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Was hilft gegen Bienen? Sanfte Methoden zur Vergrämung
maart 11, 2026 Patricia Titz

Was hilft gegen Bienen? Sanfte Methoden zur Vergrämung

Sobald die Temperaturen steigen und wir unsere Zeit am liebsten im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse verbringen, tauchen auch sie wieder auf: summende Insekten, die scheinbar zielstrebig unseren Kaffeetisch ansteuern. Die erste Reaktion vieler Menschen ist Panik und die drängende Frage: Was hilft gegen Bienen? Doch bevor wir zu Abwehrmaßnahmen greifen, müssen wir ein massives Missverständnis aufklären. In den allermeisten Fällen, in denen sich Menschen von "Bienen" am Esstisch belästigt fühlen, handelt es sich in Wahrheit um Wespen. Bienen interessieren sich weder für Ihren Pflaumenkuchen noch für Ihr Grillfleisch. Dennoch kann es Situationen geben – etwa wenn sich ein riesiger Bienenschwarm im eigenen Garten niederlässt oder Bienen den heimischen Swimmingpool als Tränke entdecken –, in denen man wissen muss, wie man die Tiere sanft, legal und ohne ihnen zu schaden auf Abstand hält. In diesem umfassenden Ratgeber klären wir auf, warum Bienen streng geschützt sind, wie Sie sie von Wespen unterscheiden, was bei einem Schwarmereignis zu tun ist und wie ein friedliches Zusammenleben funktioniert.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Verwechslungsgefahr: Bienen interessieren sich ausschließlich für Nektar und Pollen. Insekten am Kuchen oder Fleisch sind fast immer Wespen.
  • Strenger Artenschutz: Bienen (sowohl Honig- als auch Wildbienen) stehen unter strengem Naturschutz. Sie dürfen weder getötet noch dürfen ihre Nester zerstört werden.
  • Friedliche Schwärme: Ein Bienenschwarm auf der Suche nach einer neuen Behausung wirkt bedrohlich, ist aber extrem friedlich, da die Tiere mit Honig vollgesogen sind.
  • Sanfte Lenkung: Bienen lassen sich durch alternative Wasserquellen (Ablenkfütterung) oder das Umsetzen von stark blühenden Pflanzen sanft aus Sitzbereichen fernhalten.
  • Wildbienen sind harmlos: Die meisten der über 500 heimischen Wildbienenarten können mit ihrem Stachel die menschliche Haut gar nicht durchdringen.
  • Imker kontaktieren: Bei einem Bienenschwarm im Garten sollte umgehend der örtliche Imkerverein verständigt werden, der den Schwarm fachgerecht einfängt.

Der große Irrtum: Ist es wirklich eine Biene oder doch eine Wespe?

Wenn Menschen nach Mitteln "gegen Bienen" suchen, meinen sie in 95 Prozent der Fälle eigentlich Wespen. Es ist von entscheidender Bedeutung, diese beiden Insektengruppen unterscheiden zu können, da sich ihr Verhalten, ihre Ernährung und die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Umgang mit ihnen stark unterscheiden.

Die meisten vermeintlichen Bienenstiche am Kaffeetisch gehen auf das Konto von zwei spezifischen Wespenarten: der Deutschen Wespe und der Gemeinen Wespe[1]. Diese Insekten haben im Spätsommer einen hohen Bedarf an Kohlenhydraten (Zucker) für sich selbst und an Proteinen (Fleisch, Wurst) für die Aufzucht ihrer Brut. Daher fliegen sie gezielt menschliche Nahrungsmittel an.

Die Honigbiene (Apis mellifera) hingegen ist ein reiner Vegetarier und Blütenbesucher. Ihre Anatomie ist perfekt auf das Sammeln von Nektar und Pollen abgestimmt. Mit ihrem Rüssel, der aus Unterkiefer und Unterlippe gebildet wird, saugt sie Nektar aus Blütenkelchen, während sie Pollen in speziellen "Körbchen" an den Hinterbeinen sammelt[2]. Menschliche Nahrung wie Kuchen, Limonade oder Grillgut ist für Bienen völlig uninteressant. Wenn also ein Insekt auf Ihrem Marmeladenbrot sitzt, können Sie fast sicher sein: Es ist keine Biene.

