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Lexicon-vermelding

Kentia-palm Howea forsteriana

Kentia-palm

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Liliopsida (Liliopsida)
Orde Arecales (Arecales)
Familie Arecaceae
Geslacht Howea
Soort Howea forsteriana
Wetenschappelijke naam Howea forsteriana (F.Muell.) Becc.
Geaccepteerde naam

Einleitung

*Howea forsteriana*, bekannt als Kentiapalme, ist eine langsam wachsende, einzelne Palmenart aus der Familie der Palmengewächse (Arecaceae). Sie ist endemisch auf der Lord-Howe-Insel vor der Ostküste Australiens. Die Art wurde ursprünglich 1870 als *Kentia forsteriana* von Ferdinand von Mueller beschrieben, welcher weiterhin ein Hauptsynonym ist.[1]

Gemeenschapsanalyse

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Laatst op 21.04.2026
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Fakten (kompakt)

- *Howea forsteriana* wird in USDA-Winterhärtezonen 9b–11 im Freien als Solitärbaum oder in Containern kultiviert. - Die Kentiapalme bevorzugt einen leicht sauren bis neutralen pH-Wert. - Die Kentiapalme ist anfällig für Pilzblattflecken. - Die Kentiapalme profitiert von gelegentlichem Besprühen, um die Luftfeuchtigkeit über 50 % zu halten. - Etwa 500.000 Samen der Kentiapalme werden jährlich von Lord Howe Island für den Export gesammelt (Stand 2017). - Die Kentiapalme wird aufgrund ihrer Toleranz gegenüber wenig Licht, Vernachlässigung und Innenraumbedingungen weltweit als Zimmerpflanze kultiviert. - Die Kentiapalme ist durch invasive Arten und Habitatveränderungen in freier Wildbahn bedroht und wird von der IUCN als gefährdet eingestuft. - Die Kentiapalme hat einen schlanken, grünen Stamm mit einem Durchmesser von bis zu 15 cm. - Die Kentiapalme hat gefiederte Wedel, die 3–3,6 m lang sind und bis zu 90 schmale, hängende, dunkelgrüne Blättchen haben. - Die Kentiapalme produziert stumpfrote, eiförmige Früchte von etwa 3,8 cm Länge, benötigt aber in der Regel etwa 15 Jahre, um Früchte zu tragen. - *Denea forsteriana* (O.F. Cook, 1926) und *Grisebachia forsteriana* (Kuntze) sind homotypische Synonyme für *Howea forsteriana*. - Die Kentiapalme wird von den Bewohnern der Lord-Howe-Insel nachhaltig geerntet, was die lokale Wirtschaft unterstützt. - Der Artname *forsteriana* erinnert an die Naturforscher Johann Reinhold Forster und seinen Sohn Georg Forster.[10]

