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Lexicon-vermelding

Egel teek Ixodes zeshoekig

Egel teek

Taxonomie

Rijk Tiere (Animalia)
Stam Gliederfüßer (Arthropoda)
Klas Spinnentiere (Arachnida)
Orde Zecken (Ixodida)
Familie Ixodidae
Geslacht Ixodes
Soort Ixodes hexagonus
Wetenschappelijke naam Ixodes hexagonus Leach, 1815
Geaccepteerde naam

Einleitung

Die **Igelzecke** (*Ixodes hexagonus*) ist eine blutsaugende Art aus der Familie der Schildzecken (Ixodidae).[1] Als nestbewohnender (nidicoler) Ektoparasit gilt der Igel (*Erinaceus europaeus*) als Hauptwirt, sie befällt jedoch auch Raubtiere wie den Iltis (*Mustela putorius*) sowie Hunde und Katzen.[1][2] Von dem sehr ähnlichen Gemeinen Holzbock (*Ixodes ricinus*) ist die Art überschlägig durch die eher sechseckige Form des braun gefärbten Rückenschildes (Scutum) zu unterscheiden.[3]

Fakten (kompakt)

- **Hungervermögen**: Unter Laborbedingungen zeigten Larven der Igelzecke eine extreme Überlebensfähigkeit und konnten mehr als 6 Jahre ohne Nahrungsaufnahme überdauern. - **Befallsintensität**: Die Parasitierung kann sehr massiv ausfallen; bei Untersuchungen wurden auf einzelnen Igeln bis zu 247 Zecken aller Lebensstadien gleichzeitig dokumentiert. - **Gewichtszunahme**: Begattete Weibchen steigern ihr Körpergewicht in der finalen Phase der Blutmahlzeit, dem sogenannten „big sip“, um das bis zu 35-fache. - **Verdauungsstopp**: Während der schnellen Saugphase („big sip“) pausieren begattete Weibchen die Verdauung vollständig, weshalb sie in diesem Stadium nahezu unverändertes Wirtsblut enthalten.[1] - **Isotopen-Speicher**: Das Exoskelett der Zecke bewahrt die chemische Signatur (Isotope) des Wirtes aus dem *vorherigen* Lebensstadium (z. B. der Nymphen-Mahlzeit), während die Blutmahlzeit den *aktuellen* Wirt widerspiegelt.[1][11] - **Genitalöffnung**: Ein anatomisches Unterscheidungsmerkmal zum Gemeinen Holzbock ist die Lage der Genitalöffnung beim Weibchen; diese befindet sich bei *I. hexagonus* zwischen den Coxen (Hüften) des dritten Beinpaares (beim Holzbock zwischen dem vierten). - **Bein-Morphologie**: Die Tarsen (letzte Beinglieder) des ersten Beinpaares verjüngen sich abrupt zur Spitze hin und besitzen davor einen deutlich abgesetzten, kleinen Höcker.[2]

