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Lexicon-vermelding

Kamp Piraten Xylocoris flavipes

Kamp Piraten

Taxonomie

Rijk Tiere (Animalia)
Stam Gliederfüßer (Arthropoda)
Klas Insekten (Insecta)
Orde Schnabelkerfe (Hemiptera)
Familie Anthocoridae
Geslacht Xylocoris
Soort Xylocoris flavipes
Wetenschappelijke naam Xylocoris flavipes (Reuter, 1875)
Geaccepteerde naam

Einleitung

*Xylocoris flavipes* ist eine Wanzenart aus der Familie der Blumenwanzen (Anthocoridae), die im englischen Sprachraum als „warehouse pirate bug“ bezeichnet wird.[1][2] Dieser generalistische Räuber tritt weltweit in Lagereinrichtungen auf und ernährt sich von Eiern, Larven und Puppen vorratsschädlicher Käfer, Motten und Staubläuse. Aufgrund seiner Effizienz bei der Reduktion von Schädlingspopulationen wird die Art als Nützling für die biologische Schädlingsbekämpfung in Vorratslagern erforscht und eingesetzt.[3] Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Afrika, Australien, Europa, Nord- und Südamerika sowie Teile Asiens.[1]

Biologie & Lebenszyklus

*Xylocoris flavipes* ist ein generalistischer Räuber, der weit verbreitet in Lager- und Verarbeitungsstätten vorkommt und die Fähigkeit besitzt, tief in Getreidemassen einzudringen. Das Beutespektrum umfasst vorwiegend Eier, Larven und Puppen von vorratsschädlichen Käfern und Motten. Zudem bejagt die Art effektiv alle mobilen Stadien von Staubläusen wie *Liposcelis decolor*, selbst wenn diese eine Toleranz gegenüber Phosphin aufweisen. Die Entwicklung und Reproduktion sind stark temperaturabhängig, wobei das physiologische Optimum für Wachstum und Fortpflanzung zwischen 28 und 31 °C bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 63 bis 70 % liegt. Der vollständige Lebenszyklus kann auch bei Temperaturen über 35 °C erfolgreich absolviert werden. Im Gegensatz dazu wirken sich kühlere Bedingungen von 24 °C oder weniger negativ auf das Überleben und die Produktion von Nachkommen aus. Nach dem Schlupf der adulten Weibchen vergehen mindestens vier Tage bis zur ersten Eiablage. Die Wanze zeigt eine funktionelle Reaktion vom Typ II, die durch eine asymptotische Beziehung zwischen der Prädationsrate und der Beutedichte aufgrund von Handhabungszeiten gekennzeichnet ist. *Xylocoris flavipes* verfügt über eine hohe Reproduktionskapazität und kann seine Population im Verhältnis zur Beute rasch steigern (numerische Reaktion). Ein wesentlicher biologischer Faktor ist der Kannibalismus, bei dem Individuen Artgenossen fressen, insbesondere bei hoher Populationsdichte oder begrenztem Beuteangebot. Dieses Verhalten sowie gegenseitige Störungen können die Effizienz der biologischen Kontrolle bei extrem hohen Räuberdichten mindern. Bei steigenden Temperaturen erhöht sich die metabolische Aktivität der Räuber, was zu einer schnelleren Erschöpfung der Beuteressourcen führen kann.[4]