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Gemeenschappelijke gazonmier Tetramorium caespitum
Snelle navigatie
Taxonomie
Rijk
Tiere (Animalia)
Stam
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klas
Insekten (Insecta)
Orde
Hautflügler (Hymenoptera)
Familie
Formicidae
Geslacht
Tetramorium
Soort
Tetramorium caespitum
Wetenschappelijke naam
Tetramorium caespitum (Linnaeus, 1758)
Geaccepteerde naam
Einleitung
Die Gemeine Rasenameise (*Tetramorium caespitum*) zählt innerhalb der Ordnung der Hautflügler zur Familie der Ameisen (Formicidae) und wird der Unterfamilie der Knotenameisen zugeordnet.[1] Sie ist Teil eines komplexen Systems kryptischer Spezies, wobei insbesondere eine hohe Verwechslungsgefahr mit der morphologisch kaum abgrenzbaren Zwillingsart *Tetramorium impurum* besteht.[1][2] Da die Arbeiterinnen auf der Nahrungssuche gelegentlich in Gebäude eindringen und im Außenbereich gepflasterte Flächen unterhöhlen können, wird die Art im menschlichen Siedlungsbereich oft als Lästling wahrgenommen.[1]
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Seizoensgebonden activiteit
ontwikkeling door de jaren heen
Fakten (kompakt)
- Zusätzlich zur Aufnahme von Samen pflegt die Art eine trophobiotische Beziehung zu unterirdisch lebenden Pflanzensaftsaugern, deren Ausscheidungen sie nutzt. - Die gesammelten Pflanzensamen werden im Nest verarbeitet und spezifisch auch an die Larven der Geschlechtstiere verfüttert.[6] - Die starke morphologische Ähnlichkeit innerhalb des *Tetramorium caespitum*-Komplexes wird wissenschaftlich auf evolutionäre Stasis zurückgeführt, bei der ursprüngliche Merkmale trotz genetischer Differenzierung über lange Zeiträume beibehalten wurden. - Es besteht eine Korrelation zwischen der Geländebeschaffenheit und der Bestimmbarkeit: Populationen in höheren, gebirgigen Lagen sind morphologisch schwerer zu unterscheiden (kryptischer) als solche im Tiefland. - Innerhalb des Artkomplexes finden sich genetische Hinweise auf fortlaufende interspezifische Hybridisierung. - Die Dornen am Propodeum (Hinterbrust) gehören zu den wenigen morphologischen Merkmalen, die sich konzertiert mit der ökologischen Nische der jeweiligen Art entwickelt haben. - Sozialparasitische Ameisenarten, die *Tetramorium caespitum* als Wirt nutzen, sind zwar phylogenetisch eng verwandt, unterscheiden sich aber im Gegensatz zu den kryptischen Arten morphologisch deutlich vom Wirt.[4] - Bei der Bekämpfung wirken Präparate mit ätherischen Ölen auf die Arbeiterinnen lediglich repellierend (abschreckend) und nicht tödlich, weshalb sie regelmäßig neu ausgebracht werden müssen.[6]
Name & Einordnung
Die wissenschaftliche Erstbeschreibung von *Tetramorium caespitum* erfolgte im Jahr 1758 durch Carl von Linné.[1][2] Systematisch wird die Art innerhalb der Ordnung der Hautflügler zur Familie der Ameisen (Formicidae) gerechnet und gehört dort zur Unterfamilie der Knotenameisen. Ein charakteristisches Merkmal dieser Unterfamilie ist der aus zwei Gliedern bestehende Hinterleibsstiel.[1] Die Gattung *Tetramorium* selbst ist sehr artenreich und umfasst weltweit über 500 Spezies. *Tetramorium caespitum* bildet den Namensgeber für einen komplexen Verwandtschaftskreis kryptischer Arten in der Paläarktis, den sogenannten *Tetramorium caespitum*-Komplex. Dieser Komplex beinhaltet mindestens elf schwer unterscheidbare Arten, darunter *Tetramorium impurum*, *Tetramorium indocile* und *Tetramorium hungaricum*.[2] Insbesondere mit der Zwillingsart *Tetramorium impurum* besteht eine sehr große Verwechslungsgefahr, da sich die Arbeiterinnen morphologisch kaum voneinander abgrenzen lassen.