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Lexicon-vermelding

Postelein Claytonia perfoliata

Postelein

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde Caryophyllales (Caryophyllales)
Familie Montiaceae
Geslacht Claytonia
Soort Claytonia perfoliata
Wetenschappelijke naam Claytonia perfoliata Donn.
Geaccepteerde naam

Einleitung

*Claytonia perfoliata*, im englischen Sprachraum als „Miner’s lettuce“ oder „Winter purslane“ bekannt, ist eine einjährige, sukkulente krautige Pflanze aus der Familie der Montiaceae.[1] Die ursprünglich im westlichen Nordamerika verbreitete Art zeichnet sich durch ihre grundständige Blattrosette und die charakteristischen, paarigen Stängelblätter aus, die scheibenartig miteinander verwachsen sind und den Stängel umschließen.[2][3] Historisch wurde die Pflanze aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehalts von Siedlern und Bergleuten als Salatgemüse zur Vorbeugung von Skorbut geschätzt.[1][2]

Gemeenschapsanalyse

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Laatst op 19.04.2026
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Fakten (kompakt)

- Die vertikale Verbreitung der Art reicht vom Meeresspiegel bis in Höhenlagen von 3.320 Metern. - Analysen des Trockengewichts zeigen ein Nährstoffprofil von 37,1 % Protein, 42,5 % Kohlenhydraten und 12,4 % Ballaststoffen. - Die Samen besitzen oft ein weißes Elaiosom (Ölkörperchen), das der Ausbreitung durch Ameisen dient (Myrmekochorie), zusätzlich zur explosiven Samenfreisetzung. - Unter Stressbedingungen oder bei bestimmten Varietäten kann die Blattunterseite eine rötliche, beete-rote oder violette Färbung annehmen. - Taxonomisch wurde die Gattung basierend auf molekularen Beweisen von den Portulacaceae (Portulakgewächsen) in die Familie Montiaceae umgruppiert. - Es kommt gelegentlich zu natürlichen Hybridisierungen mit der verwandten Art *Claytonia parviflora*.[6] - Neben den Küsten- und Wüstenformen wird taxonomisch die Unterart *Claytonia perfoliata* subsp. *intermontana* unterschieden.[6]

Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Name der Art lautet *Claytonia perfoliata*, wobei die gültige Erstbeschreibung 1798 von James Donn unter Berufung auf Carl Ludwig Willdenow in der vierten Ausgabe der *Species Plantarum* veröffentlicht wurde. Der Gattungsname *Claytonia* ehrt den englischen Botaniker John Clayton (1693–1773), der in Virginia wirkte und bedeutende Pflanzensammlungen anlegte. Das Art-Epitheton *perfoliata* leitet sich aus dem Lateinischen ab (*per* für „durch“ und *folia* für „Blätter“) und bezieht sich auf die charakteristischen Stängelblätter, die den Stängel umschließen und wie durchstochen wirken.[2] Taxonomisch wird die Pflanze heute der Familie Montiaceae (Quellkrautgewächse) zugeordnet, nachdem molekularbiologische Untersuchungen im frühen 21. Jahrhundert eine Ausgliederung aus der Familie der Portulacaceae (Portulakgewächse) begründeten. Innerhalb der Gattung *Claytonia* (deutsch: Tellerkraut) zählt die Art zur monophyletischen Sektion *Limnia*.[2][1] Historisch wurde die Spezies im späten 19. Jahrhundert zeitweise in die Gattung *Montia* gestellt und als *Montia perfoliata* (Donn ex Willd.) Howell geführt.[2] Es werden aktuell drei Unterarten unterschieden: *Claytonia perfoliata* subsp. *perfoliata*, subsp. *mexicana* und subsp. *intermontana*, die sich unter anderem durch Blattform und Verbreitungsgebiet differenzieren. Im englischen Sprachraum ist der Name „miner's lettuce“ (Minersalat) weit verbreitet, was auf die historische Nutzung als Vitamin-C-Quelle gegen Skorbut durch Goldgräber während des kalifornischen Goldrauschs zurückgeht. In Europa, insbesondere in Großbritannien und Irland, ist zudem die Bezeichnung „winter purslane“ geläufig, was auf die Ähnlichkeit zum Portulak (*Portulaca oleracea*) und die Nutzung als Wintergemüse hinweist.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Claytonia perfoliata* wächst als einjährige, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen zwischen 5 und 40 cm.[2][1] Die sukkulenten Stängel verzweigen sich von der Basis aus und wachsen niederliegend bis aufrecht, wobei sie Längen von 1 bis 40 cm erreichen. Die Keimblätter (Kotyledonen) sind hellgrün, linear geformt und an der Spitze am breitesten. Die eigentlichen Laubblätter bilden zunächst eine grundständige Rosette mit 1 bis 25 cm langen Blattstielen aus. Ihre Blattspreiten sind 0,5 bis 4 cm lang, variieren in der Form von löffelförmig bis nierenförmig und besitzen abgerundete bis spitze Enden.[2] Ein unverwechselbares Bestimmungsmerkmal ist das Paar verwachsener Stängelblätter, die den Stängel unterhalb des Blütenstandes scheibenförmig umschließen.[2][1] Dieser Blattteller hat einen Durchmesser von 1 bis 10 cm und ist meist grün, kann jedoch auf der Unterseite rötlich bis purpurfarben anlaufen. Der Blütenstand ist eine endständige Traube, die sich aus 5 bis 40 kleinen Einzelblüten zusammensetzt. Die Blüten weisen einen Durchmesser von 3 bis 10 mm auf und besitzen weiße bis blassrosa Kronblätter von 2 bis 6 mm Länge sowie 1,5 bis 4 mm lange Kelchblätter.[2] Nach der Blüte entwickeln sich dreiklappige Kapseln, die ein bis drei schwarze Samen freigeben.[1] Die Samen sind rund, glänzend, 1 bis 5 mm groß und besitzen oft ein weißes Elaiosom zur Verbreitung durch Ameisen.[2] Das Wurzelsystem der Pflanze ist faserig ausgebildet.[1] Innerhalb der Art werden drei Unterarten unterschieden, wobei *C. perfoliata* subsp. *perfoliata* durch aufrechte Rosetten und große Samen (3–5 mm) gekennzeichnet ist.[2] *C. perfoliata* subsp. *intermontana* zeigt oft rötliche Blattunterseiten und bei Trocknung sichtbare Gastaschen in der Epidermis. Die Unterart *mexicana* besitzt die kleinsten Samen (2–3 mm) und tief gekerbte Stängelblätter. Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit *Claytonia parviflora* und *Claytonia rubra*, da die Art Teil eines komplexen polyploiden Systems ist und Hybride bildet.[2]

