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Lexicon-vermelding

klimop Hedera-helix

klimop

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde Apiales (Apiales)
Familie Araliaceae
Geslacht Hedera
Soort Hedera helix
Wetenschappelijke naam Hedera helix L.
Geaccepteerde naam

Einleitung

Der **Gemeine Efeu** (*Hedera helix*) ist eine ausdauernde, immergrüne Kletterpflanze aus der Familie der Araliaceae (Efeugewächse).[1][2] Ursprünglich in Europa und Westasien verbreitet, klettert das Gewächs mithilfe von Haftwurzeln an Substraten empor und dient in seinem nativen Areal als ökologisch bedeutsamer Nahrungs- und Lebensraum für die Fauna.[3][1] Während die Art als Zier- und Arzneipflanze genutzt wird, gilt sie in eingeführten Regionen wie Nordamerika vielfach als invasives Unkraut, das heimische Vegetationsschichten verdrängt.[1]

Gemeenschapsanalyse

OpenInsect
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Laatst op 07.03.2026
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Fakten (kompakt)

- Die Blüten sind zwittrig (bisexuell) angelegt, besitzen fünf Blütenblätter und weisen einen Durchmesser von etwa 5 mm auf. - Die Verbreitung der Samen erfolgt primär durch Vögel, welche die Früchte fressen und die Samen ausscheiden. - Für den Menschen sind die Beeren giftig und der Kontakt mit der Pflanze kann schwere Hautreizungen hervorrufen. - Die Kältetoleranz der Art reicht bis zur USDA-Klimazone 4. - Ein Merkmal der Jugendphase ist die horizontale Ausrichtung der Blätter, die an bis zu 50 mm langen Blattstielen sitzen. - Im Gegensatz dazu zeigen die Blätter der Altersform nach oben und besitzen eine prominente Aderung. - Die Blütenstände befinden sich an 30 bis 50 mm langen Stielen (Pedunkel). - In den Früchten entwickeln sich jeweils zwei bis fünf Samen, die eine Länge von bis zu 5 mm erreichen.[11]

Name & Einordnung

Die Art *Hedera helix* L. wird systematisch der Familie der Araliaceae (Efeugewächse) zugeordnet.[1][2] Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1753 durch Carl von Linné in dessen Werk *Species Plantarum*, womit die Art formal in die moderne Taxonomie eingeführt wurde.[2] Der Gattungsname *Hedera* entspricht der klassischen lateinischen Bezeichnung für Efeu, die bereits Plinius der Ältere in seiner *Naturalis historia* (ca. 77–79 n. Chr.) verwendete und mit dem Weingott Bacchus assoziierte.[4][5] Das Artepitheton *helix* leitet sich vom griechischen Wort für „Spirale“ oder „Windung“ ab und bezieht sich auf den windenden Wuchs der Kletterpflanze.[2] Im deutschen Sprachraum ist der Trivialname „Efeu“ gebräuchlich, während die Pflanze international oft als „English ivy“ (englisch) oder „lierre“ (französisch) bezeichnet wird. Der englische Begriff „ivy“ geht dabei auf das altenglische Wort „ifig“ zurück.[1] Innerhalb der Art werden drei Unterarten unterschieden: die weit verbreitete Nominatform *H. helix* subsp. *helix*, die im Mittelmeerraum vorkommende *H. helix* subsp. *poetarum* (mit gelben Früchten) sowie *H. helix* subsp. *rhizomatifera*. Letztere zeichnet sich durch rhizomartiges Wachstum aus und wird in einigen taxonomischen Betrachtungen als eigenständige Art *Hedera rhizomatifera* diskutiert. Hybridisierungen sind innerhalb der Gattung möglich, etwa mit *Hedera hibernica*, sowie als intergenerische Kreuzung ×*Fatshedera lizei*.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Hedera helix ist eine immergrüne, verholzende Kletterpflanze, die mit Unterstützung Wuchshöhen von bis zu 30 Metern erreichen kann.[3][1] Charakteristisch ist der ausgeprägte Dimorphismus mit zwei morphologisch unterschiedlichen Lebensphasen, die sich in Blatt- und Sprossaufbau differenzieren.[1][8] In der sterilen Jugendphase bildet die Pflanze schlanke, grüne bis violette Triebe mit einem Durchmesser von bis zu 5 mm aus, die über adventive Haftwurzeln verfügen.[8] Diese Wurzeln sezernieren ein Nanokomposit aus Polysacchariden und Proteinen, das über kugelförmige Nanopartikel eine starke Haftung auf vertikalen Substraten ermöglicht.[4] Die wechselständigen Laubblätter dieser Phase sind dunkelgrün, glänzend und handförmig in drei bis fünf flache Lappen geteilt, wobei sie Längen und Breiten von 50 bis 100 mm erreichen.[3][8] Sobald die Pflanze ausreichend Licht oder Höhe gewinnt, erfolgt der Übergang zur fertilen Altersform, deren Sprosse keine Haftwurzeln mehr ausbilden.[8] Die Blätter der Adultphase sind ungelappt, herz- bis eiförmig oder rautenförmig, weisen einen glatten Rand auf und sind oft nach oben gerichtet. Die kleinen, zwittrigen Blüten stehen in endständigen Dolden, messen etwa 5 mm im Durchmesser und besitzen fünf grünlich-gelbe Kronblätter.[3][8] Aus ihnen entwickeln sich beerenartige Steinfrüchte mit einem Durchmesser von 6 bis 8 mm, die meist schwarz abreifen und ein bis fünf Samen enthalten.[8][1] Eine Ausnahme bildet die Unterart H. helix subsp. poetarum, die durch gelbe Früchte gekennzeichnet ist, während H. helix subsp. rhizomatifera unterirdische Rhizome ausbildet. Verwechslungsmöglichkeiten bestehen mit der nah verwandten Art Hedera hibernica, wobei in Überlappungsgebieten Hybriden mit intermediären Merkmalen auftreten können.[2]

