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pissebedden Porcellio scaber

pissebedden
Laag risico Nuttig insect Onschadelijk Plaag Kan bijten Fysiek gevaar

Taxonomie

Rijk Tiere (Animalia)
Stam Gliederfüßer (Arthropoda)
Klas Höhere Krebse (Malacostraca)
Orde Asseln (Isopoda)
Familie Porcellionidae
Geslacht Porcellio
Soort Porcellio scaber
Wetenschappelijke naam Porcellio scaber Latreille, 1804
Geaccepteerde naam

Einleitung

Die **Kellerassel** (*Porcellio scaber*) ist eine ursprünglich in Europa beheimatete, heute weltweit verbreitete Landassel aus der Familie der Porcellionidae.[1][2] Diese bis zu 17 Millimeter lange Krebsart zeichnet sich durch ein flaches, graues und charakteristisch rau gekörntes Exoskelett aus, das sie von glatteren Verwandten unterscheidet. Als Detritusfresser zersetzt sie abgestorbenes organisches Material und trägt wesentlich zur Bodenfruchtbarkeit bei, kann jedoch in fremden Ökosystemen mit einheimischen Arten konkurrieren. Im menschlichen Wohnumfeld wird sie gelegentlich als Hygieneschädling bekämpft, gilt ökologisch jedoch primär als Nützling.[1]
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Laatst op 20.03.2026
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Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Name der Art lautet *Porcellio scaber*, wobei die Erstbeschreibung im Jahr 1804 durch den französischen Entomologen Pierre André Latreille erfolgte.[1][2] Latreille etablierte das Binomen in seinem Werk *Histoire Naturelle, générale et particulière, des crustacés et des insectes*. Der Gattungsname *Porcellio* leitet sich vom lateinischen Begriff *porcellus* ab, was „kleines Schwein“ bedeutet und auf die rundliche Körperform anspielt. Das Artepitheton *scaber* entstammt ebenfalls dem Lateinischen („rau“, „schuppig“) und beschreibt das charakteristisch granulierte, warzige Exoskelett dieser Landassel. Im deutschsprachigen Raum ist die Bezeichnung Kellerassel der gebräuchliche Trivialname. International sind englische Bezeichnungen wie „common rough woodlouse“ oder „slater“ verbreitet. Die nomenklatorische Geschichte umfasst diverse historische Synonyme, die heute nicht mehr gültig sind, darunter *Oniscus granulatus* Lamarck, 1818, *Porcellio brandtii* Milne-Edwards, 1841 und *Philoscia tuberculata* Stimpson, 1856. Während frühere Varietäten wie *Porcellio scaber japonicus* und *Porcellio scaber americanus* inzwischen als Synonyme der Nominatform gelten, wird *Porcellio scaber lusitanus* (Verhoeff, 1907) als endemische Unterart der Iberischen Halbinsel anerkannt.[1] Systematisch steht die Art innerhalb der Ordnung der Asseln (Isopoda) in der Familie der Porcellionidae.[1][2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Porcellio scaber besitzt einen ovalen, dorsoventral abgeflachten Körper, der eine Länge von 8,5 bis 18 mm erreicht. Der Körper gliedert sich in den Kopf (Cephalon), den aus sieben Segmenten bestehenden Thorax (Pereion) und das sechsgliedrige Abdomen (Pleon) mit Telson.[1] Charakteristisch ist das stark granulierte, warzige Exoskelett aus kalkhaltigem Chitin, dessen raue Oberfläche das Art-Epitheton scaber (rau) begründet.[4][2] Die Grundfärbung ist typischerweise schiefergrau bis tiefblau, wobei die Ventralseite meist blasser erscheint und eine Tarnung im Laubstreu ermöglicht.[1] Es treten genetisch bedingte Farbvariationen auf, darunter braune, rötliche (erythristische) oder orange Morphen sowie gescheckte Muster, die oft auf Weibchen beschränkt sind.[2] Am Kopf befinden sich sitzende Komplexaugen und zwei Antennenpaare, wobei das zweite Paar deutlich länger ist und sensorische Borsten zur Chemorezeption trägt. Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal sind die weißen Pseudotracheen an den Außenästen der ersten zwei Hinterleibsbeinpaare, die als Lungen für die Luftatmung fungieren. Adulte Tiere verfügen über sieben Laufbeinpaare am Pereion, die für die terrestrische Fortbewegung optimiert sind. Ein Sexualdimorphismus zeigt sich darin, dass Männchen eine genitale Projektion am hinteren Pereion besitzen, während Weibchen oft heller gefärbt sind und ein ventrales Marsupium (Brutsack) ausbilden.[1] Jungtiere schlüpfen als sogenannte Manca-Larven, die wie Miniatur-Adulte wirken, denen jedoch zunächst das siebte Laufbeinpaar fehlt. Die Eier, deren Anzahl je nach Körpergröße des Weibchens zwischen 12 und 90 variiert, werden bis zum Schlupf im Marsupium getragen.[2] Im Gegensatz zu Rollasseln wie Armadillidium vulgare kann sich P. scaber bei Gefahr nicht zu einer vollständigen Kugel einrollen, sondern krümmt sich nur unvollständig.[3] Von der ähnlich verbreiteten Mauerassel (Oniscus asellus) unterscheidet sie sich primär durch die matte, raue Oberflächenstruktur im Vergleich zum glatten Panzer der Verwandten.[1]

