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anijs Illicium verum

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anijs

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde Austrobaileyales (Austrobaileyales)
Familie Schisandraceae
Geslacht Illicium
Soort Illicium verum
Wetenschappelijke naam Illicium verum Hook.fil.
Geaccepteerde naam

Einleitung

Der Echte Sternanis (*Illicium verum*) ist ein immergrüner Baum oder Strauch aus der Familie der Schisandraceae, der ursprünglich in den subtropischen Regionen Südwestchinas und Nordvietnams beheimatet ist.[1][2] Seine sternförmigen Sammelbalgfrüchte werden aufgrund des enthaltenen ätherischen Öls, das reich an trans-Anethol ist, weltweit als Gewürz und Heilpflanze sowie zur industriellen Gewinnung von Shikimisäure genutzt. Die Art muss streng vom morphologisch ähnlichen, jedoch toxischen Japanischen Sternanis (*Illicium anisatum*) unterschieden werden, um Vergiftungen zu vermeiden.[3]

Gemeenschapsanalyse

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Laatst op 26.05.2026
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Fakten (kompakt)

- Die Früchte von *Illicium verum* gelangten historisch erstmals im Jahr 1578 über die Philippinen nach Europa. - Der chinesische Trivialname *bājiǎo* (八角) bedeutet wörtlich „acht Hörner“ oder „acht Winkel“, was die Struktur des Perikarps beschreibt. - Im Hindi wird die Art *chakra phool* genannt, wobei *chakra* („Rad“) und *phool* („Blume“) auf die radiale Form der Frucht anspielen. - Der vietnamesische Name *hồi* deutet etymologisch auf eine „Rückkehr“ des Aromas oder Geschmacks hin. - Kulinarisch ist Sternanis ein zentraler Bestandteil des chinesischen Fünf-Gewürze-Pulvers und wird zudem in Currys, Pickles, Likören und Backwaren verarbeitet. - Von den rund 40 Arten der Gattung *Illicium* ist *Illicium verum* die einzige Spezies mit signifikanter kommerzieller Bedeutung. - Das Europäische Arzneibuch (*European Pharmacopoeia*) führt eigene Monographien für die Frucht und das ätherische Öl. - Taxonomisch wurde die Gattung im Jahr 2009 durch die *Angiosperm Phylogeny Group* (APG III) basierend auf molekularen Daten von den Illiciaceae in die Familie Schisandraceae eingegliedert. - In der Traditionellen Chinesischen Medizin dient die Frucht spezifisch als Karminativum zur Behandlung von Koliken, Bauchschmerzen und Erbrechen.[8]

