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Lexicon-vermelding

Lelietje-van-dalen Convallaria majalis

Lelietje-van-dalen

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Liliopsida (Liliopsida)
Orde Asparagales (Asparagales)
Familie Asparagaceae
Geslacht Convallaria
Soort Convallaria majalis
Wetenschappelijke naam Convallaria majalis L.
Geaccepteerde naam

Einleitung

Das Maiglöckchen (*Convallaria majalis*) ist eine ausdauernde, rhizombildende krautige Pflanze aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae), die ursprünglich in den gemäßigten Regionen Eurasiens bis in den Kaukasus verbreitet ist.[1][2] Charakteristisch für die Art sind die meist paarweise erscheinenden, breit-lanzettlichen Blätter sowie die im späten Frühjahr an einem einseitswendigen Blütenstand hängenden, intensiv duftenden weißen Blütenglöckchen.[3][1] Alle Pflanzenteile enthalten toxische Herzglykoside, weshalb der Verzehr zu schweren Vergiftungen führen kann; dennoch wird die Pflanze traditionell in der Parfümherstellung und als Zierpflanze für schattige Standorte genutzt.[4][1]

Gemeenschapsanalyse

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Laatst op 11.05.2026
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Fakten (kompakt)

- Historisch wurde die Pflanze in der traditionellen Medizin wegen ihrer kardiotonischen Wirkung zur Behandlung von Herzinsuffizienz eingesetzt, heute jedoch aufgrund der Toxizität und sicherer Alternativen wie *Digitalis* kaum noch verwendet. - Die höchste Konzentration der toxischen Herzglykoside befindet sich in den Wurzeln und Beeren der Pflanze. - Kulturell gilt das Maiglöckchen als Geburtsblume für den Monat Mai. - In der viktorianischen Blumensprache symbolisierte die Art Demut, Reinheit, Süße und die „Rückkehr zum Glück“. - Mythologische und religiöse Bezüge reichen von der christlichen Assoziation mit den „Lilien auf dem Felde“ bis zur Verkörperung der Reinheit der Göttin Ostara in der germanischen Mythologie. - In den USA wird die Pflanze den USDA-Winterhärtezonen 3 bis 8 zugeordnet. - Für die Kultivierung im Garten werden die Rhizome typischerweise etwa 7,6 cm (3 Zoll) tief gepflanzt. - Sobald sich die Pflanze etabliert hat, toleriert sie auch Lehmböden und trockenere Bedingungen. - Die Blütenkrone besteht anatomisch aus sechs weißen Tepalen, die an der Basis verwachsen sind. - Nach der Blütezeit entwickeln sich im Herbst kugelförmige, orangerote Beeren.[7]

