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Ergernis

Einleitung

Der **Erdbeerwurzelrüssler** (*Otiorhynchus ovatus*) ist eine Käferart aus der Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae). Er gilt als reiner Pflanzenschädling, der vor allem Nadelgehölze wie Fichten sowie Beerenobst wie Erdbeeren befällt. Während die adulten Käfer an oberirdischen Pflanzenteilen fressen, verursachen die Larven durch Wurzelfraß den Hauptschaden, weshalb die Art besonders in Gärtnereien und Baumschulen gefürchtet ist.[1]

Fakten (kompakt)

- Zur biologischen Bekämpfung sowohl der Larven als auch der erwachsenen Käfer können Fadenwürmer (Nematoden) eingesetzt werden. - Diese mikroskopisch kleinen Nützlinge suchen die im Boden lebenden Larven gezielt auf und dringen durch die Haut in den Wirt ein. - Die Larven stellen ihre Fraßtätigkeit im Winter nicht zwingend ein; bei milden Temperaturen fressen sie an den Wurzeln weiter. - Die Verpuppung der Larven erfolgt meist im April direkt im Erdboden.[1]

Name & Einordnung

Die wissenschaftliche Bezeichnung der Art lautet *Otiorhynchus ovatus* (Linnaeus, 1758). Im deutschen Sprachraum ist der Käfer unter dem Trivialnamen Erdbeerwurzelrüssler bekannt. Systematisch wird die Spezies in die Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae) eingeordnet. Innerhalb dieser Familie besteht eine nahe Verwandtschaft zum Gefurchten Dickmaulrüssler (*Otiorhynchus sulcatus*). Auch andere Arten wie der Maiskäfer (*Sitophilus zeamais*) werden dieser taxonomischen Gruppe zugerechnet.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die wissenschaftliche Bezeichnung des Erdbeerwurzelrüsslers lautet *Otiorhynchus ovatus* (Linnaeus, 1758). Systematisch gehört die Art in die Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae), der beispielsweise auch der Maiskäfer (*Sitophilus zeamais*) zugeordnet ist. Eine nahe Verwandtschaft besteht zum Gefurchten Dickmaulrüssler (*Otiorhynchus sulcatus*). Die Larven von *Otiorhynchus ovatus* leben im Boden und erinnern von ihrer Körperform her an Engerlinge. Nach dem Schlüpfen bohren sich die Larven sofort in den Boden ein, um an feinen Wurzeln zu fressen. Die Eiablage erfolgt auf der Bodenoberfläche rund um geeignete Futterpflanzen, wobei ein Weibchen rund 200 Eier ablegt. Die Verpuppung der Larven findet meist im April im Boden statt. Die adulten Käfer schlüpfen in der Regel zwischen Ende April und Ende Juni. Vor der Eiablage vollziehen die adulten Tiere einen sogenannten Reifungsfraß, der meist zwischen vier und sechs Wochen dauert.[1]

Beschreibung

Der Erdbeerwurzelrüssler (*Otiorhynchus ovatus*), der wissenschaftlich im Jahr 1758 von Linnaeus beschrieben wurde, gehört zur Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae). Diese Art charakterisiert sich als reiner Pflanzenschädling, der bevorzugt Nadelgehölze wie Fichten sowie Beerenobstkulturen besiedelt. Eine biologische Besonderheit dieses Käfers ist die parthenogenetische Fortpflanzung, bei der die Vermehrung ungeschlechtlich erfolgt. Der Lebenszyklus umfasst ein Larvenstadium, das im Boden stattfindet, wobei die Larven in ihrer äußeren Erscheinung an Engerlinge erinnern. Zwischen Anfang Mai und Ende August legen die Tiere rund 200 Eier auf die Bodenoberfläche in unmittelbarer Nähe der Futterpflanzen ab. Die Larven schlüpfen nach einer kurzen Phase von ein bis zwei Wochen und bohren sich sofort in das Erdreich, um an den Feinwurzeln der Wirtspflanzen zu fressen. Diese Fraßaktivität kann bei milden Temperaturen auch während der Wintermonate anhalten, bevor sich die Larven meist im April im Boden verpuppen. Die adulten Käfer schlüpfen in der Regel zwischen Ende April und Ende Juni. Vor der erneuten Eiablage vollziehen die Imagines einen sogenannten Reifungsfraß, der eine Zeitspanne von vier bis sechs Wochen andauert. Während die erwachsenen Käfer nur geringfügige Fraßspuren an oberirdischen Pflanzenteilen wie Blättern oder Nadeln hinterlassen, verursachen die Larven durch die Zerstörung des Wurzelsystems den eigentlichen Hauptschaden. Taxonomisch ist *Otiorhynchus ovatus* eng mit dem Gefurchten Dickmaulrüssler (*Otiorhynchus sulcatus*) verwandt.[3]

