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Lexicon-vermelding

Berlijnse kever Trogoderma angustum

Berlijnse kever

Taxonomie

Rijk Tiere (Animalia)
Stam Gliederfüßer (Arthropoda)
Klas Insekten (Insecta)
Orde Käfer (Coleoptera)
Familie Dermestidae
Geslacht Trogoderma
Soort Trogoderma angustum
Wetenschappelijke naam Trogoderma angustum (Solier, 1849)
Geaccepteerde naam

Einleitung

Der **Berlinkäfer** (*Trogoderma angustum*) ist eine Käferart aus der Familie der Speckkäfer (Dermestidae), die als Vorrats- und Materialschädling in Erscheinung tritt.[1][2] Die ursprünglich 1849 aus Chile beschriebene Art wurde um 1920 nach Europa eingeschleppt und erhielt ihren deutschen Namen aufgrund der frühen Funde in Berlin.[1] In der englischsprachigen Literatur wird die Spezies häufig als „Stockholm beetle“ bezeichnet, da eine Einschleppung über Stockholm vermutet wurde.[2]
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Fakten (kompakt)

- Ein deutlicher Sexualdimorphismus zeigt sich an den Fühlern: Während Weibchen eine dreigliedrige Keule besitzen, ist diese bei Männchen fünfgliedrig ausgebildet. - Die Körpergröße variiert geschlechtsspezifisch, wobei Männchen lediglich 2,5 bis 3,0 Millimeter messen, Weibchen hingegen 3,2 bis 4,0 Millimeter erreichen. - Zur biologischen Bekämpfung wurde die parasitische Plattwespe *Laelius pedatus* untersucht, deren Weibchen durchschnittlich 52 Larven von *Trogoderma angustum* lähmen können. - Kältebehandlungen zeigen Wirkung, da Weibchen unter 10 °C die Eiablage einstellen und bei -19 °C nach entsprechender Zeit 91 % der Larven absterben. - Mikroskopisch lassen sich die Larven von anderen Dermestiden durch ihre dreigliedrigen Fühler abgrenzen, bei denen das zweite Glied nicht wesentlich länger ist als die anderen. - In der populationsgenetischen Methodik dient die Art als empirisches Beispiel für Tier-SNP-Datensätze (Single Nucleotide Polymorphism), wobei Studien mit 3.573 Loci durchgeführt wurden.[1]

