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Lexicon-vermelding

oregano Origanum sp.

oregano

Taxonomie

Rijk Pflanzen (Plantae)
Stam Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde Lamiales (Lamiales)
Familie Lamiaceae
Geslacht Origanum
Soort Origanum
Wetenschappelijke naam Origanum L.
Geaccepteerde naam

Einleitung

Oregano (*Origanum*) bezeichnet eine Pflanzengattung aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), zu der auch der als Gewürz- und Heilpflanze bekannte Echte Dost (*Origanum vulgare*) zählt.[1] Die Pflanzen enthalten ätherische Öle, die nicht nur kulinarisch genutzt werden, sondern auch fungizide Eigenschaften besitzen und beispielsweise zum Schutz historischer Monumente vor mikrobiellem Befall erforscht werden.[2] Zudem finden Extrakte der Gattung Anwendung in der Entwicklung natürlicher Repellents gegen Insekten und Spinnentiere.[3]

Gemeenschapsanalyse

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Laatst op 26.04.2026
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Fakten (kompakt)

- Die Chromosomenzahl von *Origanum vulgare* beträgt 2n = 30 oder 32. - Im Mittelalter wurde die Pflanze als Schutz vor Hexen angesehen und Bräuten in die Schuhe gelegt, um böse Mächte abzuwehren. - Antike Mediziner wie Hippokrates nutzten die Pflanze zur Geburtsbeschleunigung sowie zur Behandlung von Hämorrhoiden. - Bei der Ernte werden die Stängel eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten und anschließend in dunklen Räumen getrocknet, um die Qualität zu erhalten. - Aufgrund des hohen Phenolgehalts kann reines Oreganoöl Hautreizungen verursachen und sollte nur verdünnt, etwa mit Sonnenblumenöl, angewendet werden.[17] - Ein patentiertes Verfahren zur Mückenabwehr kombiniert Oregano-Extrakte mit der Dalmatinischen Chrysantheme in einem Verhältnis von 4:1. - In der Agrarwirtschaft wird ätherisches Oreganoöl zur Bekämpfung spezifischer Pflanzenkrankheiten wie Maisblattflecken, *Rhizoctonia* und *Fusarium* eingesetzt. - Moderne Textiltechnologien nutzen die Nano-Verkapselung von Oreganoöl, um Stoffe mit antimikrobiellen Eigenschaften auszurüsten.[3]

Name & Einordnung

Die Erstveröffentlichung der Gattung *Origanum* sowie der Art *Origanum vulgare* erfolgte im Jahr 1753 durch Carl von Linné in dessen Werk *Species Plantarum*.[4] Der botanische Gattungsname leitet sich vom altgriechischen Wort ὀρίγανον (*origanon*) ab, das sich aus den Begriffen ὄρος (*óros*) für „Berg“ und γάνος (*gános*) für „Glanz“ oder „Erfrischung“ zusammensetzt. Diese Bezeichnung wird volksetymologisch häufig als „Bergglanz“ oder „Gebirgsfreude“ gedeutet, wobei die exakte Etymologie als ungeklärt gilt.[5] Im deutschen Sprachraum ist die Pflanze traditionell als „Dost“ oder „Echter Dost“ bekannt, wobei historisch auch Trivialnamen wie „Wohlgemut“, „Müllerkraut“, „Dostenkraut“ oder „Wilder Majoran“ verwendet wurden.[1] Die mittelhochdeutschen Bezeichnungen lauteten „doste“ oder „toste“, während der heute geläufige Name „Oregano“ aus dem Italienischen entlehnt wurde.[5] Systematisch wird die Gattung *Origanum* der Unterfamilie Nepetoideae innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) zugeordnet.[1] Neben der Typusart *Origanum vulgare* umfasst die Gattung weitere relevante Taxa wie *Origanum majorana* (Majoran) oder *Origanum minutiflorum*. Für *Origanum vulgare* existieren zahlreiche Synonyme, darunter *Origanum creticum* L., *Origanum syriacum* L. oder *Majorana neglecta* (Vogel) Walp.[6]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Beim Oregano (*Origanum vulgare*) handelt es sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 70 Zentimetern erreicht. Aus einem oft verholzenden Rhizom treibt der aufrecht wachsende, vierkantige Stängel, der ebenso wie die meist rötlich überlaufenen Zweige eine leichte Behaarung aufweist.[1] Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter gliedern sich in einen 2 bis 7 Millimeter langen Blattstiel und eine 25 bis 40 Millimeter lange, länglich-eiförmige Blattspreite. Charakteristisch für die Bestimmung ist die drüsige Punktierung an der Blattunterseite, während der Blattrand schwach gezähnt oder glatt und teilweise fein behaart ist. Die Blüten stehen in dichten, kugeligen Scheinrispen, die endständig oder seitenständig angeordnet sind. Die fünfzählige, zygomorphe Blüte besitzt einen etwa 3 Millimeter langen, dunkelgrünen Kelch mit fünf gleichen Zähnen, der oft purpurfarben überlaufen ist. Die 4 bis 6 Millimeter lange, glockenförmige Kronröhre endet zweilippig mit einer dreilappigen Unterlippe und einer ausgerandeten Oberlippe. Die Kronblätter sind meist rosaviolett, seltener weißlich gefärbt. Von den vier Staubblättern ragen zwei aus der Kronröhre heraus, während die zwei kürzeren dicht unter der Oberlippe enden. Die Klausenfrucht zerfällt in vier etwa 1 Millimeter große, länglich-ovale Nüsschen mit brauner, glatter Oberfläche.[7] Neben der Nominatform existieren Unterarten wie *Origanum vulgare* subsp. *hirtum* oder *Origanum vulgare* subsp. *virens*, die sich in Verbreitung und Details unterscheiden.[9] Verwandte Arten innerhalb der Gattung sind beispielsweise *Origanum majorana* oder der in der Türkei verbreitete *Origanum minutiflorum*.[2]

