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Lexicon-vermelding

aubergine Solanum melongena

aubergine

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde Solanales (Solanales)
Familie Solanaceae
Geslacht Solanum
Soort Solanum melongena
Wetenschappelijke naam Solanum melongena L.
Geaccepteerde naam

Einleitung

Die **Aubergine** (*Solanum melongena*), international auch als Eggplant oder Brinjal bekannt, ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).[1][2] Die ursprünglich in Asien domestizierte Art wird heute weltweit als bedeutendes Fruchtgemüse kultiviert und ist botanisch eng mit der Tomate (*Solanum lycopersicum*) sowie der Kartoffel (*Solanum tuberosum*) verwandt.[3][2] Ihre beerenartigen Früchte, die in Form und Farbe stark variieren, müssen aufgrund des Gehalts an Glycoalkaloiden wie Solanin vor dem Verzehr in der Regel gegart werden, um Bitterstoffe und Toxizität zu reduzieren.[1][2]

Gemeenschapsanalyse

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Laatst op 26.05.2026
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Fakten (kompakt)

- Die wilden Verwandten der Aubergine haben ihren evolutionären Ursprung vor etwa zwei Millionen Jahren im nordöstlichen Afrika. - Im Mittelalter wurde die Pflanze durch arabische Händler in Europa eingeführt, wo sie aufgrund ihrer Verwandtschaft zu giftigen Nachtschattengewächsen zunächst auf Misstrauen stieß. - China und Indien dominieren den globalen Anbau und stellen zusammen über 85 % der weltweiten Produktion. - Die landwirtschaftliche Nutzfläche für den Auberginenanbau umfasst weltweit mehr als 1,8 Millionen Hektar. - Mit etwa 25 Kalorien pro 100 Gramm ist die rohe Frucht sehr kalorienarm und besteht größtenteils aus Wasser. - Der Ballaststoffgehalt der Früchte liegt bei ungefähr 3 Gramm pro 100 Gramm. - In den violetten Varietäten ist das Antioxidans Nasunin enthalten, dem eine förderliche Wirkung auf die Zellgesundheit zugeschrieben wird. - Bitterkeit in unreifen oder überreifen Früchten wird durch natürliche Phenole verursacht, was traditionell durch das Einsalzen vor der Zubereitung gemildert wird. - Die Familie der Nachtschattengewächse (*Solanaceae*), zu der die Aubergine gehört, umfasst insgesamt etwa 2.700 Arten. - Taxonomisch wird die Art der Ordnung Solanales, der Unterklasse Asteridae und der Klasse Magnoliopsida zugeordnet.[8]

