Doorgaan naar inhoud
Gratis verzending vanaf 29€
Verzending 1-2 dagen
4.44 · 245.512+ klanten
Lexicon-vermelding

Celosia Celosia argentea

Celosia

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde Caryophyllales (Caryophyllales)
Familie Amaranthaceae
Geslacht Celosia
Soort Celosia argentea
Wetenschappelijke naam Celosia argentea L.
Geaccepteerde naam

Einleitung

*Celosia argentea* ist eine aufrechte, einjährige krautige Pflanze aus der Gattung *Celosia* (Brandschopf) innerhalb der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae), die ursprünglich im tropischen Afrika beheimatet ist.[1][2] Die Art wird weltweit aufgrund ihrer leuchtenden Blütenstände als Zierpflanze kultiviert und dient in Westafrika unter dem Namen „Lagos spinach“ als bedeutendes Blattgemüse, zeigt in einigen Einführungsgebieten jedoch invasive Tendenzen.[2] Morphologisch diverse Formen wie der Hahnenkamm (*Celosia cristata*) oder die Feder-Celosie (*Celosia plumosa*) werden taxonomisch meist als Varietäten oder Synonyme von *Celosia argentea* eingeordnet.[1]

Gemeenschapsanalyse

OpenInsect
1
Waarnemingen in de afgelopen 12 maanden
Gegevens van de Silberkraft Community
Laatst op 17.06.2026
Word lid van de community
Upload een foto en help ons soorten te registreren.

Fakten (kompakt)

- Die Kultivare der Art werden in drei Hauptgruppen unterteilt, wobei die *Spicata*-Gruppe durch ährenartige, an Weizen erinnernde Blütenstände charakterisiert ist. - Das vertikale Verbreitungsgebiet erstreckt sich bis in Höhenlagen von 1.600 Metern. - Für ein optimales Wachstum benötigt die Pflanze Temperaturen zwischen 20 und 40 °C sowie einen Boden-pH-Wert von 6,0 bis 8,0. - Bei übermäßiger Feuchtigkeit zeigt *Celosia argentea* eine erhöhte Anfälligkeit für Wurzelfäule und Schädlinge wie Nacktschnecken. - Neben der Nutzung als Blattgemüse können die Samen zur Gewinnung von Speiseöl verwendet werden. - In der traditionellen Medizin finden Pflanzenteile Anwendung bei Durchfall, Bluthochdruck, Blutungen und Diabetes. - Für Personen mit Glaukom (Grüner Star) wird aufgrund potenzieller Kontraindikationen zur Vorsicht bei der Nutzung geraten. - Taxonomisch wird die Gattung *Celosia*, die etwa 46 akzeptierte Arten umfasst, der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales) zugeordnet.[9] - Laut *Plants of the World Online* gilt *Celosia argentea var. cristata* als das einzige akzeptierte infraspezifische Taxon, während andere Formen oft als Synonyme behandelt werden.[9]