Name & Einordnung

*Howea forsteriana*, bekannt als Kentiapalme, Sentry Palm oder Thatch Palm, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Palmengewächse (Arecaceae). Die Art ist auf der Lord-Howe-Insel vor der Ostküste Australiens endemisch. Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte 1870 durch Ferdinand von Mueller als *Kentia forsteriana*. Odoardo Beccari stellte die Art 1877 in die von ihm neu geschaffene Gattung *Howea*. Der Gattungsname *Howea* ehrt die Lord-Howe-Insel, wo die Palme heimisch ist. Die Insel wurde 1788 von Europäern entdeckt und nach Richard Howe, dem damaligen First Lord of the Admiralty, benannt. Das Artepitheton *forsteriana* gedenkt den Naturforschern Johann Reinhold Forster und Georg Forster, die James Cook auf seiner zweiten Weltumseglung (1772–1775) begleiteten und umfangreiche Pflanzensammlungen aus dem pazifischen Raum dokumentierten. *Kentia forsteriana* ist ein primäres Synonym für *Howea forsteriana*. Weitere homotypische Synonyme sind *Denea forsteriana* (O.F. Cook, 1926) und *Grisebachia forsteriana* (Kuntze).[1] Die Trivialnamen Kentia-Palme oder Kentia Palm gehen auf die ursprüngliche Klassifizierung als *Kentia forsteriana* und den frühen kommerziellen Export im späten 19. Jahrhundert zurück. Der Name Thatch Palm rührt von der Verwendung ihrer Wedel als traditionelles Dachmaterial auf der Insel her. Sentry Palm (deutsch: Wachpalme) bezieht sich auf den aufrechten Stamm und die anmutig gebogenen Wedel der Pflanze. Palm Court Palm (deutsch: Palastgartenpalme) verweist auf ihre Rolle in den Palastgärten und Wintergärten der viktorianischen Zeit.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Howea forsteriana*, bekannt als Kentiapalme, ist eine solitär wachsende, langsam wachsende Palmenart. Sie erreicht in ihrer natürlichen Umgebung eine Höhe von 10–12 m, wobei die Krone bis zu 6 m breit wird. Der schlanke Stamm misst 12–15 cm im Durchmesser und ist oft an der Basis verdickt. Junge Stämme sind grün, ältere werden grau-braun und weisen deutliche, erhabene Ringnarben von abgefallenen Blättern auf. Alte Blattbasen bleiben am Stamm erhalten und bilden eine Art Strohdach, ein Kronenschaft fehlt. Die Krone besteht aus 10–36 bogigen, gefiederten Wedeln, die der Pflanze ein anmutiges Aussehen verleihen. Jeder Wedel erreicht eine Länge von 2,5–4 m, wobei die Stiele 1–1,5 m lang, unbewehrt und ohne Stacheln sind. Die Blättchen sind linear, hängend, glänzend dunkelgrün auf der Oberseite und heller grün auf der Unterseite. Sie messen 30–80 cm in der Länge und 2–5 cm in der Breite und sind in einer einzigen Ebene angeordnet und weisen eine reduplizierte Faltung auf. Im Jugendstadium weisen die Sämlinge ungeteilte, einfache Blätter auf, die mit zunehmendem Alter in die charakteristische gefiederte Form übergehen. Junge Stämme sind grün und zeigen möglicherweise weniger ausgeprägte hängende Blättchen als bei ausgewachsenen Palmen. *Howea forsteriana* ist einhäusig, wobei einzelne Pflanzen sowohl männliche als auch weibliche Blüten auf demselben Blütenstand produzieren. Die Blütenstände entspringen den Blattachseln und sind bis zu 1–2 m lang mit verzweigten Ähren. Die Blüten sind klein, weiß bis cremefarben und erscheinen im späten Frühjahr bis Frühsommer (November bis Dezember in der südlichen Hemisphäre). Die Früchte sind eiförmige Steinfrüchte, 2,5–5 cm lang, die von grün nach orangerot oder kastanienbraun reifen und einen einzigen Samen enthalten. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch den Wind, obwohl Insekten wie Fliegen und Käfer in der feuchten Umgebung der Insel sekundär dazu beitragen können. Die Art weist auf Populationsebene Protandrie auf, wobei die männliche Blüte etwa zwei Wochen vor der weiblichen Reife ihren Höhepunkt erreicht, was trotz ihrer einhäusigen Natur die Fremdbestäubung fördert. Die Früchte entwickeln sich langsam und benötigen 3–4 Jahre, um von stumpfem Orange zu tiefrot-braunen, ovalen Steinfrüchten von 2,5–5 cm Länge heranzureifen.[1]

Beschreibung

*Howea forsteriana*, bekannt als Kentiapalme, Sentry Palm oder Thatch Palm, ist eine langsam wachsende, einzelne Palmenart, die auf der Lord-Howe-Insel vor der Ostküste Australiens endemisch ist. Diese Art zeichnet sich durch ihren schlanken, grünen Stamm aus, der bis zu 15–25 Fuß hoch wird, gelegentlich auch 40 Fuß erreicht, und von einer Krone aus bogenförmigen, gefiederten Wedeln gekrönt wird. Die Wedel sind 10–12 Fuß lang und tragen bis zu 90 schmale, hängende, dunkelgrüne Blättchen. Die Kentiapalme produziert weiße Blüten auf 3–7 Fuß langen Blütenständen und stumpfrote, eiförmige Früchte von etwa 1,5 Zoll Länge, wobei es etwa 15 Jahre dauert, bis sie Früchte trägt.[3] Im natürlichen Lebensraum gedeiht *H. forsteriana* in den subtropischen Küstenwäldern der Lord-Howe-Insel, wo sie geflecktes Sonnenlicht, moderate Luftfeuchtigkeit und gut durchlässige, humusreiche Böden bevorzugt. Sie ist gut an das milde Klima der Insel angepasst, ist aber durch invasive Arten und die Veränderung ihres Lebensraums gefährdet und wird von der IUCN als gefährdet eingestuft. Seit dem viktorianischen Zeitalter ist sie weit verbreitet und hat sich aufgrund ihrer Toleranz gegenüber wenig Licht, Vernachlässigung und Innenraumbedingungen zu einer der beliebtesten Zimmerpalmen weltweit entwickelt. Die Kentiapalme ist einhäusig, wobei einzelne Pflanzen sowohl männliche als auch weibliche Blüten auf demselben Blütenstand produzieren. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch den Wind, obwohl Insekten wie Fliegen und Käfer in der feuchten Insellandschaft sekundär dazu beitragen können. Die Früchte entwickeln sich langsam und reifen in 3–4 Jahren zu stumpf orangefarbenen bis tiefrotbraunen, ovalen Steinfrüchten. Die Samen sind groß und haben eine harte, undurchlässige Schale, die die Keimung verzögert.[3] Im Vergleich zu ihrer Schwesterart *Howea belmoreana* unterscheidet sich *H. forsteriana* hauptsächlich durch ihren Lebensraum im Tiefland und ihre geraderen Wedel. Die Art vermeidet schwere, wassergesättigte oder saure Böden und bevorzugt die poröse Beschaffenheit von Kalkarenit für eine optimale Wurzelentwicklung an geschützten Standorten. Die Kentiapalme bildet ausgedehnte Bestände in gemischten Tieflandwäldern und trägt zur Stabilität und Artenvielfalt des einzigartigen subtropischen Waldökosystems der Insel bei.[3]

