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Echte kruidnagelwortel Geum urbanum

Echte kruidnagelwortel (Geum urbanum), AI-illustratie

Door AI gegenereerde illustratie (geen foto)

Classificatie

Taxonomie

Rijk
Plantae
Stam
Tracheophyta
Klas
Magnoliopsida
Orde
Rosales
Familie
Rosaceae
Geslacht
Geum

Overzicht

Einleitung

Die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum), auch Gemeine Nelkenwurz oder Benediktenwurz genannt, ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).12 Sie wächst an halbschattigen, nährstoffreichen Standorten wie Waldrändern, Hecken, Gebüschsäumen und Wegrändern und ist in großen Teilen Europas häufig.12 Auffällig sind die kleinen leuchtend gelben Blüten, die gefiederten Grundblätter und die hakigen Früchte, die sich im Fell von Tieren verfangen.12 Der Name verweist auf den nelkenartigen Duft der frisch verletzten Wurzel, der auf dem Inhaltsstoff Eugenol beruht.12 Früher wurde sie als Heilpflanze und zur Aromatisierung genutzt; heute ist sie vor allem als Bestandteil naturnaher Säume und als Futterpflanze einiger Schmetterlingsraupen von Interesse.12

In één oogopslag

Fakten (kompakt)

  • Wissenschaftlicher Name: Geum urbanum L., GBIF-Status ACCEPTED.3
  • Familie: Rosengewächse (Rosaceae), Ordnung Rosales.3
  • Wuchshöhe: etwa 30 bis 120 cm (Literaturangaben abweichend, teils bis 60 cm).12
  • Blüten: leuchtend gelb, fünfzählig, Blütezeit etwa Mai bis August, nach anderer Quelle bis Oktober.12
  • Früchte: Nüsschen mit hakigem Griffelrest (Klettausbreitung).12
  • Standort: nährstoffreiche, frische, halbschattige Böden an Waldrändern, in Säumen und Gebüschen.12
  • Inhaltsstoff der Wurzel: Eugenol (aus dem Glykosid Gein).12
  • Chromosomen: hexaploid, 2n = 42.12
  • Raupenfutterpflanze unter anderem für Dunkle Waldschatteneule und Triangel-Erdeule.1
  • Häufig in allen deutschen Bundesländern.1

Herkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Echte Nelkenwurz wächst als ausdauernde, krautige Halbrosettenpflanze mit Wuchshöhen von etwa 30 bis 120 Zentimetern; die englischsprachige Quelle nennt bis zu 60 Zentimeter.12 Als Speicherorgan dient ein kurzes, dickliches Rhizom, das im Querschnitt ein dunkelpurpurnes Zentrum zeigt und die vegetative Vermehrung ermöglicht.12 Der verzweigte Stängel ist fein kantig, rötlich braun und behaart.1 Die langgestielten Grundblätter sind unpaarig gefiedert und tragen eine deutlich größere, drei- bis fünffach gelappte Endfieder.12 Weiter oben am Stängel stehen kurzgestielte, dreizählig geteilte Blätter, die nach oben kleiner werden. Als typisch gelten die auffällig großen, laubblattartigen Nebenblätter am Blattstielgrund.12

Die Blüten stehen in lockeren, wenigblütigen Blütenständen. Sie sind leuchtend gelb, fünfzählig und messen nach Literaturangaben etwa ein bis zwei Zentimeter im Durchmesser; die Kronblätter fallen früh ab.12 Der Kelch ist von einem schmalen grünen Außenkelch umgeben.12 Die Blüten können zwittrig, männlich oder weiblich sein.1 Der Griffel gliedert sich in zwei Abschnitte; der untere bleibt an der Frucht als Haken stehen.12 Die Frucht setzt sich aus vielen kleinen, behaarten Nüsschen auf einer zapfenförmigen Blütenachse zusammen.1 Die Art ist hexaploid mit einer Chromosomenzahl von 2n = 42.12 Der häufige Bastard mit der Bach-Nelkenwurz kann das Aussehen vermischen und erschwert dann die Bestimmung.12

Systematiek

Namen & Einordnung (kurz)