Name & Einordnung

Die Art *Celosia argentea* wurde erstmals im Jahr 1753 von Carl von Linné wissenschaftlich beschrieben.[1] Sie gehört zur Gattung *Celosia* (im Deutschen als Brandschopf bekannt) innerhalb der Familie der Amaranthaceae (Fuchsschwanzgewächse). Der Gattungsname leitet sich vom griechischen Wort *keleos* ab, was „brennend“ bedeutet und auf die flammenartige Erscheinung sowie die leuchtenden Farben der Blütenstände anspielt. Das lateinische Art-Epitheton *argentea* bedeutet „silbern“ und verweist auf den glänzenden, silbrig-weißen Schimmer der Hochblätter und Tepalen.[2] Historisch wurden verschiedene morphologische Formen als eigenständige Arten geführt, darunter *Celosia cristata* L. und *Celosia plumosa* (Voss) P. Beauv., die heute taxonomisch meist als Varietäten oder Synonyme von *C. argentea* betrachtet werden.[1] Weitere relevante Synonyme umfassen *Celosia japonica* Houtt. sowie die alte Kombination *Amaranthus cristatus* (L.) Noronha, welche die Verwandtschaft zur Gattung *Amaranthus* verdeutlicht.[1] In der modernen Taxonomie wird oft nur *C. argentea var. cristata* als akzeptiertes infraspezifisches Taxon geführt, während andere Formen gartenbaulich in Gruppen wie Cristata (Hahnenkamm), Plumosa (Federbusch) und Spicata (Ährenform) unterteilt werden.[1] Im englischen Sprachraum ist die Pflanze als „Cockscomb“ bekannt, was sich auf die kammartigen Blütenstände bezieht, oder als „Woolflower“. Aufgrund ihrer Bedeutung als Blattgemüse wird sie in Westafrika, speziell in Nigeria, auch als „Lagos spinach“ bezeichnet. In Asien finden sich Bezeichnungen wie „Feather Amaranth“, die die fedrige Struktur der Blütenstände betonen.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Celosia argentea wächst als aufrechte, einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 40 bis 200 cm erreicht, wobei Zuchtformen unter optimalen Bedingungen auch größer werden können.[7][3] Der Wuchs variiert von einfach bis stark verzweigt, gestützt durch kräftige, gerippte und kahle Stängel, die grün bis rötlich-violett gefärbt sind.[7] Das Wurzelsystem ist faserig mit einer ausgeprägten Pfahlwurzel, die empfindlich auf Störungen reagiert und eine flache Verankerung im Boden bildet.[2] Die wechselständigen, einfachen Laubblätter sind lanzettlich bis eiförmig und messen 5 bis 15 cm in der Länge sowie 1 bis 6 cm in der Breite. Sie besitzen keine Nebenblätter, haben ganzrandige oder leicht gewellte Ränder und sind hellgrün, oft mit rötlichen oder violetten Tönungen, besonders an blühenden Trieben. Die Blätter sitzen an kurzen, bis zu 1,5 cm langen Blattstielen. Charakteristisch ist der endständige, dichte Blütenstand, der als Ähre oder Rispe ausgebildet ist und meist 5 bis 20 cm lang wird.[7] Je nach Varietät erscheint der Blütenstand federartig (Plumosa-Gruppe), hahnenkammartig gewellt (Cristata-Gruppe) oder weizenähnlich zylindrisch (Spicata-Gruppe).[2][4] Die Wildform (*var. argentea*) zeichnet sich typischerweise durch schmale, längliche Ähren in Weiß oder Rosa aus. Die einzelnen Blüten sind klein und bestehen aus fünf farbigen, 4 bis 10 mm langen Tepalen sowie dauerhaften Tragblättern.[7] Kulturformen zeigen eine samtige Textur und leuchtende Farben wie Rot, Orange, Gelb und Violett.[2] Als Früchte werden Utrikel gebildet, die bei Reife an der Basis aufspringen. Die darin enthaltenen Samen sind glänzend schwarz, linsenförmig abgeflacht (oblat) und haben einen Durchmesser von etwa 1 bis 1,5 mm. Eine einzelne Pflanze kann bis zu 3.000 dieser Samen produzieren.[2] Zur taxonomischen Abgrenzung werden verwandte Formen wie *Celosia spicata* oft als Synonyme oder Varietäten von *C. argentea* betrachtet, da sie morphologisch eng verwandt sind.[1]

