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Blauw kussen Aubrieta x cultorum

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Blauw kussen

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde Brassicales (Brassicales)
Familie Brassicaceae
Geslacht Aubrieta
Soort Aubrieta cultorum
Wetenschappelijke naam Aubrieta × cultorum Bergmans
Geaccepteerde naam

Einleitung

Das Garten-Blaukissen (*Aubrieta* ×*cultorum*) ist eine Hybride aus der Gattung der Blaukissen (*Aubrieta*) innerhalb der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae).[1][2] Unter dieser Bezeichnung werden verschiedene Cultivare zusammengefasst, die teilweise unter Beteiligung der Art *Aubrieta deltoidea* durch Kreuzung entstanden sind. Diese Hybriden werden als Zierpflanzen für Mauern und Steingärten verwendet.[2]

Fakten (kompakt)

- Der Gattungsname *Aubrieta* wurde zu Ehren des französischen Pflanzenmalers Claude Aubriet (1665–1742) vergeben. - Die wissenschaftliche Erstbeschreibung der Gattung erfolgte im Jahr 1763 durch den Botaniker Michel Adanson.[10] - Die Chromosomengrundzahl für Vertreter dieser Gattung beträgt x = 8. - Systematisch wird die Gattung zusammen mit den Felsenblümchen (*Draba*) und Teilen der Gänsekressen (*Arabis*) in die Tribus Arabideae eingeordnet.[11][12] - Die Typusart, an der die Gattung definiert wurde, ist *Aubrieta deltoidea*.[10] - Taxonomische Bearbeitungen unterscheiden innerhalb der Gattung zwischen 12 und 20 Arten, wobei der gegenwärtige Kenntnisstand von 14 Arten ausgeht.[9][13] - In einer detaillierten Biodiversitätsstudie in Zürich (85 Gärten) wurde die Elternart *Aubrieta deltoidea* in 14 Gärten nachgewiesen, wobei alle Vorkommen rein kultiviert waren und keine spontane Ausbreitung in diesen Flächen stattfand.[4]

Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Name des Taxons lautet *Aubrieta × cultorum* Bergmans. In der botanischen Nomenklatur wird die Pflanze als akzeptierte Art geführt. Systematisch ist sie der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) zugeordnet. Innerhalb dieser Familie gehört sie zur Gattung *Aubrieta*. Für diese Gattung ist im deutschsprachigen Raum der Trivialname Blaukissen gebräuchlich. Die Art wird der Ordnung der Kreuzblütlerartigen (Brassicales) zugerechnet.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Blaukissen (*Aubrieta*) sind niedrigwüchsige, ausdauernde krautige Pflanzen, die charakteristischerweise Polster oder Teppiche bilden. Ihre Stängel und Blätter sind meist mit einfachen, sternförmigen oder gegabelten Haaren besetzt, seltener sind sie kahl. Die wechselständigen Laubblätter besitzen eine linealische bis spatelige Form. Der Blattrand ist ungeteilt und entweder ganzrandig oder grob gezähnt. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig aufgebaut. Der Kelch setzt sich aus ausgesackten inneren und normalen äußeren Kelchblättern zusammen. Die Kronblätter zeigen eine Färbung von Rosa bis Violett, selten sind sie fast weiß. Die äußeren, kürzeren Staubblätter weisen schmal geflügelte Staubfäden sowie ein zahnartiges Anhängsel auf. Der Griffel ist von der Frucht abgesetzt, bleibend und trägt eine kopfige Narbe. Die Fruchtknoten entwickeln sich zu ungestielten, linealischen Schoten oder eiförmigen bis kugeligen Schötchen. Die Fruchtklappen sind oft schwach zusammengedrückt und besitzen einen Mittelnerv. Im Inneren der Frucht sitzen zahlreiche, flache und ungeflügelte Samen in je zwei Reihen. Unter der Bezeichnung Garten-Blaukissen (*Aubrieta* × *cultorum*) werden verschiedene Sorten zusammengefasst, die teilweise durch Kreuzung unter Beteiligung von *Aubrieta deltoidea* entstanden sind.[2]