Name & Einordnung

Die Art wird wissenschaftlich als *Solanum melongena* L. geführt und gehört zur Gattung *Solanum* innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).[2][1] Phylogenetisch ordnet sie sich in die Altwelt-Klade der Gattung ein und steht in engster Verwandtschaft zum wilden Vorfahren *Solanum insanum*, aus dem die Domestikation in Asien erfolgte.[2][3] Der im Deutschen und Französischen gebräuchliche Name „Aubergine“ leitet sich über das katalanische *alberginia* vom arabischen *al-bādhinjān* ab.[2] Etymologisch lässt sich dieser Begriff weiter auf das persische *bādenjān* und ursprünglich das Sanskrit-Wort *vātigagama* zurückführen, was eine carminative (blähungswidrige) Wirkung impliziert.[2][4] Die englische Bezeichnung „eggplant“ entstand im Jahr 1763 und bezog sich ursprünglich auf kleine, weißfrüchtige Sorten, die optisch an Gänse- oder Hühnereier erinnerten. Im indischen Raum ist die Pflanze als „Brinjal“ oder *Baingan* bekannt, während sie im spanischen Sprachraum *Berenjena* genannt wird.[2] Historisch wurde die Frucht in Europa aufgrund ihrer botanischen Verwandtschaft zu giftigen Nachtschattengewächsen auch als „Tollapfel“ (italienisch *mela insana*) bezeichnet, da ihr Verzehr fälschlicherweise mit Wahnsinn assoziiert wurde.[4][3] Im Gegensatz zu neuweltlichen *Solanum*-Arten wie der Tomate stammen *Solanum melongena* und nahe Verwandte wie *Solanum incanum* primär aus Afrika und Asien.[5]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Solanum melongena wächst als krautige, mehrjährige Pflanze, die in der Landwirtschaft meist einjährig kultiviert wird und Wuchshöhen von 30 bis 150 cm erreicht. Unter günstigen Bedingungen können die aufrechten, verzweigten Stängel bis zu 200 cm hoch werden. Die Sprossachsen sind typischerweise mit sternförmigen Haaren (Pubeszenz) bedeckt und können, besonders bei wilden Verwandten, verstreute Stacheln aufweisen. Die wechselständigen, einfachen Laubblätter besitzen eine eiförmige bis elliptische Form und messen 7 bis 20 cm in der Länge sowie 4 bis 10 cm in der Breite. Ihre Ränder sind buchtig gezähnt bis flach gelappt, wobei beide Oberflächen eine sternförmige Behaarung zeigen. Die Blüten erscheinen in extra-axillären, scheinbar traubigen Blütenständen, die ein bis sechs Einzelblüten an 1 bis 2 cm langen Stielen tragen. Die radförmig-sternförmige Krone hat einen Durchmesser von 2 bis 3,5 cm und ist meist violett, seltener weiß gefärbt. Charakteristisch sind fünf ungleiche, bis zu 10 mm lange Staubblätter und ein fünflappiger Kelch mit linealisch-lanzettlichen Lappen, der sich während der Fruchtreife vergrößert. Die Pflanzen sind andromonözisch und heterostyl, besitzen also unterschiedliche Griffellängen innerhalb der Blütenstände. Die Frucht ist eine hängende, kahle und glänzende Beere, die in ihrer Form von eiförmig bis stark länglich variiert. Während Wildformen oft klein und rund sind, erreichen kultivierte Früchte Längen von 3 bis über 20 cm. Die Färbung reicht von dem bekannten Tiefviolett über Weiß, Gelb und Grün bis hin zu gestreiften Mustern. Im Inneren umschließt das Perikarp ein schwammiges, weißes Fruchtfleisch mit zahlreichen abgeflachten, gelblich-braunen Samen von 2 bis 3 mm Länge.[1] Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu wilden Vorfahren wie *Solanum insanum* ist die durch Domestikation reduzierte Bestachelung, die genetisch durch einen Locus auf Chromosom 6 kontrolliert wird.[2] Zudem enthalten die Früchte der Kulturformen weniger bittere Glykoalkaloide als die oft toxischen Beeren wilder Verwandter.[1] Verwandte Arten wie *Solanum torvum* unterscheiden sich morphologisch oft durch stärkere Bedornung und dienen primär als Resistenzquellen in der Züchtung.[5]

