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Sinaasappelboom Citrus × sinensis
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Taxonomie
Rijk
Pflanzen (Plantae)
Stam
Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde
Sapindales (Sapindales)
Familie
Rutaceae
Geslacht
Citrus
Soort
Citrus sinensis
Wetenschappelijke naam
Citrus sinensis (Mill.) Pers., 1806
Einleitung
*Citrus × sinensis*, gemeinhin als Süßorange bekannt, ist eine Hybridspezies immergrüner Bäume aus der Familie der Rautengewächse (Rutaceae). Sie wird weltweit wegen ihrer nahrhaften, saftigen Früchte angebaut. Die Art entstand in Südchina durch eine alte Hybridisierung zwischen einer saueren Orange (*Citrus aurantium*) als Mutterpflanze und einer Ponkan-ähnlichen Mandarine (*Citrus reticulata*) als Vaterpflanze.[1]
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Fakten (kompakt)
- *Citrus × sinensis* gedeiht in subtropischen und tropischen Klimazonen mit gut durchlässigen Böden, voller Sonneneinstrahlung und Temperaturen zwischen 15–30 °C. - Die Art ist frost-, staunässe- und hoher Luftfeuchtigkeit intolerant, passt sich aber an Höhen bis zu 2.000 Meter und einen jährlichen Niederschlag von 900–2.500 mm an. - Die Art umfasst zahlreiche Sorten, darunter Navel-, Valencia- und Blutorangen, die aufgrund von Eigenschaften wie Kernlosigkeit, Geschmack und Krankheitsresistenz ausgewählt wurden.[11] - Die Kultivierung begann vor Jahrtausenden in China und breitete sich über Handelswege im 10. Jahrhundert ins Mittelmeergebiet und im 16. Jahrhundert nach Amerika aus. - Mittlerweile erstreckt sich der Anbau über 70 Länder, wobei die Erträge reifer Plantagen 20–40 Tonnen pro Hektar erreichen. - Das Multiplikationszeichen „ד in *Citrus × sinensis* kennzeichnet seinen Status als Nothospezies, die aus einer alten, interspezifischen Hybridkreuzung zwischen der sauren Orange (*Citrus aurantium*) als mütterlichem Elternteil und einer Ponkan-ähnlichen Mandarine (*Citrus reticulata*) als väterlichem Elternteil resultiert.[11] - Carl Linnaeus beschrieb *Citrus × sinensis* erstmals 1753 als *Citrus aurantium* var. *sinensis* in seinem Werk *Species Plantarum*. - Der Gattungsname *Citrus* stammt vom lateinischen *citrus* und bezieht sich auf den Zitronenbaum (*Citrus medica*). - Der Artname *sinensis* ist eine Latinisierung und bedeutet „aus China“. - Im Spanischen heißt die Süßorange „naranja dulce“, abgeleitet vom arabischen *nāranj* über das Sanskrit *nāraṅga*.[11]
Name & Einordnung
*Citrus × sinensis* (L.) Osbeck, allgemein bekannt als die Süßorange, ist eine Hybridspezies immergrüner Bäume aus der Familie der Rautengewächse (Rutaceae). Der wissenschaftliche Name *Citrus* stammt vom lateinischen Wort *citrus*, das sich auf den Zitronenbaum (*Citrus medica*) bezieht, eine antike Zitrusart, die den Römern für ihre aromatischen Früchte und ihr Holz bekannt war. Das Artepitheton *sinensis* ist eine Latinisierung und bedeutet „aus China“. Es deutet auf das vermutliche Zentrum der frühen Domestizierung und Kultivierung der Pflanze im Süden Chinas hin, wo sie lange vor ihrer weltweiten Verbreitung angebaut wurde. Das Multiplikationszeichen „ד kennzeichnet ihren Status als Nothospezies, die aus einer alten interspezifischen Hybridkreuzung zwischen der sauren Orange (*Citrus aurantium*; selbst ein Mandarinen-Pampelmuse-Hybrid) als mütterlichem Elternteil und einer Ponkan-ähnlichen Mandarine (*Citrus reticulata*) als väterlichem Elternteil hervorgegangen ist. Die Hybridisierung fand vor etwa 4.000 Jahren im Süden Chinas statt.