Name & Einordnung

Die Art *Trogoderma angustum* wurde im Jahr 1849 von dem französischen Entomologen Solier unter dem ursprünglichen Namen *Eurhopalus angustus* wissenschaftlich erstbeschrieben. Diese Beschreibung erschien in dem von Claudio Gay herausgegebenen Werk zur Naturgeschichte Chiles, wobei die Typusexemplare aus Santa Rosa (heute Los Andes) und Copiapó stammten.[3] Der heute gültige Gattungsname *Trogoderma* leitet sich aus dem Altgriechischen ab („trōgo“ für nagen, „dérma“ für Haut) und bezieht sich auf die Ernährung der Larven an trockenen Tierhäuten. Der ursprüngliche Gattungsname *Eurhopalus* gilt als Synonym und bedeutet „schöne Keule“, was die Fühlerform charakterisiert. Das Artepitheton *angustus* (lateinisch für eng, schmal) verweist auf den für Speckkäfer ungewöhnlich schlanken Körperbau.[4] Der deutsche Trivialname „Berlinkäfer“ etablierte sich, da die Art nach ihrer Einschleppung nach Europa um 1920 zunächst hauptsächlich in Berlin nachgewiesen wurde.[5] Im englischen Sprachraum ist die Bezeichnung „Stockholm beetle“ verbreitet, da eine Einschleppung von Stockholm nach England vermutet wurde.[6] Systematisch wird die Art der Familie der Speckkäfer (Dermestidae) zugeordnet.[7]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Der Berlinkäfer (*Trogoderma angustum*) zeichnet sich durch einen relativ schmalen Körperbau aus, wobei die Länge in der Regel dem Doppelten der Breite entspricht.[3][4] In der Aufsicht zeigt der Käfer einen geschlossenen Umriss mit einer rotbraunen bis schwarzbraunen Grundfärbung. Die Oberseite ist mit einer Zeichnung aus schwarzen und weißen Haaren bedeckt, wobei die weiße Behaarung auf den Flügeldecken zwei gezackte Querbinden und einen Fleck am Ende jeder Decke bildet. Der Kopf wird in Ruhelage bis zu den Oberkiefern in die Vorderbrust zurückgezogen, wodurch Unterkiefer und Taster verdeckt sind. Neben den rundlichen, stark gewölbten Facettenaugen befindet sich auf der Stirn ein zusätzliches Einzelauge. Ein deutlicher Sexualdimorphismus zeigt sich in der Größe: Weibchen messen zwischen 3,2 und 4,0 Millimeter, während Männchen nur 2,5 bis 3,0 Millimeter erreichen. Auch die elfgliedrigen Fühler sind unterschiedlich ausgeprägt; beim Weibchen enden sie in einer dreigliedrigen, deutlich abgesetzten Keule. Beim Männchen ist die Keule fünfgliedrig, und die Geißelglieder gehen übergangslos in diese über.[3] Die Fühlerbasis ist gelb, während die Keule dunkelbraun gefärbt ist. Der Halsschild ist vollständig gerandet und beim Männchen dicht, beim Weibchen hingegen fein und weitläufig punktiert. An den Seiten der Vorderbrust liegen gut abgegrenzte Fühlergruben, in die die Antennen bei Inaktivität eingelegt werden. Die Vorderhüften sind voneinander getrennt und die Tarsen sind fünfgliedrig und schmal.[15] Die Larve ist beige bis rötlich braun und besitzt Ringe aus kurzen und längeren hellbraunen Haaren sowie einige sehr lange Haare am Körperende. Die Fühler der Larve sind dreigliedrig, wobei das zweite Glied nicht wesentlich länger ist als die anderen. Eine sichere Unterscheidung von anderen Dermestidenlarven ist meist nur unter dem Mikroskop möglich.[16]

Beschreibung

Der Berlinkäfer (*Trogoderma angustum*) zeichnet sich innerhalb der Familie der Speckkäfer durch einen vergleichsweise schmalen Körperbau aus, worauf auch das lateinische Artepitheton *angustum* (eng, schmal) verweist.[18] Im Gegensatz zu den meist rundlicheren Verwandten entspricht die Körperlänge dieser Art in der Regel dem Doppelten ihrer Breite. Die Grundfärbung der adulten Tiere variiert von rotbraun bis schwarzbraun, wobei eine charakteristische Zeichnung aus grauweißen Haaren zwei gezackte Querbinden auf den Flügeldecken bildet. Eine anatomische Besonderheit ist die Haltung des Kopfes in Ruhelage, bei der dieser bis zu den Oberkiefern in die Vorderbrust zurückgezogen wird, wodurch Mundwerkzeuge wie Unterlippe und Kiefertaster verdeckt sind.[1] Die elfgliedrigen Fühler werden in diesem inaktiven Zustand in gut abgegrenzte Fühlergruben an den Seiten der Vorderbrust eingelegt.[1][7] Ein ausgeprägter Sexualdimorphismus zeigt sich sowohl in der Körpergröße als auch im Bau der Antennen. Während Weibchen eine Länge von bis zu 4,0 Millimetern erreichen und eine deutlich abgesetzte, dreigliedrige Fühlerkeule besitzen, bleiben Männchen mit maximal 3,0 Millimetern kleiner und weisen eine fünfgliedrige Keule auf, die übergangslos aus der Geißel hervorgeht. Neben den Facettenaugen verfügen die Käfer über ein für die Gruppe typisches Einzelauge (Ocellus) auf der Stirn.[1] Die Larven, die als eigentliche Materialschädlinge fungieren, sind beige bis rötlich braun gefärbt und weisen Ringe aus hellbraunen Haaren sowie lange Haarbüschel am Körperende auf.[19] Ihre dreigliedrigen Fühler unterscheiden sich mikroskopisch von anderen Dermestiden-Larven dadurch, dass das zweite Glied nicht wesentlich länger ist als die beiden anderen. Historisch wurde die Art 1849 von Solier ursprünglich unter dem Namen *Eurhopalus angustus* anhand von Funden aus Chile beschrieben, bevor sie sich global verbreitete.[17]