Name & Einordnung

Die Igelzecke (*Ixodes hexagonus*) ist eine Art aus der Familie der Schildzecken (Ixodidae).[4] Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1815 durch den britischen Zoologen William Elford Leach.[4][1] In der taxonomischen Literatur wird die Art häufig der Untergattung *Pholeoixodes* zugeordnet und entsprechend als *Ixodes* (*Pholeoixodes*) *hexagonus* geführt. Im englischsprachigen Raum ist die Bezeichnung „hedgehog tick“ gebräuchlich, was die primäre Assoziation mit dem Igel als Hauptwirt widerspiegelt.[1] Der Artname *hexagonus* korrespondiert mit der Morphologie des Rückenschildes (Skutum): Im Vergleich zum sehr ähnlichen Gemeinen Holzbock (*Ixodes ricinus*), dessen Skutum rundlich ist, wird das der Igelzecke als eher sechseckig beschrieben.[4]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Der Körper der Igelzecke (*Ixodes hexagonus*) ist im nicht vollgesogenen Zustand etwa 3,5 bis 4,5 Millimeter lang. Wie für die Familie der Schildzecken typisch, liegt ein ausgeprägter Sexualdimorphismus vor: Während das Skutum (Rückenschild) beim Männchen fast die gesamte Oberseite bedeckt, beschränkt es sich beim Weibchen auf den vorderen Bereich des Idiosomas. Auf dem Capitulum (vorderer Körperabschnitt) befinden sich beim Weibchen dorsal zwei auffällige, birnenförmige Porenfelder. Ein verlässliches Bestimmungsmerkmal sind die Palpen der Mundwerkzeuge, die bei beiden Geschlechtern kurz – kürzer als die Basis des Capitulums – und am Ende keulenförmig verdickt sind. Die Coxen (Hüften) des ersten Beinpaares tragen beim Weibchen auf der Außenseite lediglich einen rudimentären, schwer erkennbaren Dorn, während ein Innendorn fehlt. Zudem weisen die Coxen keine auffallend langen Haare oder Porenfelder auf. Die Tarsen (letzte Beinglieder) des ersten Beinpaares verschmälern sich abrupt zur Spitze hin, wobei davor ein deutlich abgesetzter, kleiner Höcker sitzt. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal beim Weibchen ist die Genitalöffnung, die zwischen den Coxen des dritten Beinpaares liegt. Die Art lässt sich vom sehr ähnlichen Gemeinen Holzbock (*Ixodes ricinus*) grob durch die Form des braunen Skutums abgrenzen, das bei *Ixodes hexagonus* eher sechseckig und nicht rundlich ist. Da dieses Merkmal jedoch unsicher sein kann, ist für eine sichere Ansprache die Kombination der genannten Palpen- und Beinmerkmale ausschlaggebend.[3] Begattete Weibchen durchlaufen eine Phase der schnellen Nahrungsaufnahme („big sip“), bei der sie ihr Gewicht um das bis zu 35-fache steigern können.[1] Neben morphologischen Merkmalen ist die Art heute auch laboranalytisch mittels DNA-Barcoding bestimmbar.[3]

Beschreibung

Die Igelzecke (*Ixodes hexagonus*), wissenschaftlich erstbeschrieben durch Leach im Jahr 1815, ist eine spezialisierte Art aus der Familie der Schildzecken (Ixodidae).[3] Im Gegensatz zu vielen freilebenden Zeckenarten ist sie als nestbewohnende (nidicole) Art anatomisch und physiologisch an das Leben in den Bauen ihrer Wirte angepasst.[9] Der Körper erreicht im nüchternen Zustand eine Länge von etwa 3,5 bis 4,5 Millimetern. Ein markanter Sexualdimorphismus prägt das Erscheinungsbild: Während das Skutum (Rückenschild) beim Männchen fast den gesamten Körper dorsal bedeckt, beschränkt es sich beim Weibchen auf den vorderen Bereich des Idiosomas.[3] Dies ermöglicht dem Weibchen eine enorme Ausdehnung bei der Blutmahlzeit, wobei es sein Gewicht um das bis zu 35-fache steigern kann. Nach der Paarung durchlaufen die Weibchen eine Phase der schnellen Endfüllung („big sip“), in der die Verdauung pausiert.[1] Ein namensgebendes Merkmal ist die oft sechseckige Form des braunen Skutums beim Weibchen, die sie überschlägig vom eher rundlichen Schild des Gemeinen Holzbocks (*Ixodes ricinus*) unterscheidet, wenngleich dieses Merkmal als unsicher gilt. Für eine präzise Bestimmung sind die Mundwerkzeuge ausschlaggebend: Die Palpen sind bei beiden Geschlechtern kurz – kürzer als die Basis des Capitulums – und am Ende keulenförmig verdickt. Auf der Oberseite des Capitulums zeigen Weibchen zudem zwei auffällige, birnenförmige Porenfelder. Die Beine weisen spezifische Anpassungen auf, wie das Fehlen auffallend langer Haare an den Coxen (Hüften). Die Tarsen des ersten Beinpaares verjüngen sich abrupt zur Spitze hin und tragen davor einen deutlich abgesetzten, kleinen Höcker. Im direkten Vergleich zu *Ixodes ricinus* fehlt *Ixodes hexagonus* der Dorn an der Innenseite der Coxen des ersten Beinpaares; stattdessen findet sich auf der Außenseite nur ein rudimentärer, schlecht erkennbarer Dorn. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Lage der Genitalöffnung des Weibchens, die sich zwischen den Coxen des dritten Beinpaares befindet, während sie beim Gemeinen Holzbock zwischen dem vierten liegt.[3] Der Lebenszyklus umfasst drei Wirtswechsel (Larve, Nymphe, Adultus), wobei jedes Stadium eine Blutmahlzeit nimmt, die bei Larven und Nymphen bis zu fünf Tage dauert.[1] Die Art besitzt eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gegen Hunger; so konnten Larven unter Laborbedingungen mehr als sechs Jahre ohne Nahrungsaufnahme überleben.[9]