Verhalten

Es gibt keine spezifischen Informationen über das Verhalten von *Howea forsteriana* in den bereitgestellten Quellen. Die Quellen konzentrieren sich hauptsächlich auf Morphologie, Reproduktion, Verbreitung, Habitat, Ökologie, Schutzstatus, Kultivierung, Geschichte und Anbaubedingungen.[4] Daher kann kein Abschnitt über das Verhalten der Pflanze erstellt werden.

Ökologie

*Howea forsteriana* ist ein dominierender Bestandteil der Tieflandwälder auf der Lord-Howe-Insel in Australien. Dort bildet sie dichte Unterholzbestände in geschlossenen Hartlaubwäldern auf kalkhaltigen Böden, die aus Korallensand entstanden sind. Diese Bestände bieten wichtigen Schatten, Mikrohabitate und strukturelle Unterstützung innerhalb des Ökosystems und tragen zur gesamten Waldarchitektur bei und bieten Schutz für verschiedene einheimische Arten. Die Palme interagiert mit der lokalen Tierwelt hauptsächlich durch die Bereitstellung von Lebensraum und weniger durch aktive Ausbreitungs- oder Bestäubungsmechanismen. Ihre Früchte weisen eine begrenzte Samenverbreitung auf, typischerweise über kurze Entfernungen durch die Schwerkraft, was die Anpassung im kleinen Maßstab an die lokalen Bodenbedingungen erleichtert, aber den breiteren Genfluss einschränkt. Eingeführte Schiffsratten (*Rattus rattus*) dominieren stark die Samenprädation und Störung der Rekrutierung, obwohl einheimische Vögel wie das gefährdete Lord-Howe-Waldhuhn (*Hypotaenidia sylvestris*) die Palmenhaine zur Nahrungssuche und Revierbildung nutzen und indirekt zur Erhaltung des Lebensraums beitragen.[2] Die Blüten von *H. forsteriana* werden durch den Wind bestäubt, ohne dass eine dokumentierte Abhängigkeit von Insekten oder anderen tierischen Bestäubern besteht, was den Fortpflanzungserfolg unabhängig von faunistischen Interaktionen gewährleistet. *Howea forsteriana* unterhält symbiotische Beziehungen zu Bodenmikroben, die an die alkalischen Kalkböden angepasst sind, die sie besiedelt, wodurch die Nährstoffaufnahme in nährstoffarmen Küstenumgebungen verbessert und die Bodenstabilisierung an Hängen durch ihr ausgedehntes Wurzelsystem unterstützt wird. Diese Beziehungen unterstützen das Fortbestehen der Palme unter schwierigen edaphischen Bedingungen.[2] Die evolutionäre Divergenz der Art von ihrer Schwesterart *Howea belmoreana* beruht auf unterschiedlichen Boden-pH-Präferenzen, wobei *H. forsteriana* in alkalischen Kalksubstraten (pH 8–9) gedeiht, während *H. belmoreana* saure vulkanische Böden bevorzugt; diese edaphische Spezialisierung, verbunden mit einer versetzten Blühphänologie, hat die sympatrische Artbildung vorangetrieben und die Hybridisierung auf der isolierten Insel reduziert. Als grundlegendes Element der endemischen Palmengesellschaft unterstützt *Howea forsteriana* die lokale Artenvielfalt, indem sie Lebensräume erhält, die zahlreiche assoziierte Wirbellose beherbergen, und zur Widerstandsfähigkeit des einzigartigen subtropischen Waldökosystems der Insel beiträgt.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

