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taxus Taxus baccata
Snelle navigatie
Taxonomie
Rijk
Pflanzen (Plantae)
Stam
Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas
Pinopsida (Pinopsida)
Orde
Pinales (Pinales)
Familie
Taxaceae
Geslacht
Taxus
Soort
Taxus baccata
Wetenschappelijke naam
Taxus baccata L.
Geaccepteerde naam
Einleitung
Die **Europäische Eibe** (*Taxus baccata*), auch **Gemeine Eibe** genannt, ist ein langsam wachsender, immergrüner Nadelbaum aus der Familie der Eibengewächse (Taxaceae), der in weiten Teilen Europas sowie in Nordwestafrika und Westasien verbreitet ist.[1][2] Charakteristisch für die Art ist, dass alle Pflanzenteile mit Ausnahme des roten, fleischigen Samenmantels (Arillus) hochgiftige Taxin-Alkaloide enthalten.[3][2] Während *Taxus baccata* früher taxonomisch weiter gefasst wurde, gilt die im Himalaya vorkommende *Taxus wallichiana* heute aufgrund morphologischer und genetischer Unterschiede als eigenständige Art.[1]
Gemeenschapsanalyse
2
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ontwikkeling door de jaren heen
Fakten (kompakt)
- Einzelne uralte Exemplare in Kirchhöfen und Wäldern werden auf ein Alter von über 2.000 Jahren geschätzt. - Das Holz ist hart sowie elastisch und war im mittelalterlichen Europa für die Fertigung von Langbögen begehrt.[14] - Plinius der Ältere erwähnte die Art in seiner *Naturalis Historia* (ca. 77–79 n. Chr.) und berichtete von vergiftetem Wein, der in Eibengefäßen gelagert wurde. - Die Art wurde in Nordamerika eingeführt und wird dort aufgrund ihrer Schnittverträglichkeit häufig für den Formschnitt (Topiary) und als Heckenpflanze genutzt. - *Taxus baccata* fungiert taxonomisch als die Typusart der Gattung *Taxus*. - Zu den regionalen Bezeichnungen zählen "Ywen" im Walisischen und "If" im Französischen. - Naturschutzbemühungen konzentrieren sich auf Bedrohungen durch Lebensraumverlust, Überweidung und den Klimawandel.[14]
Name & Einordnung
Der wissenschaftliche Name *Taxus baccata* wurde 1753 von Carl Linnaeus in seinem Werk *Species Plantarum* formell erstbeschrieben.[4] Der Gattungsname *Taxus* ist die antike lateinische Bezeichnung für den Baum und leitet sich wahrscheinlich vom griechischen Wort *tóxon* (Bogen) ab, was auf die historische Verwendung des Holzes für die Bogenherstellung verweist. Diese etymologische Wurzel steht zudem in Verbindung mit *toxikón* (Pfeilgift), was die seit der Antike bekannten toxischen Eigenschaften der Pflanze widerspiegelt. Das Art-Epitheton *baccata* entstammt dem Lateinischen *baccatus* („beerenartig“) und beschreibt den fleischigen roten Arillus, der den Samen umhüllt und die Art morphologisch kennzeichnet.[2] Taxonomisch fungiert *Taxus baccata* als Typusart der Gattung *Taxus* innerhalb der Familie Taxaceae.[4] Phylogenetische Analysen deuten darauf hin, dass sich die Art vor etwa 7 Millionen Jahren im späten Miozän von asiatischen *Taxus*-Linien abspaltete.[1] Während früher verwandte Taxa wie *Taxus wallichiana* als Unterart (*T. baccata* subsp. *wallichiana*) geführt wurden, gilt *Taxus baccata* in der modernen Systematik als eigenständige Art ohne akzeptierte Unterarten. Im Deutschen ist der Trivialname „Eibe“ gebräuchlich, der sich etymologisch auch in Ortsnamen wie Eibsee (Bayern) wiederfindet.[1] Internationale Bezeichnungen umfassen „European yew“ im Englischen, „If“ im Französischen sowie „Ywen“ im Walisischen. Historische Referenzen finden sich bereits bei Plinius dem Älteren, der den Baum in seiner *Naturalis Historia* unter dem Namen *taxus* beschrieb und dessen tödlichen Ruf betonte.