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Lexicon-vermelding

Bok choy Brassica

Bok choy

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde Brassicales (Brassicales)
Familie Brassicaceae
Geslacht Brassica
Soort Brassica
Wetenschappelijke naam Brassica L.
Geaccepteerde naam

Einleitung

Pak Choi, auch als Bok Choy bekannt, ist eine kultivierte Varietät der Art *Brassica rapa* innerhalb der Gattung *Brassica* (Kohl) und der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae).[1] Diese einjährige Pflanze zeichnet sich durch lockere, gestielte Blattcluster aus und wird, im Gegensatz zu kopfbildenden Verwandten wie dem Chinakohl, primär als nicht-kopfbildendes Blattgemüse genutzt.[1][2] Genetisch gehört Pak Choi zu den diploiden *Brassica*-Arten (2n=20), deren Domestizierungsschwerpunkt in Asien liegt.[1]

Fakten (kompakt)

- Die sechs landwirtschaftlich bedeutendsten Arten bilden das sogenannte "U-Dreieck", welches ihre evolutionären Verwandtschaftsverhältnisse durch Hybridisierung und Polyploidie veranschaulicht. - Zu dieser Gruppe gehören neben *Brassica rapa* (Pak Choi) auch *Brassica nigra* (Schwarzer Senf), *Brassica oleracea* (Gemüsekohl), *Brassica juncea* (Indischer Senf), *Brassica napus* (Raps) und *Brassica carinata*. - Die Gattung ist eng mit der Modellpflanze *Arabidopsis thaliana* verwandt, was genomische Forschungen zur Evolution und Polyploidie innerhalb der Familie erleichtert. - Ernährungsphysiologisch zeichnen sich die Pflanzen durch den Gehalt an Vitamin C, Vitamin K, Ballaststoffen und Antioxidantien aus. - Die Früchte sind als 1 bis 10 cm lange, aufspringende Schoten (Siliquen) ausgebildet, die zahlreiche Samen enthalten. - Innerhalb der Blüte befinden sich Nektardrüsen, die seitlich der Staubfäden angeordnet sind. - Zur Erhaltung der genetischen Vielfalt lagert das USDA-Brassica-Repository über 2.100 Akzessionen für Züchtungszwecke.[7]