Optische Unterscheidungsmerkmale

  • Körperbau: Wespen haben die sprichwörtliche "Wespentaille" – eine starke Einschnürung zwischen Brust und Hinterleib. Bienen wirken gedrungener und rundlicher.
  • Färbung: Wespen leuchten in einem grellen, warnenden Schwarz-Gelb. Bienen sind eher dezent bräunlich, bernsteinfarben bis grau gestreift.
  • Behaarung: Bienen sind stark behaart (wichtig, damit der Pollen an ihnen hängen bleibt). Wespen haben einen glatten, fast panzerartigen Chitin-Körper[1].
Eine Wespe sitzt auf einem Stück Pflaumenkuchen und frisst, was oft fälschlicherweise für eine Biene gehalten wird.
Der große Irrtum: Insekten, die sich über süße Speisen oder Fleisch hermachen, sind fast immer Wespen.

Rechtliche Lage: Warum Bienen nicht bekämpft werden dürfen

Ein weiterer, extrem wichtiger Grund, warum man nicht einfach mit chemischen Keulen oder Fliegenklatschen gegen Bienen vorgehen darf, ist der strenge gesetzliche Schutz. Aufgrund ihrer immensen Bedeutung für das Ökosystem und die Landwirtschaft sind Bienen durch das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) sowie die Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt[3].

Achtung: Strenges Tötungsverbot!

Es ist gesetzlich strengstens verboten, wildlebende Tiere der besonders geschützten Arten – und dazu gehören alle heimischen Bienenarten – mutwillig zu beunruhigen, zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Auch ihre Nester dürfen nicht beschädigt oder zerstört werden. Zuwiderhandlungen können mit empfindlichen Geldbußen von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Dieser Schutz ist dringend notwendig. Wissenschaftliche Studien belegen einen dramatischen Rückgang der Insektenpopulationen. Die sogenannte "Krefelder Studie" wies nach, dass die Biomasse der flugfähigen Insekten in Teilen Deutschlands innerhalb von 27 Jahren um durchschnittlich 76 Prozent zurückgegangen ist[4]. Von den über 560 in Deutschland heimischen Wildbienenarten stehen aktuell etwa 41 Prozent auf der Roten Liste der bestandsgefährdeten Arten[5]. Der Einsatz von Insektiziden, der Verlust von Lebensräumen und die Lichtverschmutzung setzen den Tieren massiv zu[6].

Was hilft gegen Bienen? Sanfte Methoden zur Lenkung

Da wir Bienen weder töten noch vergiften dürfen (und wollen!), stellt sich die Frage, wie man Konflikte im eigenen Garten löst. Manchmal fliegen Bienen genau dort in großer Zahl, wo spielende Kinder sind, oder sie nutzen den Swimmingpool als Wasserquelle. Hier helfen sanfte Methoden der Lenkung und Vergrämung durch natürliche Mittel.

1. Die Ablenkfütterung (Wasserquellen anbieten)

An heißen Sommertagen sieht man oft Bienen am Rand von Swimmingpools oder Vogeltränken. Bienen benötigen Wasser nicht nur zum Trinken, sondern vor allem zur Klimatisierung ihres Bienenstocks. Sie bringen das Wasser in den Stock, wo es verdunstet und so die Temperatur für die Brut konstant auf etwa 35 Grad Celsius hält[7]. Wenn Bienen Ihren Pool belagern, liegt das daran, dass sie den Geruch von chloriertem Wasser oft gut wahrnehmen können und es in der Nähe keine bessere Alternative gibt.

Tipp: Eine Bienentränke bauen

Stellen Sie in einer ruhigen Ecke des Gartens (weit weg vom Sitzbereich) eine flache Schale mit Wasser auf. Legen Sie Steine, Murmeln oder Korken hinein, die aus dem Wasser ragen. Bienen können nicht schwimmen und ertrinken schnell in tiefem Wasser. Sie brauchen diese Landeplätze, um sicher trinken zu können. Wenn die Bienen diese neue, sichere Quelle akzeptiert haben, werden sie den Pool meiden.

2. Gerüche gezielt einsetzen

Bienen haben einen extrem feinen Geruchssinn. Sie orientieren sich stark über Pheromone (Duftstoffe) und den Geruch von Blüten. Ihre Antennen sind mit sogenannten Porenplatten und Riechkegeln ausgestattet, mit denen sie feinste Duftmoleküle wahrnehmen[2]. Diese Empfindlichkeit kann man nutzen, um sie von bestimmten Bereichen fernzuhalten.

