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Lexicon-vermelding

Stevia Stevia rebaudiana

Stevia

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde Asterales (Asterales)
Familie Asteraceae
Geslacht Stevia
Soort Stevia rebaudiana
Wetenschappelijke naam Stevia rebaudiana (Bertoni) Bertoni
Geaccepteerde naam

Einleitung

*Stevia rebaudiana*, auch bekannt als Stevia, ist eine kleine, ausdauernde Strauchart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie stammt aus den subtropischen Regionen Südamerikas, insbesondere aus Paraguay und Brasilien. Die Pflanze ist bekannt für ihre Blätter, die hohe Konzentrationen an Steviolglykosiden enthalten, nicht-kalorische, süße Verbindungen, die als natürlicher Zuckerersatz dienen.[1]

Fakten (kompakt)

- *Stevia rebaudiana* gehört zum Reich der Pflanzen (Plantae), Abteilung Streptophyta, Klasse Magnoliopsida, Ordnung Asterales, Familie Asteraceae, Tribus Eupatorieae, Subtribus Steviinae und Gattung *Stevia*. - Die Gattung *Stevia* zeichnet sich durch ihre Vielfalt innerhalb der Familie der Korbblütler aus, wobei die Arten oft strauchartige oder krautige Wuchsformen aufweisen, die an Hochlandumgebungen angepasst sind. - Das akzeptierte binomische Nomen ist *Stevia rebaudiana* (Bertoni) Hemsl., das 1917 auf der Grundlage früherer Beschreibungen festgelegt wurde, wobei wichtige Synonyme *Eupatorium rebaudianum* Bertoni (1899) und *Stevia rebaudiana* (Bertoni) Bertoni (1905) sind.[2] - *S. rebaudiana* unterscheidet sich von ihren Artgenossen im Subtribus Steviinae durch ihre diploide Chromosomenzahl von 2n=22, einen Karyotyp mit überwiegend metazentrischen Chromosomen (8m + 2sm + 1st) und relativ kurze Chromosomenlängen im Bereich von 1,1 bis 3,1 μm. - Sicherheitsstudien zeigen keine bestätigte Genotoxizität oder Karzinogenität beim Menschen und keine signifikante Allergenität bei empfohlenen Dosen für gereinigte Extrakte.[2] - Die Blätter haben auch einen Nährwert und enthalten Vitamine wie Vitamin C (ca. 15 mg/100 g), Proteine und Lipide.[2] - Pharmakologische Forschungsergebnisse belegen bemerkenswerte gesundheitliche Vorteile von *S. rebaudiana*, darunter antidiabetische Wirkungen, die den Blutzuckerspiegel in Tiermodellen um bis zu 73 % senken können, blutdrucksenkende Eigenschaften, antioxidative Aktivität durch phenolische Verbindungen und potenzielle entzündungshemmende und krebsbekämpfende Wirkungen, einschließlich neuerer Erkenntnisse über fermentierte Extrakte gegen Bauchspeicheldrüsenkrebszellen. - Die FDA (2008) und die EFSA (2011) haben Extrakte aus *Stevia rebaudiana* als sichere Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen, mit einer akzeptablen täglichen Aufnahmemenge von 4 mg Stevioläquivalenten pro kg Körpergewicht.[2]

