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Bell wijnstok Cobaea-scannen
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Taxonomie
Rijk
Pflanzen (Plantae)
Stam
Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde
Ericales (Ericales)
Familie
Polemoniaceae
Geslacht
Cobaea
Soort
Cobaea scandens
Wetenschappelijke naam
Cobaea scandens Cav.
Geaccepteerde naam
Einleitung
Die Glockenrebe (*Cobaea scandens*) ist eine ausdauernde, rankende Kletterpflanze aus der Familie der Himmelsleitergewächse (Polemoniaceae), die ursprünglich in Mexiko und dem tropischen Südamerika beheimatet ist.[1][2] Charakteristisch sind ihre großen, glockenförmigen Blüten mit einem bleibenden, untertassenähnlichen Kelch, was ihr im englischen Sprachraum Trivialnamen wie „cup-and-saucer vine“ einbrachte. Die Art wird weltweit als schnellwachsende Zierpflanze kultiviert, tritt jedoch außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets, beispielsweise in Neuseeland, teilweise als invasive Pflanze auf.[1]
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ontwikkeling door de jaren heen
Fakten (kompakt)
- Die Art wird systematisch der Ordnung der Heidekrautartigen (Ericales) zugeordnet. - Historische, heute als heterotypisch betrachtete Synonyme sind *Cobaea lasseri* und *Rosenbergia scandens*. - Das Artepitheton *scandens* leitet sich vom lateinischen Verb *scandere* ab, was „klettern“ bedeutet. - Im englischen Sprachraum existieren neben „cup-and-saucer vine“ auch die Trivialnamen „cathedral bells“, „monastery bells“ und „Mexican ivy“. - Die Blüten vollziehen einen Farbwechsel von Hellgrün beim Austrieb hin zu Violett oder Purpur im Reifestadium. - Die einzelnen Fiederblättchen der Pflanze können eine Länge von bis zu 10 Zentimetern (4 inches) erreichen. - Die Blüten weisen eine durchschnittliche Länge von etwa 5 Zentimetern (2 inches) auf. - Bekannte Zuchtformen sind die weißblühende 'Alba' sowie die Sorte 'Royal Plum' mit tiefvioletten Blüten. - Für das Wachstum wird ein Boden-pH-Wert zwischen 6,0 und 8,0 bevorzugt. - Die Pflanze ist nur in den USDA-Klimazonen 9 bis 11 winterhart. - Die Vermehrung kann durch Stecklinge oder Samen erfolgen, wobei letztere 6 bis 10 Wochen vor dem letzten Frost im Haus vorgezogen werden sollten.[7]
Name & Einordnung
Der akzeptierte wissenschaftliche Name der Art lautet *Cobaea scandens*, wobei die Erstbeschreibung durch den spanischen Botaniker Antonio José Cavanilles erfolgte.[2][1] Cavanilles veröffentlichte diese Beschreibung im Jahr 1791 in seinem Werk *Icones et Descriptiones Plantarum*, basierend auf Exemplaren aus Mexiko.[3] Die Art wird taxonomisch der Gattung *Cobaea* innerhalb der Familie der Himmelsleitergewächse (Polemoniaceae) zugeordnet, die etwa 18 bis 20 kletternde Arten umfasst.[2][4] Der Gattungsname *Cobaea* ehrt den spanischen Jesuitenmissionar und Naturforscher Bernabé Cobo (1582–1657), der die Flora und Fauna der Neuen Welt dokumentierte. Das Art-Epitheton *scandens* leitet sich vom lateinischen Verb *scandere* („klettern“) ab und verweist auf den stark rankenden Wuchs der Pflanze.[1][5] Zu den historischen Synonymen zählen *Cobaea lasseri* und *Rosenbergia scandens*, die heute als heterotypische Synonyme betrachtet werden.[2][1] Eine früher als Varietät geführte weißblühende Form (*Cobaea scandens* var. *alba*) wird mittlerweile meist als Cultivar 'Alba' behandelt.