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Mest muggen Scatopsidae
Snelle navigatie
Taxonomie
Rijk
Tiere (Animalia)
Stam
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klas
Insekten (Insecta)
Orde
Zweiflügler (Diptera)
Familie
Scatopsidae
Soort
Scatopsidae
Wetenschappelijke naam
Scatopsidae
Geaccepteerde naam
Einleitung
Die **Dungmücken** (*Scatopsidae*), auch Kotfliegen genannt, sind eine Familie der Zweiflügler (Diptera), die zu den Mücken (Nematocera) gezählt wird.[1][2][3] Weltweit sind etwa 350 Arten dieser kleinen bis mittelgroßen Insekten bekannt, von denen 35 in Deutschland vorkommen. Die Larven entwickeln sich vorwiegend in zersetzendem organischen Material wie Dung, Totholz oder Pilzen, wobei die Art *Scatopse notata* gelegentlich als Schädling in Pilzzuchten auftritt.[1]
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Fakten (kompakt)
- Die Familie der Dungmücken wird taxonomisch in vier Unterfamilien unterteilt: Aspistinae, Ectaetiinae, Psectrosciarinae und Scatopsinae. - Fossile Belege dieser Gruppe sind selten, wobei die ältesten bekannten Funde aus kreidezeitlichem Bernstein in Kanada und Sibirien stammen. - Aus dem Tertiär sind Inklusen der heute noch existierenden Gattung *Scatopse* sowohl in Baltischem als auch in Mexikanischem Bernstein bekannt.[11] - Neuere phylogenetische Analysen auf Basis mitochondrialer Genome legen nahe, dass die Scatopsidae eine Schwestergruppe zu den Fenstermücken (Anisopodidae) bilden. - In der wissenschaftlichen Diskussion wird alternativ die Hypothese vertreten, dass die Dungmücken die Schwestergruppe zu allen übrigen Familien der Teilordnung Bibionomorpha darstellen. - Für genetische Vergleichsstudien innerhalb der Bibionomorpha wird unter anderem die Art *Coboldia fuscipes* als repräsentativer Vertreter der Scatopsidae herangezogen.[2]
Name & Einordnung
Die wissenschaftliche Erstbeschreibung der Familie *Scatopsidae* erfolgte im Jahr 1834 durch den Entomologen Newman. Im deutschen Sprachraum ist die Bezeichnung Dungmücken gebräuchlich.[4] Datenbanken führen für dieses Taxon zudem den Trivialnamen Kotfliegen.[3] Systematisch wird die Familie der Ordnung der Zweiflügler (Diptera) und der Unterordnung der Mücken (Nematocera) zugeordnet.[4] Innerhalb der Teilordnung Bibionomorpha bilden sie die Überfamilie Scatopsoidea. Phylogenetische Analysen deuten darauf hin, dass die *Scatopsidae* an der Basis der Bibionomorpha stehen, wobei sie in einigen Studien als Schwestergruppe aller anderen Familien dieses Infraordens betrachtet werden. Andere Modelle platzieren sie gemeinsam mit den Anisopodidae auf einem frühen Ast der Stammesgeschichte.[2] Die Familie gliedert sich in die Unterfamilien Aspistinae, Ectaetiinae, Psectrosciarinae und Scatopsinae. Fossile Belege sind selten, jedoch sind die ältesten Vertreter aus kreidezeitlichem Bernstein aus Kanada und Sibirien bekannt. Aus dem Tertiär liegen zudem Funde der noch heute existierenden Gattung *Scatopse* in Baltischem und Mexikanischem Bernstein vor.[4]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Die Dungmücken (*Scatopsidae*) sind kleine bis mittelgroße Mücken aus der Unterordnung der Mücken (Nematocera). Ein wesentliches Merkmal der adulten Tiere ist ihr vollkommen unbehaarter Körper. Zudem stechen diese Insekten nicht. Die Larven der *Scatopsidae* zeichnen sich morphologisch durch die Position ihrer hinteren Tracheenöffnungen aus, welche auf längeren Röhren stehen. Die Verpuppung findet direkt an den Fraßplätzen statt. Dabei bleibt der größte Teil der Puppe von der letzten Larvenhaut umgeben. Die Atmung der Puppe erfolgt über prothorakale Atemröhrchen, die auch als Brusthörnchen bezeichnet werden. Diese Atemorgane sind charakteristischerweise verzweigt.[1]