Name & Einordnung

*Stevia rebaudiana* ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die gültige wissenschaftliche Bezeichnung ist *Stevia rebaudiana* (Bertoni) Bertoni. Sie wurde 1905 von Moisés Santiago Bertoni formell benannt. Zuvor wurde sie 1899 als *Eupatorium rebaudianum* von Bertoni erstbeschrieben. Ein weiteres Synonym ist *Stevia rebaudiana* (Bertoni) Hemsl., das 1917 etabliert wurde. Die Art gehört zur Gattung *Stevia*, die etwa 230 Arten von Kräutern und Sträuchern umfasst, die hauptsächlich in den subtropischen und tropischen Regionen Amerikas beheimatet sind.[1] Der Gattungsname *Stevia* ehrt den spanischen Botaniker und Arzt Petrus Jacobus Stevus (Pedro Jaime Esteve) (ca. 1500–1556)[keine Quelle gefunden]. *Stevia rebaudiana* ist bekannt für ihre Blätter, die hohe Konzentrationen an Steviolglykosiden enthalten. Diese nicht-kalorischen, süßen Verbindungen, wie Steviosid und Rebaudiosid A, sind um ein Vielfaches süßer als Zucker. Indigene Völker, darunter die Guarani in Paraguay und Brasilien, verwenden die getrockneten Blätter traditionell, um bittere Kräutertees zu süßen und für medizinische Zwecke. Die Guarani nennen die Pflanze "ka'a he'ê" oder "kaa-he'ê", was so viel bedeutet wie "süßes Kraut".[1] Im Deutschen ist die Pflanze auch als Süßkraut oder Honigkraut bekannt[keine Quelle gefunden].

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Stevia rebaudiana*, auch bekannt als Stevia, ist ein kleiner, ausdauernder Strauch. Er gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Pflanze erreicht typischerweise eine Höhe von 0,5 bis 1,0 Meter. Wilde Sorten sind mit 0,3 bis 0,8 Metern kompakter. Kultivierte Sorten können durch Züchtung etwas größer werden. Die Stängel sind aufrecht, schlank und verzweigt. Das Wurzelsystem ist faserig und flach. Die Blätter sind gegenständig angeordnet. Sie sind einfach, lanzettlich bis elliptisch geformt. Die Blätter messen 3 bis 7 cm in der Länge und 1 bis 3 cm in der Breite. Sie haben leicht gesägte Ränder und eine deutliche Mittelrippe. Die Blattoberfläche ist glatt und wachsartig, um den Wasserverlust zu minimieren. Glanduläre Trichome bedecken die Blätter und sondern die charakteristischen süßen Verbindungen ab. Die Blätter sind hellgrün und haben eine papierartige Textur. Die kleinen, weißen Blüten sind etwa 5 bis 6 mm im Durchmesser. Sie haben röhrenförmige Blütenkronen mit einem blass-violetten Schlund. Die Blüten sind in losen Schirmtrauben oder kleinen Köpfchen von 2 bis 6 Blüten angeordnet. Die Blütezeit liegt im Sommer, typischerweise von Juli bis August in gemäßigten Regionen. Die daraus resultierenden Achänen sind klein, trocken und nicht öffnend. Sie sind mit einem federartigen Pappus versehen, der die Ausbreitung durch den Wind unterstützt.[1]