[2]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Taxus baccata ist ein immergrüner Nadelbaum, der typischerweise Wuchshöhen von 10 bis 20 Metern erreicht, unter optimalen Bedingungen jedoch bis zu 28 Meter hoch werden kann. Die Wuchsform ist charakteristisch buschig mit einer ausgebreiteten, oft gegabelten Krone und häufiger Mehrstämmigkeit, was zu einem runden oder pyramidenförmigen Habitus führt. Die Rinde ist dünn, rotbraun bis rotgrau gefärbt und schuppig; sie löst sich im Alter in schmalen Längsstreifen ab. Die nadelartigen, flachen Blätter sind spiralig am Zweig angeordnet, erscheinen jedoch durch eine Drehung an der Basis zweizeilig gescheitelt. Sie messen 1 bis 3 cm in der Länge und 2 bis 3 mm in der Breite, wobei die Oberseite dunkelgrün glänzend und die Unterseite blasser gelblich-braun mit einer deutlichen Mittelrippe ist. Die Blattränder sind leicht eingerollt und die Nadeln verbleiben ganzjährig am Baum, was das dichte Erscheinungsbild prägt. Junge Zweige sind grün oder gelblich und verfärben sich mit zunehmendem Alter rotbraun, während die Knospen klein sind und dunkle Schuppen aufweisen. Das Wurzelsystem ist flach und weitläufig, wobei ein dichtes Geflecht aus Feinwurzeln nahe der Bodenoberfläche die Nährstoffaufnahme sichert. Taxus baccata ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch), sodass männliche und weibliche Blüten auf verschiedenen Individuen wachsen. Die männlichen Zapfen sind klein, gelblich und kugelförmig und produzieren reichlich Pollen. Weibliche Pflanzen bilden anstelle von verholzten Zapfen einen einzelnen Samen, der von einem fleischigen, becherartigen Samenmantel (Arillus) umgeben ist.[1] Dieser Arillus färbt sich bei Reife im Herbst leuchtend rot, hat einen Durchmesser von etwa 7 bis 8 mm und ist der einzige ungiftige Teil der Pflanze.[1][3] Der darin enthaltene harte Samen ist jedoch hochgiftig.[3] Verwechslungsmöglichkeiten bestehen vor allem mit der Himalaya-Eibe (*Taxus wallichiana*), die früher als Unterart galt, sowie mit der Hybride *Taxus* × *media*. Unterscheidungsmerkmale liegen oft in mikroskopischen Details der Blattstruktur oder genetischen Markern, da die Morphologie innerhalb der Gattung *Taxus* sehr ähnlich ist.[1]
Beschreibung
*Taxus baccata* ist ein immergrüner Nadelbaum aus der Familie der Taxaceae, der sich durch extrem langsames Wachstum und eine außergewöhnliche Langlebigkeit auszeichnet.[2][5] Im Gegensatz zu den meisten anderen Koniferen bildet diese Art keine verholzten Zapfen, sondern umschließt ihre Samen mit einem fleischigen, leuchtend roten Samenmantel (Arillus).[1] Im natürlichen Lebensraum, oft als Unterwuchs in Buchen- oder Eichenmischwäldern, wächst sie häufig mehrstämmig oder als ausladender Großstrauch mit einer dichten, dunkelgrünen Krone.[1][2] Sie erreicht typischerweise Höhen von 10 bis 20 Metern, kann unter optimalen Bedingungen jedoch auch bis zu 28 Meter hoch werden.[1] Die Rinde ist dünn, rotbraun bis grau und löst sich im Alter charakteristisch in länglichen Schuppen oder Streifen ab.[6] Anatomisch zeigen die 1–3 cm langen Nadeln eine spiralige Anordnung am Zweig, erscheinen jedoch durch eine Drehung an der Basis zweizeilig gescheitelt, was die Lichtausbeute im schattigen Unterstand maximiert.[2][7] Eine anatomische Besonderheit des Holzes ist das Fehlen von Harzkanälen sowie seine extreme Härte und Elastizität, die es historisch für den Bogenbau begehrt machten.[1] Das Wurzelsystem breitet sich flach und weitreichend aus und geht intensive Symbiosen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, um die Nährstoffaufnahme zu optimieren.[2] Die Eibe ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch), sodass männliche und weibliche Fortpflanzungsorgane auf verschiedenen Individuen zu finden sind. Männliche Pflanzen produzieren im Frühjahr in kleinen, kugeligen Zapfen reichlich gelben Pollen zur Windbestäubung.