Name & Einordnung

Das Maiglöckchen trägt den wissenschaftlichen Namen *Convallaria majalis* L., wobei die Autorbezeichnung auf die Erstbeschreibung durch Carl von Linné verweist.[1] Historisch wurde die Art der Familie der Liliengewächse (Liliaceae) zugeordnet, bevor moderne phylogenetische Untersuchungen eine Neuklassifizierung in die Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae), genauer in die Unterfamilie Convallarioideae, veranlassten.[1][3] Der Gattungsname *Convallaria* leitet sich vom lateinischen Begriff *convallis* (Tal) ab und referenziert den bevorzugten Standort der Pflanze in tiefer gelegenen, schattigen Habitaten. Das Art-Epitheton *majalis* entstammt ebenfalls dem Lateinischen, bedeutet „dem Mai zugehörig“ und bezieht sich auf die charakteristische Blütezeit auf der Nordhalbkugel.[1] Zu den historischen Synonymen, die frühere taxonomische Einordnungen in breiter gefasste Gattungen widerspiegeln, zählen unter anderem *Polygonatum majale* sowie *Lilium-convallium majale*.[2] Obwohl die Gattung *Convallaria* häufig als monotypisch betrachtet wird, unterscheiden neuere taxonomische Ansätze verwandte Taxa wie *Convallaria keiskei* in Ostasien oder *Convallaria montana* in den Appalachen teilweise als eigenständige Arten oder Unterarten.[3][2] Im englischen Sprachraum ist die Pflanze als „Lily of the valley“ bekannt, während sie im Französischen als „Muguet“ bezeichnet wird. Der Name steht zudem in Verbindung mit biblischen Referenzen („Lilie der Täler“ im Hohelied) sowie in der germanischen Mythologie mit der Reinheit der Göttin Ostara.[3]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Convallaria majalis ist eine ausdauernde, rhizombildende krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 30 cm erreicht und dichte Bestände als Bodendecker bildet.[3][1] Pro Trieb entspringen meist zwei bis drei grundständige Blätter direkt aus dem Rhizom, oft in charakteristischen Paaren oder Trios angeordnet. Die Blattspreiten sind lanzettlich-eiförmig bis elliptisch, messen 12 bis 25 cm in der Länge sowie 2,5 bis 7,6 cm in der Breite und weisen eine grüne Grundfärbung auf.[3] Bei bestimmten Kultivaren wie 'Albostriata' sind die Blätter durch cremeweiße Längsstreifen oder Ränder gezeichnet.[1] Der Blütenstand ist eine einseitswendige, aufrechte Traube von 10 bis 23 cm Länge, die an einem blattlosen Schaft wächst. Er trägt typischerweise 5 bis 10 nickende, glockenförmige Blüten, die etwa 5 bis 10 mm lang sind. Die Blütenhülle besteht aus sechs weißen Tepalen, die an der Basis zu einer campanulaten Krone verwachsen sind und einen intensiven Duft verströmen. Eine Ausnahme bildet die Varietät 'Rosea', deren Blüten eine blassrosa Färbung aufweisen. Im Spätsommer oder Herbst reifen die befruchteten Blüten zu kugelförmigen, orangeroten Beeren heran. Jede dieser Früchte enthält ein bis sechs Samen. Die unterirdischen Organe bestehen aus horizontal kriechenden Rhizomen, die der vegetativen Ausbreitung dienen. Morphologisch ähnelt die Art stark der nordamerikanischen Convallaria pseudomajalis, die sich primär durch Unterschiede in der Länge der Tragblätter und der Blütenstandsstruktur abgrenzen lässt. Auch Convallaria keiskei weist vergleichbare Merkmale auf, ist jedoch in Ostasien beheimatet.[3]

