Populaire zoekopdrachten
Lexicon-vermelding
stengel jam Brassica rapa var. rapifera
Snelle navigatie
Taxonomie
Rijk
Pflanzen (Plantae)
Stam
Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde
Brassicales (Brassicales)
Familie
Brassicaceae
Geslacht
Brassica
Soort
Brassica rapa rapifera
Wetenschappelijke naam
Brassica rapa var. rapifera Metzg.
Einleitung
*Brassica rapa var. rapifera* (häufig taxonomisch als *Brassica rapa* subsp. *rapa* geführt) ist eine Varietät der Pflanzenart *Brassica rapa* aus der Familie der Kreuzblütler (*Brassicaceae*), die sich durch ein verdicktes, fleischiges Hypokotyl auszeichnet.[1][2] Die ursprünglich in Eurasien beheimatete, meist zweijährige Pflanze wird weltweit in kühlen bis gemäßigten Klimazonen als Wurzelgemüse (Speiserübe), Blattgemüse oder Futterpflanze kultiviert.[3] Sie unterscheidet sich morphologisch von verwandten Unterarten wie dem Chinakohl (*subsp. pekinensis*) oder dem Ölrübsen (*subsp. oleifera*) primär durch die Ausbildung des ausgeprägten Speicherorgans anstelle von festen Blattköpfen oder ölreichen Samen.[1]
Seizoensgebondenheid en vraagtrend
Gebaseerd op de Silberkraft TrendIndex – ons eigen model op basis van zoekdata en natuurlijke observaties
Seizoensgebonden activiteit
ontwikkeling door de jaren heen
Fakten (kompakt)
- Die Art besitzt einen Chromosomensatz von 2n = 20. - Die Pflanzen tolerieren extreme Kälte bis zu -25 °C sowie Trockenheit und Böden mit geringer Fruchtbarkeit. - Als Futterpflanze liefert die Art Erträge zwischen 2.000 und 5.000 Pfund Trockenmasse pro Acre. - Die Wurzeln weisen einen Rohproteingehalt von 10 bis 14 % auf. - Eine einzelne Pflanze kann bis zu 404 Früchte produzieren. - Jede Schote enthält typischerweise 10 bis 15 kugelförmige Samen. - Das Höhenverbreitungsgebiet reicht vom Meeresspiegel bis auf etwa 5.000 Fuß (ca. 1.500 Meter).[6] - Die taxonomische Zusammenlegung der Feldform (*B. campestris*) mit der Kulturform wurde 1833 durch den Botaniker Metzger vollzogen.[6] - Zur Art gehört auch die Unterart *ssp. parachinensis*, die als Chinesischer Brokkoli bekannt ist. - Systematisch wird die Art der Klasse der Magnoliopsida und der Ordnung der Brassicales zugeordnet.[6]
Name & Einordnung
Die Art *Brassica rapa* wurde formell durch Carl von Linné in seinem 1753 veröffentlichten Werk *Species Plantarum* beschrieben. Der Gattungsname *Brassica* leitet sich vom lateinischen Begriff für Kohl ab, während das Art-Epitheton *rapa* das lateinische Wort für Rübe ist und auf das charakteristische Speicherorgan der Pflanze verweist.[1] Ursprünglich unterschied Linné zwischen der kultivierten Rübenform (*B. rapa*) und der wilden Feldform (*B. campestris*), doch spätere taxonomische Revisionen vereinigten diese unter dem Namen *Brassica rapa*. Ein bedeutendes Synonym ist daher *Brassica campestris* L., welches 1833 durch Metzger synonymisiert wurde.[1] Die hier behandelte Varietät wird taxonomisch als *Brassica rapa* var. *rapifera* Metzg. geführt, was heute oft als Synonym zur Art oder der Rapifera-Gruppe betrachtet wird.[2] Zu den historischen Synonymen zählen zudem *Brassica campestris* var. *oleifera* und *Brassica rapa* var. *annua*.[1] Innerhalb der infraspezifischen Gliederung wird die Pflanze oft der Unterart *Brassica rapa* subsp. *rapa* oder der Rapifera-Gruppe (Rapa-Gruppe) zugeordnet, die sich durch fleischige Wurzeln auszeichnet. Im englischen Sprachraum sind die Bezeichnungen 'turnip' für die Rübe und 'turnip greens' für das Blattgemüse gebräuchlich. Genetisch ordnet sich die Art mit dem Genom AA (2n=20) in das 'Dreieck des U' ein, welches die Verwandtschaftsverhältnisse und Hybridisierungen innerhalb der Gattung *Brassica* darstellt.