Beschreibung
Die Dungmücken (*Scatopsidae*) sind eine Familie der Zweiflügler (Diptera), die systematisch zu den Mücken (Nematocera) gezählt wird. Weltweit umfasst diese Tiergruppe etwa 350 Arten, von denen 35 Arten in Deutschland nachgewiesen sind. Es handelt sich um kleine bis mittelgroße Insekten, die einen vollkommen unbehaarten Körper besitzen. Im Gegensatz zu vielen anderen Mückenarten stechen Dungmücken nicht. Die adulten Tiere sind primär in der Umgebung von Dungstätten und Aborten zu finden. Einige Arten besuchen zudem häufig Doldenblüten. Die Art *Scatopse notata* ist als Kosmopolit weltweit verbreitet und wird oft an Fensterscheiben in menschlichen Behausungen beobachtet. Die Larvenentwicklung ist durch eine koprophage Lebensweise geprägt, wobei die Larven vor allem auf Dung, in Pilzen, unter Rinde, im Falllaub oder in Totholz vorkommen. Die Larven sind oft gesellig und zeichnen sich anatomisch durch hintere Tracheenöffnungen aus, die auf verlängerten Röhren stehen. Spezifische ökologische Anpassungen zeigen die Larven von *Holoplagia transversalis*, die als Ameisengäste in den Bauten von *Formica*-Arten leben. In der Landwirtschaft können Larven von *Scatopse notata* gelegentlich schädlich in Pilzzuchten werden, die auf Pferdemist gehalten werden. Die Verpuppung erfolgt direkt an den Fraßplätzen. Dabei wird der größte Teil der Puppe von der letzten Larvenhaut umhüllt. Die Atmung der Puppe erfolgt über verzweigte prothorakale Atemröhrchen, die sogenannten Brusthörnchen. Fossile Belege der Familie sind selten, wobei die ältesten Funde aus kreidezeitlichem kanadischem und sibirischem Bernstein stammen. Aus dem Tertiär sind Vertreter der noch heute existierenden Gattung *Scatopse* in Baltischem und Mexikanischem Bernstein bekannt. Systematisch wird die Familie in Unterfamilien wie Aspistinae, Ectaetiinae, Psectrosciarinae und Scatopsinae unterteilt.[9]
Verhalten
Die Larven der Dungmücken (*Scatopsidae*) weisen oft eine gesellige Lebensweise auf. Eine spezialisierte Form der Interaktion mit anderen Insekten zeigt die Art *Holoplagia transversalis*, deren Larven als Ameisengäste in den Bauten von *Formica*-Arten leben. Adulte Tiere halten sich bevorzugt in der Nähe von Dungstätten und Aborten auf, wobei einige Arten auch häufig auf Doldenblüten zu finden sind. Die weltweit verbreitete Art *Scatopse notata* dringt oft in menschliche Behausungen ein und ist dort an Fensterscheiben anzutreffen. Die Imagines dieser Familie stechen nicht.[5]
Ökologie
