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Lexicon-vermelding

Ierse klokheide Daboecia cantabrica

Ierse klokheide

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde Ericales (Ericales)
Familie Ericaceae
Geslacht Daboecia
Soort Daboecia cantabrica
Wetenschappelijke naam Daboecia cantabrica (Huds.) K.Koch
Geaccepteerde naam

Einleitung

Die **Irische Glockenheide** (*Daboecia cantabrica*) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Innerhalb der botanischen Systematik wird sie der Ordnung der Heidekrautartigen (Ericales) und der Klasse der Zweikeimblättrigen (Magnoliopsida) zugeordnet.[1]

Fakten (kompakt)

- Die Fruchtbildung erfolgt über vierklappige, scheidewandspaltige (septizide) Kapseln, die bei Reife aufspringen und zahlreiche winzige Samen freisetzen. - Im Gegensatz zu vielen Arten der Gattung *Erica*, bei denen die vertrocknete Blüte an der Pflanze verbleibt, fällt die Blütenkrone bei *Daboecia* nach der Anthese ab. - Zytologische Untersuchungen weisen für die Art einen diploiden Chromosomensatz von 2n = 24 auf.[4] - Kurzrüsselige Hummeln (z. B. *Bombus lucorum*) begehen an den Blüten häufig Nektarraub, indem sie die Kronröhre seitlich an der Basis aufbeißen, um an den Nektar zu gelangen, ohne die Bestäubung durchzuführen. - Der Blütenkelch besteht aus vier freien, nicht verwachsenen Kelchblättern, was ein wichtiges morphologisches Unterscheidungsmerkmal zu verwandten Gattungen darstellt. - Die Spaltöffnungen (Stomata) zur Gasregulation befinden sich ausschließlich auf der weißfilzigen Blattunterseite und sind durch die eingerollten Blattränder vor übermäßiger Transpiration geschützt.[4] - Eine Besonderheit der Kultursorte 'Bicolor' ist das Phänomen, dass an einem einzigen Pflanzenindividuum gleichzeitig rein weiße, rein purpurne und weiß-purpur gestreifte Blüten auftreten können.[1]

Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Name der Art lautet *Daboecia cantabrica* (Huds.) K.Koch. Sie wird der Gattung *Daboecia* innerhalb der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) zugeordnet.[2][3] Im deutschsprachigen Raum ist die Pflanze vor allem unter dem Trivialnamen Irische Heide bekannt, wird jedoch seltener auch als Glanzheide oder St. Dabeocs Heide bezeichnet. Ein weiterer verwendeter Name ist Irische Glockenheide. Die etymologische Herkunft des Gattungsnamens bezieht sich auf den heiligen Dabeoc von Lough Derg, einen irischen Heiligen.[2] Taxonomisch wird diskutiert, ob die auf den Azoren vorkommende Population als eigenständige Art oder als Unterart *Daboecia cantabrica* subsp. *azorica* zu betrachten ist. In der Züchtung spielt zudem die Hybride *Daboecia* × *scotica* eine Rolle, die aus der Kreuzung von *Daboecia cantabrica* mit azorischen Pflanzen hervorgegangen ist.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Daboecia cantabrica wächst als verholzter, reich verzweigter Zwergstrauch, der Wuchshöhen von bis zu 60 Zentimetern erreicht. Die einzelnen Triebe stehen aufrecht und weisen eine feine, drüsige Behaarung auf. Die immergrünen, ledrigen Laubblätter sind wechselständig angeordnet und kurz gestielt. Ihre Form variiert von eiförmig bis elliptisch oder verkehrt-eiförmig, wobei sie in einer Stachelspitze enden und einen ganzrandigen, nach unten eingerollten Blattrand aufweisen. Die Blattspreite ist etwa 6 bis 12 Millimeter lang, oberseits dunkelgrün glänzend mit vereinzelten Drüsenhaaren und unterseits durch einen dichten Haarfilz weiß gefärbt. Oftmals werden die Blätter an den Knoten von zwei kleineren Blättern begleitet. Die zwittrigen, nickenden Blüten stehen in langen, lockeren und endständigen, traubigen Blütenständen. Die Blütenstiele sind kürzer als die Blüten selbst und dicht mit Drüsenhaaren besetzt. Der kleine Blütenkelch ist kurz verwachsen, vierzipflig und drüsig behaart. Auffällig groß ist die 12 bis 15 Millimeter lange, bauchig-glockige bis urnenförmige Blütenkrone, die außen drüsig behaart ist und an der Spitze vier kleine Zipfelchen besitzt. Im Inneren der rosa gefärbten Blüte befinden sich acht eingeschlossene Staubblätter mit pfeilförmigen Antheren. Der oberständige Fruchtknoten ist drüsenhaarig, wobei der Griffel knapp eingeschlossen bleibt. Als Früchte bildet die Art bis zu 7 Millimeter lange, eiförmige und lang drüsig-behaarte Kapseln, die vielsamig und septizidal sind und einen beständigen Kelch aufweisen. Daboecia cantabrica ähnelt den Glockenheiden der Gattung Erica, unterscheidet sich jedoch unter anderem durch die wechselständigen Blätter und die sehr großen Blüten.[2] Die auf den Azoren vorkommende Unterart Daboecia cantabrica subsp. azorica zeichnet sich durch etwas kleinere Blätter und kahle Blüten aus.[2]

