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Lexicon-vermelding

kaasjeskruid Malva sylvestris

kaasjeskruid

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde Malvales (Malvales)
Familie Malvaceae
Geslacht Malva
Soort Malva sylvestris
Wetenschappelijke naam Malva sylvestris L.
Geaccepteerde naam

Einleitung

Die **Wilde Malve** (*Malva sylvestris*), auch **Waldmalve** genannt, ist eine zwei- bis mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae).[1] Als Typusart der Gattung *Malva* ist sie ursprünglich in Europa, Nordafrika und Westasien verbreitet, besiedelt jedoch als Kulturfolger weltweit gestörte Habitate wie Wegränder und Schuttplätze.[2][3] Die Pflanze findet aufgrund ihres hohen Gehalts an Schleimstoffen traditionelle Anwendung als Heil- und Nahrungspflanze, wird in einigen Einfuhrgebieten jedoch als invasives Unkraut eingestuft.[4][1]

Gemeenschapsanalyse

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Laatst op 31.05.2026
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Name & Einordnung

Der akzeptierte wissenschaftliche Name der Art lautet *Malva sylvestris* L., wobei sie als Typusart der Gattung *Malva* fungiert.[2][1] Etymologisch leitet sich der Gattungsname vom lateinischen Verb *malvare* („weich machen“) ab, was auf die reizlindernden Eigenschaften der enthaltenen Schleimstoffe verweist. Das Art-Epitheton *sylvestris* entstammt ebenfalls dem Lateinischen und bedeutet „aus dem Wald“ oder „wild“, wodurch die Art von kultivierten Verwandten abgegrenzt wird.[1] Historisch ist die Pflanze seit der Antike bekannt und wurde bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. vom griechischen Pharmakologen Dioscorides unter der Bezeichnung *malache* in dessen Werk *De Materia Medica* beschrieben.[4] Zu den relevanten Synonymen zählen unter anderem *Malva mauritiana* L. sowie *Malva erecta* C. Presl.[2] Innerhalb der Systematik werden verschiedene infraspezifische Taxa anerkannt, darunter die Varietät *Malva sylvestris* var. *oxyloba* Post und die Unterart *Malva sylvestris* subsp. *mauritiana* (L.) Boiss.[2] Zusätzlich existieren gärtnerische Klassifizierungen wie die Mauritiana-Gruppe, die Eriocarpa-Gruppe mit filzigen Früchten sowie die Canescens-Gruppe für wollige Varianten.[5] Im deutschsprachigen Raum sind die Trivialnamen Wilde Malve und Waldmalve gebräuchlich. Internationale Bezeichnungen umfassen „common mallow“ oder „high mallow“ im Englischen sowie „mauve des bois“ im Französischen.[1] Im arabischen Sprachraum ist der Name *khubiza* oder *khobbeiza* verbreitet, der auf die brotartige Nutzung der Pflanze in Notzeiten anspielt.[6]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Malva sylvestris wächst als zweijährige oder kurzlebige ausdauernde krautige Pflanze und erreicht typischerweise Wuchshöhen von 0,6 bis 1,5 Metern.[3][2] Die aufrechten oder aufsteigenden Stängel sind oft verzweigt und mit Sternhaaren bedeckt, was ihnen eine leicht raue Textur verleiht. Die Pflanze verankert sich mit einer fleischigen, leicht verzweigten Pfahlwurzel im Boden.[3] Die wechselständigen Laubblätter sind handförmig gelappt, 5 bis 10 cm breit und zeigen einen nierenförmigen bis rundlichen Umriss mit herzförmiger Basis.[3][1] Der Blattrand der fünf bis sieben abgerundeten Lappen ist grob gekerbt. Charakteristisch ist die Behaarung beider Blattseiten mit Sternhaaren sowie der bis zu 15 cm lange Blattstiel. An der Basis der Blattstiele befinden sich kleine, eiförmige bis pfriemliche Nebenblätter, die früh abfallen können.[3] Die Blüten stehen in achselständigen Büscheln von eins bis drei Exemplaren und messen 2 bis 4 cm im Durchmesser.[3][2] Die fünf verkehrteiförmigen Kronblätter sind mauve bis purpurfarben und auffällig von dunkleren Adern durchzogen. Ein Außenkelch aus meist drei bis fünf länglich-lanzettlichen Hüllblättern umgibt den ebenfalls fünflippigen Kelch. Die Frucht ist eine niedergedrückt-kugelige Spaltfrucht mit einem Durchmesser von 1 bis 1,2 cm.[3] Sie zerfällt in 10 bis 15 scheibenförmige Teilfrüchte (Merikarpien), die oft eine netzartige Oberfläche aufweisen und an kleine Käselaibe erinnern. Diese Nüsschen sind kahl oder spärlich behaart und enthalten je einen dunkelbraunen, nierenförmigen Samen von 2 bis 2,5 mm Länge.[3][4] Innerhalb der Art variieren die Merkmale; so weist beispielsweise die Varietät var. oxyloba glattere Teilfrüchte auf als die typische Form.[3]