Name & Einordnung

Die Gattung *Brassica* wurde im Jahr 1753 von Carl Linnaeus in seinem Werk *Species Plantarum* erstbeschrieben und umfasst heute, je nach taxonomischer Auffassung, etwa 37 bis 41 akzeptierte Arten.[1][3] Der wissenschaftliche Gattungsname leitet sich vom klassischen Latein ab, wo *brassica* bereits bei Plinius dem Älteren Verwendung fand; etymologische Theorien verweisen auf das keltische Wort *bresic* für Kohl oder das lateinische *vorare* (verschlingen). Das Epitheton der Art *Brassica rapa*, zu der Pak Choi zählt, entstammt dem lateinischen *rapum* (Rübe) und ist kognat zum griechischen *rháphe*. Taxonomisch wird die Gattung in die Familie der Brassicaceae (Kreuzblütler, früher Cruciferae) und die Tribus Brassiceae eingeordnet.[1] Historisch wurden diverse Arten aufgrund phylogenetischer Erkenntnisse aus der Gattung ausgegliedert; so wird *Brassica kaber* heute oft der Gattung *Sinapis* und *Brassica adpressa* der Gattung *Hirschfeldia* zugeordnet.[4][3] Ein bedeutendes historisches Synonym ist *Brassica campestris*, das ursprünglich von Linnaeus geführt wurde, heute jedoch als Synonym für *Brassica rapa* gilt. Im Deutschen trägt die Gattung den Trivialnamen Kohl.[1] Internationale Bezeichnungen für *B. rapa*-Varietäten umfassen das englische 'Chinese cabbage' sowie 'Bok Choy' und 'Pak Choi', wobei letztere Begriffe die kantonesische Aussprache widerspiegeln und oft spezifisch für die löffelblättrigen Formen verwendet werden.[2] In China ist zudem die Bezeichnung 'bai cai' (weißes Gemüse) verbreitet, während der englische Sammelbegriff 'cole' etymologisch auf das lateinische *caulis* (Stängel) zurückgeht.[2][1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Vertreter der Gattung *Brassica* wachsen primär als ein- oder zweijährige, seltener ausdauernde krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 0,3 bis 2 Metern erreichen. Sie bilden ein Pfahlwurzelsystem aus und besitzen aufrechte, oft verzweigte Stängel, die häufig eine wachsartige, blaugrüne (glauke) Bereifung aufweisen. Die wechselständig angeordneten Laubblätter variieren von einfachen und ganzrandigen bis hin zu fiederspaltigen oder leierförmigen Formen. Bei vielen Arten, einschließlich der zu *Brassica rapa* zählenden Varietäten wie Pak Choi, bildet sich im ersten Jahr eine grundständige Blattrosette. Pak Choi zeichnet sich spezifisch durch gestielte Blattbüschel mit löffelförmigen Blättern aus, während die Stängelblätter oft sitzend sind und eine geöhrte Basis besitzen. Der Blütenstand besteht aus end- oder seitenständigen Trauben, die sich während der Blütezeit verlängern. Die zwittrigen Blüten zeigen den charakteristischen kreuzförmigen Aufbau mit vier aufrechten Kelchblättern und vier gelben, seltener weißen Kronblättern. Das Androeceum umfasst sechs tetradynamische Staubblätter, wobei vier längere äußere und zwei kürzere innere Filamente sowie seitliche Nektardrüsen vorhanden sind. Nach der Bestäubung entwickeln sich 1 bis 10 cm lange, zweiklappige Schoten (Siliquen), die bei Reife aufspringen. Jede Schote enthält 10 bis 40 kleine, kugelige bis eiförmige Samen mit einem Durchmesser von 1 bis 2 mm. Zur Unterscheidung der kultivierten Arten dient oft die Chromosomenzahl: *Brassica rapa* (2n=20) unterscheidet sich genetisch von *Brassica oleracea* (2n=18) und *Brassica nigra* (2n=16). Morphologisch grenzt sich beispielsweise *Brassica napus* durch meist kahle Stängel ab, während *Brassica juncea* oft blassgelbe Blüten aufweist.[4]

Beschreibung

Die Gattung *Brassica* umfasst einjährige, zweijährige und ausdauernde krautige Pflanzen, die im natürlichen Habitat meist Wuchshöhen zwischen 0,3 und 2 Metern erreichen. Charakteristisch für das Erscheinungsbild sind die aufrechten, oft verzweigten Stängel und die wechselständigen Blätter, die häufig eine wachsartige, blaugrüne (glauke) Bereifung aufweisen, welche als Verdunstungsschutz dient. Das Wurzelsystem bildet typischerweise eine Pfahlwurzel aus, die eine effiziente Nährstoffaufnahme in unterschiedlichen Bodentypen ermöglicht. Zweijährige Vertreter durchlaufen einen komplexen Lebenszyklus, bei dem im ersten Jahr eine grundständige Blattrosette gebildet wird, bevor nach einem Kältereiz (Vernalisation) im zweiten Jahr das Schossen des Stängels und die Blütenbildung erfolgen. Die zwittrigen Blüten zeigen den für Kreuzblütler typischen Bauplan mit vier Kelchblättern, vier kreuzförmig angeordneten gelben oder weißen Kronblättern und sechs tetradynamischen Staubblättern (vier lange, zwei kurze). Anatomisch bedeutsam sind die seitlichen Nektardrüsen an den Filamenten, die eine Bestäubung durch Insekten wie Bienen und Fliegen fördern. Nach der Befruchtung entwickeln sich die Fruchtknoten zu länglichen Schoten (Siliquen), die bei Reife aufplatzen und zahlreiche kugelförmige Samen freigeben. Eine zentrale chemische Anpassung der Gattung ist die Einlagerung von Glucosinolaten (Senfölglykosiden) in Geweben, die bei Verletzung in scharfe Isothiocyanate umgewandelt werden und als effektive Abwehr gegen Herbivoren und Pathogene fungieren.[1] Genetisch zeichnet sich *Brassica* durch eine historische Genom-Verdreifachung und komplexe Hybridisierungsereignisse aus, die im Modell des „U-Dreiecks“ die Verwandtschaft zwischen diploiden Arten wie *B. rapa* (zu der Pak Choi gehört) und tetraploiden Formen beschreiben.[1][3] Im Vergleich zu verwandten Gattungen wie *Sinapis* oder *Raphanus* zeigen *Brassica*-Arten spezifische chromosomale Blockstrukturen und Dehiszenzmuster der Früchte.[4] Historisch wurde die Gattung bereits 1753 von Carl von Linné in *Species Plantarum* formal beschrieben und umfasst heute wichtige Kulturformen, die durch jahrtausendelange Selektion eine enorme morphologische Variabilität von der Wurzelrübe bis zum Blattgemüse entwickelt haben.[3][2]