Name & Einordnung

Die Art *Illicium verum* wird taxonomisch in die Familie der Schisandraceae innerhalb der Ordnung Austrobaileyales gestellt. Der gültige wissenschaftliche Name *Illicium verum* Hook.fil. geht auf die Beschreibung durch Joseph Dalton Hooker zurück.[1][3] Etymologisch leitet sich der Gattungsname *Illicium* vom lateinischen Begriff *illicio* („verlocken“ oder „reizen“) ab, was auf den intensiven Duft der Pflanzenteile anspielt. Das Art-Epitheton *verum* (lateinisch für „wahr“) dient der Unterscheidung vom morphologisch ähnlichen, aber toxischen Japanischen Sternanis (*Illicium anisatum*). Historisch wurde die Gattung aufgrund primitiver floraler Merkmale zunächst den Magnoliaceae und später einer eigenständigen Familie Illiciaceae zugeordnet. Molekularbiologische Untersuchungen führten 2009 im Rahmen der Klassifikation der Angiosperm Phylogeny Group (APG III) zur Eingliederung der Illiciaceae in eine erweiterte Familie Schisandraceae, da eine enge Verwandtschaft zu *Kadsura* und *Schisandra* besteht. Zu den Synonymen und historischen Bezeichnungen zählen *Illicium san-ki* sowie der pharmazeutische Name *Semen badianum*. Der Trivialname „Sternanis“ verweist direkt auf die charakteristische sternförmige Anordnung der Balgfrüchte. Im chinesischen Ursprungsgebiet ist die Pflanze als *bājiǎo* (八角) bekannt, was wörtlich „acht Hörner“ bedeutet und die typische Form des Perikarps beschreibt. Weitere regionale Bezeichnungen umfassen das vietnamesische *hồi* sowie *chakra phool* im Hindi, wobei letzteres Assoziationen zu einem Rad oder einer sternförmigen Blume weckt.[3]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Illicium verum wächst als immergrüner Baum, der typischerweise Wuchshöhen von 8 bis 15 Metern, gelegentlich bis zu 20 Metern, erreicht.[4][1] Der gerade Stamm weist einen Durchmesser von bis zu 30 cm auf und ist von einer glatten, grau-weißen bis hellgrauen Rinde bedeckt.[4][3] Die Baumkrone entwickelt sich konisch bis kugelförmig.[3] Die einfachen, wechselständigen Blätter sind spiralig angeordnet und stehen oft gehäuft zu dritt bis sechst an den Zweigenden.[3][2] Ihre lanzettlichen bis elliptischen Spreiten messen 5 bis 15 cm in der Länge sowie 1,5 bis 5 cm in der Breite. Die ledrige Blatttextur ist oberseits glänzend dunkelgrün und unterseits blasser oder behaart. Punktförmige Drüsen auf den Blättern setzen beim Zerreiben ein starkes Anisaroma frei.[3] Die zwittrigen, einzeln in den Blattachseln stehenden Blüten haben einen Durchmesser von 1 bis 4 cm. Sie bestehen aus 7 bis 20 spiralig angeordneten Tepalen, die weiß, gelblich, rosa oder grünlich gefärbt sind.[3][5] Das Androeceum umfasst 11 bis 20 Staubblätter mit kurzen Filamenten, während das Gynoeceum 5 bis 13 freie Fruchtblätter enthält. Die charakteristische sternförmige Sammelbalgfrucht misst 2,5 bis 4,5 cm im Durchmesser und besteht meist aus sechs bis acht schiffchenförmigen Einzelfrüchten. Im reifen Zustand sind die verholzenden Bälge rotbraun, rau texturiert und öffnen sich an der Bauchnaht.[3] Jeder Balg enthält einen 8 bis 12 mm langen, glatten und glänzend hell- bis rotbraunen Samen.[3][2] Mikroskopisch lassen sich im Perikarp Parenchymzellen mit schizogenen Öldrüsen nachweisen.[2] Verwechslungsgefahr besteht mit dem giftigen Japanischen Sternanis (*Illicium anisatum*), dessen Früchte oft kleiner sind, sieben Karpelle besitzen und eine unregelmäßigere Form aufweisen.[3][4] Auch *Illicium lanceolatum* und *Illicium parviflorum* sind morphologisch ähnlich, wobei letzterer kleinere Früchte trägt.[4][2]