Beschreibung

Die Wilde Malve (*Malva sylvestris*) ist eine variable, krautige Pflanze, die je nach klimatischen Bedingungen als Zweijährige oder kurzlebige Staude wächst.[4][1] Als Typusart der Gattung *Malva* zeichnet sie sich durch einen aufrechten, oft buschigen Wuchs aus, der Höhen von 0,6 bis 1,5 Metern erreicht und in einer tiefreichenden, fleischigen Pfahlwurzel verankert ist.[2][3][1] Ein charakteristisches anatomisches Merkmal ist die Behaarung mit Sternhaaren (Stellaten), die Stängeln und Blättern eine leicht raue bis samtige Textur verleiht.[3][4] Diese Behaarung sowie der hohe Schleimgehalt in den Blättern (10–20 % des Trockengewichts) dienen als physiologische Anpassung an trockene Standorte, indem sie die Feuchtigkeitsspeicherung unterstützen und die Pflanze widerstandsfähig gegen Trockenstress machen.[4][1] Im natürlichen Lebensraum, häufig auf gestörten Böden, an Wegrändern oder in Gebüschen, bildet die Pflanze lockere Trauben aus mauve-violetten Blüten, die durch ihre dunkle Aderung auffallen.[1] Während die käselaibartigen Früchte (Spaltfrüchte) im Feld gut erkennbar sind, offenbart sich unter dem Mikroskop die oft netzartige Oberflächenstruktur der einzelnen Nüsschen (Merikarpien), die je nach Varietät auch glatt sein kann.[8][1] Die Blütenbiologie zeigt eine ausgeprägte Protandrie (Vormännlichkeit), bei der die männlichen Organe vor den weiblichen reifen, um Fremdbestäubung durch Insekten zu fördern. Dennoch ist die Art selbstkompatibel und kann bei ausbleibendem Insektenbesuch durch verzögerte autonome Selbstbestäubung Samen produzieren, was ihren Erfolg als Kulturfolger sichert.[1] Ökologisch fungiert *Malva sylvestris* als bedeutende Wirtspflanze für Insektenlarven, insbesondere für die Raupen des Distelfalters (*Vanessa cardui*), die sich von den Blättern und Stängeln ernähren. Zudem wird die Pflanze häufig von der Malvenblattlaus (*Brachycaudus malvae*) besiedelt, die als spezialisierter Herbivore den Pflanzensaft saugt.[6] Historisch ist die Art seit der Antike dokumentiert und wurde bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. vom griechischen Pharmakologen Dioskurides unter dem Namen *malache* beschrieben.[4] Der Artname *sylvestris* (lat. für „aus dem Wald“ oder „wild“) grenzt die Wildform taxonomisch von kultivierten Verwandten ab, wobei sie sich durch spezifische Merkmale wie den Außenkelch aus drei bis fünf länglichen Hochblättern differenziert.[1][3]

