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Grijsgele kussenvlieg Pollenia rudis
Snelle navigatie
Taxonomie
Rijk
Tiere (Animalia)
Stam
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klas
Insekten (Insecta)
Orde
Zweiflügler (Diptera)
Familie
Polleniidae
Geslacht
Pollenia
Soort
Pollenia rudis
Wetenschappelijke naam
Pollenia rudis (Fabricius, 1794)
Geaccepteerde naam
Einleitung
*Pollenia rudis*, im deutschsprachigen Raum als Wurmfliege oder unter der englischen Bezeichnung Cluster fly bekannt, ist eine Fliegenart, die sowohl in Europa als auch in Nordamerika verbreitet ist. Sie wird taxonomisch der Familie der Schmeißfliegen (Calliphoridae) zugeordnet und gilt in erster Linie als lästige Fliegenart (Lästling), da sie sich oft in großen Massen zur Überwinterung in Gebäuden einfindet. Dieses charakteristische Auftreten der Tiere auf engstem Raum ist ursächlich für den Namen "cluster fly".[1]
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Fakten (kompakt)
- Zur Bekämpfung der Art werden Kontaktinsektizide, UV-Lichtfallen, Lockstofffallen sowie Fliegenstrips eingesetzt. - Kontaktinsektizide wie Pyrethrum können gesprüht oder mittels Nebelverfahren appliziert werden. - Klebrige Lockstofffallen locken die Fliegen meist durch die Farbe Gelb an und enthalten oft zusätzlich insektizide Fraßköder. - Neben *Pollenia rudis* überwintert auch die Stallfliege (*Musca autumnalis*) regelmäßig in Gebäuden. - Als ähnliche Schädlingsarten gelten unter anderem die Buckelfliege (*Megaselia scalaris*), die Käsefliege (*Piophila casei*) und die Kleine Stubenfliege (*Fannia canicularis*).[1]
Name & Einordnung
Der anerkannte wissenschaftliche Name der Art lautet *Pollenia rudis* (Fabricius, 1794).[2] Eine abweichende Quelle nennt das Jahr 1768 für die Erstbeschreibung durch Fabricius.[1] Systematisch wird die Spezies der Familie der Polleniidae zugeordnet.[2] In der angewandten Schädlingskunde wird *Pollenia rudis* teilweise noch zur Familie der Schmeißfliegen (Calliphoridae) gezählt. Im deutschsprachigen Raum wird die Art manchmal als Wurmfliege bezeichnet. Häufig findet auch der englische Trivialname "Cluster fly" Verwendung. Diese Bezeichnung leitet sich von dem massenhaften Auftreten der Fliegen auf engstem Raum ab, welches oft bei der Überwinterung in Gebäuden zu beobachten ist.[1]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Der wissenschaftliche Artname der Cluster fly lautet *Pollenia rudis* (FABRICIUS, 1768). Im deutschen Sprachraum wird die Art manchmal auch als Wurmfliege bezeichnet. Taxonomisch gehört *Pollenia rudis* wie die Schmeißfliege (*Calliphora vicina*) zur Familie der Calliphoridae. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal der adulten Tiere ist der Hinterleib, der eine charakteristische Zeichnung aufweist. Die Larven der Wurmfliege erscheinen als typische Fliegenmaden. Morphologisch sind diese Larven weißlich gefärbt und fußlos. Die Weibchen legen bis zu 150 Eier einzeln oder in kleinen Gruppen in Spalten im Erdreich ab. Nach dem Schlüpfen suchen die Maden aktiv nach Regenwürmern, wobei hauptsächlich die Art *Allolobophora rosea* befallen wird. Zur Abgrenzung gegenüber anderen Arten ist zu beachten, dass auch die Stallfliege (*Musca autumnalis*) regelmäßig in Häusern überwintert und ähnlich auftritt. Weitere ähnliche Schädlingsarten sind unter anderem die Buckelfliege (*Megaselia scalaris*), die Käsefliege (*Piophila casei*) sowie die Kleine Stubenfliege (*Fannia canicularis*).[1]
Beschreibung
