Doorgaan naar inhoud
Gratis verzending vanaf 29€
Verzending 1-2 dagen
4.44 · 245.512+ klanten
Lexicon-vermelding

Bell Heide Erica tetralix 

Bell Heide

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde Ericales (Ericales)
Familie Ericaceae
Geslacht Erica
Soort Erica tetralix
Wetenschappelijke naam Erica tetralix L.
Geaccepteerde naam

Einleitung

Die Glockenheide (*Erica tetralix*) ist eine akzeptierte Art aus der Gattung *Erica* innerhalb der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Systematisch wird sie der Ordnung der Heidekrautartigen (Ericales) sowie der Klasse der Zweikeimblättrigen (Magnoliopsida) zugeordnet.[1]

Fakten (kompakt)

- Die Chromosomenzahl der Art beträgt 2n = 24. - In den französischen Pyrenäen (bei Gèdre) steigt die Pflanze bis in Höhenlagen von 2200 Metern auf. - Die Kapselfrucht ist achteckig, vierfächerig, oben abgeflacht und weiß filzig behaart. - Die zahlreichen Samen sind mit einer Länge von 0,3 bis 0,4 Millimetern sehr klein und breiten sich als sogenannte Körnchenflieger aus. - Nach Trockenlegung von Standorten wird die Glocken-Heide oftmals durch das Pfeifengras (*Molinia caerulea*) verdrängt. - Als geeignete Naturschutzmaßnahmen zur Förderung der Wiederausbreitung gelten Wiedervernässung und Entbuschung. - Die Art ähnelt der Irischen Heide (*Daboecia cantabrica*), deren Blüten jedoch deutlich größer sind.[7] - In DNA-Analysen zur Herkunftsbestimmung von Honig wurde festgestellt, dass genetische Marker für *Erica cinerea* auch bei *Erica tetralix* signifikant amplifizieren können (Kreuzreaktivität). - In einer umfassenden Studie von 266 britischen Honigproben wurde *Erica tetralix* mittels Metabarcoding nur in sehr geringen Spuren (wenige Reads) in zwei Proben aus dem Südwesten Englands identifiziert.[2]

Name & Einordnung

Die gültige Erstbeschreibung von *Erica tetralix* wurde 1753 von Carl von Linné in Band I seines Werkes *Species Plantarum* veröffentlicht. Systematisch wird die Art der Gattung der Heidekräuter (*Erica*) innerhalb der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) zugeordnet. Im Deutschen ist neben Glocken-Heide auch die Bezeichnung Moor-Glockenheide etabliert.[2] Historische Quellen belegen eine Vielzahl regionaler Trivialnamen, darunter Bohnerheide und Doppheide in Ostfriesland sowie Bultheide und Fastheide im Raum Unterweser. Weitere volkstümliche Bezeichnungen sind Moorheide (Pommern), Murheid (Mecklenburg), Topfheide (Hadamar) sowie Torfheide und Sumpfglockenheide. Auch Namen wie Suerheid, Forchheide und Frühlingsheide sind überliefert. Die Varianten Doppheide und Toppheide nehmen etymologisch Bezug auf die Blütenform, da „Dopp“ eine hohle Rundung bedeutet.[3] Im englischen Sprachraum wird die Spezies als „cross-leaved heath“ bezeichnet.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Glocken-Heide wächst als immergrüner Zwergstrauch und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 50 Zentimetern. Die nadelförmigen Laubblätter stehen wirtelig und sparrig abstehend an den Zweigen.[2] Sie sind 3 bis 6 Millimeter lang, steifhaarig bewimpert und am Rand umgerollt.[5] Der kopfig-doldige Blütenstand enthält fünf bis fünfzehn Blüten, die meist etwas nicken.[4] Die Blütenstiele sind weiß filzig behaart und etwas kürzer als die Blüten. Die zwittrige Blüte ist vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die vier Kelchblätter sind 2 bis 3 Millimeter lang, wobei ein Außenkelch fehlt. Die rosafarbene Blütenkrone ist 6 bis 9 Millimeter lang und eiförmig-zylindrisch bis tonnenförmig geformt. Ihr oberes Ende besteht aus vier kurzen, stumpfen und leicht umgeschlagenen Kronzipfeln. Die Blütenkrone schließt die acht Staubblätter ein. Die dunkelroten Staubbeutel tragen am Grund geschwänzte Zipfel. Der Griffel ist länger als die Staubblätter und trägt einen dunklen Narbenkopf. Die Kapselfrucht ist achteckig, vierfächerig, oben abgeflacht und weiß filzig behaart. Die Samen sind mit einer Länge von 0,3 bis 0,4 Millimetern sehr klein.[5] Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.[8] Ähnlichkeit besteht zur Irischen Heide (*Daboecia cantabrica*), deren Blüten jedoch deutlich größer sind.[5]