Verhalten

Malva sylvestris zeigt ein flexibles Fortpflanzungsverhalten, bei dem Protandrie (Vormännlichkeit) primär die Fremdbestäubung durch Insekten wie Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge fördert. Bei ausbleibenden Bestäubern ist die Art zur verzögerten autonomen Selbstbestäubung fähig, wobei die Fremdbestäubung jedoch zu einem deutlich höheren Fruchtansatz führt. Als chemische Abwehrreaktion auf Pilzinfektionen produziert die Pflanze das Phytoalexin Malvon A, ein Naphthochinon. Unter Stressbedingungen in ariden Lebensräumen steigert Malva sylvestris zudem die Biosynthese ätherischer Öle als physiologische Anpassung. In der Interaktion mit anderen Pflanzenarten zeigt die Malve allelopathisches Verhalten, indem wässrige Extrakte die Keimung und das Wachstum von Nachbarn wie Tomaten oder Weizen hemmen. Die Ausbreitung der Samen erfolgt passiv durch die Schwerkraft in Mutterpflanzennähe oder durch Zoochorie, indem die Früchte im Tierfell haften oder den Verdauungstrakt passieren.[1] Die Pflanze dient als Wirt und Nahrungsquelle für verschiedene Herbivoren, darunter die Malvenblattlaus (Brachycaudus malvae) und Raupen des Distelfalters (Vanessa cardui).[6] Auf molekularer Ebene regulieren spezifische miRNAs Gene, die an der Reaktion auf oxidativen Stress und Seneszenz beteiligt sind, um die Überlebensfähigkeit zu erhöhen. Das Wachstumsverhalten variiert klimatisch bedingt zwischen einjährigen Zyklen in ariden Zonen und ausdauerndem Wuchs in gemäßigten Breiten.[4]

Ökologie

Malva sylvestris besiedelt bevorzugt gestörte und halbnatürliche Habitate wie Wegränder, Hecken, Wiesen und Brachflächen, wobei sie nährstoffreiche, gut durchlässige Böden im neutralen bis alkalischen pH-Bereich (6,0–8,0) favorisiert. Die Art gedeiht optimal an sonnigen Standorten in gemäßigten bis mediterranen Klimazonen und toleriert Temperaturen bis zu -20°C sowie Trockenperioden nach der Etablierung.[4][1] Als insektenbestäubte Pflanze lockt sie Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge an, wobei Protandrie (Vormännlichkeit) die Fremdbestäubung fördert, jedoch auch verzögerte autonome Selbstbestäubung möglich ist.[1] Ökologisch fungiert die Pflanze als Nahrungsquelle für verschiedene Insekten, darunter die Malvenblattlaus (*Brachycaudus malvae*) und Raupen des Distelfalters (*Vanessa cardui*).[6] Zudem dient sie weidenden Säugetieren als Futterpflanze. In Konkurrenzsituationen zeigt *Malva sylvestris* allelopathische Effekte, indem wässrige Extrakte die Keimung und das Wachstum benachbarter Pflanzen wie Tomaten oder Weizen hemmen können.[1] Die Art ist anfällig für spezifische Pathogene wie den Malvenrost (*Puccinia malvacearum*) oder das *Malva vein clearing virus*, welche die Populationsdynamik beeinflussen können.[1][4] Auf kontaminierten Böden besitzt die Pflanze die Fähigkeit zur Phytoremediation, indem sie Schwermetalle wie Blei und Cadmium akkumuliert.[4] Klimamodelle prognostizieren eine Ausweitung geeigneter Habitate, was das invasive Potenzial der Art in bestimmten Regionen erhöhen könnte.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Malva sylvestris gilt in vielen Regionen als Unkraut in gestörten Habitaten, wird jedoch gleichzeitig als Zier- und Arzneipflanze kultiviert.[4][1] Ökologisch fungiert sie als Wirtspflanze für die Raupen des Distelfalters (*Vanessa cardui*) sowie als Nektarquelle für Bestäuber. Ein Schadpotenzial besteht durch allelopathische Effekte, da wässrige Extrakte die Keimung von Nutzpflanzen wie Tomaten und Weizen hemmen können. Im Anbau ist die Art anfällig für den Malvenrost (*Puccinia malvacearum*), der sich durch orangefarbene Pusteln und vorzeitigen Blattfall äußert. Zudem können virale Pathogene wie das *Malva vein clearing virus* auftreten, das Mosaikmuster und Wachstumsstörungen verursacht. Zu den tierischen Schädlingen zählen die Malvenblattlaus (*Brachycaudus malvae*) sowie Nacktschnecken, die Fraßschäden an Blättern und Stängeln verursachen. Medizinisch ist die Pflanze relevant durch ihre entzündungshemmende und antimikrobielle Wirkung, etwa gegen *Staphylococcus aureus* oder zur Linderung von Chemotherapie-induzierter Stomatitis. Gesundheitliche Risiken bestehen bei übermäßigem Verzehr durch den Oxalatgehalt, der Nierensteine begünstigen kann, sowie durch die Akkumulation von Schwermetallen in belasteten Böden. Diese Fähigkeit zur Aufnahme von Blei und Cadmium macht *Malva sylvestris* jedoch gleichzeitig nützlich für die Phytoremediation kontaminierter Standorte. Präventive Maßnahmen im Gartenbau umfassen die Gewährleistung guter Luftzirkulation und die Vermeidung von Überkopfbewässerung zur Reduktion von Pilzinfektionen. Im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes (IPM) wird die Entfernung infizierter Pflanzenreste und Fruchtwechsel empfohlen, um Pathogenzyklen zu unterbrechen. Zur Bekämpfung von Blattläusen eignet sich der Einsatz von Neemöl, da dieses die Schädlinge hemmt, ohne Bestäuber zu gefährden. Bei starkem Rostbefall kommen Fungizide mit Wirkstoffen wie Myclobutanil zum Einsatz.[4] Die wirtschaftliche Bedeutung wird durch Patente unterstrichen, die Extrakte der Wilden Malve in kosmetischen Formulierungen zur Hautberuhigung und Hydratisierung nutzen.[6]