Beschreibung

Celosia argentea ist eine aufrechte, einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae), die sich durch eine bemerkenswerte morphologische Variabilität und Anpassungsfähigkeit auszeichnet.[3][4] Ursprünglich in den tropischen Regionen Afrikas beheimatet, besiedelt die Art als Pionierpflanze bevorzugt gestörte Habitate wie Flussufer, Savannen und Brachflächen, wo sie Wuchshöhen von 40 bis 200 cm erreicht.[2][1] Der wissenschaftliche Artname *argentea* (lateinisch für „silbrig“) verweist auf den glänzenden Aspekt der langlebigen Tragblätter und Tepalen, die auch nach dem Verblühen ihre Struktur behalten.[2] Ein charakteristisches Merkmal ist die enorme Vielfalt der Blütenstandsformen, die taxonomisch oft in Gruppen wie *Cristata* (hahnenkammartig), *Plumosa* (federartig) und *Spicata* (ährenartig) unterteilt werden, wobei die Wildform meist schmale, silbrig-weiße bis rosafarbene Ähren aufweist. Anatomisch verfügt die Pflanze über ein faseriges Wurzelsystem mit einer ausgeprägten Pfahlwurzel, die zwar empfindlich auf mechanische Störungen reagiert, aber eine effiziente Verankerung und Trockenheitstoleranz in ariden Phasen ermöglicht.[4] Im Gegensatz zu vielen zweihäusigen Pflanzen ist *Celosia argentea* zwittrig und reproduziert sich als fakultativer Selbstbestäuber, wobei die Pollenübertragung oft innerhalb der Blüte stattfindet. Der Lebenszyklus verläuft rasant, wobei die Entwicklung vom Samen bis zur erneuten Samenreife unter optimalen Bedingungen innerhalb von 60 bis 90 Tagen abgeschlossen wird.[2] Die ontogenetische Entwicklung beginnt mit der Keimung bei warmen Bodentemperaturen, woraufhin sich die Sämlinge schnell zu verzweigten Pflanzen entwickeln, deren lanzettliche Blätter oft rötliche oder violette Tönungen aufweisen. Die Samenproduktion erfolgt akropetal entlang der Blütenstandsachse, wobei eine einzelne Pflanze bis zu 3.000 kleine, schwarze Samen in Utrikeln (Schlauchfrüchten) ausbilden kann. Diese Samen besitzen eine harte Schale, die eine Persistenz im Boden von bis zu vier Jahren ermöglicht und so das Überleben der Population in unbeständigen Umgebungen sichert.[2] Taxonomisch wurde die Art erstmals 1753 von Carl von Linné beschrieben und umfasst heute auch Formen, die früher als eigenständige Arten wie *Celosia cristata* oder *Celosia plumosa* geführt wurden.[1] Im Vergleich zu nahe verwandten Gattungen wie *Amaranthus* unterscheidet sich *Celosia* durch die spezifische Struktur der Blütenhülle und die oft leuchtend gefärbten, trockenen Blütenstände, die an Flammen erinnern (griechisch *keleos* für „brennend“).[2] Eine ökologische Besonderheit ist die Fähigkeit der Art, in Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien wie *Azospirillum* zu treten, was ihr Wachstum auf nährstoffarmen Böden begünstigt. Während die Wildformen oft schlichtere, zylindrische Blütenstände zeigen, weisen kultivierte Varietäten durch selektive Züchtung komplexe Fasziationen (Verbänderungen) auf, die zu den bekannten korallenartigen Formen führen.[4]

Verhalten

Das Fortpflanzungsverhalten von *Celosia argentea* ist primär durch Autogamie geprägt, wobei die Pflanze jedoch auch Fremdbestäubung zulässt.[4] Zur Förderung der genetischen Vielfalt locken die nektarreichen Blütenstände aktiv Bestäuber wie Bienen (*Apis cerana*, *Apis mellifera*) und Schmetterlinge an. Studien in Agro-Ökosystemen dokumentierten Interaktionen mit bis zu 12 verschiedenen Insektenarten, was die Rolle der Art als wichtige Nahrungsquelle für Bestäuber verdeutlicht.[5] Die Ausbreitung der Diasporen erfolgt mechanisch durch Schwerkraft, indem die Samen aus den sich öffnenden Kapseln fallen (Barochorie). Ergänzend nutzt die Pflanze den Wind, um die leichten Samen über kurze Distanzen zu transportieren (Anemochorie).[4] Im Wurzelbereich zeigt *Celosia argentea* ein kooperatives Verhalten durch Symbiosen mit stickstofffixierenden Bakterien der Gattung *Azospirillum*. Diese Interaktion ermöglicht der Pflanze eine verbesserte Nährstoffaufnahme und das Wachstum auf nährstoffarmen Böden. Als Pionierpflanze besiedelt sie aggressiv gestörte Habitate wie Straßenränder oder Flussufer und stabilisiert dort das Substrat. In eingeführten Verbreitungsgebieten kann dieses Ausbreitungsverhalten invasiv werden, wodurch *Celosia argentea* in Konkurrenz zur nativen Flora tritt und diese verdrängen kann.[2]