[1] Im englischen Sprachraum ist die Pflanze aufgrund der Blütenform, bei der der Kelch wie eine Untertasse wirkt, als „cup-and-saucer vine“ bekannt.[1][6] Weitere internationale Trivialnamen sind „cathedral bells“ oder „monastery bells“ sowie „Mexican ivy“, was auf die Herkunft und das efeuartige Laub anspielt.[5][6]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Die *Cobaea scandens* wächst als kräftige, immergrüne Kletterpflanze, die in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet Wuchshöhen von 9 bis 12 Metern erreicht.[1][5] In gemäßigten Klimazonen, wo sie oft einjährig kultiviert wird, bleiben die Pflanzen mit 3 bis 6 Metern meist kleiner.[1] Die kantigen Stängel sind robust und weisen häufig eine burgunderrote Färbung auf. Junge Zweige besitzen hakenartige Spitzen, die eine erste Verankerung ermöglichen, bevor die Ranken übernehmen.[5] Die wechselständigen Blätter sind gefiedert und setzen sich aus vier eiförmigen Fiederblättchen zusammen.[1][5] Diese Blättchen werden bis zu 10 cm lang, sind ledrig texturiert und auf der Oberseite dunkelgrün sowie kahl, während die Unterseite heller ist.[5] Am Ende des Blattes befindet sich eine modifizierte, stark verzweigte Ranke, die auf Berührungsreize mit schnellen Windungen reagiert.[5][2] Die glockenförmigen Blüten hängen an langen Stielen aus den oberen Blattachseln und messen 5 bis 8 cm in der Länge.[5] Ein markantes Bestimmungsmerkmal ist der bleibende grüne Kelch, der sich an der Basis untertassenartig ausweitet.[1][5] Die Blütenkrone öffnet sich zunächst in einem blassen Grün und verfärbt sich mit der Reife zu Violett oder Purpur.[1] Aus der fünflappigen Krone ragen die Staubblätter sowie der Griffel deutlich hervor.[5] Die Blüten verströmen einen moschusartigen Geruch, der in der Natur Fledermäuse anlockt.[1] Als Früchte werden längliche Kapseln gebildet, die eine Länge von 5 bis 8,5 cm erreichen. Diese Kapseln öffnen sich bei Reife längsspaltig. Die darin enthaltenen Samen sind flach, etwa 1 bis 1,5 cm breit und geflügelt, was ihre Verbreitung durch den Wind unterstützt. Das Wurzelsystem ist faserig und flachgründig ausgebildet.[5]
Beschreibung
Cobaea scandens ist eine wuchskräftige, immergrüne Liane aus der Familie der Himmelsleitergewächse (*Polemoniaceae*), die sich durch ihre komplexe Kletterstrategie und markanten Glockenblüten auszeichnet.[2][1] Im natürlichen Habitat der tropischen Trockenwälder Mexikos und Südamerikas wächst sie als ausdauernde Kletterpflanze, die Höhen von 9 bis 12 Metern erreicht und ganzjährig belaubt bleibt.[5][1] Eine zentrale anatomische Anpassung ist die Umbildung des endständigen Blattfieders zu einer stark verzweigten Ranke, die der Verankerung an Trägerpflanzen dient.[6] Diese Ranken zeigen eine ausgeprägte Thigmonastie: Bei Berührung krümmen sich die sensiblen Spitzen innerhalb weniger Minuten und wickeln sich spiralförmig um die Stütze, ein Verhalten, das bereits Charles Darwin 1880 in seinem Werk *The Power of Movement in Plants* detailliert beschrieb.[2][1] Darwin beobachtete zudem, dass die Ranken elliptische Suchbewegungen (Circumnutation) ausführen, um geeignete Haltepunkte zu finden.