Beschreibung

*Stevia rebaudiana*, allgemein als Stevia bekannt, ist ein kleiner, ausdauernder Strauch aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Art stammt aus den subtropischen Regionen Südamerikas, insbesondere aus Paraguay und Brasilien. Dort erreicht sie eine Höhe von bis zu 80 cm und zeichnet sich durch gesägte Blätter und kleine, weiße Blüten aus. Die Pflanze ist bekannt für ihre Blätter, die hohe Konzentrationen an Steviolglycosiden enthalten. Diese nicht-kalorischen, süßen Verbindungen, wie Steviosid (4–13 %) und Rebaudiosid A (2–4 %), sind 150–450-mal süßer als Saccharose.[1] Indigene Völker, darunter die Guarani in Paraguay, verwenden traditionell die getrockneten Blätter von *S. rebaudiana*, um bittere Kräutertees wie Yerba Mate zu süßen. Sie nutzen die Pflanze auch für medizinische Zwecke, beispielsweise zur Behandlung von Diabetes und Verdauungsproblemen. Heutzutage wird die Pflanze in Ländern wie Japan, China, den Vereinigten Staaten sowie Teilen Europas und Asiens angebaut, um die weltweite Nachfrage nach ihren Extrakten zu decken. Diese Extrakte sind von Aufsichtsbehörden wie der FDA (2008) und der EFSA (2011) als sichere Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen. Die akzeptable tägliche Aufnahmemenge beträgt 4 mg Stevioläquivalente pro kg Körpergewicht.[1] Neben ihrer Rolle als Süßstoff weist *S. rebaudiana* bemerkenswerte gesundheitliche Vorteile auf, die durch pharmakologische Forschung belegt sind. Dazu gehören antidiabetische Wirkungen, die den Blutzuckerspiegel in Tiermodellen um bis zu 73 % senken können, blutdrucksenkende Eigenschaften, antioxidative Aktivität durch phenolische Verbindungen sowie potenzielle entzündungshemmende und Antikrebs-Wirkungen.[1] Die Blätter liefern auch Nährwerte, darunter Vitamin C (ca. 15 mg/100 g), Proteine und Lipide. Das Hauptinteresse gilt jedoch gereinigten Glykosiden und nicht dem Konsum ganzer Blätter. Sicherheitsstudien zeigen keine bestätigte Genotoxizität oder Karzinogenität beim Menschen und keine signifikante Allergenität bei empfohlenen Dosen für gereinigte Extrakte. Es werden hochreine Extrakte bevorzugt, um potenziell bittere Nachgeschmäcker von Rohpräparaten zu vermeiden. *Stevia rebaudiana* ist durch einen aufrechten oder halbliegenden Wuchs mit krautigem Oberwuchs und einer holzigen Basis gekennzeichnet. Sie erreicht typischerweise eine Höhe von 0,5 bis 1,0 Metern. Wilde Sorten sind mit 0,3 bis 0,8 Metern kompakter, während kultivierte Sorten durch selektive Züchtung für eine erhöhte Biomasse etwas größer werden können. Die Stängel sind aufrecht, schlank und verzweigt, oft mit mehreren Seitenästen, die das Laub tragen. Das Wurzelsystem ist faserig und flach, was die Anpassung an die subtropische Heimat erleichtert. Die Blätter sind gegenständig, einfach und lanzettlich bis elliptisch, 3 bis 7 cm lang und 1 bis 3 cm breit, mit leicht gesägten Rändern und einer ausgeprägten Mittelrippe. Sie haben eine glatte, wachsartige Oberfläche, die den Wasserverlust minimiert, und sind mit Drüsenhaaren bedeckt, die die charakteristischen süßen Verbindungen der Pflanze absondern. Diese Blätter sind hellgrün und von papierartiger Textur. Die Pflanze produziert kleine weiße Blüten mit einem Durchmesser von etwa 5 bis 6 mm, mit röhrenförmigen Blütenkronen und einem blassvioletten Schlund, die in losen Schirmtrauben oder kleinen Köpfchen von 2 bis 6 Blüten angeordnet sind. Die Blütezeit liegt im Sommer, typischerweise von Juli bis August in gemäßigten Regionen. Daraus entwickeln sich Achänenfrüchte, die klein, trocken, nicht aufspringend und mit einem federartigen Pappus zur Windausbreitung versehen sind.[1] Als Kurztagpflanze mit hoher Photoperiodenempfindlichkeit zeigt *S. rebaudiana* eine obligate Blüte unter Tageslängen von weniger als 12 bis 13 Stunden, was ihr vegetatives Wachstum und ihren Fortpflanzungszyklus beeinflusst.[1]

Verhalten

Es liegen keine Informationen zum spezifischen Verhalten von *Stevia rebaudiana* vor, wie beispielsweise Fortbewegung, Orientierung, Kommunikation, Aggregationsverhalten, Territorialität, Abwehrverhalten oder Interaktionen mit Artgenossen oder anderen Arten. Die verfügbaren Quellen konzentrieren sich hauptsächlich auf botanische Eigenschaften, chemische Zusammensetzung, Anbau, Verwendung und Sicherheitsaspekte der Pflanze.[2]

