Fakten (kompakt)
- *Pieris rapae* gehört zur Ordnung der Schmetterlinge (Lepidoptera). - Die Art wurde 1758 von Carl Linnaeus als *Papilio rapae* erstmals beschrieben.[13] - Es existieren Unterarten von *P. rapae*, wie z.B. *P. r. crucivora* in Asien. - Die Flügelspannweite der adulten *Pieris rapae* beträgt 32 bis 47 mm. - Die Unterseite beider Flügel weist einen blassgelblichen Farbton auf, besonders auf den Hinterflügeln, was zur Tarnung beiträgt, wenn sie ruhen. - Männchen haben typischerweise einen schwarzen Punkt nahe der Mitte jedes Vorderflügels, während Weibchen zwei solche Punkte haben. - Der Körper ist robust und mit dichten Haaren bedeckt; diese Haare sind bei Weibchen weiß, bei Männchen jedoch dunkler, oft gräulich oder gelblich. - Die Weibchen legen 300–400 blassgelbe Eier einzeln auf die Unterseite der Wirtsblätter. - Die Eier schlüpfen in 4–8 Tagen zu samtig grünen Larven, die etwa 15 Tage lang über fünf Stadien hinweg unersättlich fressen. - Die Verpuppung erfolgt in einer Chrysalis (19–20 mm lang) und dauert 11 Tage bis mehrere Wochen, wobei sie in kälteren Regionen überwintert. - Adulte Tiere schlüpfen mit einer Flügelspannweite von 45–65 mm, leben 3–6 Wochen und fliegen tagaktiv vom frühen Frühling bis zum späten Herbst, wobei sie je nach Breitengrad und Klima 2–8 Generationen pro Jahr hervorbringen. - Ökologisch gesehen bestäuben adulte Tiere Blüten, indem sie sich von Nektar ernähren. - Natürliche Feinde sind parasitische Wespen und Vögel. - In einigen Regionen zeigt er Wanderverhalten, was die Ausbreitung unterstützt. - *Pieris rapae* wurde in den 1860er Jahren versehentlich über importierte Kohlpflanzen nach Quebec, Kanada, eingeschleppt und breitete sich rasch in ganz Nordamerika aus. - Er hat sich auch in Australien und Neuseeland etabliert. - Adulte Tiere bevorzugen sonnige, unkrautsame Gebiete in der Nähe von Wirtspflanzen, während Larven wirtsspezifisch für Kreuzblütler sind, einschließlich wildem Senf und Kulturpflanzen.[13]
Der Kleine Kohlweißling, wissenschaftlich als *Pieris rapae* bekannt, wurde erstmals 1758 von Carl Linnaeus als *Papilio rapae* beschrieben. Franz von Paula Schrank überführte die Art 1801 in die Gattung *Pieris*, wodurch die heute gültige Kombination entstand. Der Gattungsname *Pieris* leitet sich vom lateinischen *Pieris* ab, das seinen Ursprung im altgriechischen Πιερίς (Pierís) hat und sich auf eine Muse bezieht, die in der Region Pieria verehrt wurde. Der Artname *rapae* stammt vom lateinischen Wort *rapa* für Rübe und bezieht sich auf die Wirtspflanze *Brassica rapa*. Synonyme für *Pieris rapae* umfassen *Artogeia rapae* (Linnaeus, 1758), *Pontia rapae* Fabricius, 1793, *Papilio rapae* Linnaeus, 1758, *Ascia rapae* Linnaeus und *Mancipium rapae* Linnaeus.[1] Hugh Newman Verity schlug 1947 *Artogeia* als Untergattung von *Pieris* für die *napi*-Gruppe vor, zu der auch *P. rapae* gehört, was später von einigen auf den vollen Gattungsstatus erhoben wurde. Eine Analyse von Robbins und Henson aus dem Jahr 1986 argumentierte jedoch für die Beibehaltung von *Pieris rapae* aufgrund der nomenklatorischen Priorität, kladistischer Beweise aus Flügelgeäder und Genitalien sowie der Stabilität in der Taxonomie, eine Position, die heute weithin akzeptiert wird. Regionale Trivialnamen für den Falter sind Kleiner Kohlweißling (Deutschland), small white (Europa), cabbage white (Nordamerika) oder einfach white butterfly (Neuseeland). Das Larvenstadium wird oft als imported cabbageworm bezeichnet, was seinen Status als eingeschleppter landwirtschaftlicher Schädling widerspiegelt. Es existieren mehrere Unterarten, die sich hauptsächlich durch ihre geografische Verbreitung und geringfügige morphologische Unterschiede in Flügelmustern und -färbung unterscheiden.[1] Zu den anerkannten Unterarten gehören die Nominatform *P. r. rapae*, *P. r. crucivora*, *P. r. mauretanica*, *P. r. debilis* und *P. r. lusitanica*.[1]