Beschreibung

Illicium verum ist ein immergrüner Baum mittlerer Größe aus der Familie der Schisandraceae, der typischerweise Wuchshöhen von 8 bis 15 Metern und Stammdurchmesser bis zu 30 cm erreicht.[4][2] Die Art besitzt eine glatte, grau-weiße bis hellgraue Rinde und bildet eine konische bis kugelförmige Krone aus, wobei das Holz im gesamten Baum aromatisch ist.[2][3] Phylogenetisch wird Illicium verum der Ordnung Austrobaileyales zugeordnet und repräsentiert damit eine basale Entwicklungslinie innerhalb der Bedecktsamer (Angiospermen), was sich in ursprünglichen Blütenmerkmalen zeigt. In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet in Südchina und Nordvietnam wächst der Baum als Unterholzart in subtropischen, immergrünen Breitlaubwäldern in Höhenlagen von 200 bis 1.600 Metern.[4][3] Die ledrigen, lanzettlichen Blätter sind spiralig angeordnet, oft in Büscheln an den Zweigenden, und weisen eine anatomische Besonderheit auf: Sie sind drüsig punktiert und setzen bei mechanischer Beanspruchung durch schizogene Ölbehälter den charakteristischen Anis-Duft frei.[3][2] Diese Anpassung dient vermutlich der Abwehr und spiegelt sich im Gattungsnamen Illicium wider, der vom lateinischen illicio („anlocken“) abgeleitet ist.[5] Die im Frühjahr erscheinenden Blüten sind zwittrig, stehen einzeln in den Blattachseln und besitzen 7 bis 20 spiralig angeordnete Tepalen, die fließend von kelchblattartigen zu kronblattartigen Strukturen übergehen.[2][3] Die Bestäubung erfolgt primär durch Käfer, ein für basale Angiospermen typisches Merkmal, während die Samenverbreitung durch Vögel und Schwerkraft geschieht.[3] Das markanteste Erkennungsmerkmal ist die sternförmige Sammelbalgfrucht, die meist aus acht (selten bis zu 13) verholzenden, schiffchenförmigen Einzelfrüchten besteht, die sich radial um eine Zentralachse anordnen.[2][3] Jeder Balg öffnet sich bei Reife an der Bauchseite und entlässt einen einzelnen, glänzenden, braunen Samen, der reich an ölhaltigem Endosperm ist.[2] Mikroskopisch lässt sich das Perikarp durch spezifische Stärkekörner und gelbliche Sekretkanäle im Parenchym identifizieren, was zur Unterscheidung von pulverisierten Verfälschungen genutzt wird.[3] Eine kritische Abgrenzung erfolgt zum toxischen Japanischen Sternanis (Illicium anisatum); Illicium verum unterscheidet sich durch größere, regelmäßigere Früchte und einen rein süßlichen Geruch, während die giftige Verwandte oft kleinere Früchte mit einer Terpen-Note bildet.[4][3] Der Artzusatz verum (lateinisch für „wahr“) betont die Sonderstellung als einziges kommerziell genutztes Gewürz der Gattung im Gegensatz zu den giftigen Kongeneren.[5] Die Bäume zeichnen sich durch ein langsames Wachstum aus, erreichen die erste Fruchtreife nach 4 bis 6 Jahren und liefern erst ab einem Alter von etwa 13 Jahren volle Erträge. Historisch wurde die Art aufgrund morphologischer Ähnlichkeiten früher den Magnoliaceae zugeordnet, bevor genetische Analysen die heutige Klassifizierung bestätigten.[3]

Verhalten

Das Verhalten von *Illicium verum* ist primär durch ökologische Anpassungen an den Lebensraum im Unterholz subtropischer Wälder geprägt. Die Art zeigt eine phototrophe Orientierung, bei der sie Halbschatten bevorzugt, aber auch eine ausgeprägte Schattentoleranz aufweist. Die Fortpflanzungsbiologie stützt sich auf biotische Interaktionen, wobei die Bestäubung hauptsächlich durch Käfer erfolgt, die von den im Frühling erscheinenden Blüten angezogen werden. Für die Ausbreitung der Samen nutzt die Pflanze eine Kombination aus Ornithochorie durch Vögel und Barochorie mittels Schwerkraft. Als chemische Abwehrstrategie gegen Fressfeinde und Pathogene akkumuliert *Illicium verum* bioaktive Verbindungen wie Trans-Anethol in Drüsengeweben. Bei mechanischer Beschädigung setzen Blätter und Früchte ein starkes, Anis-artiges Aroma frei, das als Repellent wirkt. Das ätherische Öl zeigt zudem ein ausgeprägtes insektizides Potenzial und führt bei Schädlingen wie *Tribolium castaneum* experimentell zu einer Mortalität von 100 %. Zusätzlich dient das chemische Profil der Abwehr mikrobieller Bedrohungen, indem es antimykotische Wirkungen gegen Erreger wie *Aspergillus flavus* und *Candida albicans* entfaltet.[4] Ein mechanisches Verhalten zeigt sich bei der Fruchtreife, wenn die sternförmigen Balgfrüchte entlang der ventralen Naht aufreißen (Dehiszenz), um die Samen freizugeben. Dieser Vorgang erfolgt physiologisch gesteuert während der Trocknungsphase der rot-braunen Früchte.[1]