[1]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Brassica rapa wächst als ein- oder zweijährige krautige Pflanze, die typischerweise Wuchshöhen von 20 bis 120 Zentimetern erreicht. Der Habitus ist aufrecht mit oft verzweigten Stängeln, die kahl oder spärlich behaart sind und teilweise einen weißlichen Reif aufweisen.[3] Während Wildformen eine Pfahlwurzel besitzen, bilden Kulturformen wie Brassica rapa subsp. rapa (zu der Stielmus botanisch zählt) oft ein verdicktes Hypokotyl als Speicherorgan aus, das aus Hypokotyl- und Wurzelgewebe besteht. Die grundständigen Blätter sind leierförmig-fiederspaltig, 10 bis 40 Zentimeter lang und besitzen einen gezähnten bis tief gelappten Rand. Charakteristisch für die Art sind die hellgrünen, oft borstig behaarten Basalblätter, die in einer Rosette angeordnet sind. Die Stängelblätter hingegen sind kleiner, lanzettlich geformt, sitzend und umschließen den Stängel mit ihrer Basis vollständig. Der Blütenstand ist eine endständige Traube mit leuchtend gelben Blüten, die einen Durchmesser von etwa 10 Millimetern aufweisen. Jede Blüte besteht aus vier aufrechten Kelchblättern und vier kreuzförmig angeordneten Kronblättern sowie sechs tetradynamischen Staubblättern (vier lange, zwei kurze). Aus den Blüten entwickeln sich 1 bis 7 Zentimeter lange, lineare Schoten (Siliquen) mit einem runden Querschnitt und einem schmalen Schnabel an der Spitze. Diese Früchte öffnen sich bei Reife entlang zweier Klappen und geben kugelförmige, dunkelbraune bis schwarze Samen frei. Die Samen haben einen Durchmesser von 2 bis 3 Millimetern und eine glatte Oberfläche. Zur Unterscheidung von verwechselbaren Arten wie Brassica napus (Raps) dient vor allem die grasgrüne Blattfärbung im Gegensatz zum oft blaugrünen, bereiften Laub des Rapses. Zudem sind die sitzenden, stängelumfassenden oberen Blätter ein wichtiges Bestimmungsmerkmal zur Abgrenzung von anderen Kreuzblütlern.[3]
Beschreibung
Brassica rapa ist eine äußerst vielgestaltige Pflanzenart aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), die als ein- oder zweijähriges Kraut wächst und je nach Varietät Wuchshöhen von 30 bis über 100 Zentimetern erreicht.[3][1] Charakteristisch für die Art ist der aufrechte, oft verzweigte Stängel, der sich aus einer grundständigen Blattrosette erhebt und im oberen Bereich häufig kahl oder spärlich behaart ist. Ein markantes Erkennungsmerkmal im Feld ist der Dimorphismus der Blätter: Die 10 bis 40 Zentimeter langen Grundblätter sind meist leierförmig-fiederspaltig, gestielt und borstig behaart, wohingegen die Stängelblätter sitzend, stängelumfassend und lanzettlich geformt sind.[3] Das Wurzelsystem variiert stark je nach Kultivar; während Wildformen eine fleischige Pfahlwurzel zur Verankerung ausbilden, entwickeln Vertreter der *var. rapifera* (Speiserübe) ein verdicktes Hypokotyl als primäres Speicherorgan, das aus Hypokotyl- und oberen Wurzelgeweben besteht. Anatomisch zeigt die Pflanze oft einen weißlichen, wachsartigen Belag auf den Stängeln und Blättern, der als Verdunstungsschutz dient. Der Blütenstand ist eine endständige Traube mit leuchtend gelben, etwa 10 Millimeter großen Blüten, die den typischen kreuzförmigen Aufbau der Familie mit vier Kelch- und Kronblättern sowie sechs tetradynamischen Staubblättern aufweisen. Aus den bestäubten Blüten entwickeln sich 1 bis 7 Zentimeter lange, lineare Schoten, die bei Reife entlang zweier Klappen aufspringen und 10 bis 15 kugelige, dunkelbraune bis schwarze Samen freigeben. Die Samen besitzen eine glatte Oberfläche