Wirtschaftliche Bedeutung

In der Landwirtschaft und im Landschaftsmanagement wird *Malva sylvestris* vielerorts als Unkraut betrachtet, das sich in gestörten Lebensräumen, auf Feldern und Weiden etabliert.[4][1] In Teilen Nordamerikas wird die Art als invasiv geführt, da sie durch robuste Samenproduktion und Persistenz mit der lokalen Vegetation konkurriert. Eine direkte wirtschaftliche Schadwirkung entsteht durch allelopathische Effekte, bei denen wässrige Extrakte der Pflanze die Keimung und das Wachstum von Nutzpflanzen wie Weizen, Tomaten und Gurken signifikant hemmen können.[1] Zudem fungiert die Art als Reservoir für landwirtschaftlich relevante Schädlinge wie die Blattlaus *Brachycaudus malvae* sowie für Pathogene wie das *Malva vein clearing virus* und den Rostpilz *Puccinia malvacearum*, was den Pflanzenschutz in benachbarten Kulturen erschweren kann.[6][4] Demgegenüber steht eine wachsende kommerzielle Nutzung in der Kosmetikindustrie, wo Extrakte aufgrund ihrer hydratisierenden und reizlindernden Eigenschaften in patentierten Formulierungen zur Hautpflege verarbeitet werden.[6] Im Zierpflanzenbau generieren diverse Zuchtsorten wie 'Zebrina' oder 'Brave Heart' Umsätze im Gartenhandel und werden für Blumenwiesenmischungen verwendet.[1] Experimentelle Ansätze weisen zudem auf ein wirtschaftliches Potenzial in der Phytoremediation hin, da die Pflanze Schwermetalle wie Cadmium und Blei aus kontaminierten Böden akkumulieren kann, was für die Sanierung belasteter Industriestandorte von Bedeutung ist. Auch die Nutzung der Stängelfasern für Verbundwerkstoffe und der Blütenextrakte als antibakterielle Textilfärbemittel wird als mögliche industrielle Anwendung erforscht.[4]

Biologie & Lebenszyklus

Malva sylvestris ist eine anpassungsfähige Pflanze, die je nach Klimazone als einjährige, zweijährige oder kurzlebige ausdauernde Staude wächst.[3][1] In gemäßigten Breiten überdauert sie den Winter als Hemikryptophyt mittels einer fleischigen, leicht verzweigten Pfahlwurzel, die als Nährstoffspeicher für den Neuaustrieb dient. Die zwittrigen Blüten sind protandrisch (vormännlich), was die Fremdbestäubung fördert, wobei bei ausbleibendem Pollentransfer auch eine verzögerte autonome Selbstbestäubung möglich ist. Zur Bestäubung ist die Pflanze auf Insekten wie Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge angewiesen, wobei Fremdbestäubung zu einem höheren Fruchtansatz von etwa 10 % im Vergleich zur Selbstbestäubung führt.[1] Nach der Befruchtung entwickelt sich ein scheibenförmiger Spaltfruchtstand (Schizokarp), der in 10 bis 15 einzelne, nussartige Teilfrüchte (Merikarpien) zerfällt.[3][1] Die Ausbreitung der Samen erfolgt primär durch die Schwerkraft (Barochorie) in unmittelbarer Nähe der Mutterpflanze oder durch Zoochorie, indem die Früchte im Tierfell haften bleiben.[1] Die Samen weisen eine physikalische Dormanz auf, die durch eine harte Samenschale bedingt ist; unter optimalen Bedingungen bei 18–25 °C erreichen sie Keimraten von bis zu 80 %.[1][6] Im Boden bleiben die orthodoxen Samen für zwei bis fünf Jahre keimfähig und reichern so die Samenbank an.[6] Physiologisch ist die Art robust und toleriert Temperaturen bis zu -20 °C sowie Trockenperioden nach erfolgreicher Etablierung.[1][4] Malva sylvestris zeigt zudem allelopathische Effekte, indem wässrige Extrakte der Pflanze die Keimung und das Wachstum benachbarter Arten wie Weizen oder Tomaten hemmen können.[1] Zu den natürlichen Feinden zählen Herbivoren wie die Raupen des Distelfalters (*Vanessa cardui*) und die Malvenblattlaus (*Brachycaudus malvae*), die an Blättern und Stängeln saugen.[6] Die Pflanze ist anfällig für den Malvenrost (*Puccinia malvacearum*), der orangefarbene Pusteln auf den Blattunterseiten verursacht, sowie für Blattfleckenkrankheiten durch *Cercospora*-Arten.[1][9] Zudem können virale Pathogene wie das Malva-Vein-Clearing-Virus auftreten, das zu Blattdeformationen und Mosaikmustern führt.[4]

