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Boerenorchideeën Schizanthus x wisetonensis

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Boerenorchideeën

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde Solanales (Solanales)
Familie Solanaceae
Geslacht Schizanthus
Soort Schizanthus wisetonensis
Wetenschappelijke naam Schizanthus × wisetonensis Anon.
Geaccepteerde naam

Einleitung

Die **Hybrid-Spaltblume** (*Schizanthus* × *wisetonensis*) ist eine Pflanzenhybride aus der Gattung der Spaltblumen (*Schizanthus*) innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Sie entstand aus der Kreuzung der beiden Arten *Schizanthus grahamii* und *Schizanthus pinnatus*.[1] Im Handel sind Vertreter der Gattung und dieser Hybride häufig unter dem Trivialnamen **Bauernorchidee** oder „Orchidee des kleinen Mannes“ bekannt, wobei es sich hierbei ursprünglich um Vermarktungsnamen handelte.[2]

Fakten (kompakt)

- In der internationalen Biodiversitätsdatenbank GBIF wird der taxonomische Status des Taxons als „ACCEPTED“ geführt. - Der eindeutige Identifikationsschlüssel (Usage Key) für diesen Datensatz lautet 10773256. - Die systematische Einordnung erfolgt in die Abteilung der Gefäßpflanzen (Tracheophyta) und die Klasse der Zweikeimblättrigen (Magnoliopsida). - Die übergeordnete Ordnung wird als Nachtschattenartige (Solanales) ausgewiesen. - Der Datensatz weist einen Übereinstimmungsgrad (Confidence) von 98 auf. - Als kanonischer Name ist in der Datenbank *Schizanthus wisetonensis* hinterlegt.[10]

Name & Einordnung

Die Hybrid-Spaltblume (*Schizanthus* × *wisetonensis*) ist eine Hybride innerhalb der Gattung der Spaltblumen (*Schizanthus*). Diese Kreuzung entstand aus den beiden Elternarten *Schizanthus grahamii* und *Schizanthus pinnatus*.[1] Als Autorität für das Taxon wird H. Low geführt.[1] Taxonomisch gehört die Pflanze zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae), wobei die Gattung *Schizanthus* phylogenetisch eine basale Stellung einnimmt und die einzige Gattung der Unterfamilie Schizanthoideae bildet.[3][2] Aufgrund der stark zygomorphen Blüten unterscheiden sich die Vertreter dieser Gruppe deutlich von anderen Familienmitgliedern. Im deutschsprachigen Raum sind für diese Pflanzen und ihre Hybriden die Trivialnamen Bauernorchidee sowie „Orchidee des kleinen Mannes“ gebräuchlich, wobei es sich bei ersterem primär um einen Vermarktungsnamen handelt. Auch die Bezeichnung Schmetterlingsblume wird synonym für die Gattung verwendet.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Hybrid-Spaltblume (*Schizanthus* × *wisetonensis*) ist eine Kreuzung aus den Arten *Schizanthus grahamii* und *Schizanthus pinnatus*.[6] Als Vertreter der Spaltblumen handelt es sich um eine ein- oder zweijährige krautige Pflanze mit teils verholzter Basis. Die Wuchshöhen der Gattung erreichen meist 25 bis 75, selten bis zu 100 Zentimeter. Die Oberfläche der gesamten Pflanze ist durch drüsige Trichome meist klebrig. Ihre stark gefiederten Laubblätter sind 3 bis 14 Zentimeter lang, wobei die einzelnen Blattteile entferntstehend, gelappt oder fiederspaltig sind. Die stark zygomorphen Blüten sind fünfzählig und zur Blütezeit um etwa 72 Grad gedreht. Die Krone ist 14 bis 44 Millimeter lang und besteht aus fünf stark unterschiedlich geformten Kronblättern. Dabei sind die zwei nach hinten stehenden Kronblätter zu einem sogenannten Schiffchen vereint, während eines nach vorn und zwei zur Seite stehen. Die Blütenfärbung ist meist einfarbig oder stark unterschiedlich mehrfarbig. Es sind zwei fertile Staubbeutel an langen Staubfäden sowie zwei sterile Staminodien vorhanden. Die Kelchblätter sind im Gegensatz zu anderen Nachtschattengewächsen kaum miteinander verwachsen. Die Früchte sind eiförmig-prismatische Kapseln mit stumpfen oder gerundeten Spitzen. Sie enthalten meist 12 bis 34 eiförmige oder nierenförmige Samen mit einem Durchmesser von 0,4 bis 1 Millimeter.[1]

