Doorgaan naar inhoud
Gratis verzending vanaf 29€
Verzending 1-2 dagen
4.44 · 245.512+ klanten
Lexicon-vermelding

Chinese winterbloemen Chimonanthus praecox

Chinese winterbloemen

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde Laurales (Laurales)
Familie Calycanthaceae
Geslacht Chimonanthus
Soort Chimonanthus praecox
Wetenschappelijke naam Chimonanthus praecox (L.) Link
Geaccepteerde naam

Einleitung

Die Chinesische Winterblüte (*Chimonanthus praecox*) ist ein laubabwerfender Strauch aus der Familie der Calycanthaceae, der in den Bergwäldern Zentral- und Ostchinas beheimatet ist.[1][2] Charakteristisch sind die stark duftenden, blassgelben Blüten mit purpurfarbener Mitte, die zwischen Dezember und März an den unbelaubten Zweigen erscheinen. Die ursprünglich als *Calycanthus praecox* beschriebene Art wird in China seit über 1000 Jahren kultiviert und findet Verwendung als Ziergehölz sowie in der traditionellen Medizin.[1]

Fakten (kompakt)

- Die Samen der Pflanze enthalten das toxische Alkaloid Calycanthin. - Die Einführung der Art nach Europa erfolgte im Jahr 1766. - Die Blüten der Wildform weisen einen Durchmesser von 2 bis 4 Zentimetern auf. - Bekannte Zuchtformen sind 'Luteus' mit rein gelben inneren Blütenhüllblättern sowie 'Grandiflorus' mit bis zu 4,5 cm großen, aber weniger duftenden Blüten. - Systematisch wird die Art der Ordnung der Lorbeerartigen (Laurales) innerhalb der Klade der Magnoliiden zugeordnet. - Ein akzeptiertes Synonym für die Art ist *Chimonanthus fragrans* (Loisel.) Lindl. - Die Pflanze ist in den USDA-Winterhärtezonen 7 bis 9 kultivierbar, mit Schutzmaßnahmen auch in Zone 6. - Im Gartenbau wird oft eine Pflanzung an Wänden empfohlen, um die Blüte durch das Mikroklima zu fördern.[8]

