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Lexicon-vermelding

Mizuna Brassica rapa var. nipposinica

Mizuna

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde Brassicales (Brassicales)
Familie Brassicaceae
Geslacht Brassica
Soort Brassica rapa nipposinica
Wetenschappelijke naam Brassica rapa var. nipposinica (L.H.Bailey) Kitam., 1985

Einleitung

Mizuna (*Brassica rapa var. nipposinica*) ist eine Varietät der Art *Brassica rapa* innerhalb der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Taxonomisch wird das Taxon als Varietät oder Synonym innerhalb des weitreichenden *Brassica rapa*-Komplexes geführt.[1] Spezifische Extrakte der Pflanze werden in der Forschung auf ihre Eignung zur Hemmung der Biofilmbildung und zur Prophylaxe von Parodontalerkrankungen untersucht.[2]

Gemeenschapsanalyse

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Laatst op 05.06.2026
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Fakten (kompakt)

- Die Früchte der Art bilden sich als längliche Schoten (Siliquen) aus, die kugelförmige Samen enthalten. - Stängelblätter der Spezies sind typischerweise lanzettlich geformt, sitzend und stängelumfassend. - Das vertikale Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Meereshöhe bis in Höhenlagen von etwa 1500 Metern (5000 Fuß). - Die Art weist eine bemerkenswerte Kältetoleranz auf und kann Temperaturen bis zu -25 °C überstehen. - Der Beginn der Domestikation von *Brassica rapa* wird auf einen Zeitraum vor etwa 3430 bis 5930 Jahren datiert. - Bei der Nutzung als Futterpflanze liefert die Spezies Trockenmasseerträge zwischen 2000 und 5000 Pfund pro Acre. - Eine einzelne Pflanze kann bis zu 404 Früchte produzieren, wobei jede Schote 10 bis 15 Samen enthält. - Die taxonomische Zusammenlegung mit dem Synonym *Brassica campestris* erfolgte bereits 1833 durch den Agrarwissenschaftler Metzger. - Phylogenetische Analysen der Chloroplasten-Genome stützen die genetische Differenzierung der verschiedenen Unterart-Gruppierungen.[8]

Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet *Brassica rapa var. nipposinica*, wobei die heute gültige Kombination im Jahr 1985 durch den Botaniker Kitamura veröffentlicht wurde. Diese Varietät gehört zur Gattung *Brassica* (Kohl) in der Familie der Brassicaceae (Kreuzblütler).[1] Der Gattungsname *Brassica* entstammt dem lateinischen Begriff für Kohl, während das Art-Epitheton *rapa* sich vom lateinischen Wort für Rübe ableitet. Die übergeordnete Art *Brassica rapa* wurde ursprünglich bereits 1753 von Carl von Linné in den *Species Plantarum* beschrieben.[3] Im allgemeinen Sprachgebrauch, sowohl international als auch im deutschsprachigen Raum, ist die Pflanze primär unter dem Trivialnamen "Mizuna" bekannt.[2] Taxonomisch wird das Taxon oft als Varietät oder Synonym innerhalb des weiten Formenkreises von *Brassica rapa* geführt, der auch Rüben und Chinakohl umfasst.[1][3] Die Bezeichnung verweist auf die enge Verwandtschaft zu anderen asiatischen Blattgemüsen, unterscheidet sich jedoch taxonomisch von Unterarten wie *subsp. chinensis* (Pak Choi) oder *subsp. pekinensis* (Chinakohl).[3]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Brassica rapa var. nipposinica (Mizuna) teilt die grundlegenden morphologischen Merkmale der Art Brassica rapa, die als ein- oder zweijährige krautige Pflanze wächst.[4][2] Adulte Pflanzen erreichen typischerweise Wuchshöhen von 30 bis 100 cm, wobei die Stängel aufrecht stehen und oft verzweigt sind.[3] Im Gegensatz zu den rübenbildenden Varietäten entwickelt diese blattreiche Form keine verdickte Speicherwurzel, sondern ein faseriges Wurzelsystem, das primär der Nährstoffaufnahme dient.[2] Die Pflanze bildet zunächst eine basale Blattrosette aus, bevor sie in die generative Phase übergeht und Stängelblätter bildet, die sitzend und stängelumfassend sein können.[5] Das Laub ist meist kahl oder nur spärlich behaart und kann, wie bei vielen Kohlverwandten, einen weißlichen Belag aufweisen.[2] Der Blütenstand ist eine endständige Traube, die sich aus leuchtend gelben Blüten zusammensetzt.[6] Jede Einzelblüte besitzt einen Durchmesser von etwa 10 mm und besteht aus vier kreuzförmig angeordneten, genagelten Kronblättern sowie vier aufrechten bis aufsteigenden Kelchblättern.[1] Die reproduktiven Organe umfassen sechs tetradynamische Staubblätter, von denen die vier inneren lang und die zwei äußeren kurz ausgebildet sind.[3] Aus den befruchteten Blüten entwickeln sich 1 bis 7 cm lange, stielrunde Schoten (Siliquen), die an aufsteigenden Stielen sitzen. Diese Früchte enden in einem schmalen Schnabel und springen bei Reife entlang zweier Klappen auf, um die Samen freizugeben. Im Inneren befinden sich 10 bis 15 kleine, kugelförmige Samen mit einem Durchmesser von 2 bis 3 mm. Die Samen sind dunkelbraun bis schwarz gefärbt und besitzen eine glatte Oberfläche, die der Verbreitung dient.[2] Genetisch ist die Pflanze durch den diploiden Chromosomensatz 2n = 20 (AA-Genom) charakterisiert, was sie taxonomisch von verwandten Arten wie Brassica napus oder Brassica oleracea abgrenzt.[1]