Ökologie

*Stevia rebaudiana*, beheimatet in subtropischen Regionen Südamerikas, insbesondere Paraguay und Brasilien, spielt eine Rolle in ihrem natürlichen Ökosystem.[1] Traditionell nutzen indigene Völker wie die Guarani in Paraguay die Blätter von *S. rebaudiana*, um bittere Kräutertees wie Yerba Mate zu süßen und für medizinische Zwecke, beispielsweise zur Behandlung von Diabetes und Verdauungsproblemen.[1] Jüngste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass aus den Rückständen der *Stevia rebaudiana*-Pflanze ein Biokontrollmittel *Trichoderma atroviride* hergestellt werden kann, das als biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel gegen Pflanzenkrankheiten eingesetzt wird.[3] Darüber hinaus kann *S. rebaudiana* als natürliches Pestizid dienen, da seine Diterpene, wie Steviosid, gegen Wurzelknotennematoden wie *Meloidogyne incognita* wirken. Es wurde auch eine antifungale Aktivität gegen Pathogene wie *Fusarium culmorum* beobachtet, die die Sporenkeimung und das Myzelwachstum hemmt, was sie für den ökologischen Landbau geeignet macht, um die Abhängigkeit von synthetischen Chemikalien zu verringern.[1] Ein aus Pflanzenextrakten gemischtes Insektizid dient der effektiven und umweltfreundlichen Abwehr von Schädlingen, die den Stevia-Anbau bedrohen.[3]

Bedeutung, Schäden & Prävention

*Stevia rebaudiana* ist in erster Linie für die Gewinnung von Steviolglycosiden bekannt, die als kalorienfreie Süßstoffe dienen. Die Pflanze selbst wird nicht als Schädling oder Lästling betrachtet, sondern als Nutzpflanze. Allerdings können Schädlinge wie Blattläuse und Minierer *Stevia rebaudiana* befallen und die Blattqualität beeinträchtigen. Blattläuse saugen Pflanzensaft und können Viren übertragen, während Minierer Tunnel in den Blättern verursachen. Um Schäden zu minimieren, werden integrierte Schädlingsmanagementstrategien empfohlen, einschließlich der Anwendung von Neemöl gegen Blattläuse und der Überwachung auf frühen Befall durch Minierer. Steviolglycoside haben keinen Einfluss auf den Blutzucker- und Insulinspiegel bei gesunden Menschen. Studien zeigen, dass Stevia bei Menschen mit Typ-2-Diabetes den Blutzuckerspiegel senken kann. Steviolglycoside können blutdrucksenkende Wirkungen bei Menschen mit Bluthochdruck haben. Die Blätter von *Stevia rebaudiana* enthalten Flavonoide wie Quercetin, Rutin und Luteolin, die antioxidative Eigenschaften haben. Gelegentlich kann es bei übermäßigem Konsum von Stevia zu leichten Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen oder Übelkeit kommen.[1] Zur Schädlingsbekämpfung bei *Stevia rebaudiana* kann ein aus Pflanzenextrakten und Stevia-Stroh hergestelltes Insektizid verwendet werden. *Trichoderma atroviride*, ein Pilz, kann unter Verwendung von Fermentationsrückständen der Stevia-Pflanze als Nährsubstrat gezüchtet und als biologisches Bekämpfungsmittel gegen Pflanzenkrankheiten eingesetzt werden.[3] Die Blätter werden in der Regel drei bis vier Monate nach der Pflanzung geerntet, sobald die Pflanzen eine Höhe von etwa 45 bis 60 cm erreicht haben. Das Ernten der Blätter kann manuell oder maschinell erfolgen. Nach der Ernte werden die Blätter getrocknet, um mikrobielles Wachstum zu verhindern.[1]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung von *Stevia rebaudiana* liegt hauptsächlich in der Gewinnung von Steviolglycosiden aus ihren Blättern, die als kalorienfreie Süßstoffe dienen. Diese Glycoside, wie Steviosid und Rebaudiosid A, sind 200–400-mal süßer als Saccharose und werden in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie als natürliche Zuckerersatzstoffe eingesetzt. Der globale Markt für Stevia-Extrakte wurde auf etwa 0,93 Milliarden USD innerhalb eines 14,46 Milliarden USD schweren Sektors für nicht-nutritive Süßstoffe geschätzt. Bis 2025 wird erwartet, dass Stevia etwa 5–10 % dieses Marktes ausmacht. China dominiert die Stevia-Produktion mit über 60 % der weltweiten Produktion, gefolgt von Paraguay und Brasilien. Die kommerzielle Nutzung von Stevia hat auch Kontroversen ausgelöst, darunter Vorwürfe der Biopiraterie, bei denen multinationale Unternehmen von indigenem Wissen profitierten, ohne die Guarani-Gemeinschaften angemessen zu beteiligen. Neben der Verwendung als Süßstoff wird *Stevia rebaudiana* auch in anderen Bereichen untersucht. In der Landwirtschaft wird Stevia als natürliches Pestizid eingesetzt, da seine Diterpene, wie Steviosid, gegen Wurzelgallennematoden wie *Meloidogyne incognita* wirken. Es wurde auch eine antifungale Aktivität gegen Pathogene wie *Fusarium culmorum* festgestellt, was es für den ökologischen Landbau interessant macht.[1] Ein Patent beschreibt ein botanisches Insektizid, das verschiedene Pflanzenextrakte und Stevia-Stroh kombiniert, um Schädlinge im Stevia-Anbau effektiv und umweltfreundlich abzuwehren. Die Verwertung von Fermentationsrückständen der Stevia-Pflanze als Nährsubstrat zur Züchtung des Pilzes *Trichoderma atroviride*, der als biologisches Bekämpfungsmittel gegen Pflanzenkrankheiten eingesetzt wird, ist ebenfalls patentiert.[3]

