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Ridderspoor Corydalis-cava
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Taxonomie
Rijk
Pflanzen (Plantae)
Stam
Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde
Ranunculales (Ranunculales)
Familie
Papaveraceae
Geslacht
Corydalis
Soort
Corydalis cava
Wetenschappelijke naam
Corydalis cava (L.) Schweigg. & Körte
Geaccepteerde naam
Einleitung
Der **Hohle Lerchensporn** (*Corydalis cava*), auch Hohlknolliger Lerchensporn genannt, ist eine ausdauernde krautige Pflanzenart aus der Gattung der Lerchensporne (*Corydalis*) innerhalb der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Namensgebend für diesen Geophyten ist die charakteristische, hohle Knolle, die der Pflanze als Überdauerungsorgan dient.[1] Alle Pflanzenteile sind schwach, die Knolle jedoch stark giftig und enthält Alkaloide wie Bulbocapnin.[1][2] Die Art kann mit dem Gefingerten Lerchensporn (*Corydalis solida*) verwechselt werden, unterscheidet sich von diesem jedoch durch ihre ungeteilten Tragblätter.[1]
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Fakten (kompakt)
- Die Art dient als Wirtspflanze für den Rostpilz *Melampsora magnusiana* sowie als oligophage Nahrungspflanze für die Raupen des vom Aussterben bedrohten Schwarzen Apollofalters (*Parnassius mnemosyne*). - Innerhalb einer Population treten purpurfarbene und weiß blühende Exemplare meist zu gleichen Teilen auf. - Im Gegensatz zum verwandten Gefingerten Lerchensporn sind die Tragblätter unterhalb der Blüten beim Hohlen Lerchensporn stets ungeteilt und ganzrandig. - Die Pflanzen sind selbstfertil. - In den Allgäuer Alpen steigt die Art bis auf 1500 Meter, im Schweizer Kanton Wallis sogar bis auf 1800 Meter Höhe.[4] - Der Chromosomensatz ist meist diploid mit 2n = 16, bei der Unterart *Corydalis cava* subsp. *marschalliana* liegt jedoch Tetraploidie mit 2n = 32 vor. - Nach den ökologischen Zeigerwerten von Ellenberg gilt die Pflanze als ausgesprochener Stickstoffzeiger (Zahl 8) und Schattenpflanze (Zahl 3). - Historische und regionale Trivialnamen umfassen unter anderem „Donnerfluch“, „Hahnenvoz“, „Zwiebelerdrauch“ und „Pfifferrösli“.[4]
Name & Einordnung
Der akzeptierte wissenschaftliche Name der Art lautet *Corydalis cava* (L.) Schweigg. & Körte.[1] Die Erstveröffentlichung erfolgte im Jahr 1753 durch Carl von Linné unter dem Basionym *Fumaria bulbosa* var. *cava* in dessen Werk *Species Plantarum*. Die heute gültige Neukombination zur Gattung *Corydalis* wurde 1811 von August Friedrich Schweigger und Heinrich Friedrich Franz Körte in der *Flora Erlangensis* publiziert. Etymologisch leitet sich das Artepitheton *cava* vom lateinischen Wort *cavus* für „hohl“ ab, was sich auf die charakteristische hohle Knolle der Pflanze bezieht. Systematisch wird die Pflanze in die Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und dort in die Unterfamilie der Erdrauchgewächse (Fumarioideae) eingeordnet.[1] Phylogenetische Untersuchungen stellen *Corydalis cava* in die Sektion *Corydalis*, welche die knollenbildenden Arten umfasst, und zeigen eine enge Verwandtschaft zu *Corydalis solida*.[2] Neben der Bezeichnung Hohler Lerchensporn ist auch der Name Hohlknolliger Lerchensporn gebräuchlich. Historisch wurde die Art im Mittelalter oft als Hohlwurz bezeichnet, ein Name, der auch für die Pfeifenblume (*Aristolochia rotunda*) verwendet wurde, da beide Pflanzen bezüglich ihrer Heilanzeigen als austauschbar galten. Zu den vielfältigen regionalen Trivialnamen im deutschsprachigen Raum gehören unter anderem Biberwurz, Donnerwurz, Zwiebelerdrauch sowie Rote und Weiße Hennen.