Beschreibung

Die Aubergine (*Solanum melongena*) ist eine krautige, mehrjährige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse (*Solanaceae*), die in gemäßigten Klimazonen meist als einjährige Kulturpflanze angebaut wird.[1] Im natürlichen Habitat und im Feldanbau erreicht die Art Wuchshöhen von 30 bis 150 cm, wobei die aufrechten, verzweigten Stängel im Alter oft verholzen.[3] Ein charakteristisches mikroskopisches Erkennungsmerkmal ist die dichte Behaarung der vegetativen Teile mit sternförmigen (stellaten) Trichomen, die dem Schutz vor Wasserverlust und Fraßfeinden dienen.[1] Die wechselständigen, eiförmigen bis elliptischen Blätter weisen einen geschweift-gezähnten Rand auf und können bis zu 20 cm lang werden.[2] Anatomisch auffällig ist die Andromonözie der Art, bei der sowohl zwittrige als auch rein männliche Blüten auf demselben Individuum vorkommen, was die reproduktive Strategie der Pflanze prägt.[3] Die Blütenstände sind extra-axillär angeordnet und tragen violette bis weiße, radförmige Kronen mit einem Durchmesser von 2 bis 3,5 cm.[2] Eine funktionale Besonderheit ist die Heterostylie, bei der die Griffellänge variiert und die Befruchtungswahrscheinlichkeit maßgeblich beeinflusst.[3] Die als Gemüse genutzte Frucht ist botanisch eine hängende, glänzende Beere, deren Form von kugelig bis keulenförmig und deren Farbe von Schwarzlila bis Weiß oder Grün reicht.[1] Im Inneren umschließt das schwammige, weiße Fruchtfleisch zahlreiche kleine, gelb-braune Samen, die fest in das Plazentagewebe eingebettet sind. Im Gegensatz zu den neuweltlichen Verwandten wie Tomate (*Solanum lycopersicum*) und Kartoffel (*Solanum tuberosum*) stammt die Aubergine aus der Alten Welt, wobei *Solanum insanum* als direkter wilder Vorfahre in Asien gilt.[2] Während Wildformen oft stark bestachelt sind und bittere Früchte tragen, führte die Domestikation zu einer signifikanten Reduktion der Stacheln und des Solaningehalts. Genetische Analysen zeigen, dass der Verlust der Stacheligkeit durch einen Hauptlocus auf Chromosom 6 gesteuert wird, was ein zentrales Merkmal der Kulturformen darstellt. Die Pflanze produziert in grünen Teilen Steroidalkaloide wie Solasonin, die als chemische Abwehr gegen Herbivoren fungieren, in reifen Früchten jedoch stark reduziert sind.[3] In der modernen Landwirtschaft existieren gentechnisch veränderte Varianten, die das Cry1Ac-Protein exprimieren, um spezifisch gegen Larven des Fruchtbohrers (*Leucinodes orbonalis*) resistent zu sein.[1] Historisch wurde die Art in Europa zunächst als "Tollapfel" bezeichnet und wegen vermuteter Toxizität eher als Zierpflanze denn als Nahrungsmittel betrachtet.[4] Die Wurzeln reagieren empfindlich auf Staunässe und bodenbürtige Krankheiten, weshalb Veredelungen auf resistentere *Solanum*-Arten wie *Solanum torvum* zur Ertragssteigerung eingesetzt werden.[5]

Verhalten

Als sessiler Organismus zeigt *Solanum melongena* kein aktives Fortbewegungsverhalten, sondern reagiert durch Wachstumsanpassungen und physiologische Mechanismen auf Umweltreize.[1] Zur physischen Abwehr von Herbivoren verfügen Wildformen und manche Kultursorten über Stacheln an Stängeln und Kelchen sowie eine dichte Behaarung aus sternförmigen Trichomen.[5][3] Chemisch schützt sich die Pflanze durch die Einlagerung von steroidalen Glykoalkaloiden wie Solanin und Solamargin, die besonders in Blättern und unreifen Früchten konzentriert sind.[3] Diese Sekundärmetabolite wirken als natürliche Fraßgifte, die Zellmembranen schädigen und bei Fressfeinden neurologische Störungen verursachen können. Im Zuge der Domestikation wurde dieses chemische Abwehrverhalten durch menschliche Selektion zugunsten der Essbarkeit stark reduziert, was moderne Kultursorten anfälliger für Schädlinge macht. Im Bereich der Fortpflanzung zeigt die Art Andromonözie und Heterostylie, indem sie sowohl männliche als auch zwittrige Blüten mit unterschiedlichen Griffellängen ausbildet, um die Bestäubung zu regulieren. Obwohl die Pflanze primär selbstbestäubend ist, ermöglicht dieses Blühverhalten eine fakultative Interaktion mit Insekten, was in Feldstudien zu Fremdbestäubungsraten von 0,1 bis 2 % führt. Aufgrund der reduzierten natürlichen Abwehrmechanismen interagiert die Pflanze stark mit spezialisierten Schädlingen wie dem Fruchtbohrer (*Leucinodes orbonalis*), der ohne Schutzmaßnahmen bis zu 70 % der Ernte vernichten kann. Physiologisch reagiert die Aubergine empfindlich auf Kältereize unter 15 °C mit Stoffwechselstörungen, zeigt jedoch unter Hitzestress durch Transpirationsregulation eine hohe Anpassungsfähigkeit.[2]

