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Berg munt Clinopodium menthifolium
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Taxonomie
Rijk
Pflanzen (Plantae)
Stam
Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde
Lamiales (Lamiales)
Familie
Lamiaceae
Geslacht
Clinopodium
Soort
Clinopodium menthifolium
Wetenschappelijke naam
Clinopodium menthifolium (Host) Merino
Geaccepteerde naam
Einleitung
Die **Wald-Bergminze** (*Clinopodium menthifolium*), auch Edel-Bergminze oder Aufsteigende Bergminze genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Bergminzen (*Clinopodium*) innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Das weite Verbreitungsgebiet dieser ausdauernden krautigen Pflanze erstreckt sich von Europa über den Kaukasusraum und Kleinasien bis nach Nordafrika.[1] In der modernen Systematik wird die Art, die historisch oft als *Calamintha menthifolia* geführt wurde, basierend auf molekularbiologischen Untersuchungen fest in die Gattung *Clinopodium* eingeordnet.[2]
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Seizoensgebonden activiteit
ontwikkeling door de jaren heen
Fakten (kompakt)
- Die Chromosomenzahl der Art beträgt 2n = 24.[4] - Die Blütenkrone ist lebhaft violett gefärbt, wobei die Kelchblätter eine Länge von 7 bis 9 (selten bis 10) Millimetern erreichen. - Ein spezifisches morphologisches Merkmal ist, dass die unteren Kelchzähne deutlich länger ausgebildet sind als die oberen.[12] - Die nördliche Verbreitungsgrenze verläuft detailliert von Südengland über Belgien zum Siebengebirge und entlang des Mittelrheins bis zum Main-Gebiet. - In Thüringen ist das Vorkommen sehr selten und beschränkt sich auf das Werratal bei Eisenach und Jena.[4] - Für die Unterart *Clinopodium menthifolium* subsp. *ascendens* wurden in der Schweiz spezifische ökologische Zeigerwerte nach Landolt et al. (2010) ermittelt: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken) und Lichtzahl L = 3 (halbschattig). - Weitere Zeigerwerte für diese Unterart umfassen die Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), die Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin) sowie die Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).[13] - Molekulargenetische Analysen der Kern-DNA (nrDNA) zeigen, dass *Clinopodium menthifolium* einen gemeinsamen Subclade mit der Art *Clinopodium vardarense* bildet. - In phylogenetischen Studien zur Diversifizierung der Gattung auf dem Balkan wurden Exemplare der Art unter anderem am Berg Tara in Serbien auf einer Höhe von 1010 Metern gesammelt.[2]
Name & Einordnung
Die wissenschaftliche Bezeichnung der Art lautet *Clinopodium menthifolium*. Im deutschsprachigen Raum sind die Trivialnamen Wald-Bergminze, Edel-Bergminze sowie Aufsteigende Bergminze gebräuchlich. Die Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1831 durch den Botaniker Nicolaus Thomas Host unter dem Basionym *Calamintha menthifolia* in seinem Werk *Flora Austriaca*. Das Artepitheton *menthifolia* leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet „minzenblättrig“. Die Neukombination zu *Clinopodium menthifolium* wurde 1989 von Clive Anthony Stace in der Publikation *Watsonia* veröffentlicht.[3] Aufgrund der komplexen taxonomischen Geschichte der Gattung existieren zahlreiche Synonyme, darunter *Satureja menthifolia* (Host) Fritsch, *Calamintha officinalis* auct. und *Calamintha montana* subsp. *menthifolia* (Host) Dostál.[3] Historisch wurde die Art oft der Gattung *Calamintha* oder dem weiten Konzept der Gattung *Satureja* (Bohnenkräuter) zugeordnet, bevor molekulare Studien die Eingliederung in *Clinopodium* unterstützten.[3][2] Die Gattung *Clinopodium* gehört zur Subtribus Menthinae innerhalb der Familie der Lippenblütler (*Lamiaceae*). Neuere phylogenetische Untersuchungen zeigen, dass die ehemaligen *Calamintha*-Arten, zu denen auch die Wald-Bergminze zählte, eine Klade innerhalb von *Clinopodium* bilden.