Der Kleine Kohlweißling (*Pieris rapae*) ist ein kleiner bis mittelgroßer Falter innerhalb der Familie der Weißlinge (Pieridae). Die Flügelspannweite der adulten Falter beträgt 32 bis 47 mm. Die Oberseite der Flügel ist überwiegend cremeweiß. Die Vorderflügel weisen markante schwarze Spitzen auf, die sich entlang der äußeren Ränder und Adern erstrecken. Die Unterseiten beider Flügel zeigen einen blassgelblichen Farbton, besonders auf den Hinterflügeln, was zur Tarnung beiträgt, wenn der Falter ruht. Es gibt einen deutlichen Sexualdimorphismus in Bezug auf die Flügelmuster und die Körperfärbung. Männchen haben typischerweise einen einzelnen schwarzen Punkt nahe der Mitte jedes Vorderflügels, während Weibchen zwei solcher Punkte aufweisen. Weibchen haben auch eine etwas ausgeprägtere schwarze Schattierung, die als schwache, bandartige Ausdehnung von den Flügelspitzen nach innen erscheinen kann. Der Körper der Falter ist robust und mit dichten Haaren bedeckt. Diese Haare sind bei Weibchen weiß, bei Männchen dunkler, oft gräulich oder gelblich. Im Flug schlagen die Falter mit einer Frequenz von bis zu 12,8 Flügelschlägen pro Sekunde, was eine agile, flatternde Bewegung ermöglicht.[1] *P. rapae* kann von dem ähnlichen Grünader-Weißling (*Pieris napi*) durch das Fehlen einer grünlich-grauen Beschuppung entlang der Flügeladern auf der Hinterflügelunterseite unterschieden werden.[1] Bei *P. rapae* bleibt dieser Bereich cremeweiß ohne solche Markierungen, und die Vorderflügelspitzen zeigen eine schwächere schwarze Schattierung im Vergleich zu den stärker ausgeprägten Adern bei *P. napi*. Die Eier von *Pieris rapae* sind tonnenförmig, etwa 0,5 mm breit und 1,0 mm lang, mit Längs- und Querrillen auf der Oberfläche. Sie werden einzeln, typischerweise aufrecht auf der Unterseite von Wirtspflanzenblättern abgelegt und erscheinen zunächst blassweiß, bevor sie sich mit fortschreitender Entwicklung gelblich färben. Die Larven, bekannt als Kohlweißlinge, durchlaufen fünf Stadien und beginnen als kleine, blasse Individuen von etwa 3 mm Länge und erreichen bis zu 30 mm im reifen Zustand. Sie weisen einen samtig grünen Körper auf, der mit feinen weißen und schwarzen Haaren bedeckt ist, akzentuiert durch einen schwachen gelben dorsalen Streifen und seitliche Reihen gelber Flecken, die eine Tarnung gegen das Laub der Kreuzblütler bieten. Die Larven produzieren reichlich grünlich-braune Kotpillen, die sich unter den Futterstellen ansammeln. Die Puppen sind kantige Chrysaliden, 18–20 mm lang, mit scharfen dorsalen Vorsprüngen zur strukturellen Unterstützung und Befestigung mittels eines seidenen Gürtels und Cremasters. Die Färbung variiert zur Tarnung und erscheint grün, wenn sie sich auf der Vegetation verpuppen, um sich an Pflanzenoberflächen anzupassen, oder braun, grau und gesprenkelt, wenn sie sich auf anderen Substraten wie Stängeln oder Zäunen befinden, was eine Hintergrundmimese ermöglicht.[1]