Ökologie

Celosia argentea fungiert in ihrem nativen Verbreitungsgebiet als Pionierpflanze, die gestörte Habitate wie Flussufer, Savannen und Lichtungen in Sekundärwäldern besiedelt. Die Art bevorzugt feuchtigkeitsspeichernde Böden wie Vertisole und trägt durch symbiotische Assoziationen mit stickstofffixierenden Bakterien (*Azospirillum* spp.) zur Bodenverbesserung bei, indem sie bis zu 25 % des Stickstoffbedarfs substituiert.[4][2] Als bedeutender Anziehungspunkt für Bestäuber unterstützt die Pflanze diverse Insektenpopulationen, darunter Bienen (*Apis cerana*, *Apis mellifera*), Schmetterlinge und Fliegen, was die Biodiversität auch außerhalb der landwirtschaftlichen Hauptsaison fördert.[5] Die Samenverbreitung erfolgt primär durch Schwerkraft mittels poröser Dehiszenz, wobei die leichten Samen auch durch Wind (Anemochorie) über kurze Distanzen transportiert werden.[3] In eingeführten Regionen wie Australien und Südostasien zeigt die Spezies invasive Tendenzen und bildet in feuchten Habitaten bis zu vier Meter hohe Bestände, die mit der nativen Vegetation konkurrieren.[3][2] Im Nahrungsnetz dient *Celosia argentea* verschiedenen Organismen als Wirt, wobei Schädlinge wie Blattläuse, Thripse und Spinnmilben sowie Weichtiere an den Pflanzenteilen fressen. Zusätzlich nutzen Wirbeltiere wie der Weißwedelhirsch die Bestände in Außenbereichen als Nahrungsquelle durch Abweiden. Unter feuchten Bedingungen ist die Art anfällig für Pilzpathogene wie *Phytophthora* (Wurzelfäule) und Echten Mehltau sowie für virale Infektionen, die durch Insektenvektoren übertragen werden.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Celosia argentea nimmt eine ambivalente ökologische Rolle ein: Während sie in Westafrika als wichtiges Blattgemüse und weltweit als Zierpflanze kultiviert wird, gilt sie in Regionen wie Australien und Südostasien als invasives Unkraut, das einheimische Vegetation verdrängt.[3][7] In landwirtschaftlichen Systemen, etwa in Indien, tritt die Art als Konkurrent in Kulturen wie Erdnuss und Fingerhirse auf und bildet dichte Bestände, die Wuchshöhen von bis zu vier Metern erreichen können.[2][3] Zur Bekämpfung invasiver Populationen werden mechanische Methoden wie das Ausgraben oder Schneiden mit chemischen Maßnahmen, beispielsweise der Applikation von Glyphosat, kombiniert.[7] Im Zieranbau hingegen erfordert die Pflanze Schutz vor Schädlingen wie Blattläusen, Thripsen und Spinnmilben, die insbesondere an Triebspitzen Saugschäden und Deformationen verursachen. Hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt Pilzinfektionen wie Echten Mehltau, Alternaria-Blattfleckenkrankheit und Wurzelfäule durch Phytophthora, was durch weite Pflanzabstände und Bodenbewässerung präventiv vermieden werden sollte.[3][8] Ein Befall durch Wurzelgallennematoden oder Viruserkrankungen wie das Mosaikvirus führt zu Wachstumsstörungen und erfordert das sofortige Entfernen infizierter Pflanzenreste.[8] Gesundheitlich ist Vorsicht geboten, da die Blätter bei stickstoffreichen Böden Nitrate anreichern können, deren übermäßiger Verzehr das Risiko einer Methämoglobinämie birgt. Zudem enthalten die Pflanzenteile Oxalate, die für Personen mit einer Neigung zu Nierensteinen kontraindiziert sind.[4] Pharmakologisch zeigen Patentdaten das Potenzial von Celosia-Extrakten in der Kosmetik zur Hautaufhellung und Elastinstimulation sowie in der Medizin zur Hemmung der Amyloid-beta-Polymerisation.[3] Traditionell werden Samenextrakte zur Behandlung von Augeninfektionen und Blattextrakte zur Wundheilung eingesetzt, wobei Saponine die Geweberegeneration fördern.[4][2] Als Nützling fördert Celosia argentea die Biodiversität, indem sie Bestäuber anzieht und durch Symbiose mit Azospirillum-Bakterien zur Bodenverbesserung beiträgt.[5][2] Neuere Forschungen untersuchen zudem die fungizide Wirkung von Celosia-Samenextrakten zur biologischen Bekämpfung von Grauschimmel (Botrytis) im Weinbau.[3]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung von *Celosia argentea* ist ambivalent und umfasst sowohl die Nutzung als ertragreiche Nutzpflanze als auch Schäden durch invasives Wachstum. In Westafrika, insbesondere in Nigeria, stellt die Art ein wichtiges Blattgemüse dar, das in intensiven Anbausystemen Erträge von bis zu 28 Tonnen pro Hektar erzielt und wesentlich zur lokalen Ernährungssicherung beiträgt. Global ist die Pflanze ein relevanter Faktor in der Floristikindustrie, wobei die Niederlande und Kenia als Zentren für die Produktion und den Export von Schnittblumen fungieren.[2][4] Industriell werden Extrakte der Varietät *Celosia cristata* in patentierten kosmetischen Zusammensetzungen zur Hautverjüngung und Pigmentregulierung verwertet.[3] Zudem wird das enthaltene Betalain als nachhaltige Quelle für natürliche Pigmente in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie erschlossen.[2] Demgegenüber verursacht die Art als Unkraut wirtschaftliche Einbußen in Agrarlandschaften Indiens, Chinas und der Philippinen, wo sie Nutzpflanzenbestände infiziert und um Ressourcen konkurriert.[2][7] In Australien wird sie als naturalisiertes Unkraut klassifiziert, das dichte Bestände bildet und Bekämpfungsmaßnahmen wie den Einsatz von Herbiziden (z. B. Glyphosat) oder mechanische Entfernung erfordert.[3][4] Positiv ist der Nutzen in Agroökosystemen zu bewerten, da *Celosia argentea* bis zu 12 Bestäuberarten anzieht und so die Bestäubung benachbarter Kulturen unterstützt.[5] Durch die Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien kann die Pflanze zudem bis zu 25 % des Stickstoffbedarfs im Boden ersetzen, was Düngemittelkosten in nährstoffarmen Anbausystemen senkt.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Celosia argentea ist eine einjährige krautige Pflanze, die ihren gesamten Lebenszyklus von der Keimung bis zur Samenreife unter optimalen Bedingungen in 60 bis 90 Tagen vollendet. Die Fortpflanzung erfolgt primär sexuell über Samen, wobei ein einzelnes Individuum bis zu 3.000 kleine, schwarze Samen produzieren kann.[4] Als fakultativer Selbstbestäuber weist die Art eine hohe Selbstkompatibilität auf, nutzt jedoch auch Insektenvektoren wie Bienen (*Apis cerana*, *Apis mellifera*) und Fliegen für die Fremdbestäubung.[5] Die Blütezeit beginnt etwa 8 bis 12 Wochen nach der Keimung und dauert in temperierten Zonen bis zum ersten Frost an. Die Keimung der Samen erfolgt innerhalb von 7 bis 14 Tagen bei warmen Temperaturen zwischen 21 °C und 27 °C. Für die Entwicklung ist die Pflanze auf Wärme angewiesen und gedeiht am besten in einem Temperaturbereich von 20 °C bis 40 °C. Physiologisch zeichnet sich *Celosia argentea* durch eine ausgeprägte Frostempfindlichkeit aus, weshalb Bodentemperaturen von über 13 °C für das Wachstum im Freiland erforderlich sind.[2] Nach der Etablierung des Wurzelsystems zeigt die Art eine physiologische Toleranz gegenüber Trockenheit.[3] Die Samen besitzen eine Dormanzfähigkeit und bleiben in kühlen, trockenen Umgebungen bis zu vier Jahre keimfähig, was den Aufbau einer persistenten Samenbank im Boden ermöglicht.[4] Die Ausbreitung der Diasporen erfolgt hauptsächlich durch Schwerkraft sowie über kurze Distanzen durch den Wind (Anemochorie), nachdem sich die Utrikel an der Basis öffnen.[2] Eine bedeutende ökologische Anpassung ist die Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien der Gattung *Azospirillum*, welche die Nährstoffversorgung auf armen Böden verbessern kann.[5] Zu den natürlichen Feinden zählen Schädlinge wie Blattläuse, Thripse und Spinnmilben, die insbesondere an den Triebspitzen und Blütenständen Schäden verursachen.[8] Zudem können Schnecken das Laub fressen, während Nematoden gelegentlich das Wurzelsystem befallen.[2] Als Mortalitätsfaktoren wirken oft pilzliche Krankheitserreger wie Echter Mehltau oder *Alternaria*, die durch hohe Feuchtigkeit begünstigt werden.[3] Bei Staunässe ist die Art zudem anfällig für Wurzelfäule durch *Phytophthora*-Infektionen.[2]