Verhalten

Das Verhalten von *Brassica*-Arten manifestiert sich vorwiegend durch chemische Kommunikation und physiologische Reaktionen auf Umweltreize. Zur Abwehr von Herbivoren produzieren die Pflanzen Glucosinolate, die bei Gewebeverletzung in scharfe Isothiocyanate hydrolysieren und als Fraßschutz wirken.[1][6] Diese chemische Verteidigung wird auch im Wurzelraum eingesetzt, wo Exsudate als Biofumigantien gegen bodenbürtige Schädlinge und Nematoden fungieren.[2] Im Fortpflanzungsverhalten zeigen viele Spezies eine genetisch fixierte Selbstinkompatibilität, welche die Selbstbefruchtung verhindert und die Interaktion mit bestäubenden Insekten erzwingt. Wilde Vertreter wie *Brassica nigra* und *Brassica tournefortii* nutzen Allelopathie, um durch chemische Hemmstoffe die Keimung konkurrierender Pflanzen zu unterdrücken. Dieses aggressive Konkurrenzverhalten ermöglicht es ihnen, in gestörten Habitaten schnell dichte Bestände zu etablieren und native Vegetation zu verdrängen. Zweijährige Arten reagieren auf saisonale Kältereize mit Vernalisation, die im zweiten Jahr das Schossen und die Blütenbildung auslöst. Die Verbreitung der Samen erfolgt opportunistisch über Vektoren wie Wind, Wasser oder durch Adhäsion an Tierfellen.[1]

