Fakten (kompakt)
- Die Larven schlüpfen etwa 15 Tage nach der Eiablage und haben zu diesem Zeitpunkt eine Körperlänge von drei bis vier Millimetern. - Die Larvenentwicklung dauert rund vier Monate an und umfasst insgesamt vier Häutungen, bevor sich das Tier in der Erde verpuppt. - Die Überwinterung erfolgt durch die zweite Generation im Larvenstadium im Boden, wo die Tiere bis zum späten Frühling oder Frühsommer verbleiben. - Der gesamte Lebenszyklus der Kohlschnake kann einen Zeitraum von bis zu acht Monaten umfassen. - In der modernen Forschung werden DNA-Barcodes (COI-Gen) von *Tipula oleracea* genutzt, um phylogenetische Vergleiche mit anderen Schnakengattungen wie *Brithura* anzustellen.[2]
Die Kohlschnake (*Tipula oleracea*) ist eine Art aus der Familie der Schnaken (Tipulidae), die im Jahr 1758 von Carl von Linné wissenschaftlich erstbeschrieben wurde. Innerhalb der Systematik wird sie der Unterfamilie Tipulinae zugeordnet. *Tipula oleracea* fungiert zudem als Typusart der Gattung *Tipula*.[1] In taxonomischen Verzeichnissen wird die Art spezifisch dem Untergenus *Tipula* zugerechnet, wodurch die vollständige Bezeichnung *Tipula (Tipula) oleracea* lautet.[2]
Die Kohlschnake (*Tipula oleracea*) erreicht eine Körperlänge von bis zu 26 Millimetern. Ihr Thorax weist einen dunkel gestriemten Rückenschild auf. Der Hinterleib ist grau bis ockergelb gefärbt. Die Flügel besitzen einen charakteristischen ziegelroten Vorderrand. Wie alle Arten der Unterfamilie Tipulinae verfügt sie über 13 Antennenglieder. Zudem besitzt die Kohlschnake sehr lange Hinterbeine. Die Mundwerkzeuge der adulten Tiere sind weich ausgebildet und besitzen keine stechend-saugende Funktion. Daher können sie nicht stechen und nehmen nur flüssige Nahrung wie Nektar auf. Die Geschlechter lassen sich äußerlich durch den Bau des Hinterleibs unterscheiden. Männchen haben am Hinterende eine deutliche, keulenförmige Verdickung, das Hypopygium. Die Weibchen besitzen hingegen eine spitz zulaufende Legeröhre. Die ovalen Eier sind dunkel gefärbt und etwas weniger als einen Millimeter groß. Die Larven sind bräunlich und anfangs drei bis vier Millimeter lang. Im Laufe der Entwicklung wachsen die Larven auf mehrere Zentimeter heran.[1] Der wissenschaftliche Name der Art ist *Tipula oleracea* Linnaeus, 1758.[1][4]
Die Kohlschnake (*Tipula oleracea*) erreicht eine Körperlänge von bis zu 26 Millimetern und fungiert als Typusart der Gattung *Tipula*. Charakteristisch für das Erscheinungsbild ist der dunkelgestriemte Rückenschild sowie ein grau bis ockergelb gefärbter Hinterleib. Die Flügel weisen einen markanten ziegelroten Vorderrand auf, während die Hinterbeine sehr lang ausgebildet sind. Anatomisch verfügt die Art, wie alle Vertreter der Unterfamilie Tipulinae, über 13 Antennenglieder. Ein deutlicher Sexualdimorphismus zeigt sich am Hinterleibsende: Männchen tragen eine keulenförmige Verdickung, das Hypopygium, wohingegen Weibchen eine spitz zulaufende Legeröhre besitzen. Da die adulten Tiere weiche Mundwerkzeuge und keinen Stachel haben, können sie nicht stechen und nehmen ausschließlich flüssige Nahrung wie Nektar auf. Die ovalen, dunkel gefärbten Eier sind knapp einen Millimeter groß. Aus ihnen schlüpfen bräunliche Larven, die anfangs drei bis vier Millimeter messen, im Verlauf von vier Häutungen jedoch auf mehrere Zentimeter heranwachsen.[1]