Beschreibung

Die Kellerassel (*Porcellio scaber*) ist eine terrestrische Isopodenart aus der Familie der Porcellionidae, die sich durch ihren abgeflachten, elliptischen Körper und ein charakteristisches, rau-warziges Exoskelett auszeichnet.[1][2] Ursprünglich in Zentral- und Westeuropa beheimatet, hat sich dieser Kulturfolger durch menschliche Verschleppung weltweit in gemäßigten Klimazonen etabliert und gilt heute als kosmopolitisch verbreitet.[2][3] Im natürlichen Lebensraum erscheint die Art meist schiefergrau bis dunkelblau, wobei die Färbung auf der Bauchseite blasser ist, was eine effektive Tarnung im Laubstreu bietet.[1][2] Der bis zu 18 mm lange Körper gliedert sich in den Kopf (Cephalon), sieben Thoraxsegmente (Pereion) mit je einem Laufbeinpaar und den Hinterleib (Pleon), der in einem Telson mit stabilisierenden Uropoden endet. Eine wesentliche anatomische Anpassung an das Landleben sind die weißen Pseudotracheen an den ersten zwei Pleopodenpaaren, die als Lungenersatz den direkten Gasaustausch in feuchter Luft ermöglichen.[2] Da der kalzifizierten Kutikula eine schützende Wachsschicht fehlt, ist die Art anfällig für Austrocknung und zeigt ein ausgeprägtes Kontaktverhalten (Thigmokinesis), indem sie sich tagsüber in Gruppen unter Steinen oder Totholz zusammenfindet. Im Vergleich zu feuchtigkeitsliebenderen Arten wie *Oniscus asellus* toleriert *Porcellio scaber* etwas trockenere Mikrohabitate, bevorzugt jedoch weiterhin eine relative Luftfeuchtigkeit von 70–90 %.[1][2] Die Entwicklung verläuft direkt ohne Metamorphose; aus dem Marsupium (Brutbeutel) des Weibchens schlüpfen nach etwa 35 Tagen sogenannte Manca-Larven. Diese Jungtiere gleichen den Adulten bereits stark, unterscheiden sich jedoch durch das Fehlen des siebten Beinpaares, das erst nach der ersten Häutung ausgebildet wird.[2] Bis zur Geschlechtsreife durchlaufen die Tiere 8 bis 12 Häutungen über einen Zeitraum von etwa 14 bis 21 Monaten, wobei die Häutungsfrequenz stark von der Umgebungsfeuchtigkeit und Nahrungsverfügbarkeit abhängt. Ein Sexualdimorphismus ist über den Lebenszyklus erkennbar: Männchen besitzen modifizierte Pleopoden (Gonopoden) zur Spermienübertragung, während Weibchen oft heller gefärbt sind und während der Fortpflanzungszeit das ventrale Marsupium ausbilden.[1][2] Neben der wildtypischen Graufärbung treten genetisch bedingte Farbvarianten auf, darunter orangefarbene Morphen oder – geschlechtsgebunden bei Weibchen – gesprenkelte Varianten.[2] Wissenschaftlich erstbeschrieben wurde die Art 1804 durch Pierre André Latreille; der Artname *scaber* (lateinisch für „rau“) verweist auf die typische tuberkulierte Oberflächenstruktur des Panzers.[2][4] Historisch wurden diverse Unterarten wie *Porcellio scaber lusitanus* beschrieben, die jedoch meist als geografische Varianten der Nominatform betrachtet werden. Als Detritivoren spielen sie eine wichtige Rolle im Ökosystem, indem sie organisches Material zersetzen und Nährstoffe in den Bodenkreislauf zurückführen.[2]