Beschreibung

Das Maiglöckchen (*Convallaria majalis*) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae), die durch ihr kriechendes Rhizom charakterisiert ist.[3][1] Im natürlichen Lebensraum, vorwiegend in kühl-gemäßigten Laubwäldern Eurasiens, bildet die Art durch unterirdische Ausläufer dichte, teppichartige Bestände, die den Waldboden dominieren.[2][1] Die Pflanze treibt jährlich im Frühjahr aus dem Rhizom aus und bildet typischerweise zwei bis drei grundständige, breit-lanzettliche Laubblätter, die den blattlosen Blütenstängel umschließen.[1][5] Ein markantes Erkennungsmerkmal ist der einseitswendige traubige Blütenstand, der 5 bis 10 nickende, glockenförmige weiße Blüten trägt, deren sechs Perigonblätter an der Basis verwachsen sind.[1] Diese Blüten verströmen einen intensiven, süßlichen Duft, der trotz geringem Nektarangebot Bestäuber wie Bienen und Schwebfliegen anlockt.[5][1] Anatomisch ist die Pflanze an schattige Unterholzbedingungen angepasst, wobei die Rhizome als Speicherorgane dienen und eine vegetative Vermehrung ermöglichen, die oft effektiver ist als die sexuelle Reproduktion. Nach der Befruchtung entwickeln sich im Spätsommer kugelige, orangerote Beeren, die jeweils 1 bis 6 Samen enthalten und primär durch Vögel oder Nagetiere verbreitet werden.[1] Ein wesentliches physiologisches Merkmal ist die Einlagerung von Herzglykosiden wie Convallatoxin in allen Pflanzenteilen, wobei die Konzentration in Wurzeln und Beeren am höchsten ist und als chemische Abwehr gegen Herbivoren dient.[5][4] Trotz dieser Toxizität dient die Pflanze spezifischen Insektenlarven als Wirt, darunter Motten der Gattung *Anticlea* sowie dem Lilienhähnchen (*Lilioceris lilii*), die eine gewisse Toleranz gegenüber den Abwehrstoffen entwickelt haben.[1][5] Der Lebenszyklus ist durch eine ausgeprägte Winterruhe gekennzeichnet, bei der die oberirdischen Teile im Herbst absterben und die Pflanze als Geophyt im Boden überdauert.[1] Taxonomisch wurde die Art historisch den Liliengewächsen zugeordnet, bevor molekularbiologische Untersuchungen eine Eingliederung in die Unterfamilie Convallarioideae der Asparagaceae begründeten.[2][5] Im Vergleich zu nah verwandten Taxa wie *Convallaria keiskei* aus Ostasien oder der nordamerikanischen *Convallaria pseudomajalis* unterscheidet sich *C. majalis* oft nur durch subtile Merkmale wie die Länge der Brakteen oder die Blütenstruktur.[2] Während *C. majalis* in Europa heimisch ist, gilt sie in Teilen Nordamerikas als invasiver Neophyt, der durch aggressives Rhizomwachstum die native Unterwuchsflora verdrängen kann.[1] Historische Patente aus dem frühen 20. Jahrhundert belegen bereits das wissenschaftliche Interesse an der Isolierung der kristallinen Glykoside aus der Pflanze für medizinische Zwecke.[3] Die Art zeigt zudem eine Selbstinkompatibilität, was bedeutet, dass für eine erfolgreiche Samenbildung Pollen von genetisch unterschiedlichen Individuen notwendig ist, was in klonalen Kolonien die sexuelle Fortpflanzung limitiert.[1]

Verhalten

Das Ausbreitungsverhalten von *Convallaria majalis* ist durch ein extensives Wachstum horizontaler Rhizome geprägt, wodurch die Pflanze dichte, teppichartige Kolonien bildet.[3][1] Durch diese vegetative Strategie konkurriert die Art aggressiv um Licht, Wasser und Nährstoffe und unterdrückt effektiv konkurrierende Unterwuchsvegetation. In Regionen außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets, wie in Teilen Nordamerikas, zeigt sie invasives Verhalten und verdrängt heimische Arten. Zur sexuellen Fortpflanzung nutzt das Maiglöckchen chemische Kommunikation in Form intensiver Duftstoffe, um Bestäuber wie Bienen und Schwebfliegen anzulocken.[1] Da die Art eine Selbstinkompatibilität aufweist, ist sie zwingend auf die Kreuzbestäubung zwischen genetisch unterschiedlichen Individuen angewiesen.[3] Die Verbreitung der Samen erfolgt durch Zoochorie, indem Vögel und Nagetiere die roten Beeren fressen und die Samen an neuen Standorten ausscheiden.[1] Als primäres Abwehrverhalten gegen Herbivoren dient die Einlagerung toxischer Herzglykoside in allen Pflanzenteilen.[4] Diese chemische Barriere schreckt die meisten Fressfeinde ab, wird jedoch von spezialisierten Insekten wie dem Lilienhähnchen (*Lilioceris lilii*) überwunden.[1]