[1]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Der *Hohle Lerchensporn* (*Corydalis cava*) wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 30, selten bis zu 35 Zentimetern. Alle Pflanzenteile sind kahl. Ein zentrales Bestimmungsmerkmal ist die kugelige, etwa walnussgroße Knolle, die einen Hohlraum umschließt und dickenorientiert wächst. Der aufrechte, unverzweigte Stängel besitzt eine fleischige Konsistenz und trägt an seiner Basis kein Schuppenblatt. Die meist zwei wechselständigen Laubblätter sind in Blattstiel sowie eine blaugrün gefärbte, doppelt dreiteilige Blattspreite mit fiedrigen Abschnitten gegliedert. Unterhalb des unteren Blattes befinden sich keine schuppigen Niederblätter. Der endständige, allseitswendige Blütenstand setzt sich dicht aus zehn bis zwanzig Blüten zusammen. Unterhalb jeder Blüte befindet sich ein ovales bis eiförmiges, ganzrandiges Tragblatt. Durch dieses Merkmal lässt sich die Art eindeutig vom Gefingerten Lerchensporn (*Corydalis solida*) unterscheiden, dessen Tragblätter gefingert sind.[5] Die 2 bis 3 Zentimeter langen, zygomorphen Blüten besitzen einen hakenförmig gekrümmten Sporn und treten in Populationen oft zu gleichen Teilen purpurfarben und weiß auf.[5][4] Die Frucht ist eine schotenförmige, etwa 2,5 Zentimeter lange Kapsel, die im reifen Zustand nach unten hängt.[5] Sie enthält fast kugelrunde, schwarz glänzende Samen, die mit einem auffälligen weißlichen Elaiosom ausgestattet sind.[5][6] Zytologisch liegt meist Diploidie mit einer Chromosomenzahl von 2n = 16 vor, während für die Unterart *Corydalis cava* subsp. *marschalliana* 2n = 32 angegeben wird.[5][7]
Beschreibung
Der Hohle Lerchensporn (*Corydalis cava*), auch als Hohlknolliger Lerchensporn bekannt, ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae).[5][8] Als charakteristisches Merkmal bildet die Art eine kugelige, etwa walnussgroße und ausdauernde Knolle aus, die im Alter hohl wird und als Überdauerungsorgan dient. Diese Stammknolle geht aus dem Hypokotyl hervor und wächst primär in die Dicke, wobei ältere Teile abgestoßen werden und sich im Hohlraum Tochterknollen entwickeln können. Die Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 15 und 30 Zentimetern und besitzt einen aufrechten, unverzweigten Stängel von fleischiger Konsistenz ohne schuppige Niederblätter an der Basis. Die meist zwei wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Stiel und Spreite gegliedert, wobei die blaugrüne Blattspreite doppelt dreiteilig mit fiedrigen Abschnitten erscheint.[5] Im zeitigen Frühjahr, von März bis April, bildet der Hohle Lerchensporn einen endständigen, traubigen Blütenstand mit zehn bis zwanzig dicht stehenden Einzelblüten aus.[5][6] Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zum verwandten Gefingerten Lerchensporn (*Corydalis solida*) sind die ovalen bis eiförmigen, ganzrandigen Tragblätter unterhalb der Blüten, während diese bei *C. solida* gefingert sind. Die Populationen setzen sich oft zu gleichen Teilen aus purpurfarbenen und weiß blühenden Exemplaren zusammen.[5] Die zygomorphen Blüten besitzen einen langen Sporn, der Nektar führt und durch eine basale Verlängerung der oberen Staubblätter gebildet wird.[4] Nach der Befruchtung entwickeln sich schotenförmige, hängende Kapselfrüchte, die glänzende schwarze Samen mit einem auffälligen weißen Elaiosom enthalten.[5] Physiologisch ist die Art als frühjahrsgrüner Geophyt an den Licht- und Wärmehaushalt sommergrüner Laubwälder angepasst, wobei die oberirdischen Teile bereits im Sommer verwelken.[6] Chemisch zeichnet sich die Pflanze durch einen hohen Gehalt an Alkaloiden aus, insbesondere in der Knolle, wobei Bulbocapnin als Leitsubstanz gilt.[5][4] Historisch wurde die Art 1753 von Carl von Linné zunächst als Varietät *Fumaria bulbosa* var. *cava* beschrieben, bevor sie 1811 durch Schweigger und Körte als eigenständige Art in die Gattung *Corydalis* gestellt wurde.[9][7]