Beschreibung

Bei *Brassica rapa var. nipposinica*, allgemein bekannt als Mizuna, handelt es sich um eine kultivierte Varietät der vielgestaltigen Art *Brassica rapa* aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae).[3][1] Botanisch teilt diese Varietät die grundlegenden Merkmale der Stammart, die typischerweise als ein- oder zweijähriges Kraut mit einem diploiden Chromosomensatz von 2n = 20 wächst. Während Wildformen der Art oft eine fleischige Pfahlwurzel zur Speicherung ausbilden, entwickeln blattbetonte Kulturformen wie diese in der Regel ein faserigeres Wurzelsystem, das primär der Nährstoffaufnahme für das vegetative Wachstum dient. Die Pflanze bevorzugt kühle bis gemäßigte Klimazonen und gedeiht optimal auf gut durchlässigen, feuchten Böden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 8,5. Als Langtagpflanze reagiert sie empfindlich auf Photoperioden von über 12 bis 14 Stunden sowie auf Temperaturen über 25 °C, was das sogenannte Schossen (Bolting) und den Übergang zur generativen Phase auslöst. Der Lebenszyklus beginnt mit der Keimung, die bei Bodentemperaturen von 10 bis 25 °C lichtunabhängig innerhalb von 3 bis 10 Tagen erfolgt. In der Blütezeit bildet die Pflanze leuchtend gelbe Blüten in endständigen Trauben aus, die jeweils vier kreuzförmig angeordnete Kronblätter und sechs Staubblätter besitzen. Die Bestäubung erfolgt vorwiegend entomophil durch Insekten wie Bienen, woraufhin sich lineare Schotenfrüchte (Siliquen) entwickeln, die kugelförmige Samen enthalten.[3] Eine artspezifische Besonderheit von *Brassica rapa var. nipposinica* liegt in ihrem biochemischen Profil: Extrakte der Pflanze, insbesondere Kaltwasserauszüge, zeigen eine hemmende Wirkung auf die Bildung von Biofilmen im Mundraum. Diese Eigenschaft wird in patentierten Anwendungen zur Prophylaxe gegen Parodontalerkrankungen genutzt und unterscheidet sie funktionell von rein kulinarischen Varietäten. Historisch und genetisch ist die Varietät Teil eines Komplexes, dessen Domestikation vor etwa 3.430 bis 5.930 Jahren in Zentralasien begann und sich über antike Handelsrouten durch Eurasien ausbreitete.[3] Taxonomisch wird sie als Varietät unter der Art *Brassica rapa* geführt, die ursprünglich von Carl von Linné beschrieben wurde und eine hohe genetische Plastizität aufweist.[3][1] Im Vergleich zu nahe verwandten Unterarten wie *ssp. pekinensis* (Chinakohl) oder *ssp. rapa* (Speiserübe) liegt der Fokus bei dieser Varietät nicht auf der Kopf- oder Wurzelbildung, sondern auf der Blattmasse, wobei sie die für die Art typische Kältetoleranz aufweist.[3]