[1] Weibliche Exemplare entwickeln nach der Befruchtung den Arillus, der als einziger Pflanzenteil frei von den hochgiftigen Taxin-Alkaloiden ist.[3][1] Die Entwicklung vom Sämling zum ausgewachsenen Baum verläuft sehr langsam; Jungpflanzen zeigen oft ein horizontales (plagiotropes) Wachstum zur Lichtmaximierung, bevor sie später in den vertikalen (orthotropen) Wuchs übergehen.[8] Alte Exemplare können durch basale Regeneration, bei der neue Triebe aus dem Wurzelhals oder Stamm austreiben, Jahrtausende überdauern, selbst wenn das Kernholz bereits zersetzt ist. Im Vergleich zur genetisch abgegrenzten Himalaya-Eibe (*Taxus wallichiana*) besitzt *Taxus baccata* keine anerkannten Unterarten, hybridisiert jedoch in Kultur leicht mit anderen *Taxus*-Arten.[1][2] Die Erstbeschreibung erfolgte 1753 durch Carl von Linné, wobei der Name etymologisch auf die antike Nutzung für Giftpfeile und Bögen verweist.[4]
Verhalten
Das Wachstumsverhalten von *Taxus baccata* variiert stark je nach Entwicklungsstadium: Jungpflanzen zeigen ein plagiotropes Wachstum, bei dem sich die Zweige horizontal ausrichten, um in schattigen Unterholzhabitaten die Lichtausbeute zu maximieren. Beim Übergang in die adulte Phase wechselt die Pflanze zu einem orthotropen Wachstumsmuster mit einem dominanten, aufrechten Leittrieb.[1] Eine bemerkenswerte Überlebensstrategie ist die basale Regeneration, bei der nach mechanischen Schäden durch Feuer oder Sturm neue Triebe direkt aus dem Wurzelhals oder dem unteren Stammbereich austreiben. Das Wurzelsystem geht aktive symbiotische Interaktionen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, welche die Feinwurzeln dicht besiedeln und die Nährstoffaufnahme signifikant verbessern.[2] Die Fortpflanzung erfolgt durch Windbestäubung (Anemophilie), wobei männliche Pflanzen im Frühjahr große Mengen Pollen freisetzen. Zur Samenverbreitung nutzt die Eibe eine mutualistische Interaktion (Zoochorie) mit frugivoren Vögeln wie Drosseln (*Turdus* spp.) und Seidenschwänzen (*Bombycilla* spp.). Diese Vögel werden durch den leuchtend roten, nahrhaften Arillus angelockt, verzehren diesen und scheiden den giftigen Samen unversehrt an neuen Standorten aus, was den Genfluss fördert.[1] Als chemische Abwehrstrategie gegen Herbivoren akkumuliert die Art potente Taxin-Alkaloide in Nadeln, Rinde und Samen.[3] Dieses Abwehrverhalten unterliegt einer saisonalen Dynamik, bei der die Toxizitätskonzentrationen im Winter ihren Höhepunkt erreichen, um Fraßfeinde in der nahrungsarmen Jahreszeit effektiv abzuschrecken.[1] Zusätzlich schützt die chemische Zusammensetzung das Kernholz vor Pilzbefall und Fäulnis, was die extreme Langlebigkeit der Individuen unterstützt.[2]
Ökologie
Taxus baccata wächst typischerweise als Unterholzbaum oder Strauch in Mischwäldern, oft dominiert von Eichen (*Quercus*) oder Buchen (*Fagus*), wo sie mittlere bis untere Kronenschichten besetzt. Die Art zeigt eine starke Präferenz für kalkhaltige oder basenreiche Böden wie Kreide und Kalkstein, gedeiht aber auch auf gut durchlässigen sandigen Substraten mit ausreichendem Humusgehalt. Sie ist hochgradig schattentolerant, was ihr das Überdauern im dichten Unterholz ermöglicht, wobei juvenile Pflanzen ein plagiotropes (horizontales) Wachstum zeigen, um die Lichtaufnahme zu optimieren. Das Wurzelsystem bildet Assoziationen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen, die die Wurzeln stark besiedeln und die Nährstoff- sowie Wasseraufnahme verbessern. Ökologisch fungiert die Eibe als Nahrungsquelle für frugivore Vögel wie Drosseln (*Turdus* spp.) und Seidenschwänze (*Bombycilla* spp.), die den fleischigen Arillus verzehren. Da die Vögel den harten, toxischen Samen unverdaut ausscheiden, tragen sie entscheidend zur Zoochorie und dem Genfluss in fragmentierten Populationen bei. Trotz der hohen