Verhalten

Die Igelzecke (*Ixodes hexagonus*) ist eine nestbewohnende (nidicole) Art, die im Gegensatz zu vielen anderen Zecken nicht in der offenen Vegetation aktiv nach Wirten sucht, sondern innerhalb der Nester oder Baue auf diese wartet. Die Art folgt einem Drei-Wirt-Zyklus, bei dem Larve, Nymphe und das adulte Tier jeweils einmal Blut saugen, wobei jedes Stadium einen neuen Wirt aufsuchen muss. Die Dauer der Nahrungsaufnahme variiert je nach Entwicklungsstadium: Larven und Nymphen saugen bis zu fünf Tage, während unbegattete Weibchen bis zu 12 Tage am Wirt verbleiben können. Die Paarung erfolgt direkt auf dem Wirt, wo Männchen die Weibchen aufsuchen und dabei selbst wiederholt kleine Blutmengen aufnehmen, bevor sie sterben. Begattete Weibchen treten in eine finale Phase der schnellen Nahrungsaufnahme („big sip“) ein, in der sie ihr Gewicht um das bis zu 35-fache steigern, bevor sie sich zur Eiablage vom Wirt fallen lassen. Die Verdauung der Blutmahlzeit erfolgt kontinuierlich während der langsamen Saugphase und setzt sich fort, nachdem sich die Zecke gelöst hat. *Ixodes hexagonus* zeichnet sich durch eine extrem hohe Hungerfähigkeit aus; unter Laborbedingungen überlebten Larven der Art mehr als sechs Jahre ohne Nahrungsaufnahme.[1]