Verhalten

Die Larven von *Otiorhynchus ovatus* leben im Boden und erinnern in ihrer Körperform an Engerlinge. Eine Besonderheit im Fortpflanzungsverhalten ist, dass sich der Erdbeerwurzelrüssler parthenogenetisch vermehrt. Die adulten Käfer legen zwischen Anfang Mai und Ende August rund 200 Eier auf die Bodenoberfläche ab. Hierbei wählen sie gezielt Bereiche rund um geeignete Futterpflanzen aus. Nach dem Schlüpfen, das ein bis zwei Wochen später erfolgt, zeigen die Larven ein sofortiges Bohrverhalten, um in das Erdreich einzudringen. Im Boden orientieren sie sich zu den feinen Wurzeln der Wirtspflanzen, um an diesen zu fressen. Dieses Fraßverhalten kann auch während des Winters anhalten, falls die Temperaturen mild sind. Die Verpuppung der Larven erfolgt meist im April im Boden. Die adulten Käfer schlüpfen in der Regel zwischen Ende April und Ende Juni. Bevor sie zur Eiablage fähig sind, vollziehen sie einen sogenannten Reifungsfraß, der meist zwischen vier und sechs Wochen andauert. Im Gegensatz zu den Larven fressen die Käfer selbst nur wenig an den oberirdischen Pflanzenteilen wie Nadeln oder Blättern.[1]

Ökologie

Die Larven von *Otiorhynchus ovatus* besiedeln das Edaphon und leben als Wurzelhresser im Boden, wo sie durch ihre Fraßtätigkeit das Wurzelsystem der Wirtspflanzen schädigen können. Das Nahrungsspektrum der Art umfasst vor allem Nadelgehölze wie Fichten, aber auch Beerenobstkulturen wie Erdbeeren und Johannisbeeren. Während die adulten Käfer nur geringfügig an oberirdischen Pflanzenteilen wie Nadeln oder Blättern fressen, sind die Larven für den Hauptschaden verantwortlich und können Jungpflanzen zum Absterben bringen. Die Fortpflanzung erfolgt parthenogenetisch, wobei die Eier auf der Bodenoberfläche in der Nähe geeigneter Futterpflanzen abgelegt werden. Die Larven zeigen eine gewisse Kältetoleranz und setzen ihre Fraßtätigkeit bei milden Temperaturen auch im Winter fort. Zu den natürlichen Feinden im Bodenhabitat zählen Fadenwürmer (Nematoden), welche die Larven aktiv aufsuchen, durch die Haut in diese eindringen und sie parasitieren.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Der *Erdbeerwurzelrüssler* (*Otiorhynchus ovatus*) gilt als reiner Pflanzenschädling, der besonders in Gärtnereien und Baumschulen gefürchtet ist. Das Wirtsspektrum umfasst vor allem Nadelgehölze wie Fichten, aber auch Beerenobst, darunter Erdbeeren und Johannisbeeren. Während die adulten Käfer nur geringfügigen Schaden durch Fraß an oberirdischen Pflanzenteilen wie Nadeln und Blättern verursachen, geht die Hauptgefahr von den Larven aus. Die im Boden lebenden Larven, die optisch an Engerlinge erinnern, fressen an den Wurzeln der Wirtspflanzen. Besonders Jungpflanzen können durch diesen Wurzelfraß so stark geschädigt werden, dass sie absterben. Die Larven schlüpfen ein bis zwei Wochen nach der Eiablage, bohren sich sofort in den Boden ein und beginnen an den Feinwurzeln zu fressen. Bei milden Temperaturen kann die Fraßtätigkeit der Larven auch während der Wintermonate anhalten. Vor der Eiablage vollziehen die geschlüpften Käfer einen sogenannten Reifungsfraß, der meist zwischen vier und sechs Wochen andauert. Zur biologischen Bekämpfung sowohl der Larven als auch der erwachsenen Käfer können Fadenwürmer (Nematoden) eingesetzt werden. Diese mikroskopisch kleinen Nützlinge suchen die Larven im Boden gezielt auf und dringen durch deren Haut in den Wirtsorganismus ein.[1]