Der Kleine Kohlweißling, wissenschaftlich bekannt als *Pieris rapae*, ist ein kleiner bis mittelgroßer Schmetterling aus der Familie der Weißlinge (Pieridae). Diese Art zeichnet sich durch ihre weißen Flügel mit schwarzen Spitzen an den Vorderflügeln aus. Männchen haben typischerweise einen schwarzen Punkt auf jedem Vorderflügel, während Weibchen zwei Punkte aufweisen. Die Raupen von *Pieris rapae*, oft Kohlwürmer genannt, sind grün mit gelben Streifen auf dem Rücken und können bis zu 35 mm lang werden. Sie sind bekannt dafür, sich an den Blättern von Kreuzblütlern wie Kohl und Brokkoli zu laben. Ursprünglich stammt *Pieris rapae* aus Europa, Nordafrika und Teilen Asiens. Seit den 1860er Jahren wurde er nach Nordamerika eingeschleppt und ist heute in gemäßigten Regionen weltweit verbreitet. Aufgrund seiner Auswirkungen auf Kreuzblütlerkulturen gilt er oft als landwirtschaftlicher Schädling. Die Art wurde erstmals 1758 von Carl Linnaeus als *Papilio rapae* beschrieben. Der Gattungsname *Pieris* leitet sich vom lateinischen *Pieris* ab, das seinen Ursprung im altgriechischen Πιερίς (Pierís) hat und sich auf eine Muse bezieht, die in der Region Pieria verehrt wurde. Das Artepitheton *rapae* stammt vom lateinischen *rapa* und bedeutet Rübe, was auf die Wirtspflanze *Brassica rapa* anspielt. Die Eier von *Pieris rapae* sind tonnenförmig, etwa 0,5 mm breit und 1,0 mm lang, mit Längs- und Querrillen auf der Oberfläche. Sie werden einzeln, typischerweise aufrecht auf der Unterseite von Wirtspflanzenblättern abgelegt und erscheinen zunächst blassweiß, bevor sie sich mit fortschreitender Entwicklung gelblich färben. Die Larven durchlaufen fünf Stadien und beginnen als kleine, blasse Individuen von etwa 3 mm Länge und erreichen im reifen Zustand bis zu 30 mm. Sie weisen einen samtig grünen Körper auf, der mit feinen weißen und schwarzen Haaren bedeckt ist, akzentuiert durch einen schwachen gelben Rückenstreifen und seitliche Reihen gelber Flecken. Die Puppen sind kantige Chrysaliden, 18–20 mm lang, mit scharfen dorsalen Vorsprüngen zur strukturellen Unterstützung und Befestigung über einen seidigen Gürtel und Cremaster. Die Färbung variiert zur Tarnung und erscheint grün, wenn sie sich auf der Vegetation verpuppen, oder braun, grau und gesprenkelt, wenn sie sich auf anderen Substraten wie Stängeln oder Zäunen befinden. *Pieris rapae* durchläuft eine vollständige Metamorphose mit Ei-, Larven-, Puppen- und Erwachsenenstadium. Die Entwicklungszeiten variieren hauptsächlich mit der Temperatur. Das Eistadium dauert 4–7 Tage, wobei sich das Schlüpfen bei wärmeren Temperaturen beschleunigt und die optimale Entwicklung zwischen 20–25 °C erfolgt. Das Larvenstadium dauert 10–20 Tage und umfasst fünf Stadien, in denen die Raupe ein schnelles Wachstum erfährt und ihre Masse um das bis zu 3000-fache erhöht. Die Puppenruhe dauert bei nicht-diapausierenden Individuen 8–15 Tage, obwohl Puppen, die in die Diapause eintreten, bis zu 9 Monate überwintern können, wobei das Auftreten durch steigende Frühlingstemperaturen ausgelöst wird. Erwachsene Schmetterlinge haben eine Lebensdauer von 3 bis 6 Wochen, in denen sie sich paaren und Eier legen. Die Falter von *Pieris rapae* sind Nektarfresser, die bevorzugt Blüten mit violetten, blauen und gelben Farben besuchen, um Kohlenhydrate und Aminosäuren zu erhalten, die für Flug und Fortpflanzung unerlässlich sind. Die Raupen von *Pieris rapae* sind spezialisierte Pflanzenfresser, die auf Pflanzen der Familie der