Verhalten
Der Hohle Lerchensporn (*Corydalis cava*) zeigt als Frühjahrsgeophyt ein spezifisches Wachstumsverhalten, bei dem die oberirdischen Teile früh austreiben und bereits im Sommer verwelken, um die Lichtphase vor dem Laubaustrieb der Bäume zu nutzen.[10][7] In der Interaktion mit Bestäubern fungieren die Blüten als sogenannte „Intelligenzblumen“, deren komplexer Öffnungsmechanismus meist nur von lernfähigen Hautflüglern wie langrüsseligen Bienen bewältigt wird. Kurzrüsselige Hummeln zeigen hingegen oft ein Verhalten des Nektarraubs, indem sie den Sporn von außen aufbeißen, um an die Nahrung zu gelangen, ohne die Blüte zu bestäuben. Zur Ausbreitung nutzt die Pflanze die Myrmekochorie, wobei Ameisen durch nahrhafte Elaiosome an den Samen zur Verschleppung in ihre Baue animiert werden. Chemisch verteidigt sich die Art durch die Einlagerung giftiger Alkaloide wie Bulbocapnin, das bei Tieren eine katalepsieartige Bewegungsarmut auslösen kann.[10]
Ökologie
Der Hohle Lerchensporn (*Corydalis cava*) ist ein frühjahrsgrüner Knollen-Geophyt, dessen oberirdische Pflanzenteile bereits im Sommer verwelken, was eine Anpassung an den Wärme- und Lichthaushalt des Laubwaldes vor dem Blätterschluss darstellt. Die Samen der Pflanze sind Kältekeimer und die Individuen erreichen erst im vierten Jahr die Blühfähigkeit. Als sogenannte „Intelligenzblume“ erfordert die Blüte lernbegabte Hautflügler zum Öffnen und wird vorwiegend von langrüsseligen Bienen wie der Gehörnten Mauerbiene (*Osmia cornuta*) bestäubt. Kurzrüsselige Hummeln treten hingegen oft als Nektarräuber auf, indem sie den Sporn von außen aufbeißen, um Nektar zu entnehmen, ohne die Blüte zu bestäuben. Die Ausbreitung der Samen erfolgt durch Schwerkraft sowie durch Ameisen (Myrmekochorie), die von dem auffälligen, weißlichen Elaiosom angelockt werden.[11] In synökologischer Hinsicht fungiert *Corydalis cava* als Wirtspflanze für den Rostpilz *Melampsora magnusiana*.[12] Als Nährstoff- und Lehmanzeiger besiedelt die Art bevorzugt frische, lockere und kalkhaltige Böden in krautreichen Buchen- und Eichenwäldern.[13]
Bedeutung, Schäden & Prävention
Der Hohle Lerchensporn (*Corydalis cava*) ist kein Agrarschädling, sondern eine ökologisch relevante Giftpflanze. Alle oberirdischen Pflanzenteile sind schwach, die unterirdische Rhizomknolle ist jedoch stark giftig.[14] Die Toxizität resultiert aus verschiedenen Alkaloiden, wobei die Knolle je nach Standort 5 bis 6 % Alkaloide enthalten kann.[15] Zu den Hauptwirkstoffen zählen Bulbocapnin, Corydalin und Tetrahydropalmatin.[15][2] Eine Vergiftung führt beim Menschen und Tieren zu katalepsieartiger Bewegungsarmut und Muskelstarre, ohne dass die Aufnahmefähigkeit für sensible Reize verloren geht. Höhere Dosen wirken hypnotisch und sedierend.[15] Medizinisch wird die Knolle aufgrund des enthaltenen Bulbocapnins als Sedativum oder bei motorischen Störungen eingesetzt, wobei bei korrekter Anwendung keine Nebenwirkungen erwartet werden.[16] Ökologisch ist die Pflanze bedeutend als Nahrungsquelle für langrüsselige Insekten wie die Gehörnte Mauerbiene (*Osmia cornuta*).[11] Zudem fungiert sie als Wirtspflanze für den Rostpilz *Melampsora magnusiana* und die Raupen des vom Aussterben bedrohten Schwarzen Apollofalters (*Parnassius mnemosyne*).[12] Da keine Schadwirkung auf Kulturen besteht, sind Bekämpfungsmaßnahmen unnötig; Prävention fokussiert sich auf die Vermeidung versehentlicher Ingestion der Knolle.[15]