Verhalten

Das Wachstumsverhalten von *Brassica rapa* variiert zwischen einjährigen und zweijährigen Zyklen, wobei die Pflanzen zunächst eine vegetative Rosette bilden, bevor sie in die reproduktive Phase eintreten.[2] Als Langtagpflanze reagiert die Art empfindlich auf die Tageslänge; Photoperioden von über 12 bis 14 Stunden lösen das Schossen (schnelles Stängelwachstum) aus, wodurch Ressourcen von der Blatt- oder Wurzelbildung in die Reproduktion verlagert werden. Bei zweijährigen Formen ist oft eine Vernalisation, also ein Kältereiz von 4 bis 10 °C über mehrere Wochen, erforderlich, um den Übergang zur Blüte zu induzieren.[3] Die Fortpflanzungsbiologie ist durch Entomophilie geprägt, wobei Insekten wie Bienen durch die leuchtend gelben Blüten zur Bestäubung angelockt werden. Ein genetisches Selbstinkompatibilitätssystem verhindert in vielen Wild- und Kulturformen die Selbstbefruchtung und fördert die Fremdbestäubung, wenngleich einige Sorten eine partielle Selbstkompatibilität aufweisen.[7] In der Interaktion mit der Umwelt zeigt die Art allelopathische Effekte, indem sie chemische Verbindungen abgibt, die das Wachstum und die Keimung konkurrierender Pflanzenarten in der direkten Umgebung hemmen.[2] Zur chemischen Abwehr von Herbivoren und Schädlingen produziert *Brassica rapa* Glucosinolate, die bei Gewebeverletzung als Verteidigungsmechanismus wirken.[3] Ökologisch tritt die Pflanze als Pionierart auf, die fähig ist, offene und gestörte Habitate schnell zu besiedeln und durch rasches Wachstum zu dominieren.[2]