[2]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Die Wald-Bergminze (*Clinopodium menthifolium*) wächst als ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 40 bis 80 Zentimetern erreicht. Ihre mäßig bis stark behaarten Stängel sind nur wenig verzweigt und alle Pflanzenteile besitzen einen aromatischen Geruch. Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in einen langen Blattstiel und eine eiförmige, am Rand gesägte Blattspreite gegliedert. Die Blütenstände setzen sich aus Scheinquirlen zusammen, in denen meist drei bis sieben (selten ein bis neun) Blüten übereinander angeordnet sind. Der Stiel der mittleren Blüten weist eine Länge von 0,7 bis 2 Millimetern auf. Die zygomorphen, fünfzähligen Zwitterblüten sind 10 bis 22 Millimeter lang und besitzen eine lebhaft violette Krone. Charakteristisch ist der 7 bis 9 (bis zu 10) Millimeter lange Kelch, bei dem die unteren Kelchzähne deutlich länger als die oberen ausgebildet sind. Neben den Zwitterblüten treten an einem Exemplar häufig auch wesentlich kleinere weibliche Blüten auf. Die vertrockneten Stängel bleiben oft über den Winter stehen und sind selbst in diesem Zustand an der typischen Kelchform identifizierbar. Zytologisch liegt eine Chromosomenzahl von 2n = 24 vor. Molekularbiologische Analysen ordnen die Art der *Clinopodium* s.str. Klade zu und zeigen eine phänetische Nähe zu *Clinopodium vardarense*.[2]
Beschreibung
Die Wald-Bergminze (*Clinopodium menthifolium*) wächst als ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 40 und 80 Zentimetern erreicht und einen charakteristischen aromatischen Geruch verströmt. Ihre Stängel sind mäßig bis stark behaart und weisen nur geringe Verzweigungen auf. Die gegenständig angeordneten Laubblätter gliedern sich in einen langen Blattstiel und eine eiförmige Blattspreite, deren Rand gesägt ist. Ein markantes Merkmal der generativen Phase sind die Scheinquirle, die sich aus meist drei bis sieben (selten bis neun) übereinander angeordneten Blüten zusammensetzen. Dabei gilt der Stiel der mittleren Blüten mit einer Länge von 0,7 bis 2 Millimetern als spezifisches Bestimmungsmerkmal. Die zygomorphen, lebhaft violetten Blüten erreichen eine Länge von 10 bis 22 Millimetern und besitzen eine doppelte Blütenhülle. Der Kelch ist 7 bis 10 Millimeter lang, wobei die unteren Kelchzähne deutlich länger als die oberen ausgeprägt sind. Hinsichtlich der Geschlechterverteilung treten an einem Pflanzenexemplar neben den gewöhnlichen Zwitterblüten meist auch wesentlich kleinere weibliche Blüten auf. Als sogenannter Wintersteher bleiben die vertrockneten Stängel der Pflanze oft über die kalte Jahreszeit erhalten; selbst in diesem Zustand ist die Art anhand der typischen Kelchform identifizierbar. Zytologisch weist die Art einen Chromosomensatz von 2n = 24 auf. Historisch wurde die Pflanze 1831 von Nicolaus Thomas Host in der *Flora Austriaca* unter dem Basionym *Calamintha menthifolia* erstbeschrieben, wobei das Artepitheton auf die minzenartigen Blätter verweist.[4] Phylogenetische Untersuchungen zeigen, dass *Clinopodium menthifolium* eng mit *Clinopodium vardarense* verwandt ist und mit diesem eine gemeinsame Unterklade bildet. Innerhalb der Gattung grenzt sich die Gruppe um *Clinopodium menthifolium* von der verwandten Gattung *Micromeria* unter anderem durch den gekerbten Blattrand und das Fehlen einer Randader ab.[9]
Verhalten
