Die Art trägt den wissenschaftlichen Namen *Microtus agrestis*, wobei die Erstbeschreibung Carl von Linné im Jahr 1761 zugeschrieben wird.[4] In spezifischer Fachliteratur findet sich auch die Schreibweise *Microtus agrestes*. Im deutschsprachigen Raum ist das Tier unter dem Trivialnamen Erdmaus bekannt.[3] Systematisch wird die Spezies der Gattung *Microtus* (Feldmäuse) innerhalb der Familie der Wühler (Cricetidae) zugeordnet.[4] Im Kontext der Schädlingsbekämpfung wird die Erdmaus als Forstschädling klassifiziert.[3]
Die Erdmaus (*Microtus agrestes*) besitzt ein mausähnliches Erscheinungsbild und zeichnet sich durch einen auffällig kurzen Schwanz aus. Die Körperlänge der adulten Tiere beträgt zwischen 9 und 13 cm. Das Gewicht variiert üblicherweise zwischen 20 und 40 g, kann jedoch maximal bis zu 63 g erreichen. Der Schwanz nimmt mit einer Länge von 2,6 bis 4,7 cm etwa ein Drittel der gesamten Körperlänge ein. Er ist dünn behaart und weist eine Struktur von 50 bis 70 Ringen auf. Ein charakteristisches Merkmal ist die Färbung des Schwanzes, der auf der Oberseite deutlich dunkler ist als auf der Unterseite. Das Fell der Oberseite ist graubraun bis dunkelgraubraun gefärbt. Die Unterseite sowie die Beine erscheinen grauweiß in verschiedenen Abtönungen. Die Behaarung wird als grob beschrieben, wobei sich auf dem Rücken längere Leithaare befinden. Die Tiere sind farbenblind und besitzen ein schlechtes Sehvermögen, verfügen jedoch über einen gut ausgeprägten Hör-, Tast- und Geruchssinn. Jungtiere kommen blind zur Welt; das Öffnen der Augen erfolgt erst nach 9 bis 10 Tagen. Weibchen erreichen die Geschlechtsreife nach 4 bis 6 Wochen bei einem Gewicht von etwa 15 g.[3] Männliche Tiere werden ab der 8. Woche geschlechtsreif. Tiere, die überwintern, weisen ein Gewicht von 18 bis 21 g auf.[3]
Die Erdmaus (*Microtus agrestis*) ist ein als Forstschädling klassifiziertes Nagetier, das ein typisch mausähnliches Aussehen mit einem verhältnismäßig kurzen Schwanz aufweist. Die Körperlänge der Tiere beträgt zwischen 9 und 13 cm, wobei der Schwanz mit 2,6 bis 4,7 cm lediglich ein Drittel der gesamten Körperlänge einnimmt. Charakteristisch für den dünn behaarten Schwanz sind die 50 bis 70 Ringe sowie eine deutliche Zweifarbigkeit, bei der die Oberseite signifikant dunkler als die Unterseite ist. Das Fell ist grob beschaffen und weist auf dem Rücken längere Leithaare auf. Die Färbung der Oberseite reicht von graubraun bis dunkelgraubraun, während die Unterseite und die Beine in verschiedenen grauweißen Tönen erscheinen. Anatomisch ist die Art spezifisch ausgestattet: Sie ist farbenblind und besitzt ein schlechtes Sehvermögen, verfügt jedoch im Ausgleich über exzellente Hör-, Tast- und Geruchssinne. Das Körpergewicht adulter Tiere variiert zwischen 20 und 40 g und kann maximal 63 g erreichen, wobei überwinternde Individuen oft ein reduziertes Gewicht von 18 bis 21 g aufweisen. In ihrer Fortbewegung sind Erdmäuse primär Läufer, die schlecht klettern, aber notfalls schwimmen können. Die Entwicklung der Jungtiere verläuft rasch; sie werden blind geboren und öffnen ihre Augen nach 9 bis 10 Tagen.[3] Ein Geschlechtsdimorphismus zeigt sich in der Reifung, da Weibchen bereits nach 4 bis 6 Wochen bei einem Gewicht von etwa 15 g geschlechtsreif werden, Männchen hingegen erst ab der 8. Woche. Im Winter wird die Geschlechtsreife physiologisch auf das folgende Frühjahr verschoben. Die natürliche Lebensdauer im Freiland ist auf maximal 15 Monate begrenzt, kann jedoch unter Laborbedingungen 2 bis 4 Jahre betragen.[3]