Beschreibung

Unter der Bezeichnung Garten-Blaukissen (*Aubrieta* ×*cultorum*) werden verschiedene Cultivare zusammengefasst, die teilweise unter Beteiligung der Art *Aubrieta deltoidea* durch Kreuzung entstanden sind.[2][7] Als Vertreter der Gattung *Aubrieta* handelt es sich um niedrigwüchsige, ausdauernde krautige Pflanzen, die im Erscheinungsbild charakteristische Polster oder Teppiche bilden. Die Stängel und Blätter sind meist von einfachen, sternförmigen oder gegabelten Haaren besetzt, seltener erscheinen sie kahl. Die wechselständigen Laubblätter sind in ihrer Form linealisch bis spatelig, ungeteilt und ganzrandig oder grob gezähnt. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig und besitzen ausgesackte innere sowie normale äußere Kelchblätter. Die Kronblätter variieren farblich von Rosa bis Violett, sind jedoch selten fast weiß. Die äußeren, kürzeren Staubblätter weisen schmal geflügelte Staubfäden und ein zahnartiges Anhängsel auf. Der Griffel ist von der Frucht abgesetzt und bleibend, wobei die Narbe kopfig geformt ist. Aus den Fruchtknoten entwickeln sich ungestielte, linealische Schoten oder eiförmige bis kugelige Schötchen. Die Fruchtklappen sind oft schwach zusammengedrückt und besitzen einen Mittelnerv, während die zahlreichen Samen in je zwei Reihen sitzen, flach und ungeflügelt sind. Diese Hybriden und Sorten werden primär als Zierpflanzen für Mauern und Steingärten verwendet.[2]

Ökologie

Die Vertreter der Gattung *Aubrieta* besiedeln ursprünglich Areale im Mittelmeerraum sowie in Vorderasien. Als Anpassung an ihre natürlichen Standorte bilden die ausdauernden krautigen Pflanzen dichte Polster oder Teppiche. Aufgrund dieser Wuchsform und ihrer Habitatpräferenzen werden Sorten und Hybriden in der Gartenkultur primär für Steingärten und Mauern genutzt. In warmgemäßigten Zonen können bestimmte Arten als sogenannte Gartenflüchtlinge auftreten und verwildern.[9] Eine ökologische Untersuchung in Zürich klassifizierte die Art *Aubrieta deltoidea* als gebietsfremdes Taxon. In den dortigen urbanen Gärten wurde die Pflanze in 14 Fällen dokumentiert, wobei es sich ausschließlich um kultivierte Bestände handelte. Im Gegensatz zu anderen Neophyten konnte in diesen städtischen Probeflächen keine spontane Ausbreitung oder Verwilderung der Art nachgewiesen werden.[4]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Gattung *Aubrieta* besitzt vor allem eine gärtnerische Bedeutung, da Sorten und Hybriden wie das Garten-Blaukissen (*Aubrieta* × *cultorum*) häufig als Zierpflanzen zur Begrünung von Mauern und Steingärten verwendet werden.[9] In urbanen Ökosystemen, wie beispielsweise in Zürich, wird die Art *Aubrieta deltoidea* als kultivierte, gebietsfremde Gefäßpflanze (Neophyt) verzeichnet, die zur Artenvielfalt in Gärten beiträgt.[4] Gelegentlich treten Vertreter der Gattung in warmgemäßigten Gebieten als „Gartenflüchtlinge“ auf und verwildern aus Kultur beständen.[9] Spezifische Schadwirkungen, die Übertragung von Krankheiten oder eine invasive Verdrängung einheimischer Flora sind in den vorliegenden Quellen nicht dokumentiert, sodass keine behördlichen Präventions- oder Bekämpfungsmaßnahmen bestehen.[9][4] Das Management beschränkt sich auf gärtnerische Pflegemaßnahmen der Polster bildenden Bestände.[9]