Beschreibung

Claytonia perfoliata ist eine einjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Montiaceae (Quellkrautgewächse), die sich durch ihre sukkulente Beschaffenheit und schnelle Entwicklung in kühlen Jahreszeiten auszeichnet.[1] Ein physiologisches Hauptmerkmal ist die Fähigkeit der Pflanze, in ihren fleischigen Blättern und Stängeln effizient Wasser zu speichern, was ihr das Überleben in nur vorübergehend feuchten Mikrohabitaten ermöglicht.[2][3] Im natürlichen Lebensraum, der von schattigen Wäldern bis zu gestörten Böden reicht, bildet die Art zunächst eine basale Rosette aus langgestielten Blättern, bevor sie im Frühjahr aufrechte Blütentriebe treibt. Charakteristisch für die Art ist das Verwachsen der Stängelblätter zu einer scheibenförmigen Struktur, die den Stängel unterhalb des Blütenstandes vollständig umschließt.[1][2] Der Lebenszyklus beginnt nach den ersten Herbst- oder Winterregen mit der Keimung linearer, fleischiger Keimblätter (Kotyledonen), die an der Spitze am breitesten sind.[2] Als Winterannuelle vollendet die Pflanze ihre Reproduktion im Frühjahr und stirbt mit Beginn der Sommerhitze und Trockenheit ab (Seneszenz). Die Fortpflanzung erfolgt primär durch Selbstbestäubung, wobei die zwittrigen Blüten gelegentlich auch von kleinen Insekten besucht werden.[1][2] Eine mikroskopische Besonderheit der Samen ist das Vorhandensein eines weißen Elaiosoms, eines fettreichen Anhängsels, das Ameisen zur Verbreitung anlockt (Myrmekochorie).[2] Zusätzlich verfügen die Kapselfrüchte über einen explosiven Öffnungsmechanismus, der die reifen, schwarzen Samen mechanisch wegschleudert.[1][2] Genetisch bildet *Claytonia perfoliata* einen komplexen polyploiden Komplex mit Chromosomensätzen von diploid bis decaploid, was zu einer erheblichen Variabilität in Wuchsgröße und ökologischer Toleranz führt. Höhere Ploidiestufen korrelieren dabei oft mit einer breiteren Widerstandsfähigkeit gegenüber Umweltschwankungen.[2] Im Vergleich zu verwandten Arten wird *C. perfoliata* in drei Unterarten unterteilt (*perfoliata*, *intermontana*, *mexicana*), die sich durch Blattmorphologie und das Vorhandensein epidermaler Gastaschen unterscheiden. Während die küstennahe Unterart *perfoliata* meist rein grün bleibt, zeigt die im Landesinneren verbreitete Unterart *intermontana* oft rötliche oder purpurne Verfärbungen auf der Blattunterseite.[2] Historisch wurde die Art 1798 validiert und geht auf Sammlungen des Entdeckers Archibald Menzies zurück, der Samen von der Vancouver-Expedition nach Europa brachte.[2][1] Der Gattungsname ehrt den Botaniker John Clayton, während das Epitheton auf die scheinbar vom Stängel durchwachsenen Blätter anspielt.[2]

Verhalten

Das Verhalten von *Claytonia perfoliata* ist eng an saisonale Zyklen angepasst, wobei die Art als Winterannuelle agiert, die nach den ersten Regenfällen im Herbst keimt und ihren Lebenszyklus vor der Sommerhitze abschließt. Die Pflanze reagiert empfindlich auf Umweltreize und welkt bei Hitzestress oder Trockenheit schnell, nutzt jedoch ihre sukkulenten Gewebe, um in schattigen, feuchten Mikrohabitaten den Turgor aufrechtzuerhalten. Das Fortpflanzungsverhalten ist primär durch Selbstbestäubung (Autogamie) geprägt, was eine rasche Etablierung von Populationen ermöglicht, doch finden auch Interaktionen mit kleinen Fliegen zur Fremdbestäubung statt.[1] Zur Samenausbreitung nutzt die Pflanze einen ballistischen Mechanismus, bei dem die reifen Kapseln explosiv aufspringen und die Samen wegschleudern. Ergänzend dazu weisen die Samen oft ein Elaiosom auf, das Ameisen anlockt und somit eine sekundäre Ausbreitung durch Myrmekochorie (Ameisenausbreitung) fördert.[2] Das Wurzelsystem zeigt ein kooperatives Verhalten durch die Bildung arbuskulärer Mykorrhiza-Symbiosen, um die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor, in nährstoffarmen Böden zu verbessern. Als chemische Abwehrreaktion gegen Fressfeinde reichert *Claytonia perfoliata* lösliche Oxalate an, die potenziell toxisch wirken können, dennoch wird die Pflanze von Weidevieh, Hirschen und Kleinsäugern gefressen. Zudem dient die Art als Wirtspflanze für die Larven von Motten der Gattung *Annaphila*, die sich von den Blättern und Stängeln ernähren.[1]