Das Flugverhalten von *Tipula oleracea* ist durch die Bildung kleiner Schwärme in den Abendstunden gekennzeichnet, die wahrscheinlich der Paarbildung dienen. Dabei fliegen die Tiere vorzugsweise in Bodennähe über Wiesen und Felder. Die Flugaktivität der adulten Tiere beschränkt sich auf zwei Perioden im Jahr: eine erste Generation fliegt im Frühsommer von April bis Juni, gefolgt von einer zweiten Generation im Spätsommer von August bis Oktober. Hinsichtlich der Nahrungsaufnahme sind die adulten Schnaken auf flüssige Nahrung wie Nektar beschränkt. Dies liegt an ihren weichen Mundwerkzeugen, die weder zum Stechen noch zum Saugen von Blut geeignet sind. Für die Fortpflanzung legen die Weibchen ihre Eier einzeln in den Boden ab. Sie bevorzugen dafür lockere und feuchte Erde, wie sie auf Feuchtwiesen oder in Gärten zu finden ist. Ein einzelnes Weibchen kann dabei bis zu 1200 Eier ablegen. Die geschlüpften Larven ernähren sich von verwesendem Pflanzenmaterial und Wurzeln. Nachts zeigen die Larven ein erweitertes Fraßverhalten, indem sie oberirdische Pflanzenteile befallen und Blätter konsumieren. Die Larven der zweiten Generation überwintern im Erdreich, bevor sie sich im späten Frühling verpuppen.[2]
Die Larven von *Tipula oleracea* bevorzugen lockere, feuchte Böden als Lebensraum, wobei neben feuchten Wiesen auch Gärten und landwirtschaftliche Kulturflächen besiedelt werden. Sie ernähren sich saprophag von verwesenden Pflanzenstoffen, greifen jedoch auch zarte Wurzeln lebender Pflanzen an. In den Nachtstunden können die Larven an die Oberfläche gelangen, um oberirdische Pflanzenteile und Blätter zu fressen. Bei hohen Populationsdichten von bis zu 400 Larven pro Quadratmeter treten sie als Schädlinge an Kulturpflanzen wie Kohl auf. Die adulten Tiere nehmen aufgrund ihrer weichen Mundwerkzeuge ausschließlich flüssige Nahrung wie Nektar auf. Der Lebenszyklus umfasst zwei Generationen jährlich, wobei die Larven der zweiten Generation im Boden überwintern.[5]
Die wirtschaftliche Bedeutung der Kohlschnake (*Tipula oleracea*) ergibt sich primär aus der Fraßtätigkeit ihrer Larven, die bei einem Massenbefall erhebliche Schäden an Kulturen verursachen können. Während sich die Larven auch von verwesenden Pflanzenstoffen ernähren, fressen sie ebenso an zarten Wurzeln lebender Pflanzen. Dies kann insbesondere bei Kulturpflanzen wie dem Kohl zu Beeinträchtigungen führen. Ein Befall lässt sich oft auch an oberirdischen Pflanzenteilen feststellen, da die Larven nachts die Erde verlassen, um an Blättern zu fressen. Das Schadpotenzial korreliert stark mit der Populationsdichte im Boden. In betroffenen Gebieten können oft bis zu 400 Larven pro Quadratmeter leben. Diese hohen Dichten werden durch die Reproduktionsbiologie begünstigt, da ein einzelnes Weibchen bis zu 1200 Eier ablegen kann. Als prädisponierender Faktor für einen Befall gilt die Bodenbeschaffenheit, da die Eier einzeln in lockere, feuchte Erde abgelegt werden. Feuchte Wiesen, aber auch Gärten und landwirtschaftliche Kulturflächen bieten daher ideale Bedingungen für die Eiablage und Larvenentwicklung. Im Gegensatz zu den schädlichen Larven sind die adulten Tiere für den Menschen und die Landwirtschaft harmlos. Sie besitzen keinen Stachel und verfügen nicht über stechend-saugende Mundwerkzeuge, sondern nehmen lediglich flüssige Nahrung wie Nektar auf. Außerhalb ihres ursprünglichen Verbreitungsgebietes in Europa tritt die Art in Nord- und Südamerika als eingeschlepptes Neozoon auf.[1]
Die wirtschaftliche Bedeutung der Kohlschnake (*Tipula oleracea*) resultiert primär aus der Fraßtätigkeit ihrer Larven, die in der Landwirtschaft und im Gartenbau als Schädlinge auftreten können. Feuchte Wiesen, Gärten und landwirtschaftliche Kulturflächen bieten den Tieren ideale Bedingungen für die Eiablage, wobei ein einzelnes Weibchen bis zu 1200 Eier produzieren kann. Diese hohe Reproduktionsrate ermöglicht Populationsdichten von bis zu 400 Larven pro Quadratmeter Boden, was bei einem Massenbefall zu signifikanten Schäden an den Kulturen führt. Die Larven ernähren sich zwar auch von verwesendem Pflanzenmaterial, greifen jedoch gezielt zarte Wurzeln lebender Nutzpflanzen an. Namentlich sind Kohlpflanzen gefährdet, was sich im deutschen Trivialnamen der Art widerspiegelt. Neben dem unterirdischen Wurzelfraß können die Larven nachts auch an die Oberfläche kommen und oberirdische Pflanzenteile wie Blätter anfressen.[1]