Beschreibung

Hedera helix ist eine immergrüne, verholzende Kletterpflanze aus der Familie der Araliaceae, die sich durch eine ausgeprägte Wuchsdimorphie auszeichnet und Höhen von bis zu 30 Metern erreichen kann. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet, das von Europa bis nach Westasien reicht, besiedelt die Art primär Laubwälder und Felsformationen, wo sie als Bodendecker oder Wurzelkletterer das Unterholz dominiert. Ein zentrales anatomisches Merkmal sind die adventiven Haftwurzeln der juvenilen Triebe, die einen Nanokomposit-Klebstoff aus Polysacchariden und Proteinen absondern. Diese Haftorgane ermöglichen durch chemische Adhäsion und mechanische Verankerung in Oberflächenunebenheiten eine Zugfestigkeit von bis zu 78 kPa, ohne dabei dem Trägerbaum Nährstoffe zu entziehen. Der Lebenszyklus unterteilt sich in eine sterile Jugendphase und eine fertile Altersform, die sich morphologisch stark unterscheiden. Während die Jugendform schattentolerant ist und die typischen gelappten Blätter sowie Haftwurzeln ausbildet, entwickelt die Altersform bei ausreichendem Lichtgenuss unverzweigte, wurzellose Triebe mit ungelappten, eiförmigen Blättern. Erst in dieser adulten Phase bildet die Pflanze im Spätherbst grünlich-gelbe, zwittrige Blüten in Dolden aus, die für bestäubende Insekten wie Bienen und Fliegen eine späte Nahrungsquelle darstellen. Die daraus entstehenden früchteähnlichen Steinfrüchte reifen über den Winter zu schwarzen Beeren heran und werden im Frühjahr vorwiegend durch Vögel verbreitet. Physiologisch ist Hedera helix bemerkenswert anpassungsfähig und kann Photosynthese noch bei 3 % des vollen Sonnenlichts betreiben, was ihr das Überleben im dichten Unterholz sichert.[1] Innerhalb der Art existieren geografische Varianten, wie die im Mittelmeerraum verbreitete Unterart H. helix subsp. poetarum, die sich durch gelbe Früchte von der typischen schwarzfrüchtigen Form unterscheidet.[1] Eine weitere Anpassung zeigt die Unterart H. helix subsp. rhizomatifera auf der Iberischen Halbinsel, die Rhizome zur Ausbreitung in felsigem Gelände nutzt.[1] Chemisch ist die Pflanze durch das Vorhandensein von Triterpensaponinen wie Falcarinol charakterisiert, die zwar toxisch wirken, aber auch pharmazeutisches Potenzial besitzen, etwa bei neurodegenerativen Erkrankungen.[1][10] Historisch wurde die Art bereits von Plinius dem Älteren beschrieben, bevor Carl von Linné 1753 die binäre Nomenklatur festlegte, wobei sich das Epitheton helix auf das windende Wachstum bezieht.[1] Seit ihrer Einführung als Zierpflanze in Nordamerika im 18. Jahrhundert hat sich Hedera helix dort als invasive Art etabliert, die durch ihre aggressive Ausbreitung native Ökosysteme verändern kann. Im Vergleich zu verwandten Arten ist die Hybridisierung begrenzt, kommt aber gelegentlich mit Hedera hibernica vor, wobei intermediäre Formen entstehen können.[1]