Name & Einordnung

Der akzeptierte wissenschaftliche Name der Art lautet *Chimonanthus praecox* (L.) Link.[2] Ursprünglich wurde die Pflanze im Jahr 1762 von Carl von Linné in der zweiten Auflage der *Species Plantarum* unter dem Basionym *Calycanthus praecox* beschrieben. Die heute gültige Einordnung in die Gattung *Chimonanthus* publizierte Heinrich Friedrich Link 1822 in *Enumeratio Plantarum Horti Berolinensis Alter*.[2][1] Der Gattungsname setzt sich aus den griechischen Begriffen *cheimōn* (Winter) und *anthos* (Blüte) zusammen, was auf die charakteristische Blütezeit verweist. Das lateinische Artepitheton *praecox* bedeutet „früh reifend“ oder „vorzeitig“ und bezieht sich auf das Erscheinen der Blüten vor dem Laubaustrieb. Zu den relevanten Synonymen zählen neben dem Basionym auch *Chimonanthus fragrans* (Loisel.) Lindl. Taxonomisch wird die Art der Familie der Calycanthaceae innerhalb der Ordnung der Laurales zugeordnet. Molekularphylogenetische Untersuchungen stützen die Abgrenzung von verwandten Spezies wie *Chimonanthus nitens*, während *Chimonanthus yunnanensis* in einigen Klassifikationen als Synonym betrachtet wird.[2] Im deutschsprachigen Raum ist die Bezeichnung Chinesische Winterblüte etabliert.[3] International sind die Trivialnamen „wintersweet“ und „Japanese allspice“ (Englisch), „là méi“ (Chinesisch) sowie „robai“ (Japanisch) verbreitet.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Chimonanthus praecox wächst als sommergrüner Strauch mit einem buschigen, kompakten Habitus und erreicht typischerweise Wuchshöhen von 3 bis 4,5 Metern bei einer Breite von 2,4 bis 3,7 Metern.[1][3] Die kräftigen, bogenförmig überhängenden Zweige bilden eine vielstämmige, vasenartige Struktur, die im Alter etwas verkahlen kann.[1][4] Die gegenständig angeordneten, einfachen Laubblätter sind lanzettlich bis eiförmig-lanzettlich geformt und messen 5 bis 13 Zentimeter in der Länge.[6][1] Sie besitzen eine zugespitzte Blattspitze (Akumen) sowie einen ganzrandigen Blattrand.[6] Die Blattoberseite ist dunkelgrün und glänzend, fühlt sich jedoch aufgrund winziger Haare rau an, während die Unterseite blasser und kahl erscheint.[1][2] Im Herbst verfärbt sich das Laub gelb, bevor es abgeworfen wird. Die Blüten erscheinen solitär in den Blattachseln der vorjährigen, blattlosen Zweige, wobei die Hauptblütezeit je nach Klima zwischen Dezember und März liegt.[1] Jede Blüte weist einen Durchmesser von 2 bis 3,5 Zentimetern auf und besteht aus einem Perigon mit wachsartigen Blütenhüllblättern.[6][1] Der Blütenaufbau umfasst 5 bis 6 gelblich-grüne äußere Tepalen, die 10 bis 15 kleinere, purpurrote innere Tepalen umschließen.[6] Diese Blüten verströmen einen intensiven, würzigen Duft, der auf ätherischen Ölen basiert.[1] Nach der Bestäubung entwickeln sich verholzte, kapselartige Früchte, die eine flaschen- oder kürbisähnliche Form besitzen und 3 bis 4 Zentimeter lang werden.[1][6] Diese Früchte reifen von Mai bis Juni und enthalten zahlreiche geflügelte Samen.[6] Zuchtformen weichen teils deutlich von der Wildform ab; so zeichnet sich die Sorte 'Luteus' durch rein gelbe Blüten ohne die purpurne Innenzeichnung aus. Die Sorte 'Grandiflorus' hingegen bildet mit bis zu 4,5 Zentimetern größere, aber weniger stark duftende Blüten aus.[1]

