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verstandig Salvia rutilans
Snelle navigatie
Taxonomie
Rijk
Pflanzen (Plantae)
Stam
Tracheophyta (Tracheophyta)
Klas
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Orde
Lamiales (Lamiales)
Familie
Lamiaceae
Geslacht
Salvia
Soort
Salvia rutilans
Wetenschappelijke naam
Salvia rutilans Carrière
Einleitung
*Salvia rutilans* ist ein heute nicht mehr akzeptiertes Synonym für *Salvia elegans*, einen ausdauernden Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).[1][2] Die im Deutschen oft als Ananas-Salbei bezeichnete Art ist in den montanen Kiefern-Eichen-Wäldern Mexikos und Guatemalas heimisch.[3][1] Charakteristisch sind die scharlachroten Röhrenblüten und der intensive Ananasduft der Blätter, weshalb die Pflanze weltweit als Ziergewächs sowie für kulinarische Zwecke kultiviert wird.[3][4]
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Fakten (kompakt)
- Die Blütenstände sind als endständige Ähren ausgebildet, die eine Länge von bis zu 20 Zentimetern erreichen und lockere Quirle tragen. - Neben *Salvia rutilans* umfassen die historischen Synonyme Bezeichnungen wie *Salvia camertonii*, *Salvia incarnata*, *Salvia longiflora*, *Salvia microcalyx*, *Salvia punicea* und *Salvia sonorensis*. - In der gärtnerischen Praxis wird die Winterhärte der Pflanze den USDA-Klimazonen 8 bis 11 zugeordnet. - Die vegetative Vermehrung erfolgt unkompliziert über Kopfstecklinge, alternativ ist eine Anzucht aus Samen möglich. - Kulinarisch finden nicht nur die Blätter Verwendung, sondern auch die essbaren Blüten, die roh als Garnitur in Salaten verzehrt werden. - Das Laub wird über Getränke hinaus spezifisch zur Aromatisierung von Gelees sowie in Potpourris genutzt. - Taxonomisch wird die Art innerhalb der Familie der Lippenblütler der Tribus Mentheae zugeordnet. - Der Kultivar 'Tangerine' (Tangerine Sage) unterscheidet sich durch einen kompakteren Wuchs von 60 bis 90 Zentimetern von der Wildform.[10]
Name & Einordnung
Der heute akzeptierte wissenschaftliche Name der Art lautet *Salvia elegans*, wobei die Erstbeschreibung im Jahr 1804 durch den dänischen Botaniker Martin Vahl auf Basis mexikanischer Exemplare erfolgte.[2][3] Historisch war die Pflanze lange unter dem Synonym *Salvia rutilans* bekannt, ein Name, der auf die rötliche Färbung der Stängel und Blüten anspielte. Diese Bezeichnung fand besonders nach der Wiedereinführung der Art in den Gartenbau um 1870 Verbreitung, bevor die korrekte Zuordnung zu Vahls früherer Beschreibung durchgesetzt wurde. Weitere dokumentierte Synonyme sind unter anderem *Salvia incarnata*, *Salvia longiflora*, *Salvia punicea* und *Salvia sonorensis*, die frühere taxonomische Variationen widerspiegeln.[3] Systematisch wird die Art der umfangreichen Gattung *Salvia* (Salbei) innerhalb der Familie der Lamiaceae (Lippenblütler) zugeordnet und gehört dort zur Tribus Mentheae.[1] Im englischen Sprachraum ist die Trivialbezeichnung "Pineapple sage" etabliert, was sich auf den charakteristischen Ananasduft der zerriebenen Blätter bezieht.[3] Spezifische Zuchtformen wie 'Tangerine' werden aufgrund ihres abweichenden Aromas auch als "Tangerine sage" bezeichnet.[1] Das Artepitheton *elegans* verweist auf die elegante Erscheinung der Pflanze, während der Synonym-Name *rutilans* (rötlich leuchtend) die visuellen Merkmale der vegetativen Teile hervorhob.[3]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Salvia elegans wächst als aufrechter, horstbildender Halbstrauch, der typischerweise Wuchshöhen von 1 bis 1,5 Metern und Breiten von 0,9 bis 1,2 Metern erreicht.[3][1] Die aufrechten Stängel sind im Querschnitt quadratisch – ein charakteristisches Merkmal der Familie der Lippenblütler – und verzweigen sich oft zu einer offenen Struktur.