Beschreibung

Die Glocken-Heide (*Erica tetralix*), auch Moor-Glockenheide genannt, wächst als immergrüner Zwergstrauch und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 50 Zentimetern. Die nadelförmigen Laubblätter stehen wirtelig und sparrig abstehend an den Zweigen.[2] Sie sind 3 bis 6 Millimeter lang, steifhaarig bewimpert und besitzen einen umgerollten Rand. Diese als Peinomorphose bezeichnete Blattform dient als Anpassung an die Nährsalzarmut des Standorts, indem sie die Verdunstung reduziert.[5] Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September.[4] Der kopfig-doldige Blütenstand setzt sich aus fünf bis fünfzehn meist nickenden Blüten zusammen. Die weiß filzig behaarten Blütenstiele sind dabei etwas kürzer als die Blüten selbst. Die zwittrigen, vierzähligen Blüten verfügen über eine doppelte Blütenhülle ohne Außenkelch. Die rosafarbene Blütenkrone ist eiförmig-zylindrisch bis tonnenförmig und erreicht eine Länge von 6 bis 9 Millimetern. Sie endet in vier kurzen, stumpfen und leicht umgeschlagenen Kronzipfeln. Im Inneren schließt die Krone acht Staubblätter ein, deren dunkelrote Staubbeutel am Grund geschwänzte Zipfel tragen. Der Griffel überragt die Staubblätter und endet in einem dunklen Narbenkopf. Nach der Bestäubung bleibt die Blütenkrone erhalten, wodurch die Pflanze lange blühend erscheint. Eine ökologische Besonderheit ist die Interaktion mit dem Blasenfuß *Taeniothrips ericae*, dessen Weibchen ihre Eier in die Kronblätter legen, woraufhin die Entwicklung der Larven geschützt im Inneren der Blüte erfolgt. Die Früchte sind achteckige, vierfächerige Kapselfrüchte, die oben abgeflacht und weiß filzig behaart sind. Die darin enthaltenen Samen sind mit 0,3 bis 0,4 Millimetern Länge sehr klein.[5] Die Chromosomenzahl der Art beträgt 2n = 24.[8] Eine ähnliche Art ist die Irische Heide (*Daboecia cantabrica*), die jedoch deutlich größere Blüten aufweist.[5]

Verhalten

Blütenökologisch verhält sich *Erica tetralix* als „Glockenblume mit Streueinrichtung“, bei der die Staubblätter zu einem Streukegel vereint sind und der Pollen bei Berührung auf den Bestäuber herabrieselt. Als Hauptbestäuber treten Hummeln und Tagfalter auf, während Honigbienen aufgrund ihres kürzeren Rüssels den Nektar oft nicht auf regulärem Weg erreichen können. Honigbienen begehen daher häufig Nektarraub, indem sie die Blütenkrone seitlich aufbeißen, um an den Nektar zu gelangen, ohne die Blüte zu bestäuben.[5] Generell werden *Erica*-Arten stärker von Hummeln präferiert, wohingegen Honigbienen eher die Besenheide (*Calluna vulgaris*) aufsuchen.[2] Eine enge symbiotische Beziehung besteht zu Fransenflüglern wie *Taeniothrips ericae*, deren Weibchen ihre Eier in die Kronblätter legen und deren Larven sich im Blüteninneren entwickeln. Die erwachsenen Insekten leben in den Blüten, ernähren sich von Nektar und tragen sowohl zur Fremd- als auch zur Selbstbestäubung bei. Neben der Insektenbestäubung nutzt die Pflanze auch spontane Selbstbestäubung sowie seltener die Windbestäubung. Zur Verbreitung der Diasporen fungieren die Kapselfrüchte als Windstreuer, die die sehr kleinen Samen als Körnchenflieger freisetzen. Vegetativ reagiert die Pflanze auf Nährstoffarmut mit einer Peinomorphose, bei der sich die Blattränder umrollen, um die Transpiration zu minimieren.[5]