und einen Durchmesser von 2 bis 3 Millimetern, was sie mikroskopisch von den teils grubigen Samen verwandter Gattungen unterscheidet. Als Langtagpflanze benötigt die Art für das Schossen (Bolting) und die Blütenbildung Photoperioden von über 12 bis 14 Stunden, wobei zweijährige Formen zusätzlich einen Kältereiz (Vernalisation) von 4 bis 10 °C über mehrere Wochen benötigen, um von der vegetativen in die generative Phase zu wechseln. Die Keimung erfolgt epigäisch innerhalb von 3 bis 10 Tagen, woraufhin sich rasch eine Rosette entwickelt, die bei zweijährigen Formen als Überwinterungsorgan dient.[3] Eine besondere chemische Anpassung ist die Produktion von Glucosinolaten, deren Abbauprodukte nicht nur Fraßfeinde abwehren, sondern durch allelopathische Effekte auch die Keimung konkurrierender Pflanzen in der Umgebung hemmen können.[4] Genetisch zeichnet sich *Brassica rapa* durch einen diploiden Chromosomensatz (2n = 20, AA-Genom) aus und bildet im "Dreieck des U" einen der drei diploiden Vorläufer, aus denen durch Hybridisierung amphidiploide Arten wie Raps (*Brassica napus*) hervorgingen.[1][2] Im Vergleich zur nahe verwandten *Brassica oleracea* (Kohl) besitzt *B. rapa* typischerweise grasgrüne statt blaugrüne Blätter, und die geöffneten Blüten überragen die Knospen im Blütenstand.[3][1] Historisch wurde die Art 1753 von Carl von Linné in seinem Werk *Species Plantarum* erstbeschrieben, wobei er ursprünglich die Rübenform (*B. rapa*) von der wilden Feldform (*B. campestris*) unterschied, die heute taxonomisch unter *B. rapa* zusammengefasst sind.[5][3] In ihrem natürlichen Lebensraum besiedelt die Art als Pionierpflanze gestörte Standorte wie Wegränder und Brachflächen, wobei sie nährstoffarme bis lehmige Böden toleriert, solange diese gut durchlässig sind.[1][2] Die Fortpflanzung erfolgt vorwiegend durch Fremdbestäubung, da viele Populationen Selbstinkompatibilitätsmechanismen besitzen, die eine Befruchtung durch eigenen Pollen verhindern und so die genetische Vielfalt sichern.[3][1]
Verhalten
Brassica rapa agiert ökologisch als Pionierpflanze, die offene oder gestörte Flächen rasch besiedelt und stabilisiert. Um sich gegen Konkurrenten zu behaupten, nutzt die Art allelopathische Mechanismen, indem sie Glucosinolate und deren Abbauprodukte in den Boden abgibt, welche die Keimung und das Wachstum benachbarter Pflanzen hemmen.[3] Diese chemischen Verbindungen dienen gleichzeitig als Abwehrsystem gegen Herbivoren und Pathogene.[1] Im Rahmen der Biofumigation können die freigesetzten Isothiocyanate gezielt Bodenpathogene und Nematoden unterdrücken. Die Fortpflanzungsbiologie ist primär auf Entomophilie ausgerichtet, wobei Bienen durch Nektar und Pollen der leuchtend gelben Blüten angelockt werden.[3] Um Selbstbefruchtung zu vermeiden, besitzen wilde Formen ein genetisches Selbstinkompatibilitätssystem (S-Locus), das Fremdbefruchtungsraten von 20 bis 50 % fördert.[1] Zusätzlich begünstigt die Protogynie, bei der die Narben vor den Staubblättern reifen, den Pollenaustausch zwischen verschiedenen Individuen.[3] Das Schossen (Bolting) wird durch Photoperiodismus gesteuert; als Langtagpflanze benötigt B. rapa Tageslängen von über 12 bis 14 Stunden für die Blütenbildung. Biennale Formen erfordern zudem eine Vernalisation durch mehrwöchige Kältereize von 4 bis 10 °C, um von der vegetativen in die generative Phase zu wechseln.[3] Als Anpassung an Trockenstress haben manche Populationen, etwa in Kalifornien, eine verfrühte Blütezeit entwickelt, um ihren Lebenszyklus vor akutem Wassermangel abzuschließen.[1]
Ökologie