Vorkommen & Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von *Malva sylvestris* umfasst weite Teile Westeuropas, Nordafrikas und Westasiens bis hin nach Zentralasien. Auch auf den makaronesischen Inselgruppen, einschließlich der Azoren, Madeira und den Kanarischen Inseln, ist die Art indigen. Durch menschliche Aktivitäten wurde die Pflanze weltweit in gemäßigte Klimazonen verschleppt und ist heute in Nordamerika, Südamerika, Australien, Neuseeland sowie Ostasien eingebürgert.[2] Die Einschleppung nach Nordamerika erfolgte vermutlich bereits während der frühen europäischen Besiedlung, begünstigt durch die historische Nutzung als Zier- und Heilpflanze.[3] *Malva sylvestris* besiedelt vorwiegend offene, gestörte Habitate und gilt als typische Ruderalpflanze an Wegrändern, Schuttplätzen, Feldrändern und in Hecken.[4] Sie bevorzugt gut durchlässige, neutrale bis alkalische Böden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 8,0.[1] Die Art zeigt eine hohe Toleranz gegenüber verdichteten oder nährstoffarmen Untergründen, profitiert jedoch von stickstoffreichen Standorten in Siedlungsnähe.[4] Ihre vertikale Verbreitung reicht vom Meeresniveau bis in Höhenlagen von etwa 1500 Metern, in Gebirgen wie dem Himalaya sogar bis auf 3000 Meter.[3] Klimatisch ist die Pflanze an gemäßigte bis mediterrane Bedingungen angepasst und toleriert Wintertemperaturen bis zu -20 °C.[1] Während sie in mediterranen Klimaten oft zweijährig wächst, verhält sie sich in feuchteren gemäßigten Zonen meist als kurzlebige Staude.[4] In vielen Einfuhrgebieten, insbesondere in Teilen der USA, wird *Malva sylvestris* als invasives Unkraut eingestuft, da sie sich auf gestörten Flächen aggressiv ausbreiten kann. Klimamodelle prognostizieren zudem eine potenzielle Ausdehnung geeigneter Habitate in temperate und subtropische Zonen unter künftigen Umweltbedingungen.[1]

Saisonalität & Aktivität

Die phänologische Aktivität von *Malva sylvestris* variiert stark je nach klimatischen Bedingungen, wobei die Art als einjährige, zweijährige oder kurzlebige ausdauernde Pflanze auftritt. In gemäßigten Breiten erstreckt sich die primäre Blütezeit von Mai bis Oktober, während derer die zwittrigen Blüten gebildet werden. In mediterranen Klimazonen verhält sich die Pflanze häufig zweijährig, mit vegetativem Wachstum im ersten und der Blütenbildung im zweiten Jahr. Dagegen kann sie in ariden Regionen wie Ägypten ihren gesamten Lebenszyklus innerhalb eines Jahres abschließen.[3] Die Überwinterung erfolgt in kühleren Zonen als Hemikryptophyt mittels eines speichernden Pfahlwurzelsystems, das Temperaturen bis zu -20 °C toleriert.[1] Eine optimale Keimung der Samen findet bei Temperaturen zwischen 18 und 25 °C statt, wobei Feuchtigkeit und Skarifizierung förderlich wirken.[3] Während der Blühphase ist *Malva sylvestris* tagsüber für Bestäuber wie Bienen und Schwebfliegen attraktiv, wobei Protandrie die Fremdbestäubung begünstigt.[1] Zudem dient die Pflanze während der Vegetationsperiode als Wirt für Insektenlarven, beispielsweise für die Raupen des Distelfalters (*Vanessa cardui*) oder Blattläuse wie *Brachycaudus malvae*.[3] Das öffentliche Interesse an der Pflanze korreliert zeitlich mit der Hauptblüte, wie aggregierte Suchanfragen zeigen, die im Juni und Juli ihre Höchstwerte erreichen. In den Wintermonaten Dezember und Januar sinkt die Aufmerksamkeit auf das jährliche Minimum ab.[7]