Verhalten

In der juvenilen Phase zeigt *Hedera helix* ein spezialisiertes Kletterverhalten, bei dem adventive Haftwurzeln genutzt werden, um vertikale Substrate wie Baumrinde oder Mauerwerk zu erklimmen.[3] Diese Wurzeln sekretieren einen Nanokomposit-Klebstoff aus Polysacchariden, Proteinen und sphärischen Nanopartikeln, der an der Luft rasch aushärtet und eine hohe Haftfestigkeit von bis zu 78 kPa erzeugt. Der Befestigungsmechanismus kombiniert chemische Adhäsion mit mechanischer Verankerung, indem die Wurzeln in mikroskopische Risse eindringen, ohne dabei das Gewebe von Wirtspflanzen physiologisch zu parasitieren. Gesteuert wird die Entwicklung der Haftorgane durch negativen Geotropismus sowie taktile Reize, welche die Wurzeln gezielt zu festen Oberflächen lenken.[4] Hinsichtlich der Lichtorientierung weist die Art eine hohe phänotypische Plastizität auf, indem sie den Chlorophyllgehalt in Schattenblättern erhöht, während sonnenexponierte Blätter diesen reduzieren, um Photoinhibition zu vermeiden.[6] Ein signifikanter Verhaltenswechsel vollzieht sich beim Übergang zur Adultphase, in der die Produktion von Haftwurzeln eingestellt wird und das Wachstum von kletternd zu aufrecht-reproduktiv wechselt, sobald ausreichend Licht oder Höhe erreicht ist.[3] Zur chemischen Abwehr synthetisiert *Hedera helix* toxische Triterpensaponine und Polyacetylene wie Falcarinol, die Fraßfeinde abschrecken und bei Kontakt Dermatitis auslösen können.[4] Bei Trockenstress reagiert die Pflanze mit einem aktiven Schließen der Stomata, um den Wasserverlust durch Transpiration zu minimieren und das Blattwasserpotential zu stabilisieren.[6] In Konkurrenzsituationen zeigt der Efeu ein aggressives Ausbreitungsverhalten, indem er dichte Matten bildet, die native Bodenvegetation durch Lichtentzug und physische Überwucherung verdrängen.[1]