Beschreibung

Die Gattung *Origanum*, im Deutschen als Dost bezeichnet, wird taxonomisch der Familie der Lamiaceae (Lippenblütler) und der Ordnung der Lamiales zugeordnet.[12] Zu den in der wissenschaftlichen Literatur hervorgehobenen Vertretern zählen insbesondere *Origanum vulgare* und *Origanum majorana*. Morphologisch gliedert sich der Pflanzenkörper in Wurzeln, Stängel und Blüten, welche allesamt als Speicherorte für bioaktive Substanzen dienen und extrahiert werden können. Ein charakteristisches physiologisches Merkmal der Gattung ist die Produktion spezifischer ätherischer Öle, die reich an Carvacrol sind. Diese phytochemischen Verbindungen fungieren als natürliche Abwehrstoffe und zeigen eine ausgeprägte Wirkung gegen diverse biotische Stressfaktoren. Das Wirkungsspektrum umfasst eine signifikante fungizide Aktivität gegen pflanzenpathogene Pilze wie *Fusarium* und *Rhizoctonia* sowie gegen Erreger von Maisblattflecken. Zudem besitzen die Inhaltsstoffe bakterizide Eigenschaften, die unter anderem das Wachstum von grampositiven Bakterien wie *Staphylococcus aureus* und *Escherichia coli* hemmen. Über die antimikrobielle Funktion hinaus löst das chemische Profil der Pflanzen ein Meideverhalten bei Insekten und Spinnentieren aus. Diese repellierende Wirkung übertrifft in bestimmten Kombinationen, etwa bei der gemeinsamen Verarbeitung mit Dalmatinischer Chrysantheme, die Effizienz reiner Pyrethrin-Präparate. Die Bioaktivität der *Origanum*-Extrakte bleibt auch in technologischen Anwendungen stabil, beispielsweise durch Verkapselung in Polymerhüllen zur kontrollierten Freisetzung. Somit definiert sich die Gattung *Origanum* in ihrer ökologischen Nische primär durch ihr hochspezialisiertes chemisches Verteidigungssystem gegen mikrobielle und tierische Angreifer.[3]

Verhalten

Obwohl *Origanum vulgare* als Pflanze kein aktives Verhalten im zoologischen Sinne zeigt, verfügt sie über spezifische ökologische Interaktionsmuster zur Fortpflanzung und Abwehr. Die Bestäubung erfolgt mechanisch über den Rücken von Insekten, wobei die Pflanze Strategien zur Vermeidung von Selbstbestäubung verfolgt. Als Ausbreitungsmechanismus fungiert die Art als Windstreuer und Selbststreuer, wobei die Diasporen als Ballonflieger über den Wind transportiert werden. Eine besondere biotische Interaktion besteht mit Regenwürmern, bei denen beobachtet wurde, dass sie die Früchte der Pflanze bevorzugt aufnehmen. Zur chemischen Verteidigung produziert *Origanum sp.* ätherische Öle, die bei Insekten und Spinnentieren ein natürliches Meideverhalten auslösen und als Repellent wirken.[3] Auf mikrobieller Ebene führen diese Inhaltsstoffe bei konkurrierenden oder schädlichen Pilzen zu einer Wachstumshemmung und strukturellen Schädigung der Zellmembranen.[2]