Ökologie

Bei der Glocken-Heide handelt es sich um einen Chamaephyten, der als immergrüner Zwergstrauch durch Peinomorphose der eingerollten Nadelblätter an die Nährstoffarmut seiner Standorte angepasst ist. Die Pflanze bildet eine endotrophe Mykorrhiza vom Ericaceen-Typ aus.[5] Pflanzensoziologisch ist *Erica tetralix* eine Charakterart der Assoziation *Ericetum tetralix* und präferiert sehr feuchte, stark saure sowie sehr nährstoffarme Böden (Feuchtezahl 4w, Reaktionszahl 1, Nährstoffzahl 1 nach Landolt).[8][9] Die Hauptbestäubung erfolgt durch nur etwa einen Millimeter große Fransenflügler aus der Gruppe der Blasenfüße, insbesondere durch *Taeniothrips ericae*. Die Larvenentwicklung dieser Insekten findet im Inneren der Blüten statt, wobei geflügelte Weibchen zwischen den Blüten wechseln, um mit flugunfähigen Männchen zu kopulieren, was sowohl Fremd- als auch Selbstbestäubung bewirkt. Größere Blütenbesucher wie Hummeln und Tagfalter spielen für die Bestäubung eine untergeordnete Rolle; Honigbienen gelangen aufgrund ihres kurzen Rüssels oft nicht an den Nektar, es sei denn, sie beißen die Blüte seitlich auf.[5] Generell werden *Erica*-Arten im Vergleich zu *Calluna vulgaris* stärker von Hummeln als von Honigbienen als Futterquelle genutzt.[2] Die Ausbreitung der zahlreichen kleinen Samen erfolgt als Körnchenflieger durch den Wind. Bei einer Eutrophierung oder Entwässerung des Habitats wird *Erica tetralix* häufig durch das konkurrenzstärkere Pfeifengras (*Molinia caerulea*) verdrängt.[5]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Glocken-Heide (*Erica tetralix*) besitzt als Charakterart der Moorheiden eine hohe ökologische Bedeutung und dient als Zeigerpflanze für sehr feuchte, saure sowie nährstoffarme Standorte.[8][10] Sie stellt eine wichtige Nahrungsquelle für Hummeln und spezifische Insekten wie den Blasenfuß *Taeniothrips ericae* dar, während Honigbienen den Nektar oft nur durch seitliches Aufbeißen der Blütenkrone erreichen können.[5] Wirtschaftlich ist die Art für die Imkerei relevant, da sie zur Produktion von hochwertigem, thixotropem Heidehonig beiträgt, wenngleich sie aufgrund früherer Blütezeiten oft geringere Anteile als die Besenheide (*Calluna vulgaris*) ausmacht.[2] Aus naturschutzfachlicher Sicht gilt die Pflanze nicht als Schädling, sondern ist selbst durch anthropogene Einflüsse wie Entwässerung, Aufforstung und Eutrophierung ihrer Standorte stark gefährdet. Ein typisches Schadbild im Habitat ist die Verdrängung der Bestände durch das Pfeifengras (*Molinia caerulea*) infolge von Nährstoffeinträgen und Trockenlegung. Zum Erhalt der Populationen sind aktive Pflegemaßnahmen wie die Wiedervernässung der Moore sowie die Entbuschung zur Reduktion von Konkurrenzvegetation notwendig.[8] Die Identifikation von *Erica*-DNA in Honigproben dient zudem als Authentifizierungsmerkmal für die botanische Herkunft von Heidehonigen.