Verhalten

Der *Berlinkäfer* (*Trogoderma angustum*) zeigt eine positive Phototaxis, indem er dem Licht entgegenfliegt, weshalb er häufig an Fensterbänken gefunden wird, wo die Tiere am Glas abstürzen.[14] In der Ruhelage nimmt der Käfer eine Schutzhaltung ein, bei der der Kopf untergebogen und bis zu den Oberkiefern in die Vorderbrust zurückgezogen wird.[3] Die Fühler werden dabei in gut abgegrenzte Fühlergruben an den Seiten der Vorderbrust eingelegt, sodass sie verdeckt sind, wenn der Käfer inaktiv ist.[3][15] Die Larven verhalten sich extrem polyphag und fressen bevorzugt tote Insekten, nutzen aber auch diverse Vorräte wie Getreide, Nüsse oder Tierhaare als Nahrungsquelle. Sie weisen eine hohe Widerstandsfähigkeit auf und können auch lange Hungerperioden überleben.[9] Das Eiablageverhalten der Weibchen ist temperaturabhängig; unterhalb von 10 °C werden keine Eier mehr abgelegt.[20]

Ökologie

Der Berlinkäfer (*Trogoderma angustum*) kommt in Mitteleuropa fast ausschließlich synanthrop vor und ist besonders an das trockene Mikroklima zentralbeheizter Räume angepasst.[8] Die Larven fungieren als extrem polyphage Destruenten, die ein breites Nahrungsspektrum nutzen. Zu ihrer Nahrung zählen tierische Überreste wie tote Insekten, Tierkadaver, Rohfelle und Vogelfedern ebenso wie pflanzliche Produkte, darunter Getreide, Nüsse, Mandeln und Schokolade. Die Larven zeichnen sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit aus und können lange Hungerperioden überleben.[9] Als spezifischer natürlicher Feind der Art tritt die parasitische Plattwespe *Laelius pedatus* auf. Ein Wespenweibchen paralysiert durchschnittlich etwa 50 Käferlarven, wobei auf einen Teil der gelähmten Wirte Eier abgelegt werden. Die parasitierten Larven sterben zu 100 %, und auch die lediglich gelähmten Tiere verenden innerhalb von drei Wochen.[21] Im gemäßigten Klima bildet die Art in der Regel nur eine Generation pro Jahr aus, wobei nachgewiesen wurde, dass sie in dieser Zone überwintern kann.[10][5]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Der Berlinkäfer (*Trogoderma angustum*) tritt sowohl als Material- als auch als Vorratsschädling in Erscheinung, wobei er besonders in Museen, Insektensammlungen und Apotheken Schäden verursacht.[23] Die Larven ernähren sich extrem polyphag und fressen neben toten Insekten auch Getreideprodukte, Nüsse, Schokolade sowie tierische Materialien wie Rohfelle und Vogelfedern.[5] Neben der materiellen Zerstörung besitzen die Larven eine gesundheitliche Relevanz, da sie Allergien hervorrufen können.[24] Ein Befall in Wohnungen zeigt sich häufig durch Käfer an Fensterbänken, da die adulten Tiere dem Licht entgegenfliegen.[14] Im modernen Schädlingsmanagement wird empfohlen, die Befallsdichte durch Monitoring zu überwachen und Räumlichkeiten in entsprechende Risikozonen einzuteilen.[25] Bei der Bekämpfung ist man weitgehend von traditionellen Insektiziden abgekommen und setzt stattdessen auf physikalische Methoden wie Temperaturbehandlung.[20] Weibchen legen unter 10 °C keine Eier mehr ab, und durch tiefes Einfrieren (z. B. auf −19 °C) können Larven effektiv abgetötet werden.[20] Für empfindliche Sammlungsstücke eignet sich die Reduktion des Sauerstoffs durch Begasung mit Stickstoff oder Kohlendioxid, was in Versuchsreihen zu einer Mortalität von bis zu 100 % führte.[26] Zur biologischen Bekämpfung wurde zudem die parasitische Plattwespe *Laelius pedatus* untersucht, deren Weibchen die Käferlarven lähmen und parasitieren.[21]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung von *Trogoderma angustum* begründet sich primär in seiner Rolle als Material- und Vorratsschädling. Besonders gefürchtet ist der Käfer in Museen und wissenschaftlichen Sammlungen, da die Larven bevorzugt tote Insekten fressen und somit wertvolle Insektensammlungen zerstören können.[14] Darüber hinaus befällt die Art Apotheken und Vorratslager, wo sie eine extrem polyphage Ernährungsweise zeigt. Zu den geschädigten Gütern zählen unter anderem Getreideprodukte, Reis, Nüsse, Mandeln, Schokolade sowie pflanzliche Rückstände aus der Ölgewinnung. Auch Materialien tierischen Ursprungs wie Rohfelle, Tierhaare, Vogelfedern und Trockenfleisch werden von den Larven konsumiert.[9] Historisch war die Art in Deutschland von großer Relevanz; so wurde geschätzt, dass in den 1930er Jahren in Berlin circa 80 % der Altbauten aus der Kaiserzeit befallen waren. Im globalen Vergleich ist die Art jedoch weniger stark verbreitet als der verwandte Khaprakäfer *Trogoderma granarium*.[11] Zur Vermeidung wirtschaftlicher Verluste an Kulturgütern werden heute statt Insektiziden oft aufwendige thermische Behandlungen oder Begasungen mit Stickstoff und Kohlendioxid durchgeführt.[22]