Der wissenschaftliche Name lautet Geum urbanum L.; die GBIF-Backbone-Taxonomie führt ihn als akzeptierte Art der Familie Rosengewächse (Rosaceae) in der Ordnung Rosenartige (Rosales).3 Die Art wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum erstveröffentlicht.1 Als Synonym nennt die Literatur Geum rivale subsp. urbanum Á. Löve & D. Löve.1 Der Gattungsname Geum geht vermutlich auf das griechische Wort für Geschmack zurück und bezieht sich auf den Nelkengeruch der Wurzeln; das Artepitheton urbanus bedeutet „städtisch“ und weist auf die Wuchsorte in der Nähe von Siedlungen hin.12 Die Volksnamen Benediktenwurz und Benediktinerkraut erinnern an den früheren Anbau in Klostergärten und die Verwendung als Zusatz in Kräuterlikör.1 Die Art bildet häufig Hybriden mit der Bach-Nelkenwurz (Geum rivale), die als Geum ×intermedium bezeichnet werden.12 Die Wurzeln enthalten Eugenol, den auch der Gewürznelkenbaum liefert; die Bezeichnung Nelkenwurz bezieht sich auf den Duft und nicht auf eine Verwandtschaft.

Levenswijze

Biologie & Lebenszyklus

Die Blüten sind proterogyn, das heißt, die weiblichen Organe reifen vor den männlichen; zugleich überlappen sich die beiden Phasen, sodass sowohl Fremd- als auch Selbstbestäubung möglich sind.1 Der Nektar wird halb verdeckt in der Blütenmitte angeboten. Der Insektenbesuch ist nach der deutschsprachigen Quelle nur spärlich und besteht vor allem aus Fliegen, Schwebfliegen und Käfern; die englischsprachige Quelle nennt Bienen als Bestäuber.12 Zur Ausbreitung dienen die hakigen Griffelreste: Die Nüsschen bleiben als Klettfrüchte im Fell von Rindern, Schafen oder Wild haften oder gelangen an der Kleidung des Menschen in neue Gebiete.12 Hinzu kommt die vegetative Vermehrung über das Rhizom, die aber relativ selten bleibt.12

Einige Rosettenblätter entstehen im Oktober, überwintern grün und bleiben im Winter photosynthetisch aktiv.2 Die Art ist Futterpflanze für die Raupen einiger Falterarten, etwa der Dunklen Waldschatteneule, des Bergwald-Blattspanners, des Vierbinden-Blattspanners und der Triangel-Erdeule.1 Als Krankheitserreger werden Falsche Mehltaue der Gattung Peronospora, ein Echter Mehltau (Podosphaera aphanis) und Pilze der Gattung Ramularia beschrieben, die helle Flecken auf den Blättern verursachen.2 Die Pflanze ist Kennart der nitrophytischen Säume (Verband Geo-Alliarion).1

Verspreiding

Vorkommen & Lebensraum

Die Echte Nelkenwurz ist in Nordafrika, im gemäßigten Asien und in Europa heimisch und kommt in nahezu ganz Europa vor; sie fehlt unter anderem im Norden Skandinaviens und in Island.12 In Deutschland gilt sie in allen Bundesländern als häufig, ebenso in Österreich; in der Schweiz ist sie außerhalb der Hochgebirgslagen verbreitet bis häufig.1 Eingebürgert gilt sie in Australien und Neuseeland, in Nordamerika wurde sie eingeführt und bildet dort natürliche Hybriden.12 In den Alpen steigt sie bis etwa 1.000 Höhenmeter an, einzelne Vorkommen reichen deutlich höher bis in Lagen von etwa 1.300 bis 1.800 Metern.1

Als Lebensraum bevorzugt die etwas wärmeliebende Art lichte, frische, krautreiche Eichen-Hainbuchenwälder und Auenwälder; sie begleitet halbschattige Waldwege und Lichtungen und ist in Gebüschen und Säumen typisch.1 Auch schattige, nährstoffreiche Ruderalfluren in Städten gehören zu den regelmäßigen Wuchsorten, und die Art tritt als Gartenpflanze in nährstoffreichen Beeten auf.12 Sie benötigt nährstoffreiche Böden, wächst auf schwach sauren bis kalkreichen Substraten und zeigt mäßige Schattentoleranz; auf offenem Grünland fehlt sie, weil sie dort der Konkurrenz nicht standhält.12 Auf der Plattform iNaturalist wurden für Deutschland in den zwölf Monaten vor dem Datenabgleich (April 2026) 1.837 Sichtungen erfasst, davon 1.683 bestätigt, für Österreich 779, davon 724 bestätigt.4 In der OpenInsect-Community wurden bisher 38 Scans erfasst, der letzte am 23.10.2026.4