[2] Zusätzlich unterstützen hakenartige Strukturen an jungen Trieben das anfängliche Festhalten, bevor die vollständige Umschlingung durch die Ranken erfolgt. Diese Mechanismen ermöglichen der Art einen schnellen Aufstieg in das Kronendach, um in lichtlimitierten Umgebungen konkurrenzfähig zu bleiben. Die großen, glockenförmigen Blüten sind primär an die Bestäubung durch Fledermäuse (Chiropterophilie) angepasst, was sich in ihrem moschusartigen Duft und der robusten Struktur widerspiegelt. Während der Anthese vollziehen die Blüten einen Farbwechsel von blassgrün zu tiefem Violett, wobei der beständige, untertassenförmige Kelch erhalten bleibt, der der Pflanze ihren Trivialnamen verleiht. Nach der Befruchtung bilden sich längliche Kapseln, die bei Reife längs aufspringen und zahlreiche flache, geflügelte Samen freigeben. Diese Samen sind an die Windverbreitung (Anemochorie) angepasst und können so offene Habitate besiedeln. Die Keimung erfolgt epigäisch und erfordert oft eine Verletzung der harten Samenschale (Skarifikation), um die Wasseraufnahme zu ermöglichen.[1] Historisch wurde die Art 1791 von dem spanischen Botaniker Antonio José Cavanilles wissenschaftlich erstbeschrieben und gelangte kurz darauf über Madrid in die europäische Gartenkultur.[3]
Verhalten
*Cobaea scandens* zeigt ein ausgeprägtes Bewegungsverhalten durch Circumnutation, bei der die Ranken spontane elliptische Umdrehungen vollziehen, um geeignete Stützen zu finden. Charles Darwin dokumentierte, dass ein vollständiger Suchkreis der Ranke etwa eine Stunde und 15 Minuten dauert. Im Vergleich zu *Passiflora*-Arten beschrieb er die Bewegungen als kräftiger und weitläufiger.[2] Bei physischem Kontakt initiieren die sensiblen Rankenspitzen eine schnelle thigmotropische Reaktion, wobei eine erste Biegung bereits innerhalb von Minuten erfolgt.[2][1] Die feste Verankerung durch spiralförmiges Aufwickeln entwickelt sich über ein bis zwei Stunden und wird durch Turgordruckänderungen gesteuert.[5] In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet interagiert die Pflanze primär mit nektarfressenden Fledermäusen (Chiropterophilie). Zur Anlockung dieser Bestäuber produzieren die Blüten reichlich Nektar und verströmen einen moschusartigen Duft. Die Blüten bleiben für zwei bis vier Tage empfängnisbereit, wobei sie ihre Farbe von Grün zu Violett wechseln. Außerhalb des nativen Habitats wurden Interaktionen mit großen Bienen und Kolibris als sekundäre Bestäuber beobachtet. Die Samenverbreitung erfolgt anemochor, indem geflügelte Samen aus den Kapseln durch den Wind transportiert werden.[1]
Ökologie
In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet ist *Cobaea scandens* ökologisch auf Fledermäuse (Chiropterophilie) als primäre Bestäuber spezialisiert.[2][4] Die großen, glockenförmigen Blüten locken diese durch einen moschusartigen Duft und reichhaltiges Nektarangebot an, wobei der Pollen während der nächtlichen Nahrungssuche über das Fell der Tiere übertragen wird. Die Blüten bleiben für etwa 2 bis 4 Tage empfängnisbereit, was die Wahrscheinlichkeit einer Bestäubung in den natürlichen Populationen erhöht. Außerhalb des nativen Areals oder in Kultur können sekundär auch große Bienen und Kolibris die Bestäubung übernehmen, da sie durch die breite Kronröhre Zugang zum Nektar finden.[2] Die Ausbreitung der Samen erfolgt überwiegend durch den Wind (Anemochorie), begünstigt durch flache, geflügelte Samen, die aus aufspringenden Kapseln entlassen werden.[2][5] Sekundär kann auch Wasser als Transportmedium dienen, um Samen entlang von Bächen oder bei Überschwemmungen zu verbreiten.