Biologie & Lebenszyklus

Der Berlinkäfer (*Trogoderma angustum*) kommt in Mitteleuropa fast ausschließlich synanthrop vor und ist besonders an das trockene Klima zentralbeheizter Wohnungen angepasst. Man findet die Art häufig in Vorratslagern, Museen, Sammlungen oder Apotheken, wobei die Käfer ganzjährig, aber gehäuft im Frühjahr und Frühsommer auftreten.[8] Adulte Tiere fliegen dem Licht entgegen und sammeln sich oft an Fensterbänken, wo sie verenden.[14] Im Gegensatz zu den Larven nehmen die erwachsenen Käfer keine Nahrung zu sich. Die Larven sind extrem polyphag und fressen bevorzugt tote Insekten, nutzen aber auch Getreideprodukte, Nüsse, Schokolade, Trockenfleisch sowie Tierhaare und Federn als Nahrungsquelle. Sie zeichnen sich durch die Fähigkeit aus, auch lange Hungerperioden zu überleben. Die Weibchen legen über fünfzig Eier, wobei die Eiablage bei Temperaturen zwischen 15 °C und 35 °C erfolgt. Das Optimum für die Eiablage liegt bei 25 °C und 20 % relativer Luftfeuchtigkeit, wobei die Eier locker in das Substrat abgelegt werden. Die Entwicklungsdauer vom Ei bis zum Imago beträgt bei 25 °C neun bis fünfzehn Wochen, verlängert sich jedoch bei 20 °C auf siebzehn bis einundzwanzig Wochen. Unter ungünstigen Bedingungen kann der Entwicklungszyklus bis zu zwei Jahre umfassen. Im gemäßigten Klima ist in der Regel mit nur einer Generation pro Jahr zu rechnen.[9] Die Art ist in der Lage, in der gemäßigten Zone zu überwintern.[10] Experimente zeigten jedoch, dass Larven bei einer Abkühlung auf −19 °C nach genügend langer Zeit zu 91 % abgetötet werden.[20] Als natürlicher Feind ist die parasitische Plattwespe *Laelius pedatus* bekannt, deren Weibchen durchschnittlich 52 Larven von *Trogoderma angustum* lähmen kann. Auf ungefähr dreißig der gelähmten Tiere werden Eier abgelegt, woraufhin die parasitierten Larven absterben.[21]

Voorkomen en huidige waarnemingen in Duitsland

  • Baden-Württemberg, Deutschland

    16.11.2025

  • Baden-Württemberg, Deutschland

    11.10.2025

  • Niedersachsen, Deutschland

    12.08.2025

  • Bremen, Bremen, Deutschland

    03.08.2025

  • Sudstadt, 53 Bonn-Beuel, Germany

    01.08.2025

Daten: iNaturalist