Beschreibung

Chimonanthus praecox ist ein laubabwerfender Strauch aus der Familie der Gewürzstrauchgewächse (Calycanthaceae), der ursprünglich in den Bergwäldern Zentral- und Ostchinas beheimatet ist.[1][6] Charakteristisch für die Art ist die phänologische Besonderheit, ihre stark duftenden Blüten mitten im Winter an den noch blattlosen, vorjährigen Zweigen zu entfalten, was sich im Gattungsnamen (griechisch cheimōn für Winter, anthos für Blume) widerspiegelt. Im natürlichen Habitat besiedelt die Pflanze Höhenlagen zwischen 500 und 1.100 Metern und bevorzugt Waldränder sowie den Unterwuchs lichter Gehölze, wo sie vor starken Winden geschützt ist. Der Wuchs gestaltet sich aufrecht und buschig mit einer brunnenartigen Struktur, wobei wilde Exemplare Höhen von bis zu 13 Metern erreichen können, während kultivierte Formen meist deutlich kleiner bleiben.[1] Anatomisch gehört die Art zur Ordnung der Lorbeerartigen (Laurales) innerhalb der Magnoliiden, was sich im Aufbau der Blütenhülle zeigt, die nicht in Kelch- und Kronblätter, sondern in gleichartige Tepalen gegliedert ist.[1][2] Diese Blütenhüllblätter sind wachsartig beschaffen, wobei die äußeren gelblich-grün und die inneren purpurrot gefärbt sind, eine Anpassung, die optische Signale für Bestäuber bietet. Die Bestäubung erfolgt in den kühlen Wintermonaten primär durch Fliegen und Käfer, seltener durch Bienen, angelockt durch ätherische Öle wie Benzylalkohol, Linalool und Benzylacetat.[1] Genetische Untersuchungen identifizierten spezifische Gene wie CpCO-L2 und CpUFO, welche die frühe Blütezeit und die Organentwicklung der Blüten maßgeblich steuern und eine Reaktion auf saisonale Reize ermöglichen.[3] Nach der Befruchtung entwickeln sich verholzte, flaschen- oder kürbisförmige Kapselfrüchte, die erst im späten Frühjahr (Mai bis Juni) reifen und geflügelte Samen enthalten. Diese Samen speichern toxische Alkaloide wie Calycanthin, was als effektiver Fraßschutz gegen Herbivoren dient. Im Gegensatz zu verwandten Arten wie dem immergrünen Chimonanthus nitens wirft Chimonanthus praecox im Herbst sein Laub ab, nachdem es sich gelb verfärbt hat. Die Blätter selbst weisen eine raue Oberflächentextur auf, die durch mikroskopisch kleine Haare auf der Oberseite verursacht wird, während die Unterseite meist kahl ist. Historisch wurde die Art zunächst von Carl von Linné als Calycanthus praecox beschrieben, bevor Heinrich Friedrich Link sie 1822 in die eigenständige Gattung Chimonanthus überführte. Das Artepitheton praecox (lateinisch für „frühreif“) verweist auf den ungewöhnlich frühen Blühzeitpunkt im Jahreszyklus noch vor dem Blattaustrieb. Molekularbiologische Studien bestätigen die klare Abgrenzung zu anderen Vertretern der Gattung, wobei der Status von Chimonanthus yunnanensis taxonomisch teils als Synonym, teils als eigenständige Art diskutiert wird.[1]

Verhalten

Das ausgeprägteste Verhalten von *Chimonanthus praecox* ist die Phänologie der Winterblüte, bei der die Blüten von Dezember bis März an blattlosen Zweigen erscheinen. Diese Strategie des vorzeitigen Blühens sichert die Bestäubung in einer Zeit, in der andere florale Ressourcen begrenzt sind.[1] Genetische Untersuchungen identifizierten spezifische Gene wie *CpCO-L2*, welche den Zeitpunkt dieses Blühverhaltens maßgeblich steuern und verfrühen können.[3] Zur Kommunikation mit Bestäubern setzt die Pflanze chemische Signale in Form eines intensiven, würzigen Duftes ein, der auf ätherischen Ölen basiert. Die Abgabe dieser volatilen Verbindungen, darunter Benzylalkohol und Benzylacetat, verstärkt sich insbesondere bei mildem Wetter, um die Anlockungswirkung zu maximieren. Diese chemischen Reize dienen primär der Interaktion mit Fliegen und Käfern, die als Hauptbestäuber fungieren, sowie gelegentlich Bienen. Ein weiteres physiologisches Verhalten ist die Seneszenz, bei der sich das Laub im Herbst gelb verfärbt und abgeworfen wird.[1] Dieser Alterungsprozess von Blättern und Blüten wird unter anderem durch das Gen *CpSRG1* reguliert, das auch an Stressreaktionen der Pflanze beteiligt ist.[3] Die Samen zeigen eine komplexe Ruhephase (Dormanz) und benötigen eine Kältestratifikation von 8 bis 12 Wochen bei 5 °C, um die Keimung auszulösen. Zudem besitzt die Pflanze die Fähigkeit zur Bildung von Adventivwurzeln, sobald Zweige dauerhaften Kontakt mit feuchtem Boden haben, was eine vegetative Ausbreitung ermöglicht.[1]