Toxizität durch Taxin-Alkaloide wird die Art intensiv von Rehen (*Capreolus capreolus*) verbissen, die Laub und Rinde fressen und so die natürliche Verjüngung verhindern können. Zu den natürlichen Feinden zählen bodenbürtige Oomyceten wie *Phytophthora cinnamomi*, die Wurzelfäule verursachen, sowie der Hallimasch (*Armillaria* spp.), der Wurzeln zersetzt und zum Absterben führen kann. Während *Taxus baccata* frostresistent ist, reagiert sie empfindlich auf extreme Trockenheit, weshalb Populationen in südlichen Verbreitungsgebieten oft auf höhere Lagen bis 2.500 Meter ausweichen, um kühlere Bedingungen zu finden.[1]
Bedeutung, Schäden & Prävention
Taxus baccata gilt als bedeutende Zier- und Arzneipflanze, wird jedoch aufgrund enthaltener Taxin-Alkaloide als stark giftig für Menschen und Weidetiere eingestuft.[3] Alle Pflanzenteile mit Ausnahme des fleischigen Samenmantels (Arillus) sind toxisch, wobei die letale Dosis für Menschen bei etwa 0,6–1,3 g Nadeln pro Kilogramm Körpergewicht liegt. Eine Ingestion führt zu gastrointestinalen Beschwerden und kardiovaskulären Störungen wie Bradykardie oder Herzstillstand, wobei Pferde und Rinder besonders empfindlich reagieren.[1][3] Das Vergiftungsrisiko ist im Winter erhöht, da die Toxinkonzentration in den Nadeln zu dieser Jahreszeit ihren Höhepunkt erreicht.[1] Präventiv sollten Eiben nicht in Reichweite von Weidevieh oder auf Spielplätzen gepflanzt werden, um akzidentelle Vergiftungen zu vermeiden.[3][1] Gesundheitlich relevant ist zudem der Pollen männlicher Bäume, der im Frühjahr als moderates Allergen Heuschnupfen oder Asthma auslösen kann.[1][6] Bei der Holzverarbeitung oder dem Heckenschnitt kann der Kontakt mit Nadeln und Holzsaft irritative Kontaktdermatitis verursachen, weshalb Schutzkleidung und Handschuhe empfohlen werden.[1] Wirtschaftlich bedeutsam ist die Art als Rohstoffquelle für Taxane, die aus Nadeln extrahiert und zu Chemotherapeutika wie Paclitaxel weiterverarbeitet werden. Als Wirtspflanze ist Taxus baccata anfällig für Wurzelfäule durch Phytophthora-Arten sowie Hallimasch (Armillaria spp.), die oft zum Absterben führen.[9][10] Wildverbiss durch Rehe (Capreolus capreolus) stellt ein weiteres Schadbild dar, das die natürliche Verjüngung in Waldbeständen erheblich beeinträchtigt. Ein effektives Management zur Gesunderhaltung umfasst die Gewährleistung gut drainierter Böden, da Staunässe die Anfälligkeit für Wurzelpathogene erhöht.[1] Rechtlich unterliegen Eibenwälder als prioritärer Lebensraumtyp der EU-Habitatrichtlinie einem besonderen Schutzstatus, der Erhaltungs- und Restaurierungsmaßnahmen vorschreibt.[8][2]
Wirtschaftliche Bedeutung
Die wirtschaftliche Bedeutung von *Taxus baccata* liegt heute primär in der pharmazeutischen Industrie, da Extrakte aus Nadeln und Rinde als Vorläufer für das Chemotherapeutikum Paclitaxel (Taxol) dienen, das zur Behandlung von Brust-, Eierstock- und Lungenkrebs eingesetzt wird.[11][6] Um Wildbestände zu schonen, stammten bis zum Jahr 2025 über 60 % des pharmazeutischen Paclitaxels aus bewirtschafteten Plantagen, wobei Nadeln als nachwachsender Rohstoff geerntet werden.[1] Forschungen vom Juni 2025 identifizierten zudem Schlüsselenzyme, welche die Produktionseffizienz steigern und potenziell die Herstellungskosten dieses Krebsmedikaments senken könnten.[12] Historisch war das harte, elastische Holz von immensem strategischem Wert für die Fertigung von Langbögen, die in der mittelalterlichen Kriegsführung eine entscheidende Rolle spielten.[1][13] In der Gegenwart wird das Holz in Nischenmärkten für den Möbelbau, für Musikinstrumente wie Lauten sowie für Drechselarbeiten genutzt, ist jedoch aufgrund seiner Toxizität nicht für Lebensmittelbehälter geeignet. Im Gartenbausektor ist die Art als beliebtes Gehölz für Hecken und Formschnitt (Topiary) relevant, wobei zahlreiche Kultivare aufgrund ihrer Qualität ausgezeichnet wurden.