Ökologisch fungiert *Brassica rapa* als Pionierart in der Sekundärsukzession, die offene, gestörte Standorte wie Straßenränder und Brachflächen rasch besiedelt und zur Bodenstabilisierung beiträgt.[3][1] Die Art bevorzugt kühle, gemäßigte Klimate mit Temperaturen zwischen 15 und 20 °C und gedeiht auf gut durchlässigen, feuchten Böden mit einem pH-Wert von 5,5 bis 8,5.[3] Für ein optimales vegetatives Wachstum ist eine volle Sonnenexposition von täglich mindestens sechs bis acht Stunden essenziell.[1] Die leuchtend gelben Blüten bieten Nektar und Pollen, wodurch sie diverse Bestäuber, insbesondere Bienen, anlocken und eine entomophile Bestäubung sicherstellen. Um sich gegen Konkurrenten durchzusetzen, nutzt die Pflanze allelopathische Mechanismen, bei denen Glucosinolate die Keimung benachbarter Pflanzen hemmen.[3] Zu den bedeutenden natürlichen Feinden zählen die Mehlige Kohlblattlaus (*Brevicoryne brassicae*) und Erdflöhe der Gattung *Phyllotreta*, die besonders an Keimlingen Fraßschäden verursachen. Im Boden interagiert die Pflanze mit Pathogenen wie *Plasmodiophora brassicae*, dem Erreger der Kohlhernie, dessen Ruhesporen eine mehrjährige Fruchtfolge erforderlich machen.[1] Gleichzeitig wirken die in den Geweben enthaltenen Glucosinolate bei der Zersetzung als Biofumigantien, die bodenbürtige Krankheitserreger und Nematoden unterdrücken können. Aufgrund der enormen Samenproduktion von bis zu 4.500 Samen pro Pflanze kann die Art in landwirtschaftlichen Arealen invasiv auftreten.[3]
Bedeutung, Schäden & Prävention
Brassica rapa ist primär eine ökonomisch bedeutende Kulturpflanze für Nahrung und Futter, kann jedoch als verwilderte Form invasiv auftreten und durch Allelopathie sowie massive Samenproduktion native Vegetation verdrängen.[3] Zu den agronomischen Hauptschädlingen zählen die Mehlige Kohlblattlaus (*Brevicoryne brassicae*) und Erdflöhe der Gattung *Phyllotreta*, die besonders an Keimlingen massive Fraßschäden verursachen. Ein kritisches phytopathologisches Problem stellt die Kohlhernie (*Plasmodiophora brassicae*) dar, die durch bodenbürtige Sporen Wurzelverdickungen auslöst und den Ertrag erheblich mindert.[1] Zusätzlich gefährden bakterielle Erkrankungen wie die Adernschwärze (*Xanthomonas campestris* pv. *campestris*) und virale Infektionen wie das Wasserrübenvergilbungsvirus (TuYV) die Bestände.[3][1] Zur Früherkennung von Nährstoffmangel, der die Anfälligkeit erhöht, werden Bodenanalysen empfohlen, um spezifische Defizite wie Bor auszugleichen. Als wichtigste kulturtechnische Präventionsmaßnahme gilt eine weite Fruchtfolge mit Anbaupausen von fünf bis sechs Jahren, um den Befallsdruck durch Kohlhernie-Dauersporen im Boden zu senken. Im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes (IPM) kommen physikalische Barrieren wie Kulturschutznetze oder reflektierende Mulchfolien zum Einsatz, um den Zuflug von Vektoren und Schadinsekten zu verhindern.[1] Die biologische Bekämpfung nutzt die biofumigante Wirkung der Pflanze selbst, da verrottende Gewebereste Isothiocyanate freisetzen, die Nematoden und Bodenpathogene unterdrücken. Chemische Maßnahmen umfassen den gezielten Einsatz von Insektiziden sowie kupferbasierten Bakteriziden gegen Adernschwärze, wobei resistente Sorten bevorzugt werden sollten. Gegen invasive, verwilderte Bestände ist eine mechanische Bodenbearbeitung notwendig, um das Wurzelsystem zu zerstören, bevor Samen gebildet werden.[3] Gesundheitlich ist die Art aufgrund ihres Gehalts an Glucosinolaten und Vitamin C wertvoll, wobei moderne Züchtungen den früher problematischen Erucasäuregehalt in Ölsorten auf unter 2 % gesenkt haben.[1]
Wirtschaftliche Bedeutung