[1] Historisch unter dem Synonym *Salvia rutilans* bekannt, weist die Pflanze oft rötliche Stängel auf, die in ihrem natürlichen Habitat an der Basis verholzen.[2][1] Die gegenständig angeordneten Laubblätter besitzen eine eiförmige Gestalt mit gesägten Rändern. Sie messen 5 bis 8 cm in der Länge sowie 2,5 bis 7,6 cm in der Breite und weisen eine behaarte Oberfläche auf, die ihnen eine samtige Textur verleiht.[1] Das hell- bis sattgrüne Laub verströmt beim Zerreiben einen markanten Ananas-Duft, der durch flüchtige ätherische Öle verursacht wird.[1][3] Der Blütenstand besteht aus endständigen Trauben oder Ähren von bis zu 20 cm Länge, an denen die Blüten in lockeren Quirlen zu je vier bis sechs stehen.[1][4] Die scharlachroten, röhrenförmigen Blüten sind 2,5 bis 3 cm lang und besitzen eine zweilippige Krone mit einer gewölbten Oberlippe und einer ausgebreiteten Unterlippe.[1] Diese Blütenmorphologie ist spezifisch an die Bestäubung durch Kolibris angepasst.[6] Nach der Bestäubung entwickeln sich kleine Spaltfrüchte, die in vier dunkelbraune, ellipsoid geformte Nüsschen von etwa 2 bis 3 mm Länge zerfallen.[1] Das Wurzelsystem ist faserig und bildet unterirdische Ausläufer, über die sich die Art vegetativ ausbreiten kann.[1][4] Kultivierte Sorten zeigen morphologische Abweichungen; so zeichnet sich 'Golden Delicious' durch gold-gelbgrünes Laub aus, das später vergrünt.[5] Die Sorte 'Tangerine' hingegen unterscheidet sich durch hellgrüne Blätter mit Zitrusduft und dunklere rote Blüten vom Wildtyp.[1]
Beschreibung
Salvia elegans, historisch oft unter dem Synonym *Salvia rutilans* geführt, ist ein ausdauernder Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler (*Lamiaceae*), der sich durch seinen aromatischen Duft und die späte Blütezeit auszeichnet. In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet in den mexikanischen und guatemaltekischen Gebirgsregionen wächst die Art in Höhenlagen von 1.800 bis 2.800 Metern bevorzugt an Waldrändern von Kiefern-Eichen-Wäldern.[3][1] Die Pflanze bildet durch ein faseriges Wurzelsystem und unterirdische Ausläufer (Rhizome) ausgedehnte Kolonien, wobei sie eine Wuchshöhe von 1 bis 1,5 Metern erreicht.[4][1] Ein charakteristisches Merkmal ist der aufrechte, im Querschnitt quadratische Stängel, der im Alter an der Basis verholzen kann, während er in kühleren Klimazonen eher krautig wächst und bei Frost oberirdisch abstirbt.[7][1] Die gegenständig angeordneten, eiförmigen Blätter besitzen eine fein behaarte (pubeszente) Oberfläche, die ihnen eine samtige Textur verleiht und Verdunstungsschutz bietet.[1][6] Bei Berührung setzen Drüsenhaare auf der Blattoberfläche ätherische Öle frei, die reich an Monoterpenen wie Geraniol und Geranylacetat sind und den typischen Ananasduft erzeugen.[3][1] Diese flüchtigen Verbindungen dienen ökologisch als Fraßschutz, weshalb die Art in ihrem Habitat kaum von Hirschen oder Kaninchen gefressen wird. Anatomisch zeigt die Art eine klare Anpassung an die Ornithophilie (Vogelbestäubung): Die scharlachroten, röhrenförmigen Blüten sind 2,5 bis 3 cm lang und besitzen keinen Landeplatz für Insekten, was sie für Kolibris optimiert.[5][1] Die Blütenstände sind als endständige Trauben von bis zu 20 cm Länge organisiert, an denen die Einzelblüten in lockeren Quirlen stehen.[1] Als Kurztagspflanze wird die generative Phase erst im Spätsommer bis Herbst induziert, wodurch die Art eine wichtige späte Nektarquelle in ihrem Habitat darstellt.[3][1] Die Blütenmorphologie weist eine zweilippige Krone auf, wobei die obere Lippe helmförmig und die untere spreizend ist; die Bestäubung erfolgt durch einen Mechanismus der unvollständigen Vormännlichkeit (Protandrie), bei dem Pollen vor der Narbenreife freigesetzt wird.