[1][2] Wirtschaftliche Schäden entstehen in der Landwirtschaft durch Viehvergiftungen, da die enthaltenen Taxin-Alkaloide bereits in geringen Mengen tödlich für Pferde, Rinder und Schweine sind. Für Pferde gilt eine Dosis von 0,2–2 g Nadeln pro Kilogramm Körpergewicht als letal, was in Weidegebieten nahe Eibenhecken zu Ausbrüchen fataler Herzvorfälle führen kann.[3][1] Das Vergiftungsrisiko erreicht im Winter seinen Höhepunkt, da die Taxinkonzentrationen in den Nadeln dann am höchsten sind, was insbesondere für überwinterndes Vieh eine Gefahr darstellt.[11]
taxus Afbeeldingen en foto's van echte waarnemingen
9 foto'sBiologie & Lebenszyklus
Taxus baccata ist eine diözische (zweihäusige) Nadelbaumart, bei der sich männliche und weibliche Fortpflanzungsorgane auf getrennten Individuen befinden.[2] Die Bestäubung erfolgt durch den Wind (Anemophilie), wobei die männlichen Zapfen im Frühjahr, typischerweise von Februar bis April, große Mengen Pollen freisetzen.[1] Nach der Befruchtung benötigt der Samen etwa 6 bis 9 Monate zur Reifung, bis er im Herbst oder frühen Winter von einem leuchtend roten, fleischigen Samenmantel, dem Arillus, umschlossen ist. Dieser Arillus dient der Zoochorie, indem er Vögel wie Drosseln (*Turdus* spp.) und Seidenschwänze (*Bombycilla* spp.) anlockt, die das Fruchtfleisch verzehren und den giftigen Samen unverdaut an neuen Standorten ausscheiden. Die Keimung der Samen verläuft verzögert und kann aufgrund einer natürlichen Dormanz 1 bis 2 Jahre in Anspruch nehmen.[2] In der Jugendphase wächst die Eibe langsam mit einem durchschnittlichen jährlichen Höhenzuwachs von etwa 17 cm und zeigt oft ein plagiotropes (horizontales) Wachstum, um das Licht im Unterholz effizient zu nutzen. Adulte Bäume wechseln zu einem orthotropen (aufrechten) Wuchs, erreichen Zuwachsraten von 20 bis 30 cm pro Jahr und können Wuchshöhen von bis zu 20 Metern erlangen. *Taxus baccata* ist für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt, mit verifizierten Altern von 1.500 Jahren und Schätzungen von über 2.000 bis 3.000 Jahren, begünstigt durch die Fähigkeit zur basalen Regeneration aus dem Wurzelhals oder Stamm.[5][1] Das Wurzelsystem bildet Symbiosen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen, welche die Nährstoff- und Wasseraufnahme im Boden intensivieren. Physiologisch zeichnet sich die Art durch eine hohe Schattentoleranz und Frosthärte aus, reagiert jedoch empfindlich auf extreme Dürre und Staunässe.[1] Eine chemische Besonderheit ist die Anreicherung kardiotoxischer Taxin-Alkaloide in fast allen Pflanzenteilen, deren Konzentration in den Nadeln im Winter ihren Höhepunkt erreicht. Zu den natürlichen Mortalitätsfaktoren zählen Wurzelkrankheiten durch Oomyceten wie *Phytophthora cinnamomi* sowie der Hallimasch (*Armillaria* spp.), die Wurzelfäule auslösen können.[9] Zudem verhindert intensiver Verbiss durch Rehe (*Capreolus capreolus*) häufig die natürliche Verjüngung, da diese Tiere trotz der Toxizität Rinde und Nadeln fressen.[10]
Vorkommen & Lebensraum
Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Taxus baccata* erstreckt sich über weite Teile Europas, von Irland im Westen bis zum Kaukasus und dem nördlichen Iran im Osten. Südlich reicht das Areal über den Mittelmeerraum bis in das Atlasgebirge in Nordwestafrika.