Ökologie

*Illicium verum* fungiert in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet als Unterholzbaum innerhalb gemischter subtropischer immergrüner Laubwälder. Die Art bevorzugt Höhenlagen zwischen 200 und 1.600 Metern und ein feuchtes subtropisches Mikroklima mit Jahresniederschlägen von 1.500 bis 2.000 mm.[4][2] Sie gedeiht auf gut durchlässigen, sauren Lehmböden mit einem pH-Wert von 5,5 bis 6,5 und toleriert Schatten, profitiert jedoch im Habitat von partiellem Sonnenlicht.[4] Die Bestäubung der Blüten wird primär durch Käfer erleichtert. Die Ausbreitung der Samen erfolgt durch Vögel sowie durch die Schwerkraft.[2] Zu den natürlichen Feinden, die Blätter und Stängel befallen können, zählen Blattläuse, Schildläuse und Milben. Im Wurzelbereich kann der Nematode *Radopholus similis* Schäden verursachen. In besonders feuchten Umgebungen ist die Pflanze anfällig für Pilzkrankheiten wie *Alternaria*-Fäule und Falschen Mehltau.[3] Das ätherische Öl der Pflanze besitzt starke insektizide Eigenschaften, die eine hohe Mortalität bei Insekten wie *Tribolium castaneum* bewirken können, was auf eine chemische Abwehrstrategie hindeutet. Obwohl die Art global nicht als gefährdet eingestuft ist, stellt der Verlust des Lebensraums durch Abholzung eine Bedrohung für Wildbestände dar.[4]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Illicium verum ist primär ein wirtschaftlich bedeutender Nützling, der als Gewürz- und Arzneipflanze kultiviert wird, wobei China 80–90 % der weltweiten Produktion liefert. Im Anbau treten gelegentlich Schädlinge wie Blattläuse, Schildläuse und Milben auf, die jedoch selten gravierende Schäden verursachen. Pilzerkrankungen wie *Alternaria*-Fäule und Falscher Mehltau sowie der Nematode *Radopholus similis* können auftreten und erfordern landwirtschaftliches Management. Präventive Maßnahmen umfassen regelmäßiges Jäten zur Reduktion von Konkurrenz sowie die Vermeidung von Staunässe zur Verhinderung von Wurzelfäule. Bei Pilzbefall werden bei Bedarf kupferbasierte Fungizide eingesetzt, während Nematoden durch Fruchtwechsel und organische Methoden kontrolliert werden. Ein zentrales gesundheitliches Schadpotenzial für den Menschen liegt in der Verwechslung oder Verfälschung mit dem toxischen Japanischen Sternanis (*Illicium anisatum*), der das Neurotoxin Anisatin enthält. Der Verzehr verunreinigter Produkte führte in der Vergangenheit zu schweren Vergiftungen mit Symptomen wie Erbrechen und Krämpfen, insbesondere bei Säuglingen. Zur Qualitätssicherung und Prävention sind mikroskopische Analysen und DNA-Barcoding notwendig, um die Arten sicher zu unterscheiden und toxische Beimischungen auszuschließen. Lagerungsschäden werden durch die Trocknung der Früchte auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 10–12 % vermieden, um Schimmelbildung und Qualitätsverlust vorzubeugen. Internationale Normen wie ISO 11178 begrenzen zudem strikt den Besatz mit Insekten und Fremdstoffen im Handelsprodukt. Medizinisch ist *Illicium verum* als industrielle Quelle für Shikimisäure relevant, einem Vorläufer des antiviralen Medikaments Oseltamivir. Trotz des Status als „Generally Recognized as Safe“ (GRAS) wird aufgrund des enthaltenen Estragols und möglicher uterustonischer Effekte von der Anwendung während der Schwangerschaft abgeraten. Interessanterweise wirkt das ätherische Öl der Pflanze selbst insektizid und zeigt hohe Mortalitätsraten gegen Vorratsschädlinge wie *Tribolium castaneum*.[4]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung von *Illicium verum* resultiert primär aus dem globalen Handel als Gewürz und Rohstoff, dessen Volumen im Jahr 2023 rund 498 Millionen US-Dollar betrug.[4] Als industrielle Hauptquelle für Shikimisäure, einem Vorläufer des antiviralen Wirkstoffs Oseltamivir, beeinflusst die Pflanze direkt die pharmazeutischen Produktionskosten, wobei Engpässe historisch zu massiven Preisanstiegen führten.[3][6] Ein bedeutender wirtschaftlicher Aspekt ist zudem das Potenzial des ätherischen Öls als natürliches Insektizid, das gegen Vorratsschädlinge wie den Rotbraunen Reismehlkäfer (*Tribolium castaneum*) bereits in geringen Dosen eine Mortalität von 100 % zeigt.[4] Im Anbau selbst verursachen Schädlinge wie Blattläuse oder der Nematode *Radopholus similis* zwar Schäden, diese bleiben jedoch meist durch kulturtechnische Maßnahmen begrenzt.[2] Erhebliche ökonomische Risiken entstehen hingegen durch die Verfälschung mit dem toxischen Japanischen Sternanis (*Illicium anisatum*), was aufwendige Authentifizierungsverfahren mittels HPLC oder DNA-Barcoding in den Lieferketten erzwingt.[3] Ein historischer Schadensfall ereignete sich 2003 in den USA, als kontaminierte Tees zu Vergiftungen bei etwa 40 Personen führten und kostspielige Rückrufaktionen sowie Importwarnungen der FDA auslösten.[7][2] Zur Vermeidung solcher Qualitätsminderungen und Gesundheitsgefahren sind die Einhaltung internationaler Normen wie ISO 11178 und pharmakopöische Standards zwingend erforderlich.[3] Darüber hinaus besitzt das Extrakt fungizide Eigenschaften gegen Pathogene wie *Aspergillus flavus*, was *Illicium verum* zu einem wertvollen Ausgangsstoff für den biologischen Pflanzenschutz macht.[4]