[6][3] Nach der Befruchtung zerfällt der Fruchtknoten in vier dunkelbraune, ellipsoide Klausen (Nüsschen), die durch Schwerkraft in der Nähe der Mutterpflanze verbreitet werden (Barochorie).[3] Die Samen keimen unter geeigneten Bedingungen innerhalb von 1 bis 2 Wochen, wobei sich die Art auch vegetativ sehr leicht über Kopfstecklinge regeneriert.[1] Phytochemisch unterscheidet sich die Art von vielen Verwandten durch das spezifische Terpenprofil, wobei Sorten wie 'Tangerine' durch abweichende Zusammensetzungen eher nach Zitrusfrüchten duften.[3][1] Die Erstbeschreibung erfolgte 1804 durch Martin Vahl, wobei der Name *Salvia rutilans* lange Zeit aufgrund der rötlichen Stängel und Blütenfärbung als Synonym gebräuchlich war.[3][2] Im Vergleich zu anderen *Salvia*-Arten der Region zeichnet sich *S. elegans* durch eine höhere Toleranz gegenüber leichtem Schatten und feuchteren, humusreichen Böden vulkanischen Ursprungs aus.[1][3]
Verhalten
Das Verhalten von *Salvia elegans* (syn. *Salvia rutilans*) ist stark durch spezialisierte Interaktionen mit Bestäubern geprägt. Die Art zeigt ein ausgeprägtes ornithophiles Bestäubungssyndrom, das primär auf die Anziehung von Kolibris ausgerichtet ist.[5] Um die genetische Vielfalt durch Fremdbestäubung zu sichern, nutzt die Pflanze Mechanismen wie die unvollständige Protandrie, bei der der Pollen an den ersten zwei Tagen lebensfähig ist, während die Narben erst an den Tagen drei bis vier empfängnisbereit werden. Zusätzlich verhindert eine Herkogamie, bei der die Narbe räumlich über den Staubblättern positioniert ist, die Selbstbestäubung.[6] Als Belohnung für die Bestäuber produziert jede Blüte reichlich Nektar mit einem Volumen von 2,4 bis 5,3 µl und einer Zuckerkonzentration von etwa 33 %. In den heimischen Kiefern-Eichen-Wäldern Mexikos fliegen Kolibris gezielt die Basis der langen Kronröhren an, um Nektar aufzunehmen und dabei Pollen über Schnabel und Kopf zu übertragen.[5] Sekundäre Besucher wie Schmetterlinge und Bienen suchen die Blüten ebenfalls auf, gelten jedoch aufgrund der auf lange Schnäbel ausgelegten Blütenstruktur als weniger effiziente Vektoren.[6] Zur Abwehr von Fressfeinden setzt *Salvia elegans* auf chemische Signale durch stark aromatische, flüchtige Verbindungen in den Blättern.[3] Dieser intensive Duft, der an Ananas erinnert, wirkt abschreckend auf größere Herbivoren wie Hirsche und Kaninchen, wodurch die Pflanze weitgehend resistent gegen Wildverbiss ist.[3][4] Das Ausbreitungsverhalten der Art ist vegetativ durch die Bildung unterirdischer Ausläufer gekennzeichnet, wodurch sich dichte Kolonien bilden können.[1] Die Verbreitung der Samen erfolgt passiv durch die Schwerkraft (Barochorie), wobei die Nüsschen nach der Reife in unmittelbare Nähe der Mutterpflanze fallen.[3] Als Kurztagpflanze steuert *Salvia elegans* ihren Blühzeitpunkt photoperiodisch und blüht typischerweise vom Spätsommer bis in den Herbst, was zeitlich mit der hohen Aktivität der Kolibris korreliert.[1]
Ökologie
In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet in den Gebirgsregionen Mexikos und Guatemalas besiedelt *Salvia elegans* vorwiegend montane Kiefern-Eichen-Wälder sowie angrenzende Nebelwälder in Höhenlagen zwischen 1.800 und 2.700 Metern.[3][2] Die Art bevorzugt als Standort Waldränder, offene Hänge und steiles, felsiges Gelände, wo sie auf humusreichen, gut durchlässigen Lehmböden vulkanischen Ursprungs gedeiht.[1][3] Durch unterirdische Ausläufer bildet die Pflanze dichte Kolonien, die es ihr ermöglichen, sich in gestörten Bereichen wie Waldlichtungen zu etablieren.[3] Ökologisch nimmt *Salvia elegans* eine zentrale Rolle als Nektarquelle für Kolibris ein (Ornithophilie), an deren Bestäubung die roten, röhrenförmigen Blüten mit einem reichhaltigen Nektarangebot von 2,4 bis 5,3 µl pro Blüte angepasst sind.