Ökologie

Die Igelzecke (*Ixodes hexagonus*) ist ein nidicoler (nestbewohnender) Ektoparasit, der im Gegensatz zu freilebenden Zeckenarten nicht aktiv in der Vegetation nach Wirten sucht, sondern innerhalb der Baue und Nester auf diese wartet.[1][10] Diese Lebensweise bindet die Art eng an die Behausungen ihrer Wirte, zu denen vor allem unterirdische Erdhöhlen gehören.[6] Als Hauptwirt gilt der Braunbrustigel (*Erinaceus europaeus*), weshalb die Art als Spezialist eingestuft wird.[1][10] Das Wirtsspektrum umfasst jedoch auch andere mittelgroße Säugetiere wie den Iltis (*Mustela putorius*), den Rotfuchs (*Vulpes vulpes*) sowie Marderartige wie Hermelin und Mauswiesel.[1][6] Die Igelzecke durchläuft einen dreiwirtigen Lebenszyklus, bei dem Larven, Nymphen und adulte Tiere für jede Entwicklungsstufe einen neuen Wirt aufsuchen müssen. Begattete Weibchen führen am Ende ihrer Saugphase eine schnelle End-Vollsaugung („big sip“) durch, bei der sie ihr Gewicht um das bis zu 35-fache steigern, bevor sie zur Eiablage abfallen.[1] Ökophysiologisch zeichnet sich die Art durch eine extrem hohe Hungerfähigkeit aus; so konnten Larven unter Laborbedingungen mehr als sechs Jahre ohne Nahrungsaufnahme überleben.[6] Da die Zecke in den geschützten Nestern ihrer Wirte lebt, unterliegt sie keinen ausgeprägten jahreszeitlichen Schwankungen und tritt in allen Jahreszeiten in vergleichbarer Dichte auf.[10] Isotopenanalysen belegen zudem, dass das Exoskelett der Zecke trophische Signaturen des vorangegangenen Wirtes speichert, während die Blutmahlzeit den aktuellen Wirt anzeigt.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Igelzecke (*Ixodes hexagonus*) besitzt medizinische und veterinärmedizinische Relevanz als Vektor verschiedener Pathogene.[12] Sie überträgt *Borrelia burgdorferi*, den Erreger der Lyme-Borreliose, sowie weitere Borrelienarten.[13][14] Zudem ist sie ein Überträger des FSME-Virus (Frühsommer-Meningoenzephalitis).[15] Veterinärmedizinisch bedeutsam ist der Nachweis von *Theileria annae* (Synonym: *Babesia annae*) in Spanien, da dieser Parasit bei Hunden schwere Anämien verursacht.[16] Auch DNA von *Hepatozoon felis* wurde in der Zecke detektiert.[17] Der Befall konzentriert sich auf den Hauptwirt Igel, bei dem Prävalenzen bis zu 100 Prozent und Intensitäten von bis zu 247 Zecken pro Tier dokumentiert sind.[18] Hunde sind ebenfalls gefährdet; eine britische Studie wies bei 21,7 Prozent der untersuchten Hunde einen Befall nach.[19] Für den Menschen besteht ein geringeres Risiko als beim Gemeinen Holzbock, da *Ixodes hexagonus* als nestbewohnende (nidicole) Art meist im Bau des Wirtes verbleibt.[12][20] Ein Befall des Menschen ist selten und erfolgt meist in Kellern, Erdhöhlen oder durch Kontakt mit Haustieren.[20][21] Präventiv ist zu beachten, dass Larven extrem widerstandsfähig sind und im Labor über sechs Jahre ohne Nahrung überlebten.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Obwohl keine direkten monetären Schadensdaten vorliegen, besitzt die Igelzecke (*Ixodes hexagonus*) eine Relevanz als Schädling bei Haustieren sowie einen methodischen Nutzen in der wissenschaftlichen Forschung.[6][11] Als Ektoparasit befällt die Art regelmäßig Hunde und Hauskatzen, wobei sie auch in direkten Kontakt mit dem Menschen kommen kann.[6] Eine Studie in England quantifizierte die Befallsrate bei Hunden auf 21,7 Prozent, was die Art nach dem Gemeinen Holzbock zu einem bedeutenden Parasiten in diesem Sektor macht.[11] Die veterinärmedizinische Bedeutung wird durch die Fähigkeit zur Übertragung von Pathogenen wie *Theileria annae* verstärkt, welche bei Hunden schwere Anämien verursachen können. Demgegenüber steht ein positiver Aspekt in der ökologischen Forschung, wo die Art als Instrument für das Biomonitoring genutzt werden kann. Analysen zeigten, dass das Exoskelett der Zecken stabile Isotope von Kohlenstoff und Stickstoff aus dem Blut ihrer Wirte dauerhaft speichert. Dies qualifiziert die Igelzecke als nicht-invasives Werkzeug, um Ernährungsgewohnheiten von schwer erfassbaren oder gefährdeten Wildtieren wie dem Iltis (*Mustela putorius*) zu rekonstruieren. Diese Methode bietet eine Alternative zu invasiven Gewebeentnahmen oder der zerstörenden Beprobung wertvoller Museumsexemplare. Somit nimmt die Art eine Doppelrolle als veterinärmedizinischer Lästling und wertvoller Bioindikator in der Naturschutzforschung ein.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Die Igelzecke (*Ixodes hexagonus*) durchläuft als dreiwirtige Zecke einen Lebenszyklus, der die Stadien Ei, Larve, Nymphe und Adultus umfasst, wobei in jedem mobilen Stadium eine einzige Blutmahlzeit an einem Wirt erfolgt. Im Gegensatz zum Gemeinen Holzbock handelt es sich um eine nestbewohnende (nidicole) Art, die innerhalb der Baue oder Nester auf ihre Wirte wartet, anstatt diese aktiv außerhalb des Nestes zu suchen. Hauptwirt ist der Braunbrustigel (*Erinaceus europaeus*), jedoch werden auch Raubtiere wie Iltisse (*Mustela putorius*) und Füchse sowie Haustiere befallen. Die Dauer der Blutmahlzeit variiert je nach Entwicklungsstadium: Larven und Nymphen saugen bis zu fünf Tage, während unbegattete Weibchen bis zu zwölf Tage am Wirt verbleiben. Die Paarung findet auf dem Wirt statt, wobei die Männchen die Weibchen aufsuchen und selbst nur kleine Blutmengen aufnehmen, bevor sie sterben. Nach der Begattung durchlaufen die Weibchen eine Phase der schnellen End-Vollsaugung („big sip“), bei der sie ihr Gewicht um das bis zu 35-fache steigern. Verdauungsprozesse finden kontinuierlich während der langsamen Saugphase statt, werden jedoch bei begatteten Weibchen während der schnellen Endphase gestoppt, um Nährstoffe für die Eiproduktion zu nutzen. Stickstoffhaltige Abfallprodukte werden als Guanin ausgeschieden, während Kohlenstoff über die Atmung als Kohlendioxid abgegeben wird. Nach dem Saugvorgang lässt sich das Weibchen fallen, um im Schutz des Nestes tausende Eier abzulegen. Larven und Nymphen benötigen nach der Mahlzeit oft Monate, um die Nahrung vollständig zu verdauen und sich zum nächsten Stadium zu häuten. Die Art zeichnet sich durch eine extrem hohe Hungerfähigkeit aus; unter Laborbedingungen überlebten Larven mehr als sechs Jahre ohne Nahrungsaufnahme. Aufgrund der geschützten Lebensweise in Nestern zeigt die Igelzecke keinen ausgeprägten Jahresgang und tritt ganzjährig in vergleichbarer Dichte auf.[1]