  • Ätherische Öle: Gerüche wie Pfefferminze, Eukalyptus, Nelke oder Teebaumöl sind für Bienen oft zu intensiv. Ein paar Tropfen dieser Öle auf Tücher geträufelt und um den Sitzbereich gelegt, können Bienen auf Abstand halten.
  • Kaffeepulver: Das Verglimmen von trockenem Kaffeepulver in einer feuerfesten Schale erzeugt einen Rauch, den Insekten (auch Wespen) instinktiv meiden.
  • Knoblauch: Ähnlich wie Kaffee kann auch das Anzünden von getrockneten Knoblauchzehen helfen, den Bereich für Insekten unattraktiv zu machen.

3. Gartengestaltung anpassen

Wenn Sie feststellen, dass sich extrem viele Bienen direkt an Ihrer Terrasse aufhalten, liegt das meist an der Bepflanzung. Lavendel, Thymian, blühender Efeu oder bestimmte Kleearten sind absolute Bienenmagneten. Wenn diese Pflanzen direkt neben dem Esstisch wachsen, ist reger Flugverkehr vorprogrammiert. Pflanzen Sie stark frequentierte Bienenweiden lieber in die hinteren Bereiche des Gartens um. So tun Sie den Bienen etwas Gutes, haben aber auf der Terrasse Ihre Ruhe.

Eine selbstgebaute Bienentränke aus einer flachen Terracotta-Schale mit Steinen, Korken und Wasser im Garten.
Eine flache Bienentränke mit sicheren Landeplätzen ist eine hervorragende Ablenkfütterung, um Bienen vom Pool fernzuhalten.

Begegnung mit einem Bienenschwarm: Faszination statt Panik

Eines der beeindruckendsten, aber für Laien auch furchteinflößendsten Naturereignisse ist ein schwärmendes Bienenvolk. Plötzlich verdunkelt sich der Himmel, ein lautes Summen erfüllt die Luft, und Tausende von Bienen bilden eine riesige, lebende Traube an einem Ast, einer Laterne oder einem Balkongeländer. Was ist hier los?

Warum schwärmen Bienen?

Das Schwärmen ist der natürliche Fortpflanzungs- und Vermehrungstrieb des Bienenvolkes als Gesamtorganismus. Wenn ein Volk im Mai oder Juni sehr stark gewachsen ist und der Platz im Bienenstock knapp wird, zieht die alte Königin mit etwa der Hälfte der Arbeiterinnen (oft 10.000 bis 20.000 Tiere) aus, um eine neue Kolonie zu gründen[8]. Im alten Stock bleibt eine frisch geschlüpfte Jungkönigin mit dem Rest der Bienen zurück.

Der Schwarm stürzt wie ein scheinbar nicht enden wollender Strom aus dem Flugloch und sammelt sich meist in der Nähe an einem Ast. Von dieser Schwarmtraube aus fliegen sogenannte Spurbienen los, um eine geeignete neue Behausung (z.B. einen hohlen Baum) zu suchen. Haben sie eine gefunden, tanzen sie auf der Oberfläche der Schwarmtraube den Schwänzeltanz, um den anderen Bienen Richtung und Entfernung mitzuteilen[8].

Sind schwärmende Bienen gefährlich?

Die klare Antwort lautet: Nein. Auch wenn eine Wolke aus Tausenden Bienen bedrohlich wirkt, sind schwärmende Bienen ausgesprochen friedlich. Dafür gibt es biologische Gründe:

  1. Volle Mägen: Bevor die Bienen den Stock verlassen, schlagen sie sich die Honigblase (ihren inneren Vorratstank) randvoll mit Honig, um Proviant für die Reise und den Neubau von Waben zu haben. Ein voller Magen macht Bienen träge und friedlich[1].
  2. Nichts zu verteidigen: Bienen stechen normalerweise nur, um ihren Stock, ihre Brut und ihre Vorräte zu verteidigen. Ein Schwarm hat all das hinter sich gelassen. Er ist quasi heimatlos und hat keinen Grund zur Aggression[1].

Zudem stirbt eine Honigbiene fast immer, wenn sie einen Menschen sticht, da ihr Stachel mit Widerhaken in der elastischen menschlichen Haut stecken bleibt und mitsamt der Giftblase aus dem Hinterleib gerissen wird[1]. Ein Stich ist für die Biene also ein absolutes letztes Mittel der Selbstverteidigung, etwa wenn sie gequetscht wird.

Was tun bei einem Schwarm im Garten?

Wenn sich ein Schwarm in Ihrem Garten niederlässt, bewahren Sie Ruhe. Vermeiden Sie hektische Bewegungen und schlagen Sie nicht nach den Tieren. Der Schwarm wird dort nur vorübergehend rasten (oft nur wenige Stunden bis zu zwei Tagen), bis die Spurbienen ein neues Zuhause gefunden haben.