Ökologie

Als wärmeliebende Art besetzt *Solanum melongena* eine ökologische Nische in tropischen bis subtropischen Klimazonen und benötigt für optimales vegetatives Wachstum Temperaturen zwischen 21 °C und 30 °C.[1] Die Pflanze reagiert empfindlich auf Mikroklima-Veränderungen, insbesondere Kältestress unter 15 °C, welcher physiologische Prozesse hemmt, sowie auf Staunässe, weshalb gut durchlässige, sandige Lehmböden bevorzugt werden.[2][1] Im Nahrungsnetz fungiert die Aubergine als Primärproduzent und Wirtspflanze für diverse spezialisierte Herbivoren, darunter den Frucht- und Triebbohrer (*Leucinodes orbonalis*), dessen Larven Stängel und Früchte minieren. Zu den weiteren bedeutenden Konsumenten zählen saugende Insekten wie Blattläuse (*Aphis* spp.), die als Vektoren für Viruserkrankungen dienen, sowie defoliierende Erdflöhe (*Epitrix* spp.).[3] Diese Schädlingspopulationen werden in intakten Ökosystemen durch natürliche Feinde reguliert, zu denen Prädatoren wie Marienkäfer und parasitische Wespen gehören, die spezifisch Larvenstadien parasitieren. Im Wurzelraum steht *Solanum melongena* in Konkurrenz und Interaktion mit bodenbürtigen Pathogenen wie *Ralstonia solanacearum* (Bakterienwelke) und Wurzelgallennematoden (*Meloidogyne* spp.), wobei wilde Verwandte wie *Solanum torvum* oft resistenter sind und als Unterlagen genutzt werden.[5][2] Die Reproduktionsbiologie ist durch Andromonözie und Heterostylie gekennzeichnet, wobei in sympatrischen Vorkommen mit wilden Verwandten wie *Solanum insanum* ein Genfluss durch bestäubende Insekten mit Hybridisierungsraten von 0,1 bis 2 % stattfinden kann.[3][5] Biotechnologische Ansätze nutzen das *Cry1Ac*-Toxin von *Bacillus thuringiensis*, um spezifisch Lepidopteren abzutöten, ohne Nicht-Ziel-Organismen im Ökosystem signifikant zu beeinträchtigen, was den Einsatz von Breitspektrum-Insektiziden reduziert.[2][4]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Als landwirtschaftliche Kultur ist *Solanum melongena* kein Schädling, sondern Wirt für ökonomisch bedeutende Pathogene, die ohne Management Ertragsverluste von bis zu 70 % verursachen können.[4][2] Der destruktivste Schädling ist der Frucht- und Sprossbohrer (*Leucinodes orbonalis*), dessen Larven Stängel und Früchte durchbohren, was zu Welke und innerer Gewebezerstörung führt.[2] Kritische bodenbürtige Erkrankungen sind die Bakterienwelke (*Ralstonia solanacearum*) und die Verticillium-Welke, die durch Verstopfung der Gefäßbahnen zum plötzlichen Pflanzenkollaps führen. In gesundheitlicher Hinsicht enthalten unreife Früchte und vegetative Teile Steroidglykoalkaloide wie Solanin, die in akuten Dosen über 1–3 mg/kg Körpergewicht toxisch wirken können, während reife Früchte meist unbedenklich sind.[3] IgE-vermittelte Allergien treten selten auf (Prävalenz ca. 0,8 %) und sind oft mit Kreuzreaktionen auf Pollen oder andere Nachtschattengewächse assoziiert. Präventive Maßnahmen basieren primär auf einer Fruchtfolge von zwei bis drei Jahren mit nicht-solanaceen Kulturen, um Pathogenzyklen im Boden zu unterbrechen.[3] Die Veredelung auf resistente Unterlagen, etwa interspezifische Hybriden mit *Solanum torvum*, unterdrückt effektiv den Befall durch Bakterienwelke und Nematoden. Im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes (IPM) werden biologische Kontrollen eingesetzt, wie die Förderung von Marienkäfern gegen Blattläuse (*Aphis* spp.) oder die Freisetzung parasitischer Wespen.[3] Biotechnologische Ansätze wie Bt-Auberginen, die das *Cry1Ac*-Toxin exprimieren, bieten eine spezifische Resistenz gegen den Sprossbohrer und reduzierten in Anbauregionen wie Bangladesch den Pestizideinsatz um über 37 %.[2][1] Nach der Ernte reagieren die Früchte empfindlich auf Temperaturen unter 10 °C, was sich durch Kälteschäden wie Lochfraß (Pitting) und epidermale Bräunung äußert.[6]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Aubergine (*Solanum melongena*) stellt mit einer globalen Jahresproduktion von über 59 Millionen Tonnen ein wichtiges Wirtschaftsgut dar, dessen Erträge jedoch stark durch biotische Stressfaktoren gefährdet sind.[7] Besonders der Frucht- und Triebbohrer (*Leucinodes orbonalis*) verursacht massive ökonomische Schäden und kann ohne Gegenmaßnahmen bis zu 70 % der konventionellen Ernte vernichten. Zusätzlich führen Pathogene wie die Bakterienwelke (*Ralstonia solanacearum*) und die Verticillium-Welke in feuchtwarmen Anbaugebieten zu Ertragsausfällen von 50 bis 70 %. Feldstudien zeigen, dass unbehandelte Schädlingspopulationen die Fruchtmenge pro Pflanze durchschnittlich um 40 % reduzieren.[2] Zur Minderung dieser Verluste kommen kostenintensive chemische Bekämpfungsstrategien oder resistente Züchtungen zum Einsatz, wobei Patente für transgene Varianten existieren, die das Cry1Ac-Toxin gegen Insektenlarven exprimieren.[1] In Bangladesch führte die Einführung solcher Bt-Auberginen zu einer Reduktion der Pestizidanwendungen um bis zu 51 %, was die Produktionskosten um 31 % senkte und die Nettoeinnahmen der Landwirte um 128 % steigerte. Neben den Verlusten auf dem Feld stellen Nachernteverluste ein signifikantes wirtschaftliches Problem dar, das in Regionen mit unzureichenden Kühlketten bis zu 28 % der Ware betrifft.[2] Aufgrund der hohen Verderblichkeit und logistischer Hürden ist der globale Exportanteil gering, sodass Hauptproduzenten wie China und Indien fast ihre gesamte Ernte im Binnenmarkt verwerten.[7]