Ökologie

Als Geophyt besiedelt *Convallaria majalis* das Unterholz von Wäldern und Wiesen, wo die Art schattige bis halbschattige Standorte mit konstant feuchten bis mesischen Bedingungen bevorzugt.[3] In ihrem nativen europäischen Verbreitungsgebiet ist die Pflanze häufig mit Buchen- und Eichenwäldern vergesellschaftet und gedeiht optimal auf humusreichen, schwach sauren bis neutralen Böden. Ökologisch fungiert sie in Europa als Zeigerart für alte, historisch gewachsene Waldstandorte mit stabilen Umweltbedingungen. Die Bestäubung erfolgt primär durch Insekten wie Bienen und Schwebfliegen, die durch den intensiven Duft der glockenförmigen Blüten angelockt werden, obwohl das Nektarangebot begrenzt ist. Da *Convallaria majalis* selbstinkompatibel ist, hängt der erfolgreiche Samenansatz zwingend von der Fremdbestäubung zwischen genetisch unterschiedlichen Individuen ab. Die Ausbreitung der Samen (Zoochorie) wird durch Vögel sowie Nagetiere wie Wühlmäuse und Waldratten begünstigt, welche die im Spätsommer reifenden roten Beeren verzehren und die Samen ausscheiden. Aufgrund der hohen Toxizität durch Herzglykoside wird die Pflanze von den meisten Herbivoren gemieden, dient jedoch spezifischen Lepidoptera-Arten wie Motten der Gattung *Anticlea* als Wirtspflanze. In nicht-nativen Gebieten kann zudem das Lilienhähnchen (*Lilioceris lilii*) an den Blättern fressen. Durch ihr starkes Rhizomwachstum bildet die Art dichte Kolonien, die konkurrierendes Unterholz durch Licht- und Nährstoffentzug verdrängen. In eingeführten Verbreitungsgebieten wie Nordamerika zeigt sie invasives Potenzial und kann die Biodiversität im Waldboden durch die aggressive Verdrängung nativer Flora reduzieren.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Das Maiglöckchen (*Convallaria majalis*) gilt in seinem nativen Verbreitungsgebiet als schützenswerter Bestandteil alter Wälder, wird jedoch in Teilen Nordamerikas als invasive Art klassifiziert. Dort verdrängt es durch aggressive Rhizombildung heimische Unterholzvegetation und bildet dichte Monokulturen, was die Biodiversität beeinträchtigt.[1] Das primäre Schadpotenzial für Mensch und Tier resultiert aus der hohen Toxizität aller Pflanzenteile, die Herzglykoside wie Convallatoxin enthalten.[4] Eine Ingestion kann bei Haustieren, insbesondere Katzen und Hunden, sowie bei Weidetieren wie Pferden zu schweren Herzrhythmusstörungen bis hin zum Tod führen.[4][5] Für den Menschen besteht ebenfalls eine erhebliche Gesundheitsgefahr, wobei Vergiftungen Symptome wie Erbrechen, Bradykardie und visuelle Störungen auslösen können.[5] Als Schädlinge an der Pflanze selbst treten gelegentlich der Gefurchte Dickmaulrüssler auf, dessen Larven die Wurzeln schädigen, sowie Nacktschnecken, die das Laub fressen.[1] In feuchten Lagen ist die Pflanze zudem anfällig für Pilzerkrankungen wie die Blattfleckenkrankheit oder Anthracnose. Das Management von Pilzbefall erfolgt primär präventiv durch die Verbesserung der Luftzirkulation oder kurativ durch den Einsatz von Fungiziden.[3] Zur Prävention einer ungewollten Ausbreitung im Gartenbau wird die Installation von Rhizomsperren oder die Kultivierung in geschlossenen Gefäßen empfohlen. Die physikalische Bekämpfung etablierter invasiver Bestände erfordert das vollständige Ausgraben des Wurzelwerks, da verbleibende Rhizomfragmente regenerationsfähig sind. Ein effektives Monitoring erfolgt im Frühjahr durch die Identifikation der charakteristischen, paarweise austretenden Blätter, um eine Abwanderung in benachbarte Areale frühzeitig zu erkennen. Rechtlich unterliegt das Sammeln von Wildbeständen in Ländern wie Frankreich und Deutschland strengen Regulierungen zum Habitatschutz. Verstöße gegen Sammelbeschränkungen oder die Entnahme geschützter Wildbestände können mit Bußgeldern geahndet werden.[1] Historisch ist die Pflanze relevant für die Gewinnung herzwirksamer Substanzen, wie frühe Patente zur Isolierung von Glykosiden belegen.[3] Aufgrund der geringen therapeutischen Breite ist die medizinische Anwendung heute jedoch streng limitiert und erfordert professionelle Überwachung.[1]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung von *Convallaria majalis* erstreckt sich von der kommerziellen Nutzung als Zierpflanze bis hin zu Schäden in der Land- und Forstwirtschaft. In Frankreich wurden im Jahr 2024 Verkäufe an 1,3 Millionen Haushalte verzeichnet, wobei illegales gewerbliches Sammeln mit Bußgeldern von bis zu 1.500 Euro geahndet wird. In der globalen Parfümindustrie, deren Marktvolumen auf 68,9 Milliarden Dollar prognostiziert wird, dient der Duft als zentrales Profil, wird jedoch aufgrund geringer natürlicher Extraktionsausbeuten meist durch synthetische Stoffe wie Hydroxycitronellal ersetzt.[6] In Teilen Nordamerikas verursacht die Art als invasive Pflanze ökologische Schäden, indem sie durch aggressives Rhizomwachstum die heimische Vegetation in Waldgebieten verdrängt.[1] Wirtschaftliche Risiken bestehen zudem in der Tierhaltung, da die Pflanze für Nutztiere wie Pferde und Schafe hochgiftig ist und die Aufnahme tödliche Herzrhythmusstörungen verursachen kann.[4] In den USA führen Vergiftungsfälle jährlich zu über 250 Meldungen bei Giftnotrufzentralen, von denen bis zu 15 % eine medizinische Behandlung erfordern.[1] Historisch war die Extraktion von Herzglykosiden wie Convallatoxin für die pharmazeutische Industrie relevant, wie Patente zur Isolierung belegen, wenngleich die moderne Nutzung durch das enge therapeutische Fenster eingeschränkt ist.[3][5] Trotz der Toxizität fungiert *Convallaria majalis* in ihrem nativen Verbreitungsgebiet als Nützling, indem sie frühen Nektar für Bestäuber wie Bienen und Schwebfliegen bereitstellt.[1]