Beschreibung

Daboecia cantabrica wächst als verholzter, reich verzweigter Zwergstrauch, der Wuchshöhen von bis zu etwa 60 Zentimetern erreicht. Die Sträucher zeichnen sich durch aufrechte Einzeltriebe aus, die fein und drüsig behaart sind. Die immergrünen, wechselständigen Laubblätter sind kurz gestielt, von ledriger Beschaffenheit und variieren in ihrer Form von eiförmig bis elliptisch oder verkehrt-eiförmig. Der Blattrand ist ganzrandig und nach unten eingerollt, wobei das Blatt in einer Stachelspitze endet. Die etwa 6 bis 12 Millimeter langen Blätter sind oberseits dunkelgrün und glänzend mit vereinzelten Drüsenhaaren, während die Unterseite durch einen dichten Haarfilz weiß gefärbt ist. An den Knoten werden die Laubblätter häufig von zwei kleineren Blättern begleitet. Die nickenden, zwittrigen Blüten sind in langen, endständigen und lockeren traubigen Blütenständen angeordnet, wobei die Blütenstiele dicht mit Drüsenhaaren besetzt und kürzer als die Blüten sind. Auffällig ist die mit 12 bis 15 Millimetern Länge vergleichsweise große, bauchig-glockige bis urnenförmige Blütenkrone, die außen drüsig behaart ist und an der Spitze vier kleine Zipfelchen aufweist. Im Inneren der Blüte befinden sich acht eingeschlossene Staubblätter mit pfeilförmigen Antheren sowie ein oberständiger, drüsenhaariger Fruchtknoten. Morphologisch ähnelt die Pflanze stark den Glockenheiden der Gattung *Erica*, unterscheidet sich jedoch unter anderem durch die wechselständige Blattstellung. Als Früchte bildet die Art lang drüsig-behaarte, eiförmige und vielsamige Kapseln aus, die bis zu 7 Millimeter lang werden und einen beständigen Kelch besitzen.[5] Die auf den Azoren verbreitete Population, oft als Unterart *Daboecia cantabrica* subsp. *azorica* geführt, differenziert sich durch etwas kleinere Blätter und kahle Blüten.[5]