Die Wald-Bergminze zeigt als ausdauernde Pflanze spezifische Strategien in ihrer Lebensweise und Reproduktionsbiologie. Ein charakteristisches Merkmal ist das Auftreten von Gynodiözie, bei der an einem Pflanzenexemplar neben den gewöhnlichen Zwitterblüten auch wesentlich kleinere weibliche Blüten ausgebildet werden. Die vertrockneten Stängel der Pflanze bleiben oft als sogenannte Wintersteher über die kalte Jahreszeit erhalten, wodurch die Art auch im Ruhezustand anhand der Kelchform erkennbar bleibt. Ökologisch verhält sich die Art als Pionierpflanze, die bevorzugt warme, kalkreiche Standorte wie Steinschutt, Felsen und Mauern besiedelt. Alle Pflanzenteile zeichnen sich zudem durch einen aromatischen Geruch aus, der auf chemische Interaktionen mit der Umwelt hindeutet.[4]
Ökologie
Die Wald-Bergminze besiedelt als Pionierpflanze Steinschutt, Felsen, Mauern sowie Weg- und Gebüschränder. Sie bevorzugt warme, sonnige Standorte auf trockenen, basischen und kalkreichen Stein- oder Felsböden, wobei sie häufig in Weinbaugebieten anzutreffen ist. Pflanzensoziologisch gilt *Clinopodium menthifolium* in Mitteleuropa als Charakterart des Verbands *Quercion pubescenti-petraeae* (Flaumeichenwälder), tritt jedoch auch in Pflanzengesellschaften des Verbands *Geranion sanguinei* oder in lichten *Fagetalia*-Beständen auf.[4] Für die Unterart *Clinopodium menthifolium* subsp. *ascendens* werden ökologische Zeigerwerte definiert, die sie als Halbschattenpflanze (Lichtzahl 3) auf mäßig trockenen (Feuchtezahl 2), schwach sauren bis neutralen Böden in wärmebegünstigten Lagen (Temperaturzahl 4+) ausweisen.[10] Die Pflanzenteile verströmen einen aromatischen Geruch, was auf sekundäre Inhaltsstoffe zur Interaktion mit der Umwelt hindeutet.[11]
Bedeutung, Schäden & Prävention
Die Wald-Bergminze (*Clinopodium menthifolium*) ist aus landwirtschaftlicher und hygienischer Sicht nicht als Schädling, sondern als ökologisch wertvolle Wildpflanze einzustufen. Sie fungiert an warmen, sonnigen Standorten wie kalkreichen Felsböden, Mauern, Steinschutt und Weinbaugebieten als Pionierpflanze.[4] Die Pflanzenteile weisen einen aromatischen Geruch auf, was für die Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) typisch ist, deren Vertreter wirtschaftlich oft als Gewürze, Pharmazeutika, Lebensmittelkonservierungsstoffe oder natürliche Insektenabwehrmittel von Bedeutung sind.[4][6] In Mitteleuropa gilt die Art als Charakterart des Verbands *Quercion pubescenti-petraeae* und kommt auch in Pflanzengesellschaften des Verbands *Geranion sanguinei* vor. Da die Pflanze in bestimmten Regionen, wie beispielsweise im Werratal in Thüringen, als sehr selten gilt, stehen der Erhalt ihrer Habitate und keine Bekämpfungsmaßnahmen im Vordergrund.[4] Spezifische Schadbilder an Nutzpflanzen oder eine gesundheitliche Relevanz als Vektor sind für diese Art nicht dokumentiert.
Biologie & Lebenszyklus
Die Wald-Bergminze (*Clinopodium menthifolium*) wächst als ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 40 und 80 Zentimetern erreicht. Die vegetativen Pflanzenteile verströmen einen für die Familie typischen aromatischen Geruch. Die Überdauerung der ungünstigen Jahreszeit erfolgt oft als Wintersteher, wobei die vertrockneten Stängel stehen bleiben und die Pflanze selbst in diesem Zustand anhand der charakteristischen Kelchform identifiziert werden kann. In der Fortpflanzungsbiologie zeigt die Art das Phänomen der Gynodiözie, bei dem an einem Pflanzenexemplar neben den gewöhnlichen, 10 bis 22 Millimeter langen Zwitterblüten meist auch wesentlich kleinere, rein weibliche Blüten ausgebildet werden. Die Blüten stehen in Scheinquirlen zusammen, wobei meist drei bis sieben (selten bis neun) Blüten übereinander angeordnet sind. Die Bestäubung erfolgt über zygomorphe, fünfzählige Blüten mit einer lebhaft violetten Krone. Genetisch weist die Art einen Chromosomensatz von 2n = 24 auf. Als Pionierpflanze besiedelt die Wald-Bergminze bevorzugt warme, sonnige Standorte auf trockenen, basischen und kalkreichen Stein- oder Felsböden. Sie tritt als Charakterart des Verbands *Quercion pubescenti-petraeae* auf, findet sich jedoch auch in Pflanzengesellschaften des Verbands *Geranion sanguinei*.[4]