Biologie & Lebenszyklus

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Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Convallaria majalis* umfasst die gemäßigten Zonen Europas und reicht ostwärts über Russland bis nach Sibirien. In Europa erstreckt sich das Areal von Spanien bis in den Kaukasus, wobei die Art in Irland sowie im südlichen Mittelmeerraum, etwa in Süditalien, als eingebürgert gilt. Die vertikale Verbreitung reicht vom Meeresniveau bis in Höhenlagen von 2.300 Metern, wobei Vorkommen in den Alpen häufig dokumentiert sind. Historisch spiegelt die heutige Ausbreitung nacheiszeitliche Wanderungsbewegungen wider, bei denen die Art nach dem Rückzug der Eisschilde die gemäßigten Breiten wiederbesiedelte. Als typischer Geophyt des Unterwuchses bevorzugt das Maiglöckchen halbschattige bis schattige Standorte in Wäldern und auf Wiesen. Es gedeiht optimal auf mesotrophen, humusreichen und schwach sauren bis neutralen Böden mit einem pH-Wert zwischen 4,5 und 7,5. In Mitteleuropa ist die Pflanze oft mit Laubwäldern vergesellschaftet, insbesondere in Buchen- und Eichenbeständen, wo sie dichte Teppiche am Waldboden bildet. Das Vorkommen gilt in seinem nativen Areal oft als Zeiger für alte Waldstandorte, die auf langjährig ungestörte Ökosysteme hinweisen. Weltweit wurde *Convallaria majalis* durch den Menschen in Nordamerika, Australien und Neuseeland eingeschleppt und hat sich dort erfolgreich eingebürgert. Besonders im östlichen und zentralen Nordamerika zeigt die Art invasives Potenzial, da sie sich aggressiv über Rhizome ausbreitet und die heimische Vegetation in schattigen Waldgebieten verdrängen kann.[2] Aktuelle Beobachtungsdaten bestätigen eine weite Verbreitung in der kühl-gemäßigten Nordhalbkugel, wobei südliche Trockenzonen gemieden werden.[1] Die Pflanze toleriert zwar lehmige oder kiesige Substrate, ist jedoch auf eine konstante Bodenfeuchtigkeit angewiesen und meidet heiße, trockene Klimate.[2]