Ökologie

Ökologisch besiedelt *Claytonia perfoliata* bevorzugt kühle, feuchte und schattige Habitate wie forstliche Unterwuchsbereiche, Uferzonen und Eichenwälder.[1][2] Die Art gedeiht auf lockeren, feuchten Böden mit neutralem bis leicht saurem pH-Wert (6,0–7,0) und toleriert keine langanhaltende Trockenheit oder volle Sonneneinstrahlung. Als Pionierpflanze besiedelt sie frühe Sukzessionsstadien, einschließlich gestörter Flächen und Brandgebiete, wo sie oft mit invasiven Gräsern konkurriert. Um die Nährstoffaufnahme – insbesondere von Phosphor – in nährstoffarmen oder gestörten Böden zu verbessern, geht die Pflanze arbuskuläre Mykorrhiza-Symbiosen ein. Im Nahrungsnetz fungiert *Claytonia perfoliata* als Wirtspflanze für die Larven von Motten der Gattung *Annaphila*, spezifisch *Annaphila diva* und *Annaphila arvalis*, die an Blättern und Stängeln fressen. Zudem dient sie als Weidefutter für Rinder sowie als Nahrung für Wildtiere wie Taschenratten, Hirsche und Kaninchen. Die Samen werden von Vögeln wie der Kalifornischen Schopfwachtel (*Callipepla californica*) und der Trauertaube (*Zenaida macroura*) gefressen. Zu den natürlichen Feinden zählen neben Schnecken, die Sämlinge schädigen, auch die Larven der Portulak-Blattwespe, die Samen konsumieren und so Bestände regulieren können.[1] Die Ausbreitung der Samen erfolgt primär durch explosive Dehiszenz der Kapseln sowie durch Myrmekochorie, da Ameisen durch Elaiosome an den Samen angelockt werden.[2][3] Obwohl die Selbstbestäubung dominiert, wird die Pflanze von kleinen Fliegen besucht, die als Hauptbestäuber fungieren und den genetischen Austausch fördern.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

*Claytonia perfoliata* wird primär als nützliche Wildpflanze und historisches Nahrungsmittel klassifiziert, kann jedoch in eingeführten Gebieten als Unkraut in landwirtschaftlichen Kulturen, Obstplantagen und Weinbergen auftreten.[2] Die Art dient ökologisch als Pionierpflanze in gestörten Habitaten und stellt eine wichtige Futterquelle für Vieh sowie Wildtiere wie Taschenratten und Vögel dar.[1][2] Aus gesundheitlicher Sicht ist der hohe Vitamin-C-Gehalt relevant, der historisch zur Skorbut-Prävention genutzt wurde, wobei der Gehalt an löslichen Oxalaten bei übermäßigem Verzehr Risiken für Nierensteinbildung bergen kann.[2] Als Schadpotenzial in der Landwirtschaft gilt die Konkurrenz um Ressourcen in feuchten, schattigen Lagen, wobei sich die Pflanze durch explosive Samenverbreitung und Ameisen effizient ausbreitet.[1] Die Pflanze selbst ist robust, wird jedoch häufig von Schnecken sowie Larven der Motten-Gattung *Annaphila* als Wirt genutzt.[1][3] Befallsanzeichen sind typische Fraßspuren an den sukkulenten Blättern, wobei Nacktschnecken besonders Sämlinge gefährden. Zur Prävention und Kontrolle in Gärten werden physikalische Barrieren wie Kupferband oder Bierfallen gegen Schnecken empfohlen.[3] Eine Ausbreitung als Unkraut lässt sich durch Jäten vor der Samenreife verhindern, da die Art einjährig ist und sich fast ausschließlich generativ vermehrt.[5][1] Klimatisch wirkt Hitze über 21 °C als natürlicher Begrenzungsfaktor, der das Pflanzenwachstum stoppt und die Dormanz einleitet. Ein gezieltes Monitoring erfolgt im zeitigen Frühjahr, da die charakteristischen, den Stängel umschließenden Blätter eine eindeutige Identifikation ermöglichen.[3]