Wirtschaftliche Bedeutung

Der Erdbeerwurzelrüssler (*Otiorhynchus ovatus*) tritt als reiner Pflanzenschädling auf, der spezifische Wirtschaftszweige betrifft. Wirtschaftliche Schäden entstehen vor allem an Nadelgehölzen wie Fichten sowie an Beerenobstkulturen, insbesondere Erdbeeren und Johannisbeeren. Die erwachsenen Käfer verursachen dabei nur geringfügige Fraßschäden an den oberirdischen Pflanzenteilen wie Nadeln oder Blättern. Den wirtschaftlichen Hauptschaden richten hingegen die im Boden lebenden Larven an, indem sie die Wurzeln der Pflanzen abfressen. Durch diesen Wurzelfraß wird die Vitalität der Gewächse massiv beeinträchtigt. Besonders Jungpflanzen können dabei so stark geschädigt werden, dass es zum vollständigen Absterben der Pflanzen kommt, was zu Totalverlusten führen kann. Aufgrund dieser Gefahr gilt *Otiorhynchus ovatus* besonders in kommerziellen Gärtnereien und Baumschulen als gefürchteter Schädling.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Der Erdbeerwurzelrüssler (*Otiorhynchus ovatus*) gehört zur Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae) und ist eng mit dem Gefurchten Dickmaulrüssler (*Otiorhynchus sulcatus*) verwandt. Eine Besonderheit in der Fortpflanzungsbiologie dieser Art ist die parthenogenetische Vermehrung, bei der sich die Käfer ohne Befruchtung fortpflanzen. Die Eiablage erfolgt über einen langen Zeitraum zwischen Anfang Mai und Ende August, wobei rund 200 Eier auf die Bodenoberfläche in der direkten Umgebung geeigneter Wirtspflanzen abgelegt werden. Nach einer Embryonalentwicklung von ein bis zwei Wochen schlüpfen die Larven und graben sich unmittelbar in den Boden ein. Morphologisch erinnern die im Erdreich lebenden Larvenstadien an Engerlinge. Die Larven ernähren sich von den feinen Wurzeln der Pflanzen, wobei sie bei milden Temperaturen ihre Fraßtätigkeit auch während des Winters fortsetzen können. Die Verpuppung findet meist im April im Boden statt. Die adulten Käfer schlüpfen in der Regel im Zeitraum zwischen Ende April und Ende Juni. Bevor die Imagines zur Eiablage fähig sind, müssen sie einen sogenannten Reifungsfraß absolvieren. Diese Reifungsphase nimmt meist eine Zeitspanne von vier bis sechs Wochen in Anspruch.[1] Während die Larven unterirdisch an Wurzeln fressen, ernähren sich die adulten Käfer von oberirdischen Pflanzenteilen wie Nadeln von Fichten oder Blättern von Beerenobst (z. B. Erdbeere, Johannisbeere). Zu den natürlichen Gegenspielern im Boden gehören Nematoden (Fadenwürmer), welche die Larven aktiv aufsuchen und parasitieren.[1]

Vorkommen & Lebensraum

Der Erdbeerwurzelrüssler (*Otiorhynchus ovatus*) ist primär in Lebensräumen anzutreffen, die seine spezifischen Wirtspflanzen beherbergen. Zu den bevorzugten Habitaten zählen Bestände von Nadelgehölzen, wobei insbesondere Fichten besiedelt werden. Darüber hinaus ist die Art regelmäßig in Kulturen von Beerenobst wie Erdbeeren oder Johannisbeeren zu finden. Aufgrund dieses Wirtsspektrums tritt der Käfer häufig in kommerziellen Gärtnereien sowie Baumschulen auf. Der eigentliche Lebensraum der Larven befindet sich unterirdisch im Boden. In ihrer Körperform erinnern die im Erdreich lebenden Larven an Engerlinge. Die Eiablage erfolgt zunächst auf der Bodenoberfläche im direkten Umfeld der geeigneten Futterpflanzen. Unmittelbar nach dem Schlüpfen suchen die Larven den Schutz des Bodens auf und bohren sich ein, um zu den Wurzeln zu gelangen. Dieser unterirdische Lebensraum bietet den Larven auch im Winter Schutz, wobei sie bei milden Temperaturen dort weiterfressen können. Die Verpuppung der Tiere findet im April ebenfalls innerhalb des Bodens statt. Die adulten Käfer halten sich hingegen an den oberirdischen Pflanzenteilen auf, verursachen dort jedoch im Vergleich zu den bodenlebenden Stadien weniger Schäden.[1]

Saisonalität & Aktivität

Der Erdbeerwurzelrüssler (*Otiorhynchus ovatus*) folgt einem spezifischen saisonalen Entwicklungszyklus. Die adulten Käfer schlüpfen in der Regel im Zeitraum zwischen Ende April und Ende Juni. Bevor die Tiere zur Eiablage fähig sind, vollziehen sie einen sogenannten Reifungsfraß, der meist vier bis sechs Wochen andauert. Die Eiablage findet anschließend zwischen Anfang Mai und Ende August statt, wobei die Eier auf der Bodenoberfläche in der Nähe von Futterpflanzen abgelegt werden. Die Larven schlüpfen ein bis zwei Wochen später und ziehen sich sofort in den Boden zurück. Die Überwinterung erfolgt im Larvenstadium im Erdreich. Bei milden Temperaturen können die Larven auch während der Wintermonate aktiv bleiben und an den Wurzeln fressen. Die Verpuppung findet meist im April im Boden statt, bevor der Zyklus von Neuem beginnt. Die Vermehrung der Art erfolgt dabei parthenogenetisch.[1] Das öffentliche Interesse an *Otiorhynchus ovatus* korreliert mit diesen Aktivitätsphasen und zeigt deutliche Spitzenwerte im April sowie im August. In den Wintermonaten Januar und Februar ist das Suchaufkommen hingegen am geringsten.[2]

Bronnen & Referenties

  1. Institut für Schädlingskunde, Erdbeerwurzelrüssler bekämpfen, Reinheim.
  2. Aggregierte Suchanfragen-Analyse (Zeitreihe DE)
  3. Institut für Schädlingskunde: Erdbeerwurzelrüssler bekämpfen - Seite 1