Ökologie

In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet fungiert *Hedera helix* primär als schattentolerante Art des Unterwuchses in Laubwäldern, Gehölzen und an felsigen Hängen.[1][3] Die Pflanze zeigt eine hohe phänotypische Plastizität bezüglich der Lichtverhältnisse und kann selbst bei einer Lichtintensität von nur 3 % des vollen Sonnenlichts effektiv Photosynthese betreiben.[6][1] Sie bevorzugt feuchte, gut durchlässige Böden mit einem pH-Wert von 6,0 bis 7,5, toleriert jedoch auch verdichtete Substrate und kann Schwermetalle wie Blei und Quecksilber bioakkumulieren.[10][1] Als spätblühende Art spielt Efeu eine wichtige Rolle im Nahrungsnetz, da er im Herbst Nektar und Pollen für Insekten wie Bienen, Fliegen und Schwebfliegen bereitstellt, wenn andere Quellen rar sind. Die daraus entstehenden steinbrennartigen Früchte reifen im späten Winter bis Frühling und dienen Vögeln, insbesondere Drosseln und Amseln, als essentielle Nahrungsquelle, wodurch diese zugleich die Samenverbreitung übernehmen.[1] Obwohl *Hedera helix* Bäume mittels Haftwurzeln lediglich als Stütze nutzt und nicht parasitär in lebendes Gewebe eindringt, kann das zusätzliche Gewicht die Anfälligkeit der Wirtsbäume für Windwurf bei Stürmen erhöhen.[1][7] In dichten Beständen bildet die Liane mattenartige Strukturen am Waldboden, die durch Lichtentzug und Nährstoffkonkurrenz die Verjüngung heimischer Kräuter und Baumsämlinge unterdrücken können.[1] Aktuelle Studien deuten zudem darauf hin, dass die Art physiologisch robust gegenüber Trockenstress ist und durch steigende Durchschnittstemperaturen sowie mildere Winter ihr Verbreitungsgebiet weiter nach Norden ausdehnen könnte.[7][1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Während *Hedera helix* im nativen Verbreitungsgebiet ökologische Funktionen erfüllt, wird die Art in Regionen wie Nordamerika und Australien als invasiver Schädling klassifiziert, der die Biodiversität bedroht.[1][9] Das Schadpotenzial resultiert aus der Bildung dichter Matten, die heimische Bodenvegetation verdrängen, sowie dem Überwachsen von Bäumen, was durch Lichtentzug und zusätzliches Gewicht die Windwurfgefahr erhöht.[1][10] An Gebäudestrukturen können die Haftwurzeln in Risse eindringen und Schäden am Mauerwerk verursachen, wenngleich sie auch isolierende Eigenschaften besitzen.[10][4] Medizinisch ist die Pflanze ambivalent: Sie enthält toxische Saponine und Falcarinol, die Kontaktallergien und bei Verzehr gastrointestinale Beschwerden auslösen, dient aber auch als Rohstoff für evidenzbasierte Hustenpräparate.[4][1] Neuere Patentanmeldungen beschreiben zudem die Nutzung extrahierter Triterpenoide zur potenziellen Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen.[10] Als Wirtspflanze kann *Hedera helix* selbst von Spinnmilben, Schildläusen oder der bakteriellen Blattfleckenkrankheit (*Xanthomonas campestris*) befallen werden, was regelmäßiges Monitoring erfordert. Zur Prävention der Ausbreitung haben Gebiete wie der US-Bundesstaat Washington Verkaufsverbote erlassen, da die Art als 'noxious weed' gelistet ist. Physikalische Bekämpfungsmaßnahmen umfassen das manuelle Ausreißen sowie das Durchtrennen der Klettertriebe an der Basis (Kappen), gefolgt von der Entfernung der Wurzeln.[4] Im Rahmen des integrierten Schädlingsmanagements (IPM) hat sich die Beweidung durch Ziegen bewährt, um die Biomasse initial um 50 bis 70 % zu reduzieren. Chemische Bekämpfung erfolgt effektiv durch den gezielten Auftrag von Herbiziden wie Glyphosat oder Triclopyr auf die frischen Schnittflächen der Stängel. Da bereits kleine Sprossteile neu wurzeln können, ist eine sorgfältige Entsorgung des Pflanzenmaterials zwingend erforderlich, um eine Re-Invasion zu verhindern.[1]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung von *Hedera helix* ist ambivalent und reicht von der Nutzung als Zier- und Arzneipflanze bis hin zu erheblichen Kosten durch ihre Invasivität.[3][1] Im Gartenbau wurden über 400 Sorten entwickelt, wobei der Handel in einigen Regionen wie dem US-Bundesstaat Washington ab August 2025 aufgrund von Verkaufsverboten eingeschränkt wird.[3][4] Pharmazeutisch ist die Art hochrelevant, da standardisierte Blattextrakte (z. B. EA 575) in der Herstellung von Expektorantien gegen Bronchitis und Atemwegsinfekte breite Anwendung finden und von der EMA als traditionelles pflanzliches Arzneimittel anerkannt sind.[4][1] Zudem existieren Patente zur Nutzung von Triterpenoiden aus Efeu für die Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen wie Parkinson.[10] Im Bauwesen wird die Pflanze zur Fassadenbegrünung eingesetzt, was durch thermische Isolierung Energiekosten senken kann, jedoch bei beschädigtem Mauerwerk auch Risiken für die Bausubstanz birgt.[4][7] Forstwirtschaftlich entstehen signifikante Schäden, da die Lianen Bäume durch zusätzliches Gewicht destabilisieren, die Windwurfgefahr erhöhen und die Verjüngung von Nutzhölzern durch Lichtentzug am Waldboden unterdrücken.[1] Die Bekämpfung verursacht hohe Kosten für mechanische Entfernung und Herbizideinsätze (z. B. Glyphosat), wie großflächige Restaurierungsprojekte in städtischen Wäldern Nordamerikas zeigen.[4][1] In Australien und Teilen der USA wird *Hedera helix* als schädliches Unkraut („noxious weed“) gelistet, was staatliche Kontrollprogramme und Handelsrestriktionen nach sich zieht.[9][1]