[3][5] Die Blütezeit vom Spätsommer bis in den frühen Winter ist synchronisiert mit der hohen Aktivität und den Wanderungen der Kolibris, was die Art zu einer essenziellen Ressource im saisonalen Nahrungsnetz der mexikanischen Hochlandwälder macht.[1] Zur Förderung der Fremdbestäubung nutzt die Pflanze Mechanismen wie unvollständige Protandrie und Herkogamie, wobei die Narbe räumlich über den Staubbeuteln positioniert ist.[6] Sekundäre Blütenbesucher wie Schmetterlinge oder Bienen tragen aufgrund der auf Vögel spezialisierten Blütenmorphologie nur wenig zur Bestäubung bei.[3] Die Ausbreitung der Samen erfolgt überwiegend durch Schwerkraft (Barochorie), indem die Teilfrüchte in unmittelbarer Nähe der Mutterpflanze aus dem Kelch fallen.[6] Gegenüber Herbivoren wie Hirschen und Kaninchen ist *Salvia elegans* durch flüchtige ätherische Öle in den Blättern geschützt, die eine starke Fraßhemmung bewirken.[4] Dennoch können spezialisierte Insekten wie Blattläuse oder Spinnmilben als Parasiten auftreten und die Pflanze befallen.[1]
Bedeutung, Schäden & Prävention
*Salvia elegans* (syn. *Salvia rutilans*) wird primär als Nützling eingestuft, da die Pflanze eine wertvolle Nektarquelle für Bestäuber wie Kolibris und Schmetterlinge darstellt.[3][1] Aufgrund der in den Blättern enthaltenen flüchtigen Öle ist die Art weitgehend resistent gegen den Fraß durch Rehe und Kaninchen.[4] Obwohl die Pflanze im Freiland als pflegeleicht gilt, können insbesondere in geschützten Umgebungen Schädlinge wie Blattläuse, Wollläuse oder Spinnmilben auftreten.[3] Blattläuse befallen dabei bevorzugt die frischen Triebspitzen. Ein bedeutendes physiologisches Schadbild stellt Wurzelfäule dar, die durch schlecht drainierte oder staunasse Böden verursacht wird. Zur Prävention von Pilzerkrankungen ist eine gute Bodendrainage sowie die Vermeidung von übermäßiger Bewässerung essenziell. Im Rahmen physikalischer Bekämpfungsmaßnahmen lassen sich Blattläuse oft bereits durch einen harten Wasserstrahl von den Pflanzen entfernen. Bei stärkerem Befall können im ökologischen Pflanzenschutz insektizide Seifensprays eingesetzt werden. Gute Hygiene im Gartenbau minimiert zudem das Risiko für Spinnmilben und Weiße Fliegen, was besonders bei der Überwinterung in Innenräumen relevant ist.[1] Medizinisch ist die Art von Bedeutung, da Extrakte in Studien angstlösende und antidepressive Wirkungen zeigten, die auf Inhaltsstoffe wie Rosmarinsäure zurückgeführt werden.[9][3] Für den menschlichen Verzehr gelten Blätter und Blüten als essbar, jedoch wird Schwangeren aufgrund fehlender Sicherheitsdaten vom Konsum abgeraten. Zudem ist bei der medizinischen Nutzung Vorsicht geboten, da potenzielle Wechselwirkungen mit Sedativa bestehen können.[3]
Wirtschaftliche Bedeutung
Die wirtschaftliche Bedeutung von *Salvia elegans* (syn. *Salvia rutilans*) liegt primär im Zierpflanzenbau, wo die Art seit etwa 1870 global gehandelt wird und in den 1990er Jahren einen deutlichen Popularitätsschub erlebte.[2][3] Kommerzielle Relevanz besitzen insbesondere patentierte Sorten wie 'Golden Delicious' (patentiert 2007) sowie etablierte Kultivare wie 'Scarlet Pineapple', die für den Gartenbaumarkt gezüchtet wurden.[5][1] In der geschützten Kultur, beispielsweise in Gewächshäusern oder Innenräumen, können ökonomische Schäden durch Schädlingsbefall mit Blattläusen, Wollläusen, Spinnmilben oder der Weißen Fliege entstehen.[3][4] Zudem ist die Pflanze bei schlechter Bodendrainage anfällig für Wurzelfäule, was zu Produktionsverlusten führen kann.[3] Im Landschaftsbau wird der ökonomische Wert durch die Resistenz gegen Wildverbiss durch Rehe gesteigert, was Kosten für Schutzmaßnahmen reduziert.