Biologie & Lebenszyklus

*Stevia rebaudiana*, eine kleine, aus den subtropischen Regionen Südamerikas stammende, mehrjährige Staude, gehört zur Familie der Asteraceae. Sie erreicht eine Höhe von bis zu 80 cm und zeichnet sich durch gesägte Blätter und kleine, weiße Blüten aus. Die Pflanze ist bekannt für ihre Blätter, die hohe Konzentrationen an Steviolglykosiden enthalten. Die Vermehrung von *Stevia rebaudiana* erfolgt am effektivsten über Stängelstecklinge, die innerhalb von 10 bis 15 Tagen zuverlässig Wurzeln schlagen. Obwohl auch Samen verwendet werden können, weisen diese eine geringe Keimrate von 20 bis 50 Prozent unter optimalen Bedingungen auf. Setzlinge oder Stecklinge werden typischerweise mit einer Dichte von 40.000 bis 50.000 Pflanzen pro Hektar verpflanzt, wobei ein Abstand von 45 cm zwischen den Reihen und Pflanzen eingehalten wird, um eine ausgewogene Lichtexposition und Luftzirkulation zu gewährleisten. Die Blütezeit von *Stevia rebaudiana* liegt im Sommer, typischerweise von Juli bis August in gemäßigten Regionen.[1] Als Kurztagpflanze mit hoher Photoperiodenempfindlichkeit zeigt *S. rebaudiana* eine obligate Blüte unter Tageslängen von weniger als 12 bis 13 Stunden, was ihr vegetatives Wachstum und ihren Fortpflanzungszyklus beeinflusst. Die Pflanze produziert kleine weiße Blüten mit einem Durchmesser von etwa 5 bis 6 mm, mit röhrenförmigen Blütenkronen und einem blassvioletten Schlund, die in losen Schirmtrauben oder kleinen Köpfchen von 2 bis 6 Blüten angeordnet sind. Daraus entwickeln sich Achänen-Früchte, die klein, trocken, nicht öffnend und mit einem federartigen Pappus zur Windausbreitung versehen sind. Optimale Temperaturen für kräftiges Wachstum und hohen Blatt Ertrag liegen zwischen 20 und 30 °C. Die Pflanze ist frostempfindlich und gedeiht schlecht unterhalb von 10 °C, was in kälteren Regionen Schutz oder Anbau in Innenräumen erforderlich macht. *Stevia rebaudiana* benötigt einen Jahresniederschlag von 1.000 bis 1.500 mm, der gleichmäßig verteilt sein sollte, um eine gleichmäßige Feuchtigkeit zu gewährleisten. Die Ernte von *Stevia rebaudiana* erfolgt in der Regel 3–4 Monate nach der Pflanzung, wobei der erste Schnitt erfolgt, wenn die Pflanzen eine Höhe von etwa 45–60 cm erreichen.[1]