Verhalten

Porcellio scaber ist nachtaktiv und zeigt eine negative Phototaxis sowie Thigmokinese, wodurch die Tiere gezielt dunkle Spalten und den Kontakt zu festen Oberflächen suchen. Zur Orientierung nutzt die Art Orthokinese, bei der die Laufgeschwindigkeit an Umweltreize wie Feuchtigkeit angepasst wird, sowie Klinokinese zur Änderung der Wenderate.[1] Ein spezifisches Muster bei der Fortbewegung ist die alternierende Wendung (Turn Alternation), bei der auf eine Rechtsdrehung meist eine Linksdrehung folgt, um eine effiziente Raumerkundung zu gewährleisten.[2] Die Art zeigt ein ausgeprägtes Aggregationsverhalten, bei dem sich bis zu 90 % der Individuen in feuchten Verstecken zusammenfinden, um den Wasserverlust zu minimieren und das Prädationsrisiko zu senken.[1] Diese Gruppenbildung wird durch chemische Signale und Pheromone koordiniert, die unter anderem über den Kot abgegeben werden und eine gegenseitige Anziehung bewirken.[2] Bei Bedrohung kann *P. scaber* klebrige Chinolin-Derivate absondern, die Fressfeinde wie Spinnen durch Verkleben der Mundwerkzeuge abwehren.[2] Zusätzlich nutzen die Tiere Thanatose (Totstellreflex), wobei die Dauer der Starre je nach individuellem „Persönlichkeitstyp“ (mutig oder scheu) variiert.[4] Im Gegensatz zu Kugelasseln ist *P. scaber* nur zu einer unvollständigen Einrollung (Konglobation) fähig, um die weichere Unterseite zu schützen. Die Nahrungssuche erfolgt primär über Chemorezeptoren an den Antennen, die mikrobielle Stoffwechselprodukte auf zersetzendem Laub wahrnehmen.[1]