Saisonalität & Aktivität

Der Lebenszyklus von *Convallaria majalis* ist durch eine ausgeprägte Saisonalität geprägt, bei der die oberirdischen Triebe im Frühjahr aus den Rhizomen austreiben und im Spätsommer oder Herbst absterben, gefolgt von einer winterlichen Ruhephase.[1] Die Blütezeit auf der Nordhalbkugel erstreckt sich generell von April bis Juni, wobei der phänologische Höhepunkt meist im Mai liegt.[1][3] Während dieser Phase werden die duftenden Blüten primär von Insekten wie Bienen und Schwebfliegen bestäubt.[3] Die biosynthetische Aktivität der Pflanze unterliegt ebenfalls saisonalen Schwankungen; so erreichen die Konzentrationen der bioaktiven Herzglykoside während der Blütezeit im Frühling ihr Maximum und nehmen im Sommer und Herbst ab.[5] Nach der Befruchtung entwickeln sich im Spätsommer bis Herbst orangerote Beeren, die der Verbreitung dienen.[1] Die Keimung der Samen ist ein langwieriger Prozess, der eine Kaltstratifikation von mindestens zwei Monaten bei Temperaturen zwischen 1 °C und 5 °C erfordert und oft unregelmäßig über ein bis zwei Jahre erfolgt.[3] Ökologisch fungiert das Maiglöckchen zudem als Wirtspflanze für die Larven bestimmter Schmetterlingsarten, wie etwa Motten der Gattung *Anticlea*.[5] Das öffentliche Interesse an der Pflanze korreliert stark mit der Blütezeit und zeigt in Analysen ein signifikantes Maximum im Mai, was auch kulturelle Traditionen wie die Festlichkeiten zum 1. Mai widerspiegelt.[5]

Voorkomen en huidige waarnemingen in Duitsland

  • Mittelherwigsdorf, 02763 Mittelherwigsdorf, Deutschland

    27.12.2025

  • Deutschland

    09.11.2025

  • Schmannewitz, Waldbad, 04774 Dahlen, Deutschland

    01.11.2025

  • Deutschland

    01.11.2025

  • Deutschland

    29.10.2025

Daten: iNaturalist

Wetenschappelijk onderzoek en patenten

DE-490648-C Chemical Toegekend

Verfahren zur Darstellung eines herzwirksamen kristallisierten Glucosides aus Convallaria majalis

Hoffmann LA Roche (1928)

Relevantie: 6/10

Samenvatting

Dieses historische Patent beschreibt ein Verfahren zur Isolierung eines spezifischen, herzwirksamen Glucosids direkt aus Maiglöckchen. Es handelt sich um eine pharmazeutische Extraktionsmethode, um die biologisch aktiven Inhaltsstoffe der Pflanze nutzbar zu machen. Die Erfindung ist hochrelevant für die medizinische Nutzung der Pflanze (Kardiologie). Es liefert tiefe Einblicke in die chemische Zusammensetzung.

Bronnen & Referenties

  1. https://www.gbif.org/species/7459480
  2. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:533487-1
  3. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/convallaria-majalis/
  4. https://poisonousplants.cvmbs.colostate.edu/plant/123
  5. https://ffhdj.com/index.php/BioactiveCompounds/article/download/1737/4634
  6. https://www.lemonde.fr/en/economy/article/2025/05/01/lily-of-the-valley-when-an-internatonal-workers-day-tradition-in-france-becomes-bourgeois_6740796_19.html
  7. Literaturzusammenfassung (mit Bibliographie, siehe Primärquellenliste)