Ökologie

Oregano ist ein Hemikryptophyt oder Chamaephyt, der warme Standorte auf kalkhaltigem Untergrund bevorzugt. Er besiedelt trockene und lichte Wälder, wie Eichen- und Kiefernwälder, sowie Mager- und Trockenrasen und gilt als Charakterart der Ordnung *Origanetalia vulgaris*. Nach den ökologischen Zeigerwerten handelt es sich um einen Mäßigtrockenzeiger und eine Halbschattpflanze, die auf stickstoffarmen bis mäßig nährstoffreichen Böden gedeiht. Die ätherischen Öle in den punktförmigen Drüsen der Blattunterseite dienen als Transpirationsschutz.[1] Diese Inhaltsstoffe entfalten zudem signifikante ökologische Abwehrfunktionen, indem sie das Wachstum von mikrokolonialen Pilzen wie *Coniosporium*, *Sarcinomyces* und *Phaeococcomyces* hemmen, die Gesteinsoberflächen besiedeln.[13] Auch gegen pflanzenpathogene Pilze wie *Fusarium* und *Rhizoctonia* zeigen die Öle eine fungizide Wirkung. Darüber hinaus wirken die Inhaltsstoffe repellierend auf Insekten und Spinnentiere.[3] Die Bestäubung erfolgt über den Insektenrücken, wobei die nektarreichen Blüten besonders von Honigbienen und Schwebfliegen besucht werden. Zu den spezifischen Besuchern zählen Schmetterlingsarten wie das Große Ochsenauge (*Maniola jurtina*), der Schachbrettfalter (*Melanargia galathea*) und das Kleine Wiesenvögelchen (*Coenonympha pamphilus*). Die Ausbreitung der Samen erfolgt durch den Wind oder durch Selbstausstreuung, wobei beobachtet wurde, dass Regenwürmer die Früchte bevorzugt aufnehmen.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Oregano gilt ökologisch als bedeutender Nützling, dessen Blüten zahlreichen Insekten wie Honigbienen, Schwebfliegen sowie Schmetterlingsarten wie dem Großen Ochsenauge (*Maniola jurtina*) oder dem Schachbrettfalter (*Melanargia galathea*) als Nahrungsquelle dienen. Die Pflanze selbst verfügt über ätherische Öle, die ihr als Transpirationsschutz helfen und sie an trockenen Standorten widerstandsfähig machen. Ein spezifisches Schadbild durch Tierfraß ist selten, jedoch wurde beobachtet, dass Regenwürmer bevorzugt die Früchte der Pflanze aufnehmen.[15] In der modernen Schädlingsbekämpfung und Materialerhaltung spielt Oregano eine zunehmend wichtige Rolle als biologisches Agens. Extrakte aus *Origanum majorana* und *Origanum minutiflorum* zeigen eine signifikante Wirksamkeit gegen schwarze mikrokoloniale Pilze (*Coniosporium* sp., *Sarcinomyces* sp., *Phaeococcomyces* sp.), die historische Steinmonumente durch Rissbildung und Exfoliation schädigen.[2][16] Studien belegen, dass insbesondere eine 3-prozentige Konzentration des ätherischen Öls von *Origanum minutiflorum* das Pilzwachstum am effektivsten hemmt. Diese Anwendung dient als nachhaltige Präventionsmaßnahme zum Schutz von Kulturerbe vor Biodeterioration.