Die Graugelbe Polsterfliege, wissenschaftlich *Pollenia rudis*, ist eine Fliegenart, die sowohl in Europa als auch in Nordamerika verbreitet ist. Sie wird im Deutschen auch als Wurmfliege bezeichnet, was auf die parasitäre Lebensweise ihrer Larven hindeutet. Taxonomisch wird die Art in der vorliegenden Literatur der Familie der Schmeißfliegen (Calliphoridae) zugeordnet, womit sie in einer Verwandtschaftsgruppe mit der Blauen Schmeißfliege (*Calliphora vicina*) steht. Adulte Exemplare zeichnen sich durch eine charakteristische Zeichnung auf dem Hinterleib aus. Die Ernährung der ausgewachsenen Fliegen besteht primär aus Nektar, gärenden Früchten und Kot. Ein prägendes Verhaltensmerkmal, das der Art im Englischen den Namen "Cluster fly" einbrachte, ist das massenhafte Auftreten auf engstem Raum während der Überwinterung in Gebäuden. Die Larven von *Pollenia rudis* sind typische, weißliche und fußlose Fliegenmaden. Nach dem Schlüpfen aus den Eiern suchen diese Maden im Erdreich aktiv nach Regenwürmern, um diese zu parasitieren. Als Hauptwirt dient hierbei die Regenwurmart *Allolobophora rosea*, wobei auch andere Würmer befallen werden. Die Eiablage erfolgt durch die Weibchen nach der Überwinterung, indem bis zu 150 Eier einzeln oder in kleinen Gruppen in Bodenspalten abgelegt werden. Im Vergleich zu anderen synanthropen Fliegen teilt *Pollenia rudis* das Verhalten der Gebäudeüberwinterung mit der Stallfliege (*Musca autumnalis*). Bevorzugt werden dabei einzeln stehende, leicht erhöhte Gebäude, in die die Tiere durch kleine Öffnungen in Fassaden oder Dächern eindringen. Während der Überwinterung verbleiben die Insekten meist inaktiv, können jedoch an warmen, sonnigen Tagen kurzzeitig umherfliegen, bevor sie im Frühling das Quartier endgültig verlassen.[3]
Verhalten
Das namensgebende Verhalten von *Pollenia rudis* ist das massenhafte Auftreten auf engstem Raum, was zur englischen Bezeichnung "Cluster fly" führte. Für die Überwinterung finden sich die Tiere in großen Massen im Inneren von Gebäuden oder auf Dachböden ein. Dabei werden besonders einzeln stehende und leicht erhöhte Gebäude von den Fliegen bevorzugt angeflogen. Dieses Aggregationsverhalten zeigt eine starke Standorttreue, da die Fliegenplagen meist Jahr für Jahr in denselben Gebäuden auftreten. Der Zugang zu den geschützten Bereichen erfolgt durch kleine Öffnungen in der Fassade oder im Dach. Hinsichtlich der Aktivität verhalten sich die Insekten temperaturabhängig: Bei ausreichend niedrigen Temperaturen verharren sie inaktiv im Winterquartier. An warmen, sonnigen Tagen werden sie jedoch regelmäßig wieder aktiv und fliegen umher. Erst im Frühling verlässt *Pollenia rudis* das Winterquartier endgültig. Ein spezifisches Suchverhalten zeigen die Larven, die nach dem Schlüpfen im Erdreich aktiv nach Regenwürmern, insbesondere der Art *Allolobophora rosea*, suchen. Die adulten Fliegen ernähren sich hingegen von Nektar, gärenden Früchten sowie Kot.[1]
Ökologie
Die adulten Fliegen von *Pollenia rudis* ernähren sich polyphag von Nektar, gärenden Früchten und Kot. Die Larven hingegen entwickeln sich im Erdreich und suchen dort aktiv nach Regenwürmern als Nahrungsquelle. Als Hauptwirt dient hierbei die Art *Allolobophora rosea*, wobei auch andere Regenwürmer befallen werden können. Das Verbreitungsgebiet der Art umfasst sowohl Europa als auch Nordamerika. Eine ökologische Besonderheit ist das Überwinterungsverhalten, bei dem sich die Tiere oft in großen Massen in Gebäuden einfinden. Bevorzugt werden dabei einzeln stehende, leicht erhöhte Gebäude angeflogen. Dieses synanthrope Überwinterungsverhalten zeigt *Pollenia rudis* ähnlich wie die Stallfliege (*Musca autumnalis*). Die Insekten bleiben bei niedrigen Temperaturen inaktiv, werden jedoch an warmen, sonnigen Tagen temporär aktiv, bevor sie im Frühling das Winterquartier endgültig verlassen. Systematisch wird die Art der Familie der Schmeißfliegen (Calliphoridae) zugeordnet.[1]