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Glocken-Heide (*Erica tetralix*) besitzt im Vergleich zu anderen Heidearten eine nur untergeordnete wirtschaftliche Relevanz in der Imkerei. Zwar gilt Heidehonig aufgrund seines einzigartigen Geschmacks und seiner thixotropen Textur als hochwertiges Produkt mit hohem Marktwert, jedoch wird dieser primär aus der Besenheide (*Calluna vulgaris*) oder der Grauheide (*Erica cinerea*) gewonnen. Im Gegensatz zur Besenheide, die als vitale Futterquelle für Bienen im Spätsommer fungiert, trägt *Erica tetralix* kaum zur kommerziellen Honigernte bei. Wissenschaftliche Untersuchungen zur botanischen Herkunft von Heidehonig mittels DNA-Analyse bestätigen, dass die Glocken-Heide in kommerziellen Proben meist nicht oder nur in Spuren nachweisbar ist. Der limitierende Faktor für die wirtschaftliche Nutzung ist die Morphologie der Blüte, welche die Sammelaktivität der Honigbienen einschränkt. Aufgrund der spezifischen Blütenform ist es für Honigbienen schwierig, den Nektar auf regulärem Weg zu erreichen, weshalb die Art nicht als signifikante Quelle für Sortenhonige erwartet wird.[2] Bienen können den Nektar oft nur durch seitliches Anbeißen der Blütenkrone gewinnen, da ihr Rüssel für den regulären Zugang zu kurz ist. Dieser Mechanismus führt dazu, dass die Bestäubung durch Honigbienen und damit die Eignung als ertragreiche Trachtpflanze ineffizient bleiben.[7] Folglich wird *Erica tetralix* in der Lebensmittelproduktion nicht als primäre Stammpflanze für den im Handel erhältlichen Heidehonig klassifiziert.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Die Glocken-Heide (*Erica tetralix*) wächst als immergrüner Zwergstrauch und gehört zur Lebensform der Chamaephyten. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September. Blütenökologisch handelt es sich um „Glockenblumen mit Streueinrichtung“, bei denen die Staubblätter zu einem Streukegel vereint sind. Der Nektar wird am Fruchtknoten abgeschieden, ist jedoch für Honigbienen aufgrund ihres kurzen Rüssels oft schwer erreichbar. Daher beißen Honigbienen oder Hummeln die Blütenkrone oft seitlich an, um als Nektaräuber an die Nahrung zu gelangen, ohne die Bestäubung durchzuführen. Generell werden *Erica*-Arten stärker von Hummeln als von Honigbienen präferiert. Eine spezifische Symbiose besteht mit Blasenfüßen (Thripse), insbesondere der Art *Taeniothrips ericae*, die auch als „Gewitterwürmchen“ bezeichnet werden. Diese Insekten nutzen die Blüten als Lebensraum: Weibchen legen ihre Eier in das Innere der fleischigen Kronblätter, wo anschließend die Larvenentwicklung stattfindet. Auch die erwachsenen Insekten leben in den Blüten und werden durch den Nektar versorgt. Geflügelte Weibchen wechseln nach dem Öffnen der Blüten den Standort, während die ungeflügelten Männchen in den Blüten verbleiben. Durch die Kopulationsaktivitäten in der Blüte bewirken diese Insekten sowohl Fremd- als auch Selbstbestäubung. Spontane Selbstbestäubung ist bei der Glocken-Heide weit verbreitet, während Windbestäubung zwar möglich, aber seltener ist. Nach der Befruchtung bilden sich in der Krone verborgene, wandspaltige Trockenkapseln aus. Die sehr kleinen Samen erreichen eine Länge von 0,3 bis 0,4 Millimetern und werden als Körnchenflieger durch den Wind ausgebreitet. Zur Nährstoffaufnahme auf den typischen nährstoffarmen Standorten bildet die Pflanze eine endotrophe Mykorrhiza vom Ericaceen-Typ aus. Die nadelartigen Blätter sind am Rand umgerollt, was als Peinomorphose eine Anpassung an die Nährsalzarmut darstellt. Physiologisch ist die Art durch einen Chromosomensatz von 2n = 24 gekennzeichnet.[2]