[4] Die Art besiedelt vorwiegend gemäßigte Klimazonen mit ozeanischem Einfluss, die durch milde Temperaturen und gleichmäßige Niederschlagsverteilung geprägt sind. In ihrem natürlichen Habitat wächst die Eibe typischerweise als Unterwuchsbaum oder Strauch in Mischwäldern, oft vergesellschaftet mit Buchen (*Fagus*) oder Eichen (*Quercus*). *Taxus baccata* zeigt eine ausgeprägte Schattentoleranz, die ihr das Überleben in dichten Waldbeständen und unteren Kronenschichten ermöglicht. Bevorzugt werden kalkhaltige oder basenreiche Böden wie Kreide und Kalkstein, wobei die Art auch auf gut durchlässigen sandigen oder lehmigen Substraten mit ausreichendem Humusgehalt gedeiht. Staunässe wird nur kurzzeitig vertragen, während extreme Trockenheit das Wachstum und Überleben, besonders in kontinentalen Randbereichen, limitiert. Die vertikale Verbreitung reicht vom Meeresspiegel bis auf etwa 2.500 Meter Höhe, wobei sich die Vorkommen in südlichen Regionen oft in kühlere, höhere Lagen verschieben.[1] Außerhalb des natürlichen Areals wurde die Eibe in Nordamerika und Teilen Asiens eingeführt und ist dort stellenweise eingebürgert.[2] Aufgrund ihrer Schnittverträglichkeit und dichten Benadelung ist sie ein häufiges Element in anthropogenen Lebensräumen wie Hecken und Parkanlagen. Besonders charakteristisch ist das Vorkommen alter Exemplare in Kirchhöfen und Friedhöfen, was auf die lange kulturelle Nutzung und Symbolik zurückzuführen ist. Trotz des globalen Status als nicht gefährdet sind die natürlichen Bestände in Europa durch historische Waldnutzung und Fragmentierung oft isoliert.[1]
Saisonalität & Aktivität
*Taxus baccata* ist eine immergrüne Konifere, deren reproduktive Phase bereits im zeitigen Frühjahr beginnt. Die männlichen Pflanzen setzen ihren Pollen in temperierten Regionen vorwiegend zwischen Februar und April frei, was die Art zu einem frühen saisonalen Allergen macht.[1] Nach der Bestäubung durch den Wind dauert die Samenreifung etwa 6 bis 9 Monate an. Die auffälligen, fleischigen Arilli (Samenmantel) reifen erst im Herbst oder frühen Winter zu einem leuchtenden Rot heran und bieten Vögeln in der kalten Jahreszeit eine wichtige Nahrungsquelle.[2] Eine physiologische Besonderheit ist die saisonale Schwankung der Giftstoffe: Die Konzentration der Taxin-Alkaloide in den Nadeln erreicht im Winter ihren Höhepunkt und fällt im Sommer auf den niedrigsten Wert. Dies erhöht das Risiko für Weidetiere besonders in den Wintermonaten, da die Pflanze auch dann ihr Laub behält und die Toxizität maximiert ist.[3] Im gärtnerischen Kontext erfolgt der Schnitt oder die Vermehrung durch Stecklinge idealerweise im Spätsommer, da die Bewurzelung in dieser Phase begünstigt wird.[1] Die Samenkeimung ist hingegen ein langwieriger Prozess, der oft eine Dormanz von ein bis zwei Jahren erfordert.[2] Ergänzende Analysen des öffentlichen Suchinteresses in Deutschland zeigen eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Eibe in den Monaten April und Mai, während das Interesse im Winter (Dezember und Januar) am geringsten ist.
Voorkomen en huidige waarnemingen in Duitsland
Bronnen & Referenties
- https://www.rhs.org.uk/plants/18001/taxus-baccata/details
- https://conifersociety.org/conifers/taxus-baccata
- https://poisonousplants.cvmbs.colostate.edu/plant/57
- https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:306036-2
- https://scotlands-yew-trees.org/science-research/how-old-can-a-yew-tree-become/
- https://hort.ifas.ufl.edu/database/documents/pdf/tree_fact_sheets/taxbaca.pdf
- https://besjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1046/j.1365-2745.2003.00783.x
- https://doi.org/10.1046/j.1365-2745.2003.00783.x
- https://pnwhandbooks.org/plantdisease/host-disease/yew-taxus-spp-root-rot
- https://horticultureforhomegardeners.ca/2023/03/22/yew-pests-and-diseases/
- https://www.ons.org/publications-research/voice/news-views/09-2025/oncology-drug-reference-sheet-paclitaxel
- https://news.stanford.edu/stories/2025/06/yew-tree-enzymes-research-cancer-drug-taxol
- https://classicbowyer.co.uk/english-yew/
- Literaturzusammenfassung: Taxus baccata