[2] Auch im landwirtschaftlichen Pflanzenschutz werden Oreganoöle als natürliche Fungizide und Bakterizide eingesetzt, etwa zur Bekämpfung von *Rhizoctonia*, *Fusarium* oder der Blattfleckenkrankheit bei Mais. Zur Abwehr von Vektoren und Lästlingen dienen Formulierungen auf Basis von Carvacrol oder spezifischen *Origanum*-Ölen als Repellents gegen Insekten und Spinnentiere. So wurden Verfahren entwickelt, die Oregano in Kombination mit Dalmatinischer Chrysantheme zur effektiven Mückenabwehr nutzen. In der Hygieneindustrie wird nano-verkapseltes Oreganoöl zur antimikrobiellen Ausrüstung von Materialien verwendet, um die Ausbreitung von Erregern wie *Escherichia coli* oder *Staphylococcus aureus* zu verhindern.[3] Historisch wurde der Dost im Mittelalter im Rahmen des Aberglaubens zur präventiven „Hexenabwehr“ genutzt und galt als Schutzmittel gegen böse Mächte.[15]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Relevanz von Oregano (*Origanum sp.*) erstreckt sich über die Nutzung als Gewürz hinaus zunehmend auf den technischen Materialschutz und den biologischen Pflanzenschutz. Insbesondere im Bereich der Denkmalpflege spielen ätherische Öle von Arten wie *Origanum majorana* und *Origanum minutiflorum* eine wachsende Rolle. Forschungen zeigen, dass diese Öle effektiv gegen schwarze mikrokoloniale Pilze wirken, die historische Marmor- und Steinmonumente besiedeln und schädigen. Zu den bekämpften Schadorganismen zählen Pilzgattungen wie *Coniosporium*, *Sarcinomyces* und *Phaeococcomyces*, welche für die Biodeterioration von Kulturerbe verantwortlich sind. Der Einsatz dieser pflanzlichen Extrakte bietet eine nachhaltige Alternative zu synthetischen Bioziden, welche oft gesundheitsschädlich sind und die Bausubstanz angreifen können. Durch die Reduktion von Verwitterungsschäden können langfristig Restaurierungskosten an historischen Stätten gesenkt werden.[2] In der Agrarwirtschaft werden Oregano-Öle zur Entwicklung natürlicher Fungizide und Bakterizide genutzt. Patentierte Anwendungen zielen auf die Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten wie Maisblattflecken oder Infektionen durch *Rhizoctonia* und *Fusarium* ab. Darüber hinaus existieren Verfahren zur Nutzung als Repellent gegen Insekten und Spinnentiere, um Ernteverluste oder Belästigungen zu minimieren. Auch in der Textil- und Kosmetikindustrie finden die antimikrobiellen Eigenschaften Anwendung, etwa durch Nano-Verkapselung zur Funktionalisierung von Stoffen. Dies ermöglicht den Ersatz synthetischer Konservierungsstoffe in Produkten durch natürliche Wirkstoffe wie Carvacrol.[3] Indirekt profitiert die Landwirtschaft zudem von *Origanum vulgare* als bedeutender Nektarpflanze, die Bestäuber wie Honigbienen anzieht und somit ökologische Dienstleistungen unterstützt.[14]