Beschreibung

Die *Schizanthus* × *wisetonensis*, gemeinhin als Bauernorchidee oder „Orchidee des kleinen Mannes“ bekannt, ist eine kultivierte Hybride, die aus der Kreuzung der beiden in Chile endemischen Arten *Schizanthus grahamii* und *Schizanthus pinnatus* hervorgegangen ist. Als Vertreterin der Gattung der Spaltblumen (*Schizanthus*) wächst sie als ein- oder zweijährige krautige Pflanze, deren Basis teilweise verholzen kann. Die Wuchshöhe variiert typischerweise zwischen 25 und 75 Zentimetern, wobei einzelne Exemplare bis zu einem Meter erreichen können. Ein markantes vegetatives Merkmal ist die klebrige Beschaffenheit der gesamten Pflanze, die durch eine dichte Besetzung mit drüsigen Trichomen verursacht wird. Das Laubwerk besteht aus stark gefiederten Blättern, die eine Länge von 3 bis 14 Zentimetern aufweisen und deren einzelne Segmente gelappt, gezackt oder fiederspaltig geformt sind. Die ästhetische Besonderheit der Art liegt in den stark zygomorphen Blüten, die aufgrund ihrer exotischen Anmutung den Vergleich zu Orchideen nahelegen. Anatomisch ist die Blüte fünfzählig aufgebaut, wobei die Kronblätter eine extreme Differenzierung aufweisen: Die beiden hinteren Kronblätter sind zu einem Schiffchen verwachsen, flankiert von zwei seitlichen und einem vorderen Kronblatt. Eine spezifische Anpassung ist die Torsion des Blütenstiels, wodurch die Blüte zur Anthese um etwa 72 Grad gedreht präsentiert wird. Im Gegensatz zu den meisten anderen Solanaceen sind die Kelchblätter bei dieser Gattung kaum miteinander verwachsen. Der Fortpflanzungsapparat zeichnet sich durch eine Reduktion der Staubblätter aus, bei der nur zwei Staubbeutel fertil sind, während die übrigen als sterile, oft verkürzte Staminodien vorliegen. Die fertilen Staubbeutel sitzen an langen Staubfäden, wohingegen die sterilen fast aufsitzend sein können. Nach der Bestäubung entwickeln sich eiförmig-prismatische Kapselfrüchte mit stumpfen Spitzen, die eine Vielzahl winziger, meist nierenförmiger Samen enthalten. Diese morphologischen Eigenschaften teilen sich die Hybriden weitgehend mit den Elternarten der Gattung, wobei *Schizanthus* × *wisetonensis* speziell für die Zierpflanzennutzung selektiert wurde.[2]