Ökologie

Als Varietät der Art *Brassica rapa* fungiert die Pflanze ökologisch als Pionierart in der Sekundärsukzession, die rasch gestörte Habitate wie offene Felder, Straßenränder oder Ruderalflächen besiedelt. Sie bevorzugt kühle Klimate sowie gut durchlässige, lehmige Böden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7,5 und trägt in diesen Umgebungen zur Bodenstabilisierung bei. Während der reproduktiven Phase dienen die gelben Blüten als wichtige Nahrungsquelle für Bestäuber, insbesondere Bienen, indem sie Nektar und Pollen bereitstellen.[2] Im Nahrungsnetz ist die Art anfällig für Herbivorie durch spezialisierte Schädlinge wie die Mehlige Kohlblattlaus (*Brevicoryne brassicae*) und Erdflöhe der Gattung *Phyllotreta*. Zudem fungiert sie als Wirt für bodenbürtige Pathogene wie *Plasmodiophora brassicae*, den Erreger der Kohlhernie, sowie für virale Erreger wie das Wasserrübenvergilbungsvirus (TuYV).[3] Zur Konkurrenzvermeidung nutzt die Pflanze allelopathische Mechanismen, indem sie Glucosinolate freisetzt, deren Abbauprodukte die Keimung und das Wachstum benachbarter Pflanzen hemmen. Diese schwefelhaltigen Verbindungen ermöglichen es der Art zudem, als natürliches Biofumigans zu wirken, das bei der Zersetzung der Biomasse Bodennematoden und Pathogene unterdrückt. Aufgrund der hohen Samenproduktion und schnellen Etablierung können verwilderte Formen invasiv auftreten und native Vegetation in landwirtschaftlichen und natürlichen Räumen verdrängen.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Brassica rapa var. nipposinica wird primär als Blattgemüse kultiviert, wobei verwilderte Formen der Art Brassica rapa in Agrarlandschaften als invasive Unkräuter auftreten können. Zu den bedeutendsten Schädlingen zählen die Mehlige Kohlblattlaus (Brevicoryne brassicae) und Erdflöhe (Phyllotreta spp.), die insbesondere an Keimlingen Fraßschäden verursachen.[3] Ein kritisches Schadbild verursacht die Kohlhernie (Plasmodiophora brassicae), ein bodenbürtiger Erreger, der zu Wurzelverdickungen und Kümmerwuchs führt.[1] Weitere relevante Krankheiten sind die durch Xanthomonas campestris verursachte Schwarzadrigkeit sowie das Wasserrübenvergilbungsvirus (TuYV).[3] Medizinisch relevant sind Extrakte aus Mizuna, die nachweislich die Biofilmbildung im Mundraum hemmen und in Zahnpflegeprodukten zur Vorbeugung von Parodontalerkrankungen eingesetzt werden.[2] Zur Prävention von bodenbürtigen Pathogenen wie der Kohlhernie ist eine weite Fruchtfolge mit Anbaupausen von fünf bis sechs Jahren für Kreuzblütler entscheidend.[1] Als physikalische Schutzmaßnahme gegen frühen Schädlingsbefall hat sich der Einsatz von Kulturschutznetzen oder reflektierenden Mulchfolien bewährt. Im Rahmen des Integrierten Pflanzenschutzes (IPM) werden Nützlinge wie räuberische Insekten gefördert, während Insektizide nur gezielt angewendet werden. Gegen bakterielle Erreger kommen kupferhaltige Bakterizide zum Einsatz, wobei die Wahl resistenter Sorten die wichtigste langfristige Strategie darstellt.[3] Die Pflanze selbst fungiert als Nützling in der Biofumigation, da ihre Glucosinolate beim Einarbeiten in den Boden Isothiocyanate freisetzen, die Nematoden und Bodenpathogene unterdrücken. Bei unerwünschtem Auftreten als Ackerunkraut erfolgt die Bekämpfung mechanisch durch Bodenbearbeitung, um Wurzeln und Samen vor der Etablierung zu stören.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Als Teil der Art *Brassica rapa* trägt Mizuna (*Brassica rapa var. nipposinica*) zu einem erheblichen globalen Marktvolumen bei, wobei der Produktionswert der Art im Jahr 2014 auf etwa 14 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde. Die weltweite Erzeugung von Gemüse-Brassicas, die Blattgemüse wie Mizuna einschließt, belief sich im Jahr 2020 auf 96,4 Millionen Tonnen.[3] Neben der primären Nutzung als Nahrungsmittel besitzt die Varietät spezifisches wirtschaftliches Potenzial im pharmazeutischen Sektor und der Hygieneindustrie.[2] Patentierte Verfahren nutzen Extrakte von *Brassica rapa var. nipposinica* zur Hemmung der Biofilmbildung, was eine Anwendung in der Prophylaxe von Parodontalerkrankungen ermöglicht. Diese pflanzlichen Wirkstoffe werden in kommerziellen Endprodukten wie Zahnpasta, Mundspülungen oder Kaugummis verarbeitet. Die wirtschaftliche Relevanz ergibt sich hierbei aus der Bereitstellung natürlicher Alternativen zu synthetischen antibakteriellen Mitteln, um Resistenzbildungen entgegenzuwirken.[2] Landwirtschaftlich können verwilderte Formen der Art *Brassica rapa* jedoch als invasive Unkräuter auftreten und durch Konkurrenz um Nährstoffe und Licht Ertragsverluste in anderen Kulturen verursachen. Die notwendige Bekämpfung dieser Bestände, beispielsweise durch mechanische Bodenbearbeitung, verursacht zusätzliche Bewirtschaftungskosten für Landwirte.[3]