Biologie & Lebenszyklus

Solanum melongena wächst als krautige, mehrjährige Pflanze, wird jedoch in der Landwirtschaft überwiegend als einjährige Kultur geführt. Die Wuchshöhe variiert je nach Umweltbedingungen und Sorte zwischen 30 und 150 cm, wobei die Stängel oft sternförmig behaart sind. Die Fortpflanzung erfolgt über andromonözische und heterostyle Blüten, die einzeln oder in kleinen Gruppen von bis zu sechs Blüten stehen. Diese sternförmigen, violetten oder weißen Blüten besitzen einen Durchmesser von 2 bis 3,5 cm und entwickeln sich nach der Bestäubung zu hängenden Beerenfrüchten. Der Fruchtansatz und die Pollenvitalität sind stark temperaturabhängig, wobei das physiologische Optimum für das Wachstum zwischen 21 °C und 30 °C liegt. Temperaturen unter 18 °C beeinträchtigen die Fertilität erheblich, während Werte unter 15 °C physiologischen Kältestress auslösen können.[1] Die Entwicklungsdauer der Früchte bis zur Erntereife beträgt je nach Temperatur und Sorte etwa 10 bis 40 Tage nach der Blüte. Als nicht-klimakterische Frucht produziert die Aubergine nur geringe Mengen an eigenem Ethylen und reift nach der Ernte nicht signifikant nach.[6] Für das vegetative Wachstum benötigen die Pflanzen stickstoffreiche Substrate, während in der reproduktiven Phase Phosphor und Kalium für die Fruchtqualität entscheidend sind. Bevorzugt werden gut durchlässige, sandige Lehmböden mit einem pH-Wert von 5,5 bis 7,0 und einer konstanten Bodenfeuchtigkeit. Wassermangel unter 60 % der Feldkapazität führt zu einer signifikanten Reduktion der Fruchtgröße.[1] Ein wesentlicher biotischer Stressfaktor ist der Frucht- und Sprossbohrer (*Leucinodes orbonalis*), dessen Larvenstadien sich in das Pflanzengewebe bohren und Welke sowie Fruchtschäden verursachen.[3] Ohne Schutzmaßnahmen können diese Schädlinge Ernteverluste von bis zu 70 % bewirken. Weitere natürliche Feinde sind Blattläuse (*Aphis* spp.) und Erdflöhe (*Epitrix* spp.), die vor allem junge Blätter schädigen.[3] Zur biologischen Abwehr wurden transgene Linien entwickelt, die das Protein Cry1Ac aus *Bacillus thuringiensis* exprimieren und spezifisch gegen Lepidoptera-Larven wirken.[5][1] Zudem werden Auberginen häufig auf resistente Unterlagen verwandter *Solanum*-Arten oder interspezifischer Hybriden veredelt, um Toleranzen gegen Bodenkrankheiten wie die Bakterienwelke zu erhöhen.[2]