Vorkommen & Lebensraum
Das weite natürliche Verbreitungsgebiet von *Clinopodium menthifolium* erstreckt sich von Europa über den Kaukasusraum und Kleinasien bis nach Nordafrika. Es umfasst Vorkommen vom südlichen Vereinigten Königreich über Frankreich, die Schweiz und Italien bis hin zur Balkanhalbinsel und der Türkei. Im Osten reicht das Areal über Aserbaidschan und Georgien bis in den nördlichen Iran, während im Süden auch Algerien besiedelt wird. In Mittel- und Südeuropa ist die Art weit verbreitet, zeigt jedoch unterschiedliche Habitatpräferenzen: Im Süden findet man sie vor allem in Gebirgen und an eher feuchten Standorten. In Mitteleuropa hingegen bevorzugt die Wald-Bergminze wärmebegünstigte Lagen unter dem Einfluss von subatlantischem Klima. Die nördliche Verbreitungsgrenze verläuft von Südengland über Belgien bis zum Siebengebirge und entlang des Mittelrheins zum Rhein-Main-Gebiet. In Deutschland erstreckt sich der Arealrand von Würzburg über die Täler von Tauber, Jagst und Kocher bis zur Schwäbischen Alb und zum Bodensee. Weiter östlich setzt sich das Vorkommen über Österreich, Tschechien und die Slowakei bis zu den Karpaten fort.[5] Molekularbiologische Studien belegen zudem spezifische Populationen in Serbien, Nordmazedonien, Kroatien und Montenegro.[6] Die Pflanze besiedelt typischerweise Steinschutt, Felsen, Mauern sowie Weg- und Gebüschränder. Sie gedeiht bevorzugt auf trockenen, basischen und kalkreichen Stein- oder Felsböden an warmen, sonnigen Standorten. Als Pionierpflanze tritt *Clinopodium menthifolium* besonders häufig in Weinbaugebieten auf. Pflanzensoziologisch wird sie als Charakterart des Verbands *Quercion pubescenti-petraeae* eingestuft. Zusätzlich kommt sie in Pflanzengesellschaften des Verbands *Geranion sanguinei* oder in lichten *Fagetalia*-Gesellschaften vor.[7]
Saisonalität & Aktivität
Die Wald-Bergminze (*Clinopodium menthifolium*) wächst als ausdauernde, krautige Pflanze. Ein charakteristisches Merkmal im saisonalen Verlauf ist, dass die vertrockneten Stängel der Pflanze häufig über den Winter stehen bleiben. Selbst in diesem ruhenden Zustand ist die Art anhand ihrer typischen Kelchform noch im Gelände erkennbar.[4] Daten zu Suchanfragen zeigen ein erhöhtes öffentliches Interesse an der Pflanze im Frühjahr, mit deutlichen Spitzenwerten in den Monaten April und Mai. Zum Jahresende hin, insbesondere im November und Dezember, fällt das Interesse auf die niedrigsten Werte ab.[2]
Voorkomen en huidige waarnemingen in Duitsland
Bronnen & Referenties
- Wald-Bergminze (Quelltext Seite 1-2)
- https://doi.org/10.3390/plants14182940
- Host, N. T. (1831): Flora Austriaca, Band 2; Stace, C. A. (1989): Watsonia, Vol. 17, Issue 4
- Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5
- POWO – Plants of the World Online. Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew (via OCR Source 1)
- Janković, S. et al. (2025): Molecular Diversification of the Genus Clinopodium (Lamiaceae) from the Balkans. Plants, 14, 2940. https://doi.org/10.3390/plants14182940
- Oberdorfer, E. (2001): Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Eugen Ulmer, Stuttgart (via OCR Source 1)
- Wikipedia: Wald-Bergminze (Clinopodium menthifolium), Version aus OCR-Text
- Janković, S. et al.: Molecular Diversification of the Genus Clinopodium (Lamiaceae) from the Balkans. Plants 2025, 14, 2940. https://doi.org/10.3390/plants14182940
- Info Flora: Calamintha ascendens Jord. – Ökologische Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010. Abgerufen am 10. Januar 2023.
- Siegmund Seybold: Die Flora von Deutschland und der angrenzenden Länder. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01498-2.
- Wikipedia OCR Text (Wald-Bergminze), basierend auf Flora-Referenzen.
- Info Flora / Landolt et al. 2010: Ökologische Zeigerwerte (zitiert in Wikipedia OCR).