Wirtschaftliche Bedeutung
Die wirtschaftliche Bedeutung des Hohlen Lerchensporns (*Corydalis cava*) liegt primär in seiner Nutzung als Zier- und Arzneipflanze. Im Gartenbau wird die Art als Zierpflanze kultiviert und bevorzugt in naturnahen Gärten angesiedelt. Pharmazeutisch ist die Pflanze aufgrund der in der Rhizomknolle enthaltenen Alkaloide von Interesse, wobei der Gesamtextrakt leicht sedierend wirkt und Alkaloide wie Bulbocapnin eine Lähmung der Muskulatur verursachen können. Historisch besaß die Art eine ökonomische Relevanz als Substitut für die südeuropäische Pfeifenblume (*Aristolochia rotunda*), wobei beide Pflanzen im Handel als „Hohlwurz“ bezeichnet wurden und austauschbar waren.[1] In der modernen pharmakologischen Forschung wird das Alkaloidprofil von *Corydalis cava* im Vergleich zu wirtschaftlich bedeutenden Arten der Traditionellen Chinesischen Medizin (wie *Corydalis yanhusuo*) analysiert, um neue medizinische Ressourcen zu erschließen. Studien belegen in den Knollen europäischer Arten wie *Corydalis cava* das Vorkommen bioaktiver Substanzen wie Palmatin, Protopin und Corydalin, was ein potenzielles medizinisches Anwendungsspektrum suggeriert.[7]
Biologie & Lebenszyklus
Der Hohle Lerchensporn (*Corydalis cava*) ist ein ausdauernder Knollen-Geophyt, dessen oberirdische Pflanzenteile im zeitigen Frühjahr austreiben und bereits im Sommer vollständig verwelken.[1][4] Dieser Vegetationsrhythmus stellt eine Anpassung an den Wärme- und Lichthaushalt des Laubwaldes vor dem Kronenschluss der Bäume dar. Das unterirdische Überdauerungsorgan bildet sich als Stammknolle aus dem Hypokotyl, wächst primär durch Dickenwachstum und umschließt bei älteren Exemplaren einen charakteristischen Hohlraum. Die vegetative Vermehrung erfolgt über ein bis zwei Tochterknollen, die sich im Hohlraum der Mutterknolle entwickeln, während ältere Knollenteile abgestoßen werden. Obwohl die Art systematisch zu den Zweikeimblättrigen gehört, keimt der Sämling physiologisch nur mit einem einzigen Keimblatt. Die Pflanzen erreichen erst im vierten Lebensjahr die Blühfähigkeit. Die zwittrigen Blüten sind selbstfertil, benötigen jedoch für die Bestäubung den Besuch von Insekten. Als Bestäuber fungieren vor allem langrüsselige Bienen wie die Gehörnte Mauerbiene (*Osmia cornuta*), welche den Nektar im langen Sporn erreichen können. Kurzrüsselige Hummeln treten häufig als Nektarräuber auf, indem sie den Sporn von außen aufbeißen, ohne die Blüte zu bestäuben. Nach der Reife fallen die Samen zu Boden (Schwerkraftausbreitung) oder werden durch Ameisen verbreitet (Myrmekochorie), die das weißliche, ölhaltige Elaiosom nutzen. Physiologisch sind die Samen Kältekeimer, deren Embryo erst während einer Nachreifungsphase im Boden zur vollen Größe heranwächst. In der Synökologie dienen die Blätter den Raupen des Schwarzen Apollofalters (*Parnassius mnemosyne*) als oligophage Nahrungsgrundlage. Zudem fungiert *Corydalis cava* als Wirtspflanze für den Rostpilz *Melampsora magnusiana*, der Spermogonien und Aecidien auf der Pflanze bildet.[1]
Vorkommen & Lebensraum