*Howea forsteriana*, allgemein bekannt als Kentiapalme, gilt im Allgemeinen nicht als Schädling, sondern als Zierpflanze. Sie ist bekannt für ihre Anpassungsfähigkeit an Innenräume und wird weltweit als Zimmerpflanze kultiviert. Im Allgemeinen ist die Kentiapalme ungiftig für Haustiere und Menschen.[1] Allerdings kann *H. forsteriana* anfällig für bestimmte Schädlinge wie Schmierläuse, Spinnmilben und Schildläuse sein, insbesondere in Umgebungen mit geringer Luftfeuchtigkeit. Diese Schädlinge können sich an den Wedeln und Stängeln ansiedeln und klebrige Rückstände, Gespinste oder watteartige Massen verursachen. Ein Befall kann das Wachstum der Palme beeinträchtigen und zu einer Gelbfärbung oder zum Abfallen der Blätter führen. Zur Vorbeugung eines Schädlingsbefalls wird empfohlen, die Luftfeuchtigkeit um die Palme herum aufrechtzuerhalten, die Blätter regelmäßig mit Wasser abzuwischen und die Pflanze auf Anzeichen von Schädlingen zu untersuchen.[1] Bei einem Befall können verschiedene Bekämpfungsmethoden eingesetzt werden. Dazu gehören das Abwischen der Schädlinge mit in Reinigungsalkohol getauchten Wattestäbchen, das Besprühen der Pflanze mit Niemöl oder insektizider Seife und die Förderung einer guten Luftzirkulation. In Innenräumen sind Krankheiten selten, aber Wurzelfäule kann bei Überwässerung auftreten. Vorbeugende Maßnahmen umfassen die Verwendung von gut durchlässigen Substraten und das Zulassen, dass die Erde zwischen den Wassergaben austrocknet. Die Gelbfärbung der unteren Wedel kann auf einen Eisen- oder Magnesiummangel hindeuten, der mit entsprechenden chelatisierten Ergänzungen behoben werden kann.[1] Die Aufrechterhaltung optimaler Wachstumsbedingungen, wie z. B. indirektes helles Licht, angemessene Bewässerung und regelmäßige Düngung, trägt dazu bei, dass die Kentiapalme gesund und widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten bleibt.[1]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die *Howea forsteriana*, auch Kentiapalme genannt, hat eine bedeutende wirtschaftliche Rolle für die Bewohner von Lord-Howe-Island, da der Export von Samen eine wichtige Einnahmequelle darstellt. Seit den 1870er Jahren werden die Samen nach Europa exportiert, da die Palme sich gut für die Kultivierung in Innenräumen mit wenig Licht eignet.[3] In den frühen 2000er Jahren erreichte die globale Produktion von *H. forsteriana*-Samen und -Setzlingen 30–40 Millionen pro Jahr, wobei ein bedeutender Teil aus Australien, insbesondere von Lord-Howe-Island und Norfolk Island, über lizenzierte Baumschulen stammte. Die kommerzielle Sammlung von Saatgut unterliegt Quoten, die die Ernte auf etwa 500.000 Samen pro Jahr beschränken, um eine Übernutzung zu verhindern und die natürliche Regeneration zu unterstützen. Die Einnahmen aus der Saatgutproduktion und dem Export tragen wesentlich zur Wirtschaft von Lord-Howe-Island bei und bilden neben dem Tourismus eine tragende Säule. Die Kentiapalme ist anfällig für Schädlinge wie Schildläuse, Spinnmilben und Wollläuse, die in Innenräumen mit geringer Luftfeuchtigkeit gedeihen können. Diese Schädlinge können die Gesundheit und das Aussehen der Palmen beeinträchtigen, was insbesondere bei Zierpflanzen zu wirtschaftlichen Einbußen führen kann.[3]