Die Aktivitätsphasen von *Microtus agrestes* variieren saisonal, wobei die Tiere im Sommer nachtaktiv sind, im Winter jedoch auch tagsüber aktiv werden. Die Art hält keinen Winterschlaf und legt stattdessen Wintervorräte an. Die Fortbewegung erfolgt primär laufend; die Erdmaus kann notfalls schwimmen, klettert jedoch schlecht. Der Aktionsradius der Männchen umfasst 1.000 bis 1.500 m², während sich Weibchen in einem kleineren Radius von 200 bis 500 m² bewegen. Im Sozialverhalten zeigt sich die Bildung von Nestgemeinschaften durch mehrere Weibchen. Die Nester werden rundlich und flach unter der Erdoberfläche angelegt, bei feuchten Bedingungen jedoch auch oberirdisch. Zudem legt *Microtus agrestes* Gastunnel in ihrem Lebensraum an. Die sensorische Orientierung erfolgt hauptsächlich über den gut ausgeprägten Hör-, Tast- und Geruchssinn, da das Sehvermögen schlecht ist und die Tiere farbenblind sind. Bei Nahrungsmangel im Winter ändert sich das Fraßverhalten, sodass auch Rinde und weiches Holz bis in gewisse Höhen an Bäumen genagt werden.[3]
*Microtus agrestes* besiedelt vorzugsweise feuchte, jedoch nicht nasse, kühle und gut bekrautete Biotope wie Waldränder, Feldgehölze oder vergraste Forstkulturen. Auch in Baumschulen, Samenplantagen und Naturverjüngungen findet die Art geeignete Lebensräume, in denen sie Gastunnel anlegt. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus grünen, zarten Trieben von Gräsern und Kräutern mit geringem Rohfaseranteil, während Sämereien und tierische Kost selten genutzt werden. Bei Nahrungsmangel, insbesondere im Winter, wird Rinde als Ersatznahrung angenommen. Dies führt zu Fraßschäden an weichem Holz und Rinde verschiedener Baumarten wie Hainbuche, Buche, Ahorn, Pappel, Birke, Lärche, Fichte und Kiefer. Die Schäden reichen üblicherweise bis zu 10 cm Höhe, können bei hoher Schneedecke jedoch auch weiter oben am Stamm auftreten. Dünne Stämme werden dabei oft vollständig durchnagt, was den Ausfall des Baumes zur Folge hat. Im Sommer kann die sinkende Nahrungsqualität zu einer erhöhten Mortalität führen. Die Erdmaus hält keinen Winterschlaf, sondern legt Vorräte an und bleibt auch in der kalten Jahreszeit aktiv. Ökologisch ist die Art zudem als Reservoir für Borreliose relevant, welche durch Zecken übertragen wird, und kann Krankheiten wie Tuberkulose oder Toxoplasmose verbreiten.[3]
Die Erdmaus (*Microtus agrestis*) wird als Forstschädling klassifiziert. Das Schadpotenzial äußert sich primär durch Fraßschäden an der Rinde und am weichen Holz von Bäumen bis zu einer Höhe von 10 cm. Bei hoher Schneelage im Winter können diese Schäden auch höher am Stamm auftreten. Zu den betroffenen Baumarten zählen unter anderem Hainbuche, Buche, Ahorn, Pappel, Birke, Lärche, Fichte und Kiefer. Besonders dünne Stämme werden dabei oft vollständig durchnagt, was zum Totalausfall des Baumes führt. Das Annagen von Rinde erfolgt verstärkt bei Nahrungsmangel, wenn die Qualität der üblichen pflanzlichen Nahrung abnimmt. Neben den forstwirtschaftlichen Schäden besitzt die Art medizinische Relevanz als potenzieller Überträger von Krankheiten. Sie kann Tuberkulose und Toxoplasmose übertragen. Zudem fungiert *Microtus agrestis* als Reservoir für Borreliose, wobei die eigentliche Übertragung durch Zecken stattfindet.[3]
Die Erdmaus (*Microtus agrestes*) wird als relevanter Forstschädling eingestuft. Wirtschaftliche Bedeutung erlangt die Art vor allem durch Schäden in Baumschulen, Pflanzgärten, Samenplantagen sowie in vergrasten Forstkulturen und Naturverjüngungen. Das Schadbild manifestiert sich durch Fraßschäden an der Rinde und dem weichen Holz der Bäume. Diese Beschädigungen treten typischerweise bis zu einer Höhe von 10 cm am Stamm auf. In Wintern mit hoher Schneelage können die Fraßspuren jedoch auch in größeren Höhenbereichen liegen. Dünne Stämme werden dabei oft vollständig durchnagt, was zum Totalausfall des betroffenen Baumes führt. Zu den geschädigten Gehölzen zählen diverse Laub- und Nadelbäume wie Hainbuche, Buche, Ahorn, Pappel, Birke, Lärche, Fichte und Kiefer. Neben den direkten Pflanzenschäden ist die Erdmaus auch medizinisch relevant, da sie als Reservoir für Borreliose dient und Krankheiten wie Tuberkulose und Toxoplasmose übertragen kann.[3]