[1] Phylogenetische Untersuchungen auf Basis nuklearer DNA bestätigen die Monophylie dieses Artkomplexes, wenngleich mitochondriale DNA-Analysen teils widersprüchliche Ergebnisse zeigten.[2] Im Deutschen trägt die Art den Trivialnamen Gemeine Rasenameise.[1]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Innerhalb der Unterfamilie der Knotenameisen (Myrmicinae) zeichnet sich *Tetramorium caespitum* durch einen aus zwei Gliedern bestehenden Hinterleibsstiel aus. Die Arbeiterinnen dieser Art bleiben mit einer Körperlänge von 2 bis 3,5 Millimetern recht klein und weisen eine braune bis dunkelbraune Färbung auf. Sowohl Arbeiterinnen als auch Weibchen verfügen über einen Wehrstachel, der evolutionär aus dem bei vielen Hymenopteren vorhandenen Legebohrer hervorgegangen ist. Ein ausgeprägter Sexualdimorphismus zeigt sich in der Größe und Färbung der Geschlechtstiere, die deutlich größer als die Arbeiterinnen werden. Männchen sind dunkler gefärbt und erreichen Körpergrößen von 5,5 bis 7 Millimetern, während Weibchen 6 bis 8,1 Millimeter messen. Im Gegensatz zu den flügellosen Arbeiterinnen besitzen die Geschlechtstiere Flügel, die von den Weibchen nach erfolgreicher Kopula abgeworfen werden. Morphologisch besteht Verwechslungsgefahr mit Arten der Gattung *Myrmica*, da diese ebenfalls gut sichtbare Epinotaldornen besitzen.[1] Besonders schwierig ist die Abgrenzung innerhalb des *Tetramorium caespitum*-Komplexes, der mindestens elf kryptische Arten umfasst.[2] So lässt sich die Zwillingsart *Tetramorium impurum* morphologisch kaum von *Tetramorium caespitum* unterscheiden.[1] Eine sichere Identifikation innerhalb dieses Komplexes ist für den menschlichen Betrachter anhand qualitativer Merkmale oft unmöglich und erfordert quantitative morphometrische Analysen, Untersuchungen der männlichen Genitalien oder genetische Methoden. Wichtige Messgrößen für die wissenschaftliche Bestimmung sind unter anderem Kopfindex, Augenbreite sowie die Ausprägung der Propodeal-Dornen am Thorax.[2]
Beschreibung
Innerhalb der Ordnung der Hautflügler wird *Tetramorium caespitum* der Unterfamilie der Knotenameisen (Myrmicinae) zugeordnet, deren markantes Merkmal der aus zwei Gliedern bestehende Hinterleibsstiel ist.[1] Die Art ist Teil des *Tetramorium caespitum*-Komplexes, der eines der kompliziertesten Beispiele für kryptische Arten bei Ameisen darstellt und mindestens elf Spezies umfasst. Diese kryptischen Arten ähneln einander morphologisch so stark, dass eine sichere Bestimmung allein anhand äußerer Merkmale für den menschlichen Betrachter oft unmöglich ist und quantitative Morphometrie oder genetische Analysen erfordert.[2] Die Arbeiterinnen sind mit einer Körperlänge von zwei bis 3,5 Millimetern verhältnismäßig klein und weisen eine braune bis dunkelbraune Färbung auf. Im Gegensatz dazu zeigen die Geschlechtstiere einen deutlichen Größenunterschied: Männchen erreichen 5,5 bis sieben Millimeter, während die Weibchen sechs bis 8,1 Millimeter messen. Sowohl Männchen als auch Jungköniginnen sind geflügelt, wobei letztere ihre Flügel nach der Begattung abwerfen. Wie bei vielen Hymenopteren besitzen die weiblichen Kasten einen Wehrstachel, der sich evolutionär aus dem Legebohrer entwickelt hat.[1] Ein weiteres anatomisches Merkmal sind die Propodealdornen, deren funktionelle Bedeutung in diesem Komplex jedoch unklar ist, da sie für eine mechanische Verteidigung zu kurz erscheinen und die Muskulatur nicht in den Dornenhohlraum hineinreicht. Die Beibehaltung dieser fast identischen Körperform über lange evolutionäre Zeiträume hinweg wird als Stasis bezeichnet. Die Arbeiterinnenmorphologie gilt dabei als adaptive Lösung für ein breites Spektrum an Umgebungen, ohne dass artspezifische Anpassungen an ökologische Nischen erkennbar sind.