Verspreiding

Voorkomen en huidige waarnemingen in Duitsland

  • Deutschland

    16-04-2026

  • Eberswalde

    16-04-2026

  • Deutschland

    16-04-2026

  • Stockum, 40 Düsseldorf-Stadtbezirk 5, Deutschland

    16-04-2026

  • Freiburg im Breisgau, Baden-Württemberg, Deutschland

    16-04-2026

Gegevens: iNaturalist

Waarnemingen

Gemeenschapsanalyse

OpenInsect
38
Waarnemingen in de afgelopen 12 maanden
Gegevens van de Silberkraft Community
Laatst op 23-10-2026
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Seizoensverloop

Saisonalität & Aktivität

Die Blütezeit reicht nach der deutschsprachigen Quelle von Mai bis Oktober; die englischsprachige Quelle nennt Mai bis August, wobei Blüten bis in den Herbst und gelegentlich bis in den Dezember vorhanden sein können.12 Nach der Blüte entwickeln sich die Fruchtstände mit den hakigen Griffelresten; zur Fruchtzeit sind die Kelchblätter zurückgeschlagen.1 Die Rosette überwintert grün und treibt im Frühjahr neu aus; einzelne Grundblätter bilden sich bereits im Oktober.2

Die Daten der Beobachtungsplattformen spiegeln diese lange Sichtbarkeit wider: Auf iNaturalist lagen für die vier Wochen vor dem Datenabgleich (April 2026) 94 Sichtungen für Deutschland (davon 48 bestätigt) und 52 für Österreich (davon 26 bestätigt) vor.4 Aus diesen Momentaufnahmen allein lässt sich kein vollständiger Jahresgang ableiten.

Praktijkkennis

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Echte Nelkenwurz ist als heimische Staude naturnaher Säume ökologisch von Bedeutung, vor allem als Futterpflanze einiger Schmetterlingsarten.1 Als Wildpflanze und Gartenpflanze ist sie meist unauffällig; Schäden an Kulturen sind nicht bekannt.12

Frühere Verwendung: Die Wurzeln enthalten Gerbstoffe und Eugenol und dienten früher als Droge und Gewürz sowie zur Aromatisierung von Wein, Bier und Likör; der Name Benediktenwurz verweist auf die Klostertradition.12 Junge Blätter wurden nach den Quellen auch als Gemüse oder Salat zubereitet.12 Nach der englischsprachigen Quelle gibt es keinen Beleg für eine Wirksamkeit der in der Volksheilkunde angegebenen Anwendungen; in der heutigen Pflanzenheilkunde wird die Pflanze nach der deutschsprachigen Quelle nicht mehr verwendet.12 Dieser Eintrag spricht keine Empfehlung zu Verzehr oder Anwendung aus; Wildpflanzen sollten ohnehin nur bei sicherer Bestimmung gesammelt werden, bei gesundheitlichen Beschwerden ist ärztlicher Rat einzuholen.

In Volksglaube und Kultur galt die Pflanze wegen ihres starken Duftes als Mittel gegen böse Geister; die dreizähligen Blätter und fünfzähligen Blüten wurden mit christlicher Symbolik verbunden.12 In Deutschland ist die Art in allen Bundesländern häufig.1

Bronnen

Bronnen & Referenties

  1. Wikipedia: Echte Nelkenwurz. de.wikipedia.org/wiki/Geum_urbanum (abgerufen 30.10.2026)
  2. Wikipedia: Geum urbanum. en.wikipedia.org/wiki/Geum_urbanum (abgerufen 30.10.2026)
  3. GBIF Backbone Taxonomy: Geum urbanum L. gbif.org/species/5369652
  4. OpenInsect-Community-Daten (Scan-Statistik, Stand 30.10.2026) und iNaturalist-Sichtungszahlen aus dem Profil (Datenabgleich 17.04.2026)