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Lexicon-vermelding

Muurpeper Sedum hectare

Muurpeper

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde Saxifragales (Saxifragales)
Familie Crassulaceae
Geslacht Sedum
Soort Sedum acre
Wetenschappelijke naam Sedum acre L.
Geaccepteerde naam

Einleitung

*Sedum acre*, im Deutschen auch als Buntsteinbrech bezeichnet, ist eine niedrig wachsende, teppichbildende und immergrüne Sukkulente aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae).[1] Die ursprünglich in Eurasien und Nordafrika beheimatete Art besiedelt vorwiegend trockene, felsige Standorte wie Mauern oder Dünen und zeichnet sich durch einen scharfen, reizenden Pflanzensaft sowie gelbe, sternförmige Blüten aus.[2][3] Während die Pflanze häufig als Zierbodendecker kultiviert wird, gilt sie in Teilen Nordamerikas als invasive Art, die heimische Flora in sensiblen Lebensräumen verdrängen kann.[1]

Gemeenschapsanalyse

OpenInsect
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Laatst op 14.04.2026
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Fakten (kompakt)

- Taxonomisch wird die Art der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales) und der Klasse der Magnoliopsida zugeordnet.[7] - Zu den bekannten Synonymen zählen *Sedum acre* var. *aureum*, *Sedum drucei*, *Sedum erectum* und *Sedum glaciale*. - Phylogenetische Studien verorten die Spezies im sogenannten Acre-Clade innerhalb der Tribus Sedeae. - Die Gattung *Sedum* ist mit etwa 420 bis 470 Arten die größte innerhalb der Familie der Dickblattgewächse. - Historisch wurde die Pflanze in der Volksmedizin aufgrund adstringierender und rubefazierender (hautrötender) Eigenschaften genutzt. - Die Winterhärte der Art entspricht den USDA-Klimazonen 4 bis 9. - Zum Spektrum der Bestäuber zählen neben Bienen und Fliegen explizit auch Schmetterlinge. - Das invasive Verbreitungsgebiet in Nordamerika schließt spezifisch den pazifischen Nordwesten ein.[7]