Vorkommen & Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von *Celosia argentea* liegt im tropischen Afrika, wo die Art eine hohe genetische Diversität aufweist und als Ursprungszentrum gilt.[1] Es erstreckt sich über weite Teile des Kontinents, einschließlich Westafrika (z. B. Nigeria, Ghana), Zentralafrika (z. B. Demokratische Republik Kongo) sowie Ost- und Südafrika.[1][4] Von dort aus wurde die Pflanze pantropisch verbreitet und ist heute in Asien, Mittel- und Südamerika sowie den südlichen Vereinigten Staaten naturalisiert.[1] Historisch gelangte die Art vermutlich über frühe Handelsrouten nach Asien und begleitete im 16. und 17. Jahrhundert die afrikanische Diaspora im Zuge des Sklavenhandels in die Amerikas und die Karibik.[2] In Europa ist *Celosia argentea* seit dem 16. Jahrhundert als Zierpflanze bekannt, kommt jedoch in gemäßigten Klimazonen wie Deutschland aufgrund fehlender Frosthärte fast ausschließlich in Kultur oder unbeständig verwildert vor.[2] In ihrem natürlichen Habitat besiedelt die Pflanze bevorzugt gestörte Standorte, darunter Straßenränder, Brachflächen und Flussufer.[4] Als Pionierpflanze ist sie häufig in Savannenökosystemen und auf Lichtungen von Sekundärwäldern zu finden. Die Art toleriert verschiedene Bodentypen, bevorzugt jedoch feuchtigkeitsspeichernde Böden wie Vertisole, wobei sie auch auf nährstoffarmen oder sandigen Substraten gedeiht. Die vertikale Verbreitung reicht von Tieflandebenen bis in Höhenlagen von etwa 1.500 bis 1.600 Metern über dem Meeresspiegel.[4] In landwirtschaftlich genutzten Flächen tritt sie oft als Begleitflora oder Unkraut auf.[2] In einigen Einfuhrgebieten, beispielsweise in Westaustralien, auf der Weihnachtsinsel und in Singapur, zeigt die Art invasives Verhalten und bildet dichte Bestände, die native Vegetation verdrängen können.[3] Beobachtungsdaten bestätigen das weltweite Vorkommen in tropischen und subtropischen Klimazonen, wobei die Pflanze Temperaturen zwischen 20 und 40 °C für optimales Wachstum benötigt.[2]