Ökologie

Als Destruent ernährt sich *Porcellio scaber* primär von zerfallendem Pflanzenmaterial wie Laubstreu, das durch mikrobiellen Abbau vorverarbeitet ist.[1] Die Art zeigt dabei eine selektive Präferenz für Streu, die von Gram-positiven Actinomyceten wie *Streptomyces celluloflavus* besiedelt ist, und meidet frisches Pflanzenmaterial. Die Verdauung von Lignocellulose wird durch ein spezialisiertes Darmmikrobiom und endosymbiotische Bakterien im Hepatopankreas unterstützt, die Cellulasen produzieren. Durch die Zersetzung organischer Substanz und die Ausscheidung nährstoffreicher Exkremente spielt die Art eine wichtige Rolle im Nährstoffkreislauf und für die Bodenfruchtbarkeit.[2] Zu den natürlichen Feinden zählen spezialisierte Räuber wie die Sechsaugenspinne (*Dysdera crocata*) sowie Laufkäfer, Hundertfüßer, Amphibien und Vögel wie Drosseln. Zusätzlich werden die Populationen von Parasiten wie Iridoviren und *Wolbachia*-Bakterien beeinflusst. Um Wasserverluste über die durchlässige Kutikula zu minimieren, ist *Porcellio scaber* auf Mikrohabitate mit einer hohen relativen Luftfeuchtigkeit von 70 % bis 90 % angewiesen.[1] Die Tiere aggregieren häufig unter Steinen, Totholz oder in der Laubstreu, um sich vor Austrocknung und Temperaturextremen zu schützen. In invasiven Verbreitungsgebieten wie subantarktischen Inseln konkurriert die Art mit einheimischen Detritivoren wie *Styloniscus australis* und verändert dadurch lokale Nährstoffkreisläufe. Aufgrund ihrer Ernährungsweise akkumulieren die Tiere Schwermetalle wie Cadmium und Blei aus dem Boden, weshalb sie ökologisch als Bioindikatoren für Umweltbelastungen relevant sind.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Porcellio scaber gilt ökologisch primär als Nützling, da die Art als Detritivorus organisches Material zersetzt und so maßgeblich zur Bodengesundheit und dem Nährstoffkreislauf beiträgt.[1] In menschlichen Siedlungen wird die Kellerassel oft als Lästling wahrgenommen, wenn sie in feuchte Keller oder Wohnbereiche eindringt, verursacht jedoch kaum Schäden an lebenden Pflanzen.[3] Die Tiere bevorzugen mikrobiell zersetztes Laub gegenüber frischem Pflanzenmaterial, da sie auf die mikrobielle Anreicherung zur Verdauung angewiesen sind.[2] Als invasive Spezies kann *P. scaber* jedoch in sensiblen Ökosystemen, wie auf subantarktischen Inseln, die native Biodiversität durch Konkurrenz mit einheimischen Detritivoren gefährden.[2] Die effektivste Prävention besteht in der Reduktion der Luftfeuchtigkeit, da die Krebstiere Werte zwischen 70 % und 90 % benötigen, um Austrocknung zu vermeiden. Bauliche Maßnahmen zur Abdichtung und das Entfernen von organischem Detritus in Gebäudenähe entziehen ihnen notwendige feuchte Mikrohabitate.[1] Ein Monitoring kann durch das Auslegen von Unterschlüpfen erfolgen, da die Tiere ein ausgeprägtes Aggregationsverhalten zeigen und sich zu Gruppen von bis zu 70 Individuen zusammenfinden.[2] Zur natürlichen Regulation tragen Prädatoren wie die spezialisierte Asseljäger-Spinne *Dysdera crocata*, Vögel und Amphibien bei.[3] Gegen Angreifer setzt sich *P. scaber* chemisch durch die Sekretion klebriger Quinolin-Derivate zur Wehr, die insbesondere Spinnen abschrecken.[2] Für die gezielte Bekämpfung im Haushalt existieren Insektizid-Formulierungen, die sowohl vernichtend als auch repellierend wirken.[1] In der Umwelttoxikologie dient die Art zudem als Bioindikator, da sie Schwermetalle wie Cadmium, Blei und Zink akkumuliert und empfindlich auf Bodenkontaminationen reagiert.[4]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung von *Porcellio scaber* ist ambivalent und umfasst sowohl Funktionen als Nützling im Ökosystem und in der Forschung als auch Aspekte als Lästling. Als Detritivorus spielt die Art eine wesentliche Rolle bei der Zersetzung organischen Materials und Pilzen, wodurch sie zur Bodenfruchtbarkeit und zum Nährstoffrecycling beiträgt.[1][2] Aufgrund ihrer weltweiten Verbreitung und leichten Kultivierbarkeit dient die Kellerassel als etablierter Modellorganismus in der ökotoxikologischen Forschung, insbesondere zur Bewertung von Umweltchemikalien.[1] Spezifische wirtschaftliche Relevanz besitzt die Art als Bioindikator, da sie Schwermetalle wie Cadmium, Blei und Zink im Gewebe akkumuliert und so zur Überwachung von Bodenkontaminationen eingesetzt wird. Neuere Studien nutzen *Porcellio scaber* zudem zur Bewertung der Sanierungseffizienz bei mit Erdölprodukten verunreinigten Böden. Im Heimtiersektor hat sich die Art als kommerziell gehandeltes Element für bioaktive Terrarien etabliert, wo sie als „Bodenpolizei“ Abfälle verwertet; selektive Zuchtprogramme haben hierfür diverse Farbvarianten hervorgebracht.[2] Ein technologischer Transfer biologischer Prinzipien erfolgte durch den „Porcellio Scaber Algorithmus“ (PSA), ein metaheuristisches Verfahren, das das Aggregations- und Suchverhalten der Tiere zur Lösung komplexer Ingenieursprobleme wie der Materialoptimierung von Druckbehältern imitiert.[4] Als Schädling tritt die Art primär als Lästling in Wohnbereichen auf, wofür spezifische Insektizide und Repellents für den Haushalts- und Textilbereich entwickelt wurden.[1] Da die Tiere frisches Pflanzenmaterial meist meiden und mikrobiell vorzersetztes Substrat bevorzugen, sind direkte Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen gering, obwohl sie in Gärten hohe Populationsdichten erreichen können.[2][3] In invasiven Verbreitungsgebieten, wie auf subantarktischen Inseln, verdrängt *Porcellio scaber* jedoch heimische Arten und verändert Nährstoffkreisläufe, was negative Auswirkungen auf die lokale Biodiversität hat.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Die Fortpflanzung von *Porcellio scaber* erfolgt sexuell, wobei Männchen mittels spezialisierter Gonopoden Spermatophoren direkt in den weiblichen Reproduktionstrakt übertragen. Weibchen verhalten sich polyandrisch und können Spermien über längere Zeiträume speichern, um mehrere Gelege aus einer einzigen Paarung zu befruchten. Die Embryonalentwicklung findet über einen Zeitraum von etwa 35 Tagen im geschützten ventralen Marsupium (Brutbeutel) statt.[1] Ein Gelege umfasst typischerweise 12 bis 90 Eier oder Embryonen, wobei die Anzahl positiv mit der Körpergröße des Weibchens korreliert.[2] Pro Jahr sind unter günstigen Bedingungen ein bis drei Bruten möglich.[1] Aus dem Marsupium schlüpfen sogenannte Manca-Larven, die bereits die adulte Körperform besitzen, denen jedoch das siebte Laufbeinpaar fehlt. Bis zur Geschlechtsreife durchlaufen die Tiere 8 bis 12 Häutungen, ein Entwicklungsprozess, der im Freiland etwa 11 Monate und unter Laborbedingungen bis zu 21 Monate dauern kann. Die Häutungsfrequenz und Wachstumsrate hängen stark von einer hohen Luftfeuchtigkeit (über 70 %) und ausreichender Nahrungsverfügbarkeit ab. Adulte Tiere erreichen im natürlichen Habitat ein Alter von ein bis zwei Jahren, während sie in menschlicher Obhut bis zu drei Jahre überleben können. Als Detritivoren ernähren sich sowohl Larven als auch Adulte primär von zersetzendem Pflanzenmaterial, wobei sie mikrobiell besiedelte Laubstreu bevorzugen. Endosymbiontische Bakterien im Hepatopankreas unterstützen dabei die Verdauung von Lignozellulose durch die Produktion von Cellulasen. Die Tiere selektieren gezielt Futterquellen mit Gram-positiven Actinomyceten, um den Nährwert der Nahrung zu steigern. Für die Mineralisierung des Exoskeletts nach der Häutung ist zudem die Aufnahme von Kalzium aus dem Substrat essenziell.[2] Physiologisch zeigt die Art eine Kältetoleranz bis etwa -4,6 °C und überwintert oft eingegraben im Boden oder unter Laubstreu.[3] Zu den natürlichen Feinden zählen spezialisierte Spinnen wie *Dysdera crocata*, Vögel, Amphibien und Kleinsäuger.[1] Zur Verteidigung nutzt *P. scaber* chemische Sekrete aus Repugnatorialdrüsen, Thanatose (Totstellreflex) sowie das mechanisch schützende, tuberkulierte Exoskelett.[2]