Name & Einordnung

Die Art *Sedum acre* L. gehört zur Gattung der Fetthennen (*Sedum*) in der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae).[4][1] Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte 1753 durch Carl von Linné in dessen Werk *Species Plantarum*.[4] Der Gattungsname *Sedum* leitet sich vom lateinischen Verb *sedeo* („sitzen“) ab und bezieht sich auf die niedrige, über Felsen und Untergründe kriechende Wuchsform der Pflanzen. Das Art-Epitheton *acre* entstammt ebenfalls dem Lateinischen, bedeutet „scharf“ oder „beißend“ und verweist auf den pfeffrigen Geschmack der Blätter, der durch den reizenden Pflanzensaft verursacht wird. Im deutschen Sprachraum wird die Art unter anderem als Buntsteinbrech bezeichnet, was auf das farbige Erscheinungsbild in felsigen Habitaten hindeutet. Englische Trivialnamen wie „goldmoss stonecrop“ oder „mossy stonecrop“ heben die moosartige Wuchsform sowie die goldgelben Blüten hervor, während „wallpepper“ (Mauerpfeffer) den scharfen Geschmack und den Standort an Mauern betont. Auch der französische Name „orpin âcre“ nimmt direkten Bezug auf die beißende Schärfe der Art.[1] Zu den historisch beschriebenen Synonymen zählen *Sedum drucei*, *Sedum erectum* und *Sedum glaciale*, die heute jedoch meist als ungültig betrachtet oder der Art untergeordnet werden.[4] Phylogenetische Studien verorten *Sedum acre* fest in der Acre-Klade innerhalb der Tribus Sedeae, während andere Gruppen der Gattung teilweise abgetrennt wurden.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Sedum acre* wächst als niedrige, teppichbildende und immergrüne Sukkulente, die typischerweise Wuchshöhen von 5 bis 12 cm erreicht.[1][2] Die Pflanze bildet dichte Matten durch kriechende Stängel und Ausläufer, die sich an den Knoten leicht bewurzeln und Breiten von 30 bis 60 cm einnehmen können.[1][3] Die Stängel sind sukkulent, im Querschnitt rund und oft verzweigt oder verworren.[6] Sterile Triebe bleiben mit 1 bis 3 cm kurz, während aufsteigende, blühende Abschnitte bis zu 15 cm lang werden können.[2] Die fleischigen Blätter sind zylindrisch bis leicht abgeflacht, 3 bis 7 mm lang und 1 bis 2 mm breit.[2][6] Sie sind wechselständig oder in dreizähligen Quirlen angeordnet und liegen dachziegelartig am Stängel an, was ihnen ein schuppenartiges Aussehen verleiht.[2] Die Grundfärbung der Blätter ist hell- bis leuchtend grün, entwickelt jedoch an sonnenexponierten Stellen oft rötliche Tönungen.[3] Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal ist der in den Blättern enthaltene Saft, der einen scharfen, pfeffrigen Geschmack aufweist.[1] Die endständigen Blütenstände bestehen aus kurz verzweigten Zymen, die meist 3 bis 6 Blüten tragen.[2] Die sternförmigen, leuchtend gelben Blüten besitzen einen Durchmesser von 8 bis 12 mm.[2][6] Sie bestehen aus fünf lanzettlichen Kronblättern von 5 bis 9 mm Länge und fünf grünen, länglich-eiförmigen Kelchblättern. Jede Blüte verfügt über zehn Staubblätter, die deutlich aus der Blüte ragen. Nach der Blütezeit entwickeln sich fünf vereinte, 4 bis 5 mm lange Balgfrüchte, die sich längs öffnen. Die darin enthaltenen Samen sind mit 0,4 bis 0,5 mm Länge sehr klein und zeigen eine netzartige oder papillöse Oberflächenstruktur.[2]

Beschreibung

*Sedum acre* ist eine ausdauernde, immergrüne Sukkulente aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae), die für ihren niedrigen, mattenbildenden Wuchs bekannt ist.[2][1] Im natürlichen Lebensraum bildet die Art dichte Teppiche aus kriechenden Stängeln, die an den Knoten wurzeln und sich horizontal über 60 cm oder mehr ausbreiten können, während sie nur Wuchshöhen von 5 bis 12 cm erreichen. Die kleinen, fleischigen Blätter sind hellgrün, konisch bis zylindrisch geformt und etwa 3 bis 7 mm lang.[2] Sie sind wechselständig oder in Quirlen angeordnet und liegen oft dachziegelartig übereinander, was den sterilen Trieben ein moosähnliches Aussehen verleiht.[1] Eine zentrale anatomische Anpassung ist der fakultative Crassulaceen-Säurestoffwechsel (CAM), bei dem die CO₂-Fixierung nachts erfolgt, um den Wasserverlust durch Transpiration zu minimieren.[2] Diese physiologische Eigenschaft ermöglicht der Pflanze das Überleben in extrem trockenen, nährstoffarmen Habitaten wie Felsspalten, Mauerkronen und Sanddünen.[1] Der Pflanzensaft besitzt einen charakteristischen scharfen, pfefferartigen Geschmack, auf den sich das Artepitheton *acre* (lateinisch für „beißend“) bezieht.[2] Dieser Saft dient als chemische Abwehr gegen Herbivoren, kann jedoch bei Berührung Hautreizungen verursachen.[1] In der generativen Phase von Juni bis August bildet *Sedum acre* sternförmige, leuchtend gelbe Blüten mit fünf lanzettlichen Kronblättern, die Insekten wie Bienen und Schmetterlinge anlocken. Im Entwicklungszyklus unterscheiden sich die Triebe deutlich: Sterile Sprosse bleiben mit 1 bis 3 cm kurz und gedrungen, während sich die blühenden Sprossachsen auf bis zu 15 cm strecken. Nach der Befruchtung entwickeln sich fünfteilige Balgfrüchte, die winzige Samen mit einer netzartigen Oberfläche freisetzen.[2] Neben der sexuellen Fortpflanzung vermehrt sich die Art aggressiv vegetativ durch abbrechende Sprossteile, die als Klone rasch neue Wurzeln schlagen.[1] Historisch wurde die Art bereits 1753 von Carl von Linné in den *Species Plantarum* beschrieben und wird taxonomisch der Acre-Klade innerhalb der Gattung *Sedum* zugeordnet. Im Vergleich zu verwandten Arten ist *Sedum acre* durch die Kombination aus gelben Blüten, rundlichen Blättern und dem spezifischen scharfen Geschmack eindeutig abgrenzbar. Zudem weist die Pflanze eine bemerkenswerte Salztoleranz auf, die ihr auch das Besiedeln von küstennahen Standorten ermöglicht.[2]