Biologie & Lebenszyklus

Der Lebenszyklus von *Hedera helix* ist durch einen ausgeprägten Dimorphismus gekennzeichnet, der eine sterile Jugendphase und eine fertile Altersform umfasst.[3] Die Jugendphase kann bis zu 10 Jahre andauern und zeichnet sich durch schnelles vegetatives Wachstum, gelappte Blätter sowie die Bildung von Haftwurzeln aus, die durch ein Nanokomposit-Sekret an Substraten haften.[1][7] Sobald die Pflanze ausreichende Lichtverhältnisse oder Höhen von oft 10 bis 20 Metern erreicht, erfolgt der Übergang zur Altersform mit ungelappten Blättern und verholzten Trieben ohne Haftwurzeln.[1][10] Die geschlechtliche Fortpflanzung findet ausschließlich in dieser Adultphase statt, wobei zwittrige, grüngelbe Blüten in endständigen Dolden im Spätherbst erscheinen. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten wie Fliegen, Bienen und Schwebfliegen, die durch das Nektarangebot angelockt werden. Aus den Blüten entwickeln sich beerenartige Steinfrüchte, die 2 bis 5 Samen enthalten und zwischen Spätwinter und Frühling von grün nach schwarz abreifen. Die Ausbreitung der Samen wird primär durch Vögel wie Drosseln und Amseln gewährleistet, die die Früchte verzehren und keimfähige Samen ausscheiden. Für die Keimung benötigen die Samen eine Kälte-Stratifikation von 4 bis 8 Wochen bei etwa 5 °C, um die Dormanz zu brechen. Unter optimalen Wechseltemperaturen von 15 bis 25 °C keimen die Samen anschließend innerhalb von 5 bis 20 Tagen. Vegetativ vermehrt sich die Art zudem sehr effektiv über Sprossteile, die bei Bodenkontakt an den Nodien neue Wurzeln bilden. Individuen können ein Alter von über 100 Jahren erreichen, wobei unter günstigen Bedingungen eine Lebensdauer von bis zu 400 Jahren möglich ist. Physiologisch ist *Hedera helix* extrem schattentolerant und kann Photosynthese noch bei 3 % des vollen Sonnenlichts betreiben. Die Art toleriert Temperaturen bis zu -25 °C in der Altersform, während juvenile Pflanzen etwas frostempfindlicher sind.[1] Bei Trockenheit reagiert die Pflanze mit Stomataschluss und Anpassung der spezifischen Blattfläche, um Wasserverluste zu minimieren.[7] Als Substrat werden feuchte, gut durchlässige Böden mit einem pH-Wert von 4,5 bis 8,0 bevorzugt, wobei auch verdichtete Böden toleriert werden. Zu den natürlichen Feinden zählen Spinnmilben, Blattläuse und Schildläuse sowie bakterielle Erreger wie *Xanthomonas campestris*, die Blattflecken verursachen können.[4]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Hedera helix* umfasst weite Teile West-, Mittel- und Südeuropas und reicht von Skandinavien und den Britischen Inseln bis in den Mittelmeerraum.[2][1] Östlich erstreckt sich das Areal bis nach Westasien, in den Kaukasus und den Iran.[2] In diesen Regionen besiedelt die Art primär Laubwälder, Gehölzränder und felsige Hänge, wo sie als schattentolerante Komponente des Unterwuchses fungiert. Bereits im Jahr 1727 wurde der Efeu durch europäische Siedler als Zierpflanze nach Nordamerika eingeführt. Heute ist die Pflanze weltweit in gemäßigten und subtropischen Klimazonen naturalisiert, mit bedeutenden Vorkommen in Nord- und Südamerika, Teilen Asiens sowie Ozeanien.[1] Besonders im pazifischen Nordwesten der USA, im Südosten Australiens und in Neuseeland gilt die Art als invasiv und bildet dichte Bestände, die native Ökosysteme verändern.[1][9] In Mitteleuropa ist *Hedera helix* ubiquitär verbreitet und nutzt in natürlichen Habitaten Bäume wie Eichen als Kletterhilfe, ohne diese zu parasitieren.[1] Aufgrund ihrer hohen Anpassungsfähigkeit gedeiht die Art auch in anthropogenen Lebensräumen, wo sie Mauern und Gebäudefassaden in Siedlungsgebieten überwuchert.[3] Der Efeu toleriert ein breites Spektrum an Bodenbedingungen, bevorzugt jedoch feuchte, gut durchlässige Substrate im pH-Bereich von 6,0 bis 7,5.[1] Während die Nominatform meist in tieferen Lagen vorkommt, ist die Unterart *H. helix* subsp. *rhizomatifera* auf alpine Regionen der Iberischen Halbinsel beschränkt.[2] Beobachtungsdaten bestätigen die weite ökologische Amplitude der Art, die sowohl in kühlen Waldinnenräumen als auch in städtischen Wärmeinseln persistiert.[3] Modelle zum Klimawandel prognostizieren eine weitere Ausbreitung nach Norden und in höhere Lagen, begünstigt durch mildere Winter und verlängerte Wachstumsperioden.[1]