Biologie & Lebenszyklus

*Howea forsteriana*, auch bekannt als Kentiapalme, ist eine monözische Art, bei der einzelne Pflanzen sowohl männliche als auch weibliche Blüten auf demselben Blütenstand produzieren. Die männlichen Blüten produzieren Pollen, während sich die weiblichen Blüten nach erfolgreicher Bestäubung zu Früchten entwickeln. Die Blütenstände erscheinen aus den unteren Blattachseln und sind bis zu 1,1 m lang, mit 3–7 verwachsenen Ähren, die kleine, weiße Blüten tragen. In ihrem natürlichen Lebensraum auf der Lord-Howe-Insel erfolgt die Blüte asynchron, was eine ganzjährige Fruchtbildung ermöglicht, obwohl sie in Kulturen typischerweise saisonal ist und im November und Dezember ihren Höhepunkt erreicht. Männliche Blüten sind in stärker verzweigten Ähren angeordnet, während weibliche Blüten dichtere Büschel auf dem Blütenstand bilden. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich anemophil (durch Wind). Die Art weist auf Populationsebene Protandrie auf, wobei die männliche Blüte etwa zwei Wochen vor der weiblichen Empfänglichkeit ihren Höhepunkt erreicht, was trotz ihrer monözischen Natur die Fremdbestäubung fördert. Nach der Bestäubung entwickeln sich die Früchte langsam und reifen in 3–4 Jahren zu stumpf orangefarbenen bis tiefrotbraunen, ovalen Steinfrüchten mit einer Länge von 2,5–5 cm. Die Samen in den Früchten sind groß, 2–4 cm lang, mit einem harten, undurchlässigen Endokarp, das die Keimruhe erzwingt und den Embryo schützt. Die Keimfähigkeit erreicht 8–16 Wochen nach der Fruchtreife ihren Höhepunkt, danach nimmt das Keimungspotenzial ohne ordnungsgemäße Lagerung rasch ab. Die Keimung erfolgt hypogäisch, wobei das Keimblatt unterirdisch bleibt, während die Plumula austritt, ein Prozess, der für viele Arecaceae-Arten typisch ist. Unter optimalen Bedingungen – feuchtes, schattiges Substrat bei 29–40 °C mit Bodenwärme – beginnt die Keimung in 3–6 Monaten, obwohl unbehandelte Samen aufgrund der harten Samenschale und der langsamen Imbibition 1–3 Jahre dauern können. Behandlungen wie Gibberellinsäure oder lösungsmittelgestützte Hormonabgabe können dies auf 2–4 Monate mit Erfolgsraten von bis zu 90 % beschleunigen. Die Kentiapalme ist langsam wachsend. Es kann bis zu 15 Jahre dauern, bis sie Früchte trägt. Die Samenkeimung kann 3-6 Monate dauern. Die Kentiapalme kann durch Samen vermehrt werden. Reife rote Früchte werden geerntet, das Fruchtfleisch entfernt und die Samen 24 Stunden lang in warmem Wasser eingeweicht, bevor sie in einem gut durchlässigen Torf- oder Blumenerde ausgesät werden. Die Keimung erfordert indirektes Licht, gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Sättigung und Temperaturen von 25–30 °C, oft unterstützt durch Bodenwärme und Fungizide, um den Erfolg zu erhöhen. Sämlinge tauchen typischerweise in 3–6 Monaten auf, obwohl die Lebensfähigkeit nur 8–16 Wochen nach der Reifung anhält, und Pflanzen können aufgrund des langsamen Wachstums bis zu 6 Jahre benötigen, um eine verkaufsfähige Größe zu erreichen.[3]