Verhalten

*Sedum acre* zeigt ein ausgeprägtes Ausbreitungsverhalten durch kriechende Stämme und Stolonen, die dichte, teppichartige Matten bilden.[1][3] Die vegetative Vermehrung erfolgt effizient über Sprossteile, die bei Bodenkontakt leicht Wurzeln schlagen, wodurch die Art als Pionierpflanze offene Habitate rasch besiedeln kann.[2][1] In Konkurrenzsituationen, besonders in nicht-heimischen Gebieten wie Nordamerika, verhält sich die Art aggressiv und verdrängt lokale Flora auf Alvar-Böden und in Küstenbereichen.[1][3] Physiologisch passt sich die Pflanze durch einen fakultativen Crassulaceen-Säurestoffwechsel (CAM) an Trockenstress an, indem die CO₂-Fixierung zur Minimierung der Transpiration nachts stattfindet.[1] Zur Abwehr von Herbivoren nutzt *Sedum acre* einen scharfen, giftigen Saft als chemische Verteidigung.[2] Aufgrund dieser Inhaltsstoffe wird die Pflanze von den meisten Fressfeinden wie Rehen und Kaninchen gemieden, wobei gelegentlich Vögel an den Knospen fressen. Die reproduktive Interaktion erfolgt über sternförmige Blüten, die durch Nektarangebot Bestäuber wie Bienen, Fliegen und Schmetterlinge anlocken.[1]

Ökologie

Als Pionierpflanze ist *Sedum acre* auf extrem nährstoffarme, trockene und gut durchlässige Standorte spezialisiert. Sie bevorzugt flachgründige Substrate wie Kalkstein, Sandstein oder Kies und gedeiht in einem pH-Bereich von 6,0 bis über 8,0.[1][2] Die Art besiedelt primär Felsspalten, Mauern, Sanddünen sowie gestörte Flächen, an denen die Konkurrenz durch höherwüchsige Vegetation fehlt.[2] Um in diesen harschen Mikroklimata zu überleben, nutzt die Pflanze einen fakultativen Crassulaceen-Säurestoffwechsel (CAM), bei dem die CO₂-Fixierung nachts erfolgt, um Wasserverluste durch Transpiration zu minimieren. Zusätzlich ermöglichen die sukkulenten Blätter die Wasserspeicherung, wodurch *Sedum acre* lange Dürreperioden und volle Sonneneinstrahlung übersteht. Aufgrund ausgeprägter Halophyten-Eigenschaften toleriert die Fetthenne auch salzhaltige Böden und maritime Einflüsse in Küstenregionen. In der Interaktion mit der Fauna fungieren die gelben Blüten als Nektar- und Pollenquelle, die im Frühsommer zahlreiche Insekten, insbesondere Bienen und Fliegen, anlocken.[1] Gegenüber Herbivoren ist *Sedum acre* durch einen scharfen, toxischen Pflanzensaft chemisch geschützt, weshalb sie von Rehen und Kaninchen weitgehend gemieden wird.[3] Lediglich Vögel wie Finken fressen gelegentlich an den Blütenknospen oder Stängeln. Während die Art in ungestörten Habitaten konkurrenzschwach ist, kann sie in offenen Fels- oder Sandlandschaften dichte Monokulturen bilden. In ihrem eingeführten Verbreitungsgebiet, etwa in Nordamerika, verhält sie sich teils invasiv und verdrängt die heimische Flora in sensiblen Ökosystemen wie Alvar-Kalksteinpflastern oder Küstenstränden.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

