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Lexicon-vermelding

Bruine hondenteek Rhipicephalus sanguineus

Bruine hondenteek
Matig risico Ziektevector Kan bijten Allergeen Fysiek gevaar

Taxonomie

Rijk Tiere (Animalia)
Stam Gliederfüßer (Arthropoda)
Klas Spinnentiere (Arachnida)
Orde Zecken (Ixodida)
Familie Ixodidae
Geslacht Rhipicephalus
Soort Rhipicephalus sanguineus
Wetenschappelijke naam Rhipicephalus sanguineus Latreille, 1806
Geaccepteerde naam

Einleitung

Die **Braune Hundezecke** (*Rhipicephalus sanguineus*) ist eine zu den Schildzecken (Ixodidae) zählende Art, die als Ektoparasit vorwiegend Hunde befällt.[1][2] Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt im Mittelmeerraum, während sie in gemäßigten Breiten fast ausschließlich in beheizten Innenräumen wie Tierkliniken oder Wohnungen vorkommt, da sie im Freiland meist nicht überwintern kann. Als Gesundheitsschädling überträgt sie diverse Krankheitserreger, darunter *Babesia canis* und *Ehrlichia canis* auf Hunde sowie Rickettsien auf den Menschen.[2] Taxonomisch wird die Art zunehmend als Teil eines komplexen Artenkreises (*R. sanguineus* s.l.) betrachtet, der verschiedene genetische Linien umfasst.[3]

Fakten (kompakt)

Hier sind einige Fakten über die Braune Hundezecke (*Rhipicephalus sanguineus*): - *Rhipicephalus sanguineus*, auch bekannt als Braune Hundezecke, ist eine kleine Zeckenart der Familie Ixodidae, die hauptsächlich Hunde befällt. - Adulte [Zecken](/pages/lexikon/zecken) messen 2,3–3,2 mm in der Länge, haben eine rötlich-braune Farbe und eine längliche Körperform.[3] - Die Braune Hundezecke gehört zum *R. sanguineus* Artenkomplex, der morphologisch ähnliche Taxa umfasst, die sich durch molekulare und morphologische Merkmale unterscheiden, wie z. B. tropische und gemäßigte Linien. - Sie ist eine der weltweit am weitesten verbreiteten Zeckenarten und kommt sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten vor, besonders in wärmeren Klimazonen.[3] - *R. sanguineus* ist bekannt für ihre endophilen Gewohnheiten, d.h. sie vollzieht ihren Lebenszyklus in Innenräumen auf Hunde-Wirten.[3] - Der Lebenszyklus von *R. sanguineus* ist drei-wirtig und umfasst die Stadien Ei, Larve, Nymphe und Adult, die jeweils eine Blutmahlzeit benötigen – typischerweise von Hunden – um sich weiterzuentwickeln. - Weibchen legen nach der Blutaufnahme 4.000–7.000 Eier, bevor sie sterben. - Unter optimalen tropischen Bedingungen dauert der Zyklus etwa zwei Monate, wodurch bis zu vier Generationen pro Jahr möglich sind. - In gemäßigten Regionen ist die Aktivität saisonal, und die Überwinterung erfolgt in geschützten Umgebungen. - Ökologisch bevorzugt sie beengte Räume wie Zwinger, Häuser und Mauerritzen. - Die Befallsraten können hoch sein (bis zu 80 % in einigen Hundepopulationen) aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und geringen Wirtsspezifität. - Gelegentlich beißen sie auch Menschen und andere Säugetiere.[3] - *R. sanguineus* dient als wichtiger Vektor für mehrere Krankheitserreger und überträgt bakterielle Erreger wie *Ehrlichia canis* (verursacht canine monozytäre Ehrlichiose), *Rickettsia rickettsii* (Rocky-Mountain-Fleckfieber in Amerika) und *Rickettsia conorii* (Mittelmeer-Fleckfieber in Europa, Afrika und Asien) sowie Protozoen wie *Babesia vogeli* und *Hepatozoon canis*, die Hunde befallen. - Die Art wurde ursprünglich 1806 von Pierre André Latreille unter dem Basionym *Ixodes sanguineus* beschrieben und 1844 von Carl Ludwig Koch in die Gattung *Rhipicephalus* umklassifiziert, wodurch sie zur Typusart der Gattung wurde.[3]