Vorkommen & Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der wilden Vorfahren der Aubergine liegt im nordöstlichen Afrika, von wo aus sich die Klade während des Pleistozäns ins tropische Asien ausbreitete.[2][3] Der direkte wilde Vorläufer *Solanum insanum* ist in Asien beheimatet, wo auch die Domestizierung, insbesondere auf dem indischen Subkontinent und in Südostasien, stattfand.[3][5] Heute wird *Solanum melongena* weltweit in tropischen, subtropischen und gemäßigten Zonen angebaut, wobei der Verbreitungsschwerpunkt weiterhin in Asien liegt, das über 90 % der globalen Produktion stellt.[7] Als wärmeliebende Pflanze besiedelt die Art vorzugsweise Habitate mit durchschnittlichen Tagestemperaturen zwischen 21 °C und 30 °C und benötigt volle Sonneneinstrahlung für optimales Wachstum.[1] In den Mittelmeerraum und nach Europa gelangte die Spezies im 7. und 8. Jahrhundert über arabische Handelsrouten, wobei sie sich zunächst in Spanien etablierte.[2] In gemäßigten Breiten wie Mitteleuropa wird die Pflanze typischerweise einjährig kultiviert. Aufgrund ihrer Kälteempfindlichkeit, die bereits bei Temperaturen unter 10 °C zu physiologischen Schäden führt, ist sie in kühleren Regionen oft auf geschützte Standorte wie Gewächshäuser oder Folientunnel angewiesen. Bevorzugte Böden sind gut durchlässige, fruchtbare sandige Lehme, die Staunässe verhindern und eine effiziente Nährstoffaufnahme ermöglichen.[1] Die Verbreitung weitete sich im 16. Jahrhundert durch portugiesische und spanische Entdecker auf den amerikanischen Kontinent aus, mit frühen Nachweisen in Brasilien und Mexiko. In den Vereinigten Staaten konzentriert sich der kommerzielle Anbau heute auf wärmere Bundesstaaten wie Kalifornien und Florida.[2] Obwohl *Solanum melongena* primär als Kulturpflanze verbreitet ist, können in Diversitätszentren Verwilderungen durch Genfluss mit wilden Verwandten auftreten.[3] Aggregierte Beobachtungsdaten bestätigen das Vorkommen der Art fast ausschließlich in landwirtschaftlich genutzten Flächen und Siedlungsbereichen weltweit.[2]