[2] Verwechslungsgefahr besteht im Feld mit Arten der Gattung *Myrmica*, die ebenfalls über Epinotaldornen verfügen.[1] Besonders schwierig ist die Unterscheidung zur Zwillingsart *Tetramorium impurum*, die morphologisch kaum abgrenzbar ist und *T. caespitum* in Höhenlagen ab 500 Metern ablöst. Die Kolonien der Gemeinen Rasenameise sind mit bis zu 80.000 Arbeiterinnen sehr volkreich und meist monogyn, werden also von einer einzigen Königin regiert. Intraspezifisch zeichnet sich die Art durch ein sehr aggressives und territoriales Verhalten aus.[1]
Verhalten
Intraspezifisch verhält sich die Gemeine Rasenameise sehr aggressiv und territorial. Die geschlechtsreifen Männchen und Weibchen besitzen Flügel, die sie für den Schwarmflug zwischen Anfang Juni und Anfang August nutzen.[1] Die Flugfähigkeit der Gynen ermöglicht dabei eine Ausbreitung, die einer genetischen Isolation entgegenwirken kann.[4] Nach der erfolgreichen Kopula werfen die begatteten Jungweibchen ihre Flügel ab und suchen einen geeigneten Platz zur Gründung einer neuen Kolonie. Im Außenbereich zeigt *Tetramorium caespitum* eine ausgeprägte Grabtätigkeit, indem sie Terrassen oder gepflasterte Wege unterhöhlt und feinen Sand an die Oberfläche transportiert. Bei der Nahrungssuche legen die Arbeiterinnen schnell dicht belaufene Ameisenstraßen an, sobald eine ergiebige Quelle entdeckt wird. Das Verhalten bei der Nahrungsbeschaffung ist vielseitig und umfasst das Eintragen von Pflanzensamen, die Trophobiose mit unterirdischen Pflanzensaftsaugern sowie die Aufnahme tierischer Nahrung. Gegenüber Substanzen mit ätherischen Ölen zeigen die Arbeiterinnen ein Meideverhalten, da diese repellierend wirken.[1] Morphologische Strukturen wie die Propodeal-Dornen scheinen bei dieser Art zu kurz zu sein, um als mechanische Verteidigung des Stielchenglieds zu dienen, weshalb ihre Evolution eher mit der ökologischen Nische verknüpft wird.[4]
Ökologie
Die Gemeine Rasenameise besiedelt vorwiegend offenliegende, xerotherme Lebensräume und dominiert im Tiefland auf Sandböden. Die Art ist häufig in menschlichen Siedlungen anzutreffen, wo sie Nester unter gepflasterten Wegen oder Terrassen anlegt. In Deutschland kommt sie vor allem in planaren bis kollinen Höhenstufen vor und wird oberhalb von 500 Metern oft von der morphologisch sehr ähnlichen Art *Tetramorium impurum* abgelöst.[1] Europäische Daten belegen jedoch eine vertikale Verbreitung von Meereshöhe bis auf 2100 Meter.[2] Die Ernährung ist zu einem großen Teil granivor, wobei ein breites Spektrum an Pflanzensamen in das Nest eingetragen, verarbeitet und an die Larven verfüttert wird. Zusätzlich nutzt die Ameise Trophobiose durch die Aufnahme von Ausscheidungen unterirdisch lebender Pflanzensaftsauger. Als Zoophage frisst sie zudem tierische Organismen, wobei sie primär als Aasfresser agiert und seltener aktiv jagt. Die Völker sind vermutlich monogyn und können bis zu 80.000 Arbeiterinnen umfassen. Gegenüber Artgenossen verhält sich *Tetramorium caespitum* äußerst territorial und aggressiv.[1] Sozialparasitische Ameisenarten nutzen Spezies des *Tetramorium caespitum*-Komplexes als Wirte.[2]
Bedeutung, Schäden & Prävention