Vorkommen & Lebensraum

*Howea forsteriana*, bekannt als Kentiapalme, ist endemisch auf Lord-Howe-Island, einer kleinen Vulkaninsel im Tasmanischen Meer, etwa 600 km östlich von Australien. Die Insel ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und umfasst etwa 17 km² mit einer maximalen Höhe von 875 m. Die Palme wächst hauptsächlich in den tieferen Lagen der Insel, von Küstengebieten bis etwa 450 m Höhe. Dort dominiert sie die Tieflandwälder. Die Kentiapalme wurde auf der nahegelegenen Norfolkinsel eingeführt, wo sie weit verbreitet kultiviert wird, insbesondere für den Samenexport. Dort wächst sie neben der einheimischen Vegetation, ist aber nicht ausgewildert. Auf Lord-Howe-Island konzentriert sich die wilde Population in den Küstentiefebenen und bildet ausgedehnte Bestände, die das subtropische Waldökosystem der Insel prägen.[1] Außerhalb ihres natürlichen und eingebürgerten Verbreitungsgebiets wird *H. forsteriana* weltweit in tropischen und subtropischen Regionen als Zierpflanze kultiviert. Dazu gehören Südkalifornien, Hawaii, die Mittelmeerküsten Europas wie Südspanien und Teile Neuseelands. Ihre Beliebtheit beruht auf ihrer Anpassungsfähigkeit an Innenraumbedingungen und ihrer Toleranz gegenüber wenig Licht, was sie seit dem viktorianischen Zeitalter zu einer beliebten Zimmerpflanze macht.[1] Die globale Verbreitung von *H. forsteriana* geht auf das späte 19. Jahrhundert zurück, als ab den 1870er Jahren mit dem Export von Samen von Lord-Howe-Island begonnen wurde, um die Nachfrage in Europa und anderswo zu decken. Die Kentiapalme gedeiht in einem subtropischen ozeanischen Klima mit milden Temperaturen. Die durchschnittlichen jährlichen Höchsttemperaturen liegen bei 22,3 °C und die Tiefsttemperaturen bei 17,2 °C, mit Sommerhöchsttemperaturen von 25,5 °C und Wintertiefsttemperaturen von 14,0 °C. Der Lebensraum weist eine hohe relative Luftfeuchtigkeit von durchschnittlich 67–68 % auf, wobei die Werte in den kühleren Monaten oft 70–75 % erreichen. Der jährliche Niederschlag beträgt etwa 1.481 mm, der sich hauptsächlich auf 146 Regentage verteilt. In ihrer natürlichen Tieflandwaldumgebung bevorzugt *Howea forsteriana* gut durchlässige, kalkhaltige Böden, die aus Korallensand oder Kalkarenit entstanden sind und einen basischen pH-Wert von 8-9 aufweisen. Die Art meidet schwere, wassergesättigte oder saure Bedingungen und ist auf die poröse Beschaffenheit von Kalkarenit für eine optimale Wurzelentwicklung an geschützten Standorten angewiesen. Die Art wächst im Halbschatten im Unterholz hoher geschlossener Wälder, wo sie von gefiltertem Licht und Schutz vor der vollen Sonne und starken Winden profitiert, die auf exponierten Küstenkämmen vorherrschen.[1] *Howea forsteriana* bildet ausgedehnte Bestände in gemischten Tieflandwäldern und kommt dort mit Endemiten wie dem Banyanbaum (*Ficus macrophylla* subsp. *columnaris* var. *columnaris*) und Greybark (*Drypetes deplanchei*) vor. Diese Gemeinschaften, die oft als Kentiapalmenwälder bezeichnet werden, erstrecken sich über geschützte Täler und Tiefebenen und unterstreichen die Rolle der Palme in stabilen, feuchten ozeanischen Randhabitaten.[1]

Saisonalität & Aktivität

Die *Howea forsteriana*, auch Kentiapalme genannt, blüht in ihrer natürlichen Umgebung auf Lord Howe Island von November bis Dezember, was im südlichen Teil der Welt dem späten Frühling bis zum frühen Sommer entspricht. Allerdings kann es in der Kultivation zu einer saisonalen Verschiebung kommen, wobei die Blütezeit ganzjährig asynchron verläuft. Die Kentiapalme ist einhäusig, was bedeutet, dass sie sowohl männliche als auch weibliche Blüten auf derselben Pflanze trägt. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch den Wind, obwohl Insekten wie Fliegen und Käfer in der feuchten Insellandschaft eine sekundäre Rolle spielen können. Die Früchte reifen langsam und benötigen 3–4 Jahre, um sich von einem matten Orange zu einem tiefen Rotbraun zu entwickeln.[1] Das öffentliche Interesse an der Kentiapalme zeigt in Deutschland saisonale Schwankungen, wobei die Suchanfragen im Januar und Februar ihren Höhepunkt erreichen und im November und Dezember am geringsten sind.[2]

Bronnen & Referenties

  1. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/howea-forsteriana/
  2. https://www.gardenia.net/plant/howea-forsteriana-kentia-palm-grow-and-care-tips
  3. https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/23818107.2017.1415818
  4. https://hort.ifas.ufl.edu/trees/HOWFORA.pdf
  5. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:667434-1
  6. http://psasir.upm.edu.my/id/eprint/2553/1/Breaking_Dormancy_in_Kentia_Palm_Seeds.pdf
  7. http://www.palmsociety.org/members/english/chamaerops/013/013-05.shtml
  8. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1365-294X.2009.04306.x
  9. https://www.govinfo.gov/content/pkg/FR-1995-01-24/pdf/95-1741.pdf
  10. Literaturzusammenfassung: Howea forsteriana