Kreuzblütler beschränkt sind, wo sie das Laub verzehren, um eine schnelle Entwicklung zu unterstützen. Die Raupen nehmen Glucosinolate aus ihren Kreuzblütler-Wirtspflanzen auf, wodurch sie chemisch geschützt und für Generalisten wie Vögel und Spinnen ungenießbar werden. *Pieris rapae* ist ein bedeutender landwirtschaftlicher Schädling, vor allem aufgrund der Larven, die sich von Kreuzblütlerkulturen wie Kohl und Brokkoli ernähren, wo sie eine ausgedehnte Entlaubung verursachen und den marktfähigen Ertrag reduzieren.[3]
Die Flugfrequenz adulter *Pieris rapae* kann bis zu 12,8 Flügelschläge pro Sekunde erreichen, was ihnen eine agile, flatternde Bewegung ermöglicht, die für Weißlinge charakteristisch ist. Männchen initiieren die Balz, indem sie Aphrodisiakum-Pheromone aus speziellen Schuppen auf ihren Flügeln freisetzen, um Weibchen anzulocken und zu stimulieren. Die Balz umfasst typischerweise Verfolgungsjagden in der Luft, bei denen das Männchen das Weibchen im Flug verfolgt und schnelle Flugmanöver vorführt, um seine Vitalität und Flügelmuster zu zeigen; diese Phase kann mehrere Minuten dauern, bevor es zur Landung und Kopulation kommt, wobei das gesamte Paarungsereignis 10–30 Minuten dauert. Die W migration von *Pieris rapae* findet hauptsächlich in ihrem europäischen Verbreitungsgebiet statt und ist durch jährliche Wanderungen nach Süden gekennzeichnet, um den harschen Winterbedingungen zu entgehen. Diese Wanderungen beinhalten, dass die Falter in eine bestimmte Richtung fliegen und dabei geografische Hindernisse wie die Pyrenäen überwinden, wobei sie unter günstigen Bedingungen bis zu 40 km an einem einzigen Tag zurücklegen können.[1] Die Larven von *P. rapae* nutzen zur Tarnung ihre grüne, samtige Färbung, die sich gut in die Blätter der Wirtspflanze einfügt, wodurch sie von visuell jagenden Fressfeinden schwerer zu entdecken sind.[1]
Die Raupen von *Pieris rapae* sind spezialisierte Pflanzenfresser, die sich auf Pflanzen der Familie der Kreuzblütler (*Brassicaceae*) beschränken, wie z.B. *Brassica oleracea*. Sie fressen das Laub, um ihr schnelles Wachstum zu unterstützen. Die Raupen nutzen chemosensorische Rezeptoren an ihren Mundwerkzeugen und ihrem Körper, um geeignete Wirtspflanzen zu finden. Die Raupen nehmen Glucosinolate aus ihren Wirtspflanzen auf, was sie für viele Generalisten unter den Fressfeinden ungenießbar macht. Adulte *Pieris rapae*-Falter ernähren sich von Nektar und besuchen bevorzugt Blüten mit violetten, blauen und gelben Farben, einschließlich derer aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie lokalisieren diese Ressourcen hauptsächlich durch visuelle Reize während des aktiven Fluges. *Pieris rapae* ist bedeutendem Räubereidruck von verschiedenen Generalisten ausgesetzt, darunter Vögel wie Sperlinge und andere Singvögel, die Eier, Larven und Puppen fressen. Arthropoden-Fressfeinde, darunter Spinnen, Ameisen, Wespen und Laufkäfer, verursachen ebenfalls hohe Sterblichkeit.[1] Parasitoide, insbesondere Hymenopteren, stellen eine Hauptursache für die Sterblichkeit von *P. rapae* dar. Die Schlupfwespe *Cotesia glomerata* befällt junge Larven, indem sie mehrere Eier intern ablegt, was zur Mumifizierung des Wirts und zu Parasitierungsraten von 20-81 % in Feldstudien führt. Die Pteromalidenwespe *Pteromalus puparum* ist auf Puppen spezialisiert und injiziert Gift, um die Immunität des Wirts zu unterdrücken, bevor sie Eier legt.[1] Hyperparasitismus verkompliziert diese Dynamik weiter, da Wespen wie *Lysibia nana* (*Ichneumonidae*) *C. glomerata*-Kokons angreifen.[1]