Namen & Einordnung (kurz)

Die Art *Rhipicephalus sanguineus* wurde ursprünglich 1806 von Pierre André Latreille unter dem Basionym *Ixodes sanguineus* beschrieben. Im Jahr 1844 transferierte Carl Ludwig Koch sie in die Gattung *Rhipicephalus*, als deren Typusart sie heute fungiert.[1] Taxonomisch gehört die Spezies zur Familie der Schildzecken (Ixodidae) und bildet den Kern des sogenannten *Rhipicephalus sanguineus*-Artenkomplexes, der mehrere morphologisch ähnliche, aber genetisch diverse Linien umfasst.[1][3] Im deutschsprachigen Raum ist die Bezeichnung Braune Hundezecke etabliert.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Braune Hundezecke (*Rhipicephalus sanguineus*) zeichnet sich durch eine einheitlich rotbraune Färbung und das Fehlen einer hellen Emaille-Musterung auf dem Rückenschild (Scutum) aus.[2][6] Nüchterne Adulte erreichen eine Körperlänge von etwa 3 mm, während vollgesogene Weibchen bis zu 11 mm groß werden können.[2] Ein zentrales Bestimmungsmerkmal ist die sechseckige Basis des Kopfes (Basis capituli) sowie die kurzen, breiten Mundwerkzeuge, die von oben gut sichtbar sind. Der Rückenschild ist mittelbraun gefärbt und bedeckt beim Männchen den gesamten Rücken (Conscutum), wobei am Hinterrand deutliche Einkerbungen, sogenannte Festoons, erkennbar sind.[2][6] Bei den Weibchen beschränkt sich das Scutum auf das vordere Drittel, um die Ausdehnung des Hinterleibs bei der Blutmahlzeit zu ermöglichen.[6] Weibliche Exemplare weisen zudem charakteristische, kommaförmige Stigmenplatten auf, die taxonomisch relevant sind.[2] Die sechsbeinigen Larven sind mit 0,6 bis 1,0 mm sehr klein und besitzen einen breiten Schild. Nymphen verfügen bereits über acht Beine, sind etwa 1,0 bis 1,3 mm lang und ähneln in der Form stark den erwachsenen Tieren, besitzen jedoch noch keine Geschlechtsöffnung.[2][3] Von anderen Gattungen wie *Dermacentor* lässt sich die Art durch das fehlende Schildmuster abgrenzen.[6] Die Unterscheidung innerhalb des *Rhipicephalus sanguineus*-Komplexes erfordert oft die mikroskopische Analyse der Stigmenplatten oder molekulare Marker.[6][3]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Braune Hundezecke (*Rhipicephalus sanguineus*) ist primär als Ektoparasit und Gesundheitsschädling von Bedeutung, der sich in gemäßigten Breiten vorwiegend in beheizten Innenräumen wie Tierkliniken, Zwingern und Wohnungen ansiedelt.[2] Aufgrund ihrer endophilen Lebensweise versteckt sie sich in Mauerwerken, hinter Fußleisten sowie in Möbeln und Vorhängen, wo sie ihren gesamten Lebenszyklus vollenden kann.[3] Der direkte Befall verursacht beim Wirt Unruhe, Juckreiz, Abszesse und Hautentzündungen.[2] Medizinisch ist die Art als Vektor relevant und überträgt auf Hunde Erreger wie *Ehrlichia canis* und *Babesia vogeli*.[3] Auf den Menschen können unter anderem *Rickettsia conorii* (Mittelmeer-Fleckfieber) oder *Rickettsia rickettsii* übertragen werden.[2][3] Zur Prävention und Bekämpfung ist die regelmäßige Kontrolle der Wirtstiere sowie das Absaugen von Ritzen und Fugen essenziell, um freilebende Stadien zu entfernen. Eine effektive physikalische Maßnahme ist die Hitzebehandlung, da Temperaturen über 50 °C bei einer Einwirkzeit von mindestens 10 Minuten alle Entwicklungsstadien abtöten.[6] Die chemische Bekämpfung erfolgt oft durch Akarizide wie Permethrin oder Fipronil, wobei jedoch zunehmend Resistenzen beobachtet werden. Ergänzend werden systemische Wirkstoffe wie Fluralaner eingesetzt, die saugende [Zecken](/pages/lexikon/zecken) abtöten.[3] Im Außenbereich reduziert die Beseitigung von Laubstreu und das Kurzhalten von Vegetation geeignete Mikrohabitate für die [Zecken](/pages/lexikon/zecken).[6]