Ökologie

Daboecia cantabrica ist eine charakteristische Art der atlantischen Zwergstrauchheiden, die im spanischen Sprachraum als „brezales“ bezeichnet werden. Die Pflanze ist strikt an saure und nährstoffarme Böden gebunden. Sie benötigt ein ausgeprägtes atlantisches Klima, das durch milde und frostarme Winter gekennzeichnet ist. Ein wesentlicher ökologischer Faktor sind sehr hohe Niederschlagssummen, die für das Gedeihen der Art nicht unter 1000 mm liegen dürfen. Pflanzensoziologisch wird der Zwergstrauch als Charakterart der Klasse Calluno-Ulicetea eingestuft. In Spanien wurde zudem die spezifische Assoziation Daboecio-Ulicetum gallii beschrieben, für die Daboecia cantabrica als Charakterart gilt. Neben dem Hauptvorkommen in offenen Heideflächen besiedelt die Art seltener auch aufgelichtete Eichenwälder. Ebenso findet sie an Waldrändern geeignete Habitatbedingungen vor. Innerhalb ihres Areals tritt die Art an geeigneten Standorten nicht selten auf.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Irische Glockenheide (*Daboecia cantabrica*) wird primär als Zierpflanze kultiviert und gilt im ökologischen Kontext als wertvoller Nützling, da sie bestäubenden Insekten wie Hummeln eine reichhaltige Nektarquelle bietet.[4] Die Art ist kein klassischer Schädling, besitzt jedoch in geeigneten atlantischen Klimaten ein gewisses Potenzial zur Verwilderung, weshalb sie in manchen Regionen außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets als Neophyt beobachtet wird.[3] Medizinische Gefahren oder eine relevante Toxizität für Menschen und Haustiere sind nicht bekannt, sodass keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen im Umgang erforderlich sind. Ein typisches Schadbild an der Pflanze selbst ist die Chlorose, die durch einen zu hohen pH-Wert des Bodens verursacht wird und sich durch eine markante Gelbfärbung der Blätter äußert.[4] Zudem besteht eine Anfälligkeit gegenüber bodenbürtigen Krankheitserregern wie *Phytophthora*, die Wurzelfäule auslösen und zum Absterben der Pflanze führen können.[3] Zur Prävention von physiologischen Schäden und Krankheiten ist die Wahl eines sauren, gut durchlässigen Standorts sowie die strikte Vermeidung von Staunässe essenziell.[4] Bauliche Maßnahmen sind nicht relevant, jedoch sollten Pflanzungen in unmittelbarer Nähe sensibler natürlicher Heidebiotope vermieden werden, um eine potenzielle Florenverfälschung zu verhindern. Ein gezieltes Monitoring im Gartenbau sollte sich auf den Befall durch Dickmaulrüssler-Larven konzentrieren, die gelegentlich an den Wurzeln fressen können.[3] Als zentrale pflegerische Maßnahme zur Vorbeugung von Verkahlen und zur Förderung der Vitalität wird ein jährlicher Rückschnitt der Triebe im zeitigen Frühjahr empfohlen. Chemische Bekämpfungsmaßnahmen sind im Hausgarten in der Regel nicht notwendig und sollten zugunsten mechanischer Methoden oder der Verbesserung der Standortbedingungen unterbleiben.[4] Im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes (IPM) steht die Stärkung der Pflanzengesundheit durch optimale Substratwahl im Vordergrund. Rechtliche Einschränkungen wie Meldepflichten oder Quarantänebestimmungen bestehen für *Daboecia cantabrica* derzeit nicht.[3]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung von *Daboecia cantabrica* beschränkt sich primär auf die Nutzung als Zierstrauch im Gartenbau. Wegen ihrer dekorativen Blüten wird die Art im Handel unter den Namen Irische Heide oder Irische Glockenheide vertrieben. Es existieren zahlreiche Zuchtformen, die für den kommerziellen Markt entwickelt wurden. Eine weite Verbreitung findet insbesondere die Hybride *Daboecia* × *scotica*, die aus Kreuzungen zwischen irischen und azorischen Pflanzen hervorgegangen ist. Die wirtschaftliche Verwertbarkeit in Mitteleuropa wird durch die eingeschränkte Winterhärte der Art limitiert, da sie in harten Wintern zurückfriert.[5]