Der Kleine Kohlweißling (*Pieris rapae*) ist in erster Linie ein landwirtschaftlicher Schädling, dessen Larven sich von Kreuzblütlern wie Kohl, Brokkoli und anderen *Brassica*-Arten ernähren. Der Raupenfraß kann zu erheblicher Entlaubung führen, wobei in unbehandelten Feldern bis zu 85 % der Blattfläche geschädigt werden können. Dies führt zu Ernteausfällen und wirtschaftlichen Einbußen für Landwirte in Europa, Nordamerika, Asien und Australien. Zur Überwachung des Schädlingsbefalls wird empfohlen, Felder wöchentlich zu inspizieren und dabei beispielsweise 25 Pflanzen pro Feld zu untersuchen. Ein Schwellenwert für Maßnahmen ist erreicht, wenn über 10 % der Pflanzen im Kopfbildungsstadium befallen sind. Zur Bekämpfung des Kleinen Kohlweißlings werden verschiedene Strategien der integrierten Schädlingsbekämpfung (IPM) eingesetzt, um Umweltschäden und Resistenzbildung zu minimieren. Zu den kulturellen Maßnahmen gehören Fruchtfolge zur Unterbrechung des Lebenszyklus und der Einsatz von Schutznetzen, um die Eiablage durch die Falter zu verhindern. Gelbtafeln können eingesetzt werden, um migrierende Falter abzufangen und so die Eiablage auf den Kulturpflanzen zu reduzieren.[2] Eine gezielte chemische Bekämpfung von Larven im frühen Stadium kann mit *Bacillus thuringiensis* (Bt) var. *kurstaki* erfolgen, das bei sachgemäßer Anwendung nützliche Insekten schont. Spinosad-Formulierungen zeigen eine ähnliche Wirksamkeit.[2] Im Gegensatz zur Kohlschabe (*Plutella xylostella*) hat *P. rapae* bisher keine weitverbreitete Resistenz gegen Bt-Toxine entwickelt, was den nachhaltigen Einsatz in Kombination mit anderen Wirkmechanismen ermöglicht. Die biologische Schädlingsbekämpfung wird durch den Einsatz natürlicher Feinde unterstützt, beispielsweise durch den Einsatz der Schlupfwespe *Cotesia rubecula*, die die Larven parasitiert und die Pupendichte reduziert. Der Einsatz von Eiparasitoiden wie *Trichogramma*-Wespen in Kombination mit Bt kann die Larvenzahl deutlich senken und den Anteil marktfähiger Kohlköpfe erhöhen.[2] Entomopathogene wie *Steinernema carpocapsae*-Nematoden in Kombination mit *Beauveria bassiana*-Pilzen zeigen eine synergistische Mortalität gegen Larven und Puppen im 4. Stadium und sind mit niedrig dosierten Insektiziden kompatibel.[2] Neue Forschungsansätze umfassen den Einsatz von Rotenon-Nanopartikeln zur gezielten Schädlingsbekämpfung. Auch Lockmittel in Kombination mit Pestiziden werden eingesetzt, um die Effizienz zu erhöhen. Insektenpathogene Nematoden in einer speziellen Formulierung können ebenfalls zur biologischen Bekämpfung eingesetzt werden. Auch auf traditioneller chinesischer Medizin basierende Insektizide werden erforscht. Die Kombination von Thiotraniliprol und Benzoylharnstoff in Insektiziden zeigt synergistische Effekte.[1] Der Klimawandel kann das Auftreten von *Pieris rapae* verstärken, da höhere Nachttemperaturen die Entwicklungsraten und die Anzahl der Generationen pro Jahr erhöhen und gleichzeitig die Fitnesskosten der Diapause reduzieren.[2]