Vorkommen & Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von *Porcellio scaber* liegt in Zentral- und Westeuropa, wo die Art ein fester Bestandteil der terrestrischen Isopodenfauna ist. Durch menschliche Verschleppung, primär über landwirtschaftliche Güter, Erde und Ballastmaterial der Schifffahrt, hat sich die Kellerassel zu einem Kosmopoliten entwickelt.[1][2] Heute besiedelt sie gemäßigte Klimazonen weltweit, mit etablierten Vorkommen in Nordamerika, Australien, Neuseeland und Südafrika.[1] In Nordamerika ist die Spezies bereits seit dem 19. Jahrhundert dokumentiert und mittlerweile flächendeckend verbreitet.[1] Selbst auf isolierten subantarktischen Inseln wie Marion Island und Gough Island wurden Populationen nachgewiesen, die dortige Ökosysteme beeinflussen.[4][1] Die Tiere sind auf feuchte Mikrohabitate angewiesen und präferieren eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 70 % und 90 %, um Wasserverluste durch die durchlässige Kutikula zu minimieren.[1][2] Zu den primären natürlichen Lebensräumen zählen die Laubstreuschicht von Wäldern, Bereiche unter Totholz und Steinen sowie Wiesenlandschaften. Die Art zeigt eine hohe ökologische Plastizität und besiedelt auch Salzwiesen und Küstendünen.[1] Als Kulturfolger tritt *Porcellio scaber* besonders häufig in anthropogen geprägten Habitaten wie Gärten, Komposthaufen und im Umfeld von Gebäuden auf.[1][3] In städtischen Bereichen und Gärten erreichen die Populationsdichten oft Werte, die jene in natürlichen Waldhabitaten um eine Größenordnung übersteigen.[1] Das Vorkommen ist eng an das Vorhandensein von organischem Detritus und feuchten Böden gebunden, die Schutz vor Austrocknung bieten.[2] Klimatisch bevorzugt die Kellerassel Temperaturen zwischen 15 und 25 °C, toleriert jedoch Kältephasen bis etwa -4,6 °C durch Eingraben in den Boden oder die Nutzung isolierender Laubschichten.[3]