Wirtschaftliche Bedeutung

In eingeführten Verbreitungsgebieten wie Europa, Argentinien und Neuseeland tritt *Claytonia perfoliata* potenziell als Unkraut in landwirtschaftlichen Kulturen, Obstplantagen und Weinbergen auf.[2][1] Die Art besitzt eine landwirtschaftliche Relevanz als Futterpflanze für Viehbestände wie Rinder, wobei sie aufgrund ihrer Kältetoleranz als zuverlässige Futterquelle geschätzt wird. Im Gartenbau wird die Pflanze als „Cut-and-come-again“-Kultur angebaut und dient als Wintersalat, der historisch bereits zur Vermeidung von Skorbut genutzt wurde.[1][3] *Claytonia perfoliata* fungiert als Wirtspflanze für die Larven von Motten der Gattung *Annaphila*, einschließlich *A. diva* und *A. arvalis*, die an Blättern und Stängeln fressen.[1] Während die Pflanze weitgehend resistent gegen viele Schädlinge ist, können Schneckenfraßschäden an Sämlingen auftreten, die in organischen Anbausystemen Bekämpfungsmaßnahmen erfordern.[3] Larven der Blattwespe können als natürliche Regulatoren wirken, indem sie die Samen der Pflanze verzehren und so dichte Bestände kontrollieren. Als frühblühende Art bietet sie Nektar und Pollen für Insekten und dient samenfressenden Vögeln wie der Schopfwachtel (*Callipepla californica*) als Nahrungsquelle.[1]

Biologie & Lebenszyklus

*Claytonia perfoliata* ist eine einjährige, sukkulente Pflanze, die ihren Lebenszyklus als Winterannuelle vollzieht und typischerweise im Herbst oder Winter nach den ersten starken Regenfällen keimt. In der vegetativen Phase bildet der Keimling zunächst eine basale Blattrosette, die das Wachstum in den kühlen, feuchten Monaten dominiert. Mit steigenden Temperaturen im Frühjahr beginnt das Längenwachstum der Stängel, gefolgt von der Blütezeit, die in milden Klimazonen von Februar bis Mai und in kühleren Regionen von Mai bis Juli andauert. Nach der Samenreife und vor Beginn der sommerlichen Hitze stirbt die Pflanze ab (Seneszenz), wobei die Samen im Boden überdauern und eine Dormanzphase durchlaufen.[1] Die Art bevorzugt lockere, feuchte Böden mit einem neutralen bis leicht sauren pH-Wert (6,0–7,0) und zeigt eine ausgeprägte Schattentoleranz. Die Fortpflanzung erfolgt überwiegend durch Selbstbestäubung (Autogamie), gelegentlich finden jedoch auch Fremdbestäubungen durch kleine Fliegen statt.[5] Als Teil eines polyploiden Komplexes weist die Art Chromosomensätze von diploid bis decaploid auf, was die phänologische Entwicklung und Wuchskraft beeinflusst.[2] Die Verbreitung der Samen geschieht primär durch das explosive Aufspringen der dreiklappigen Kapseln.[1] Zusätzlich sind die Samen oft mit einem weißen Elaiosom ausgestattet, das Ameisen anlockt und so die Ausbreitung durch Myrmekochorie fördert.[3] Physiologisch ermöglichen die sukkulenten Gewebe eine effiziente Wasserspeicherung, wodurch die Pflanze in vorübergehend feuchten Mikrohabitaten bestehen kann, jedoch bei starker Hitze und Trockenheit welkt.[1] Das Wurzelsystem geht arbuskuläre Mykorrhiza-Symbiosen ein, welche die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor, in nährstoffarmen Böden erleichtern.[5] Zu den natürlichen Feinden gehören Larven von Motten der Gattung *Annaphila* (z. B. *A. diva*, *A. arvalis*) sowie Samen fressende Larven der Blattwespe.[5] Auch Wirbeltiere wie Taschenratten, Hirsche, Kaninchen und Weidevieh nutzen *Claytonia perfoliata* als Nahrungsquelle, während Schnecken vor allem die Keimlinge schädigen können.[1][5]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Claytonia perfoliata* umfasst das westliche Nordamerika und reicht von Alaska und British Columbia südwärts bis nach Guatemala und Baja California.[1][2] Die östliche Verbreitungsgrenze verläuft durch US-Bundesstaaten wie North Dakota, Wyoming und Arizona.[1] Innerhalb dieses Areals lassen sich drei Unterarten unterscheiden, wobei *subsp. perfoliata* vorwiegend Küstenregionen und *subsp. mexicana* aridere südliche Gebiete besiedelt.[2] Historisch wurde die Art im Jahr 1794 durch den Entdecker Archibald Menzies nach Westeuropa eingeführt und zunächst in den Kew Gardens kultiviert.[1] In der Folge etablierte sich die Pflanze als Neophyt in Großbritannien, Frankreich und weiteren Teilen Europas, wobei seit den frühen 2000er Jahren eine Expansion ins Landesinnere beobachtet wird. Weitere anthropogene Vorkommen bestehen in Argentinien und Neuseeland.[2] *Claytonia perfoliata* bevorzugt kühle, feuchte und schattige Lebensräume mit hoher Luftfeuchtigkeit.[3] Zu den primären natürlichen Habitaten zählen feuchte Nadelwälder, Uferzonen (Riparien) und Eichenwälder.[2] Die Art gedeiht auf lockeren, neutralen bis leicht sauren Böden und meidet volle Sonneneinstrahlung sowie Trockenstress.[3] Als anpassungsfähiger Kulturfolger besiedelt sie zudem gestörte Standorte wie Gärten, Straßenränder sowie landwirtschaftliche Flächen in Weinbergen und Obstplantagen. Die vertikale Verbreitung erstreckt sich vom Meeresspiegel bis in Höhenlagen von etwa 3.320 Metern.[1] Ökologisch fungiert die Pflanze in ihrem Ursprungsgebiet als Wirt für Schmetterlingslarven der Gattung *Annaphila*.[2]