In Nordamerika wird *Sedum acre* als invasive Art eingestuft, die aggressive Bestände bildet und heimische Flora verdrängt.[1] Besonders in sensiblen Ökosystemen wie Alvar-Flächen, Küstenstränden und nativem Grasland stellt die dichte Teppichbildung eine ökologische Bedrohung dar.[6][2] Die Ausbreitung erfolgt rasant über Rhizome, Samen und kleinste Sprossteile, die bei Bodenkontakt leicht anwurzeln.[1][3] Der Pflanzensaft ist scharf und toxisch, was *Sedum acre* effektiv vor den meisten Herbivoren schützt.[1] Für den Menschen ist der Kontakt mit dem Saft potenziell gesundheitsschädlich, da er bei empfindlichen Personen Hautreizungen, Dermatitis oder Blasenbildung verursachen kann.[1][2] Obwohl junge Triebe essbar sind, führt übermäßiger Verzehr aufgrund enthaltener Alkaloide und der scharfen Inhaltsstoffe zu Erbrechen und Magenbeschwerden.[2] Zur Prävention wird empfohlen, die Art nicht in der Nähe gefährdeter Habitate zu pflanzen.[1] Da bereits abgetrennte Stängelfragmente zur vegetativen Vermehrung fähig sind, birgt eine unsachgemäße mechanische Entfernung das Risiko einer weiteren Verschleppung.[1][3] Die Art ist jedoch konkurrenzschwach gegenüber hochwüchsiger Vegetation und besiedelt bevorzugt gestörte, offene Flächen, wo sie Monokulturen bildet.[3] Trotz des invasiven Potenzials wird die Pflanze im Gartenbau zur Dachbegrünung und Erosionskontrolle an Hängen oder Mauern geschätzt. Während der Blütezeit dient sie zudem als wertvolle Nahrungsquelle für Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge.[1]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung von *Sedum acre* liegt primär im Gartenbausektor, wo die Art als pflegeleichter Bodendecker für Steingärten, Rasenalternativen und extensive Dachbegrünungen gehandelt wird.[1][3] Aufgrund ihrer hohen Trockenheitstoleranz und Anspruchslosigkeit ist die Pflanze ein geschätzter Bestandteil in der Bauwirtschaft für die Bepflanzung von Gründächern, die zur städtischen Regenwasserbewirtschaftung beitragen. Außerhalb des nativen Verbreitungsgebiets, insbesondere in Nordamerika, wird *Sedum acre* jedoch als invasive Art eingestuft, die in sensiblen Habitaten wie Alvar-Flächen und Küstendünen ökologische Schäden verursacht.[1] Durch die aggressive Verdrängung der lokalen Flora in Gebieten wie Neuengland und dem pazifischen Nordwesten entstehen Kosten im Naturschutzmanagement zur Erhaltung bedrohter Ökosysteme.[1][6] Die Art besiedelt als Pionierpflanze rasch gestörte Flächen, Straßenränder und altes Mauerwerk, gilt jedoch nicht als relevanter Schädling in der konventionellen Landwirtschaft.[3][1] Ein geringes gesundheitliches Risiko stellt der scharfe, toxische Pflanzensaft dar, der bei Hautkontakt Dermatitis auslösen kann, was die Eignung in stark frequentierten öffentlichen Bereichen einschränken kann.[2] In der pharmazeutischen Nische werden Extrakte und Tinkturen der Pflanze in der Homöopathie und Volksmedizin vertrieben, was einen kleinen Marktanteil darstellt.[2][3] Während keine quantifizierten Daten zu finanziellen Bekämpfungskosten vorliegen, steht der kommerzielle Nutzen im Zierpflanzenbau den ökologischen Folgekosten in Invasionsgebieten gegenüber.[1][2]