Saisonalität & Aktivität

Als einjährige Pflanze durchläuft *Celosia argentea* ihren gesamten Lebenszyklus von der Keimung bis zur Samenreife innerhalb einer einzigen Vegetationsperiode, die unter optimalen Bedingungen 60 bis 90 Tage dauert. Die Blütezeit erstreckt sich in der Regel vom späten Frühjahr bis in den Herbst, wobei die Infloreszenzen etwa 8 bis 12 Wochen nach der Keimung erscheinen und bis zum ersten Frost verbleiben.[3] Phänologisch zeigen wilde Varietäten oft eine frühere Blüte (6–7 Wochen nach Aussaat) im Vergleich zu kultivierten Zuchtformen, die 12–14 Wochen benötigen können.[2] Die physiologische Aktivität ist stark temperaturabhängig; die Art gedeiht in Wärmebereichen zwischen 20 °C und 40 °C und stellt das Wachstum ein, sobald die Bodentemperaturen unter 13 °C fallen.[4] Während der Blühphase ziehen die nektarreichen Blütenstände tagaktive Bestäuber wie Bienen (*Apis cerana*, *Apis mellifera*), Schmetterlinge und Fliegen an, was sowohl die Selbstbestäubung als auch die Fremdbestäubung fördert. In Agrarökosystemen fungiert die Pflanze als wichtige Ressource, die Bestäuberpopulationen auch außerhalb der Hauptblütezeit von Nutzpflanzen aufrechterhält und bis zu 12 Insektenarten anzieht.[5] Die Überwinterung erfolgt in gemäßigten Zonen ausschließlich im Samenstadium, da die Samen im Boden bis zu vier Jahre lebensfähig bleiben und so Kälteperioden überdauern.[3] Das öffentliche Suchinteresse spiegelt diese biologische Saisonalität wider und zeigt in Deutschland deutliche Spitzenwerte in den Sommermonaten Juli und August, während die Aufmerksamkeit im Winter minimal ist.[6]