Biologie & Lebenszyklus

Illicium verum ist ein immergrüner Baum, der Wuchshöhen von 8 bis 15 Metern erreicht und eine konische bis kugelförmige Krone ausbildet.[4][1] Die zwittrigen Blüten erscheinen im Frühjahr einzeln in den Blattachseln und bestehen aus 7 bis 20 spiralig angeordneten Tepalen, die farblich von weiß bis rosa oder grünlich variieren.[4][3] Die Bestäubung erfolgt primär durch Käfer, was die basale Stellung der Gattung innerhalb der Angiospermen widerspiegelt.[4] Aus den Blüten entwickeln sich sternförmige Sammelbalgfrüchte mit meist sechs bis acht verholzenden Karpellen, die sich bei Reife entlang der Bauchnaht öffnen.[4][2] In jedem Balg befindet sich ein einzelner, glänzender Samen mit reichhaltigem, ölhaltigem Endosperm. Die Ausbreitung der Samen wird in der Natur durch Vögel sowie durch die Schwerkraft gewährleistet. Die Keimung erfolgt unter warmen, feuchten Bedingungen typischerweise innerhalb von vier bis acht Wochen.[4] Da die Samen rasch ihre Viabilität verlieren, müssen sie innerhalb von drei Tagen nach der Ernte ausgesät oder feucht gelagert werden. Das anfängliche Wachstum verläuft langsam, wobei Sämlinge etwa ein bis eineinhalb Jahre bis zur Verpflanzungsreife benötigen. Bäume erreichen die Geschlechtsreife und erste Fruchtbildung nach vier bis sechs Jahren, während der volle Ertrag erst nach etwa 13 Jahren eintritt. Die produktive Lebensdauer der Adulten erstreckt sich über mehr als 20 Jahre, wobei ältere Exemplare oft höhere Erträge liefern.[2] Als Unterwuchspflanze in subtropischen Lorbeerwäldern ist die Art schattentolerant, bevorzugt jedoch Halbschatten auf sauren, gut durchlässigen Lehmböden.[4][2] Physiologisch ist die Pflanze an ein feuchtes subtropisches Klima angepasst und reagiert empfindlich auf Frost sowie Trockenheit.[4] Zu den natürlichen Feinden zählen Blattläuse, Schildläuse und Milben, die gelegentlich Blätter und Stämme befallen. In feuchten Umgebungen können pilzliche Erreger wie Alternaria oder Falscher Mehltau auftreten, während der Nematode Radopholus similis Wurzelschäden verursachen kann.[2]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Illicium verum* liegt in den subtropischen Regionen Südwestchinas sowie im nördlichen Vietnam.[1][4] Wildbestände konzentrieren sich primär auf die chinesischen Provinzen Guangxi und Guangdong. Dort besiedelt die Art immergrüne Laubwälder, lichte Gehölze und Dickichte. Die vertikale Verbreitung erstreckt sich über Höhenlagen zwischen 200 und 1.600 Metern. Ökologisch fungiert *Illicium verum* als Unterwuchsbaum in gemischten subtropischen Wäldern. Die Bestäubung wird in diesen Habitaten vorwiegend durch Käfer gewährleistet, während die Samenverbreitung über Vögel und Schwerkraft erfolgt. Die Pflanze bevorzugt ein feucht-subtropisches Klima mit Jahresdurchschnittstemperaturen von 15 bis 25 °C. Für ein optimales Wachstum sind jährliche Niederschlagsmengen zwischen 1.500 und 2.000 Millimetern sowie frostfreie Bedingungen erforderlich. Als Substrat werden gut durchlässige, saure Lehmböden mit einem pH-Wert von 5,5 bis 6,5 bevorzugt. Obwohl die Art schattentolerant ist, gedeiht sie am besten im Halbschatten ihres natürlichen Unterwuchshabitats. Weltweit wird der Sternanis heute intensiv kultiviert, wobei China etwa 80 bis 90 % der globalen Produktion liefert. Weitere bedeutende Anbaugebiete befinden sich in Vietnam, Indien und Laos. Historisch gelangten die Früchte erstmals 1578 über die Philippinen nach Europa. Inzwischen wurde die Art auch in subtropische Regionen Australiens sowie in die US-Bundesstaaten Kalifornien und Florida eingeführt, wo sie in geschützten Umgebungen wächst. In Europa und dem DACH-Raum ist *Illicium verum* nicht winterhart und kommt fast ausschließlich in botanischen Sammlungen oder Gewächshäusern vor. Der Erhaltungszustand der Wildpopulationen gilt nicht als gefährdet, jedoch stellt Entwaldung in einigen Ursprungsregionen eine Bedrohung für den Lebensraum dar.[4]