Biologie & Lebenszyklus

Sedum acre ist eine ausdauernde, immergrüne Sukkulente, die dichte, mattenartige Bestände bildet und Wuchshöhen von 5 bis 12 cm erreicht.[2][1] Die vegetativen Triebe sind dicht mit kleinen, fleischigen Blättern besetzt, die der Wasserspeicherung dienen und zylindrisch bis leicht abgeflacht geformt sind. Der Lebenszyklus ist durch eine Blütezeit von Juni bis August gekennzeichnet, wobei die Phänologie eng an die frühsommerlichen Bedingungen gemäßigter Klimazonen angepasst ist. Die Blütenstände bestehen aus kurzen Zymen mit typischerweise 3 bis 6 sternförmigen, gelben Blüten. Jede Blüte besitzt fünf 5 bis 9 mm lange Kronblätter und zehn Staubblätter, die Insekten ein attraktives Angebot bieten.[2] Obwohl die zwittrigen Blüten selbstkompatibel sind, erfolgt die Bestäubung primär durch Insekten wie Bienen und Fliegen.[2][6] Nach der Befruchtung entwickeln sich fünf verwachsene Balgfrüchte, die jeweils 4 bis 5 mm lang werden. Diese Früchte reißen bei Reife im Juli und August längs auf und geben zahlreiche winzige Samen frei. Die Samen sind lediglich 0,4 bis 0,5 mm lang und weisen eine retikulierte oder papillöse Oberflächenstruktur auf.[2] Ergänzend zur sexuellen Reproduktion spielt die vegetative Vermehrung eine dominante Rolle im Lebenszyklus. Kriechende Stängel und Stolonen bewurzeln leicht an den Nodien, wodurch sich die Pflanze teppichartig ausbreitet.[1] Selbst abgetrennte Sprossteile oder Blätter können bei Bodenkontakt neue Individuen hervorbringen. Diese Regenerationsfähigkeit erlaubt es Sedum acre, als Pionierpflanze offene, gestörte Habitate rasch zu besiedeln.[6] Physiologisch ist die Art durch den fakultativen Crassulaceen-Säurestoffwechsel (CAM) an Trockenstress angepasst. Hierbei erfolgt die CO₂-Fixierung überwiegend nachts, um den Wasserverlust durch Transpiration zu minimieren.[2] Die Pflanze gedeiht bevorzugt auf nährstoffarmen, skelettreichen Böden mit neutralem bis alkalischem pH-Wert (6,0–8,0).[1][3] Zudem weist sie eine hohe Salztoleranz auf, was ihr das Überleben in Küstendünen und auf salzhaltigen Substraten ermöglicht.[2][3] Chemische Abwehrmechanismen durch einen scharfen, alkaloidhaltigen Saft schützen Sedum acre effektiv vor den meisten Herbivoren.[2] Aufgrund dieser Toxizität wird die Pflanze von Rehen und Kaninchen weitgehend gemieden.[1] Gelegentlich wird jedoch geringfügiger Fraß an Blütenknospen oder Stängeln durch Vögel beobachtet.[2]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Sedum acre* umfasst weite Teile Eurasiens sowie Nordafrika.[4][2] In Europa erstreckt sich das Vorkommen von Skandinavien südwärts bis in den Mittelmeerraum und schließt den gesamten deutschsprachigen Raum ein.[4] Nach Osten reicht das Areal über den Kaukasus und die Türkei bis nach Sibirien, während im Westen auch Grönland zum nativen Spektrum zählt.[4][2] Als Neophyt wurde die Art durch den Zierpflanzenhandel im 18. und 19. Jahrhundert weltweit verbreitet und verwilderte anschließend aus der Kultur.[2] Heute finden sich eingebürgerte Populationen in Nordamerika, dem südlichen Südamerika (Chile, Argentinien), Japan, Neuseeland und Australien.[4][3] In Nordamerika ist die Pflanze inzwischen in über 40 US-Bundesstaaten und kanadischen Provinzen etabliert.[2] *Sedum acre* ist eine charakteristische Pionierpflanze, die vorzugsweise vollsonnige, trockene Standorte mit geringer Nährstoffverfügbarkeit besiedelt.[1] Zu den primären natürlichen Habitaten zählen Felsfluren, lückige Trockenrasen, Küstendünen und sandige Wiesen.[2][1] Die Art bevorzugt flachgründige, gut durchlässige Substrate auf Kalkstein, Sandstein oder Kies und toleriert pH-Werte im neutralen bis alkalischen Bereich. Dank ihrer Sukkulenz und des speziellen Säurestoffwechsels (CAM) übersteht sie lange Dürreperioden und weist zudem eine Toleranz gegenüber salzhaltigen Böden auf.[1] In anthropogen geprägten Lebensräumen wächst der Scharfe Mauerpfeffer häufig auf Mauerkronen, Kiesdächern, an Wegrändern sowie auf Schuttplätzen und Bahndämmen.[2][1] Die vertikale Verbreitung reicht dabei von der Ebene bis in subalpine Höhenlagen.[4] In einigen Einschleppungsgebieten, wie etwa auf Alvar-Böden in Nordamerika, tritt die Art invasiv auf und verdrängt die dortige native Vegetation.[1]