Ökologie

*Chimonanthus praecox* wächst natürlich in Bergwäldern Zentral- und Ostchinas in Höhenlagen zwischen 500 und 1.100 Metern. Als sommergrüner Strauch besiedelt die Art bevorzugt Waldränder und den Unterwuchs, wo sie von lichtem Schatten und Windschutz profitiert. Die Pflanzen gedeihen auf feuchten, gut durchlässigen Lehm- oder Sandböden, die Feuchtigkeit speichern, ohne Staunässe zu bilden.[6] Durch die Blütezeit im Winter (Dezember bis Februar) auf unbelaubten Zweigen nimmt die Art eine wichtige ökologische Nische für frühsaisonale Bestäuber ein. Zu den primären Bestäubern zählen Fliegen und Käfer, während Bienen die Blüten bei steigenden Temperaturen gelegentlich aufsuchen. Die duftenden Blüten stellen in einer Zeit begrenzter floraler Ressourcen essenziellen Nektar und Pollen für diese Insektengemeinschaften bereit. Obwohl die Art weitgehend resistent gegen Schädlinge ist, besteht an schlecht entwässerten Standorten eine Anfälligkeit für den Hallimasch (*Armillaria mellea*). Aufgrund des großen Verbreitungsgebiets und stabiler Populationen wird die Art in der Roten Liste der IUCN als „nicht gefährdet“ (Least Concern) eingestuft, nachdem sie 2005 noch durch Habitatfragmentierung als gefährdet galt.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

In der Gartenkultur und Ökologie wird *Chimonanthus praecox* primär als Nützling eingestuft, da die Winterblüte eine essenzielle Nahrungsquelle für frühe Bestäuber wie Fliegen und Käfer darstellt. Der Strauch zeichnet sich durch eine hohe Robustheit aus und gilt weitgehend als frei von spezifischen Schädlingen oder Krankheiten. Ein relevantes Schadpotenzial besteht lediglich bei Staunässe, die an schlecht drainierten Standorten eine Anfälligkeit für den Hallimasch (*Armillaria mellea*) begünstigen kann. Typische Schadbilder umfassen in diesem Fall Wurzelfäule und das Absterben der Pflanze, weshalb bauliche Präventionsmaßnahmen wie die Gewährleistung durchlässiger Böden entscheidend sind. Aus gesundheitlicher Sicht ist Vorsicht geboten, da die Samen das toxische Alkaloid Calycanthin enthalten und nicht verzehrt werden dürfen. Im Gegensatz dazu finden Blüten und Blätter seit über einem Jahrtausend sichere Anwendung in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zur Behandlung von Husten, Rheuma und Masern. Die Blüten enthalten zudem 0,5 bis 0,6 % ätherische Öle wie Benzylalkohol und Linalool, die in der Parfümindustrie und Kosmetik genutzt werden. Pflegemaßnahmen im Rahmen eines integrierten Managements beschränken sich meist auf einen leichten Rückschnitt (RHS-Schnittgruppe 1) unmittelbar nach der Blüte, um Totholz zu entfernen. Rechtliche Einschränkungen oder Quarantänevorschriften bestehen nicht, da die Art auf der Roten Liste der IUCN als „nicht gefährdet“ (Least Concern) geführt wird und keine Invasivität außerhalb Asiens bekannt ist.[1] Aktuelle biotechnologische Forschungen zielen auf die genetische Optimierung der Art ab, wobei Gene wie *CpSRG1* identifiziert wurden, die Stressreaktionen und Seneszenzprozesse regulieren. Zudem ermöglichen neu entdeckte Gene wie *CpCO-L2* und *CpUFO* potenziell die gezielte Steuerung der Blütezeit und Blütenmorphologie für züchterische Zwecke.[3]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung von *Chimonanthus praecox* liegt primär in der Nutzung als Ziergehölz für den Gartenbau sowie in der Schnittblumenproduktion, da die blühenden Zweige in der Vase bis zu neun Tage haltbar sind.[1] In der kosmetischen Industrie werden die Blüten zur Gewinnung ätherischer Öle extrahiert, die einen Gehalt von etwa 0,5 bis 0,6 % aufweisen und in Parfüms verarbeitet werden. Kommerzielle Relevanz besitzt die Art zudem in der Traditionellen Chinesischen Medizin, wo Blüten und Öle zur Behandlung von Erkältungen und rheumatischen Beschwerden vertrieben werden. Ergänzend finden die Blüten in der Lebensmittelverarbeitung Verwendung zur Aromatisierung von Tees oder als essbares Gemüse. Das Holz wird im Kunsthandwerk genutzt, da es nach Wässerung eine polierfähige, schwarze Oberfläche für dekorative Objekte bietet.[7] Als Nützling erbringt die Pflanze eine ökonomische Dienstleistung, indem sie im Winter (Dezember bis Februar) Nektar und Pollen für Bestäuber wie Bienen, Fliegen und Käfer bereitstellt, wenn andere Ressourcen fehlen.[1] Biotechnologische Forschungen zielen durch Patentierungen spezifischer Gene, wie *CpSRG1* oder *CpCO-L2*, auf die genetische Steuerung der Blütezeit und Seneszenz ab, um den Marktwert für Züchter zu steigern.[3] Wirtschaftliche Verluste durch Schädlinge sind gering, da die Art weitgehend resistent ist, jedoch können an schlecht entwässerten Standorten Ausfälle durch Hallimasch (*Armillaria mellea*) auftreten.[1] Aufgrund der in den Samen enthaltenen toxischen Alkaloide ist bei der Verarbeitung und im Handel mit Vermehrungsmaterial entsprechende Sorgfalt geboten.[7]