Biologie & Lebenszyklus

Als Varietät der Art *Brassica rapa* folgt *Brassica rapa var. nipposinica* (Mizuna) einem annuellen oder biennen Lebenszyklus, wobei sie im Anbau meist als einjährige Blattgemüsekultur geführt wird. Die Ontogenese beginnt mit der epigäischen Keimung, die bei Bodentemperaturen von 10 bis 25 °C innerhalb von 3 bis 10 Tagen erfolgt, wobei das Optimum für einen raschen Aufgang bei etwa 20 °C liegt.[2] In der vegetativen Phase bildet die Pflanze eine grundständige Rosette aus tief geschlitzten Blättern, wobei Mizuna im Gegensatz zu rübenbildenden Varietäten ein faseriges Wurzelsystem zur Nährstoffaufnahme entwickelt.[4] Das Wachstum verläuft rapid, sodass die vegetative Reife für die Nutzung als Blattgemüse unter günstigen Bedingungen bereits 30 bis 60 Tage nach der Aussaat erreicht wird.[3] Physiologisch ist die Pflanze als Cool-Season-Crop an gemäßigte Klimate angepasst und präferiert Wachstumstemperaturen zwischen 15 und 20 °C.[7] Vegetative Stadien tolerieren leichte Fröste bis -4 °C, während abgehärtete Pflanzen kurzzeitig noch tiefere Temperaturen überstehen können. Der Übergang zur generativen Phase (Schossen) wird photoperiodisch durch Langtagsbedingungen mit mehr als 12 bis 14 Stunden Licht oder thermisch durch Hitzestress über 25 °C induziert.[2] Dabei elongiert der Haupttrieb auf 0,5 bis 1,5 Meter und bildet einen endständigen traubigen Blütenstand mit hellgelben, vierzähligen Blüten. Die Bestäubung erfolgt vorwiegend entomophil durch Bienen, wobei genetische Selbstinkompatibilitäts-Mechanismen in der Art *Brassica rapa* oft eine Fremdbefruchtung begünstigen.[3] Nach der Befruchtung entwickeln sich 1 bis 7 cm lange Schoten (Siliquen), die jeweils 10 bis 30 kugelförmige, dunkelbraune Samen enthalten.[1] Eine einzelne Pflanze besitzt ein hohes reproduktives Potenzial und kann Tausende von Samen produzieren, die bei optimaler Lagerung eine Keimfähigkeit von 80–90 % bewahren.[2] Für die Ernährung benötigt die Pflanze gut durchlässige, feuchte Böden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7,5 sowie eine ausgewogene Versorgung mit Stickstoff, Phosphor und Kalium.[1] Eine physiologische Besonderheit ist der Bedarf an Mikronährstoffen wie Bor; ein Mangel kann die Blütenbildung und den Ertrag signifikant beeinträchtigen.[7] Zur chemischen Abwehr synthetisiert die Pflanze Glucosinolate, deren Abbauprodukte fraßhemmend auf Generalisten wirken und biofumigante Eigenschaften im Boden entfalten können. Zu den bedeutendsten natürlichen Feinden zählen die Kohlblattlaus (*Brevicoryne brassicae*) und Erdflöhe der Gattung *Phyllotreta*, die an Blättern und Säften saugen.[3] Eine kritische Bedrohung für das Wurzelsystem stellt der bodenbürtige Erreger *Plasmodiophora brassicae* dar, der die Kohlhernie verursacht und durch weite Fruchtfolgen kontrolliert werden muss.[7]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art *Brassica rapa* umfasst weite Teile Eurasiens, vom Mittelmeerraum über Zentralasien bis nach Sibirien.[2][1] Während die Domestikation der Art ihren Ursprung in Zentralasien hatte, entwickelten sich die Blattgemüse-Formen, zu denen die Varietät gehört, primär in Ostasien.[1][3] Heute weist die Spezies eine kosmopolitische Verbreitung auf und ist weltweit in Nordamerika, Europa, Afrika und Australien eingebürgert. In Nordamerika etablierte sich die Pflanze bereits während der Kolonialzeit als Kulturflüchtling europäischer Anbauformen.[2] *Brassica rapa* besiedelt vorzugsweise gestörte Habitate wie Straßenränder, Gräben, Kulturflächen und Brachland.[2][3] Als Pionierpflanze kolonisiert sie rasch offene, sonnige Standorte und trägt durch ihr Wurzelsystem zur Bodenstabilisierung bei.[3] Die Pflanzen tolerieren ein breites Spektrum an Bodentypen von sandig bis lehmig, solange diese gut durchlässig sind, wobei ein pH-Wert zwischen 5,5 und 8,5 bevorzugt wird. Das vertikale Vorkommen erstreckt sich von Meereshöhe bis in Höhenlagen von etwa 1500 Metern (5000 Fuß).[2] Als kältetolerante Art gedeiht sie in gemäßigten Klimazonen und verträgt leichte Fröste bis -4 °C, wobei winterharte Formen auch tiefere Temperaturen überdauern.[3] In vielen Regionen treten verwilderte Formen als invasive Unkräuter in landwirtschaftlichen Flächen auf, begünstigt durch eine hohe Samenproduktion von bis zu 400 Früchten pro Pflanze.[2][3] Die Blattgemüse-Varietäten werden heute in über 124 Ländern angebaut, wobei der Schwerpunkt der Produktion weiterhin in Asien liegt, insbesondere in China und Japan.[2][1]