Das Beste, was Sie tun können, ist, den örtlichen Imkerverein oder die Feuerwehr (falls Gefahr im Verzug ist) zu kontaktieren. Ein Imker wird sich freuen, den Schwarm fachgerecht einzufangen. Dies ist sogar zwingend notwendig für das Überleben der Bienen. In unserer heutigen, stark aufgeräumten Kulturlandschaft finden Bienenschwärme kaum noch natürliche Nisthöhlen. Zudem würden sie in der freien Natur ohne die Pflege und parasitäre Behandlung (z.B. gegen die eingeschleppte Varroa-Milbe) durch den Imker den nächsten Winter höchstwahrscheinlich nicht überleben[1].

Wussten Sie schon? Das Schwarmrecht

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) enthält in Deutschland spezielle Paragrafen zum Bienenrecht (§§ 961–964 BGB). Ein Imker darf bei der Verfolgung seines Bienenschwarms fremde Grundstücke betreten. Dieses alte Recht unterstreicht die historische und gesellschaftliche Bedeutung der Bienenhaltung[1].

Wildbienen: Die harmlosen Einzelgänger

Neben der bekannten Westlichen Honigbiene (Apis mellifera) gibt es in Deutschland rund 560 und in Österreich sogar 690 verschiedene Wildbienenarten[9]. Dazu gehören auch die Hummeln. Im Gegensatz zur Honigbiene leben die allermeisten Wildbienenarten solitär, also als Einzelgänger. Sie bilden keine Staaten, haben keine Königin und produzieren keinen Honigvorrat.

Ein Wildbienenweibchen baut ihr Nest allein – oft in hohlen Pflanzenstängeln, in Totholz, in leeren Schneckenhäusern oder in sandigen Bodenstellen. Sie legt Eier in kleine Brutzellen, versorgt diese mit einem Pollen-Nektar-Gemisch und verschließt das Nest. Danach kümmert sie sich nicht weiter um den Nachwuchs[10].

Muss man Angst vor Wildbienen haben? Absolut nicht! Wildbienen verteidigen ihre Nester nicht aggressiv. Selbst wenn man eine Wildbiene in die Hand nehmen würde und sie zusticht, ist das für den Menschen meist völlig harmlos. Der Stachel der allermeisten Wildbienenarten ist viel zu fein und weich, um die menschliche Haut überhaupt durchdringen zu können[9]. Ein Stich einer Wildbiene (falls er überhaupt gelingt) ist kaum spürbar und verursacht keine Schwellung. Wildbienen sind also die perfekten, völlig ungefährlichen Gartenmitbewohner, die zudem eine enorme Bestäubungsleistung erbringen.

Warum wir Bienen schützen müssen, statt sie zu bekämpfen

Die Frage "Was hilft gegen Bienen?" sollte idealerweise in "Wie helfe ich den Bienen?" umgewandelt werden. Bienen sind das drittwichtigste Nutztier nach Rind und Schwein. Ihre Hauptaufgabe ist nicht die Honigproduktion, sondern die Bestäubung. Etwa 80 Prozent der heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen[11].

Der volkswirtschaftliche Nutzen der Bestäubungsleistung durch Bienen wird auf das 15- bis 20-fache des Wertes der Honigproduktion geschätzt[11]. Ohne Bienen gäbe es kaum Äpfel, Kirschen, Pflaumen, Kürbisse oder Raps. Die Vielfalt auf unseren Tellern würde drastisch schrumpfen. Albert Einstein wird oft (wenn auch historisch nicht ganz gesichert) das Zitat zugeschrieben: "Stirbt die Biene, hat der Mensch noch vier Jahre zu leben." Auch wenn dies überspitzt formuliert ist, trifft es den Kern der ökologischen Wahrheit.

Anstatt Bienen zu vertreiben, sollten wir Gärten insektenfreundlich gestalten. Das bedeutet: Verzicht auf chemische Pestizide, das Anlegen von Blühstreifen mit heimischen Pflanzen (wie Natternkopf, Glockenblumen oder Reseda) und das Bereitstellen von Nisthilfen (sogenannten Insektenhotels) mit sauberen, glatten Bohrlöchern in Hartholz[10].

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was tun, wenn eine Biene sticht?