Saisonalität & Aktivität

Claytonia perfoliata ist eine einjährige krautige Pflanze, die ihren Lebenszyklus innerhalb einer einzigen Vegetationsperiode abschließt. Die Keimung erfolgt typischerweise im Herbst oder Winter nach den ersten ergiebigen Regenfällen, woraufhin die Pflanze in den kühlen, feuchten Monaten eine basale Blattrosette ausbildet.[1] Die Blütezeit variiert je nach Klimazone und reicht in milderen Regionen von Februar bis Mai, während sie in kühleren Gebieten von Mai bis Juli andauert.[2] Mit dem Einsetzen der Sommerhitze und nach der Samenreife stirbt die Pflanze ab (Seneszenz) und überdauert die Trockenperiode als Samen im Boden, wobei die Samenbank im Boden lebensfähig bleibt. Diese Dormanz wird erst gebrochen, wenn kühle und feuchte Bedingungen im Folgejahr eine erneute Keimung ermöglichen. Die physiologische Aktivität ist stark temperaturabhängig; die Art gedeiht in kühlen, feuchten Umgebungen und welkt unter Hitze- oder Trockenstress schnell.[1] Temperaturen über 21 °C (70 °F) führen häufig zu vorzeitigem Schossen (Bolting) und einer Qualitätsminderung der Blätter.[3] In mediterranen Klimaten fungiert die Art als klassische Winterannuelle, kann jedoch in Regionen mit sehr milden Wintern vereinzelt perennierendes Wachstum durch vegetative Persistenz zeigen.[1] Ergänzend zeigen Daten zum öffentlichen Suchinteresse eine klare Saisonalität mit Spitzenwerten in den Monaten Februar und März, was mit der phänologischen Hauptwachstums- und Erntezeit korreliert.[4]

Voorkomen en huidige waarnemingen in Duitsland

  • Innenstadt I, Frankfurt am Main, Deutschland

    19.01.2026

  • Bad Zwischenahn, Bad Zwischenahn, Niedersachsen, Deutschland

    21.12.2025

  • Ingelheim am Rhein, Rheinland-Pfalz, Deutschland

    21.12.2025

  • Ingelheim am Rhein, Rheinland-Pfalz, Deutschland

    21.12.2025

  • Potsdam, Alt-Golm, 14476 Potsdam, Deutschland

    20.12.2025

Daten: iNaturalist

Bronnen & Referenties

  1. https://www.fs.usda.gov/database/feis/plants/forb/claper/all.html
  2. https://floranorthamerica.org/Claytonia_perfoliata
  3. https://ucjeps.berkeley.edu/eflora/eflora_display.php?tid=49921
  4. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert), siehe Quelldaten.
  5. https://courses.washington.edu/esrm412/protocols/2022/CLPE.pdf
  6. Literaturzusammenfassung: Claytonia perfoliata