[3][1] Eine Nischennutzung existiert im kulinarischen Sektor, wo frische oder getrocknete Blätter und Blüten für Tees, Gelees und als Garnitur vermarktet werden.[3][4] Pharmakologische Forschungen deuten zudem auf ein zukünftiges wirtschaftliches Potenzial in der Entwicklung von Phytopharmaka hin, da Extrakte nachweislich antidepressive und anxiolytische Wirkungen zeigen.[9][3] In ihren nativen Verbreitungsgebieten unterstützt die Pflanze als essentielle Nektarquelle Kolibri-Populationen, was für den Erhalt der Biodiversität und damit verbundener Ökosystemdienstleistungen relevant ist.[1][5]
verstandig Afbeeldingen en foto's van echte waarnemingen
8 foto'sBiologie & Lebenszyklus
*Salvia rutilans* (botanisch heute meist als *Salvia elegans* geführt) wächst als ausdauernder Halbstrauch mit aufrechtem, horstbildendem Habitus und erreicht Wuchshöhen von 1 bis 1,5 Metern.[3] Die Pflanze breitet sich über ein faseriges Wurzelsystem sowie unterirdische Ausläufer aus, wodurch sie in geeigneten Habitaten Kolonien bildet.[1] Als Kurztagspflanze beginnt die Blütezeit typischerweise im Spätsommer und erstreckt sich über den Herbst bis in den frühen Winter.[4] Die scharlachroten, röhrenförmigen Blüten sind ornithophil und dienen in den heimischen Bergregionen als primäre Nektarquelle für Kolibris.[2][1] Zur Förderung der Fremdbestäubung zeigt die Art eine unvollständige Protandrie, bei der der Pollen an den ersten zwei Tagen lebensfähig ist, während die Narbe erst an den Tagen drei und vier empfängnisbereit wird. Zusätzlich begünstigt eine Annäherungs-Herkogamie, bei der die Narbe über den Staubbeuteln positioniert ist, den Pollentransfer durch Vögel. Jede Blüte produziert etwa 2,4 bis 5,3 µl Nektar mit einer Zuckerkonzentration von rund 33 %, der an der Basis der langen Kronröhre zugänglich ist.[6] Nach erfolgreicher Bestäubung entwickelt sich der Fruchtknoten zu einer Klausenfrucht (Schizokarp), die in vier dunkelbraune, ellipsoide Nüsschen von 2 bis 3 mm Länge zerfällt. Die Ausbreitung der Samen erfolgt primär durch Barochorie, indem die Nüsschen aus dem beständigen Kelch in die Nähe der Mutterpflanze fallen. Unter geeigneten Bedingungen sind die Samen keimfähig und keimen in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen.[3] Physiologisch toleriert die Art Fröste bis etwa -5 °C, wobei die oberirdischen Teile absterben und die Pflanze in milden Klimazonen aus dem Wurzelstock regeneriert.[1] In kühleren Regionen (unterhalb USDA-Zone 8) verhält sie sich wie eine Einjährige oder muss frostfrei überwintert werden.[3][7] Während das aromatische Laub die Pflanze weitgehend resistent gegen Pflanzenfresser wie Hirsche macht, können Insekten wie Blattläuse und Schmierläuse auftreten. In geschützten Umgebungen oder bei Zimmerkultur zählen zudem Spinnmilben und Weiße Fliegen zu den potenziellen Schädlingen.[1] Ökologisch ist die späte Blütezeit von hoher Relevanz, da sie migrierenden Kolibris und lokalen Populationen Nahrung bietet, wenn andere Ressourcen schwinden.[1][5]
Vorkommen & Lebensraum
Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Salvia rutilans* (botanisch heute meist als *Salvia elegans* geführt) erstreckt sich über die Gebirgsregionen Mexikos und Guatemalas.[2][3] In Mexiko umfasst das Areal diverse Bundesstaaten, wobei Vorkommen von Chiapas im Südosten bis nach Durango im Nordwesten dokumentiert sind. Die Art besiedelt primär montane Ökosysteme, insbesondere die Kiefern-Eichen-Wälder der Sierra Madre sowie angrenzende Nebelwälder. Die vertikale Verbreitung konzentriert sich dabei auf Höhenlagen zwischen 1.800 und 2.800 Metern.[5] Innerhalb dieser Wälder bevorzugt die Pflanze Waldränder, offene Hänge und Lichtungen, wo sie durch unterirdische Ausläufer oft größere Kolonien bildet.