Voorkomen en huidige waarnemingen in Duitsland

  • Hamm

    10.09.2026

  • Deutschland

    30.08.2025

  • Harz (Landkreis Goslar), Клаусталь-Целлерфельд, Нижня Саксонія, Deutschland

    03.08.2025

Daten: iNaturalist

Wetenschappelijk onderzoek en patenten

KR-102198589-B1 Biological Toegekend

Aufhellende kosmetische Zusammensetzung mit Komplexextrakt aus Celosia cristata und Phytol

ID Pla Cosmetics Company Ltd. (2020)

Relevantie: 7/10

Samenvatting

Die Erfindung betrifft eine hautaufhellende Kosmetik, die einen Mischextrakt unter anderem aus Celosia cristata enthält, angereichert mit Phytol. Dieser Komplex hemmt die Melaninproduktion und fördert die Kollagenbildung. Er wirkt zudem entzündungshemmend und hautberuhigend. Die Innovation liegt in der synergistischen Wirkung der Pflanzenextrakte mit Phytol.

WO-2021125352-A1 Biological Registratie

Verfahren zur Synthese von Celosianin II und therapeutische Mittel gegen Alzheimer

Mori Masashi (2020)

Relevantie: 6/10

Samenvatting

Das Patent beschreibt die Synthese von Celosianin II, einem Pigment, das typischerweise in Celosia vorkommt, hier jedoch durch ein aus Quinoa isoliertes Gen synthetisiert wird. Der Stoff wirkt als Inhibitor für Amyloid-beta-Polymerisation (relevant für Alzheimer) und HIV-1-Protease. Es handelt sich um einen biotechnologischen Ansatz zur Gewinnung des Wirkstoffs.

CN-109392957-A Chemical Onbekend

Verfahren zur Bekämpfung von Grauschimmel bei Sommer-Trauben vor der Blüte

Lanxi Shunguang Horticulture Technology Company Ltd. (2018)

Relevantie: 6/10

Samenvatting

Dieses Patent stellt eine Methode zur Vorbeugung von Grauschimmel (Botrytis) bei Trauben vor. Es werden verschiedene chemische Fungizide in Kombination mit Pflanzenextrakten, spezifisch Semen Celosiae Extrakt, eingesetzt. Die Anwendung erfolgt in mehreren Stufen vor der Blütezeit. Die Kombination soll die Bekämpfungsrate erhöhen und die Kosten senken.

CN-104474231-A Biological Onbekend

Traditionelles chinesisches Medizinpräparat zur Behandlung von akuten Augenentzündungen

Guangdong Juzhicheng Technology Company Ltd. (2014)

Relevantie: 5/10

Samenvatting

Beschrieben wird ein TCM-Präparat zur Behandlung von roten, schmerzenden Augen und Tränenfluss. Die Rezeptur umfasst eine Vielzahl von Kräutern, darunter Semen Celosiae (Celosia-Samen). Die Methode zielt darauf ab, sowohl Symptome als auch Ursachen zu behandeln und Rückfälle zu vermeiden. Die Herstellung erfolgt durch Verarbeitung der Rohmaterialien zu einem klinischen Präparat.

DE-102013219673-A1 Biological Onbekend

Kosmetische Verwendung einer Zusammensetzung mit Extrakten aus Prunella vulgaris und Celosia cristata zur Hautverjüngung

Henkel AG & Company Kgaa (2013)

Relevantie: 7/10

Samenvatting

Das Patent beschreibt eine kosmetische Zusammensetzung zur Reduzierung von Hautalterungszeichen. Die Kernidee ist die Kombination von hydrolysierten Extrakten aus Prunella vulgaris und Celosia cristata mit Peptiden. Diese Mischung erhöht nachweislich die Elastin-Genexpression in Hautmodellen. Die Anwendung erfolgt topisch zur Verbesserung der Hautstruktur.

Bronnen & Referenties

  1. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:316350-2
  2. https://www.gbif.org/species/3085191
  3. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/celosia-argentea/
  4. https://tropical.theferns.info/viewtropical.php?id=Celosia+argentea
  5. https://www.entomoljournal.com/archives/2021/vol9issue2/PartJ/9-2-60-323.pdf
  6. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
  7. http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=1&taxon_id=200006992
  8. https://ipm.missouri.edu/MEG/2023/5/celosia-DT/
  9. Literaturzusammenfassung (mit Bibliographie, siehe Primärquellenliste)