, was oft im Herbst der Fall ist.[4] In Bezug auf biotische Stressfaktoren treten Thripse vor allem in frühen Wachstumsstadien an den jungen Trieben auf, während Blattläuse den Bestand während der gesamten Saison besiedeln können.[1] Spät in der Saison, besonders unter warmen und trockenen Bedingungen (25–35 °C), steigt das Risiko einer Kontamination durch Aspergillus-Pilze und die damit verbundene Aflatoxin-Bildung.[2]

Wetenschappelijk onderzoek en patenten

EP-1247528-A1 Biological Onbekend

Pharmazeutische oder kosmetische Zusammensetzungen enthaltend Extrakte aus Arachis hypogaea L

Cognis France SA (2001)

Relevantie: 7/10

Samenvatting

Die Erfindung betrifft Zusammensetzungen, die einen Extrakt aus der Membran (dem Silberhäutchen) von Erdnüssen enthalten. Diese Extrakte werden spezifisch für kosmetische oder pharmazeutische Anwendungen aufbereitet. Das Verfahren wertet einen spezifischen Teil der Pflanze auf, der oft als Nebenprodukt anfällt. Es nutzt die biochemischen Eigenschaften der Erdnusshaut für therapeutische oder pflegende Zwecke.

DE-19962345-A1 Biological Onbekend

Kosmetisches Mittel umfassend einen Arachis hypogaea Extrakt als Antioxidans

Cognis Deutschland GmbH (1999)

Relevantie: 7/10

Samenvatting

Dieses Patent beschreibt die Verwendung eines Extrakts aus der Erdnuss (Arachis hypogaea) in kosmetischen Mitteln. Der Kern der Erfindung liegt in der Nutzung der antioxidativen Eigenschaften dieses Pflanzenextrakts für Haut- und Haarpflegeprodukte. Es stellt eine biologische Verwertung der Inhaltsstoffe der Erdnuss dar, die über die reine Ernährung hinausgeht. Das Mittel ist praktisch anwendbar in diversen Formulierungen wie Shampoos oder Cremes.

Bronnen & Referenties

  1. https://plants.usda.gov/plant-profile/ARHY
  2. https://www.nature.com/articles/ng.3517
  3. https://inc.nutfruit.org/inc-statistical-yearbook-now-published-key-insights-available-to-members/
  4. https://nfrec.ifas.ufl.edu/media/nfrecifasufledu/docs/pdf/Peanut-Production-Guide-2020.pdf
  5. https://news.vanderbilt.edu/2007/06/28/earliest-known-evidence-of-peanut-cotton-and-squash-farming-found-58563/
  6. https://apresinc.com/images/2015/12/PCU-Chapter-2.pdf
  7. https://www.sun-sentinel.com/1999/08/19/the-long-history-of-peanuts/
  8. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:318562-2/general-information
  9. https://nwdistrict.ifas.ufl.edu/phag/2012/08/06/aphids-and-peanuts/
  10. Literaturzusammenfassung (mit Bibliographie, siehe Primärquellenliste)