Biologie & Lebenszyklus

Die Braune Hundezecke (*Rhipicephalus sanguineus*) durchläuft einen dreiwirtigen Lebenszyklus, der die vier Entwicklungsstadien Ei, Larve, Nymphe und Adultus umfasst.[1][7] Als monotrope Art parasitieren alle aktiven Stadien vorwiegend den Haushund (*Canis familiaris*) zur Aufnahme der notwendigen Blutmahlzeit, befallen gelegentlich aber auch andere Säugetiere oder den Menschen.[6][2] Nach einer mehrtägigen Saugphase lassen sich die vollgesogenen [Zecken](/pages/lexikon/zecken) vom Wirt fallen, um in geschützten Bereichen wie Mauerwerk, Zwingern oder Wohnräumen die Blutmahlzeit zu verdauen und sich zu häuten.[1][7] Die sechsbeinigen Larven erreichen dabei eine Größe von etwa 0,8 bis 1,0 mm, während die achtbeinigen Nymphen etwa 1,0 bis 1,3 mm messen. Die Paarung findet in der Regel auf dem Wirt statt, woraufhin das Weibchen den Wirt verlässt, um in einem geschützten Versteck 1.500 bis 4.000 Eier abzulegen und anschließend zu sterben.[1] Die Entwicklungsdauer ist stark temperaturabhängig; während der Zyklus bei optimalen 25–30 °C in zwei bis drei Monaten abgeschlossen sein kann, verlängert er sich bei 22 °C auf etwa 4,5 Monate und bei 18 °C auf bis zu 1,5 Jahre.[1][7] Unterhalb von 18 °C findet ein Entwicklungsstopp statt, weshalb die Art in gemäßigten Breiten im Freiland nicht überwintern kann und auf beheizte Innenräume angewiesen ist. Die Hungerfähigkeit der Stadien variiert je nach Klima zwischen 14 Tagen und 8 Wochen.[7] Unter günstigen Bedingungen sind etwa zwei bis vier Generationen pro Jahr möglich.[7][1]

Vorkommen & Lebensraum

Die Braune Hundezecke (*Rhipicephalus sanguineus*) ist weltweit verbreitet und besiedelt vorwiegend tropische sowie subtropische Regionen in Afrika, Asien und Amerika.[1] In gemäßigten Breiten, wie etwa in Mitteleuropa, beschränkt sich das Vorkommen fast ausschließlich auf beheizte Innenräume, da die Art im dortigen Freiland in der Regel nicht überwintern kann.[2][5] Zu den bevorzugten Habitaten zählen Hundezuchten, Tierkliniken und Wohnräume, in denen sich die [Zecken](/pages/lexikon/zecken) in Mauerwerken, hinter Fußleisten oder unter Teppichen verbergen.[2][1] Aufgrund ihrer ausgeprägten endophilen Lebensweise ist die Art fähig, ihren gesamten Entwicklungszyklus innerhalb von Gebäuden zu vollziehen, ohne den Außenbereich aufsuchen zu müssen.[3] Die Entwicklung findet optimal bei Temperaturen zwischen 20 °C und 35 °C statt, während sie unterhalb von 18 °C stagniert.[2][6] In wärmeren Klimazonen sind Populationen auch im Außenbereich anzutreffen, wobei sie peridomestische Areale wie Gärten, Hauswände oder Zwingeranlagen gegenüber dichter Vegetation bevorzugen.[1][6] Die räumliche Verbreitung ist dabei eng an das Vorkommen des Haushundes als Hauptwirt gekoppelt, was zu hohen Befallsraten in dessen direktem Umfeld führt.[1]