Biologie & Lebenszyklus

Daboecia cantabrica wächst als verholzter, reich verzweigter Zwergstrauch, der Wuchshöhen bis etwa 60 Zentimeter erreicht. Die Pflanze ist immergrün und bildet wechselständige, ledrige Laubblätter aus, die unterseits durch einen dichten Haarfilz weiß gefärbt sind. Die Fortpflanzung erfolgt über zwittrige, nickende Blüten, die in lockeren, endständigen und traubigen Blütenständen angeordnet sind.[6] Die bauchig-glockige, urnenförmige Blütenkrone ist mit 12 bis 15 Millimetern Länge auffallend groß und birgt acht eingeschlossene Staubblätter mit pfeilförmigen Antheren. Der Fruchtknoten ist oberständig und trägt einen knapp eingeschlossenen Griffel. Nach der Blütezeit entwickeln sich lang drüsig-behaarte, eiförmige Kapselfrüchte, die vielsamig und septizidal sind. Biologisch ist die Art strikt an atlantisches Klima gebunden und benötigt milde, frostarme Winter sowie hohe Niederschlagssummen von nicht unter 1000 mm. Sie gedeiht ausschließlich auf sauren, nährstoffarmen Böden und gilt als Charakterart der atlantischen Zwergstrauchheiden (Klasse Calluno-Ulicetea). In Spanien bildet sie die spezifische Assoziation Daboecio-Ulicetum gallii. Die Winterhärte ist in Mitteleuropa eingeschränkt, da die Pflanzen in harten Wintern zurückfrieren können.[7]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Daboecia cantabrica* ist disjunkt und gliedert sich in drei voneinander weit entfernte Teilareale auf. In Irland beschränkt sich das Vorkommen auf ein kleines Gebiet in den westlichen Grafschaften Galway und Mayo. Ein deutlich größeres Areal erstreckt sich über den Nordwesten der Iberischen Halbinsel in Nordspanien und Portugal, wobei das Verbreitungszentrum im Kantabrischen Gebirge liegt.[2] Die isolierte Population auf den Azoren wird taxonomisch oft als eigene Unterart (*subsp. azorica*) oder eigenständige Art betrachtet, da sie sich durch kleinere Blätter und kahle Blüten unterscheidet. *Daboecia cantabrica* besiedelt ausschließlich saure, nährstoffarme Böden in Gebieten mit ausgeprägt atlantischem Klima. Charakteristisch für die Standorte sind milde, frostarme Winter und sehr hohe Niederschlagsmengen, die nicht unter 1000 mm fallen. Die Art gilt als Charakterart der atlantischen Zwergstrauchheiden (Klasse *Calluno-Ulicetea*), die im Spanischen als „brezales“ bezeichnet werden. Spezifisch wurde in Spanien die Assoziation *Daboecio-Ulicetum gallii* beschrieben, für die sie als Kennart fungiert. Innerhalb ihres Areals ist die Pflanze an geeigneten Standorten nicht selten. Neben den offenen Heideflächen wächst die Art seltener auch an Waldrändern und in aufgelichteten Eichenwäldern. In Mitteleuropa ist die Irische Glockenheide nur eingeschränkt winterhart und friert in harten Wintern zurück.[2]

Saisonalität & Aktivität

Als immergrüner Zwergstrauch behält *Daboecia cantabrica* ihre ledrigen Laubblätter ganzjährig, was eine physiologische Präsenz auch außerhalb der klassischen Vegetationsperiode kennzeichnet. Die Art ist an ein atlantisches Klima angepasst und präferiert milde, frostarme Winter, da sie in Mitteleuropa nur eingeschränkt winterhart ist und in harten Wintern zurückfrieren kann. Das Verbreitungszentrum liegt in Regionen mit sehr hohen Niederschlagssummen von nicht unter 1000 mm.[4] Ergänzende Daten zeigen ein stark saisonales öffentliches Interesse an der Pflanze, das im Spätsommer ansteigt und im August seinen Höhepunkt erreicht.[3]

Bronnen & Referenties

  1. https://www.gbif.org/species/8400045
  2. S. R. J. Woodell: Daboecia cantabrica. In: Journal of Ecology. Vol. 46, No. 1, 1958, S. 205–216, doi:10.2307/2256920
  3. GBIF Backbone Taxonomy. Species: Daboecia cantabrica. https://www.gbif.org/species/8400045
  4. https://doi.org/10.2307/2256920
  5. Wikipedia: Daboecia cantabrica (OCR Scan)
  6. Woodell, S. R. J.: Daboecia cantabrica. In: Journal of Ecology. Vol. 46, No. 1, 1958, S. 205–216, doi:10.2307/2256920
  7. Loidi, J. et al.: A survey of heath vegetation of the Iberian Peninsula and Northern Morocco. In: Phytocoenologia. Vol. 37, 2007, S. 341–370, doi:10.1127/0340-269X/2007/0037-0341