Biologie & Lebenszyklus

Chimonanthus praecox ist ein laubabwerfender Strauch, dessen gegenständige Blätter sich im Herbst gelb verfärben, bevor sie abgeworfen werden. Die Blütezeit erstreckt sich phänologisch von November bis März, wobei der Höhepunkt der Anthese meist zwischen Dezember und Februar an den blattlosen Zweigen liegt. Die Bestäubung erfolgt in den natürlichen Habitaten primär durch Insekten wie Fliegen und Käfer, während Bienen die Blüten erst bei steigenden Temperaturen aufsuchen.[1] Genetische Untersuchungen identifizierten spezifische Gene wie CpCO-L2 und CpUFO, welche den Blühzeitpunkt und die Morphologie der Blütenorgane maßgeblich regulieren.[3] Nach der Befruchtung entwickeln sich holzige, flaschenförmige Kapselfrüchte von 3 bis 4 cm Länge, die im Zeitraum von Mai bis Juni reifen. Diese Früchte enthalten zahlreiche geflügelte Samen, in denen toxische Alkaloide wie Calycanthin nachgewiesen wurden.[1] Die Samen weisen eine kombinierte Dormanz auf und benötigen zur Keimung eine Kältestratifikation von 8 bis 12 Wochen bei etwa 5 °C. Unter kontrollierten Bedingungen erfolgt die Keimung innerhalb von einem bis drei Monaten nach der Stratifikationsbehandlung. Die ontogenetische Entwicklung vom Sämling bis zur blühfähigen Pflanze verläuft langsam und dauert in der Regel 5 bis 10 Jahre.[5] Molekularbiologische Studien zum CpSRG1-Gen zeigen, dass spezifische genetische Mechanismen die Seneszenz von Blüten und Blättern sowie Stressreaktionen steuern.[3] Physiologisch zeichnet sich die Art durch eine Kältetoleranz bis -15 °C aus, wobei etablierte Exemplare auch Trockenheitsperioden überstehen.[1] Die Blüten produzieren ätherische Öle (0,5–0,6 %), die Komponenten wie Benzylalkohol und Benzylacetat enthalten und für den intensiven Duft verantwortlich sind.[5] Chimonanthus praecox gilt weitgehend als resistent gegenüber Schädlingen, zeigt jedoch auf schlecht entwässerten Böden eine Anfälligkeit für den Hallimasch (Armillaria mellea).[1]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Chimonanthus praecox* erstreckt sich über weite Teile Zentral-, Ost- und Südchinas.[6] Zu den besiedelten Provinzen zählen unter anderem Hubei, Sichuan, Zhejiang, Anhui, Fujian und Yunnan. Die Art wächst dort primär in Bergwäldern in Höhenlagen zwischen 500 und 1.100 Metern. Typische natürliche Habitate sind Waldränder und das Unterholz, wo die Pflanzen von lichtem Schatten und Windschutz profitieren. *Chimonanthus praecox* bevorzugt dabei feuchte, gut durchlässige Böden auf lehmigen oder sandigen Substraten.