Obwohl *Tetramorium caespitum* vorwiegend in Gärten lebt, tritt die Art als Lästling auf, wenn Arbeiterinnen zur Nahrungssuche in Wohnräume eindringen. Im Außenbereich kann die Gemeine Rasenameise durch das Unterhöhlen von Terrassen oder gepflasterten Wegen Schäden verursachen, indem sie feinen Sand an die Erdoberfläche transportiert. Innerhalb von Gebäuden nistet die Art für gewöhnlich nicht, bildet jedoch bei ergiebigen Nahrungsquellen schnell dicht belaufene Ameisenstraßen zwischen Nest und Futterplatz. Die Bekämpfung erfolgt in der Regel durch den Einsatz von Fraßködern oder Kontaktinsektiziden. Die Verwendung spezieller Köderdosen verhindert hierbei, dass Haus- oder Wildtiere die giftigen Substanzen aufnehmen. Als alternative Maßnahme wirken Präparate mit ätherischen Ölen auf die Arbeiterinnen repellierend, also abschreckend. Da sich diese Substanzen leicht verflüchtigen, müssen sie regelmäßig neu ausgebracht werden, um die Wirkung aufrechtzuerhalten. Beim Einsatz flüssiger Kontaktinsektizide in Innenräumen ist aufgrund der potenziellen Toxizität für den Menschen Vorsicht geboten. Für solche Maßnahmen wird die Beauftragung von Fachleuten empfohlen, die über Sachkunde im Gesundheits- und Vorratsschutz verfügen und idealerweise nach der europäischen Norm DIN 16636 zertifiziert sind.[1]
Wirtschaftliche Bedeutung
Die wirtschaftliche Bedeutung von *Tetramorium caespitum* beschränkt sich primär auf ihr Auftreten als Lästling und Materialschädling im menschlichen Siedlungsbereich. Obwohl die Art ihre Nester gewöhnlich im Freiland anlegt, dringen Arbeiterinnen auf der Nahrungssuche regelmäßig in Gebäude ein. Werden ergiebige Nahrungsquellen entdeckt, legen die Ameisen schnell stark frequentierte Straßen zwischen Nest und Futterquelle an, was zur Kontamination von Lebensmitteln führen kann. Das Ausmaß der Belästigung wird durch die beträchtliche Größe der Völker begünstigt, die bis zu 80.000 Arbeiterinnen umfassen können. Im Außenbereich, insbesondere in Gärten und auf Terrassen, verursachen die Kolonien Schäden an der Bausubstanz, indem sie gepflasterte Wege und Platten unterhöhlen. Durch den Nestbau wird feiner Sand an die Oberfläche befördert, was die Stabilität von Pflasterungen beeinträchtigen kann. Diese Aushöhlungen führen oft zu optischen Mängeln oder Unebenheiten auf Wegen und Terrassen. Die Bekämpfung erfordert häufig den Einsatz von Fraßködern oder Kontaktinsektiziden, was entsprechende Kosten für Hausbesitzer verursacht. Bei Befall in Innenräumen entstehen oft zusätzliche Aufwendungen für professionelle Schädlingsbekämpfer, da von einer eigenständigen Anwendung flüssiger Insektizide aufgrund gesundheitlicher Risiken abgeraten wird. Da die Art granivor lebt und Pflanzensamen in die Nester einträgt, nutzt sie auch pflanzliche Ressourcen, wird in den vorliegenden Quellen jedoch vorrangig als Hygiene- und Materialschädling im urbanen Raum beschrieben.[1]
Biologie & Lebenszyklus
Die Kolonien von *Tetramorium caespitum* sind vermutich monogyn, enthalten also in der Regel nur eine einzige Königin, und können mit bis zu 80.000 Arbeiterinnen sehr volkreich werden. Die Anlage der recht großen Erdnester erfolgt bevorzugt an trocken-warmen, sandigen Standorten oder unter gepflasterten Wegen, wobei die Nester oft mit einer Kuppel versehen sind. Im Gegensatz zu den flügellosen Arbeiterinnen besitzen die Geschlechtstiere (Männchen und Weibchen) Flügel. Der Schwarmflug findet in einem Zeitraum zwischen Anfang Juni und Anfang August statt, wenn die Geschlechtstiere das Nest verlassen. Nach der erfolgreichen Kopula werfen die begatteten Jungweibchen ihre Flügel ab und suchen einen geeigneten Platz zur Gründung einer neuen Kolonie. Die Ernährung der Gemeinen Rasenameise ist vielseitig, gilt jedoch als hauptsächlich granivor, da ein breites Spektrum an Pflanzensamen in das Nest eingetragen wird. Diese verarbeiteten Samen dienen unter anderem als Nahrung für die Larven der Geschlechtstiere. Ergänzend ernährt sich die Art trophobiotisch von den Ausscheidungen unterirdisch lebender Pflanzensaftsauger. Auch die Aufnahme tierischer Beuteorganismen (Zoophagie) kommt vor, wobei die Art eher als Aasfresser denn als aktiver Jäger in Erscheinung tritt. Gegenüber Artgenossen verhält sich *Tetramorium caespitum* äußerst aggressiv und territorial.