Ökologie

Die Pflanzen der Gattung *Brassica* interagieren im Ökosystem primär mit Insekten wie Bienen und Fliegen, die als Bestäuber Nektar und Pollen sammeln. Eine zentrale ökologische Anpassung ist die Produktion von Glucosinolaten, die bei Gewebeverletzung in Isothiocyanate umgewandelt werden und als chemische Abwehr gegen Herbivoren und Pathogene dienen.[1] Zu den bedeutenden natürlichen Feinden zählen Blattläuse sowie Larven von *Trichoplusia ni* und der Kohleule *Mamestra brassicae*. Der Erreger *Plasmodiophora brassicae* verursacht die Kohlhernie, welche durch Wurzelgallenbildung die Nährstoffaufnahme der Pflanzen massiv beeinträchtigt.[1][2] Hinsichtlich der Habitatpräferenzen besiedeln diese Pflanzen vorwiegend gestörte Böden in offenen Bereichen wie Wegrändern oder landwirtschaftlichen Brachflächen. Sie besetzen eine ökologische Nische als Kaltkeimer mit optimalen Wachstumstemperaturen zwischen 10 und 25 °C, wobei viele Varietäten Frosttoleranz aufweisen. Invasive Vertreter wie *Brassica tournefortii* können in Wüstenökosystemen native Vegetation verdrängen und Feuerrhythmen verändern. *Brassica nigra* zeigt zudem allelopathische Effekte, indem sie Substanzen abgibt, die das Wachstum benachbarter Pflanzen hemmen. Als Zwischenfrüchte verbessern *Brassica*-Arten die Bodengesundheit, da ihre tiefen Pfahlwurzeln Verdichtungen aufbrechen und die freigesetzten Isothiocyanate als Biofumigantien gegen Nematoden wirken.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Gattung *Brassica* umfasst primär wirtschaftlich bedeutende Gemüse- und Ölpflanzen, wobei einige wildlebende Arten wie *Brassica tournefortii* in Regionen wie den USA und Australien als invasive Unkräuter auftreten.[1] Im Anbau verursachen Schädlinge wie Blattläuse und die Aschgraue Höckereule (*Trichoplusia ni*) sowie Krankheiten wie die Schwarzadrigkeit (*Xanthomonas campestris*) erhebliche Ertragsverluste. Besonders problematisch ist die bodenbürtige Kohlhernie (*Plasmodiophora brassicae*), die das Wurzelsystem deformiert und deren Erreger lange im Boden überdauert. Gesundheitlich relevant sind die enthaltenen Glucosinolate, die zwar antioxidativ wirken, bei übermäßigem rohen Verzehr jedoch goitrogene Effekte auf die Schilddrüsenfunktion haben können.[4] Als wichtigste präventive Maßnahme gegen Kohlhernie gilt eine weite Fruchtfolge mit Anbaupausen von vier bis sieben Jahren zu anderen Kreuzblütlern.[2] Hygienische Standards wie die Verwendung von zertifiziertem, krankheitsfreiem Saatgut und die Vermeidung von Überkopfberegnung reduzieren die Ausbreitung bakterieller Infektionen.[1] Im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes (IPM) kommen Kulturschutznetze zur physischen Abwehr und die Förderung von Nützlingen wie Marienkäfern gegen Blattläuse zum Einsatz. Neuartige biologische Bekämpfungsansätze nutzen Kernpolyederviren gegen die Kohleule (*Mamestra brassicae*), deren Stabilität durch Zusätze wie Polyglutaminsäure erhöht wird. Biotechnologische Forschung entwickelt zudem siRNA-Methoden, die gezielt Gene des Kohlhernie-Erregers blockieren, um die Gallenbildung an den Wurzeln zu hemmen. Gegen Pilzkrankheiten wie den Falschen Mehltau werden alternativ botanische Präparate auf Basis von Pflanzenextrakten eingesetzt, um den Einsatz synthetischer Fungizide zu verringern. Umgekehrt nutzen Landwirte *Brassica*-Bestände zur Biofumigation, indem zerkleinerte Pflanzenteile in den Boden eingearbeitet werden, um durch freigesetzte Isothiocyanate Nematoden und Bodenpilze abzutöten. Speziell bei *Brassica chinensis* (Pak Choi) ermöglichen innovative Wurzelbehandlungen mit Chelat-Calcium die Reduktion der Cadmiumaufnahme aus belasteten Böden um über 70 %.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Gattung *Brassica* besitzt eine enorme wirtschaftliche Bedeutung, wobei die weltweite Produktion von Kohlgemüse im Jahr 2023 etwa 74 Millionen Tonnen und die von Raps im Wirtschaftsjahr 2024/25 rund 87 Millionen Tonnen erreichte. Der internationale Handel stützt einen globalen Marktwert von jährlich über 40 Milliarden US-Dollar (Stand 2024), wobei allein der Markt für Rapsöl im Jahr 2025 auf 38,91 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde.[1] Diese intensive landwirtschaftliche Nutzung wird jedoch durch Schädlinge wie die Kohleule (*Mamestra brassicae*) und Krankheiten wie die Kohlhernie (*Plasmodiophora brassicae*) bedroht, was umfangreiche Bekämpfungsmaßnahmen erfordert.[4][2] Insbesondere die Kohlhernie verursacht signifikante wirtschaftliche Schäden, da der Erreger über Jahre im Boden persistiert und Landwirte zu langen Fruchtfolgen von vier bis sieben Jahren zwingt, was die Flächennutzungseffizienz einschränkt.[4] Umweltbedingte Stressfaktoren führten beispielsweise 2023 durch Dürren in Kanada und Europa zu Ernteeinbußen bei Raps von bis zu 5 %.