[1] Carl Linnaeus beschrieb die Art 1753 erstmals formell als *Citrus aurantium* var. *sinensis* in seinem Werk *Species Plantarum*. Später wurde der Name auf das Artniveau als *Citrus sinensis* angehoben.[1] *Citrus sinensis* ist ein Synonym von *Citrus aurantium* var. *sinensis* L..[1] Ein weiteres Synonym ist *Citrus aurantium* var. *dulcis* Pers..[1] Im Deutschen ist die Art als Apfelsinenbaum oder Apfelsine bekannt.[2] Im Englischen ist sie als Sweet Orange bekannt, um sie von bitteren Sorten wie der Pomeranze zu unterscheiden.[1]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Der Orangenbaum (*Citrus × sinensis*) ist ein immergrüner Baum, der typischerweise eine Höhe von 6 bis 15 Metern erreicht. Die Krone kann sich auf bis zu 6 Meter Breite ausdehnen und bildet eine dichte, symmetrische Struktur. Junge Bäume haben dornige Äste, die jedoch mit zunehmendem Alter weniger werden. Die Blätter sind wechselständig angeordnet, oval, dunkelgrün, glänzend und ledrig, mit einer Länge von 5–15 cm und einer Breite von 2–8 cm. Die Blattstiele sind schmal geflügelt und 0,5–2 cm lang. Die Rinde junger Stämme ist dünn, glatt und grünlich, während sie bei älteren Stämmen und Ästen rau, graubraun und gefurcht ist. Die Blüten sind zwittrig, duftend und weiß, mit einem Durchmesser von 2–3 cm. Sie haben fünf Blütenblätter und 20–25 Staubblätter und wachsen in kleinen Gruppen von bis zu sechs Blüten in achselständigen Trauben. Die Frucht ist eine Hesperidie, eine spezielle Beerenart mit einer ledrigen Schale, die saftige Segmente umschließt. Sie ist typischerweise kugelförmig bis länglich und hat einen Durchmesser von 7–10 cm, abhängig von der Sorte und den Anbaubedingungen. Die Schale besteht aus dem äußeren farbigen Flavedo, das reich an Öldrüsen ist, und dem inneren weißen, schwammartigen Albedo, das die Struktur stützt. Das Fruchtinnere ist in 8–16 Segmente unterteilt, die mit Saft gefülltes, blasiges Fruchtfleisch enthalten.[1] Die Samen sind polyembryonisch, wobei die meisten Sorten 1–10 Samen pro Frucht produzieren, obwohl einige, wie z. B. Navel-Orangen, kernlos sind. Diese Samen enthalten oft mehrere Embryonen, darunter einen zygotischen Embryo aus der Befruchtung und mehrere Nuzellarembryonen, die aus mütterlichem Gewebe durch Apomixis entstehen.[1] Innerhalb von *C. × sinensis* werden keine formalen Unterarten unterschieden, aber es gibt wichtige Sortengruppen, darunter gewöhnliche Orangen, Blutorangen, Navel-Orangen und säurefreie Orangen, die die phänotypische Vielfalt aufgrund selektiver Züchtung widerspiegeln.[1]
Beschreibung