Der Kleine Kohlweißling (*Pieris rapae*) ist ein bedeutender landwirtschaftlicher Schädling, dessen Larven sich hauptsächlich von Kreuzblütlergewächsen wie Kohl (*Brassica oleracea*) und Brokkoli (*B. oleracea* var. *italica*) ernähren, was zu erheblichen Ernteausfällen führt. Die Raupen verursachen durch das Skelettieren der Blätter Schäden von bis zu 85 % der Blattfläche in unbehandelten Feldern, was ohne Gegenmaßnahmen zu erheblichen Einbußen bei der Ernte von Kohlköpfen führen kann. Weltweit gilt die Art als bedeutender Kohlschädling, der durch Ernteausfälle in Europa, Nordamerika, Asien und Australien wirtschaftliche Schäden verursacht. Zur effektiven Bekämpfung werden integrierte Schädlingsmanagement-Strategien (IPM) eingesetzt, die eine Kombination aus Überwachung und verschiedenen Bekämpfungsmethoden beinhalten, um Umweltschäden und Resistenzrisiken zu minimieren. Zu den kulturellen Maßnahmen gehören Fruchtwechsel zur Unterbrechung des Lebenszyklus und der Einsatz von Schutznetzen, um die Eiablage durch die Falter zu verhindern. Gelbe Klebefallen dienen als physische Methode, um migrierende Falter abzufangen und die Eiablage auf den Kulturen zu reduzieren.[3] Die chemische Bekämpfung konzentriert sich auf gezielte Anwendungen gegen junge Raupenstadien, wobei *Bacillus thuringiensis* (Bt) var. *kurstaki* sich bei einer Dosierung von 0,5–2 lb/acre als hochwirksam erweist und bei sachgemäßer Anwendung Nützlinge schont. Spinosad-Formulierungen wie Entrust SC (3–6 fl oz/acre) bieten eine ähnliche Wirksamkeit mit einer Vorerntefrist von einem Tag.[3] Im Gegensatz zur Kohlschabe (*Plutella xylostella*) haben *P. rapae*-Populationen keine weitverbreitete Resistenz gegen Bt-Toxine entwickelt, was eine nachhaltige Anwendung im Wechsel mit anderen Wirkmechanismen ermöglicht, um zukünftige Probleme zu vermeiden. Die biologische Schädlingsbekämpfung ergänzt IPM durch die Nutzung natürlicher Feinde, einschließlich der Ausbringung des Parasitoids *Cotesia rubecula*, der das Überleben der Raupen reduziert, indem er frühe Stadien parasitiert und die Dichte der Puppen in Feldversuchen über gepaarte Standorte hinweg begrenzt.[3] Eiparasitoide wie *Trichogramma* spp. Wespen senken in Kombination mit Bt die Raupenzahlen deutlich und erhöhen den Anteil marktfähiger Kohlköpfe im Vergleich zu Einzelbehandlungen.[3] Entomopathogene wie *Steinernema carpocapsae*-Nematoden in Kombination mit *Beauveria bassiana*-Pilzen zeigen eine synergistische Mortalität gegen Raupen und Puppen im 4. Stadium und sind mit niedrig dosierten Insektiziden kompatibel.[3] IPM betont wöchentliche Kontrollen (z. B. die Untersuchung von 25 Pflanzen pro Feld) und Aktionsschwellen, wie z. B. die Behandlung, wenn >10 % der Pflanzen im Kopfstadium befallen sind, um die Maßnahmen zu optimieren.[3] Der Einsatz von insektenpathogenen Nematoden, die in einer speziellen Feuchthaltemischung suspendiert sind, hat sich als wirksam bei der Bekämpfung der Larven des Kleinen Kohlweißlings im ökologischen Gemüsebau erwiesen.[1] Der Klimawandel verstärkt Ausbrüche, indem er die Nachttemperaturen erhöht, was die Entwicklungsraten und die Anzahl der Generationen pro Jahr erhöht und gleichzeitig die Fitnesskosten durch Diapause reduziert, was potenziell zu einer Zunahme der Generationsüberschneidungen und des Schädlingsdrucks in gemäßigten Regionen führt.[3] Eine chemische Insektizidmischung aus Thiotraniliprol und einem Benzoylharnstoff-Insektizid erzielt einen synergistischen Effekt, der die benötigte Dosis verringert und die Kosten und Umweltbelastung reduziert. Eine weitere Strategie ist die Kombination eines Pestizids mit einem spezifischen Lockmittel, um die Fressfrequenz von *Pieris rapae* zu erhöhen, damit diese mehr Wirkstoff aufnehmen.[1]