Saisonalität & Aktivität

Solanum melongena ist biologisch eine ausdauernde, krautige Pflanze, wird jedoch in gemäßigten Klimazonen aufgrund ihrer fehlenden Frosthärte überwiegend als einjährige Kultur angebaut. Die physiologische Aktivität ist stark temperaturabhängig und erfordert für ein optimales vegetatives Wachstum Tagestemperaturen zwischen 21 °C und 30 °C. Volle Sonneneinstrahlung ist für die Entwicklung essenziell, wobei nächtliche Tiefstwerte idealerweise nicht unter 15 °C fallen sollten, um metabolischen Kältestress zu vermeiden.[1] Bereits Temperaturen unter 18 °C beeinträchtigen die Pollenvitalität und den Fruchtansatz signifikant.[2] Werte unter 10 °C führen zu physiologischen Schäden wie Lochfraß und Verbräunungen, weshalb eine Überwinterung im Freiland in kühleren Breiten ausgeschlossen ist.[6] Die Auspflanzung erfolgt daher typischerweise erst 2 bis 4 Wochen nach dem letzten Frost, sobald die Bodentemperatur 15 °C bis 21 °C erreicht hat.[1] Die reproduktive Phase ist durch die Bildung andromonözischer Blüten gekennzeichnet.[6] Je nach Sorte und Umweltbedingungen entwickeln sich die Früchte innerhalb von 10 bis 40 Tagen nach der Blüte zur Erntereife.[1] Da die Aubergine zu den nicht-klimakterischen Früchten zählt, zeigt sie nach der Ernte nur eine minimale Ethylenproduktion und reift nicht nach.[6] Diese phänologische Entwicklung führt zu einer Hauptverfügbarkeit im Hochsommer, was sich auch in einem erhöhten öffentlichen Interesse in den Monaten Juli und August widerspiegelt.[1]

Wetenschappelijk onderzoek en patenten

CN-110066326-A Biological Onbekend

Regulierung des Salzkresse-Transkriptionsfaktors EsMYB41 und dessen kodierendes Gen fuer die Anthocyan-Synthese

University of Shandong (2019)

Relevantie: 6/10

Samenvatting

Dieses Patent befasst sich mit der genetischen Modifikation zur Steigerung der Anthocyan-Produktion in Pflanzen wie der Aubergine. Durch die Überexpression des Faktors EsMYB41 wird der Gehalt an Antioxidantien erhöht. Dies führt zu einer verbesserten Stressresistenz der Pflanze gegen Salz und oxidative Schäden.

EP-1989313-B1 Biological Toegekend

Transgene Aubergine (Solanum melongena), die das Cry1Ac-Gen exprimiert

Maharashtra Hybrid Seeds Company Ltd. Mahyco (2007)

Relevantie: 9/10

Samenvatting

Das Patent schützt eine gentechnisch veränderte Aubergine, die das Bt-Toxin (Cry1Ac) produziert. Dies ist eine direkte Methode zur biologischen Schädlingsbekämpfung, da die Pflanze selbst resistent gegen spezifische Insektenlarven (Frucht- und Sprossbohrer) wird. Es ist hochrelevant für den Pflanzenschutz.

US-6072105-A Biological Toegekend

Insektenresistente transgene Aubergine und Herstellungsverfahren

University of Rutgers (1997)

Relevantie: 9/10

Samenvatting

Dieses Patent beschreibt transgene Auberginen, die spezifisch gegen den Kartoffelkäfer resistent sind. Es beinhaltet Methoden zur Geweberegeneration und Transformation mittels Agrobacterium. Dies ist eine direkte, praktisch anwendbare Methode zur Schädlingsbekämpfung durch Resistenzzüchtung.

Bronnen & Referenties

  1. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/solanum-melongena/
  2. https://www.gbif.org/species/2930617
  3. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2712397/
  4. https://madeinitalymall.wordpress.com/2014/03/06/fascinating-etymology-of-eggplant-and-melanzana/
  5. https://www.nhm.ac.uk/discover/news/2018/august/tracing-the-evolution-of-the-aubergine.html
  6. https://postharvest.ucdavis.edu/produce-facts-sheets/eggplant
  7. https://worldpopulationreview.com/country-rankings/eggplant-production-by-country
  8. Literaturzusammenfassung: Eggplant