Ruhe bewahren. Da der Stachel der Honigbiene meist in der Haut stecken bleibt und weiter Gift pumpt, sollte er so schnell wie möglich entfernt werden. Kratzen Sie ihn am besten mit dem Fingernagel oder einer Kreditkarte seitlich weg, anstatt ihn mit zwei Fingern zu greifen (was die Giftblase ausdrücken würde). Danach die Stelle kühlen. Bei Allergikern (Atemnot, Schwindel) sofort den Notarzt rufen!

Welcher Geruch vertreibt Bienen?

Bienen mögen keine starken, ätherischen Gerüche. Pfefferminzöl, Eukalyptus, Nelkenöl oder auch der Rauch von verglimmendem Kaffeepulver können helfen, Bienen sanft von einem bestimmten Bereich fernzuhalten, ohne ihnen zu schaden.

Wen rufe ich bei einem Bienenschwarm an?

Kontaktieren Sie den örtlichen Imkerverein. Die Kontaktdaten finden sich meist schnell über eine Internetsuche. Viele Feuerwehren haben ebenfalls Listen von Imkern, die für das Einfangen von Schwärmen bereitstehen. Rufen Sie die Feuerwehr aber nur über die Nicht-Notrufnummer an, es sei denn, der Schwarm stellt eine akute Gefahr dar (z.B. an einem Kindergarten).

Sind Bienen aggressiv?

Nein. Bienen stechen nur zur Verteidigung ihres Lebens oder ihres Bienenstocks. Da sie beim Stechen sterben, setzen sie diese Waffe nur im äußersten Notfall ein. Schwärmende Bienen sind besonders friedlich, da sie keinen Stock zu verteidigen haben und ihre Mägen mit Honig gefüllt sind[1].

Wie halte ich Bienen vom Pool fern?

Bieten Sie eine attraktivere Wasserquelle an. Stellen Sie eine flache Schale mit Wasser und Landeplätzen (Steine, Moos) in einer ruhigen Ecke des Gartens auf. Bienen bevorzugen sichere Landeplätze, da sie im tiefen Poolwasser schnell ertrinken.

Dürfen Imker mein Grundstück betreten, um Bienen einzufangen?

Ja. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) regelt im sogenannten Schwarmrecht, dass ein Imker bei der Verfolgung seines Schwarms fremde Grundstücke betreten darf. Eventuell entstehende Schäden muss er natürlich ersetzen[1].

Fazit

Die Suche nach Mitteln "gegen Bienen" beruht meist auf der Verwechslung mit Wespen oder der unbegründeten Angst vor einem Bienenschwarm. Bienen sind friedliche, faszinierende und für unser Überleben absolut unverzichtbare Insekten. Anstatt sie zu bekämpfen – was ohnehin streng verboten ist –, sollten wir auf sanfte Lenkung durch Düfte oder alternative Wasserquellen setzen. Wenn wir verstehen, wie Bienen leben und warum sie sich verhalten, wie sie es tun, weicht die Angst schnell der Faszination. Machen Sie Ihren Garten zu einem sicheren Hafen für Wild- und Honigbienen – die Natur und unsere Obstbäume werden es Ihnen danken!

Quellen und Referenzen

  1. Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL), Begegnung mit einem Bienenschwarm – was tun?, 2025
  2. Landesanstalt für Bienenkunde, Universität Hohenheim, Funktionelle Anatomie der Honigbiene, 2012
  3. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), Aktionsprogramm Insektenschutz, 2019
  4. Hallmann et al., More than 75 percent decline over 27 years in total flying insect biomass in protected areas (Krefelder Studie), PLoS One, 2017
  5. Rote Liste der gefährdeten Tier-, Pflanzen- und Pilzarten Deutschlands, zitiert im Aktionsprogramm Insektenschutz, 2019
  6. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), Aktionsprogramm Insektenschutz - Ursachen des Insektenrückgangs, 2019
  7. Länderinstitut für Bienenkunde, Jahreszeitlicher Rhythmus im Bienenvolk, 2022
  8. Thomas Radetzki, Schweisfurth Stiftung, Die Krise der Bienenhaltung - ein Symptom unfruchtbarer Konzepte, 2008
  9. Dr. Martin Schwarz, Naturschutzbund Oberösterreich, Bienen – eine interessante und vielfältige Tiergruppe mit großer Bedeutung, ÖKO.L 38/2, 2016
  10. Deutsche Wildtier Stiftung, Wildbienen schützen und fördern im Kleingarten, 4. Auflage, 2021
  11. Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Bienen - Unverzichtbar für Natur und Erzeugung, 2011

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