Ökologie

Die Bauernorchidee (*Schizanthus x wisetonensis*) ist eine Kulturhybride, deren Elternarten *Schizanthus grahamii* und *Schizanthus pinnatus* ursprünglich in Chile und teilweise Argentinien beheimatet sind. Wie andere Vertreter der Gattung *Schizanthus* zeichnet sich die Pflanze durch drüsige Trichome auf der Oberfläche aus, die sie meist klebrig machen. Ökologisch relevant ist die Bestäubungsbiologie der Gattung, bei der die meisten Arten von Bienen, drei spezifische Arten jedoch von Nachtfaltern bestäubt werden. Chemisch unterscheidet sich die Gattung von anderen Nachtschattengewächsen durch das Vorkommen spezifischer Tropanalkaloide sowie Säureester.[5] Zudem wurden in verwandten Arten wie *Schizanthus hookeri* und *Schizanthus tricolor* Pyrrolidin-Alkaloide wie Hygrolin und Pseudohygrolin nachgewiesen, die strukturelle Ähnlichkeiten zu Alkaloiden aus Kokablättern aufweisen.[8] Diese sekundären Pflanzenstoffe stellen ein chemisches Merkmal dar, das die Gattung innerhalb der Familie isoliert.[5][8]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Bauernorchidee (*Schizanthus x wisetonensis*) besitzt als Zierpflanze ökonomische Relevanz, tritt jedoch nicht als invasiver Schädling auf.[9] Vielmehr ist die Art anfällig für diverse Schaderreger, wobei insbesondere der Befall durch die Weiße Fliege (*Trialeurodes vaporariorum*) zu qualitätsmindernden Verschmutzungen durch Honigtau führt. Auch Blattläuse besiedeln die Pflanzen häufig und verursachen durch ihre Saugtätigkeit Verkrüppelungen an den jungen Trieben. Im Bereich der Pilzkrankheiten stellt der Grauschimmel (*Botrytis cinerea*) eine signifikante Bedrohung dar, die oft durch zu dichten Stand und hohe Luftfeuchte induziert wird. Typische Symptome sind hierbei faulende Gewebestellen mit einem charakteristischen grauen Sporenbelag.[4] Bei übermäßiger Bewässerung reagiert *Schizanthus x wisetonensis* empfindlich mit Wurzelfäule, ausgelöst durch Bodenpilze wie *Pythium*.[9][4] Zur Früherkennung von Schädlingspopulationen ist das Anbringen von Gelbtafeln (Leimfallen) eine etablierte Methode des Monitorings.[4] Als wichtigste präventive Maßnahme gilt die Kulturführung unter gut belüfteten Bedingungen sowie die Vermeidung von Staunässe im Substrat.[9] Hygienische Maßnahmen umfassen das konsequente Ausputzen verblühter Pflanzenteile, um *Botrytis*-Infektionsherde zu minimieren. Biologische Bekämpfungsstrategien beinhalten den Einsatz von Nützlingen, beispielsweise *Encarsia*-Schlupfwespen gegen Weiße Fliegen.[4] Chemische Pflanzenschutzmittel kommen im integrierten Anbau meist erst dann zum Einsatz, wenn kulturtechnische und biologische Maßnahmen nicht ausreichen.[9]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung der Gattung *Schizanthus*, zu der die als Bauernorchidee bekannte Hybride *Schizanthus* × *wisetonensis* zählt, liegt primär in ihrer Nutzung als Zierpflanze. Neben drei reinen Arten werden verschiedene Hybriden kultiviert, wobei *Schizanthus* × *wisetonensis* aus einer Kreuzung von *Schizanthus grahamii* und *Schizanthus pinnatus* hervorgegangen ist. Im Handel werden diese Pflanzen unter populären Vermarktungsnamen wie „Bauernorchidee“ oder „Orchidee des kleinen Mannes“ vertrieben.[5] Über den gärtnerischen Nutzen hinaus sind Vertreter der Gattung wie *Schizanthus hookeri* und *Schizanthus tricolor* für die Naturstoffchemie von Interesse, da sie Pyrrolidin-Alkaloide wie Hygrolin und Pseudohygrolin enthalten.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Die Bauernorchidee (*Schizanthus x wisetonensis*) ist eine Hybride, die aus der Kreuzung der Arten *Schizanthus grahamii* und *Schizanthus pinnatus* hervorgegangen ist.[6] Wie andere Vertreter der Gattung wächst sie als ein- oder zweijährige krautige Pflanze. Die vegetative Entwicklung führt zu Wuchshöhen zwischen 25 und 100 cm, wobei die Basis teilweise verholzen kann. Physiologisch auffällig ist die Oberfläche der gesamten Pflanze, die durch drüsige Trichome meist klebrig beschaffen ist.[3] Die Blütezeit ist durch die Ausbildung stark zygomorpher Blüten gekennzeichnet, die um etwa 72 Grad gedreht sind. Der Fortpflanzungsapparat weist eine Reduktion auf zwei fertile Staubbeutel auf, während die sterilen Staubbeutel stark verkleinert sind.[1] Die Bestäubungsbiologie der Gattung ist primär auf Bienen ausgerichtet, wobei drei Arten spezifisch von Nachtfaltern bestäubt werden.[7] Nach der Befruchtung entwickeln sich eiförmig-prismatische Kapselfrüchte mit einer Länge von 4 bis 10 mm. Jede Frucht enthält im Durchschnitt 12 bis 34 Samen, in seltenen Fällen bis zu 40. Die Samen selbst sind eiförmig oder nierenförmig und messen 0,4 bis 1 mm im Durchmesser. Chemisch zeichnet sich die Pflanze durch die Synthese von Tropanalkaloiden aus, die strukturelle Eigenschaften von Säureestern besitzen. Diese Inhaltsstoffe sind für die Familie der Nachtschattengewächse untypisch und stellen ein Alleinstellungsmerkmal dar.[1] Phylogenetisch nimmt die Gattung eine basale Stellung als Schwesterklade zur restlichen Familie ein.[7]