Die Larven der *Scatopsidae* entwickeln sich vorwiegend in zersetzendem organischen Material wie Dung (Koprophagie), Totholz, Pilzen oder unter Rinde und Falllaub. Sie leben oft gesellig und besitzen morphologische Anpassungen wie auf längeren Röhren stehende hintere Tracheenöffnungen, die das Atmen im Substrat erleichtern. Eine myrmekophile Lebensweise zeigt *Holoplagia transversalis*, deren Larven als Gäste in den Nestern von *Formica*-Arten leben. In der Pilzzucht können Larven von *Scatopse notata* wirtschaftliche Schäden verursachen, insbesondere auf Substraten aus Pferdemist. Die Verpuppung findet direkt am Fraßplatz statt, wobei die Puppe schützend von der letzten Larvenhaut umhüllt bleibt. Adulte Tiere sind häufig auf Doldenblüten oder in der Nähe von Dungstätten und Aborten zu finden. Die kosmopolitische Art *Scatopse notata* tritt zudem oft synanthrop in Wohnungen an Fensterscheiben auf.[10]
Bedeutung, Schäden & Prävention
Die Dungmücken (*Scatopsidae*) besitzen für den Menschen keine direkte medizinische Relevanz als Vektoren oder Parasiten, da sie über einen vollkommen unbehaarten Körper verfügen und nicht stechen. Im menschlichen Siedlungsbereich treten sie jedoch als Lästlinge in Erscheinung, da sie sich bevorzugt in der Nähe von Dungstätten und Aborten aufhalten. Eine besondere Bedeutung als Synanthrop hat die Art *Scatopse notata*, die als Kosmopolit weltweit verbreitet ist und regelmäßig in Wohnungen an Fensterscheiben beobachtet wird. Ein wirtschaftliches Schadpotenzial besteht in spezifischen Bereichen der Landwirtschaft. Die Larven von *Scatopse notata* gelten gelegentlich als Schädlinge in gewerblichen Pilzzuchten, insbesondere wenn diese auf der Grundlage von Pferdemist kultiviert werden. Die Larvalentwicklung erfolgt überwiegend durch Koprophagie auf Dung, findet aber auch unter Rinde, in Pilzen, im Falllaub oder in Totholz statt. Spezifische ökologische Interaktionen zeigen die Larven von *Holoplagia transversalis*, die als Ameisengäste in den Bauten von *Formica*-Arten leben.[5]
Wirtschaftliche Bedeutung
Die wirtschaftliche Bedeutung der Dungmücken (*Scatopsidae*) ist im Vergleich zu anderen Zweiflüglern gering, jedoch können bestimmte Arten in spezifischen landwirtschaftlichen Bereichen Schäden verursachen. Insbesondere die Larven der Art *Scatops notata* treten gelegentlich als Schädlinge in Pilzzuchten auf. Dies betrifft vor allem Kulturen, die auf der Grundlage von Pferdemist gehalten werden, da die Larven dieses Substrat zur Entwicklung nutzen. Generell ernähren sich die Larven von Dung (Koprophagie) oder organischem Material in Totholz und Pilzen, weshalb sie in entsprechenden Substraten ideale Lebensbedingungen vorfinden. Abseits der Pilzzucht werden Dungmücken häufig in der Nähe von Dungstätten und Aborten beobachtet. Zudem hält sich *Scatops notata* als Kosmopolit oft in Wohnungen an Fensterscheiben auf, was jedoch eher als Lästigkeit denn als wirtschaftlicher Schaden zu werten ist.[5]
Biologie & Lebenszyklus
Die Larven der Dungmücken entwickeln sich vorwiegend saprophag in Dung (Koprophagie), unter Rinde, in Pilzen, im Falllaub oder in Totholz. Sie treten häufig gesellig auf und zeichnen sich morphologisch durch hintere Tracheenöffnungen aus, die auf längeren Röhren stehen. Eine spezialisierte Lebensweise zeigen die Larven von *Holoplagia transversalis*, die als Ameisengäste in den Bauten von *Formica*-Arten leben. Die Larven der kosmopolitischen Art *Scatopse notata* können gelegentlich in Pilzzuchten, die auf Pferdemist basieren, schädlich auftreten. Die Verpuppung erfolgt direkt an den Fraßplätzen, wobei der größte Teil der Puppe von der letzten Larvenhaut umgeben bleibt. Die Atmung der Puppe wird durch verzweigte prothorakale Atemröhrchen, die sogenannten Brusthörnchen, gewährleistet. Die adulten Tiere besitzen einen vollkommen unbehaarten Körper, stechen nicht und halten sich primär in der Nähe von Dungstätten oder Aborten auf. Während *Scatopse notata* häufig an Fensterscheiben in Wohnungen zu finden ist, besuchen andere Arten oft Doldenblüten.[5]