*Citrus × sinensis*, allgemein bekannt als Süßorange, ist eine Hybridspezies immergrüner Bäume aus der Familie der Rautengewächse (Rutaceae). Sie wird weltweit wegen ihrer nahrhaften, saftigen Früchte angebaut. Der Baum erreicht typischerweise eine Höhe von 6–15 Metern. Er zeichnet sich durch dornige Äste und wechselständige, dunkelgrüne, glänzende Blätter mit schmal geflügelten Blattstielen (5–15 cm lang) aus. Die achselständigen, weißen, duftenden Blüten (1,3–2,2 cm Durchmesser) stehen einzeln oder in Büscheln. Die kugeligen bis ovalen Beeren (4–12 cm Durchmesser) haben eine dicke, ledrige, orangefarbene Schale, die segmentiertes, kernloses oder samenhaltiges Fruchtfleisch umschließt, das reich an Vitamin C und Flavonoiden ist. Die Art gedeiht in subtropischen und tropischen Klimazonen mit gut durchlässigen Böden, voller Sonneneinstrahlung und Temperaturen zwischen 15 und 30 °C.[1] *C. × sinensis* verträgt keinen Frost, keine Staunässe und keine hohe Luftfeuchtigkeit, passt sich aber an Höhenlagen bis zu 2.000 Metern und jährliche Niederschläge von 900–2.500 mm an. Die Blüte erfolgt nach 3–5 Jahren, wobei zwittrige, insektenbestäubte Blüten im Frühjahr erscheinen. Die Früchte reifen in 9–12 Monaten, oft in zwei Saisons pro Jahr unter geeigneten Bedingungen. Die Art umfasst zahlreiche Kultursorten, darunter Navel-, Valencia- und Blutorangen, die aufgrund von Eigenschaften wie Kernlosigkeit, Geschmack und Krankheitsresistenz ausgewählt wurden.[1] Als wirtschaftlich bedeutendste Zitrusart macht *C. × sinensis* etwa 50–70 % der weltweiten Zitrusproduktion aus. Die weltweite Orangenproduktion wird für die Saison 2024/25 auf 45,2 Millionen Tonnen geschätzt, wobei Brasilien, China, Indien und die Vereinigten Staaten die größten Produzenten sind. Die Früchte werden frisch verzehrt, entsaftet und zu Produkten wie ätherischen Ölen aus der Schale (reich an D-Limonen) und Antioxidantien aus dem Fruchtfleisch verarbeitet, was ihre Rolle in der Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie unterstreicht.[1] Der Anbau begann in China vor Jahrtausenden und verbreitete sich über Handelswege bis zum 10. Jahrhundert ins Mittelmeer und im 16. Jahrhundert nach Amerika. Heute erstreckt sich der Anbau über 70 Länder, wobei die Erträge reifer Plantagen 20–40 Tonnen pro Hektar erreichen. Die Art ist durch ihre mäßige Wachstumsrate und die Fähigkeit gekennzeichnet, je nach Umweltbedingungen und Wurzelstock eine Höhe von 6 bis 15 Metern zu erreichen. Der Baum entwickelt eine runde oder ovale Krone, die sich bis zu 6 Meter breit ausdehnen kann und eine dichte, symmetrische Struktur bildet. Junge Bäume weisen dornige Äste mit kantigen Zweigen auf, die Achseldornen tragen, die jedoch mit zunehmendem Alter des Baumes abnehmen. Die Rinde von *Citrus × sinensis* ist dünn und anfangs glatt mit einem Grünstich an jungen Stämmen, geht aber an älteren Stämmen und Ästen in eine raue, graubraune Textur über, die oft Längsrisse aufweist. Das Wurzelsystem ist flach und faserig und konzentriert sich hauptsächlich in den obersten 30-60 cm des Bodens. Die Blüten von *Citrus × sinensis* sind zwittrig und messen typischerweise 2–3 cm im Durchmesser. Sie sind duftend und weiß, mit fünf Blütenblättern und 20–25 Staubblättern, und sie blühen in kleinen Büscheln von bis zu sechs Blüten, oft in achselständigen Trauben. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich selbstbefruchtend, obwohl Insektenbestäuber den Fruchtansatz und die Qualität verbessern. Die Frucht ist ein Hesperidium, eine spezielle Art von Beere, die durch eine ledrige Schale gekennzeichnet ist, die saftige Fruchtfleischsegmente umschließt.[1]
Verhalten
Es liegen keine Informationen über das Verhalten von *Citrus × sinensis* vor.