Saisonalität & Aktivität

Als immergrüne Kletterpflanze ist *Hedera helix* ganzjährig physiologisch aktiv, wobei sie ihre Photosynthese auch bei geringer Lichtintensität effizient aufrechterhält und im Halbschatten die höchste Biomasseakkumulation erreicht.[6] Der reproduktive Zyklus unterscheidet sich markant von den meisten heimischen Gewächsen, da die Blütezeit erst im Spätherbst stattfindet.[1] In dieser späten phänologischen Phase bieten die Blüten eine essenzielle Nahrungsquelle für Insekten wie Bienen, Fliegen und Schwebfliegen, wenn andere Ressourcen knapp sind.[1][3] Die Fruchtreife der beerenartigen Steinfrüchte erfolgt über die Wintermonate hinweg bis zum zeitigen Frühjahr. Diese Früchte werden im Winter primär von Vögeln verzehrt, was die Saisonalität der Samenverbreitung bestimmt. Für die Keimung benötigen die Samen eine Kälteperiode (Stratifikation) von 4 bis 8 Wochen bei etwa 5 °C, bevor sie bei Temperaturen zwischen 15 und 25 °C austreiben. Adulte Exemplare weisen eine hohe Kältetoleranz bis -25 °C auf, während juvenile Pflanzenstadien empfindlicher auf starken Frost unter -22 °C reagieren.[1] Aktuelle Untersuchungen deuten darauf hin, dass mildere Winter und verlängerte Wachstumsperioden infolge des Klimawandels die Vitalität und Ausbreitung der Art fördern.[1][7] Das öffentliche Suchinteresse zeigt hingegen ein antizyklisches Muster mit Spitzenwerten im April und Mai, was eher mit der gärtnerischen Pflanzsaison als mit der biologischen Blütezeit korreliert.[8]

Voorkomen en huidige waarnemingen in Duitsland

  • Neu-Ulm, DE-BY, Deutschland

    20.01.2026

  • Wellheim, Konsteiner Straße, 91809 Wellheim, Deutschland

    20.01.2026

  • Königsheide

    20.01.2026

  • Deutschland

    20.01.2026

  • Königsheide

    20.01.2026

Daten: iNaturalist

Wetenschappelijk onderzoek en patenten

US-10493118-B2 Chemical Toegekend

Aus Hedera helix gewinnbares Triterpenoid zur Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen

University of Macau Science & Technology (2016)

Relevantie: 9/10

Samenvatting

Das Patent beschreibt die Verwendung von Triterpenoiden, die aus Hedera helix (Efeu) extrahiert werden, zur Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson oder Chorea Huntington. Die Kernidee ist die Nutzung des Pflanzenextrakts zur Induktion von Autophagie in Zellen, was den Abbau schädlicher Proteine fördert. Besonders effektiv zeigt sich der Wirkstoff bei der Reduktion von mutantem Huntingtin und Alpha-Synuclein über den AMPK-mTOR-Signalweg. Es handelt sich hierbei um eine pharmazeutische Anwendung der Pflanze.

Bronnen & Referenties

  1. https://www.gbif.org/species/8351737
  2. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:90723-1
  3. https://landscapeplants.oregonstate.edu/plants/hedera-helix
  4. https://logeion.uchicago.edu/hederae
  5. https://www.loebclassics.com/view/pliny_elder-natural_history/1938/pb_LCL370.487.xml?mainRsKey=V7FKrS&readMode=recto
  6. https://cdnsciencepub.com/doi/10.1139/cjps-2018-0009
  7. https://www.frontiersin.org/journals/plant-science/articles/10.3389/fpls.2024.1464006/full
  8. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
  9. https://weeds.org.au/profiles/english-ivy/
  10. https://patents.google.com/patent/US10493118B2/en
  11. Literaturzusammenfassung: Hedera helix