[1] Bereits im 17. Jahrhundert wurde die Pflanze in Japan eingeführt und ist dort seit langem in Kultur. Die erste dokumentierte Einführung in Europa erfolgte im Jahr 1766 in Großbritannien durch Saatgutsendungen aus China.[1] Heute ist die Chinesische Winterblüte weltweit in gemäßigten Klimazonen verbreitet, wobei sie besonders in den USDA-Klimazonen 7 bis 9 gedeiht.[3] In Mitteleuropa und im DACH-Raum wird sie vorwiegend in Gärten und geschützten Parkanlagen angebaut, da sie in kälteren Regionen (Zone 6) Winterschutz benötigt.[3][1] Trotz der weiten Verbreitung als Ziergehölz sind außerhalb Asiens keine großflächig naturalisierten Populationen bekannt. Lediglich in begrenzten Gebieten, wie beispielsweise in Norditalien, wurde ein lokales Verwildern und Persistieren der Bestände beobachtet. In ihrem natürlichen Ursprungsgebiet kann die Art Wuchshöhen von bis zu 13 Metern erreichen, bleibt in Kultur jedoch meist deutlich kleiner. Ökologisch übernimmt sie eine wichtige Funktion für frühe Bestäuber wie Fliegen und Käfer, da sie in den winterlichen Monaten blüht. Aufgrund des großen Verbreitungsgebiets und stabiler Populationen wird die Art von der IUCN als nicht gefährdet eingestuft.[1]

Saisonalität & Aktivität

Die Blütezeit von *Chimonanthus praecox* erstreckt sich über die Wintermonate, wobei die Blüten typischerweise von November bis März an den noch unbelaubten Zweigen erscheinen.[1][4] Der phänologische Höhepunkt der Blüte liegt abhängig von den lokalen Klimabedingungen meist zwischen Dezember und Februar. Als laubabwerfendes Gehölz verfärben sich die Blätter im Herbst gelb und fallen ab, sodass die Pflanze während der reproduktiven Phase im Winter blattlos ist.[1] Die Intensität des charakteristischen, würzigen Duftes der Blüten korreliert positiv mit der Umgebungstemperatur und nimmt bei mildem Wetter zu.[4] Die Bestäubung erfolgt in diesem frühen Zeitraum primär durch Fliegen und Käfer, während Bienen die Blüten erst bei steigenden Temperaturen besuchen.[1] Nach der Befruchtung entwickeln sich holzige, kapselartige Früchte, die im späten Frühjahr von Mai bis Juni reifen.[4] Die Samen weisen eine komplexe Ruhephase auf und benötigen zur Keimung eine Kältestratifikation von etwa 8 bis 12 Wochen bei 5 °C.[5] Etablierte Exemplare sind winterhart und tolerieren in der Ruhephase Tiefsttemperaturen bis zu -15 °C.[1]