Ökologie
Die Blüten von *Citrus × sinensis* werden hauptsächlich durch Insekten bestäubt, wobei Honigbienen (*Apis mellifera*) die Hauptbestäuber sind, die die Blüten wegen Nektar und Pollen besuchen, was eine bessere Samenentwicklung und einen höheren Ertrag fördert. Die Blätter der Süßorange werden von den Raupen des Riesenschwalbenschwanzes (*Papilio cresphontes*) gefressen. Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt auf die Blätter von Süßorangen ab. Die Larven des Minierers *Phyllocnistis citrella* schädigen die Blätter von *Citrus × sinensis* erheblich, was besonders für junge Bäume und Baumschulen ein Problem darstellt. Blattläuse, insbesondere die Schwarze Zitruslaus (*Toxoptera aurantii*), befallen die jungen Triebe, Blütenknospen und das neue Laub von Süßorangenbäumen und saugen Pflanzensaft. Schädlinge wie die Kalifornische Deckelschildlaus (*Aonidiella aurantii*) befallen Stängel, Blätter und Früchte von *Citrus × sinensis*, saugen Saft und injizieren giftigen Speichel. Der Asiatische Zitruspsyllid (*Diaphorina citri*) befällt das junge Wachstum von *Citrus × sinensis* und verursacht Blattkräuselungen, Triebverformungen und eine verminderte Baumvitalität. *Citrus × sinensis* ist anfällig für mehrere bakterielle, virale und pilzliche Krankheitserreger, die die Gesundheit und Produktivität der Bäume stark beeinträchtigen können. Zu den verheerendsten Krankheiten gehört die Zitrusvergilbungskrankheit, auch bekannt als Huanglongbing (HLB), die durch das phloembegrenzte Bakterium *Candidatus Liberibacter asiaticus* (CLas) verursacht wird.[2] Pilzliche Krankheitserreger wie *Phytophthora* spp. verursachen Wurzelfäule und Gummosis bei Süßorangenbäumen und gedeihen in schlecht entwässerten, feuchten Böden, in denen bewegliche Zoosporen die Infektion erleichtern.[2]
Bedeutung, Schäden & Prävention
*Citrus × sinensis*, der Orangenbaum, kann durch verschiedene Schädlinge und Krankheiten beeinträchtigt werden, was wirtschaftliche Schäden verursachen kann. Zu den Schädlingen zählen Insekten wie die Asiatische Zitrusschildlaus (*Diaphorina citri*). Diese Schildlaus schädigt das Wachstum neuer Triebe, indem sie Pflanzensaft saugt und dabei Toxine injiziert, was zu Blattverkrümmungen und reduziertem Baumwachstum führt. Außerdem scheiden die Schildläuse Honigtau aus, der das Wachstum von Rußtaupilzen fördert, was die Photosynthese beeinträchtigt. Die Asiatische Zitrusschildlaus ist zudem der Hauptüberträger von Huanglongbing (HLB), auch bekannt als Citrus Greening, einer verheerenden Krankheit, die durch das Bakterium *Candidatus Liberibacter asiaticus* (CLas) verursacht wird. HLB beeinträchtigt den Nährstofftransport im Baum, was zu gelben Blättern, Wachstumsstörungen und vorzeitigem Fruchtfall führt. Ein weiterer Schädling ist der Zitrusblattminierer (*Phyllocnistis citrella*), dessen Larven Minen in den Blättern bilden, was die Photosynthese reduziert und junge Bäume schwächt. Auch Blattläuse, insbesondere die Schwarze Zitrusschildlaus (*Toxoptera aurantii*), können Probleme verursachen, indem sie Pflanzensaft saugen und Honigtau ausscheiden, was zu Rußtau führt und möglicherweise das Citrus Tristeza Virus (CTV) überträgt. Schließlich können auch Schuppeninsekten wie die Kalifornische Deckelschildlaus (*Aonidiella aurantii*) erhebliche Schäden verursachen, indem sie sich an Stämmen, Blättern und Früchten festsaugen und Pflanzensaft entziehen, was zu Vergilbung, Blattfall und Fruchtverformung führt.