[2] *Cobaea scandens* besiedelt vorwiegend tropische Trockenwälder, Waldränder und Dickichte in Höhenlagen von Meereshöhe bis etwa 2000 Metern.[2][1] Als Kletterpflanze nutzt sie spezialisierte, verzweigte Ranken, um an Sträuchern und Bäumen bis in die Kronenschichten emporzuwachsen. Diese Strategie ermöglicht es der Art, in lichtbegrenzten Unterholzbereichen schnell Zugang zum Sonnenlicht zu erlangen und langsam wachsende Konkurrenten zu überragen. Die Ranken reagieren thigmotropisch auf Berührungsreize und verankern die Pflanze durch schnelles Umschlingen sicher an der Trägervegetation.[2] In einigen Regionen außerhalb des Ursprungsgebiets, wie etwa in Neuseeland, hat sich die Art in gestörten Waldrändern eingebürgert und tritt dort teilweise invasiv auf.[2][1] Zu den biotischen Interaktionen gehören zudem Befall durch Blattläuse und Spinnmilben, die als Antagonisten auftreten können.[2]
Bedeutung, Schäden & Prävention
Obwohl *Cobaea scandens* global primär als Zierpflanze geschätzt wird und den *Award of Garden Merit* der Royal Horticultural Society erhielt, gilt sie in bestimmten Regionen als problematisch. In Neuseeland und auf einigen pazifischen Inseln hat sich die Art als invasiver Neophyt etabliert, weshalb der Anbau dort teils eingeschränkt ist.[1] Das ökologische Schadpotenzial resultiert aus dem kräftigen Rankwachstum, durch das die Pflanze an Waldrändern und auf gestörten Flächen heimische Vegetation überwuchern und verdrängen kann.[1][2] Im gärtnerischen Management treten häufig Blattläuse und Spinnmilben als Schädlinge auf, die besonders unter trockenen Bedingungen die Pflanzengesundheit beeinträchtigen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit und mangelnder Luftzirkulation ist die Glockenrebe zudem anfällig für Pilzinfektionen wie Echten Mehltau. Zur physikalischen Bekämpfung von leichtem Schädlingsbefall wird das regelmäßige Abspülen der Blätter mit einem Wasserstrahl empfohlen. Bei stärkerem Befall können im Rahmen integrierter Maßnahmen insektizide Seifen angewendet werden, wobei organische Mittel zur Vermeidung chemischer Rückstände bevorzugt werden. Eine wichtige präventive Maßnahme gegen Wurzelfäule ist die Vermeidung von Staunässe, indem das Substrat zwischen den Wassergaben antrocknen gelassen wird.[1] Eine unkontrollierte Ausbreitung in gemäßigten Klimazonen wird natürlich durch die Frostempfindlichkeit begrenzt, da die Pflanze Temperaturen unter 10 °C kaum toleriert und im Winter meist abstirbt.[1][2] In ihrem Ursprungsland Mexiko wird die Art gelegentlich in der traditionellen Medizin verwendet, wobei spezifische Anwendungen in der modernen Literatur kaum dokumentiert sind.[2]
Wirtschaftliche Bedeutung
Die primäre wirtschaftliche Bedeutung von *Cobaea scandens* liegt im internationalen Zierpflanzenhandel, wo die Art aufgrund ihres schnellen Wachstums und der dekorativen Blüten wertgeschätzt wird.[1][5] Ihre kommerzielle Relevanz im Gartenbau wird durch Auszeichnungen wie den Award of Garden Merit der Royal Horticultural Society unterstrichen. In geeigneten Klimazonen außerhalb des Ursprungsgebiets, insbesondere in Neuseeland, verursacht die Pflanze hingegen ökonomische Aufwände als invasiver Schädling. Durch ihren kräftigen Wuchs ist die Liane in der Lage, Bäume und Sträucher vollständig zu überwuchern, was zu potenziellen Schäden in Forstbeständen oder naturnahen Zonen durch Lichtentzug führt. Lokale Behörden, etwa in der Region Marlborough oder der Bay of Plenty, führen die Art in offiziellen Schädlingsmanagementplänen, was laufende Überwachungs- und Verwaltungskosten verursacht. Die Bekämpfung erfordert finanzielle Ressourcen für mechanische Entfernung oder Herbizideinsätze, da die Pflanze sich in diesen Habitaten aggressiv ausbreiten kann.