Biologie & Lebenszyklus

Beim Oregano (*Origanum vulgare*) handelt es sich um einen ausdauernden Hemikryptophyten oder Chamaephyten, der Überdauerungsknospen an der Erdoberfläche oder knapp darunter bildet. Die vegetative Vermehrung und Ausbreitung erfolgt über oft verholzte Rhizome und unterirdische Ausläufer, wodurch die Pflanze dichte Bestände formen kann.[1] In Mitteleuropa erstreckt sich die Blütezeit von Juli bis September, wobei sich die Blüten in kugeligen Scheinrispen entwickeln.[7] Die Art ist gynomonözisch oder gynodiözisch, was bedeutet, dass neben zwittrigen Blüten auch rein weibliche Pflanzen oder Blüten vorkommen. Eine Selbstbestäubung kommt gewöhnlich nicht vor; stattdessen erfolgt die Bestäubung durch Insekten, wobei der Pollen primär über den Rücken der Tiere übertragen wird. Zu den häufigsten Besuchern zählen Honigbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge wie das Große Ochsenauge oder der Schachbrettfalter. Die maximale Besuchsfrequenz der Bestäuber ist um 13 Uhr zu verzeichnen.[1] Nach der Befruchtung zerfällt die Klausenfrucht in vier etwa einen Millimeter lange, länglich-ovale Nüsschen.[1][7] Die Ausbreitung der Diasporen erfolgt als Windstreuer oder Ballonflieger, zudem wurde beobachtet, dass Regenwürmer die Früchte bevorzugt aufnehmen.[1] Physiologisch ist die Pflanze durch Drüsenschuppen an der Blattunterseite gekennzeichnet, die ätherische Öle wie Carvacrol produzieren.[1][2] Diese Sekundärmetabolite dienen als Transpirationsschutz bei Hitze und besitzen nachweislich starke antimikrobielle Eigenschaften, die die Pflanze vor pilzlichen Erregern schützen.[1][2][3] Obwohl die Pflanze im gemäßigten Klima winterhart ist, wirft sie bei Trockenheit ihre Blütenkrone nach der Bestäubung ab und die Klausenfrüchte öffnen sich.[1][11]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Origanum vulgare* erstreckt sich über fast ganz Europa, Asien sowie das nordwestliche Afrika. Während die Art weltweit in warmen und gemäßigten Gebieten kultiviert wird, fehlt sie in Europa wildwachsend lediglich in Island, kommt jedoch bis nach Spitzbergen vor.[9] Die Familie der Lamiaceae, der die Gattung angehört, ist im Mittelmeerraum besonders reich vertreten.[2] Innerhalb des großen Areals besiedeln verschiedene Unterarten spezifische Regionen; so findet sich *Origanum vulgare* subsp. *virens* in Makaronesien und im westlichen Mittelmeerraum, während *Origanum vulgare* subsp. *gracile* von der Türkei bis Zentralasien verbreitet ist.[9] Die Unterart *Origanum vulgare* subsp. *hirtum* kommt von Südosteuropa bis zur Türkei und den ostägäischen Inseln vor.[9][10] Bezüglich der Standortansprüche bevorzugt der Echte Dost warme Plätze auf kalkhaltigem Untergrund. Er besiedelt vorwiegend trockene und lichte Wälder, wie Eichen- und Kiefernwälder oder Schneeheiden-Kiefernwälder. Zu den regelmäßigen Wuchsorten zählen zudem Gebüsche an Weg- und Waldrändern, sonnige Hänge, Hecken sowie Mager- und Trockenrasen. In Mitteleuropa gilt die Pflanze als Charakterart der Ordnung Origanetalia vulgaris.[1] Die vertikale Verbreitung reicht in den Westalpen, etwa im Kanton Wallis, bis auf eine Höhe von 2030 Metern.[11] Generell gedeiht die Art am besten an trockenen und sonnigen Standorten.[9]

Saisonalität & Aktivität

Die Blütezeit des Oregano (*Origanum vulgare*) erstreckt sich in den Sommermonaten von Juli bis September, wobei sich zahlreiche Blüten in dichten Scheinrispen entwickeln.[7] Die Bestäubung erfolgt tagsüber durch Insekten, wobei der maximale Blütenbesuch um die Mittagszeit gegen 13 Uhr stattfindet.[1] Im Anschluss an die Blütephase tritt die Fruchtreife in den Monaten Oktober bis November ein.[7] Die Klausenfrüchte öffnen sich dabei spezifisch bei Trockenheit, um die Samen als Wind- und Selbststreuer zu verbreiten. Als Hemikryptophyt überdauert die Pflanze die Wintermonate durch ihr oft verholzendes Rhizom und gilt im gemäßigten Klima als winterhart, wenngleich sie bei starkem Frost Schutz benötigen kann.[1] Die chemische Zusammensetzung der pflanzlichen Inhaltsstoffe in der Familie Lamiaceae wird dabei durch klimatische Faktoren und Umweltbedingungen beeinflusst.[2] Das öffentliche Interesse an der Pflanze korreliert mit der Vegetationsperiode und zeigt in Deutschland Spitzenwerte in den Monaten Mai und Juni.[8]

Wetenschappelijk onderzoek en patenten

CN-112219865-A Biological Registratie

Anwendung von ätherischem Oreganoöl zur Vorbeugung und Behandlung pflanzlicher Krankheitserreger

University of Lanzhou (2020)

Relevantie: 9/10

Samenvatting

Dieses Patent nutzt Oreganoöl als natürliches Fungizid und Bakterizid gegen diverse Pflanzenkrankheiten wie Maisblattflecken, Rhizoctonia und Fusarium. Tests zeigen eine breite Wirksamkeit und eine exzellente Hemmung spezifischer landwirtschaftlicher Schädlinge. Es dient der Herstellung natürlicher Pestizide für den Pflanzenschutz. Die Innovation ist die breite Anwendbarkeit gegen phytopathogene Keime.