[2] Zu den Krankheiten gehören Citrus Canker, verursacht durch *Xanthomonas citri* subsp. *citri*, die zu korkartigen Läsionen an Blättern, Stängeln und Früchten führt. *Phytophthora*-Arten verursachen Wurzelfäule und Gummosis, insbesondere in schlecht entwässerten Böden, was zum Absterben von Wurzeln, Stammbefall und Baumrückgang führt. Der Einsatz resistenter Unterlagen und eine verbesserte Entwässerung können helfen, *Phytophthora*-Probleme zu minimieren. Süßorangenschorf, verursacht durch den Pilz *Elsinoe australis*, befällt junge Blätter, Zweige und Früchte und bildet warzenartige Läsionen, die das Wachstum beeinträchtigen und zu vorzeitigem Blatt- und Fruchtfall führen. Zinkmangel, der in alkalischen oder sandigen Böden häufig vorkommt, kann zu gesprenkelten, chlorotischen Blättern und kleinen, gehäuften Früchten führen. Die Bekämpfung erfolgt durch Blattdüngung mit Zinksulfat oder chelatgebundenen Formen. Integrierte Schädlingsbekämpfungsstrategien (IPM) sind entscheidend für die Bewältigung dieser Probleme.[2] IPM umfasst Überwachung, biologische Bekämpfung (z. B. Einsatz von Nützlingen zur Bekämpfung von Schädlingen) und gezielte chemische Eingriffe, wenn nötig. Präventive Maßnahmen wie die Auswahl krankheitsresistenter Sorten, die Aufrechterhaltung einer guten Baumgesundheit durch richtige Bewässerung und Düngung sowie die Vermeidung von Staunässe sind ebenfalls wichtig.[2]
Wirtschaftliche Bedeutung
Als wirtschaftlich bedeutendste Zitrusart macht *Citrus × sinensis* etwa 50–70 % der weltweiten Zitrusproduktion aus. Die weltweite Orangenproduktion wird für die Saison 2024/25 auf 45,2 Millionen Tonnen geschätzt, wobei Brasilien, China, Indien und die Vereinigten Staaten die größten Produzenten sind. Die Früchte werden frisch verzehrt, zu Saft verarbeitet und zu Produkten wie ätherischen Ölen aus der Schale (reich an D-Limonen) und Antioxidantien aus dem Fruchtfleisch verarbeitet, was ihre Rolle in der Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie unterstreicht.[6] Schädlinge und Krankheiten können erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf den Anbau von *Citrus × sinensis* haben. Der Citrusblattminierer (*Phyllocnistis citrella*) befällt neue Triebe, was besonders in Baumschulen und bei jungen Bäumen zu erheblichen Schäden führt und die Anfälligkeit für Sekundärinfektionen erhöht. Blattläuse wie die Schwarze Zitruslaus (*Toxoptera aurantii*) können das Wachstum neuer Triebe befallen, Rußtau fördern und als Vektoren für Viren wie das Citrus Tristeza Virus (CTV) wirken, was zu einem Rückgang der Bäume führt. Schädlinge wie die Kalifornische Deckelschildlaus (*Aonidiella aurantii*) befallen Stämme, Blätter und Früchte, entziehen den Pflanzen Saft und verursachen Verformungen der Früchte, was ihre Qualität auf dem Markt mindert. Der Asiatische Citrus Psyllid (*Diaphorina citri*) schädigt nicht nur das Wachstum neuer Triebe, sondern überträgt auch Huanglongbing (HLB), was zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führt.[6] Krankheiten wie Citrus Greening, auch bekannt als Huanglongbing (HLB), und Citrus Canker, verursacht durch *Xanthomonas citri* subsp. *citri*, können die Gesundheit und Produktivität der Bäume erheblich beeinträchtigen.[6] Pilzliche Erreger wie *Phytophthora* spp. verursachen Wurzelfäule und Gummosis, was zum Absterben der Bäume führt. Auch Nährstoffmangel, insbesondere Zinkmangel, kann die Gesundheit von *Citrus × sinensis* beeinträchtigen und zu geringeren Erträgen führen.[6]