Der Hohle Lerchensporn (*Corydalis cava*) ist ein mitteleuropäisches Florenelement, dessen Verbreitungsgebiet sich weitgehend mit dem Areal der Buchen deckt. Im Osten reicht das Vorkommen bis nach Moskau und auf die Krim, während atlantische Klimabereiche im Westen gemieden werden. Die südliche Verbreitungsgrenze erstreckt sich bis zu den Pyrenäen, Süditalien und Griechenland. In nördlichen Gebieten wie England, Dänemark und Südschweden gilt die Art als eingebürgert. Innerhalb Mitteleuropas ist die Pflanze weit verbreitet, fehlt jedoch im Tiefland sowie in Mittelgebirgen und Alpenregionen mit kalkarmem Gestein. In Deutschland liegt der Schwerpunkt der Verbreitung in Bayern, während die Bestandsdichte im Nordosten zerstreut und im Nordwesten selten ist. Die vertikale Verbreitung reicht in den Allgäuer Alpen bis auf 1500 Meter und im Schweizer Kanton Wallis sogar bis auf 1800 Meter Höhe. Als typischer Lebensraum werden etwas feuchte, lockere und mullreiche Lehmböden bevorzugt. *Corydalis cava* gilt als Charakterart der mesophytischen Buchen- und Laubwälder. Man findet die Bestände häufig in krautreichen Eichenwäldern, Buchen-Hainbuchen-Gesellschaften sowie in Hartholz-Auenwäldern, Gebüschen und Hecken. Ökologisch weist die Art als Zeigerpflanze auf frische, stickstoffreiche sowie basen- und kalkhaltige Böden an schattigen Standorten hin.[1] Zusammen mit *Corydalis intermedia*, *Corydalis pumila* und *Corydalis solida* zählt sie zu den vier in Mitteleuropa heimischen Arten dieser Gattung.[4]
Saisonalität & Aktivität
Der Hohle Lerchensporn (*Corydalis cava*) ist ein frühjahrsgrüner Knollen-Geophyt, dessen Vegetationszyklus eng an den Licht- und Wärmehaushalt des Laubwaldes angepasst ist. Die oberirdischen Pflanzenteile treiben zeitig im Frühjahr aus, verwelken jedoch rasch nach der Fruchtbildung und sind im Sommer nicht mehr vorhanden. Die Blütezeit der Art erstreckt sich von März bis April. Im Anschluss an die Blüte reifen die Kapselfrüchte, die sich bereits im Mai öffnen, um die Samen zu entlassen. Physiologisch handelt es sich bei den Samen um Kältekeimer, die eine Phase der Nachreifung im Boden durchlaufen. Bis ein Pflanzenexemplar erstmals blühfähig ist, vergehen etwa vier Jahre.[1] Diese ausgeprägte biologische Saisonalität korreliert mit dem öffentlichen Informationsbedarf, der in den Monaten März und April signifikante Spitzenwerte erreicht.[3]
Bronnen & Referenties
- Wikipedia-OCR: Hohler Lerchensporn, Seite 1
- Gao et al. (2025): Metabolomic and evolutionary integration unveils medicinal potential in six Corydalis species. Molecular Horticulture 5:38. https://doi.org/10.1186/s43897-025-00162-2
- Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse 'Lerchensporn' (DE), aggregierte Daten 2004–2026
- https://doi.org/10.1186/s43897-025-00162-2
- FloraWeb: Datenblatt Corydalis cava (L.) Schweigg. & Körte
- Düll, R., Kutzelnigg, H. (2005): Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands. 6. Auflage. Quelle & Meyer, S. 144 ff.
- Tutin, T.G. et al. (1993): Flora Europaea. Vol 1. Cambridge University Press, S. 304
- Info Flora, nationales Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora
- Jalas, J., Suominen, J. (1991): Atlas florae europaeae. Band 9
- Wikipedia Export, Page 4 (Ökologie)
- Ruprecht Düll, Herfried Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. 7. Auflage, Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1.
- Peter Zwetko: Die Rostpilze Österreichs. Supplement und Wirt-Parasit-Verzeichnis zur 2. Auflage des Catalogus Florae Austriae, III. Teil, Heft 1, Uredinales, 2000.
- Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas. Band 2, Franckh-Kosmos, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06192-2.
- Helga Dietrich, Wolfgang Heinrich: Aus der Pflanzenwelt Thüringens – Frühblüher um Jena, EchinoMedia Verlag, 2008, S. 106–110
- Lutz Roth, Max Daunderer, Kurt Kormann: Giftpflanzen – Pflanzengifte. 6. Auflage. Nikol, Hamburg 2012
- Botanischer Garten Erlangen der Universität Erlangen-Nürnberg: Arzneipflanzen, S. 73 f.