Saisonalität & Aktivität

Als an kühle Jahreszeiten angepasste Pflanze verläuft das vegetative Wachstum von *Brassica rapa* optimal bei Tagestemperaturen zwischen 15 und 20 °C. Die Keimung erfolgt typischerweise innerhalb von 3 bis 10 Tagen, wobei Bodentemperaturen von 10 bis 25 °C bevorzugt werden. Kultivierte Blattformen zeichnen sich durch eine rasche Entwicklung aus und erreichen unter günstigen Bedingungen bereits 30 bis 60 Tage nach der Aussaat die Erntereife. Längere Phasen mit Temperaturen über 25 °C lösen häufig das vorzeitige Schossen aus, wodurch die Ressourcen von der Blattbildung in die reproduktiven Strukturen verlagert werden. Als Langtagpflanze benötigt die Art für die Blütenbildung in der Regel Photoperioden von mehr als 12 bis 14 Stunden. Zweijährige Formen benötigen hingegen eine Vernalisation von 4 bis 6 Wochen bei 4 bis 10 °C, um zur Blüte zu gelangen. Vegetative Stadien tolerieren leichte Fröste bis -4 °C, wobei abgehärtete Pflanzen auch tiefere Temperaturen überstehen können. Die Bestäubung der über mehrere Wochen erscheinenden Blüten erfolgt primär entomophil durch Insekten wie Bienen. Im Jahresverlauf ist zudem auf die Aktivität von Schädlingen zu achten, wobei zeitgerechte Pflanzungen helfen können, den Hauptflugzeiten von Blattläusen (*Brevicoryne brassicae*) und Erdflöhen (*Phyllotreta* spp.) zu entgehen.[3] Ergänzende Daten zum Suchinteresse deuten auf eine erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit im Frühjahr hin, mit Spitzenwerten in den Monaten April und Mai.

Wetenschappelijk onderzoek en patenten

JP-2018127455-A Biological Onbekend

Zusammensetzung für die Mundhöhle mit Mizuna-Extrakt

Lotte Company Ltd. (2018)

Relevantie: 8/10

Samenvatting

Das Patent konzentriert sich explizit auf die Verwendung eines Kaltwasserextrakts aus Brassica rapa var. nipposinica (Mizuna) zur Vorbeugung von Parodontalerkrankungen. Die Kernidee ist die Hemmung der Biofilmbildung durch diesen spezifischen Extrakt, was eine Alternative zu herkömmlichen antibakteriellen Mitteln darstellt. Dies soll das Risiko der Bildung resistenter Bakterien verringern. Die Anwendung wird in Form von Zahnpasta, Gurgelwasser oder Inhalationsmitteln beschrieben.

CN-103781466-A Biological Onbekend

Orale Zusammensetzung zur Hemmung der Biofilmbildung

Lotte Company Ltd. (2012)

Relevantie: 5/10

Samenvatting

Dieses Patent beschreibt eine orale Zusammensetzung, die Pflanzenextrakte zur Unterdrückung der Biofilmbildung im Mundraum nutzt. Es wird spezifisch ein Heißwasserextrakt aus verschiedenen Pflanzen, darunter Mizuna (Brassica rapa var. nipposinica), Komatsuna und Kresse, verwendet. Die Kernidee ist die Nutzung natürlicher Inhaltsstoffe für die Mundhygiene, beispielsweise in Kaugummis oder Mundspülungen. Die Methode wirkt präventiv gegen Plaquebildung durch pflanzliche Wirkstoffe.

Bronnen & Referenties

  1. https://www.gbif.org/species/6393123
  2. https://patents.google.com/patent/JP2018127455A/en
  3. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8321528/
  4. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:279485-1
  5. https://swbiodiversity.org/seinet/taxa/index.php?tid=1261
  6. http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=1&taxon_id=200009273
  7. https://www.frontiersin.org/journals/plant-science/articles/10.3389/fpls.2017.00111/full
  8. Literaturzusammenfassung: Brassica rapa