[6] Zur Sicherung der Erträge werden biotechnologische Innovationen entwickelt, darunter virale Biopestizide gegen Insektenfraß oder RNA-basierte Ansätze zur Unterdrückung von Wurzelkrankheiten.[2] Neben direkten Ertragsverlusten spielt die Qualitätsminderung eine Rolle, weshalb Verfahren zur Reduktion von Schwermetallbelastungen wie Cadmium bei Pak Choi (*Brassica rapa* subsp. *chinensis*) entwickelt wurden, um die Verkehrsfähigkeit der Ware zu gewährleisten. Positiv wirken *Brassica*-Arten wirtschaftlich als Biofumigantien, indem eingearbeitetes Pflanzenmaterial Isothiocyanate freisetzt, die bodenbürtige Nematoden und Pilze auf natürliche Weise unterdrücken und so den Einsatz synthetischer Pestizide reduzieren.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Die Gattung *Brassica* umfasst primär ein- oder zweijährige krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 0,3 bis 2 Metern erreichen und ein tiefreichendes Pfahlwurzelsystem ausbilden. Der Lebenszyklus beginnt mit der Keimung der kugeligen, 1 bis 2 mm großen Samen, gefolgt von einer vegetativen Phase, in der oft eine grundständige Blattrosette geformt wird. Bei zweijährigen Arten erfolgt im zweiten Jahr nach einem Kältereiz (Vernalisation) die Stängelstreckung (Schossen) und die Bildung der Infloreszenzen.[1] Die zwittrigen Blüten besitzen vier kreuzförmig angeordnete Kronblätter sowie sechs Staubblätter und werden vorwiegend durch Insekten wie Bienen und Fliegen bestäubt, die durch Nektardrüsen angelockt werden.[1][6] Ein genetischer Mechanismus der Selbstinkompatibilität fördert bei vielen Spezies die Fremdbefruchtung und genetische Diversität. Nach der Befruchtung entwickeln sich als Früchte längliche Schoten (Siliquen), die bei Reife aufplatzen und 10 bis 40 Samen freisetzen.[1] *Brassica*-Arten sind an kühle Klimata angepasst, mit einem Wachstumsoptimum zwischen 10 und 25 °C, wobei Varietäten wie Pak Choi (*Brassica rapa*) als schnellwüchsige Einjährige kultiviert werden.[6][4] Die Entwicklungsdauer bis zur Erntereife variiert stark und liegt bei vielen Kultursorten zwischen 45 und 90 Tagen.[2] Physiologisch charakteristisch ist die Produktion von Glucosinolaten, die bei Gewebeverletzung zu scharfen Isothiocyanaten hydrolysieren und als chemische Abwehr gegen Herbivoren dienen.[1] Für die Ernährung benötigen die Pflanzen fruchtbare, gut drainierte Böden mit einem pH-Wert von 6,0 bis 7,5 und weisen einen hohen Stickstoffbedarf auf. Zu den limitierenden Mortalitätsfaktoren gehören Krankheiten wie die Kohlhernie (*Plasmodiophora brassicae*), deren Sporenbildung biotechnologisch durch siRNA-Targeting gehemmt werden kann. Zudem treten Schädlinge wie Blattläuse oder die Larven der Kohleule (*Mamestra brassicae*) auf, gegen die spezifische biologische Bekämpfungsmittel auf Virusbasis entwickelt wurden.[2]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Gattung *Brassica* umfasst primär den Mittelmeerraum, Europa sowie die gemäßigten Zonen Asiens.[1][3] Die höchste Artendiversität findet sich dabei im mediterranen Raum sowie in den Gebirgen Südwest- und Zentralasiens. Einige Arten besiedeln zudem Areale in Nordafrika und in den Hochlagen des tropischen Afrikas, was ihre Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche gemäßigte und semiaride Umgebungen widerspiegelt. Durch landwirtschaftliche Nutzung und globalen Handel wurden Vertreter der Gattung weltweit verschleppt und sind heute in nahezu allen gemäßigten und subtropischen Klimazonen als Kultur- oder Wildpflanzen anzutreffen. In Regionen wie Nordamerika und Australien haben sich mehrere Arten als invasive Neophyten etabliert; so besiedelt beispielsweise *Brassica tournefortii* aggressiv Wüstengebiete im Südwesten der USA. Verwilderte Formen von *Brassica rapa* treten in nordamerikanischen Agrarlandschaften häufig als Unkraut auf. Die typischen Habitate wilder und verwilderter Populationen sind durch gestörte Böden gekennzeichnet, wie sie an Straßenrändern, in Gräben, auf landwirtschaftlichen Nutzflächen und Brachland vorkommen. Diese Pflanzen fungieren ökologisch als Pioniere auf offenen, nährstoffvariablen Standorten und zeigen oft eine hohe Toleranz gegenüber schlechten Bodenverhältnissen. Während viele Arten gestörte Kulturlandschaften bevorzugen, besiedeln spezialisierte Wildformen wie *Brassica incana* oder *Brassica macrocarpa* felsige Küstenklippen und Kalkfelsen im Mittelmeergebiet. Die Gattung ist physiologisch an kühle saisonale Klimate mit optimalen Wachstumstemperaturen zwischen 10 und 25 °C angepasst, wobei viele Varietäten eine deutliche Frosttoleranz aufweisen. In Mitteleuropa sind Vertreter der Gattung weit verbreitet und gedeihen oft auf nährstoffreichen, anthropogen beeinflussten Standorten. Die Ausbreitung erfolgt ökologisch primär durch Samentransport via Wind, Wasser oder Anhaftung an Tiere und Fahrzeuge, was eine schnelle Besiedlung fragmentierter Landschaften ermöglicht.[1]