Saisonalität & Aktivität

Porcellio scaber ist überwiegend nachtaktiv und zeigt eine ausgeprägte negative Phototaxis, weshalb die Tiere das Tageslicht meiden und Schutz in dunklen Mikrohabitaten suchen.[1] Die physiologische Aktivität ist eng an die Umgebungstemperatur gekoppelt, wobei der Präferenzbereich zwischen 15 und 25 °C liegt.[3] In den Wintermonaten ziehen sich die Tiere in den Boden oder tiefere Laubschichten zurück, um Frost zu entgehen, wobei akklimatisierte Populationen Temperaturen bis zu -4,6 °C tolerieren können.[1][3] Die Fortpflanzungsperiode erstreckt sich hauptsächlich auf das Frühjahr und den Sommer.[1] Weibchen können unter günstigen Bedingungen ein bis drei Bruten pro Jahr produzieren, wobei die Embryonalentwicklung im Brutsack (Marsupium) etwa 35 Tage dauert.[1][2] Die Entwicklung vom Jungtier (Manca) zur Geschlechtsreife nimmt im Freiland etwa 11 Monate in Anspruch, abhängig von Temperatur und Nahrungsverfügbarkeit.[2] Adulte Tiere erreichen in der Natur eine Lebensspanne von ein bis zwei Jahren, was zu überlappenden Generationen innerhalb einer Population führt.[4] Häutungsprozesse finden in Intervallen von zwei bis vier Wochen statt, werden jedoch durch Trockenheit oder Nahrungsmangel verzögert.[2] Das öffentliche Suchinteresse spiegelt diese biologischen Aktivitätsphasen wider und zeigt saisonale Spitzenwerte in den Monaten Juni und September, während die Anfragen im Winter deutlich zurückgehen.

Voorkomen en huidige waarnemingen in Duitsland

  • Kiel, Schleswig-Holstein, Deutschland

    18.01.2026

  • Eimsbüttel, Deutschland

    16.01.2026

  • Deutschland

    15.01.2026

  • Deutschland

    13.01.2026

  • Geestland-Langen Amtsgericht Geestland, 27607 Geestland, Deutschland

    13.01.2026

Daten: iNaturalist

Wetenschappelijk onderzoek en patenten

DE-202018000469-U1 Chemical Onbekend

Parasitol-Spray: Insektizid mit repellierender Wirkung zur Vernichtung von Bettwanzen, Kellerasseln und anderen Schädlingen

Abshof Georg, Abshof Kanuengnit (2018)

Relevantie: 8/10

Samenvatting

Das Gebrauchsmuster beschreibt ein Insektizid-Spray, das spezifisch gegen eine Vielzahl von Schädlingen, einschließlich Kellerasseln, wirkt. Es handelt sich um eine treibgasfreie Formulierung in Pumpsprühflaschen. Das Mittel wirkt vernichtend sowie repellierend (abschreckend) und ist für den praktischen Einsatz im Haushalt konzipiert.

DE-202018000465-U1 Chemical Onbekend

Parasitol-Textilhygiene: Parasiten-Spray und Insektizid zur Vernichtung von Milben, Kellerasseln und anderen Schädlingen

Abshof Georg, Abshof Kanuengnit (2018)

Relevantie: 8/10

Samenvatting

Ähnlich wie das vorangegangene Patent handelt es sich um ein Bekämpfungsmittel, hier jedoch mit Fokus auf Textilhygiene. Es wird explizit zur Vernichtung von Kellerasseln neben Milben und Bettwanzen eingesetzt. Die Anwendung erfolgt treibgasfrei über Pumpsprühflaschen, was eine gezielte Behandlung von Textilien ermöglicht.

Bronnen & Referenties

  1. https://animaldiversity.org/accounts/Porcellio_scaber/
  2. https://www.gbif.org/species/6284337
  3. https://scispace.com/pdf/winter-survival-and-overwintering-behavior-in-south-dakota-4a99ntvauh.pdf
  4. https://link.springer.com/article/10.1007/s00300-002-0420-9