WO-2021064608-A1 Chemical Registratie

Kapsel zur Funktionalisierung eines Produkts, Verfahren und Verwendungen davon

Centitvc Centro DE Nanotecnologia E Materiais Tecnicos Funcionais E Inteligentes, University of Catalunya Politecnica, Leibniz Institute of Fuer Verbundwerkstoffe GmbH (2020)

Relevantie: 6/10

Samenvatting

Die Erfindung betrifft die Nano-Verkapselung von Oreganoöl zur Ausrüstung von Textilien oder Kosmetika mit antimikrobiellen Eigenschaften. Die Kapseln bestehen aus einer Polymerhülle und ermöglichen eine kontrollierte Freisetzung des Wirkstoffs. Zusätzlich können Antikörper an der Hülle binden, um spezifisch grampositive Bakterien zu bekämpfen. Es ist eine technologische Lösung zur Integration von Schädlingsbekämpfungsmitteln (gegen Mikroben) in Materialien.

CN-106689220-A Biological Onbekend

Herstellungsverfahren für eine Mückenabwehrflüssigkeit auf Oregano-Basis

Dongguan City Weike Applied Statistics Research Institute (2016)

Relevantie: 8/10

Samenvatting

Das Patent beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines Mückenschutzmittels aus Oregano und Dalmatinischer Chrysantheme. Die Pflanzenwurzeln, Stängel und Blüten werden ausgekocht, konzentriert und im Verhältnis 4:1 gemischt. Diese pflanzliche Lösung wirkt insektizid und ist effektiver als reine Pyrethrin-Produkte, ohne die menschliche Gesundheit zu gefährden. Es ist eine einfache, biologische Methode zur Insektenabwehr.

US-9578878-B2 Chemical Toegekend

Antimikrobielle Wirksamkeit einer Mischung aus Oreganoöl und Caprylsäure

Kemin Ind Inc. (2015)

Relevantie: 6/10

Samenvatting

Dieses Patent untersucht die konservierende Wirkung einer Mischung aus Oreganoextrakt (Carvacrol) und Caprylsäure in Hautcremes. Es wurden minimale Hemmkonzentrationen für verschiedene Erreger wie E. coli, Staphylococcus aureus und Candida albicans ermittelt. Die Kernidee ist der Ersatz synthetischer Konservierungsstoffe durch natürliche antimikrobielle Wirkstoffe. Es zeigt eine effektive Hemmung mikrobieller 'Schädlinge' in kosmetischen Formulierungen.

WO-2014140314-A3 Behavioral Onbekend

Verfahren, Verbindungen und Zusammensetzungen zur Abwehr von Insekten und/oder Spinnentieren

University of Neuchatel (2014)

Relevantie: 9/10

Samenvatting

Die Erfindung betrifft Repellents gegen Insekten und Spinnentiere, die auf Kombinationen von Carvacrol, Cinnamat oder ätherischen Ölen verschiedener Origanum-Arten basieren. Spezifische Öle aus Origanum vulgare oder Origanum majorana werden genutzt, um Schädlinge effektiv fernzuhalten. Die Methode nutzt das natürliche Meideverhalten der Tiere gegenüber diesen Substanzen. Es ist eine direkte Anwendung zur Schädlingsabwehr.

Bronnen & Referenties

  1. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5
  2. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0338615
  3. https://patents.google.com/patent/WO2014140314A3/en
  4. Carl von Linné: Species Plantarum, Band 2, 1753, S. 590
  5. Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, 1976, S. 272
  6. Plants of the World Online (POWO): Origanum vulgare, abgerufen via Kew Science
  7. Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 17: Verbenaceae through Solanaceae. Science Press/Missouri Botanical Garden Press, 1994, ISBN 0-915279-24-X
  8. Aggregierte Suchanfragen-Analyse (Deutschland), 2026
  9. POWO = Plants of the World Online. Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew
  10. Davis PH. Flora of Turkey and the East Aegean Islands. Edinburgh: Edinburgh University Press. 1965
  11. Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Band V, Teil 4. Verlag Carl Hanser, München 1964
  12. https://www.gbif.org/species/2926611
  13. Hatice Yıldız Acar, Hacer Bakır Sert: Antifungal effects of essential oils on the preservation of historical monuments. PLOS One 21(1), 2026. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0338615
  14. Pronatura: Nektarpflanzen. (PDF-Datei; 5 kB; schweizerisch)
  15. Wikipedia-Artikel: Oregano (OCR-Scan), Seite 3
  16. Acar HY, Sert HB (2026) Antifungal effects of essential oils on the preservation of historical monuments. PLoS One 21(1): e0338615
  17. Wikipedia OCR, Seite 3