Saisonalität & Aktivität

Die physiologische Aktivität von *Brassica*-Arten, zu denen Pak Choi (*Brassica rapa*) zählt, ist an kühle Klimabedingungen angepasst, wobei das Wachstumsoptimum zwischen 10 und 25 °C liegt.[3] In gemäßigten Zonen konzentriert sich die Hauptvegetationsperiode auf das Frühjahr und den Herbst, da Tagesmitteltemperaturen von etwa 15 bis 21 °C die Entwicklung begünstigen.[2] Pak Choi wächst überwiegend als schnellreifende einjährige Pflanze, während viele verwandte Arten einen zweijährigen Zyklus mit einer Überwinterung im Rosettenstadium aufweisen.[4][1] Die Induktion der Blüte erfolgt bei den zweijährigen Formen erst nach einer Vernalisation durch winterliche Kältereize im zweiten Jahr.[1] Aufgrund einer ausgeprägten Frosttoleranz können viele Varietäten leichte Fröste überstehen, was eine Ausdehnung der Aktivitätszeit bis in den späten Herbst ermöglicht.[2] Während der Blütezeit sind die Pflanzen tagaktiv und werden primär durch Insekten wie Bienen und Fliegen bestäubt.[1] In der warmen Jahreszeit korreliert die vegetative Phase mit dem Auftreten spezifischer Schädlinge, darunter Blattläuse und Larven des Aschgrauen Höckereulchens (*Trichoplusia ni*).[4] Ergänzend zeigen Daten zum öffentlichen Interesse eine erhöhte Nachfrage in den Wintermonaten Januar und Februar, während diese im Spätsommer abnimmt.[5]

Voorkomen en huidige waarnemingen in Duitsland

  • Buchen, Abzw. Hainstadt, 74722 Buchen, Deutschland

    25.12.2025

  • Deutschland

    20.12.2025

  • Deutschland

    05.12.2025

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  • Leer, DE-NI, Deutschland

    12.11.2025

Daten: iNaturalist

Wetenschappelijk onderzoek en patenten

CN-112980849-A Biological Registratie

Aktive siRNA zur Praevention und Behandlung von Kohlhernie durch Targeting des Plasmodiophora brassicae PbTPS1-Gens