Bedeutung, Schäden & Prävention
Pollenia rudis wird in erster Linie als lästige Fliegenart eingestuft, da sich die Tiere oft in großen Massen zur Überwinterung in Gebäuden einfinden. Dieses Verhalten, sich auf engstem Raum zu versammeln, ist ursächlich für die englische Bezeichnung „Cluster fly“. Besonders häufig werden einzeln stehende und leicht erhöht gelegene Gebäude von den Insekten angeflogen. Meist treten diese Fliegenplagen Jahr für Jahr in denselben Objekten auf. Der Zugang in das Gebäudeinnere oder auf Dachböden erfolgt durch kleine Öffnungen in der Fassade oder im Dachbereich. Ein typisches Schadbild ist die Verschmutzung von Materialien, wie beispielsweise Vorhängen, durch den Kot der Fliegen. Ein weiteres Problem stellt die Tatsache dar, dass die meisten Individuen während der Überwinterung im Gebäude absterben. Obwohl die Tiere bei niedrigen Temperaturen inaktiv sind, fliegen sie an warmen, sonnigen Tagen im Winterquartier umher, bis sie dieses im Frühling wieder verlassen. Zur Bekämpfung können verschiedene Methoden wie UV-Lichtfallen, Lockstofffallen oder Fliegenstrips angewendet werden. Klebrige Lockstofffallen ziehen die Fliegen meist durch ihre gelbe Farbe an und sind oft mit einem insektiziden Fraßköder ausgestattet. Chemische Bekämpfungsmaßnahmen umfassen den Einsatz von Kontaktinsektiziden wie Pyrethrum, die gesprüht oder im Nebelverfahren appliziert werden. Diese Maßnahmen eignen sich auch für ähnliche Arten wie die Stallfliege (*Musca autumnalis*), die ebenfalls regelmäßig in Häusern überwintert.[1]
Wirtschaftliche Bedeutung
Die wirtschaftliche Bedeutung der Cluster fly (*Pollenia rudis*) begründet sich vorrangig durch ihren Status als Lästling und Hygieneausscheider in Innenräumen. Da die Fliegen zur Überwinterung oft in großen Massen in Gebäude eindringen, entstehen Verunreinigungen durch Kot, der beispielsweise Vorhänge verschmutzt. Ein weiteres Problem stellen die zahlreichen während der Überwinterung verendenden Individuen dar, die entfernt werden müssen. Besonders betroffen sind oft einzeln stehende, leicht erhöhte Gebäude, in denen die Plagen Jahr für Jahr wiederkehren können. Zur Beseitigung des Befalls werden verschiedene Bekämpfungsmittel wie Kontaktinsektizide, UV-Lichtfallen oder Klebefallen eingesetzt, was entsprechende Material- und Dienstleistungskosten verursacht.[1]
Biologie & Lebenszyklus
*Pollenia rudis*, die auch als Wurmfliege bezeichnet wird, gehört taxonomisch zur Familie der Schmeißfliegen (Calliphoridae). Die adulten Fliegen ernähren sich von Nektar, gärenden Früchten und Kot. Nach der Überwinterung verlassen die Tiere im Frühling ihre Quartiere, um mit der Fortpflanzung zu beginnen. Die Weibchen legen bis zu 150 Eier einzeln oder in kleinen Gruppen in Spalten im Erdreich ab. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven präsentieren sich als typische weißliche, fußlose Fliegenmaden. Diese Larven suchen aktiv nach Regenwürmern, um sich parasitisch zu entwickeln. Als Hauptwirt dient hierbei die Regenwurmart *Allolobophora rosea*, wobei auch andere Arten befallen werden können. Ein markantes Merkmal im Lebenszyklus ist die Überwinterung der Adulten in Gebäuden, wo sie oft in großen Massen („Cluster“) auftreten. Bevorzugt werden für die Überwinterung einzeln stehende, leicht erhöhte Gebäude angeflogen. Der Zugang erfolgt durch kleine Öffnungen in Fassaden oder Dächern, wodurch die Fliegen auf Dachböden oder in Innenräume gelangen. Physiologisch verhalten sich die Insekten bei niedrigen Temperaturen inaktiv, werden jedoch an warmen, sonnigen Tagen oft vorübergehend wieder aktiv. Ein signifikanter Anteil der Population, meist die Mehrheit der Individuen, stirbt während der Überwinterungsphase ab. Morphologisch ist der Hinterleib der adulten *Pollenia rudis* durch eine charakteristische Zeichnung erkennbar.[1]
Vorkommen & Lebensraum
Das Verbreitungsgebiet von *Pollenia rudis* erstreckt sich sowohl über Europa als auch über Nordamerika. In ihrem natürlichen Lebensraum ernähren sich die adulten Fliegen primär von Nektar, gärenden Früchten sowie Kot. Für die Fortpflanzung sind die Tiere an das Erdreich gebunden, wo die Weibchen ihre Eier einzeln oder in kleinen Gruppen in Bodenspalten ablegen. Die schlüpfenden Larven entwickeln sich im Boden und suchen aktiv nach Regenwürmern als Wirte. Dabei wird hauptsächlich die Regenwurmart *Allolobophora rosea* parasitiert, wobei auch andere Arten befallen werden können. Eine besondere ökologische Bedeutung erlangt die Art durch ihr Verhalten, Gebäude als Winterquartiere zu nutzen. Der Zugang in das Innere von Häusern oder auf Dachböden erfolgt meist durch kleine Öffnungen in der Fassade oder im Dachbereich. Besonders attraktiv wirken dabei einzeln stehende sowie leicht erhöht liegende Gebäude auf die anfliegenden Tiere. Dieses Verhalten führt oft zu einem massenhaften Auftreten der Fliegen auf engstem Raum, was der Art im Englischen den Namen 'Cluster fly' einbrachte. Charakteristisch ist zudem, dass die Insekten Jahr für Jahr oft dieselben Gebäude zur Überwinterung aufsuchen. Während der kalten Monate verharren die Tiere meist inaktiv, können jedoch an warmen und sonnigen Tagen vorübergehend wieder aktiv werden und umherfliegen. Mit dem Einsetzen des Frühlings verlässt *Pollenia rudis* die Winterquartiere, um in die Freilandhabitate zurückzukehren.[1]
Saisonalität & Aktivität
Die Aktivität von *Pollenia rudis* ist stark saisonal geprägt, wobei die Überwinterung in menschlichen Behausungen eine zentrale Rolle im Jahreszyklus spielt. Im Herbst suchen die Tiere oft in großen Massen Gebäude auf, um dort die kalte Jahreszeit zu verbringen. Solange die Temperaturen in den Winterquartieren, wie etwa auf Dachböden oder in Wandzwischenräumen, niedrig genug sind, verbleiben die Insekten in einem inaktiven Zustand. An sonnigen, warmen Tagen wird die Art jedoch regelmäßig auch im Winter vorübergehend wieder aktiv und fliegt umher. Erst im Frühling verlassen die Fliegen die Gebäude endgültig, um im Freiland die Fortpflanzung einzuleiten. Nach dieser Auswanderung legen die Weibchen bis zu 150 Eier in Erdspalten ab, woraufhin die Larvenentwicklung im Boden beginnt. Ein signifikanter Anteil der Population stirbt während der Überwinterungsphase in den Gebäuden ab. Charakteristisch für *Pollenia rudis* ist die Tendenz, Jahr für Jahr dieselben, oft einzeln stehenden Gebäude für die Ruhephase aufzusuchen.[1]
Bronnen & Referenties
- Institut für Schädlingskunde: Cluster fly - Pollenia rudis (Informationsblatt/Flyer)
- https://www.gbif.org/species/1503644
- Dr. Felke - Institut für Schädlingskunde, Seite 1, 'Cluster fly - Pollenia rudis'