[2][3] *Salvia rutilans* gedeiht vorwiegend auf gut durchlässigen, humusreichen Lehmböden vulkanischen Ursprungs. Zu den typischen Begleitbäumen am Naturstandort zählen verschiedene Eichenarten (*Quercus* spp.) sowie Kiefern wie die Montezuma-Kiefer (*Pinus montezumae*). Das Klima im natürlichen Habitat ist gemäßigt bis subhumid mit saisonalen Niederschlägen zwischen 800 und 1.600 mm.[2] Außerhalb des natürlichen Areals wurde die Art weltweit als Zierpflanze eingeführt, wobei die gärtnerische Nutzung etwa um das Jahr 1870 begann.[1] In subtropischen Klimazonen (USDA-Zonen 8–11) wächst sie ausdauernd im Freiland, während sie in kühleren Regionen als einjährige Pflanze kultiviert wird.[4] In Mitteleuropa und Deutschland ist die Pflanze nicht winterhart und kommt fast ausschließlich in Gärten oder als Kübelpflanze in Siedlungsbereichen vor.[5] Die Art toleriert kurzzeitig Temperaturen bis etwa -5 °C, stirbt jedoch bei stärkeren Frösten oberirdisch ab.[2] In den heimischen Wäldern stellt die Pflanze eine wichtige Nektarquelle für Kolibris dar, die als primäre Bestäuber fungieren.[3][6] Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit kann *Salvia rutilans* auch in gestörten Bereichen wie Waldrändern erfolgreich verwildern.[2]
Seizoensgebondenheid en vraagtrend
Gebaseerd op de Silberkraft TrendIndex – ons eigen model op basis van zoekdata en natuurlijke observaties
Seizoensgebonden activiteit
ontwikkeling door de jaren heen
Saisonalität & Aktivität
Als Kurztagspflanze ist die Phänologie von *Salvia rutilans* (akzeptiert als *Salvia elegans*) durch eine späte Blütezeit geprägt, die sich typischerweise vom Spätsommer bis in den Herbst und frühen Winter erstreckt.[3][1] In den nativen Bergwäldern Mexikos korreliert diese Periode mit der intensiven Aktivität von Kolibris, die als primäre Bestäuber fungieren und auf die Nektarressourcen angewiesen sind.[1][5] Die Blütenbiologie zeigt eine zeitliche Trennung der Geschlechter in Form einer unvollständigen Protandrie, bei der der Pollen an den ersten zwei Tagen lebensfähig ist, während die Narben erst an den Tagen drei bis vier empfängnisbereit werden.[6] Klimatisch ist das Wachstum im natürlichen Verbreitungsgebiet an saisonale Regenfälle gebunden, die dort vorwiegend als Sommermonsun auftreten.[3] Bezüglich der Temperaturabhängigkeit toleriert die Art leichte Fröste bis etwa -5 °C, verhält sich jedoch in kühleren Klimazonen wie eine krautige Pflanze, die oberirdisch abstirbt und im Frühjahr aus der Basis neu austreibt.[1][4] In Regionen unterhalb der USDA-Klimazonen 8 bis 11 wird sie daher oft einjährig kultiviert oder muss frostfrei in Innenräumen überwintern.[7] Bestimmte Zuchtformen weichen von diesem Muster ab, wie etwa die Sorte 'Honey Melon', die bereits im Sommer blüht.[1] Ergänzend zeigt das allgemeine öffentliche Suchinteresse für Salbei saisonale Spitzen im Mai und Juni, was jedoch zeitlich vor der spezifischen Hauptblüte dieser Art liegt.[8]
Bronnen & Referenties
- https://www.gbif.org/species/3888626
- https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:456162-1
- https://tropical.theferns.info/viewtropical.php?id=Salvia+elegans
- https://plants.ces.ncsu.edu/plants/salvia-elegans/
- https://digitalcommons.usf.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=2093&context=ornitologia_neotropical
- https://bsapubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.3732/ajb.91.7.1115
- https://www.uaex.uada.edu/yard-garden/resource-library/plant-week/Salvia-elegans-Pineapple-Sage-10-16-2015.aspx
- Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
- https://doi.org/10.1016/j.jep.2006.02.003
- Literaturzusammenfassung: Salvia elegans