Die Art *Brassica rapa* besitzt als Teil der Gattung *Brassica* eine erhebliche ökonomische Relevanz, wobei der globale Produktionswert der Gattung im Jahr 2014 auf etwa 14 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde.[1] Die weltweite Produktion von Gemüse-Brassicas, einschließlich wichtiger *B. rapa*-Kultivare, belief sich im Jahr 2020 auf 96,4 Millionen Tonnen.[1] Wirtschaftlich genutzt wird die Pflanze vielfältig als Gemüse (z. B. Speiserüben, Pak Choi), als Ölpflanze für die Herstellung von Schmierstoffen und Biokraftstoffen sowie als proteinreiches Futter in der Viehwirtschaft.[3] In der Landwirtschaft können verwilderte Formen jedoch als invasive Unkräuter auftreten, die durch eine hohe Samenproduktion von bis zu 4000 Samen pro Pflanze mit Nutzpflanzen konkurrieren und Erträge mindern.[4] Erhebliche wirtschaftliche Schäden verursacht die Kohlhernie (*Plasmodiophora brassicae*), deren Bekämpfung lange Fruchtfolgen von fünf bis sechs Jahren erfordert, um die Anreicherung von Dauersporen im Boden zu verhindern. Zusätzliche Kosten entstehen durch den notwendigen Schutz vor Schädlingen wie der Mehligen Kohlblattlaus (*Brevicoryne brassicae*) und Erdflöhen (*Phyllotreta* spp.), die Qualitätsminderungen an den Blättern verursachen.[1] Positiv wirkt sich der Anbau als Zwischenfrucht aus, da die Pflanzen durch Biofumigation bodenbürtige Pathogene und Nematoden unterdrücken und somit den Bedarf an synthetischen Pflanzenschutzmitteln senken können.[3] Zudem dienen die Blüten als Nektarquelle für Bestäuber, was die Biodiversität in Agrarlandschaften fördert.[4] Historisch war die Art von existenzieller wirtschaftlicher Bedeutung, etwa als Notnahrung während der Großen Hungersnot in Irland, wo Rüben als Ersatz für ausgefallene Kartoffelernten dienten.[3]
Biologie & Lebenszyklus
Brassica rapa zeigt einen flexiblen Lebenszyklus, der je nach Varietät und Umweltbedingungen einjährig oder zweijährig verläuft.[1][3] Einjährige Formen vollenden ihre Entwicklung vom Samen bis zur Samenreife unter günstigen Bedingungen in 40 bis 90 Tagen, während zweijährige Typen im ersten Jahr eine basale Rosette bilden und nach der Überwinterung blühen. Die Keimung erfolgt epigäisch innerhalb von 3 bis 10 Tagen bei Bodentemperaturen zwischen 10 und 25 °C, wobei das Optimum bei etwa 20 °C liegt. Nach der Keimung entwickelt der Keimling eine Pfahlwurzel und tritt in eine vegetative Phase ein, die je nach Temperatur und Nährstoffverfügbarkeit 2 bis 4 Wochen dauert. Als Langtagpflanze benötigt die Art für das Schossen (Bolting) Photoperioden von über 12 bis 14 Stunden.[3] Zweijährige Formen erfordern eine Vernalisation, einen Kältereiz von 4 bis 10 °C über 4 bis 6 Wochen, um den Übergang zur generativen Phase einzuleiten.[4] Der Blütenstand ist eine endständige Traube mit hellgelben Blüten, die vorwiegend durch Insekten wie Bienen bestäubt werden (Entomophilie).[1][3] Obwohl viele Populationen selbstinkompatibel sind, um Fremdbefruchtung zu fördern, zeigen einige Kultivare eine partielle Selbstkompatibilität. Eine einzelne Pflanze kann unter idealen Bedingungen bis zu 4.500 Samen produzieren, die in 1 bis 7 cm langen Schoten (Siliquen) heranreifen.[3][5] Wilde Ökotypen weisen oft eine physiologische Samenruhe auf, die durch feuchte Kältestratifikation gebrochen wird.[3] Die Art bevorzugt gut durchlässige, lehmige Böden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7,5 und stellt moderate Ansprüche an die Stickstoff-, Phosphor- und Kaliumversorgung.[1][2] Vegetative Stadien tolerieren leichte Fröste bis -4 °C, während abgehärtete Wintervarietäten Temperaturen bis -12 °C überstehen können.[3] Zu den limitierenden Mortalitätsfaktoren zählen der bodenbürtige Erreger der Kohlhernie (Plasmodiophora brassicae) sowie Schädlinge wie die Mehlige Kohlblattlaus (Brevicoryne brassicae) und Erdflöhe der Gattung Phyllotreta.[3][1] Durch die Abgabe von Glucosinolaten entfaltet die Pflanze allelopathische Wirkungen, die das Wachstum benachbarter Konkurrenten hemmen können.[3]