Biologie & Lebenszyklus
*Citrus × sinensis*, der allgemein als Süßorange bekannt ist, ist ein immergrüner Baum, der typischerweise eine Höhe von 6 bis 15 Metern erreicht. Die Blüten sind zwittrig und selbstfertil, obwohl Insektenbestäuber die Fruchtbildung und -qualität verbessern können. Honigbienen (*Apis mellifera*) sind die Hauptbestäuber, die die Blüten wegen Nektar und Pollen besuchen, was eine bessere Samenentwicklung und einen höheren Ertrag fördert. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich selbstständig, wobei Fremdbestäubung mit kompatiblen Zitrussorten möglich ist, was die Fruchtgröße und -gleichmäßigkeit potenziell erhöht, aber für die Fortpflanzung nicht erforderlich ist. Die Blüte kann in tropischen Regionen mehrmals im Jahr erfolgen, manchmal parallel zur Fruchtentwicklung.[1] Die Frucht von *C. × sinensis* ist eine Hesperidie, eine spezielle Art von Beere, die sich durch eine ledrige Schale auszeichnet, die saftige Fruchtfleischsegmente umschließt. Die Reife der Früchte wird durch den Gehalt an löslichen Feststoffen (Brix) von 10–12° in Kombination mit einem ausgewogenen Säureverhältnis beurteilt, wodurch eine optimale Süße und ein optimaler Geschmack für Marktstandards gewährleistet werden.[1] Die Samen in *C. × sinensis*-Früchten sind polyembryonisch, wobei die meisten Sorten 1–10 Samen pro Frucht produzieren, obwohl einige wie Navelorangen kernlos sind. Diese Samen enthalten oft mehrere Embryonen, darunter einen zygotischen Embryo aus der Befruchtung und mehrere Nuzellarembryonen, die aus mütterlichem Gewebe über Apomixis stammen. Nuzellarembryonen gewährleisten eine sortenechte Vermehrung, da sie genetisch identisch mit dem Mutterbaum sind, was die klonale Vermehrung im Anbau erleichtert. Die Bäume werden hauptsächlich durch Veredelung vermehrt, um wünschenswerte Edelreissorten mit robusten Wurzelstöcken zu kombinieren, die Krankheitsresistenz und Anpassungsfähigkeit an verschiedene Böden verleihen. Der optimale Temperaturbereich für das Wachstum liegt zwischen 13 °C und 29 °C. Die Art ist frostempfindlich und erleidet Schäden an Laub, Zweigen und Früchten, wenn die Temperatur über längere Zeiträume unter -2 °C fällt.[1] Gut durchlässige Böden sind für den Anbau von *C. × sinensis* unerlässlich, um Wurzelfäule zu verhindern und eine ausreichende Belüftung zu gewährleisten. Die jährlichen Wasseranforderungen für Süßorangenbäume betragen durchschnittlich 1000–1500 mm. Süßorangenbäume benötigen eine volle Sonneneinstrahlung von mindestens 8 Stunden täglich, um die Photosynthese und die Fruchtqualität zu maximieren. *Citrus × sinensis* ist anfällig für verschiedene bakterielle, virale und pilzliche Krankheitserreger, die die Gesundheit und Produktivität der Bäume erheblich beeinträchtigen können. Zu den Schädlingen gehören die Zitrusblattmine (*Phyllocnistis citrella*), die sich an neuen Trieben entwickelt[1], und die Asiatische Zitrusblattlaus (*Diaphorina citri*), ein Überträger von Huanglongbing (HLB).[1]
Vorkommen & Lebensraum