[1] Die Arbeiterinnen zeigen eine hohe morphologische Stabilität, besiedeln aber erfolgreich verschiedenste Habitate von südeuropäischen Küsten bis hin zu alpinen Berglagen. Als natürliche Gegenspieler treten unter anderem Sozialparasiten auf, welche die Arten des *Tetramorium caespitum*-Komplexes als Wirte nutzen.[5]
Vorkommen & Lebensraum
Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Tetramorium caespitum* umfasst weite Teile Europas sowie den Kaukasus.[4] In Deutschland ist die Art flächendeckend verbreitet und kommt vor allem in planaren bis kollinen Zonen vor. Bevorzugt werden trocken-warme Standorte, wobei die Ameise auf Sandböden im Tiefland dominiert.[1] Während die Art im gesamten Areal Höhenlagen von Meereshöhe bis zu 2100 Metern besiedelt, wird sie in Deutschland oberhalb von 500 Metern meist von der Zwillingsart *Tetramorium impurum* ersetzt.[4][1] *Tetramorium caespitum* bewohnt offene, xerotherme Lebensräume unterschiedlichster Ausprägung. Auch in menschlichen Siedlungen und Gärten ist die Gemeine Rasenameise sehr häufig zu finden. Die Kolonien legen recht große Erdnester an, die oft mit einer typischen Kuppel versehen sind. Diese Nester befinden sich vorzugsweise an trockenen und sandigen Stellen, beispielsweise entlang von Wegrändern. Im urbanen Umfeld nutzen die Tiere häufig gepflasterte Wege oder Terrassen als Nistplatz, wobei sie feinen Sand an die Oberfläche befördern. Die Nistaktivität findet gewöhnlich im Außenbereich statt, eine Nestgründung direkt im Haus ist unüblich. Dennoch dringen Arbeiterinnen auf ihren Streifzügen zur Nahrungssuche gelegentlich in Wohnräume ein.[1] Historisch wurde angenommen, dass die Art auch in Nordamerika vorkommt, dort handelt es sich jedoch um die verwandte Art *Tetramorium immigrans*.[4]
Saisonalität & Aktivität
Die reproduktiven Phasen der Gemeinen Rasenameise (*Tetramorium caespitum*) sind saisonal eng begrenzt. Männliche und weibliche Geschlechtstiere verlassen die Nester für den Schwarmflug in der Zeit zwischen Anfang Juni und Anfang August. Im Anschluss an die Paarung werfen die begatteten Jungweibchen ihre Flügel ab und suchen nach geeigneten Orten für die Gründung neuer Kolonien. Während der warmen Jahreszeit sind die Arbeiterinnen aktiv auf Nahrungssuche und können dabei über Ameisenstraßen auch in Gebäude eindringen.[1] Das öffentliche Interesse an der Art erreicht seinen Höhepunkt im August, was mit der späten Phase der Schwarmflugzeit und der allgemeinen Sommeraktivität korrespondiert. In den Wintermonaten Januar und Februar liegen keine signifikanten Suchanfragen vor, was die saisonale Ruhephase der Art widerspiegelt.[3]
Bronnen & Referenties
- Dr. Felke – Institut für Schädlingskunde, Gemeine Rasenameise (Tetramorium caespitum), Reinheim
- Wagner, H.C. et al. (2018): Evolution of morphological crypsis in the Tetramorium caespitum ant species complex. Scientific Reports 8:12547. DOI:10.1038/s41598-018-30890-z
- Aggregierte Suchinteresse-Zeitreihe für 'Gemeine Rasenameise', Deutschland.
- https://doi.org/10.1038/s41598-018-30890-z
- Wagner, H. C. et al. (2018). Evolution of morphological crypsis in the Tetramorium caespitum ant species complex. Scientific Reports, 8:12547. https://doi.org/10.1038/s41598-018-30890-z
- https://schaedlingskunde.de