Vorkommen & Lebensraum
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von *Brassica rapa* umfasst Eurasien und reicht vom Mittelmeerraum über Zentralasien bis nach Sibirien.[3] Wildformen wie die Unterart *sylvestris* kommen dabei in Küsten- und Steppenhabitaten Europas sowie im Kaukasus vor. Genetische Untersuchungen verorten den Ursprung der Domestizierung in den Gebirgsregionen Zentralasiens nahe dem Hindukusch vor etwa 3.400 bis 5.900 Jahren.[1] Heute ist die Art weltweit verbreitet und wurde in Nordamerika, Afrika und Australien erfolgreich eingeschleppt und eingebürgert.[3][1] Aufgrund der globalen landwirtschaftlichen Bedeutung wird die Pflanze in über 124 Ländern kultiviert.[2] In Mittel- und Nordeuropa waren historisch insbesondere die rübenbildenden Formen (*var. rapifera*) verbreitet, während in Ostasien Blattgemüse dominierten.[4] *Brassica rapa* besiedelt bevorzugt gestörte Habitate wie Wegränder, Gräben, Feldraine und Ruderalflächen. Als Pionierpflanze etabliert sie sich rasch an offenen, sonnigen Standorten und auf brachliegenden Böden. Die Art toleriert verschiedene Bodentypen, gedeiht jedoch optimal auf gut durchlässigen, feuchten Böden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 8,5. Das Wachstum ist an kühle bis gemäßigte Klimazonen angepasst, wobei vegetative Stadien leichte Fröste bis -4 °C überstehen können. Die vertikale Verbreitung erstreckt sich vom Meeresspiegel bis in Höhenlagen von etwa 1.500 Metern. Verwilderte Formen treten in Agrarlandschaften häufig als Unkraut auf und können durch hohe Samenproduktion invasive Bestände bilden.[3]
Saisonalität & Aktivität
Brassica rapa wächst je nach Varietät und Klimabedingungen primär als einjährige oder zweijährige Pflanze. Als kälteliebende Spezies bevorzugt sie für das vegetative Wachstum Tagestemperaturen zwischen 15 und 20 °C. Temperaturen über 25 °C induzieren häufig vorzeitiges Schossen (Bolting), was die vegetative Entwicklung zugunsten der Blütenbildung beendet. Für die Initiierung der Blüte ist als Langtagpflanze eine Photoperiode von mehr als 12 bis 14 Stunden erforderlich. Die Keimung erfolgt idealerweise bei Bodentemperaturen um 20 °C. Blattreiche Kulturformen erreichen ihre Erntereife unter günstigen Bedingungen bereits 30 bis 60 Tage nach der Aussaat. Zweijährige Formen überwintern im Rosettenstadium und benötigen eine mehrwöchige Vernalisation bei 4 bis 10 °C, um in die generative Phase überzugehen. Während vegetative Pflanzen leichte Fröste bis -4 °C tolerieren, überstehen abgehärtete Wintertypen deutlich tiefere Temperaturen. Das öffentliche Suchinteresse für Stielmus in Deutschland spiegelt diese phänologische Entwicklung wider und erreicht seine Höchstwerte in den Monaten April und Mai, was der typischen Erntezeit im Frühjahr entspricht.[3]
Bronnen & Referenties
- https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8321528/
- https://www.gbif.org/species/10944243
- https://accs.uaa.alaska.edu/wp-content/uploads/Brassica_rapa_BIO_BRRA.pdf
- https://www.frontiersin.org/journals/plant-science/articles/10.3389/fpls.2017.00111/full
- https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:279485-1
- Literaturzusammenfassung: Brassica rapa