University of Yangtze Normal (2021)

Relevantie: 9/10

Samenvatting

Das Patent beschreibt den Einsatz von siRNA (small interfering RNA), die spezifisch das PbTPS1-Gen des Erregers Plasmodiophora brassicae (Kohlhernie) angreift. Durch die Behandlung werden die Symptome der Wurzelgallenkrankheit bei Senf- und Kohlpflanzen signifikant gelindert und die Sporenbildung reduziert. Es handelt sich um einen biotechnologischen Ansatz, der direkt in den Stoffwechsel des Pathogens eingreift.

CN-112522107-A Monitoring Registratie

Stabile und effiziente Einsporen-Trennmethode fuer Plasmodiophora brassicae

University of Zhejiang, Wuxi Dimode Biological Seed Industry Technology Company Ltd. (2020)

Relevantie: 5/10

Samenvatting

Beschrieben wird eine verbesserte Labormethode zur Isolierung einzelner Sporen des Kohlhernie-Erregers mittels Kapillar-Blotting auf Agar. Dies loest Probleme bei der mikroskopischen Handhabung winziger Sporen. Obwohl es keine direkte Bekaempfungsmethode ist, ist es ein wichtiges Werkzeug fuer die Erforschung dieses bedeutenden Brassica-Krankheitserregers.

CN-106577764-A Biological Onbekend

Pestizid-Suspension mit Mamestra brassicae Kernpolyedervirus und Herstellungsverfahren

University of Henan Agricultural (2016)

Relevantie: 10/10

Samenvatting

Dieses Patent beschreibt ein biologisches Pestizid basierend auf dem Kernpolyedervirus der Kohleule (Mamestra brassicae), einem Hauptschaedling bei Brassica. Die Formulierung enthaelt Gamma-Polyglutaminsaeure, welche die UV-Bestandigkeit und Regenfestigkeit des Virus auf den Blaettern drastisch erhoeht. Dies verlaengert die Wirkungsdauer im Feld und bietet eine umweltfreundliche Bekaempfungsmethode.

CN-106172524-A Chemical Onbekend

Spezielles pestizidfreies Pflanzenschutzmittel fuer Kohl (Brassica capitata)

Guzhen Huafeng Agriculture Company Ltd. (2016)

Relevantie: 8/10

Samenvatting

Ein botanisches Pflanzenschutzmittel basierend auf Pflanzenextrakten (u.a. Serissa, Zanthoxylum) und modifizierten Mineralien. Es wirkt effektiv gegen typische Kohlkrankheiten wie Falschen Mehltau, Weichfaeule und Umfallkrankheit. Zusaetzlich verbessert es die Qualitaet der Pflanzen durch Erhoehung des Flavonoidgehalts.

CN-106106517-A Chemical Onbekend

Verfahren zur Herstellung eines Wurzel-Giessmittels zur Reduzierung des Cadmiumgehalts in Brassica chinensis

University of Huazhong Agricultural (2016)

Relevantie: 6/10

Samenvatting

Ein Mittel bestehend aus Chelat-Calcium, Kaliumsilikat und Poly-gamma-Glutaminsaeure zur Anwendung bei Pak Choi (Brassica chinensis). Es reduziert die Aufnahme von Schwermetallen (Cadmium) aus dem Boden um ueber 70%. Es ist eine Schutzmethode gegen abiotischen Stress und Kontamination, jedoch keine direkte Insekten- oder Krankheitsbekaempfung.

Bronnen & Referenties

  1. https://www.britannica.com/plant/brassica
  2. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/brassica-rapa-chinensis-group/
  3. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:30043511-2
  4. https://floranorthamerica.org/Brassicaceae
  5. Interner Datensatz: Zeitreihen-Analyse Suchinteresse (aggregiert), 2026.
  6. https://www.frontiersin.org/journals/plant-science/articles/10.3389/fpls.2025.1544099/full
  7. Literaturzusammenfassung: Brassica