Vorkommen & Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet der Igelzecke (*Ixodes hexagonus*) umfasst fast ganz Europa und reicht vom Mittelmeer bis nach Skandinavien und Irland. Außerhalb Europas ist die Art in Nordafrika (Algerien, Marokko), Kleinasien, der Kaukasusregion sowie über Ost- und Westasien bis nach Zentralasien (Tian Shan, Tadschikistan) heimisch. In Deutschland ist die Zecke flächendeckend zu erwarten.[6] Ökologisch wird *Ixodes hexagonus* als nestbewohnende (nidicole) Art klassifiziert, die eng an die Behausungen ihrer Wirte gebunden ist. Anders als freilebende Zecken sucht sie nicht aktiv in der offenen Vegetation nach Wirten, sondern wartet innerhalb des Nestes auf deren Rückkehr.[1][7] Der primäre Lebensraum entspricht daher den Ruheplätzen von mittelgroßen Säugetieren, insbesondere des Braunbrustigels (*Erinaceus europaeus*) sowie von Raubtieren wie dem Iltis (*Mustela putorius*).[7][8] Aufgrund dieser verborgenen Lebensweise finden Begegnungen mit dem Menschen selten in der freien Natur statt, sondern eher in unterirdischen Kellern, Erdhöhlen oder durch Kontakt mit Haustieren.[2]

Saisonalität & Aktivität

Als nestbewohnende (nidicole) Art hält sich *Ixodes hexagonus* überwiegend in den Bauten ihrer Wirte auf, wo sie vor extremen Witterungseinflüssen geschützt ist.[1][4] Im Gegensatz zum freilebenden Gemeinen Holzbock (*Ixodes ricinus*) weist die Igelzecke daher keinen ausgeprägten Jahresgang auf. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Art in allen Jahreszeiten in vergleichbarer Dichte in den Nestern anzutreffen ist. Der Lebenszyklus folgt dem Schema einer dreiwirtigen Zecke, bei dem Larve, Nymphe und Adultus jeweils eine Blutmahlzeit benötigen. Die Saugdauer variiert dabei zwischen bis zu fünf Tagen bei den juvenilen Stadien und bis zu 15 Tagen bei verpaarten Weibchen, bevor diese zur Eiablage abfallen.[1] Zwischen den Mahlzeiten können die Tiere extrem lange Hungerperioden überstehen; so überlebten Larven unter Laborbedingungen mehr als sechs Jahre ohne Nahrungsaufnahme.[4] Während die biologische Aktivität in den geschützten Nestern ganzjährig verläuft, lässt sich ein erhöhtes öffentliches Suchinteresse spezifisch in den Monaten Mai und Juni beobachten.[5]