Vorkommen & Lebensraum

*Stevia rebaudiana*, auch bekannt als Stevia, ist ein kleiner, ausdauernder Strauch aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ursprünglich stammt die Pflanze aus den subtropischen Regionen Südamerikas, insbesondere aus Paraguay und Brasilien. Dort wächst sie wild in den Hochlagen. Die indigenen Völker, wie die Guarani in Paraguay, nutzen die getrockneten Blätter traditionell zum Süßen von bitteren Kräutertees und für medizinische Zwecke. Heutzutage wird *Stevia rebaudiana* weltweit angebaut, unter anderem in Japan, China, den Vereinigten Staaten sowie in Teilen Europas und Asiens. Diese Kultivierung dient dazu, die globale Nachfrage nach Steviolglykosiden zu decken, die als sichere Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen sind. Die Pflanze bevorzugt subtropische Klimate mit Temperaturen zwischen 20 und 30 °C. Sie ist frostempfindlich und gedeiht schlecht unter 10 °C. Ein jährlicher Niederschlag von 1000 bis 1500 mm ist für ein optimales Wachstum erforderlich. *Stevia rebaudiana* wächst am besten in gut durchlässigen, sandigen Lehmböden mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5. Die Pflanze toleriert zwar auch ärmere Böden, jedoch keine Staunässe oder schwere Tonböden. In Europa wird Stevia ebenfalls angebaut, jedoch in geringerem Umfang als in anderen Regionen.[1] Beobachtungsdaten zeigen Vorkommen in verschiedenen Ländern, wobei die Anbaugebiete je nach Klima und wirtschaftlichen Interessen variieren[Datenverfügbarkeit (System)][Zeitreihen-Analyse: Beobachtungen (aggregiert)]. Die Pflanze kommt hauptsächlich in gemäßigten Klimazonen vor, wird aber auch in anderen Klimazonen kultiviert.[1]

Saisonalität & Aktivität

*Stevia rebaudiana* ist eine Kurztagpflanze mit hoher Photoperioden-Sensitivität, was bedeutet, dass sie unter Tageslängen von weniger als 12 bis 13 Stunden obligat blüht. Dies beeinflusst ihr vegetatives Wachstum und ihren Reproduktionszyklus. Die Blütezeit liegt im Sommer, typischerweise von Juli bis August in gemäßigten Regionen. Die Ernte von *Stevia rebaudiana* erfolgt normalerweise 3–4 Monate nach der Pflanzung, wobei der erste Schnitt erfolgt, wenn die Pflanzen eine Höhe von etwa 45–60 cm erreichen. Dies ermöglicht 3–4 Folgernte pro Jahr in geeigneten Klimazonen. Dieser Zeitpunkt maximiert die Blattproduktion und verhindert gleichzeitig übermäßiges Blühen, was den Glykosidgehalt reduzieren kann. Die optimalen Temperaturen für kräftiges Wachstum und hohen Blatt-Ertrag liegen zwischen 20 und 30 °C. Die Pflanze ist frostempfindlich und wächst schlecht unter 10 °C, was in kälteren Regionen Schutz oder Anbau in Innenräumen erforderlich macht. Die Blätter werden unmittelbar nach der Ernte getrocknet, um mikrobielles Wachstum zu verhindern, typischerweise bei Temperaturen von 40–50 °C, bis der Feuchtigkeitsgehalt etwa 10 % erreicht, was Stabilität und einfache Lagerung gewährleistet.[1]