Vorkommen & Lebensraum

Bei *Schizanthus x wisetonensis* handelt es sich um eine Hybride, die aus der Kreuzung der beiden Wildarten *Schizanthus grahamii* und *Schizanthus pinnatus* entstanden ist.[5][1] Die Gattung *Schizanthus* ist pflanzengeographisch in Chile endemisch. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Gattung erstreckt sich über einen weiten Bereich von Antofagasta im Norden bis hin zum Llanquihue-See im Süden des Landes.[5] Innerhalb dieses Areals ist die Elternart *Schizanthus pinnatus* ausschließlich auf chilenischem Gebiet zu finden.[1] Im Gegensatz dazu kommt die zweite Elternart, *Schizanthus grahamii*, auch im benachbarten Grenzgebiet auf der argentinischen Seite vor.[5][1] Als kultivierte Hybride besiedelt *Schizanthus x wisetonensis* keine primären Wildstandorte, sondern ist als Zierpflanze in Gärten und Kulturflächen anzutreffen. Die Bezeichnung Bauernorchidee wird synonym für diese Kulturformen verwendet. In der Natur besiedeln die verwandten Wildarten diverse Lebensräume innerhalb des chilenischen Verbreitungsgebietes. Ökologisch betrachtet sind die Blüten der Gattung meist an die Bestäubung durch Bienen angepasst. Lediglich drei Arten der Gattung weichen davon ab und werden durch Nachtfalter bestäubt.[5] Aufgrund der Hybridisierung vereint *Schizanthus x wisetonensis* Merkmale der beiden Ausgangsarten.[1]

Saisonalität & Aktivität

Die Bauernorchidee (*Schizanthus x wisetonensis*) ist eine Hybride, deren Elternarten der Gattung *Schizanthus* entstammen und als ein- oder zweijährige krautige Pflanzen wachsen. In der vegetativen Phase bilden die Pflanzen gefiederte Laubblätter und drüsige Trichome aus, die der Oberfläche eine klebrige Beschaffenheit verleihen. Die Wuchshöhen der Gattung variieren typischerweise zwischen 25 und 100 Zentimetern, wobei die Basis teilweise verholzen kann. Die Hauptaktivität hinsichtlich der Blüte ist durch die Ausbildung stark zygomorpher Blüten gekennzeichnet. Biologisch ist diese Phase eng an die Interaktion mit Bestäubern gekoppelt; die meisten Arten der Gattung werden von Bienen bestäubt, während einige wenige auf Nachtfalter spezialisiert sind. Das öffentliche Interesse an der Pflanze unterliegt einer ausgeprägten Saisonalität, die auf die Verfügbarkeit oder Blütezeit im Kulturraum hindeutet. Analysen von Suchanfragen zeigen einen klaren Schwerpunkt im Frühling, wobei die höchsten Werte im Mai erreicht werden. Auch der April verzeichnet ein signifikant erhöhtes Interesse. Im Gegensatz dazu ist die Aufmerksamkeit in den Wintermonaten Januar und Februar minimal. Diese Daten spiegeln den typischen Zyklus als Zierpflanze wider, die in den gemäßigten Breiten saisonal kultiviert wird.[4]

Bronnen & Referenties

  1. J. Grau und E. Gronbach: Untersuchungen zur Variabilität in der Gattung Schizanthus (Solanaceae). In: Mitteilungen der Botanischen Staatssammlung München, Band 20, November 1984, S. 111–203.
  2. Armando T. Hunziker: The Genera of Solanaceae. A.R.G. Gantner Verlag K.G., Ruggell, Liechtenstein 2001, ISBN 3-904144-77-4.
  3. Richard G. Olmstead et al.: A molecular phylogeny of the Solanaceae. In: Taxon, Band 57, Nummer 4, 2008, S. 1159–1181.
  4. Hunziker, A. T. (2001): The Genera of Solanaceae. A.R.G. Gantner Verlag K.G., Ruggell.
  5. Wikipedia: Spaltblumen (OCR Source)
  6. Schizanthus im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program.
  7. Datenblatt Schizanthus bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew.
  8. Bailly, C.; Vergoten, G. Overview of the Ruspolia Plant Genus: Insights into Its Chemical Diversity and Biological Potential. Life 2025, 15, 221. https://doi.org/10.3390/life15020221
  9. PDF: bauernorchideen
  10. https://www.gbif.org/species/10773256