[1] Außerhalb Neuseelands, beispielsweise in Kolumbien oder Tansania, tritt die Art zwar verwildert auf, wird jedoch in den Quellen nicht als vergleichbar wirtschaftsschädlich eingestuft. In ihrem Heimatland Mexiko existieren Berichte über eine traditionelle medizinische Nutzung, die jedoch keine signifikante Rolle im modernen Markt spielt.[2]
Biologie & Lebenszyklus
Cobaea scandens wächst in ihrem nativen tropischen Habitat als immergrüne, ausdauernde Liane, während sie in kühleren gemäßigten Breiten ihren Lebenszyklus aufgrund von Frostempfindlichkeit als Einjährige absolviert.[1][5] Die Pflanze zeigt ein vigouroses vegetatives Wachstum und kann in den Tropen Höhen von 9 bis 12 Metern, in gemäßigten Zonen 3 bis 6 Meter innerhalb einer Saison erreichen.[2] Zum Aufstieg in das Kronendach nutzt die Art spezialisierte, verzweigte Ranken an den Blattenden, die bei Kontakt mit Stützen schnelle thigmotropische Reaktionen zeigen.[1] Charles Darwin dokumentierte, dass diese Ranken kreisende Suchbewegungen (Circumnutation) mit einem Zyklus von etwa einer Stunde und 15 Minuten ausführen, um Kletterhilfen zu finden.[2] Die Blühphase erstreckt sich vom Hochsommer bis zum ersten Frost, wobei einzelne glockenförmige Blüten für etwa 2 bis 4 Tage empfängnisbereit bleiben. Im natürlichen Verbreitungsgebiet erfolgt die Bestäubung primär durch nektarfressende Fledermäuse (Chiropterophilie), die durch den moschusartigen Duft und die robuste Blütenstruktur angelockt werden. Außerhalb des nativen Areals findet eine sekundäre Bestäubung durch große Bienen und Kolibris statt, die jedoch weniger effizient ist als die spezifische Anpassung an Fledermäuse. Nach erfolgreicher Befruchtung entwickeln sich längliche Kapseln, die bei Reife längs aufreißen und zahlreiche flache, geflügelte Samen freigeben. Die Ausbreitung erfolgt vorwiegend anemochor (durch Wind), begünstigt durch die papierartigen Flügelanhänge der Samen, wobei auch ein Transport über Wasser möglich ist. Die Keimung erfordert Temperaturen zwischen 20 und 25 °C und setzt oft eine Skarifizierung der harten Samenschale voraus, um die Dormanz zu brechen. Unter optimalen Bedingungen erscheinen die Keimlinge innerhalb von 10 bis 30 Tagen, gefolgt von einer zunächst langsamen Wachstumsphase vor der rapiden Rankenbildung. Physiologisch ist die Art auf frostfreie Umgebungen (USDA-Zonen 9–11) angepasst und erleidet bei Temperaturen unter 10 °C Schäden, kann jedoch in milden Klimaten aus der Basis wiederaustreiben. Als natürliche Antagonisten und Mortalitätsfaktoren treten in Kultur unter anderem Blattläuse und Spinnmilben auf, sowie eine Anfälligkeit für Echten Mehltau bei hoher Luftfeuchtigkeit.[1] Für die Nährstoffversorgung benötigt die Pflanze fruchtbare, gut durchlässige Böden und toleriert saisonale Trockenphasen, die dem Biom der tropischen Trockenwälder entsprechen.[4]
Vorkommen & Lebensraum
Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Cobaea scandens* liegt primär in Mexiko, wobei die Schwerpunkte in zentralen und südlichen Bundesstaaten wie Puebla, Oaxaca, Veracruz und Chiapas liegen. Zudem erstreckt sich das Vorkommen bis in das tropische Südamerika, insbesondere nach Kolumbien und Venezuela.[2] Die Art besiedelt dort vorwiegend tropische Trockenwälder, Waldränder sowie Gebüsche und nutzt Bäume oder Sträucher als Kletterhilfen, um in den Lichtgenuss des Kronendachs zu gelangen. Die vertikale Verbreitung reicht dabei vom Meeresspiegel bis in Höhenlagen von etwa 2.000 Metern.[2] Historisch gelangte die Pflanze um 1789 über den Königlichen Botanischen Garten in Madrid nach Europa und verbreitete sich im 19. Jahrhundert als beliebte Zierpflanze bis nach Nordamerika.[2] Weltweit ist die Glockenrebe heute in vielen subtropischen und gemäßigten Zonen in Kultur, wobei sie in Regionen wie Neuseeland, den Philippinen und Tansania verwilderte Populationen gebildet hat.[2][1] In Neuseeland wird die Art aufgrund ihrer starken Ausbreitungstendenz inzwischen als invasiv eingestuft, da sie heimische Vegetation überwuchern kann. In Mitteleuropa und Deutschland ist *Cobaea scandens* nicht winterhart und kommt daher fast ausschließlich kultiviert in Gärten oder an Gebäudefassaden vor, wo sie meist einjährig gezogen wird. Wildbestände sind im deutschsprachigen Raum aufgrund der Frostempfindlichkeit, die bereits bei Temperaturen unter 10 °C zu Schäden führen kann, nicht dauerhaft überlebensfähig.[1] Bevorzugte natürliche Habitate sind durch saisonale Trockenperioden geprägt, wobei die Pflanze nährstoffreiche, gut drainierte Böden in sonniger bis halbschattiger Lage benötigt.[2][1]
Saisonalität & Aktivität
In ihrem nativen tropischen Habitat verhält sich *Cobaea scandens* als immergrüne Staude, die ganzjährig belaubt bleibt und keine strikte Ruhephase einlegt.[2] In kühleren Klimazonen ist die vegetative Aktivität durch Frost begrenzt, sodass die Pflanze ihren Lebenszyklus oft als Einjährige absolviert und im Winter abstirbt. Die Blütezeit beginnt in gemäßigten Regionen typischerweise im Spätsommer und dauert bis zum ersten Frost an.[1] Einzelne Blüten bleiben für etwa zwei bis vier Tage rezeptiv, wobei sich die gesamte Blühperiode vom Hochsommer bis in den Herbst erstreckt. Eine ausgeprägte nächtliche Aktivität zeigt sich bei der Bestäubung, da die Art auf Fledermäuse spezialisiert ist, die den Nektar während der nächtlichen Nahrungssuche aufnehmen. Die Ranken zeigen eine bemerkenswerte Bewegungsaktivität (Circumnutation) und vollenden auf der Suche nach Kletterhilfen etwa alle 1 Stunde und 15 Minuten eine Kreisbewegung. Die Fruchtreife und Samenverbreitung erfolgt im Spätsommer und Herbst, wenn die Kapseln aufplatzen und die geflügelten Samen freigeben.[2] Für die Keimung und das initiale Wachstum sind warme Temperaturen zwischen 20 und 25 °C erforderlich, wobei Sämlinge innerhalb von 10 bis 30 Tagen erscheinen. Ergänzend zeigt sich ein erhöhtes öffentliches Interesse in den Monaten April und Mai, was zeitlich mit der empfohlenen Anzuchtphase und dem Auspflanzen nach den letzten Frösten korrespondiert.[1]
Bronnen & Referenties
- https://www.missouribotanicalgarden.org/PlantFinder/PlantFinderDetails.aspx?taxonid=285443
- https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:30000318-2
- http://plantillustrations.org/illustration.php?id_illustration=241386
- https://polemoniaceae.wordpress.com/cobaea/
- https://plants.ces.ncsu.edu/plants/cobaea-scandens/
- http://www.gardening.cornell.edu/homegardening/scenecd22.html
- Literaturzusammenfassung: Cobaea scandens