Vorkommen & Lebensraum
Die Dungmücken (*Scatopsidae*) sind eine weltweit verbreitete Familie, die global etwa 350 Arten umfasst. In Deutschland sind davon 35 Arten bekannt. Die adulten Tiere finden sich vor allem in der Nähe von Dungstätten und Aborten. Die Art *Scatops notata* ist als Kosmopolit weltweit verbreitet. Sie hält sich häufig im menschlichen Siedlungsbereich auf und ist oft an Fensterscheiben in Wohnungen zu finden. Andere Arten der Familie besuchen bevorzugt Doldenblüten.[7] Die Larvenentwicklung findet überwiegend in organischem Material statt, wobei Dung (Koprophagie), Pilze, Falllaub und Totholz als Substrate dienen. Auch unter Rinde sind die Larvenstadien anzutreffen. Eine besondere ökologische Nische besetzen die Larven von *Holoplagia transversalis*, die als Ameisengäste in Bauten von *Formica*-Arten leben. In auf Pferdemist basierenden Pilzzuchten können Larven von *Scatops notata* gelegentlich auftreten.[5] Fossile Belege der Familie sind selten, reichen jedoch bis in die Kreidezeit zurück, wie Funde in Kanadischem und Sibirischem Bernstein zeigen. Aus dem Tertiär sind zudem Vorkommen in Baltischem und Mexikanischem Bernstein bekannt, die teils der heute noch existierenden Gattung *Scatops* angehören.[8]
Saisonalität & Aktivität
Die adulten Tiere der Dungmücken halten sich vorwiegend in der Nähe von Dungstätten und Aborten auf, während andere Arten häufig auf Doldenblüten zu finden sind. Die Larven entwickeln sich in organischem Material wie Dung, Pilzen, Falllaub oder Totholz, wobei die Verpuppung direkt an den Fraßplätzen stattfindet. Die weit verbreitete Art *Scatopse notata* wird oft in Wohnungen an Fensterscheiben beobachtet.[5] Aggregierte Daten zur Online-Recherche weisen auf eine erhöhte Aufmerksamkeit für diese Insektengruppe im Hochsommer hin, wobei die Spitzenwerte in den Monaten Juli und August liegen. Im Gegensatz dazu ist das Suchaufkommen in den Wintermonaten Januar und Februar am geringsten.[6]
Bronnen & Referenties
- Dungmücken (Quelltext)
- https://doi.org/10.1080/23802359.2025.2571714
- https://www.gbif.org/species/6927
- Newman, 1834 / George O. Poinar, Jr.: Life in Amber. Stanford University Press, 1992
- K. Honomichl, H. Bellmann: Biologie und Ökologie der Insekten. CD-Rom. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1994
- Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert), 2026
- P. Freeman, R. P. Lane: Bibionid and Scatopsid flies. Diptera: Bibionidae and Scatopsidae. In: Handb Ident British Insects. 9 (7), London, 1985
- George O. Poinar, Jr.: Life in Amber. Stanford University Press, Stanford (Cal.) 1992, ISBN 0-8047-2001-0
- Wikipedia: Dungmücken (Quelltext/OCR)
- Dungmücken (Scatopsidae), OCR Text Seite 1
- George O. Poinar, Jr.: Life in Amber. Stanford University Press, 1992 (zitiert nach vorliegendem Textmaterial)