Der Orangenbaum (*Citrus × sinensis*) hat seinen Ursprung in Südchina, wo er vor etwa 4.000 Jahren durch Hybridisierung zwischen der Bitterorange (*Citrus aurantium*) und einer Ponkan-ähnlichen Mandarine (*Citrus reticulata*) entstanden ist. Die Domestizierung erfolgte in Regionen wie dem Nanling-, Yuan-Fluss- und Wuling-Gebirge. Heute ist *Citrus × sinensis* weltweit in subtropischen und tropischen Klimazonen verbreitet.[1] Die Kultivierung hat sich von China aus über Handelswege ins Mittelmeergebiet (10. Jahrhundert) und nach Amerika (16. Jahrhundert) ausgebreitet. Mittlerweile wird die Süßorange in über 70 Ländern angebaut. Die Art bevorzugt gut durchlässige Böden und volle Sonneneinstrahlung. Optimale Temperaturen liegen zwischen 15 und 30 °C. *Citrus × sinensis* verträgt keinen Frost, Staunässe und hohe Luftfeuchtigkeit. Sie kann in Höhenlagen bis zu 2.000 Metern vorkommen und benötigt einen jährlichen Niederschlag von 900–2.500 mm. Als Nutzpflanze wird *Citrus × sinensis* hauptsächlich in Plantagen und Gärten angebaut. Die Bäume werden in der Regel in einem Abstand von 4–6 Metern gepflanzt, um eine gute Luftzirkulation und Lichtdurchdringung zu gewährleisten. Die Art ist frostempfindlich und benötigt daher in kälteren Regionen Schutzmaßnahmen. In Europa, einschließlich Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region), ist der Anbau von *Citrus × sinensis* aufgrund des Klimas begrenzt, findet aber in geschützten Lagen oder Gewächshäusern statt.[1]
Saisonalität & Aktivität
Die Blüte von *Citrus × sinensis* erfolgt im Frühjahr, wobei die Blüten in kleinen Gruppen erscheinen können. In tropischen Regionen kann die Blüte mehrmals im Jahr auftreten, manchmal gleichzeitig mit der Fruchtentwicklung. Die Früchte reifen in der Regel innerhalb von 9–12 Monaten, was oft zu zwei Erntezeiten pro Jahr unter geeigneten Bedingungen führt. Die Reife der Früchte wird anhand des Zuckergehalts (Brix) von 10–12° in Kombination mit einem ausgewogenen Säureverhältnis bestimmt. Die Ernte erfolgt manuell, um die Qualität zu erhalten und Schäden am Baum oder der verbleibenden Ernte zu vermeiden. *Citrus × sinensis* gedeiht bei Temperaturen zwischen 13°C und 29°C. Die Art ist frostempfindlich und kann bei Temperaturen unter -2°C Schaden nehmen. Die Haupterntezeit liegt zwischen November und Juni, abhängig von der Sorte. Navel-Orangen reifen beispielsweise von November bis Januar, während Valencia-Orangen von Februar bis Juni reifen.[1] Das öffentliche Interesse an Orangenbäumen (*Citrus × sinensis*) erreicht in Deutschland typischerweise im April und Mai seinen Höhepunkt. Das geringste Suchinteresse besteht im Dezember und Januar.[3]
Bronnen & Referenties
- https://tropical.theferns.info/viewtropical.php?id=Citrus+sinensis
- https://www.gbif.org/species/3190158
- Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
- https://extensionentomology.tamu.edu/wp-content/uploads/sites/5/2015/04/Pollination-of-Citrus-by-Honey-Bees.pdf
- https://digitalcommons.unl.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1822&context=entomologyfacpub
- https://cms.ctahr.hawaii.edu/ckm/Home/Insects-and-Other-Pests/Aphids/Toxoptera-aurantii/
- https://essig.berkeley.edu/documents/cis/cis05.pdf
- https://swfrec.ifas.ufl.edu/docs/pdf/entomology/publications/nonref_0046.pdf
- https://apsjournals.apsnet.org/doi/10.1094/PDIS-08-19-1779-RE
- https://www.mdpi.com/2073-4395/13/4/1112
- Literaturzusammenfassung: Citrus × sinensis