Voorkomen en huidige waarnemingen in Duitsland

  • Esbeck, Schule, 38364 Schöningen, Deutschland

    01.01.2026

  • Deutschland

    28.12.2025

  • Deutschland

    07.12.2025

  • Berlin

    20.11.2026

  • Deutschland

    16.11.2025

Daten: iNaturalist

Wetenschappelijk onderzoek en patenten

KR-20220064641-A Biological Registratie

Kosmetische Zusammensetzung mit Mischextrakt aus Kornblume und Wilder Malve zur Linderung von Hautreizungen

Coreana Cosmetics Company Ltd. (2020)

Relevantie: 7/10

Samenvatting

Hier wird spezifisch ein Extrakt aus Malva sylvestris (Wilde Malve) in Kombination mit Kornblume verwendet. Die Erfindung zielt auf die Beruhigung von Hautreizungen und die Feuchtigkeitsversorgung ab. Es nutzt die biologischen entzündungshemmenden Eigenschaften der Malva sylvestris direkt für kosmetische Zwecke.

KR-20110016536-A Biological Onbekend

Kosmetische Zusammensetzung mit Extrakt aus Malva sylvestris zur Hautaufhellung

Thefaceshop Company Ltd. (2009)

Relevantie: 7/10

Samenvatting

Dieses Patent nutzt Malva sylvestris als aktiven Wirkstoff zur Hautaufhellung (Whitening). Der Extrakt wird verwendet, um die Melaninproduktion zu unterdrücken. Es beschreibt ein spezifisches Extraktionsverfahren und die Anwendung in verschiedenen kosmetischen Formulierungen wie Cremes oder Essenzen.

DE-102009027618-A1 Biological Onbekend

Verwendung eines Extraktes der Wilden Malve als hydratisierenden Wirkstoff in Kosmetika

Lvmh Rech (2009)

Relevantie: 7/10

Samenvatting

Die Erfindung beschreibt die Nutzung von Malva sylvestris zur Verbesserung der Hautfeuchtigkeit. Der Wirkmechanismus basiert auf der Stimulierung der Aquaporin-Expression in der Haut, was den Wassertransport verbessert. Dies ist eine hochspezifische Anwendung, die auf den biologischen Eigenschaften der Pflanze basiert.

DE-502006004378-D1 Biological Onbekend

Reizlinderndes Hustenmittel enthaltend Extrakte aus Isländischem Moos und Malve sowie Zinkverbindungen

Klosterfrau Mcm Vetrieb GmbH (2006)

Relevantie: 6/10

Samenvatting

Das Patent beschreibt eine pharmazeutische Zubereitung zur Linderung von Hustenreiz. Die Kernidee ist die Kombination der schleimbildenden Eigenschaften der Malve (hier als reizlindernde Komponente) mit Isländisch Moos und Zink. Es demonstriert die praktische medizinische Anwendung der Pflanze.

Bronnen & Referenties

  1. https://www.gbif.org/species/3152374
  2. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:561932-1
  3. http://floranorthamerica.org/Malva_sylvestris
  4. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8382527/
  5. http://www.malvaceae.info/Genera/Malva/sylvestris.php
  6. https://staff-old.najah.edu/sites/default/files/Traditional_Knowledge_of_Wild_Edible_Plants_Used_in_Palestine_%28Northern_West_Bank%29_A_Comparative_Study.pdf
  7. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
  8. https://totallywilduk.co.uk/2022/02/08/common-mallow-malva-sylvestris-identification-guide/
  9. https://veggies.msu.edu/wp-content/uploads/2025/03/PDMR-18V066.pdf