Voorkomen en huidige waarnemingen in Duitsland

  • Deutschland

    30.06.2025

  • Bayern, Deutschland

    21.05.2025

  • Germany

    24.02.2025

  • Deutschland

    30.11.2024

  • Deutschland

    14.06.2024

Daten: iNaturalist

Bronnen & Referenties

  1. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0327245
  2. Arthur D. R. (1953): The host relationships of Ixodes hexagonus Leach in Britain. Parasitology Volume 43 Issue 3-4: 227-238
  3. Josef Nosek, Wolf Sixl: Central-European Ticks (Ixodoidea), Key for determination. In: Mitteilungen der Abteilung für Zoologie am Landesmuseum Joanneum. Jahrgang 1, Heft 2, 1972, S. 61–92
  4. Wikipedia: Igelzecke (Ixodes hexagonus). OCR-Text aus bereitgestelltem Dokument.
  5. Search Interest Analysis (Aggregated Data)
  6. Trevor, N. Petney, Miriam P. Pfäffle, Jasmin D. Skuballa (2012): An annotated checklist of the ticks (Acari: Ixodida) of Germany. Systematic & Applied Acarology 17(2): 115–170
  7. Sonenshine DE. Biology of Ticks. Oxford University Press; 1991
  8. Arthur DR. Ticks and disease. Pergamon Press; 1962
  9. LoGiudice K, Kurchena K, Christopher K, Scott N. Exploration of stable isotope analysis for tick host identification. Ticks Tick Borne Dis. 2018;9(2):151–4
  10. M. Pfäffle, T. Petney, J. Skuballa, H. Taraschewski (2011): Comparative population dynamics of a generalist (Ixodes ricinus) and specialist tick (I. hexagonus) species from European hedgehogs. Experimental and Applied Acarology 54: 151–164
  11. https://doi.org/10.1111/j.1365-2915.2011.00954.x
  12. Mortier GG et al. (2025) The blood-sucking tick Ixodes hexagonus reveals dietary stable isotope signatures of mammalian hosts. PLoS One 20(7): e0327245
  13. Skuballa J, Oehme R, Hartelt K et al. (2007) European Hedgehogs as Hosts for Borrelia spp., Germany. Emerging Infectious Diseases 13(6): 952-953
  14. Gern L, Toutoungi LN, Hu CM, Aeschlimann A (1991) Ixodes (Pholeoixodes) hexagonus, an efficient vector of Borrelia burgdorferi in the laboratory. Medical and Veterinary Entomology 5: 431–435
  15. Labuda M, Randolph SE (1999) Survival strategy of tick-borne encephalitis virus: cellular basis and environmental determinants. Zentralblatt für Bakteriologie 289: 513–524
  16. Camachoa AT, Pallas E, Gestal JJ et al. (2003) Ixodes hexagonus is the main candidate as vector of Theileria annae in northwest Spain. Veterinary Parasitology 112: 157–163
  17. Duplan F, Davies S, Filler S et al. (2018) Anaplasma phagocytophilum, Bartonella spp., haemoplasma species and Hepatozoon spp. in ticks infesting cats. Parasites & Vectors 11: 201
  18. Pfäffle M, Petney T, Skuballa J, Taraschewski H (2011) Comparative population dynamics of a generalist (Ixodes ricinus) and specialist tick (I. hexagonus) species from European hedgehogs. Experimental and Applied Acarology 54: 151–164
  19. Smith FD, Ballantyne R, Morgan ER, Wall R (2011) Prevalence, distribution and risk associated with tick infestation of dogs in Great Britain. Medical and Veterinary Entomology doi:10.1111/j.1365-2915.2011.00954.x
  20. Arthur DR (1953) The host relationships of Ixodes hexagonus Leach in Britain. Parasitology 43(3-4): 227-238
  21. Estrada-Pena A, Jongejan F (1999) Ticks feeding on humans: a review of records on human-biting Ixodoidea. Experimental and Applied Acarology 23: 685–715