Wetenschappelijk onderzoek en patenten

CN-113440548-A Chemical Registratie

Verfahren zur Gewinnung von Gesamt-Chlorogensäure und Steviosid aus Stevia rebaudiana

Guilin Layn Natural Ingredients Corporation (2021)

Relevantie: 6/10

Samenvatting

Das Verfahren ermöglicht die gleichzeitige Extraktion von Chlorogensäure und Steviosid aus Stevia unter Verwendung von Wasser und Ethanol. Es umfasst Schritte wie Enzymolyse und Membranfiltration, verzichtet aber auf toxische organische Lösungsmittel. Dies macht die Produktion sicherer und umweltfreundlicher bei hoher Produktreinheit.

AU-2020101602-A4 Biological Toegekend

Ein Verfahren zur schnellen Herstellung von Stevia-Blatt-Protoplasten

University of Anhui Science & Technology (2020)

Relevantie: 7/10

Samenvatting

Das Patent stellt eine optimierte Methode zur Isolierung von Protoplasten aus jungen Blättern von Stevia rebaudiana vor. Durch die genaue Abstimmung von Enzymkonzentrationen und Verdauungszeiten werden viele lebensfähige Protoplasten gewonnen. Dies ist eine wichtige Grundlage für die zellbiologische Forschung und die genetische Züchtung verbesserter Stevia-Sorten.

CN-109370911-A Biological Onbekend

Verfahren zur Herstellung eines Trichoderma atroviride Biokontrollmittels unter Verwendung von Stevia rebaudiana-Rückständen

University of Shandong Agricultural (2018)

Relevantie: 6/10

Samenvatting

Dieses Patent beschreibt die Verwertung von Fermentationsrückständen der Stevia-Pflanze als Nährsubstrat zur Züchtung des Pilzes Trichoderma atroviride. Dieser Pilz wird als biologisches Bekämpfungsmittel gegen Pflanzenkrankheiten eingesetzt. Die Methode ist umweltfreundlich, da sie Abfallprodukte nutzt und gleichzeitig eine hohe Ausbeute an Sporen für den Pflanzenschutz liefert.

CN-108003206-A Chemical Onbekend

Ein Einweichverfahren zur Extraktion von Steviolglycosiden aus Stevia rebaudiana

Bengbu Huadong Biological Technology Company Ltd. (2017)

Relevantie: 6/10

Samenvatting

Beschrieben wird ein dreistufiger Extraktionsprozess, um Steviolglycoside effizient aus getrockneten Stevia-Blättern zu gewinnen. Das Verfahren nutzt kontrollierte Temperaturen um 50-55°C und Zirkulation, um die Extraktionszeit zu verkürzen. Ziel ist es, die Ausbeute der wertvollen Süßstoffe zu maximieren und den Prozess wirtschaftlicher zu gestalten.

CN-106614830-A Biological Onbekend

Insektenabwehrendes Insektizid für den Anbau von Stevia rebaudiana und Herstellungsverfahren

Mingguang Daquan Stevia Professional Coop (2016)

Relevantie: 9/10

Samenvatting

Das Patent beschreibt ein botanisches Insektizid, das speziell zum Schutz von Stevia-Kulturen entwickelt wurde. Es besteht aus einer Mischung verschiedener Pflanzenextrakte (u.a. Sophora, Pyrethrum) und Stevia-Stroh. Das Mittel dient der effektiven und umweltfreundlichen Abwehr von Schädlingen, die den Stevia-Anbau bedrohen.

Bronnen & Referenties

  1. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9920402/
  2. Literaturzusammenfassung: Stevia rebaudiana
  3. https://patents.google.com/patent/CN109370911A/en