Saisonalität & Aktivität

Sedum acre ist eine immergrüne, ausdauernde Sukkulente, deren vegetative Pflanzenteile das ganze Jahr über sichtbar bleiben und nicht wie bei vielen Stauden im Winter einziehen. Die generative Aktivitätsphase konzentriert sich auf die Sommermonate, wobei die Blütezeit in gemäßigten Klimazonen von Juni bis August andauert. In diesem Zeitraum ziehen die nektarreichen, gelben Blüten bestäubende Insekten wie Bienen und Fliegen an. Die anschließende Samenreife und Fruchtausbildung findet unmittelbar folgend von Juli bis August statt. Physiologisch zeigt die Art eine ausgeprägte Tagesperiodik durch ihren fakultativen Crassulaceen-Säurestoffwechsel (CAM). Hierbei erfolgt die CO₂-Fixierung primär während der Nachtstunden, um die Spaltöffnungen tagsüber geschlossen zu halten und den Wasserverlust durch Transpiration zu minimieren. Diese metabolische Anpassung erlaubt *Sedum acre* eine hohe Vitalität auch unter heißen und trockenen Bedingungen. Als winterharte Pflanze toleriert sie Temperaturen bis in die USDA-Zone 3 und überdauert Kälteperioden mit ihrem sukkulenten Laub, sofern der Standort gut drainiert ist.[2] Ergänzend zu den biologischen Zyklen lässt sich ein erhöhtes öffentliches Suchinteresse im Mai und September beobachten, während die Aufmerksamkeit in den Wintermonaten Dezember und Januar deutlich abnimmt.[5]

Voorkomen en huidige waarnemingen in Duitsland

  • Innenstadt, 50 Köln, Deutschland

    21.01.2026

  • Niemcy

    20.01.2026

  • Solitüde - Flensburg, 24944 Flensburg, Deutschland

    14.01.2026

  • Reußenköge, 25 Reußenköge, Deutschland

    01.01.2026

  • Romantikgarten am Speicher, Bruchhauser Straße, Assinghausen, 59939 Olsberg, Germany

    30.12.2025

Daten: iNaturalist

Bronnen & Referenties

  1. https://www.missouribotanicalgarden.org/PlantFinder/PlantFinderDetails.aspx?taxonid=279378
  2. https://floranorthamerica.org/Sedum_acre
  3. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/sedum-acre/
  4. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:274996-1
  5. Internal Search Trends Data Analysis (2026)
  6. http://www.minnesotaseasons.com/Plants/goldmoss_stonecrop.html
  7. Literaturzusammenfassung: Sedum acre