Biologie & Lebenszyklus

Die Blaukissen (*Aubrieta*) sind niedrigwüchsige, ausdauernde krautige Pflanzen, die in ihrem Lebenszyklus oft Polster oder Teppiche ausbilden. Die Stängel und Blätter sind meist von einfachen, sternförmigen oder gegabelten Haaren besetzt, selten treten sie auch kahl auf. Die wechselständigen Laubblätter sind linealisch bis spatelig geformt, ungeteilt und ganzrandig oder grob gezähnt. Die Fortpflanzung erfolgt über zwittrige, vierzählige Blüten, die ausgesackte innere und normale äußere Kelchblätter besitzen. Die Kronblätter sind rosa bis violett gefärbt, selten fast weiß. Die Androeceum-Struktur weist äußere, kürzere Staubblätter auf, die schmal geflügelte Staubfäden und ein zahnartiges Anhängsel besitzen. Nach der Bestäubung entwickeln sich die Fruchtknoten zu ungestielten, linealischen Schoten oder eiförmigen bis kugeligen Schötchen. Die Fruchtklappen sind oft schwach zusammengedrückt und besitzen einen Mittelnerv. In den Früchten sitzen zahlreiche flache und ungeflügelte Samen in je zwei Reihen. Der Griffel ist von der Frucht abgesetzt und bleibend, während die Narbe kopfig geformt ist. Genetisch beträgt die Chromosomengrundzahl der Gattung x = 8. Unter der Bezeichnung Garten-Blaukissen (*Aubrieta* × *cultorum*) werden verschiedene Cultivare zusammengefasst, die teilweise unter Beteiligung der Art *Aubrieta deltoidea* durch Kreuzung entstanden sind.[8] In städtischen Lebensräumen, wie beispielsweise in Zürich, wird *Aubrieta deltoidea* als kultivierte, gebietsfremde Art dokumentiert.[4]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Gattung *Aubrieta*, welche die genetische Basis für die Hybride *Aubrieta* × *cultorum* bildet, liegt im Mittelmeerraum und in Vorderasien. Es erstreckt sich geographisch von Südfrankreich über Italien, den Balkan und Griechenland bis in die Türkei und den Iran. Die unter dem Namen Garten-Blaukissen (*Aubrieta* × *cultorum*) zusammengefassten Pflanzen sind Züchtungen, die teilweise durch Kreuzung unter Beteiligung der Art *Aubrieta deltoidea* entstanden sind. Diese Hybriden und Sorten werden primär anthropogen als Zierpflanzen verbreitet. Ihr bevorzugter Lebensraum in der Gartenkultur umfasst Steingärten sowie Mauern, wo die niedrigwüchsigen, ausdauernden Pflanzen Polster oder Teppiche bilden. In warmgemäßigten Gebieten können Vertreter der Gattung gelegentlich verwildern und treten dort als sogenannte Gartenflüchtlinge auf.[6] In einer ökologischen Untersuchung von 85 Stadtgärten in Zürich (Schweiz) wurde die Verbreitung von Gefäßpflanzen analysiert. Dabei wurde die Stammart *Aubrieta deltoidea* in 14 der untersuchten Gärten dokumentiert. Die Art wurde in diesem urbanen Kontext als nicht einheimisch (alien) klassifiziert. In den beprobten Haus- und Kleingärten trat die Pflanze ausschließlich kultiviert auf. Es gab in dieser spezifischen Studie keine Nachweise für spontane Verwilderungen innerhalb der untersuchten Gartenflächen.[4] Dies bestätigt die enge Bindung der kultivierten *Aubrieta*-Formen an gepflegte Ziergärten und deren Strukturen.[6][4]

Saisonalität & Aktivität

Die Blaukissen (*Aubrieta*) sind ausdauernde, krautige Pflanzen, die oft Polster oder Teppiche bilden.[3] In wissenschaftlichen Studien zur Biodiversität in städtischen Gärten werden Arten wie *Aubrieta deltoidea* während Begehungen im März, April und Mai sowie im Hochsommer dokumentiert. Diese Untersuchungsintervalle dienen der Erfassung verschiedener Vegetationsperioden, wobei extrem früh blühende Gattungen wie *Crocus* im Gegensatz zu *Aubrieta* in diesem Raster teilweise nicht mehr erfasst werden.[4] Das öffentliche Interesse an der Gattung zeigt ein ausgeprägtes saisonales Muster mit signifikanten Spitzenwerten in den Monaten März und April. Während dieser Zeit ist die Aufmerksamkeit am höchsten, bevor sie in den Wintermonaten November und Dezember auf ein Minimum abfällt.[5]

Bronnen & Referenties

  1. https://www.gbif.org/species/3690373
  2. John R. Akeroyd, P. W. Ball: Aubrieta Adanson. In: Flora Europaea. Volume 1. Cambridge University Press, 1993, ISBN 0-521-41007-X
  3. Wikipedia Quelltext (OCR Seite 1)
  4. https://doi.org/10.1016/j.dib.2019.103982
  5. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
  6. Wikipedia: Blaukissen (Aubrieta). OCR-Text aus Quellmaterial.
  7. A.J. Huxley: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. Macmillan Press, London, 1994.
  8. Akeroyd, J. R., & Ball, P. W. (1993). Aubrieta Adanson. In: Flora Europaea. Vol 1. Cambridge University Press. ISBN 0-521-41007-X
  9. Karol Marhold: Brassicaceae. Aubrieta In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2011.
  10. Michel Adanson: Familles des Plantes. Band 2, Vincent, Paris 1763, S. 420
  11. Ihsan A. Al-Shehbaz et al.: Systematics and phylogeny of the Brassicaceae. In: Plant Systematics and Evolution. Band 259, 2006
  12. Suzanne I. Warwick et al.: Phylogenetic relationships in the tribes Anchonieae... In: Annals of the Missouri Botanical Garden. Band 94, 2007
  13. Michael Zohary et al.: Conspectus Florae Orientalis. Fascicle 1. Jerusalem 1980