Vorkommen & Lebensraum

Das Hauptverbreitungsgebiet der Glocken-Heide (*Erica tetralix*) liegt im atlantischen Europa. Zu den ursprünglichen Vorkommen zählen Länder wie Portugal, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Irland sowie die Benelux-Staaten. Das Areal erstreckt sich weiter über Deutschland und Dänemark bis nach Skandinavien, Polen und ins Baltikum. In der Schweiz und auf Island gelten die Bestände hingegen als nicht ursprünglich. Innerhalb Deutschlands bildet das Nordwestdeutsche Tiefland den Verbreitungsschwerpunkt der Art. Im vergangenen Jahrhundert wurde *Erica tetralix* zudem in bayerischen Mooren angesalbt, in denen sie natürlicherweise nicht vorkam. Bezüglich der vertikalen Verbreitung steigt die Pflanze in den französischen Pyrenäen bis in Höhenlagen von 2200 Metern auf. Als typische Standorte besiedelt sie nährstoffarme Moore, Moorwälder sowie Zwergstrauchheiden. Sie wächst bevorzugt auf sauren, nährstoffarmen und sandig-anmoorigen bis torfigen Böden. Zu den charakteristischen Biotoptypen gehören Feuchtheiden, Heidemoore sowie die Uferbereiche von Heideweihern. Auch Sekundärstandorte wie Sandgruben oder Waldlichtungen werden von der Glocken-Heide besiedelt. Besonders auf degenerierten oder teilentwässerten Hochmoorstandorten bildet sie sogenannte Moorheiden aus. Pflanzensoziologisch gilt sie in Mitteleuropa als Charakterart des *Ericetum tetralicis*. Ökologische Zeigerwerte charakterisieren die Art als Feuchtezeiger für sehr nasse, aber mäßig wechselnde Bedingungen sowie als starken Säurezeiger. Zudem weist das Vorkommen auf ozeanisches Klima und extreme Nährstoffarmut hin.[7]

Saisonalität & Aktivität

Die Blütezeit der Glocken-Heide (*Erica tetralix*) erstreckt sich in Mitteleuropa von Juni bis September.[4] Im Vergleich zur später blühenden Besenheide (*Calluna vulgaris*) treten *Erica*-Arten phänologisch früher im Jahr in Erscheinung. Dies führt dazu, dass die Bestände der Glocken-Heide oft bereits verblüht oder fruchtend sind, wenn Imker im Spätsommer ihre Stöcke für die *Calluna*-Tracht in die Heidegebiete verbringen. Die Blütezeit von *Erica tetralix* überschneidet sich dabei stark mit der der Grauheide (*Erica cinerea*).[2] Eng an diese saisonale Verfügbarkeit der Blüten ist der Lebenszyklus des Fransenflüglers *Taeniothrips ericae* gekoppelt. Die adulten Insekten besiedeln die Blütenstände, wobei die Weibchen ihre Eier in das Innere der Kronblätter ablegen. Die gesamte Larvenentwicklung vollzieht sich anschließend geschützt innerhalb der Blüte. Als immergrüner Zwergstrauch behält die Pflanze ihre Nadelblätter auch außerhalb der Vegetationsperiode bei.[5] Das öffentliche Interesse an der Art spiegelt die phänologische Hochphase wider und verzeichnet in den Monaten August und September die höchsten Werte.[6]

Voorkomen en huidige waarnemingen in Duitsland

  • Deutschland

    14.03.2026

  • Sylt, List auf Sylt, Schleswig-Holstein, Deutschland

    06.03.2026

  • Bissendorfer Moor, Bissendorf, 49143, Germany

    06.03.2026

  • Bernsdorf, Deutschland

    03.03.2026

  • Deutschland

    14.02.2026

Daten: iNaturalist

Bronnen & Referenties

  1. https://www.gbif.org/species/5333412
  2. Benito Valdés (2009+): Erica. Datenblatt Erica tetralix In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
  3. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 143.
  4. Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Ulmer, Stuttgart 2000.
  5. Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, Band V, Teil 3, Verlag Carl Hanser, München 1966.
  6. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
  7. Wikipedia: Glocken-Heide (Erica tetralix). Version aus OCR-Extrakt.
  8. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 734.
  9. Info Flora: Erica tetralix L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora.
  10. Landolt et al.: Ökologische Zeigerwerte nach Landolt. 2010