Voorkomen en huidige waarnemingen in Duitsland

  • Ostpark, Ratsweg 10, 60386 Frankfurt am Main, Deutschland

    01.11.2025

  • Baden-Württemberg, Deutschland

    25.05.2025

  • Deutschland

    20.05.2025

  • Reutlingen, Baden-Württemberg, Deutschland

    06.07.2024

  • Melaten Friedhof, Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

    20.05.2024

Daten: iNaturalist

Wetenschappelijk onderzoek en patenten

CN-112746078-A Biological Registratie

Chimonanthus praecox CpSRG1-Gen, Promotor und dessen Anwendung

University of Southwest (2021)

Relevantie: 6/10

Samenvatting

Das Patent beschreibt die Klonierung des CpSRG1-Gens aus Chimonanthus praecox. Es untersucht die Genexpression im Zusammenhang mit der Alterung (Seneszenz) von Blüten und Blättern sowie Stressreaktionen. Die Erkenntnisse dienen als Grundlage zur genetischen Verbesserung von Zierpflanzen, insbesondere zur Verlängerung der Blütezeit.

CN-113403254-A Biological Registratie

Herstellungsverfahren für Protoplasten von Chimonanthus nitens (Chimonanthus praecox)

University of Huazhong Agricultural (2021)

Relevantie: 6/10

Samenvatting

Die Erfindung beschreibt eine effiziente Methode zur Isolierung von Protoplasten aus Kallusgewebe von Chimonanthus praecox. Durch die Verwendung einer spezifischen Enzymlösung (Cellulase und Macerozyme) im Dunkeln wird eine hohe Ausbeute lebensfähiger Zellen erreicht. Dies ist eine wichtige methodische Grundlage für die zellbiologische Forschung an dieser Pflanze.

CN-112390867-B Biological Toegekend

Chimonanthus praecox CpCO-L2-Gen, kodiertes Protein und Anwendung des Gens

(2020)

Relevantie: 6/10

Samenvatting

Das Patent identifiziert das CpCO-L2-Gen aus Chimonanthus praecox. Experimente zeigen, dass dieses Gen die Blütezeit signifikant verfrühen kann, wenn es in Pflanzen eingebracht wird. Es reguliert endogene Blühgene hoch und ist somit relevant für die Züchtung frühblühender Sorten.

CN-110408615-B Biological Toegekend

Chimonanthus praecox CpVIN3-Genpromotor und dessen Anwendung

(2019)

Relevantie: 6/10

Samenvatting

Es wird der Promotor des CpVIN3-Gens aus Chimonanthus praecox isoliert und charakterisiert. Dieser Promotor treibt die Genexpression besonders stark in Meristemgeweben (Sprossspitzen, Blütenknospen) an. Er ist ein nützliches Werkzeug für die Pflanzenbiotechnologie, um Gene gewebespezifisch zu exprimieren.

CN-110283240-B Biological Toegekend

Chimonanthus praecox CpUFO-Gen, kodiertes Protein und Anwendung des Gens

(2019)

Relevantie: 6/10

Samenvatting

Das Patent beschreibt das CpUFO-Gen, welches die Blütenentwicklung beeinflusst. Transgene Pflanzen zeigen eine verfrühte Blüte und Veränderungen in der Morphologie der Blütenorgane (z.B. längere Griffel). Das Gen bietet Möglichkeiten zur Manipulation der Blütenstruktur und des Blühzeitpunkts.

Bronnen & Referenties

  1. https://www.missouribotanicalgarden.org/PlantFinder/PlantFinderDetails.aspx?taxonid=278793
  2. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:139248-1
  3. https://patents.google.com/patent/CN112746078A/en
  4. https://botanicgardens.uw.edu/about/blog/2017/01/05/january-2017-plant-profile-chimonanthus-praecox/
  5. https://www.ingentaconnect.com/content/ista/sst/2010/00000038/00000003/art00003
  6. http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&taxon_id=200008496
  7. https://pfaf.org/user/Plant.aspx?LatinName=Chimonanthus%20praecox
  8. Literaturzusammenfassung: Chimonanthus praecox