Saisonalität & Aktivität

Illicium verum ist ein immergrüner Baum, dessen physiologische Aktivität an feuchte subtropische Klimabedingungen mit Jahresdurchschnittstemperaturen zwischen 15 und 25 °C angepasst ist.[4][3] Die Blütezeit erfolgt im Frühling, wenn die zwittrigen Blüten einzeln aus den Blattachseln hervortreten.[4] Die Reifung der Früchte erstreckt sich bis in den Herbst, sodass die Haupterntezeit in die Monate Oktober bis November fällt.[3] Zu diesem phänologischen Zeitpunkt verfärben sich die Balgfrüchte rotbraun und beginnen sich zu öffnen, weshalb sie kurz vor der Vollreife gepflückt werden.[4][3] Die Art zeichnet sich durch eine langsame Jugendentwicklung aus, bei der die erste Fruchtreife erst nach vier bis sechs Jahren eintritt. Der Ertragszyklus erreicht sein Maximum bei etwa 13 Jahre alten Bäumen, die über 20 Jahre lang produktiv bleiben können. Da die Samen ihre Keimfähigkeit schnell verlieren, ist die Reproduktionsphase an eine unmittelbare Aussaat nach der Ernte gebunden, wobei die Keimung unter warm-feuchten Bedingungen vier bis acht Wochen dauert. Das Wachstum wird durch Frost limitiert, was die Verbreitung auf frostfreie Höhenlagen zwischen 200 und 1.600 Metern beschränkt.[4] Ergänzend zeigt das öffentliche Suchinteresse eine klare saisonale Dynamik mit signifikanten Spitzenwerten im November und Dezember, was mit der kulinarischen Nutzung in Wintergetränken und Gebäck korreliert.[3]

Bronnen & Referenties

  1. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:554553-1
  2. https://prosea.prota4u.org/view.aspx?id=577
  3. https://www.sciencedirect.com/topics/agricultural-and-biological-sciences/illicium-verum
  4. https://tropical.theferns.info/viewtropical.php?id=Illicium+verum
  5. http://gernot-katzers-spice-pages.com/engl/Illi_ver.html
  6. http://www.chinadaily.com.cn/english/doc/2005-11/02/content_489694.htm
  7. https://www.fda.gov/inspections-compliance-enforcement-and-criminal-investigations/enforcement-story-archive/center-food-safety-and-applied-nutrition-2003
  8. Literaturzusammenfassung: Illicium verum