Saisonalität & Aktivität

Die physiologische Aktivität von *Rhipicephalus sanguineus* ist eng an warme Umgebungstemperaturen gebunden, wobei Entwicklungsphasen unterhalb von 18 °C stagnieren. Während in tropischen Habitaten unter optimalen Bedingungen bis zu vier Generationen jährlich entstehen können, ist die Art in gemäßigten Breiten im Freiland nicht überwinterungsfähig. In kühleren Regionen erfolgt die Fortpflanzung daher primär in beheizten Innenräumen, was einen ganzjährigen Zyklus ermöglicht.[2][3] Aggregierte Daten zum Suchinteresse in Deutschland zeigen dennoch ein saisonales Muster mit maximaler Aufmerksamkeit in den Monaten Juni und Juli. Im Gegensatz dazu sinkt das Interesse in den Wintermonaten Januar und März auf ein Minimum.[4] Fällt die Umgebungstemperatur unter 15 °C, tritt die Zecke in eine Diapause ein, sofern sie sich nicht in geschützten Mikrohabitaten befindet.[3]

Voorkomen en huidige waarnemingen in Duitsland

  • Germany

    18.09.2025

  • Deutschland

    07.07.2025

  • Klein Todtshorn

    16.05.2025

  • Deutschland

    27.04.2025

  • Beeskow, 15848 Beeskow, Deutschland

    20.04.2025

Daten: iNaturalist

Wetenschappelijk onderzoek en patenten

CN-108366935-B Chemical Toegekend

Reinigungszusammensetzungen für die Haustierpflege

(2016)

Relevantie: 6/10

Samenvatting

Das Patent beschreibt eine spezielle Reinigungszusammensetzung (Shampoo) für Hunde, die Glycerin und Silikonpolyolester enthält und weitgehend tensidfrei ist. Die Besonderheit liegt darin, dass die Anwendung dieses Mittels die Wirksamkeit zuvor aufgetragener Ektoparasitika gegen Rhipicephalus sanguineus nicht signifikant verringert (Erhalt von >90% Wirksamkeit). Es ist praktisch relevant für Tierhalter, die ihre Tiere waschen wollen, ohne den chemischen Zeckenschutz zu gefährden. Es handelt sich um ein unterstützendes Produkt für das Schädlingsmanagement.

US-9408896-B2 Biological Toegekend

Impfung von Haustieren zur Auslösung einer schützenden Immunantwort gegen Zeckenbefall und die Übertragung von durch Zecken übertragenen Krankheitserregern

US Agriculture, Louisiana State University of Agricultural Center (2014)

Relevantie: 10/10

Samenvatting

Dieses Patent beschreibt einen Impfstoff, der auf dem Aquaporin-Protein der Rinderzecke (Rhipicephalus microplus) basiert, aber effektiv bei Nicht-Rindern (wie Hunden) wirkt. Die Kernidee ist, dass dieses Protein eine kreuzreaktive Immunantwort auslöst, die spezifisch den Befall durch die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) reduziert oder eliminiert. Dies ist besonders relevant, da es eine biologische Prophylaxe darstellt, die auch die Übertragung von Krankheitserregern verringert. Der Impfstoff kann als Protein- oder DNA-Vakzine verabreicht werden.

CA-2818027-C Biological Toegekend

Impfstoffzusammensetzung zur Bekämpfung von Ektoparasitenbefall

CT Ingenieria Genetica Biotecnologia (2011)

Relevantie: 10/10

Samenvatting

Die Erfindung betrifft die Verwendung eines spezifischen Peptids des ribosomalen P0-Proteins zur Herstellung eines Impfstoffs. Dieses Peptid löst eine Immunreaktion aus, die den Wirt gegen verschiedene Ektoparasiten schützt, ohne Autoimmunität zu erzeugen. Zu den bekämpften Arten gehören explizit Rhipicephalus sanguineus sowie andere Zecken und Seeläuse. Die Methode ist innovativ, da sie ein konserviertes ribosomales Protein als Zielantigen nutzt, um den Parasiten über das Blut des Wirtes zu schädigen.

Bronnen & Referenties

  1. https://www.gbif.org/species/2183597
  2. https://content.behrs-online.de/wissen/document-view/kom_qm-schaedlingsbekaempfer_schaedlingsbekaempfer_011_07_01_13_02/print
  3. https://parasitesandvectors.biomedcentral.com/articles/10.1186/s13071-024-06572-3
  4. Aggregierte Suchanfragen-Zeitreihe (Deutschland), Datensatz 2026
  5. https://www.ecdc.europa.eu/en/publications-data/rhipicephalus-sanguineus-current-known-distribution-august-2023
  6. https://edis.ifas.ufl.edu/publication/IN378
  7. U. Sellenschlo: Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus). In: Schädlingsbekämpfer. Behr's Verlag, Hamburg. S. 1-6.